CACliff Aßmann

Max Bane

Fiktive Autobiografie eines dunklen Charakters

Max Bane - Diary of a real THUGLIFE

Max Bane - Diary of a real THUGLIFE

Eine bewusst düstere, rohe und nicht jugendfreie Fiktion über einen extremen Charakter zwischen Gewalt, Selbstmythologie, Hooligan-Welt und innerem Kontrollverlust.

Status
Konzept-/Entwurfsfassung
Ausrichtung
Sehr harte, rohe Streetvariante - nicht jugendfrei.
Hinweis

Nicht jugendfrei: harte Sprache, Gewaltkontext und psychologisch dunkle Motive.

Manuskript & Analyse

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251019_Max-Bane_Diary-of-a-real-THUGLIFE_Entwurf-Fassung

Erstausgabe 2017 Alle Rechte vorbehalten Layout: C. Aßmann ISBN Contact: max.bane@terryflow.de // It was worth it in the end. C. Aßmann Printausgabe: 2017 Die Gedanken sind frei Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten? Sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen mit Pulver und Blei. Die Gedanken sind...

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Erstausgabe 2017 
Alle Rechte vorbehalten 
Layout: C. Aßmann 
ISBN  
 
Contact: max.bane@terryflow.de // 
It was worth it in the end. 
C. Aßmann 
 
 
 
Printausgabe:       2017

Die Gedanken sind frei 
 
Die Gedanken sind frei, 
wer kann sie erraten? 
Sie fliegen vorbei 
wie nächtliche Schatten. 
Kein Mensch kann sie wissen, 
kein Jäger erschießen 
mit Pulver und Blei. 
Die Gedanken sind frei! 
 
Ich denke, was ich will 
und was mich beglücket, 
doch alles in der Still', 
und wie es sich schicket. 
Mein Wunsch und Begehren 
kann niemand verwehren, 
es bleibet dabei: 
Die Gedanken sind frei! 
 
Und sperrt man mich ein 
im finsteren Kerker, 
ich spotte der Pein 
und menschlicher Werke; 
denn meine Gedanken 
zerreißen die Schranken 
und Mauern entzwei: 
Die Gedanken sind frei! 
 
Deutsches Volkslied,   
     Hoffmann von Fallersleben, 1841

„Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt - Glücklich allein Ist die Seele, die liebt.“ 
Ich würde Ihnen hier wirklich aufrichtig gerne etwas über Max Bane erzählen, dass Sie erheitert oder zumindest zum 
Schmunzeln bringt, leider müsste ich Sie dann belügen, denn in der kompletten Zeit, die ich mit ihm im Laufe dieser 
Bucherstellung verbrachte, gab es nicht eine einzige Episode, an die ich mich zurückerinnern könnte, welche dies auch 
nur ansatzweise begründen könnte. 
Gewiss habe ich sowohl bei den Recherchearbeiten als auch bei der tatsächlichen Erstellung des Buchskriptes sehr viele 
Minuten, Stunden, Tage, Wochen u. Monate , sehr viele Facetten an der Seite von Max erfahren können / dürfen, die 
unsereiner als Gefühl interpretieren könnte, ich weiß aber, das dem nicht so ist. 
Falls bei mir der Eindruck einer Gefühlsregung seitens Max jemals entstanden sein sollte, dann nur, weil Max in dem 
Moment wollte und steuerte, dass ich dies so empfinden sollte.  
Seien Sie sich gewiss, dass Max Bane niemals Gefühle wie Zuneigung, Liebe, Verantwortung oder dergleichen 
empfunden hat, da es diese Gefühlsregungen bei seinem Krankheitsbild schlicht nicht gibt und diese leider auch als 
unheilbar gilt. 
Erleben Sie in diesem Buch hautnah, die einzigartige Möglichkeit, detaillierte Eindrücke dieser gescheiterten 
Persönlichkeit miterleben zu dürfen. Da Max während der Bucherstellung auf tragische Weise einfach spurlos 
verschwand und auch von jetzt auf nachher keine Kontaktaufnahme mehr möglich ist, gehen die Erlöse des 
Buchverkaufs an seinen behinderten jüngeren Bruder in München als direkten Erbberechtigten von Max Bane.

Für die 3 wichtigsten Personen, die meinem Leben einen Sinn geben. 
Meine Frau Tina und meine Kinder Sophia und Tristan. 
 
Damit Ihr Euch immer gerne an mich erinnert! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Max Bane - 100% Original Made In Germany 
Diary of a real ThugLife… 
(TimElinEBaSed ReCutVerSioN) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
08/17

Inhaltsverzeichnis: 
Einleitung 1 
Prolog 2 
Kindheit: 5 
Ein Unfall namens Max… 6 
Kindheitserinnerungen aus den frühen Siebzigern 13 
Diagnose „Verhaltensgestört“ 18 
Frühe Kindheit in Zellerau 21 
Umzug Heuchelhof 24 
Jugend: 30 
Sommer 1982 – Begegnung mit roher Gewalt 31 
Geheimes Boxtraining ist Pflichtprogramm 38 
Punker-Hetze durch Würzburg / Verlust meiner Unschuld 42 
24. August 1984 / Mitten in der Nacht 50 
16. September - 3. Oktober 1985 / Tagebucheinträge 55 
Normal sind nicht die Anderen / Nachtwanderung 60 
Sommer 1986 – Ich bin raus… 64 
Kampfzone 1: 69 
Meine besoffene Nazi-Oma und ich… 70 
Begegnungen im Wald und 2 bleiben vergraben 78 
13. Oktober 1988 / Urteilsverkündung: 85 
Beschreitung neuer Wege: (1989 - 1991) 86 
Big in Japan 87 
Spätjahr 1991 / Jackenklau in Wiesbaden 92 
Gegenwart Zwischengedanken mit Erinnerung 95 
28. September 1991 Jackenklau Part 2 96 
Rückblende 6 Std. früher 98 
Kampfzone 2: 106 
Gegenwart / kleiner Kurs des Phänomens „Hooligans“ 107 
CB forever! 112 
Gewalt ist doch die Lösung 127 
Neujahrsnacht 1993 / Are you right to fight for party? 129 
Sommer 1993 / Einmal Malle und zurück 137 
PAIN – Jerry, der irre Ami! 148 
Wald und Wiese… 155

Nächtliche Begegnungen mit mir selbst 162 
Zwischenbilanz 169 
Ausstieg: 170 
Ich bin nicht ich, aber auch nicht Du! 171 
Ich kann ja alles! 181 
Genug ist genug! 197 
Der Radikalschnitt! 203 
Aus und vorbei – aber Frei 225 
Familienbande: 227 
Kann denn Liebe Sünde sein? 228 
Alles auf Anfang 231 
Ein Traum in Weiß 234 
Unsere heile, kleine Welt 238 
Ein kleiner Wunsch wird wahr 241 
Max ist glücklich 242 
Alltag und was der so mit sich bringt 246 
19. Januar 2009 / Hilferuf 248 
22. Januar 2009 (Ärger mit Unitymedia Part 2) 255 
Zusammenbruch: 259 
Unfassbar – aber wahr! 260 
Schizo: 284 
15. Mai 2012 / Sie ist weg? 285 
08. Juli 2012 / Nur in meinem Kopf 289 
23. März 2013  / Schmerzen im Bein 291 
17. August 2013 / Zwischenspiel in Würzburg 296 
Eine kontakt- und erfolglose Woche später 297 
Im September desselben Jahres 298 
Eskalationsstufe 9: 300 
7. Dezember 2014 / Schriftwechsel mit einer Unbekannten 301 
31. Dezember 2014 / Silvesternacht 307 
09. Januar 2015 / Schriftwechsel mit einer Unbekannten 2 308 
23. Januar 2015 / Der Weckruf 311 
27. Januar 2015 / 3. Schriftwechsel mit einer Unbekannten 313 
28. Januar 2015 / 4. Schriftwechsel mit einer Unbekannten 314 
29. Januar 2015 / 5. Schriftwechsel mit einer Unbekannten 315

03. Februar 2015 / letzter Schriftwechsel mit der Unbekannten 316 
14. Mai 2016 / Die Anderen 319 
26.Mai 2017 / bei meinem Hausarzt 327 
Sommer 2017 / genauso wie die Anderen 329 
Des Dramas Grande Finale: (2017) 334 
Der Pfad des Kriegers 335 
Der Prozess 339 
Blind Rage 348 
Ich sehe Euch alle! 355 
Gegenwart / Wo bin ich? Part 1 363 
Gegenwart / Wo bin ich? Part 2 376 
Zusammenfassung: 382 
Was ist wohl die Wahrheit? 383 
Die Anderen und so 385 
Thug Life 407 
Bonus-Material: 409 
Verschiedene Zeitungsberichte 410 
Dokumente und sonstiges 414 
Dankeschön an alle Mitwirkenden, Inspirationen und moralisch Unterstützenden 420 
Inhaltsangabe 422

1 
 
"...ich hasse alle Menschen: die einen, weil sie schlecht sind und bösartig, und die anderen, weil sie 
den Schlechten nachgeben..."  
(Alceste in Molières Le Misanthrope ou l’Atrabilaire amoureux) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Einleitung

2 
 
Prolog 
 
Mit schmerzende Gliedern und leicht verschwommener Sicht öffne ich die verglaste 
Tür. Augenblicklich schlägt mir der Geruch von Leid und Desinfektionsmittel 
entgegen, was mich die Nase rümpfen lässt. Ich hasse Krankenhäuser, schnaube ich 
innerlich und torkle, des Alkohols wegen, der noch immer durch meine Adern fließt, 
auf den Empfang zu, der durch eine Glasscheibe geschützt wird. Hinter dem Glas, an 
dem großen Schreibtisch, sitzt ein älterer Herr, mit dicker Lesebrille und ergrautem 
Haar. Gelangweilt blätt ert er in einer zerknitterten Zeitung herum und bemerkt so 
nicht, dass ich vor ihm stehen bleibe und auf seine Aufmerksamkeit warte. Nach 
einigen Momenten, in denen er mich noch immer nicht bemerkt, räuspere ich mich 
ungeduldig, ohne Erfolg. Genervt seufze  ich und klopfe etwas zu heftig gegen die 
Scheibe, weswegen der Alte erschrocken zusammenfährt. Mit großen Augen, sieht er 
mich, über die Brille hinweg an, ehe er seinen Blick über mein malträtiertes Gesicht 
wandern lässt. Noch immer scheint er erschrocken , doch nicht mehr, weil ich ihn 
aufgeschreckt habe, sondern meines Anblickes wegen. Mein Gesicht ist übel 
mitgenommen, von der Schlägerei, die keine Stunde hinter mir liegt. Auf dem Weg 
hierher, den ich zu Fuß zurückgelegt habe, konnte ich in einem der zah lreichen 
Schaufenster sehen, wie mitgenommen ich aussehe.  
Mein linker Augenbrauenbogen ist geschwollen und erschwert mir die Sicht. Meine 
Unterlippe ist aufgeplatzt und auf meiner rechten Schläfe prangt eine Platzwunde, die 
unaufhörlich blutet. Außerdem wird meine rechte Wange von einer unschönen 
Schramme geziert, die sich über mein halbes Gesicht zieht. Als er den ersten Schock 
endlich verdaut hat, räuspert er sich und richtet seine Sehhilfe. "Wo befindet sich die 
Notaufnahme?" brumme ich ihm zu und sehe ihn ungeduldig an, da ich hier so schnell 
wie möglich raus will. Als Kind habe ich genug Zeit in einer solchen Einrichtung 
verbracht. Viel zu oft habe ich Mist gebaut und bin deswegen hier gelandet oder 
familiäre Probleme haben mich dazu getrieben, in einem Krankenhaus zu landen.  
Noch immer sprachlos deutet er auf eine Tür, im rechten Eck des Empfangsraumes, 
über welcher ein Schild mit der Aufschrift 'Notaufnahme' prangt.  
Den Impuls unterdrückend, meine Hand auf die Stirn zu schlagen, mache ich kehrt 
und durchquere den schmalen, steril weißen Gang. Als ich schließlich in der 
Notaufnahme ankomme, trete ich an den kleineren Empfang, der in einer der Ecken 
steht. Die Frau, die dahinter sitzt, mustert mich ebenfalls, ehe sie mir schweigend ein 
Klemmbrett reicht, an welchem das Aufnahmeformular befestigt wurde. Stumm

3 
 
schnappe ich mir noch einen Stift und gehe in den Wartebereich, in welchem sich drei 
weitere Personen befinden. Da wäre eine Mutter, mit einem plärrendem Kind auf 
dem Arm, welches sich den Bauch hält und ein Mann, der äußerlich nichts zu haben 
scheint. Des sen ungeachtet nehme ich, weit von den Anderen entfernt, Platz und 
mache mich daran, das Formular auszufüllen.  
Das fällt mir denkbar schwer, da die unangenehm helle Stimme des Mädchens 
regelrecht in meinen Ohren klingelt und meinen dröhnenden Schädel noch weiter 
malträtiert. Krampfhaft versuche ich ihr Gejammer auszublenden und mich auf die 
Zeilen vor mir zu konzentrieren. Unwillkürlich frage ich mich, wieso die meisten Kinder 
so wehleidige kleine Arschlöcher sind. Natürlich, sie sind noch jung und empfinden 
Schmerzen wohl schlimmer, als ein Erwachsener, doch erinnere ich mich daran, dass 
ich früher nie so herum gejammert habe. Wenn ich mal Schmerzen, welcher Art auch 
immer, hatte, habe ich still vor mich hin gelitten und versucht, mir nichts anmerken 
zu lassen.  
Nach einer gefühlten Ewigkeit, taucht eine, in weiß gekleidete Blondine auf und bittet 
die Mutter, mit Kind, ihr zu folgen. Erleichtert seufze ich auf, als das, nicht gerade 
zarte, Stimmchen, durch die Tür abgeblockt wird. "Kinder", nuschelt der Mann, der 
einige Sitze von mir entfernt sitzt und ich stimme ihm, mit einem missbilligenden 
Murren zu.  
Kurz darauf habe ich alles Nötige ausgefüllt und erhebe mich, um das Klemmbrett 
abzugeben. "Sie werden abgeholt, sobald man Zeit für sie hat", teilt mir die fette Frau, 
mit den braunen Haaren mit und beäugt das Formular. Mit einem knappen Nicken 
hacke ich diese Information ab und lasse mich wieder auf einem der ungemütlichen 
Plastikstühle sinken. Stille herrscht, welche nur von dem beständigen Ticken der Uhr 
unterbrochen wird, was mir das Gefühl gibt, das ich irgendwas verpasse, während ich 
hier sitze. Es macht mich nervös und ich fühle mich dazu gedrängt, immer wieder auf 
die schwarzen Zeiger zu blicken.  
Die Minuten verstreichen und ich wippe ungeduldig mit dem Fuß, welchen ich auf 
meinem Knie abgelegt habe. Genervt habe ich die Arme vor der Brust verschränkt und 
starre Löcher an die weiße Wand vor mir. Nach unendlich erscheinende Minuten, tritt 
erneut die Blondine in den Wartebereich und stiert angestrengt auf das Klemmbrett 
in ihrer Hand.    
"Herr Meyer, sie müssen noch einen Augenblick warten, da das Röntgengerät noch 
besetzt ist. Haben sie etwas Verständnis", erklärt sie mit sanfter Stimme und lächelt

4 
 
den Angesprochenen entschuldigend an. "Kein Thema", winkt dieser ab und erwidert 
ihr Lächeln.  
Danach schweift ihr Blick erneut auf das Blatt und schließlich zu mir, wobei sich ihre 
Augenbrauen anheben. "Herr Bane, kommen sie bitte mit, es wird gleich ein Arzt für 
sie Zeit haben", spricht sie mich schließlich an und ich erhebe mich von dem 
unbequemen Stuhl.  
Unmotiviert folge ich der Krankenschwester durch einen schmalen Gang, der von 
Türen und leeren Betten gesäumt ist. Vor einer dieser Türen bleibt sie schließlich 
stehen und bittet mich, darin Platz zunehmen, bis man Zeit für mich hat. Mit einem 
Nicken betrete ich den Raum und setze mich auf das Bett, während ich mir das Regal 
mit den Spritzen, Gummihandschuhen und Atemmasken ansehen.  
Den inneren Impuls unterdrückend, mir ein paar von den Nadeln zu schnappen, um 
später damit andere Leute zu verletzen, wende ich den Blick ab, bevor ich doch noch 
in Versuchung gerate. Erneut vergehen kostbare Minuten meines Lebens, was mich 
immer genervter macht. Können die sich nicht mal beeilen, mein Kopf dröhnt und ich 
möchte einfach nur noch schlafen, knurre ich innerlich, als die Tür leise geöffnet wird. 
Zum Vorschein kommt ein junger Mann, in einem weißen Kittel und mit kurzen, 
schwarzen Haaren, der mir nur allzu bekannt ist. Sein Blick liegt auf den Unterlagen in 
seiner Hand. "Tut mir leid, dass ich sie habe warten lassen, Herr Bane", murmelt seine 
raue Stimme, während er den Raum betritt.  
Als seine Augen sich schließlich auf mich richten, hält er inne und sieht mich 
überrascht an. "Max, was machst du denn hier? Was ist passiert?" bringt er, fast schon 
erschrocken heraus und mustert mein entstelltes Gesicht.  
Es ist mein Nachbar, der 2. Stockwerke unter mir im selben Mietshaus wohnt, und mit 
dem ich schon ein paarmal über Gott und die Welt geredet hatte. 
Dass er Arzt ist hatte ich allerdings nicht gewusst…

5 
 
 „25 Prozent aller Straftäter und bis zu 4 Prozent der Gesamtbevölkerung sind psychopathisch. 
Heute stuft die Weltgesundheitsorganisation die dissoziale Persönlichkeitsstörung, die antisoziale 
Persönlichkeitsstörung oder die Soziopathie als Krankheit ein.  
Egal, wie wir sie nennen, Psychopathen lassen keine normalen menschlichen Gefühle erkennen und 
stellen einen kleinen Prozentsatz  von Menschen, der für einen großen Prozentsatz von Verbrechen 
verantwortlich ist. Diese  Menschen sind außerordentlich gerissen und führen Doppelleben, sodass 
selbst nahe stehende Freunde und Angehörige meist keine Ahnung haben, dass sich hinter der 
liebenswürdigen Maske  ein Ungeheuer verbirgt, das sich erst unmittelbar vor dem Angriff zu 
erkennen gibt“. 
Dr. H. Cross über Jack, the Ripper 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kindheit:  
(1970 - 1980)

6 
 
Ein Unfall namens Max… 
Der erste Psychopath, den ich traf, war mein Vater. 
Die Prügelorgien, die er abhielt, wenn er schlecht gelaunt war, endeten häufig damit, 
dass lärmempfindliche Nachbarn bei der Polizei anriefen, und mein Vater, der dies 
ahnte, pflegte irgendwann abrupt mit dem Verdreschen aufzuhören. Sein innerer 
Alarm ging präzise wie eine Uhr. Wenn er anschlug, dann setzte er uns rund um seinen 
Esstisch, und so kam es, dass wir alle, wenn die Polizisten schließlich klingelten, bei 
einem fröhlichen Kartenspiel beisammensaßen. 
Wie oft habe ich in ihre verdutzten Gesichter gesehen. Es waren mehr oder weniger 
öfter dieselben Polizisten, die immer leicht misstrauisch waren, denn unsere 
Nachbarn klingelten häufig wegen uns um Hilfe an, dies konnte nicht immerzu 
grundlos sein, auch w enn das unschuldige Lamm, dass mein Vater gab, dies 
behauptete. 
Doch da auch wir nichts dazu sagten, machte sie das hilflos. Es setzte ihr gesundes 
Misstrauen schachmatt. 
Am Telefon hatten die Nachbarn von Geschrei und Geheule gesprochen, von 
dumpfen Geräuschen – wie von Schlägen –, doch nun, da Hilfe nah war, da sie gar in 
Uniform im Zimmer stand, fanden die Helfer ein vergnügtes Heim vor, eine nette 
Runde bei Tisch, ein vereintes Familienleben. Was war nun wahr, was war Lüge? Wo 
war das Geschrei geblieben? 
Mein Vater konnte das gut: Uns vorführen! 
Sein von Zorn verzerrtes Gesicht glättete sich in Sekundenbruchteilen und nahm 
umgehend Lachfalten an. Er war ein Charmeur, nie um ein passendes Wort verlegen. 
„Das muss ein Irrtum sein!“ 
Selbst ich nahm ihm die Verblüffung über den Vorwurf ab. Jedenfalls beinahe. 
„Die Nachbarn sind doch Idioten! Allesamt pingelige Idioten! Vielleicht hatte jemand 
den Fernseher zu laut an. Aber nicht bei uns! Wir spielen.“ 
Mit hoch erhobenem Kopf warf er einen Blick auf die Kulisse, die er zur Verwirrung 
seiner ehemaligen Kollegen zusammengestellt hatte. Was für eine Familie, die noch 
gemeinsam Karten spielt, und das in der heutigen Zeit! 
Schon allein das hätte die Polizisten misstrauisch machen müssen.

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„Verstehen einfach keinen Spaß, die sehr verehrten werten Nachbarn! Natürlich wird 
das etwas lauter, wenn’s rund geht…“ 
Damals wusste ich noch nicht, was ein Psychopath ist. Ich kannte weder das Wort 
noch seine Bedeutung. Ich wusste nicht, was Psychopathen machen, solange sie sich 
nicht romanreif grauselig aufführen, ich wusste nicht, wozu sie sonst noch in der Lage 
sind: Dass sie Chefs sind, zum Beispiel, und große Anführer. Dass sie hemmungslos 
Charme versprühen, ihre Mitmenschen bezirzen, geschickt vorführen, welch 
überragend sympathischer Typ in ihnen steckt… 
Ich wusste nicht, für wie nett man einen Psychopathen halten kann, bevor man ihm 
im Hinterzimmer begegnet. 
„Und bei uns geht’s immer rund, nicht wahr?“ 
Mein Vater lachte offen und vergnügt. Wie gut er das konnte! Schauspielern, 
heucheln, die ganze Palette! Er klopfte mir, der ich kaum auf meinem wunden, kreuz 
und quer durchgeprügelten Hintern sitzen konnte, eine seiner Spielkarten hin. Ich 
starrte auf die  Tischplatte. Vor Angst brachte ich es kaum fertig, die Bedeutung der 
Karte vor mir zu bewerten – wie sollte ich spieltechnisch reagieren, welche meiner 
eigenen passte zur Situation? Welches Spiel spielten wir überhaupt? 
War es Mau-Mau, Rommé, Schwarzer Peter, Elfer Raus, Skat oder Schafskopf? Oder 
vielleicht eher Poker, Black Jack, oder Siebzehn und Vier?  
Und doch blieb mir nichts Anderes übrig, als zu reagieren, vorzugsweise richtig, denn 
sonst wäre ich, sobald die Polizei uns verlassen hätte, wieder dran gewesen: Mit dem 
Hintern, versteht sich, nicht mit den Karten am Zug. 
Die Polizisten lachten. Und ließen uns einmal wieder mit unserem Vater allein. 
Ich wusste nicht, was mit mir passieren sollte. Als ich als Kind meinen Vater als 
gefährlich empfunden hatte, hatte ich ihn mit den Augen eines Kindes gesehen, und 
war die möglichen Strafen mit dem Hirn eines Kindes durchgegangen. Wie leicht ist 
es, ein Kind zu bestrafen! 
Er ließ mich vom ersten Tag an spüren, dass ich ihm seine Jugend versaute, da ich ja 
immerhin nur „ein nicht gewollter Unfall“ war. 
Ich ertrug Schläge mit der Hundeleine genauso wie mit seiner verfickten Peitsche. 
Ich bekam Faustschläge in den Magen genauso wie Schläge mit der offenen Hand ins 
Gesicht.

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Ich wurde wie der letzte Dreck behandelt, seit ich mich erinnern kann und wenn 
meine Oma oder meine Mutter dazwischen eingriffen, wurden auch sie Gnade von 
diesem Psychopathen geschlagen und getreten. Egal was ich machte, es war nie gut 
genug! Ich wurde al s Heulsuse, Fettsack, Bastard, Glubschauge und weiteren 
Schimpfwörtern betitelt, auch in Gegenwart von Freunden, die sich aber sehr schnell 
rarmachten, da das so erniedrigend war, dass es auch für unbeteiligte Kinder nicht zu 
ertragen war. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Heute bin ich erwachsen, und meine Ängste gelten nicht mehr einem Schlag aus 
seiner Hand, einem versagten Abendessen oder einer Woche Fernsehverbot. Ein Blick 
auf seine Mauer kann mich nicht mehr schrecken. Meine Welt war größer geworden. 
Doch er kam mir noch immer gefährlich vor. 
Er konnte mir noch immer gefährlich werden! Schon einmal hatte er es fast geschafft 
mich bei den Anderen verrotten zu lassen. Allein, verzweifelt und mit so vielen 
ungeklärten Fragen. Allein in der Anstalt! 
Ich krallte die Finger um das kalte Metall des Schreibtisch -stuhls und versuchte, mir 
kalt und nüchtern zu überlegen, was mein Vater mir heute antun konnte. Ich sortierte 
in GAU und Super -GAU. Ich versuchte es wenigstens, gab mir Mühe. Ganz unten 
stand, da s er als lächelnder Sieger hier aus dem Zimmer rausging, aber das blieb 
unnotiert. 
Da bist Du mit 35 Jahren Lebenserfahrung, als guter Bürger, unschuldig, mit 
geordneten Gedanken nichtsahnend beim Amt, um einen Antrag für einen Bekannten

9 
 
abzuholen, weil der keine Zeit hat, und dann sitzt Du plötzlich, ganz unverhohlen ohne 
Vorwarnung, dem absoluten Bösen gegenüber. 
Nach fast 20 Jahren ist der, den du schon so lange hasst, der an deinem ganzen Übel 
Schuld ist, den Du schon soweit in Deinem Inneren begraben hattest und niemals nie 
wieder hervorkommen lassen wolltest, den Du vergessen und verscharrt hattest, um 
Deiner eigenen Willen und auch zum Schutz Deiner Familie, die von diesem Abschaum 
nicht wissen und nichts wissen dürfen! 
Da sitzt -Dein Erzeuger- und schaut dich an, als wäre diese Begegnung das Normalste 
auf der Welt! 
„Hallo Christian, lange nicht gesehen. Ich hoffe es geht dir gut! Ich hatte bei Deinem 
Namen gleich mal in die Akten geschaut! Du bist jetzt verheiratet und hast 2 Kinder? 
Meine Enkel, wie schön ist das denn. Wann können wir uns sehen und treffen? Ich 
habe Euch so viel zu erzählen nach der lagen Zeit, die Du ja weg warst.“ 
Woher weiß er von meiner Familie, dieser Bastard? Von meinen Kindern? Was will er 
erzählen?  
Ich träume doch gerade hier diesen Drecksdumme Kuhntraum, hoffe ich zumindest. 
Ich bringe kein einziges Wort heraus und schaue diesem Teufel in Menschengestalt 
direkt in seine kalten Augen. 
„Jetzt sag aber nicht, dass es Dir die Sprache verschlagen hat, mein Sohn…“ 
Er nennt mich doch tatsächlich seinen Sohn! Jetzt sind auf einmal so viele wirre 
Gedanken bei mir im Kopf, die ich unmöglich auch nur irgendwie sortieren kann! 
Bilder aus der Vergangenheit, die Gewaltausbrüche! 
Bilder aus seinen verlogenen Besuchen damals in der Anstalt! 
Bilder von meinen glücklichen Kindern, und meiner Frau! 
Dann sehe ich ihn, diesen verfluchten Drecksbastard inmitten meiner glücklichen 
Familie am Esstisch und ich als Statist daneben zuschauend, wie er uns vorgaukeln 
will, dass wir alle glücklich Karten spielen, so wie damals in echt! 
Ich merke, wie mir die Kotze hochkommt, meine Augen tränen und mir der Schweiß 
plötzlich aus den Poren schießt und am Gesicht runterläuft.

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Ich muss jetzt etwas sagen. Ich muss jetzt etwas tun. Sonst gerät die ganze Situation 
absolut gleich hier völlig außer Kontrolle. Und dann hat er doch wiedergewonnen, 
wenn ich wegen ihn hier und jetzt unter Zeugen ihn zerstöre und damit für immer und 
ewig in den Knast muss und meine Kinder nicht aufwachsen sehen kann und, und, 
und, … 
Dann hat er doch gewonnen! Aber das will ich nicht! 
Sollte ich den ganzen Tag lang hier stumm sitzen? Und was würde dann geschehen? 
Wäre es nicht auffällig, mich hier länger aufzuhalten, als normal? Ich merkte, ich fiel 
wieder drauf rein:  
Ich überlegte, was mir lästig wäre, und hoffte, für ihn wäre es ebenso. Aber so konnte 
es diesmal nicht enden! 
Was konnte er mir antun? Mich hier im Büro oder im Amtsgebäude einsperren? Wie 
lange? Wozu? 
Ich war kein Kind mehr!  
Ok, aber was konnte er mit meinen liebsten tun? Mit meinen Kindern? Mit meiner 
Frau? 
Was konnte er ihnen erzählen?  
Und genau das war das wirkliche Problem! Ich kannte nur die Dimension, die er 
damals für Kinder gesetzt hatte, sie war hoch genug – für Kinder! 
Ich konnte mir nicht vorstellen, welche Latte er für mich heute setzen könnte. Was 
würde er mir oder meinen Liebsten antun? 
Es machte mir Angst, dass mir nichts einfiel. Meine Fantasie reichte nicht aus, mir die 
Fantasien meines Vaters vorzustellen. 
Mittlerweile war es draußen dunkel. Der Rollladen vor dem Fenster ließ durch die 
ovalen Löcher das Restlicht der Straßenlaternen herein. Ab und zu wurde es etwas 
heller im Zimmer, weil unten ein Auto gefahren kam. 
Ich stellte mir vor, wie sie nach Hause kamen: Gute Familienväter, die oben von ihrer 
Rasselbande in Empfang genommen wurden. In seiner Selbstdarstellung war mein 
Vater immer wie sie gewesen, und wir stellten seine glückliche Familie dar! 
Ich habe nie verstanden, warum niemand je bemerkt hatte, dass es nicht stimmt. 
Oder ist es sehr wohl aufgefallen, und es hat nur nie jemand darüber ein Wort

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verloren? Weil man sich nicht einmischt in fremder Leute Angelegenheiten… ist es 
das? 
Nie einzumischen hatte in das Leben der Anderen! 
Aber dann überlagerte eine mächtige, lange weggewesene Stimme im Befehlston alle 
Gedanken! 
„Max, reiße Dich zusammen! Mach irgendwie eine gute Miene zum bösen Spiel!“ Die 
Stimme in mir, die das sagt, ist jetzt dominierend über alle diese bösen und 
verwirrenden Gedanken in mir.  
Zum Glück! 
„Max hör gut zu und mach jetzt sofort, genau, dass was ich jetzt sage und genauso 
wie ich es jetzt sage…“ 
Dann auf einmal sind meine Gedanken wieder klar und ich kann wieder denken. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
„Hallo Papa“ erwidere ich emotionslos „das ist ja wirklich eine gelungene 
Überraschung. Wir müssen uns unbedingt sehen und haben so viel zu besprechen, 
oder?“

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Ich lächle jetzt den mir gegenübersitzenden Mann, der einst mein Erzeuger war, an 
und rede weiter auf ihn ein um letztendlich einen Termin für unsere Wiedersehens -
Treffen am nächsten Abend zu vereinbaren. 
Einem Wiedersehen, das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, in seiner 
Vorstellung ganz anders ausfallen wird, als in meiner….

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Kindheitserinnerungen aus den frühen Siebzigern 
Der rote Block oder Rote Bau war so ne Art Kasernenblock aus roten Backsteinen.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ungefähr 100 – 200 Meter lang und 5-6 Stockwerke hoch 
Aufgeteilt in 3 oder 4 Eingänge die alle mit einem Haupttreppenhause nach oben 
gingen. In den einzelnen Stockwerken waren immer lange Flur, die alle durchgehend 
miteinander verbunden waren bzw. gab es je Etage eigentlich nur immer einen langen 
Flur.  
Die Wohnungen waren extrem schlecht ausgestattet und die Toiletten und die Bäder 
waren auf den Fluren als Gemeinschaftsräume angelegt. 
Die Flure waren alle dreckig, die Deckenleuchten gingen auch nicht wirklich gut und 
dadurch waren die auch sehr düster. So richtig ranzig und asozial. 
In den Kellern waren eine Art Katakomben die in diverse Kellerverschläge und Gänge 
und so unterteilt waren. 
Hier ging man als Kind niemals runter, da dort die Räume von den ganzen Zuhältern, 
Dealern und sonstigen komischen Kreaturen als alles Mögliche genutzt wurden: 
illegale Spielräume zum Pokern, kleinere Puffs, Saufräumlichkeiten und ähnliches. 
Auch waren dort im Bereich der Treppenaufgänge eine Art Waschkeller oder so. 
Ich war einmal dort unten, warum auch immer, dass weiß ich nicht heute nicht mehr 
und habe dabei jemanden beim Holzhacken zugeschaut. Ja jetzt fällt mir auch ein, das 
die Wohnungen durch Holzöfen geheizt wurden.

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Auf einmal gab es Streit zwischen dem, der Holz gehackt hatte und einem oder 
mehreren anderen. Auf jeden Fall gab es eine wilde Schlägerei, in deren Verlauf auch 
ich als kleiner Junge nicht ohne Blessuren davonkam, da ich ja auch da unten dabei 
war. 
Auf jeden Fall habe ich daher noch die Narbe auf meiner Nase, da ich hier wohl die 
Rückseite des Beils aus welchen Gründen auch immer abkriegte. 
Auf jeden Fall gab es da dann richtig Terror, weil ich ja nach oben rannte und blutend 
rumschrie. Da auch immer irgendjemand irgendwo stand, sei es im Hof, im 
Treppenhaus, in einem der Flure etc. hatten die Schläger auch keine Chance mich 
mundtot zu machen, da ich von vielen Leuten gesehen wurde, die mich dann auch zu 
meinen Eltern in die Wohnung brachten. 
Zum Glück, denn, wenn ich hier den Begriff mundtot erwähne, dann ist das jetzt nicht 
aus der Luft gegriffen, denn die Gegend, in der der rote Block stand, war wie gesagt 
in den siebziger einer der übelsten Orte aus der eh schon verrufenen Zellerau. Hier 
gab es keinerlei Ordnung oder Rechtswesen, wie man das heute kennt, jeder war sich 
dort der nächst und wenn es galt einen unliebsamen Zeugen kaltzumachen, dann 
wurde das jeder Strafe vorgezogen, und auch Kindern oder so wurde hier nicht anders 
behandelt. 
Immerhin war ja mein Vater zu diesem Zeitpunkt eh einer der übleren Genossen und 
als Straßenschläger bekannt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Leider war das so. Was mit den Typen vom Keller geschah weiß ich leider nicht mehr, 
auf jeden Fall war kurze Zeit später alles geklärt und ich konnte mit gebrochener Nase 
schon bald wieder die Wohnung verlassen. Diese Zeit ist auch schon sehr weit von mir

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weg und bestimmt auch nicht grundlos in meinem innersten ganz tief verbuddelte 
und begraben. 
Diese Zeiten waren ja noch vor meiner Schulzeit. 
Auf jeden Fall resultiert aus dieser Zeit auch mein blindes rechtes Auge, da ich hier bei 
einer der üblichen Angelegenheiten irgendwie einen Schraubenzieher reinbekam. 
Leider wahr und nicht lustig.  
 
Schon krass, was da so alles los war. Wir hatten auch einen großen Wolfsschäferhund 
namens Grauer, der so viel ich noch weiß zu unserem Schutz da war. Der war mächtig 
groß und gut dressiert glaub ich. Alles in allem war das schon sehr unheimlich und 
finster. 
Soviel ich weiß, wohnte dort meine Mutter und erst ein paar Jahre nach der Adoption 
meines Vaters durften die zusammenziehen in eine eigene Wohnung in die 
Weißenburger Straße. 
Die Weißenburger Straße war ja auch nicht gerade wirklich gut damals denn die 
Blöcke in denen wir wohnten grenzten auf der anderen Seite auch an die berüchtigte 
Benzstr. In der gab es noch so richtige Holzbaracken. 
Danach kam glaub ich die Sedanstr die dann zum Main führte. Dort am alten 
Waschplatz war auch der Straßen-strich damals. 
In den Blöcken der Weißenburger Straße lebten sehr viele Zigeuner damals und auf 
den Straßen herrschte echt ein raues Klima. 
Ich erinnere mich auch hier nur an Bruchstücke. Z.B. hatte ich ein Dreirad oder Kettcar 
oder ein ähnliches Gefährt, das mir von einen der größeren Zigeunerjungen 
abgenommen wurde. 
Auch Sandalen oder bessere Jacken waren schnell mal abgezogen. 
Und wehe, wenn Du einer der gerippten warst und Vater hatte es rausgefunden, dann 
gab es richtig fest eine Abfuhr, weil man damit ja ein Looser war. Vor allem bei 
meinem Vater ging das gar nicht. Das waren willkommenen Gründe um mich zu 
verhauen. 
Man muss sich die Blöcke wie folgt vorstellen: 
Das waren u-förmige große Gebäude die alle mit den Eingangstüren nach innen zum 
Hof hinzeigten.

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Auf der einen Der Hof war aber in sich komplett geschlossen, da auf der vierten Seite 
die Rückseite des nächsten Blockes war. 
Zwischen diesem und dem Anfang des U -Blockes war dann eine Art offener 
Zwischenraum, der quasi den Eingang zum Hof bildete. 
Auf der andren Seite gegenüber am anderen Ende des Blockes war ein weiterer 
Durchgang der dann zur Benzstr. führte. 
Innerhalb des Hofes waren Dann irgendwelche Gebüsche, Wäschestangen und die 
Mülltonnen. 
Und so war halt jeder Block für sich ein eigenes Ghetto. 
Erste Berührungen direkt mit der Polizei hatte ich damals so mit ca. 5 Jahren durch 
meine erste richtige Gewaltaktion. 
Da wie gesagt die Zigeuner uns ständig abzogen und wir dafür auch noch zuhause 
Dresche bekamen war es jedes Mal, wenn wir unseren Hof verließen nur mit einer 
permanenten Angst verbunden entweder auf der Straße verhauen zu werden oder 
dann spätestens zu Hause. 
Mit Glück ist man da schon durchgekommen aber halt nicht so oft. 
Naja langer Rede kurzer Sinn, auf jeden Fall war man halt mit der Zeit auch vorbereitet 
und ich z.B. hatte immer relativ große spitze Steine in meinen Hosentaschen, die man 
dann in Richtung der Dreckszigeuner warf, wenn die versuchten einen abzurippen. 
Eines Tages auf jeden Fall, ich hatte einen relativ neuen und noch guten Roller 
geschenkt bekommen, fuhr ich mit dem so vor mich hin.

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Als plötzlich 2 große Jungs vor mir standen und mir das Teil abnehmen wollte. 
Fast hätten die das auch geschafft. 
Aber diesmal bewies ich Mut und haute im richtigen Moment dem Einen mit einem 
faustgroßen Stein, den ich versteckt hatte voll auf den Schädel. 
Und nicht nur einmal! 
Der andere ist gleich weggelaufen. 
Aber den, den ich erwischte, den ließ ich nicht weg. 
Dem schlug ich immer wieder mit dem Stein auf seinen beschissenen Kopf, bis das 
rote Blut schön Floss und der so nur noch dalag. 
Natürlich wurde ich dabei gesehen, da das ja nicht gerade leise ablief, aber egal, 
zumindest hatte ich meine Roller gerettet und war auch richtig stolz auf mich, wenn 
ich ehrlich sein soll. 
Denn das war ja etwas Positives in diesem ganzen von täglicher Gewalt beherrschten 
Zeit und Gegend. 
Leider besuchte uns schon am selben Abend die Polizei zuhause wegen diesem 
Gewaltausbruch und dadurch bekam ich letztendlich doch wieder richtig Dresche 
zuhause von meinem Vater, der wegen mir dann halt Stress mit den Bullen hatte. In 
den nächsten Wochen b ekam ich auch nochmal richtig schön aufs Maul von den 
Ziggies, so mit Schlüsselbeinbruch und allen Schikanen, aber dieses eine Mal war ich 
Sieger! 
Ist diese Episode wichtig? 
Ich weiß es nicht, aber es ist halt ein Teil meiner wenigen Erinnerungen an meine ganz 
frühen Kindestage und auch soviel ich weiß, meine erste aggressive Gewalttätigkeit. 
Und irgendwie gehört es auch zu mir als Person, da ich aus dieser Zeit immerhin 
zumindest die Narbe der Axt auf meiner Nase sowie das blinde rechte Auge bis heute 
mit mir rumtrage.

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Diagnose „Verhaltensgestört“ 
Außer mir wusste natürlich keiner von den Stimmen in mir. Allerdings war meiner 
Mutter bekannt, dass man bei mir eine Verhaltensstörung diagnostiziert hatte. Das 
ist die höfliche Umschreibung dafür, dass ich ein Soziopath bin. Offiziell heißt es 
eigentlich antisoziale Persönlichkeits-störung, aber so dürfen sie es nur bei Patienten 
nennen, die mindestens achtzehn sind. Ich war ja erst 7 Jahre alt, also hatte ich eine 
Verhaltensstörung. 
Oder wie meine Mutter es zu sagen pflegte: 
“Der Bub ist halt ein bisschen lebhaft.“ 
Schon früh stellte Sie mir gewisse Regeln auf, die ich unbedingt beachten musste: 
Regeln: 
Ich werde nichts verbrennen oder mutwillig zerstören. 
Wenn ich schlecht über jemanden denke, schiebe ich die Gedanken weg und sage 
etwas Nettes über den Betreffenden.  
Ich werde Menschen nicht „ES“ nennen.  
Wenn ich das Gefühl habe, das mich jemand verfolgt, versuche ich mich darauf zu 
konzentrieren, was ich WIRKLICH vor mir sehe.  
Ich werde niemanden bedrohen, auch nicht indirekt.  
Wenn ich denke, dass mich jemand bedroht, werde ich mich zurückziehen. 
Meine Regeln sollten andere Menschen schützen und mich davor bewahren, etwas 
Falsches zu tun. Ich musste Situationen meiden, in denen ich jemandem wehtun 
konnte. Das Potenzial dazu war eindeutig vorhanden.  
Als ich mehr durch Zufall einen Bericht über Serienmörder las, stellte ich fest, wie 
ähnlich sie einander und auch mir waren. Als ich mehr darüber las und einiges darüber 
wusste, zählte ich bald im Kopf alle typischen Warnzeichen auf: chronisches 
Bettnässen, Pyromanie, Tierquälerei. Hoher Intelligenzquotient und schlechte 
Zensuren, eine einsame Kindheit ohne echte Freunde, schwierige Verhältnisse im 
Elternhaus und ein gestörtes Familienleben. Diese und Dutzende weiterer Merkmale 
können einen Serienmörder au szeichnen, und ich hatte sie alle. Es ist ein großer 
Schock, wenn man erkennt, dass die einzigen Menschen, mit denen man 
Gemeinsamkeiten hat, psychopathische Killer sind.

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Das Problem bei diesen Merkmalen ist die Tatsache, dass sie nicht in Stein gemeißelt 
sind. Die meisten Serienmörder weisen sie als Kinder auf, doch die meisten Kinder, 
die sie aufweisen, werden niemals zu Serienmördern. Der Übergang ist ein Weg, den 
man schrittweise geht, man stolpert von einer falschen Entscheidung zur nächsten, 
legt noch einmal nach oder geht noch ein Stück weiter, bis man am Ende lauter 
genauso ist wie sie: ein Serienmörder eben! 
Aber zurück zur Grundschule. In der 1. Klasse war für mich nicht das Schwierige, wie 
wohl für die Meisten meiner Mitschüler, dass ich mit dem Schulstoff mitkam oder 
dass ich die Aufgaben, die wir in den Fächern lösen mussten, verstand oder richtig 
löste. Leider war es so, dass ich genau diese Aufgaben, für die wir z.B. eine 
Schulstunde Zeit hatten, innerhalb kürzester Zeit richtig löste. 
Da ich dadurch natürlich keine weiteren Aufgaben hatte, saß ich aber nicht still da, 
sondern kam auf die absurdesten Ideen, um meine Langeweile zu beseitigen. 
Ich rannte wild durch die Klassenreihen und warf Schulutensilien meiner Mitschüler 
auf den Boden. 
Ich schrie unkontrollierte Laute durch das Klassenzimmer. 
Oder aber falls ich auf den Flur musste, um die Klassengemeinschaft nicht zu stören, 
nahm ich Jacken, Mützen oder Schals von den Schulkameraden mit aufs Klo und 
kackte drauf so als Spaß. 
Auch war ich damals schon recht jähzornig, so dass ich meine Klassenlehrerin, die 
meinte mich an den Armen packen zu können, heftigst schlug und kratzte. Ich war nie 
zu bändigen und bald als absoluter Störenfried bekannt. Selbst die schlimmsten 
Drohungen meiner Eltern halfen da wenig, denn sobald ich wieder in der Schule war, 
da hatte ich diese auch schon wieder vergessen und spielte mein Spiel. 
Natürlich ging das nicht lange gut, so dass ich vor Ablauf des 1. Schuljahres Tests 
absolvieren musste, Intelligenztests wie meine Eltern mir erzählten. 
Doch das stimmte nicht so ganz, denn nach Auswertung dieser Tests stand ein 
eindeutiges Ergebnis fest, welches ich noch Jahre später mit mir herumtragen musste: 
Ich wurde in eine Schule für schwer erziehbare Kinder mit Tagesheim behördlich 
eingewiesen!

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Da dies natürlich auch gewisse Verfügungen seitens der Behörden gegenüber meinen 
Eltern mit sich brachte, könnte Ihr Euch sicher schon denken, was das Zuhause 
insbesondere bei meinem Vater für handfeste Folgen mir gegenüber einbrachte. Das 
gipfelte darin, dass ich dann auch vorerst von meiner Oma zu ihr nach Hause geholt 
wurde und meinem Vater gegenüber von Ihr mit Anzeigen und weiteren angedrohten 
Maßnahmen untermalt wurde, so dass ich ab diesem Zeitpunkt bei meiner Oma 
wohnen durfte. Für meinen Vater war ich dann auch spätestens ab diesen Zeitpunkt 
glaube ich richtig gestorben, zumindest hatte ich mir das zusammengereimt, da ich in 
den darauffolgenden 2 Jahren keinerlei Kontakt zu meinen Eltern hatte.

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Frühe Kindheit in Zellerau 
Die Zellerau als Stadtteil, in dem lange das Militär residierte und später überwiegend 
Arbeiter ihre Heimat fanden, zählte schon immer eher zu den problematischen 
Stadtteilen von Würzburg. Bereiche wie die Weißenburg, - Sedan-, oder Benzstraße 
sorgten mit i hren eher sozialschwachen Bewohnern für einen gewissen Ruf in der 
Stadt. ES gibt so vielzählige Geschichten älterer Würzburger, die besagen, dass die 
Polizei in den 1980er Jahren angeblich nicht freiwillig in die Benzstraße eingefahren 
sei.  
Aus diesen früheren Tagen der Zellerau stammt auch noch der so genannte 
„Denckler“.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zwischen der Frankfurter Straße und der Jägerstraße baute die Handwerker -
Baugenossenschaft als sozialen „Reform -Bau“ ab dem Jahr 1928 zwei große 
Wohnblöcke mit insgesamt 164 Wohnungen um jeweils einen Innenhof. Zwischen 
1928 und 1931 entstand der „untere D enckler“, zehn Jahre später – also ab 1941 – 
wurde der „obere Denckler“ gebaut. In den Anfangsjahren waren die Bewohner 
hauptsächlich Arbeiter und Beamte (Sozial- und Arbeiterwohnungen). Ab den späten 
1970er Jahren wurden hier der sogenannte „letzte Abscha um“ oder eleganter 
ausgedrückt, die Leute einquartiert, die selbst für die Blöcke der Weißenburger und 
der Benzstr. als Mieter durchfielen. 
In diesem Block wohnte meine Oma, als ich zu ihr zog. Sie war sozusagen die Königin 
der Blöcke dort. Irgendwie hatte sie immer von allen die größte Klappe und wenn sich 
die ganzen Bewohner wieder mal am späten Abend allesamt vollgesoffen nur noch 
brabbelnde Wortfetzen gegenseitig herumstammelten, konnte meine Oma 
wenigstens einigermaßen zusammenhängende Sätze lallen. Und das reichte aus, das 
sie dort die Königin war.

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Die saßen ja fast jeden Tag im Innenhof und soffen, rauchten und hurten miteinander, 
gegeneinander und aufeinander rum. Und mittendrin war ich, der dicke Zweitklässler, 
der jetzt mit dem Bus jeden Tag zur Sonderschule abgeholt wurde. 
Da die Wohnung meiner Oma ja nur aus einem schmalen Flur, einer kleinen Küche, 
einer klitzekleinen Abstellkammer ohne Fenster, einem Mini -Bad das aus einer 
Sitzbadewanne und einem Eimer, der das Klo darstellte, sowie einem Schlafzimmer, 
das das uneingeschränkte Reich meiner Oma war und Ihr Wohnzimmer, dessen Couch 
jeden Abend als mein Bett bzw. als mein Schlafort umgedeutet wurde. Ja da schlief 
ich dann, während meine Oma mit ihren ganzen Saufkumpanen um mich he rum 
weitersoffen und den ganzen Raum mit ihren qualmenden stinkenden Zigaretten etc. 
ein stänkerten. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wenn ich da heute zurückblicke, muss ich mich wirklich sehr wundern, dass ich bisher 
noch keinen Lungenkrebsdiagnostiziert bekommen habe. 
Das gute war aber, dass ich immer so viel Eiscreme essen durfte, wie ich wollte. Und 
wann ich wollte! Die war immer im Haus! 
Meinen Spielbereich hatte ich im schmalen Flur unter so einer alten Nähmaschine, 
die noch mit Unterschrank war. Und da spielte ich dann mit meinen paar 
jämmerlichen Matchboxautos. 
Das war dann mein Reich! 
Aber wenn Ihr jetzt denkt, dass ich hiermit unzufrieden war, dann muss ich Euch leider 
enttäuschen. Denn das alles war um hunderttausend Prozent besser als vorher bei 
meinen Eltern. Immerhin hatte ich bei meiner Oma das Gefühl, dass sie mich mochte 
und ich wurde nicht täglich geschlagen, angeschrien oder aufs unwürdigste beleidigt. 
Ach, wie sehr ich das genoss zwischen all den Säufern, Bastardn und asozialen

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Halbverwesten. Denn da meine Oma sozusagen die Königin vom Denckler war, war 
ich damit der Prinz! 
Und keine Sau interessierte sich darüber, wohin mich der tägliche Bus abholte oder 
in welche Schule ich ging. Ok ich sollte nicht vergessen, dass meine Oma noch 2 so 
komische Dackelähnliche Hunde hatte, mit denen ich mein Reich teilte, aber auch das 
war ok, Hauptsache nicht bei meinem Vater in der Nähe! 
Das ging auch so ca. 2 Jahre lang gut, doch wie meine Oma sich mit einem von den 
Anwohnern mehr als anfreundete, und der bei uns einzog, war meine schöne Zeit 
damit besiegelt und ich musste leider mit dem größten Bangen wieder zu meinen 
Eltern ziehen, die aber mittlerweile aus der Zellerau weggezogen sind und nun in einer 
Neubau-Wohnung mit eigenem Zimmer für mich in einer Hochhausneubausiedlung 
wohnten. Wo genau sagte man mir nicht, das erfuhr ich erst, als ich sozusagen mit 
meinen paar Sachen von Oma abgeholt und ins neue Zuhause hingefahren wurde.

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Umzug Heuchelhof 
In diesem Abschnitt geht es um den Würzburger Stadtteil „Heuchelhof“ und im 
Speziellen um das Wohngebiet „H1“. Hier habe ich selber von meinem 8. bis zum 11. 
Lebensjahr gewohnt.  
 
 
 
 
 
Manch ein Würzburger hat vielleicht schon einmal irgendwelche 
„Schauergeschichten“ von angeblichem Waffenhandel, Russenmafia oder Ähnlichem 
gehört. Wieviel davon wahr ist und ob diese Geschichten tatsächlich stimmen, ist eine 
ganz andere Frage. Letztendlic h gibt es in diesem Stadtteil natürlich Probleme und 
auch Kriminalität. Dies ist aber auch in anderen Würzburger Stadtteilen und in 
anderen deutschen Städten so. 
Sicherlich gibt es hier einen höheren Ausländeranteil als in anderen Stadtteilen – bei 
manchen Würzburgern wird der Stadtteil Heuchelhof auch gerne als „Klein-Moskau“ 
bezeichnet, da hier sehr viele Spätaussiedler aus den ehemaligen GUS-Staaten leben 
(laut Stadt Würzburg sind 60% der Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion). 
Dies bedingt, dass es hier wohl auch mehr „sozial schwächere“ Familien gibt. Im 
Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht automatisch mehr Kriminalität. Denn 
selbstverständlich ist nicht jeder „Russe“ gleich kriminell, wie manche Leute gerne 
kolportieren.

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Da ich damals, als wir aus der Zellerau weg zum Heuchelhof hinzogen, lebte ich ja bei 
meiner Oma im Denckler-Block. In dieser Zeit sah ich meine Eltern sowieso nur an den 
Wochenenden, wenn sie mich besuchten oder auch mal zum Spazierengehen 
abholten. 
Deswegen hatte ich auch nie hinterfragt, als es plötzlich hieß, dass wir nicht mehr in 
dem Block in der Weißenburger Str. wohnten, sondern in einem schicken Hochhaus 
auf dem Heuchelhof und da wäre sogar ein Zimmer ganz für mich allein! 
Später erfuhr ich, dass der wahre Grund des Umzuges eine Art Flucht war, da mein 
Vater in einem nicht näher beschriebenen Handgemenge im Hof unseres 
Wohnblockes bei einer Schlägerei mit ein paar von den Zigeunern einen davon mit 
einem Messer lebensgefährlich verletzte und wir deswegen sofort von dort abhauen 
mussten, da sich mehrere der Zigeunersippschaft nach Würzburg kamen, um das zu 
vergelten. Da das anscheinend selbst meinem Vater zu gefährlich erschien, vor allem, 
da die Zigeuner zu dieser Zeit auch an  sämtliche Familienmitgliedern bei Fehden 
rangingen, gemäß dem Motto Blut zu Blut, war die einzige Chance eben ein Umzug so 
weit weg wie möglich. 
Wir wohnten damals in einem der Hochhäuser in der Bonner Straße im zehnten Stock. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Hochhausbereich des H1, der nach dem Leitbild der modernen Stadt konzipiert 
wurde, krankte in Realität sehr bald an seinen Idealen. Die Modeerscheinung, in einer 
Großwohnsiedlung mit ihren Gemeinschaftseinrichtungen zu leben, ebbte sehr 
schnell wieder ab. Gerade in einer eher traditionell und konservativ geprägten Region 
strebten die meisten Menschen nach mehr Individualität, überschaubareren 
Wohnanlagen und einem eigenen Haus mit Garten.

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Durch den Wegzug der mittelständischen Klientel füllten sich die Wohnkomplexe bald 
mit sozial schwächer Gestellten. Das soziale Gleichgewicht im H1 fing an zu kippen. 
Durch die Sozialwohnungen konnten die Wohnungsbaugesellschaften kaum Ertrag 
erwirtschaften, weshalb Reparatur - und Instandhaltungsarbeiten auf das 
Notwendigste reduziert wurden. Die einst hochmodernen Wohnungen alterten sehr 
schnell und boten keinen Anreiz mehr, in den H1 zu ziehen. Außer man war aufgrund 
seiner sozialen Lage dazu veranlasst. 
Was ich über meine Zeit auf dem Heuchelhof sagen kann, ist, dass es definitiv eine 
Zeit war, in der man viel draußen gespielt hat. Das Fernsehen lieferte in den 80er 
Jahren noch keine Dauerberieselung und Computer und Handys gab es nicht. 
Stattdessen war es ganz normal, dass wir als Kinder viel mit dem Fahrrad und zu Fuß 
unterwegs waren oder auf dem großen Spielplatz an der Bonner Straße gespielt 
haben. 
Für uns Kinder war es sicherlich eine schöne Zeit. Wir waren oft stundenlang 
unterwegs und sind mit dem Fahrrad bis nach Rottenbauer gefahren, waren im alten 
Steinbruch hinter dem heutigen Athener Ring oder sind dem Schäfer mit seiner 
ganzen Schafherde am Schafsbrunnen begegnet. Und im Sommer waren wir natürlich 
wie alle anderen im „Dalle“ (Dallenbergbad). Da es eine Straßenbahn damals noch 
nicht gab, und das Geld für die Busfahrkarte wollte man sich vom knappen 
Taschengeld möglichst auch sparen, dauerte ei ne gefühlte „Ewigkeit“ das 
Fahrradschieben, bergauf und zurück zum Heuchelhof. 
Die Zeit, die ich in meinem eigenen Zimmer auf dem Heuchelhof wohnte, habe ich 
nur sehr vage als relativ gut in Erinnerung. Eine der wenigen Erinnerungen die ich 
habe, ist die das wir morgens mit dem Bus immer zur Schule abgeholt wurden und 
abends auch von dem zurückgebracht wurden. 
Das war allerdings kein Linienbus, sondern derselbe Bus, der mich schon bei meiner 
Oma abholte. Ein Malteser -Bus, der von meiner „Schule für besonders begabte 
Kinder“ wie man immer in meinem Beisein von der Elisabeth-Weber Sonderschule für 
schwer erziehbare Kinder sprach, dafür sorgte, dass wir auch täglich in der Schule 
ankamen. 
Das wurde auch dadurch begünstigt, dass mein Vater nur die Wochenenden bei uns 
verbrachte, und auch da mehr schlecht als recht. Also nicht das Ihr denkt, das hier 
irgendwelche familienväterlichen Aktionen oder dergleichen angesagt waren. Ha, 
sowas kannte ich zu der damaligen wie gesagt auch gar  nicht. Ich hatte das ein paar 
Mal bei einem meiner wenigen kurzfristigen Kameradschaften zwar mitgekriegt, aber 
immer gedacht, dass die alle nur lügen würden und das es in Wahrheit bei allen gleich 
beschissen war wie bei mir. Ich kannte es ja nicht anders!

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Im Großen und Ganzen liefen die Wochenenden ungefähr folgendermaßen ab: 
Mein Vater, der ja keinen Führerschein besaß, wurde immer von meine Onkel 
Christian, der mit ihm zusammenarbeitete, am späten Freitagnachmittag nach Hause 
gebracht. Dort schlang er dann seine bereits fertigen Abendessen in sich hinein, 
duschte sich ab, parfümierte sich mit Old -Spice After Shave ordentlich ein und fuhr 
dann direkt wieder mit meinem Onkel in die Stadt zu ihrem allwöchentlichen Billard-
Abend, der ihnen heilig war. Wichtig für mich war es, dass ich mich in dieser Stunde, 
in der er bei uns in der Wohnung war, auf keinen Fall blicken lassen durfte, dann hatte 
ich zumindest diesen Freitagabend noch meine Ruhe. 
Natürlich stritten in dieser Stunde dann noch oft meine Mutter mit ihm wegen allem 
möglichen, aber sobald er weg war, konnten wir beide, meine Mutter und ich, 
aufatmen! 
Schlimm waren dann leider sehr oft die Nächte, in denen er besoffen vom 
Billardabend kam. Wenn er an diesem Abend verloren hatte, dann war eins sicher: 
Er riss dann meine Zimmertür auf und brüllte grundlos rein, dass ich Nichtsnutz an 
allem schuld wäre. Gerne zog er dabei auch meine Decke weg und bewarf mich 
entweder mit einem eiskalten Waschlappen oder noch schlimmer zerrte mich noch 
aus dem Bett, aus dem ich dann auch, da ich ja schlief, hart auf den Boden fiel. Dann 
lachte er mich aus, wenn ich weinte und warf mir vor was ich für eine lächerliche 
Heulsuse war. So wie meine Mutter! Zum Glück spielte er anscheinend recht gut 
Billard, denn so verhielt es sich nur an jedem 2. -3. Wochenende. 
Ansonsten hörte ich nichts von ihm und konnte durchschlafen. Am Samstag schlief er 
dann bis in den Mittag hinein seinen Rausch aus und lag dann tagsüber meistens 
rumjammernd auf der Couch im Wohnzimmer und schikanierte nur meine Mutter 
herum. 
Auch hier galt für mich als oberstes Gebot, bloß keine zu lauten Mucks machen und 
am besten nicht blicken lassen. 
Ich hatte ja meine Aufgaben zu erledigen: 
Müll runterbringen, Bierkästen hochschleppen aus dem Keller, Hausaufgaben 
machen usw. 
Nicht das ihr jetzt denkt, damit wäre der Samstag herumgegangen. Nein, von wegen! 
Ich musste immer zu ihm zum Rapport antreten und berichten was ich alles gelernt 
habe in meiner Idioten-Schule wie er die Elisabeth-Weber-Schule nannte. 
Und dass ich da bei den ganzen Schwachsinnigen Idioten und Sonderschülern bestens 
aufgehoben wäre etc.

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Dann äffte er mich bzw. meine Stimme nach und lachte mich aus. 
Wenn es ihm zu blöd war oder irgendetwas nicht so von mir berichtet wurde, wie es 
ihm gerade passte, bekam ich eh entweder eine Ohrfeige oder sonst ein paar 
reingehauen, Hauptsache ich heulte dann. Und dann konnte er mich weiter aufziehen 
mit Schimpfwörtern oder irgendwelchen Schlägen. 
Aber diese Schläge waren ja nicht das schlimmste! Nein das absolut schlimmste für 
mich war, wenn er meinte mit mir „kämpfen“ zu müssen um mir irgendwelche 
Kampftechniken, die nicht wie die von Mädchen waren, zu zeigen. 
Diese „Kampftechniken“ bestanden darin, dass er mich aufs übelste in den 
Schwitzkasten nahm. So sehr, dass ich keine Luft mehr bekam und mich aufforderte 
zu entweichen. 
Da er naturgemäß wesentlich schwerer und auch viel stärker als ich war hatte ich 
natürlich gar keine Chance. 
Aber das machte ihm nichts aus, egal wie sehr ich keuchend unter ihm heulte, 
jammerte und wimmerte, er hielt mich so sehr fest, dass ich ab und zu auch 
ohnmächtig wurde. 
Dadurch hatte ich im Laufe der Zeit, regelrecht Platzangst und wirklich Panikanfälle, 
aber er lachte dabei nur dreckig über mir und beschimpfte mich als Oberpfeife und 
Jammerlappen. 
Ja, das war seine Lieblings- Quäl Methode, unter der ich auch heute noch leide, denn 
die Platzangst ist in meinem Unterbewusstsein immer noch da. 
Wenn ich dann völlig erschöpft vor Anstrengung und Todespanik am Boden lag und 
er aufstand, gab er mir noch einen freundschaftlichen Tritt in die Seite und meinte, 
dass ich nicht so rummachen solle, er meine es ja nur gut mit mir und wäre ja nicht so 
schlimm gewesen etc. 
Fakt ist, das ich dadurch selbstverständlich nicht gerade mit Selbstvertrauen um mich 
herum glänzte, da ich ja so gut wie immer gesagt bekam, was ich für ein Versager war, 
dass ich an allem schuld sei, ein dummer Schwachkopf wäre, zu fett, schwach wie ein 
Mädchen etc. 
Deswegen ging ich auch nicht oft vor die Haustür zu anderen Kindern in meinem Alter, 
denn für mich war ja klar, dass die eh nix von mir wollten. 
Und selbst wenn ich dann mal draußen war und Kontakt zu anderen Kindern hatte, 
ging auch das nicht lange gut, da ich bei den kleinsten Schwierigkeiten so schnell 
jähzornig wurde und komplett ausrastete, dass die anderen Kinder aus Angst vor 
diesen Überreaktionen, auch nichts mit mir zu tun haben wollten.

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So verkroch ich mich in meinem Zimmer mit meinen Hörkassetten und versank dann 
in meine „heile Welt“, in der ich Cowboy, Indianer, Detektiv oder auch 
Internatsschüler auf Burg Schreckenstein war. Dabei aß ich tonnenweise Schokolade 
und las und las und las. 
Das ging dann solange, bis ich ins Gymnasium kam und dort Anschluss fand.

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- Blutgruppe "I"- 
„Wir werden morgens mit dem Bus geholt, dem Bus geholt, dem Bus geholt… 
…Tante Ottilie ist auch meine Schwester und in 2 Tagen nehm ich sie zur Frau! 
…Mein Opa und Oma waren Geschwister!  
…Wir singen Inzucht - Inzucht la la la la la la … 
…Das Denken fällt uns allen schwer wir werden morgens mit dem Bus geholt…“  
Mundstuhl - Wir werden morgens mit dem Bus geholt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jugend:  
(1981 - 1986)

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Sommer 1982 – Begegnung mit roher Gewalt 
Unser Gymnasium war damals so ein alter baufälliger Schuppen und war permanent 
überbelegt. D.h. nach meinem Dafürhalten waren immer irgendwelche Klassen oder 
Jahrgänge ausgelagert. Wohin, das konnten wir Zwerge uns nicht vorstellen, es war 
nur irgendwie et was, ich weiß nicht, wie man es am besten ausdrückt, das Wort 
ausgelagert war irgendwie duster, dunkelgrau. Ja, so könnte man das Gefühl 
beschreiben, das ich damit in Verbindung bringe. 
Nun ja, nach den Sommerferien 1992, wir kamen da frisch in die 6. Klasse, war es dann 
für uns soweit: 2 Wochen vor Beginn der Schule bekamen wir alle einen Brief nach 
Hause, in dem Stand, dass die Schule „momentan zeitlich natürlich begrenzt und so 
bla bla  bla überfüllt ei, und von unseren 5 6. Klassen 2 leider für ein Halbjahr 
ausgelagert werden müsste. Und juche, Sie haben den Hauptgewinn, Sie sind einer 
der glücklichen Gewinner und dürfen Ihre Klassenräume im Obergeschoß der alten 
Hauptschule in der Sanderau ab dem Klassenstart benutzen. 
Wow, ausgerechnet die Sanderau, und dann auch noch Hauptschule, das hört sich gar 
nicht gut an. 
Mehr bzw. schlimmeres konnte ich mir damals in dem Alter nicht wirklich vorstellen. 
Dazu muss man wissen, dass im Würzburg der Achtziger in den eigenen Stadtteilen 
die anderen Gangs natürlich kleingeredet wurden. Es gab also wirklich in Hinterhöfen 
dann so Gangkämpfe mit allem, was das (Gewalt-Herz) so begehrt. Fäuste, Flaschen, 
Eisenstangen, Messer, Baseballschläger etc.) Wobei wir Kleinen, das immer nur von 
den Großen hörten, weil das ja immer irgendwo passierte aber nicht bei uns im Kiez. 
Hier hatten wir unsere eigenen Viertelinternen Schlachten zu bewältigen, das hatte 
schon gereicht. 
Jetzt muss man wissen, dass wir als Gymnasiumschüler schon bei uns im Viertel nicht 
gut angesehen waren und als „was Besseres“, beschimpft und missachtet wurden von 
den Anderen, die wenn’s gut lief, die Hauptschule besuchen durften, mehr schlecht 
als recht, aber wenigstens in einer Schule. D.h. da die Gymnasien in der Innenstadt 
angesiedelt waren, hatten wir da eigentlich unsere Ruhe, zumindest bis wir mittags 
wieder mit dem Bus oder dem Fahrrad nach Hause kamen. 
Bei mir lief es aber sehr gut, da ich 2 große Cousins hatte, die beide in unserer Gang 
Führungsmitglieder waren und von denen man hörte, dass sie sogar in der 
kompletten City geachtet und respektiert wurden. 
Durch diese beiden hatte ich auch sozusagen Welpen - Schutz, was auch gut so war, 
denn ich war weder sportlich noch war ich irgendwie in Raufereien gut. Da verlor ich 
sogar gegen Mädchen ab und zu. Meine Stärke waren damals schon Hörkassetten und

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Wissensbücher, Matheaufgaben und Knobelspiele. Jaja, ich war wirklich kein großer 
Freund von diesen ganzen doofen Straßenstreitereien und war auch deswegen sehr 
froh über meine Cousins. 
Soweit so gut, am 1. Schultag wurde ich dann auch sogar noch morgens von meiner 
Mutter in das neue Schulgebäude gefahren. Das war ein Schuppen, so wie das Haus 
in Amytiville Haunted House of Horror. Eine riesenhohe Mauer mit Stacheldraht 
obendrauf!!!! Außen rum, das eigentliche Schulgebäude erst durch so einen dusteren 
mit alten Bäumen unübersichtlichen Pausenhof erreichbar. Und dann noch im 
Dachgeschoß! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Von einem 5-stöckigen Schulgebäude mit ca. 3,50 Meter hohen Räumen. D.h. um in 
unser „neues“ Klassenzimmer zu kommen musste man erst durch den Haupteingang, 
charmant mit Gittern an den Fenstern, dann durchs große Haupttreppenhaus bis in 
den 3. Stock. Dort durch 2 ewig langen Fluren, die auch dimensioniert waren mit ca. 
5 Meter Breite und 3,50 Metern Höhe aber bestimmt jeder 30 -40 Meter lang. So 
genau weiß ich das nicht mehr. Dann über eine Art Nebentreppenhaus, das sehr eng 
war, die letzten 2. Stockwerke bis zu unserem Klassenzimmer.  
Hier oben waren 2 Klassenzimmer für uns vom Gymnasium und dann noch 
verschiedene leere Räume, die mit irgendwelchen alten Möbeln und so vollgestellt 
waren, jedoch ohne Schüler. 
Hier waren wir also für die nächste Schulzeit.  
Es lief auch Anfangs ganz passabel, wir wurden zwar misstrauisch in den Pausen und 
auf den Schulwegen von den Hauptschülern beobachtet, aber das war’s dann auch 
schon. Ich gehe heute davon aus, dass bestimmt einige Regelungen vorher an die 
Hauptschüler rausgingen, dass die stillhielten.

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Das Drama begann so ca. 2 Monate später als ein Typ aus meiner Parallelklasse, bei 
uns vorher war er einer der Klassenstärksten, hatte immer schon so Muskelshirts an 
und die Haare John -Travolta mäßig zurückgegeelt und auch ich hatte schon meine 
Abreibung a bbekommen in der 5. Klasse. Also dieser Typ meinte in seinem 
Größenwahn, dass es schick sei, von den alten zermatschten heruntergefallenen 
Äpfeln von den Bäumen im Pausenhof einem der Hauptschüler grundlos in den 
Rücken zu schmeißen und dämlich zu lachen. 
Der fiel hin, schaute überrascht und bevor er was sagen konnte, hatte er schon einen 
2. Apfel ins Gesicht bekommen. Gar nicht gut! Und ich Dabbes stand ausgerechnet in 
dem Haufen Schüler, die um den Irren aus der Parallelklasse herum ins Treppenhaus 
drängten, relativ weit hinten, also von dem Hauptschüler aus gesehen vorne im Fokus. 
Da der Pausengong uns rettete stürmten wir alle rein, bevor es groß Ärger geben 
konnte. Wobei ich aus dem Augenwinkel heraus sah, dass sich echt viele der 
Hauptschüler jetzt um den Beworfenen begaben und heftigste schrien und 
diskutierten oder so. Da aber ein Lehrer dazwischen war habe ich das nicht so 
mitbekommen. 
Oh, und wie das Großmaul dann bis oben noch gelacht hatte und die Hauptschüler als 
sowieso alle dämlich und beschränkt und als Mongos und so beschimpfte. 
Und alle die mit hochgingen waren voll auf dem Höhenflug. Da war was los. Mir war 
aber schlecht, da ich mir ausmalte, dass dies nicht gut enden konnte. 
Ok, Schulgong letzte Stunde. Alle aufgesprungen, die Büchertaschen geschnappt und 
ab nach Hause oder zur Bushalte. 
Ich machte langsam, weil ich mächtig Schiß ehrlich gesagt hatte. 
Ich war auch ganz aufgeregt und habe fast geheult, obwohl da ja noch nix war. 
So also, der Tross der 2 Gymnasialklassen unten durch die Tür des 
Nebentreppenhauses raus, da stoppte es schon brachial, weil der Erste direkt mal 
‘nen Stock in die Fresse geschlagen gekriegt hatte. Ich stand zwar einen 
Treppenabsatz weiter oben, habe aber  gesehen, wie das Blut gespritzt ist und auch 
abgebrochene Zähne flogen. 
Jetzt hatte ich wirklich richtig Schiß und war komplett unfähig weiterzugehen. 
Anscheinend hatten das aber gar nicht alle mitbekommen, denn die anderen rannten 
mich fast um, um durch die Treppenhaustür in den Flur nach unten zu kommen. 
Da das ja richtig viele waren, riss ich mich zusammen, um nicht später alleine 
runterzumüssen und hielt mich in der Mitte bei den Mädchen. 
Die haben von 2 Seiten mit Stöcken und Stuhlbeinen und so auf uns eingeschlagen.

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Vor mir hatte einer eine blutige Nase, es stolperten mehrere die dann an den Haaren 
gezogen bekamen, ich bekam auch ein paar relativ harmlose Tritte von der Seite ab, 
war aber durch die Mädchen, vor denen sie haltmachten, gut geschützt. 
Dann diese elend langen Flure, da kriegten bestimmt 8 -10 Mitschüler so ihr Fett ab, 
dass die heulten und bluteten und rannten. Ein Geschrei war das ohrenbetäubend. 
Und das Großmaul hatte auch noch den Schmackes, um da vorauszurennen und ein 
paar zu klatschen. Unglaublich! 
Unten aus dem Schulgebäude raus, dachte ich wir haben es geschafft. Aber von 
wegen. Da standen mind. 50-100 Jungs. Auch viele, viele Ältere in dem Alter meiner 
Cousins und so und die ließen nur die Mädchen durch. Keine Jungs, somit keine 
Chance für uns durchzukommen. 
Und der Junge, der in der Pause die Äpfel abbekommen hatte, stand ganz vorn und 
deutet auf uns. 
Das Großmaul dachte auch mal das er locker durchkommen würde, hatte aber direkt 
einen Basi von der Seite ins Kreuz geschlagen bekommen, so dass er hinfiel und dann 
von 2 oder 3 Typen echt sowas von Tritte abbekommen, dass er sich nicht mehr groß 
regte. 
Dann kamen die Typen auf uns und jetzt war ein Geschreie und Geheule und so. 
Ich bekam wieder ein paar Ohrfeigen ab. 
Mein Schulranzen wurde heruntergerissen und ausgeleert und dann hatten sie noch 
meinen Pulli an den Ärmeln so langgezogen und Knoten reingemacht. 
Ich habe mir da echt und das ist kein Spruch, vor Todesangst in die Hose geschissen. 
Das haben die mitgekriegt und gelacht und mich getreten und mich am Boden mit 
dem Gesicht in Hundescheiße gedrückt und halt so weiter. 
Ich habe vor lauter Geheule und so gar nicht mehr mitbekommen, was mit den 
anderen Mitschülern alles gemacht wurde. Irgendwann waren die auf jeden Fall von 
mir weg bei den anderen Schülern, um die zu verhauen, dass ich mich ohne 
Schulranzen, verschissen unten von der eigenen Scheiße und im Gesicht mit 
Hundescheiße, Nasenrotz und Blut, mit geschwollenen Backen und mit heftigsten 
Schmerzen sowie zerrissenen Hosen abhauen konnte. 
Ich lief um mein Leben an diesem Tag, an der Bushaltestelle vorbei zur Nächsten. 
Ich war sowas von verstört, wie ich zuhause ankam und wie ich aussah wie der 
allerletzte Dreckshaufen.

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Meine Mutter hatte mich dann erstmals versorgt, verständnisvoll wie immer und 
getröstet, aber der Vater hatte gar kein Verständnis, schrie irgendwas von unfähige 
Pfeife zu mir und haute mich auch nochmal so richtig durch, aus Schande, weil ich 
mich nicht wehren konnte. Hilfe gab s da keine, nicht das ihr denkt. 
So war ich jetzt daheim und wollte natürlich nicht mehr in die Schule am nächsten 
Tag. Ich hatte da echt Panik, bis Moby, das war der jüngere meiner beiden Cousins 
mich besuchte, und mir fest versprach, dass ich mich nicht sorgen müsse und ruhig 
gehen könne. Er würde das schon regeln. 
Am nächsten Tag stellte ich den Wecker 2 Stunden früher, nahm den ersten Bus und 
war bereits 1 Stunde vor Schulbeginn vor dem verwaisten Schulgebäude versteckt 
zwischen den Mülltonnen um darauf zu warten das der Hausmeister die Türen 
aufschloss. 
Das war auch sehr heftig und sehr beängstigend für mich, weil ich immer daran 
dachte, wenn jetzt einer von den Hauptschülern käme und mich sieht. 
Ich schaffte es dann aber wahrhaftig als erster im Schulgebäude und oben im 
Klassenzimmer zu sein. 
Irgendwie wurde das ganze Thema bei uns Schülern verdrängt und nicht groß 
diskutiert, außer ein paar die sagten das Ihre Eltern Anzeigen bei der Polizei 
aufgegeben hätten und so. In der Pause war dann auch alles ruhig, zu ruhig eigentlich. 
Wobei ich das nur vom Klassenzimmerfenster gesehen hatte, da ich mich da nicht 
rausgetraut hatte. 
Das Großmaul war sogar im Gesicht genäht und laberte aber schon wieder große 
Scheiße, von wegen das seine beiden großen Brüder heute nach der Schule denen mal 
zeigen würden, mit wem sie sich angelegt hatten und so Sprüche. Unglaublich dabei 
hatte der auch richtig sein Fett abbekommen. 
Ok, Schulschluss alle relativ normal nach unten in den Pausenhof und siehe da, da 
standen wirklich 2 Typen, mit Mopeds, älter als wir aber dem Großmaul wie aus dem 
Gesicht geschnitten. Auch mit Mukkishirts und so. 
Sie geleiteten das Großmaul auch durch den vermeintlich leeren Hof, aber da kamen 
dann doch die Hauptschüler um die Ecke. Und was für eine Horde! Gar nicht gut! 
Als der eine Bruder was sagen wollte, hatte der direkt sowas von in die Schnauze 
gehauen gekriegt, dass er ohne Ansatz direkt umgegangen ist und wegkriechen 
wollte. Nur hatte der Schläger der ihm eine reingehauen hatte ihn mit 2 festen harten 
Tritten mind. ein paar Rippen gebrochen, so dass der regungslos liegenblieb. 
Da hatte auch der 2. Bruder Respekt gekriegt, glaub ich.

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Sicher kann ich das nicht sagen, denn bevor der überhaupt was sagen konnte, wurde 
er schon von einem der von der Seite gerannt kam umgerissen und von ner ganzen 
Gruppe mit Tritten gestiefelt, das er fast seine ganzen Vorderen Zähne verlor, 
Jochbeinbruch, Augenlid aufgeplatzt, schwere Gehirnerschütterung hatte und einen 
gebrochenen Arm hatte (Das hörte ich erst später). 
Das Großmaul selbst wurde auch mächtig auseinandergenommen, direkt vor mir fast. 
Ich sehe das noch förmlich vor mir, wie er am Boden aufstehen wollte, den Arm so 
abgestützt am Randstein und einer ihm so brutal in den Arm reingetreten hatte, dass 
der komplett verdreht war, so in sich. Ich hörte später, dass das ein offener Bruch 
gewesen wäre. 
Auch zu mir kamen sie wieder näher, diese Wichser, aber dann hörte ich einen laut 
rufen: “Stopp, lass den, des ist der kleine vom Moby, hörst! Lass den bloß gehen“. 
„Wow“, mein Cousin hatte Wort gehalten, den der Typ der das rief, hatte anscheinend 
Wortgewalt, da die anderen sofort auf den hörten. Dieser kam näher, grinste mich 
schief an und zischte “Alles klar, mach dich vom Acker, hast Glück, ich kenn Dein 
Cousin gut“ Später hörte ich dann, dass mein Cousin Drogengeschäfte mit dem 
durchzog im größeren Stil, aber dazu später. 
Ich nickte und wollte gerade abhauen, als er sagte „Stopp, das hier gilt für euch 
Gymnasi-Klugscheißer alle!“ also auch für dich! 
Dann zog er schnell ein Messer hinten aus seinem Hosenbund raus. Das war so eine 
Art Rambo-Messer. 
Dann kniete er sich zu dem halb bewusstlosen Großmaul, der jetzt mitsamt seinen 
tollen Brüdern die Klappe hielt und wimmernd am Boden lag, packte den am Zopf, 
den er hinten zurückgegeelt hatte, das hatte damals jeder so ein bisschen. Die Haare 
kurz und hinten so eine Art Schwänzchen. 
Der packte dem an seinen Haaren hinten und drohte dann allen die noch da waren, 
das wir bloß die Mäuler halten sollten und so. Dann hatte er mit seinem Messer schön 
langsam die Haare mehr rausgerissen als abgeschnitten. Du sahst förmlich die 
Schmerzen vom Großmaul! Gehört hattest Du das aber auf jeden Fall, die Schreie, 
jämmerlich! 
Dann durfte ich abhauen. Mehr wollte ich auch gar nicht sehen. 
Das Großmaul kam nie mehr zu uns in den Unterricht und es hieß offiziell, das die 
Familie weggezogen wäre ohne nähere Angaben und das Thema wurde auch nie mehr 
groß angesprochen bei uns in dem kompletten Schuljahr. Und es waren auch keine 
nennenswerten Aus einandersetzungen zwischen uns Gymnasiasten und den 
Hauptschülern mehr passiert.

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Wir kamen dann im nächsten Jahr wieder in unser normales Gymnasiumgebäude. 
Ich begann in den, auf diese heftigen Gewalt Eskalationen darauffolgenden 
Monaten, hinter dem Rücken meines Vaters mit meinem Cousin Moby zusammen 
auch mit dem Boxen. Und das war gut so!

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Geheimes Boxtraining ist Pflichtprogramm 
Mein Schulkamerad Harald und ich saßen im Schulbus und es stiegen vier türkische 
Jungs ein. Sie steuerten sofort auf den hinteren Busteil, in dem wir saßen, zu und 
pöbelten uns schon vom Eingang aus an. Harald und ich blickten uns nur kurz an, 
nickten uns zu und standen von unseren Sitzen auf.  
Wir wussten, was wir zu tun hatten!  
Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, um unsere im Boxtraining erlangten neuen 
Fähigkeiten zu testen. Immerhin waren wir seit fast 5 Monaten regelmäßig bei 
meinem Cousin Moby heimlich im Boxtraining, ohne dass unsere Eltern davon etwas 
wussten. Sie hätten auch nichts mitkriegen dürfen, da sie uns das auf jeden Fall 
verboten hätten. War ich doch eh schon auf einem Auge blind! 
Aber dadurch, dass ich Harald überzeugen konnte, mit ins Boxen zu gehen, konnten 
wir immer erzählen, dass wir zum Nachmittagsschwimmen im Gymnasium gingen. 
Wie sagte Moby doch immer zu mir: „Christian, egal was passiert, Du musst schauen, 
dass Du den anderen als erster triffst, hörst Du? Das ist echt wichtig, denn wenn der 
Schlag sitzt, haste schon so gut wie gewonnen. Da kannste selbst viel Größere 
fertigmachen. 
Und wenn du dann irgendwie mal soweit bist, dass der Gegner am Boden liegt, darfst 
Du auch da keine Hemmungen haben! Tritt ihm am besten sofort, egal wohin du ihn 
triffst, wichtig ist, dass er keine Chance hat, aufzustehen! 
Hauptsache nicht mehr aufstehen lassen, hörst Du? 
Denn eins ist sicher, wenn einer die Gelegenheit hat, nochmal aufzustehen und dann 
dich irgendwie umzuhauen, wird er es tun. 
Also als erster zuhauen, dann nachtreten und das am besten so lange, bis er sich am 
Boden nicht mehr rührt! 
Dann ist alles bestens!“ 
Mit diesen Worten nervte er mich regelmäßig so sehr, dass ich die auch im Schlaf 
auswendig kannte. Nur eigentlich war das ja mal die Theorie, die er mir erklärte. Das 
dann auch in dem Moment so zu tun, ist nochmal eine ganz andere Geschichte! 
Sicher, die Kung-Fu Kämpfer in den Filmen, die taten das auch irgendwie, aber ich war 
kein Kung-Fu Kämpfer oder so! 
Trotzdem trainierten wir also regelmäßig beim Boxen und da waren wir auch echt 
schon technisch sehr gut und durch das Workout-Training und Sparring auch fit.

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Da diese Türken bereits bekannt waren, war es klar, dass nun der Tag der Wahrheit 
für uns gekommen war. 
Die bisherigen Busfahrten, bei denen wir eingeschüchtert sitzen geblieben waren, 
sollten ab jetzt der Vergangenheit angehören. Ab sofort würden wir ihnen zeigen, wer 
künftig Angst vor dem Schulweg haben sollte. Auf jeden Fall nicht mehr wir! 
Und dann ging es ganz schnell: Der erste Türke versuchte, Harald mit dem rechten 
Arm vor die Brust zu stoßen. Doch der wich echt geschickt aus und knallte ihm 
blitzschnell die rechte Faust aufs Auge. Voll geil! Da das Ganze so überraschend kam, 
setzte er direkt eine Links-Rechts-Kombination nach, wie aus dem Trainingshandbuch 
entnommen! Was die anderen drei Türken in eine Art Schockstarre versetzte. Ok, jetzt 
ich! Der Türke, der mir am nächsten stand, bekam mit voller Wucht meine rechte 
Faust auf die Nase, die in Sekundenschnelle am oberen Kamm platzte und sofort 
blutete. Der Junge hielt seine blutende Nase, beugte sich nach vorne und wimmerte 
vor Schmerzen. Seine beiden Kumpels starrten wie gelähmt auf diese bizarre 
Szenerie, denn damit hatten sie diesmal s icher nicht gerechnet bei uns. Sie 
schnappten die beiden verletzten Freunde am Arm und verließen an der folgenden 
Haltestelle fluchtartig den Bus.  
Was für ein Gefühl! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wir hatten doch tatsächlich mit wenigem aufwand 4 von den Türken fertiggemacht. 
„Haut bloß ab, ihr Scheiß Spastn!“ riefen wir jetzt laut und topmotoviert! Adrenalin 
und Endorphine durchjagten unsere Körper. Völlig aufgeputscht blieben wir im Bus 
stehen und blickten in die erschrockenen Gesichter der anderen Schüler.  
Dann nickten uns die ersten anerkennend zu und der Busfahrer, der die 
Auseinandersetzung im Rückspiegel beobachtet hatte, setzte – ohne ein Wort zu

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sagen – die Fahrt zur Schule fort. Harald und ich schauten uns schweigend und 
grinsend an. Was war das? Hatten wir es getan? Hatten wir uns tatsächlich zur Wehr 
gesetzt? Ja! Wir hatten es geschafft. Oder? 
Wir waren nicht mehr die Looser vom Dienst! Nein, wir waren fast sowas wie „kleine 
Helden“ für die anderen Mitschüler von uns! 
Stolz erzählte ich das natürlich Moby bei der erst besten Gelegenheit und der strich 
mir dann auch freundschaftlich über die Haare: „Siehste Christian, ich wusste doch 
das Du es draufhast. Klasse gemacht!“ Oh Mann, wie stolz war jetzt!  
Von meinem großen, überall von allen respektierten Cousin Moby ein richtiges 
ehrliches Lob! Das war mein mit Abstand bestes Erlebnis überhaupt, an das ich mich 
bis dahin erinnern konnte. Ich war jetzt nicht mehr der kleine Fettsack, der immer 
eine draufbekam, und sich hinter den Mädchen verstecken musste! 
Nein, ich hatte zusammen mit Harald die Türken besiegt! Mit meinem 12 Jahren! 
Es war dann nach zwei Wochen ungefähr, als uns die Türken erneut zur Revanche für 
die erlittene Schmach im Schulbus herausforderten. Das wurde uns von einem 
anderen Jungen aus unserer Klasse, der bei denen im selben Block wohnte, 
ausgerichtet.  
Damals zu der Zeit gab es ja bei weitem nicht so viel Türken wie heute in Deutschland! 
Bein uns im Dorf Gerbrunn zum Beispiel, gab es genau eine Gastarbeiterfamilie aus 
der Türkei! Die kannte man im Ort, wusste genau wo die wohnten und ging aber 
trotzdem denen aus dem Weg, da die halt komisch waren!  
Es gab wohl viele Mischlingskinder, Zigeuner, Russen, Italiener und Griechen, aber die 
Türken, die waren selten, und auch für unsereiner nicht berechenbar. Vor allem die 
aus den Blöcken, denn die waren ein ganzes Rudel, die auch viel kräftiger, älter als wir 
und auch streitsüchtig waren, zumindest gegenüber uns Kleineren! Die meisten 
jungen Deutschen in unserem Alter hatten schon ähnliche Erfahrungen mit der 
türkischen Bande gemacht und bewunderten unsere Gegenwehr. Wir wollten keine 
Demütigungen mehr ertragen müssen. Damit war endgültig Schluss! Immerhin waren 
wir beim letzten Kampf die Sieger! Und so sollte es auch in unseren Augen bleiben! 
Bald zumindest, hofften wir.  
Es stand jetzt aber noch der Rückkampf aus. Und an einem Freitag sollte es zum 
Showdown auf unserem Schulhof kommen. 
Die Anspannung stieg bis ins Unerträgliche. Die Tage davor hatten Harald und ich noch 
öfter und härter trainiert. Der Freitag kam und niemand wusste, ob es tatsächlich zu 
einer Schlägerei kommen würde. Wir fühlten die Angst in uns aufsteigen. Die Angst 
vor einer Niederlage!

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Aber wir wollten uns dieser Sache auch stellen. Und so läutete es zur zweiten Pause. 
Der Schulhof füllte sich, wir standen da und warteten. Wir waren bereit, die Türken 
mussten nur noch kommen. 
Und die Türken kamen. Sie stürmten den Lehrerparkplatz entlang, zwischen den 
Gebüschen durch und rannten direkt auf uns zu. Wild johlend und in kürzester Zeit 
entwickelte sich eine wüste Massenschlägerei. Absolutes Chaos.  
Manche stolperten und fielen hin. Andere traten mit Füßen auf die Liegenden, Fäuste 
krachten in Gesichter und in Rippen. Überall nur dumpfes Krachen, Schreie und 
Gestöhne. Harald erwischte einen der Anführer der Gegenseite wieder direkt hart im 
Gesicht. Dieser konnte sich nur noch taumelnd auf den Füßen halten. Harald kämpfte 
dann hinten links im Getümmel, sodass ich ihn nicht richtig sehen konnte. Ich selbst 
rang in einem großen Knäuel mit fünf, sechs Türken. Jeder schlug, würgte und trat 
seinen Gegner. Me ine erlernten Boxkenntnisse konnte ich in der chaotischen 
Schlägerei längst nicht mehr anwenden.  
Das hier war ein hemmungsloser Straßenkampf, ohne jede Regel! Aber dank der 
nervigen Vorbereitung meines Cousins, der mich ja immer wieder darauf verbal 
vorbereitete, konnten wir wirklich auch diesen Straßenkampf für uns entscheiden!  
Denn nachdem Harald den einen Anführer der Spastn umgenietet hatte und sich auf 
andere von denen konzentrierte, nahm ich mir die Belehrungen von Moby zu Herzen 
und trat immer wieder auf den Jungen am Boden ein, so dass der schon bald 
blutüberströmt röchelnd davonzog und seine ganze Herde wilder Türken gleich mit! 
Damit war jetzt ein für alle Mal, die Sache mit den Türken geklärt und wir wurden ab 
dem Zeitpunkt nie mehr von denen belästigt!

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Punker-Hetze durch Würzburg / Verlust meiner Unschuld 
Anfang der Achtziger Jahre waren ja auch überall auf einmal die ganzen dreckigen 
Punker. Mit abgefuckten zerrissenen Klamotten, Irokesenhaarschnitten, in allen 
Farbtönen gefärbten Haaren, die in großen Gruppen auf allen möglichen öffentlichen 
Plätzen überall herumhängten, bevorzugterweise natürlich auf dem Marktplatz oder 
auch dem Bahnhofsvorplatz diese No -Future-Typen pöbelten dann harmlose 
Fußgänger oder Passanten an, bettelten um Geld, tranken öffentlich Alkohol und 
waren von uns aus gesehen der letzte A bschaum. Zusätzlich hatten sie noch so halb 
verwilderte, abgemagerte verlauste Drecksköter bei sich, Ratten auf ihren Schultern 
und waren einfach nur widerlich. Ein richtig widerliches Pack Abschaum. 
Gegenteilig gab‘s zu diesem Zeitpunkt natürlich auch die feinen Popper diese junge 
Gesellschaftsgruppe war das genaue Gegenteil der Punker-Offensive: 
Ihre modischen Trends waren daran zu erkennen, dass sie z.B. als Markenzeichen 
einen auffallenden Haarschnitt hatten: 
Vorne einen langen Pony, hinten einen akkurat ausrasierten Nacken. Dazu 
Trenchcoat, weiße Jeans oder aber auch natürlich Markenjeans von Z.B. Benetton, S. 
Oliver etc. Dazu gewissenhaft polierte College-Schuhe und natürlich farblich passende 
Burlington-Strümpfe! 
Für die Popper war der Pausenhof ein Laufsteg. Es gab einen strengen Dresscode. Wer 
eine Levis - oder gar eine Wrangler -Jeans trug, galt als Prolet. Unter der Fiorucci -
Karottenjeans, am besten von den Eltern aus dem Skiurlaub in St. Moritz mitgebracht, 
ging nicht viel. Dafür alle drei Wochen ab zum angesagten Frisör in der Stadt, um die 
Popper-Tolle oder den Schrägpony - "Schwenker" neu zu stutzen. Sehr modisch war 
dann auch, wenn man hinten zum ausrasierten Nacken dann ein Haarschwänzchen, 
als eine Art Zopf trug. Das galt als besonders stylisch. Politik? Um Gottes Willen.  
"Atomkraft? Nein Danke" -Buttons waren bei den Poppern im   verschrien.  Für die 
Medien waren die sonderbaren Nobel -Teenager, die zunächst vor allem aus 
wohlhabenden Ärzte -, Banker - und Anwaltsfamilien kamen und später dann aber 
durch allen Gesellschaftssch ichten durch in allen Teilen Westdeutschlands in Disco 
und Schule, hier vorzugsweise Gymnasium mit ihrem Auftreten erstaunten, ein 
Phänomen.  
"Die Avantgarde der Angepassten", schrieb "Die Zeit" 1980.  
Für den SPIEGEL waren es die "Kaschmir-Kinder".  
Der "Stern" nannte sie 1980 die "schicken Spießer von morgen".

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Eigentlich waren die Popper allesamt schicke Spießer. Es ging um eine apolitische 
Haltung, also vor allem cool sein, rauchen, Berliner Weiße trinken und Spaß haben 
und vor allem um die neuesten modischen Styles. Und darum, so zu tun, als sei man 
erwachsen. Dieser Style wurde dann auch von den damals angesagten Pop -Bands 
mitgetragen und forciert: 
Wham! Duran-Duran, Depeche -Mode, Nick Kershaw, Pet -Shop-Boys, etc. die 
vorzugsweise von England aus die deutschen Top -Ten und damit den eingängigen 
Musikmarkt beherrschten! 
Die Medien und Eltern reagierten darüber aber sehr freudig, da dies im krassen 
Gegensatz zu den vorgenannten anderen Jugendgruppen wie etwa Punker oder 
Rocker doch dann eher dem Sinnbild der Generation Spießbürgertum entsprach. 
Die Punker ließen dann aber noch mehr zum Trotz absolut platte dumme Sprüche 
verlauten: 
"Warum die Zeit totschlagen, es gibt doch Popper" 
"Haut die Popper platt wie'n Whopper"  
Sprüche wie diese fanden sich auf jedem Schulklo. Die apolitische und betont 
konservative Haltung der Bürgerzöglinge war in Zeiten der Anti -AKW-Bewegung und 
Stationierung von Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik schlicht ein Affront, 
zumindest in den Augen der Gegengeneration! 
Obwohl der Ausdruck Popper aber beileibe kein Schimpfwort war, denn dieselbe 
Jugendgruppierung hatte sich auch selbst stolz als Popper bezeichnet.  
Die mediale Aufmerksamkeit erfüllten sie mit Stolz, begierig schlugen sie die 
Zeitschriften, z.B. Bravo, Pop-Rocky etc. auf, um zu schauen, wen von den Pop-Bands 
sie auf den Fotos ähnlich schauen würden. 
Andererseits verspürten sie aber auch einen enormen sozialen und vor allem 
gesellschaftlichen Druck.  
"Wenn meine Eltern mir nur eine Jeans von C&A kauften, war das für mich ein Fiasko."  
In der Tat zeichnete sich die Popper-Kultur vor allem auch durch eine bis ins kleinste 
Detail ausgefeilte Markenlogik aus. Innerhalb dieser waren Namen wie Lacoste, 
Docksider und Burlington nicht einfach nur Label, sondern gaben präzise Auskunft 
über die eigenen finanziellen Möglichkeiten und definierten darüber den  
gesellschaftlichen Stand. Und der extreme Gruppenzwang: die erhobenen Nasen und 
die unverhohlene Distanzierung der Popper von der Mehrheit waren für die damals 
15-Jährige unerträglich.

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"So ein Kashmirpullover hat ein Heidengeld gekostet. 300 D-Mark und mehr, das war 
für mich unerreichbar."  
Klaus Farin, Leiter des Berliner Archivs der Jugendkulturen, sieht in der Popper -
Bewegung rückblickend eher eine Schöpfung der Medien: "Es war weniger eine 
Jugendbewegung als einfach nur ein Stil, sich zurechtzumachen.  
Ist dieses fehlende Fundament vielleicht der Grund, warum sich heute kaum noch 
jemand zu seinem Popper -Dasein bekennen mag? Popper - nur ein Stil, der längst 
vergangen ist? Fakt ist: Spürt man den Poppern von einst hinterher, findet man viele 
von ihnen heu te in den Chefetagen von Wirtschaftsunternehmen, Verlagshäusern 
und Parteien. 
Einer der wenigen prominenten Bekenner ist der ehemalige "Vanity Fair"-Macher und 
heutige stellvertretende Chefredakteur der "Welt am Sonntag", Ralph Poschardt. 
Bereitwillig erinnert er sich an seine Jugend mit aufgestelltem Polohemdkragen und 
Karottenjeans in der fränkischen Provinz. Mit ihrem Hedonismus und ihrer anti -
idealistischen Grundtendenz haben die Popper in der Zeit von Friedensbewegung und 
Überpolitisierung das Maximale an Provokation geleistet." 
"Es gab und es gibt immer konservative oder teuer angezogene Jugendliche." Und 
Mode als vom politischen Statement abgekoppelte Attitüde - das kehrt mehr und 
mehr zurück. Genaugenommen hat sich der Lacoste-Look mit einem Umweg über die 
Yuppies schon fest im Mainstream etabliert.  
Ich bzw. meine damalige Clique waren eindeutig Popper, da gab es keinen Zweifel! 
Wir trafen uns auch immer am Marktplatz. Ja wenn Du am Marktplatz mit dabei sein 
durftest, dann warst Du in Würzburg angesagt! Tagsüber am Marktplatzbrunnen, im 
Sommer im Dallenbergbad- Freibad vor dem 10er gelegen und abends dann im Café-
Franz meistens.

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Samstagabends waren wir dann immer im Bäulke zur Samstag Disco von 19.00 Uhr 
bis 22.30 Uhr. Das war eine der vielen Tanzschulen in WÜ. Das Bäulke war jedoch 
absolut „in“ und hauptsächlich von allen damals angesagten Jugendlichen aus ganz 
Würzburg frequentiert.  
Andere dagegen, wie z.B. das Hartung oder so waren mehr von den Bauern von den 
Dörfern außen rum besucht. Zumindest für die, die halt nicht so angesagt waren. Ich 
zum Beispiel wohnte in dieser Zeit ja auch außerhalb der Würzburger Stadt, aber ich 
war zu dem Zeitpunkt ab 1984 bereits voll im Geschehen dabei! Zugegebenermaßen 
war auch das wieder meinem älteren Cousin Moby zu verdanken, der damals eben in 
ganz Würzburg einen extrem guten bzw. harten Ruf hatte!  
 
 
 
 
 
 
 
 
Er kannte alle anderen bekannten Straßenschläger aus den verschiedensten 
Stadtteilen und war vor allem bei denen allen auch genauso respektiert! Und da gab 
es einige! 
Da waren z.B. der Italiener Roberto und sein bester Kumpel Jogo, den Griechen aus 
der Pleich. Ganz harte Typen, die schon im Alter von zarten 12 Jahren ganze 
Discotheken auseinanderlegten. Das waren Legenden damals für uns. 
Dann Typen aus der Lindleinsmühle, auch ganz harte Jungs! 
Jürgen Martin und seine älteren Brüder aus dem Mainviertel, das der Zellerau 
angeschlossen war. Und natürlich nicht zu vergessen, eben die Zellerauer mit meinem 
Cousin Moby an der Spitze. Um nur einige zu nennen! 
Die Freaks aus der Sanderau z.B. die, falls Ihr euch erinnert, den mächtigen Eindruck 
bei mir als ausgelagerter Gymnasiumschüler hinterließen waren zu diesem Zeitpunkt 
nicht mehr erwähnenswert! Ja wie gesagt, da die meisten der Vorgenannten auch bei 
uns mit dabei waren, war es klar, dass ab dieser Zeit auch ich vorne mit dabei war.

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Die Punks waren eher in dem autonomen Jugendkeller oder wie dieser angeranzte 
Treffpunkt in so einem Würzburger Hinterhof hieß, anzutreffen in dem sich auch 
weiteres Gesindel herumtrieb. Sozusagen war das denen ihr Revier und nur selten 
waren noch welche von denen an Plätzen, die wir besuchten. Es war klar, dass wir die 
Punks verachteten und genauso klar war aber auch, dass die uns hassten und am 
liebsten abgestochen hätten.   
Wie genau es in diesem Sommer dann dazu kam, dass in Würzburg ein für alle Mal 
geklärt wurde, wer denn von den jugendlichen Gruppen das Sagen hatte in Würzburg, 
weiß ich leider nicht mehr, aber das ist auch nicht wichtig für den weiteren Verlauf. 
Wichtig ist hier einzig und allein, der Tag überhaupt, mit all seinen Ausschreitungen 
und Konsequenzen, die da vorgefallen sind. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Und bei denen ich natürlich auch voll mit im Geschehen dabei war! An diesem Tag 
war soviel ich weiß, eine Demo und Demos gab es in den 80er Jahren jede Menge. 
Doch die rund 70 Punker und nochmal so viel  Anarchos, die am 9. August 1984 
Würzburgs Haupteinkaufsstraße und den Marktplatz in der Innenstadt stürmen, 
hatten keine politische Botschaft – nur viel zu viel Testosteron. Sie wollen Stärke 
demonstrieren.  
Es waren vor allem männliche Demonstranten, die damals monatelang davor in vielen 
Stadtteilen Angst und Schrecken bei den Bürgern verbreiten. Ältere Leute wurden 
überfallen, Grundschülern wurden ihre Sachen abgenommen, harmlose Passanten 
wurden ohne Grund dumm angemacht und so weiter. 
An diesem Tag bei der Demo wurden aber keine Parolen gerufen und auch keine 
Spruchbänder gezeigt. Der spontane Aufmarsch des ganzen Gesocks in der 
Würzburger Innenstadt war gespenstisch. Innerhalb kürzester Zeit formierten sich 
dann aber auch schon in breiter Front verschiedene Mitglieder von Street-Gangs aus 
allen Stadtteilen Würzburgs gemeinschaftlich auf dem Ma rktplatz. Und da Moby ja

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von den Zellerauern mit dabei war, kamen auch ich und weitere von der 
Marktplatzclique mit dazu. 
Auf die Frage eines Reporters, was sie wollten, sagt ein Punker: „Wir wollen keine 
Randale. Aber es gibt jetzt in Würzburg mind. 8 Jugendgangs und wir haben uns halt 
zu einem kleinen Kennenlern-Treffen verabredet, um diese Gangs niederzustampfen. 
Dass das verboten ist, wussten wir nicht.“ 
Auf weitere Nachfragen des Reporters war die nächste Antwort so ein gewaltiger 
Schlag auf dessen Schnauze, dass die Reporter ganz schnell abzogen.   
Auch die Polizei war von dem ungewöhnlichen Aufzug komplett überrascht. Die Gangs 
marschieren vor den Augen erstaunter Passanten am Marktplatz los. Erst durch die 
Kaiserstr in Richtung Hauptbahnhof, da dort die Punker Demonstranten gesichtet 
wurden!  Der Verkehr brach dann auch schnell zusammen, da nun insgesamt 140-160 
Asoziale auf der einen Seite und ca. 60-70 auf unserer Seite im Mob zusammenkamen. 
Jetzt griff auch die Polizei schließlich ein. Mit Schlagstöcken wurden beide Seiten 
auseinandergetrieben, es gab viele Festnahmen, da war richtig was geboten! 
Dadurch wurde es aber auch schnell sehr unübersichtlich, da jetzt eigentlich keiner 
mehr so genau wusste, was zu tun sei und alles wild durcheinanderlief. 
Da die Bullen sich aber interessanterweise auch auf die Gruppe der Punk -
Demonstranten konzentrierten, waren diese innerhalb von 1 -2 Stunden komplett 
auseinandergesprengt und auch einkassiert von den Bullen. 
Einzig das Hauptpunkerpack von denen, mit ihren gut 20-30 Pfeifen, die man ja kannte 
hatte sich noch zusammengerottet und in eine kleine Nebengasse abgeseilt um sich 
in Richtung ihres Autonomen Unterschlupfes zu verpissen. 
Das wiederum sah aber einer von uns und so rannten wir nun den scheiß Punkern 
hinterher durch die Gasse. 
Wir, das waren vielleicht noch 10 -15 Mann, aber auf jeden Fall ausreichend, da die 
wichtigsten unserer Jungs mit dabei waren. 
Da wir alle relativ fit waren, hatten wir die auch schnell eingeholt. Und dann ging die 
Post ab. 
Die kriegten alle so auf brutalste Weise aufs Maul, das kein Einziger von denen 
überhaupt noch stand oder so. 
Es klatschte hier auf die Fresse, da wurden Nasenbeine krachend gebrochen. Die 
wurden mit allen möglichen Gegenständen auf sämtliche Körperteile geschlagen, das 
hier echt das Blut nur so spritzte und die Haut von manchen in Fetzen aufklafften! Das 
war wie in den übelsten Action-Filmen, nur irgendwie viel, viel geiler!

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Die Wichser hatten überhaupt keine Chance gegen uns geübte Straßenschläger mit 
ihren mädchenhaften lächerlichen Versuchen auszuweichen oder so. Mit 
Schlägereien hatten die doch alle vorher nichts am Hut. Machten zwar einen auf hart 
und Anarcho, aber auch nur mit der Fresse und mit dummen Sprüchen, aber niemals 
mit richtiger Gewalt! Das war unser Metier, und wie sie das spüren sollten an diesem 
Tag! 
Ich bekam da zwar leider nur eine von den Punker -Weibern ab, aber auch dieser 
Schlampe hatte ich mit durchgezogenem Faustschlag das Nasenbein demoliert, so 
dass die echt bestimmt nen halben Meter vom Boden abhob und durch die Luft flog. 
Mitsamt ihrer Drecks-Ratte, die sie auf ihrer Schulter hatte. 
Selbst schuld aber auch, denn die Kuh, meinte mich anspringen und würgen zu 
müssen. Na, da habe ich nicht lange gefackelt und die mistige Schlampe um 
geklatscht. Ohne groß darüber nach zu denken! 
 
Auf jeden Fall blieb die dann auch regungslos vor mir liegen und als ich ihr mit meiner 
Fußspitze noch mehrmals an ihrem schäbigen, halb kahlrasierten Schädel trat meinte 
einer ihrer Brut plötzlich wie wild nach den Bullen herumkreischen zu müssen! 
Auf jeden Fall zog dem mein Cousin von der Seite mit seinem Baseball -Schläger erst 
einen richtig pervers festen Punch krachend ins Kreuz, das da mindestens ein paar 
Rippen brachen. Zumindest fiel auch der um wie ein leerer Sack! Und dann schlug 
Moby ihm direkt mit dem Schläger erst die Zähne aus, so dass die durch die Luft flogen 
und er nicht noch mehr rumschreien konnte, um dann den Schläger so blöd auf seinen 
Schädel zu klatschen, das der Holzschläger dabei auseinanderbrach. 
Wow! Ich schwöre der Typ ging um wie eine Eins. Er lag auch mit klaffender 
Kopfwunde ebenfalls regungslos vor uns am Boden, direkt neben der Schlampe die 
von mir aufs Maul kriegte. Beide lagen da nebeneinander, regungslos und in ihren 
Blutlachen, die sich langsam unter ihnen am Boden ausbreiteten! Ich war auch

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sprachlos, denn mit einer solchen abgebrühten Brutalität hatte ich bei Moby dann 
doch nicht gerechnet. Auf jeden Fall zögerte der nicht lange, packte mich am Arm und 
zog mich mit weg. Wir rannten so schnell wir konnten und hörten hinter uns noch 
diverse Ka mpfschreie, aber auch viele Schmerzgeheule und so. Auch waren da 
Polizeisirenen, soviel ich weiß. 
Aber wir rannten einfach nur weg durch die Würzburger Straßen bis wir in der Zellerau 
waren und bei Moby zuhause im Keller unterkamen. 
An diesem Tag hatten wir dann auch nicht mehr viel gemacht, sondern nur die danach 
einzeln ankommenden Jungs von uns, immer wieder gefragt ob die näheres wüssten. 
Aber die waren ja auch alle nur auf ihre eigenen Schlägereien und so konzentriert 
gewesen. 
Am nächsten Tag dann war die Titelseite voll von dem Bericht des Vortages. 
Das war der bis zu diesem Zeitpunkt am schlimmsten eskalierende Demonstrationstag 
in der Geschichte Würzburgs überhaupt. Es gab insgesamt unzählig Anzeigen. 
Allein 30 Festnahmen. Die Krankenhäuser waren komplett überfüllt mit 
zusammengeschlagenen Jugendlichen und auch Erwachsenen. 
Drei von den, der Punkergruppe zugehörigen Demonstranten, ließen an diesem, für 
die Geschichte der beschaulichen fränkischen Stadt sicherlich schwarzen Tag, ihr 
Leben! 3 oder 4 weitere von den Punkern waren zu Krüppeln geschlagen worden, die 
ab dem Zeitpunkt nur noch sabbelten und so. Aber selbst schuld, dieses Dreckspack 
von asozialen Pennern! 
Es war auch ab diesem Tag klar, wer in der Stadt das sagen unter den Gruppierungen 
hatte und das waren sicherlich nicht die Arschlöcher von Punkern! Da alles in allem 
ein viel zu großes Chaos in der ganzen Stadt war, konnten die Bullen auch trotz 
erheblicher Ermittlungsversuchen niemals die Täter finden. 
Und ich sage euch, dass dies für meinen Cousin und mich auch verdammt gut so war. 
Wir beide sprachen danach auch nicht mehr groß über die ganze Sache und erzählten 
jedem, dass wir nur indirekt dabei waren!  
Fakt ist aber auch, dass ich an diesem Tag meine „Unschuld“ verlor, aber Skrupel 
oder ein schlechtes Gewissen hatte ich deswegen nie!

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24. August 1984 / Mitten in der Nacht 
Plötzlich hast du neue Erkenntnisse über die Welt. Von einer Minute auf die andere 
bist du Mittelpunkt einer geheimen Konspiration der Weltmächte, Du weißt jetzt 
Bescheid, denn Du hast sie alle durchschaut, ihre finsteren Pläne erkannt, aber Du 
wirst sie stoppen, die ganzen Drecksdumme Kuhn, Faschistenschweine! 
„Ihr kriegt mich nicht!“ ist die zentrale Kernaussage, die Dir die Stimmen in Dir immer 
wieder vorschreien.  
„Ihr Schweine, kriegt mich nicht, ich bin Gott! Ihr wollt Euch mit Gott anlegen? 
Bastardnköpfe, kommt doch! Ich werde euch zerstören, hört ihr? Ich werde euch alle 
zerstören, ihr miesen kleinen Verräter!“ sind nun Deine Gedanken und so ist auch 
Dein Wille und aus fester Überzeugung brüllst Du diese Sätze immer wieder ins leere 
Zimmer hinein.  
Ins Zimmer, in dem Du gerade bist, denn Du bist Dir nun sicher, dass sie sich alle gegen 
Dich verschworen haben. Oh, wie du sie alle hasst! Oh ja, wie sehr du sie alle hasst! 
Du kannst an nichts Anderes denken als daran, dass Du sie alle umbringen wirst. Diese 
falschen Dumme Kuhn!  
Du zitterst mittlerweile auch vor Wut und krampst die Hände zu Fäusten zusammen, 
so dass deine Finger schon starr werden. Jede Faser Deines Körpers ist bereit. Du 
fühlst diesen Hass und dieses Wissen in Dir und bist bereit dafür. So liegst Du da in 
Deinem Bett, bis Du irgendwann vor Erschöpfung endlich wieder einschläfst. 
„Er kommt häufig nicht mehr so in Tritt, Herr Doktor. Er hat Schwierigkeiten mit seiner 
Stimmung, ist in letzter Zeit immer so niedergeschlagen und traurig. Und vor allem 
auch so aggressiv. Die kleinsten Kleinigkeiten lassen ihn auf einmal völlig unbegründet 
ausrasten. Ich kenn ihn so nicht, meinen Christian.“ 
Oh, was für eine Scheiße erzählt Mama da unserem Arzt? Geht´s noch, was geht denn 
dem das an?  
„Mama, ich…“ ich versuche mich auch zu erklären, werde aber sogleich vom Arzt mit 
fester Stimme unterbrochen. 
„Frau Balling, das ist gar kein Problem. Wir schreiben dem Christian jetzt mal ein paar 
Tabletten auf und die soll er regelmäßig nehmen. Geben Sie ihm gleich eine davon, 
wenn Sie die Tabletten in der Apotheke geholt haben. Und dann immer abends 1, 
morgens 1,5 und mittags nochmal 1. Sie werden sehen, wie er in ein paar Wochen 
wieder quicklebendig um Sie herumspringen wird. Dabei lächelt er milde und kritzelt 
irgendwas auf seinen Rezeptblock.

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„Ach, eins noch“, sagt er zu uns „Der Christian soll doch mal anfangen Tagebuch zu 
schreiben. Einfach so lose seine Gedanken, wenn ihn was bedrückt, ja?“ 
Der Herr Doktor hat mich noch nicht mal anhören wollen, oder mich direkt nach 
meiner Gemütslage gefragt. 
Die Mama hätte ihm ja alles Mögliche sagen können über mich. Muss der mich denn 
nicht darüber fragen?  
Naja, als Arzt wird er schon wissen, was er macht. Die wissen doch alles. Und 
außerdem habe ich der Mama heute Morgen ja auch alles gesagt, wie ich mich so 
fühle in letzter Zeit. 
Naja gut, sagen wir mal fast alles! Dass ich manchmal auch nachts die vielen Stimmen 
höre und mit denen rede und dass ich viel lieber alles zusammenschlagen würde bis 
ich nichts mehr um mich rum höre, das sag ich mal lieber nicht. Sonst denken die am 
Ende noch, dass ich verrückt bin… 
Mittlerweile ging ich zusätzlich zum Boxtraining, das ich immer noch fleißig 
zusammen mit Harald besuchte, zusätzlich auch seit fast einem Jahr ins Ju-Jutsu 
Training im Nachbarort. 
Hier war ein Bekannter meiner Eltern, der im Berufsleben bei der Bereitschaftspolizei 
unter anderem Nahkampf -ausbilder war, Trainer und durch den konnte ich da mit 
hingehen, obwohl ich eigentlich damals noch zu jung für dieses Training war! Denn da 
hier nicht nur, wie im Judo Würfe, Haltegriffe, Hebel und Würgegriffe gelehrt wurden, 
sondern zusätzlich noch Tritte, Schläge und Sprünge, gab es damals eine 
Altesfreigrenze mit mind. 15 Jahren, damit man dort trainieren durfte. Ich jedoch war 
ja erst zarte 13 Jahre alt! 
Das war auch genau das, was ich brauchte, hier konnte ich voll aufgehen! 
Und vor allem war dieser Kampfsport, mir so perfekt gelegen, das man meinen 
konnte, ich wäre dafür geboren worden! 
Innerhalb kürzester Zeit absolvierte ich ohne Anstrengung die ganzen Gürtel -
Prüfungen, die erforderlich waren, damit man auch bei Wettkämpfen teilnehmen 
konnte. Und so trat ich bereits mit 14 bei den ersten Wettkämpfen an, dies natürlich 
mit Ausnahmegenehmigung vom Verband, die ich durch die Unterstützung meines 
Trainers bekam, sowie mit ärztlichen Attesten.

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Ich trainierte dann auch bald jeden Tag, immer zusammen mit den Erwachsenen, da 
es keine Jugendlichen in meinem Alter dort gab. 
Nach einiger Zeit hörte ich dann auch mit dem Boxen auf und konzentrierte mich ganz 
auf Ju-Jutsu. 
 
 
 
 
 
 
 
Ich wurde bald auch schon unterfränkischer Meister, dann nordbayrischer Meister 
und im selben Jahr auch direkt bayerischer Meister, wohlgemerkt in der Altersklasse 
ab 16! Da war dann Schluss, denn höhere Meisterschaften gab es in dieser 
Altersklasse nicht. 
Ich galt dann schon bald auch als absolutes Ausnahme -talent und wurde vom 
Nationalverband als jüngstes Mitglied in die deutsche Jugendnationalmannschaft 
aufgenommen! 
Im darauffolgenden Jahr wurde ich über den bayrischen Meister hinaus auch 
Süddeutscher und Deutscher Meister, legte die Prüfung mit Bravour zum 1. Dan ab 
und trainierte täglich. Dadurch konnte ich auch sehr gut, die nächtlichen Stimmen 
kompensieren und in Zaum halten. Stellenweise oder besser gesagt, zeitweise waren 
die zwar immer wieder mal da und nervten, aber trotzdem hatte ich das gut im Griff. 
Was ich aber nicht so sehr im Griff hatte, war zum einen die schulische Leistung von 
mir. Ich hatte zwar bei den ganzen Proben und Prüfungen keine großen 
Schwierigkeiten, aber mein Betragen und mein Fleiß waren so bescheiden, das ich 
trotzdem kurz vor dem Rausschmiss aus dem Gymnasium war. 
Auch nahmen die Anzahl meiner Schlägereien, die jetzt immer öfter vorkamen, 
entsprechend meinen Erfolgen im Ju -Jutsu an Häufigkeit zu, da ich halt gar keinem 
Streit mehr aus dem Weg ging.

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Zu diesem Zeitpunkt definierte ich mich fast ausschließlich über den Sport sowie über 
meine Erfolge bei den Straßenschlägereien. 
Von denen kriegten zum Glück meine Eltern, und vor allem mein Vater aber nichts 
mit, da die ihr eigenes Ding machten und mich somit links liegen ließen, oder positiver 
ausgedrückt, mir meine Ruhe ließen!  
Ich denke, dass mein Vater, trotz allem dann doch insgeheim stolz auf meine 
sportlichen Erfolge war und vielleicht auch wegen meiner Leistungen bei den 
Kämpfen den entsprechenden Respekt davor hatte um dadurch auch keinen Ärger, 
zumindest aktiv zu provozieren. Immerhin war ich zu dem Zeitpunkt auch schon fast 
in seiner Gewichtsklasse! 
„Sie sprachen sehr unregelmäßig mit mir. Oft monatelang gar nicht, das sind die guten 
Zeiten, in denen ich auch echt fast immer voll gut gelaunt bin und so“ 
„Und dann auf einmal werde ich voll traurig, einfach so. Anscheinend sind das dann 
Depressionen und reagiere in Belastungssituationen mit Schlafstörungen. Aber zu 
diesem Zeitpunkt fühle ich mich noch eigentlich normal nur vielleicht krank oder so. 
Aber Normal halt, verstehste?“ 
“Später habe ich dann auf einmal Angstzustände, weil ich merke das mich 
irgendjemand verfolgt und bedroht.“ 
„Nach und nach kann ich dann diese Gedanken und die Gefühle nicht 
beiseiteschieben und mich mit irgendetwas ablenken. Irgendwie kann ich das dann 
immer weniger kontrollieren.  
„Ich sag Dir, die scheiß Stimmen werden von Jahr zu Jahr unerträglicher. Panikartige 
Angstzustände sind es dann und von ich fühle mich dadurch komplett unruhig und 
irgendwie habe ich dabei auch noch Schuldgefühle obwohl ich doch gar nix gemacht 
hab.“ 
„Ich schlaf dann in Panik ein und wache in Panik auf. Falls ich überhaupt schlafen 
kann.“ Aber ich möchte diese Stimmen dann einfach nicht hören. Die machen mich 
sonst noch verrückt. Die reden auch alle voll durcheinander. Nicht so wie in nem 
Gespräch. Die sind allemal laut, mal leise, Frauen, Männer, Monster, keine Ahnung 
was alles, aber die reden so durcheinander, das ich echt dann voll irrewerde. Und vor 
allem hören die nicht auf, egal wie ich mir die Ohren zuhalte oder sonst so tut.“ 
„Ich fühle mich auch oft beobachtet, irgendwie, obwohl das gar nicht sein kann, weil 
ich z.B. manchmal dabei auf dem Klo allein hock, Haha krass oder?“  
„Voll, der Psycho-Scheißdreck!“

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„Sag es aber bloß keinem, hörst Du! Wenn ich irgendwie rauskriege, dass Du die 
Fresse aufgerissen hast, und die Leute schauen mich komisch an deswegen und gehen 
mir am Ende noch aus dem Weg oder so, dann mach ich Dich platt!“  
„Ach, vergiss den ganzen Scheiß am besten wieder. Komm geh wir was saufen…“

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16. September - 3. Oktober 1985 / Tagebucheinträge 
16. 9.: Irgendwie habe ich bei der Arbeit in letzter Zeit voll die Probleme irgendwie. 
18. 9.: Besuch von Tante Käthchen. Sie sagt ich sei nicht gut? Was meint sie damit? 
Ich lerne doch in Büchern aus dem Betrieb, um mir technische Details von meiner 
neuen Arbeit zu erwerben. 
20. 9.: Ich laufe komplett planlos in den Straßen herum, anstatt nach Hause zu gehen. 
Auf einmal stand ich bei Papa in seiner Firma in der Empfangshalle, wie er beim 
Nachtdienst war. Ich zeigte ihm die zerrissenen Blätter, die ich zusammengeklebt 
hatte. „Die habe ich für Herrn Reismann,“ das ist mein Chef, „fot okopieren müssen, 
dann hat er sie zerrissen. Warum, konnte er mir nicht sagen.“ Papa schüttelte aber 
nur den Kopf und meinte, dass ich wohl krank sei und nach Hause ins Bett soll. 
21. 9.: Papa weckt mich mitten in der Nacht, weil ich so unruhig im Bett wäre, sagt er. 
Und dann wollte er noch, dass ich morgen früh nicht zur Arbeit gehen soll, sondern 
lieber zum Arzt. 
22. 9.: Natürlich gehe ich trotzdem zum Dienst. Da ruft Papa in der Firma an, um ihnen 
mitzuteilen, dass ich krank sei. Ganz, toll. Deswegen wurde ich dann auch 
heimgeschickt. Beim Doktor sage ich aber nix dazu, außer dass ich nicht krank sei und 
der Papa sich da was zusammenspinnt.  Während unseres Spaziergangs nach Hause, 
versuche ich mir nochmal zusammenzureimen, was Papa wohl hat, Nach mehreren 
Stunden sehe ich wieder ganz klar. Ich schlafe auch sehr gut in dieser Nacht. 
23.9.: Bin heute gejoggt und war danach im Boxtraining. Voll im Stress heute 
gewesen. Dann weckt mich Papa schon wieder mitten in der Nacht, weil ich so unruhig 
wäre. Dann hat er noch voll viel gelabert, was ich aber gar nicht mehr alles weiß, bis 
ich endlich wieder eingeschlafen bin. 
24. 9.: Dann heute Morgen versucht mich Papa direkt ins Krankenhaus zu bringen. 
Aber da ich das nicht eingesehen habe bin ich ihm immer wieder davongerannt, Haha. 
Naja, irgendwann hat er es dann doch geschafft und mich hingebracht. Nach der 
Untersuchung gingen wir durch die Stadt zu meiner Firma. Da ist mir aber erst einmal 
aufgefallen, dass da die voll komischen Leute zu uns rüber starren. Die Leute waren 
auch überall. Die haben mich alle voll komisch angeschaut und über mich rum 
getuschelt. Was für dumme Wichser!  Die waren auch bei mir in der Firma alle. Und 
nicht nur die, sondern auch alle Kollegen und so. Die waren alle voll komisch. Was 
haben die denn? Irgendwann ist mir dann die Hutschnur geplatzt und ich habe direkt 
den Rädelsführer, meinen Chef am Kragen gepackt und ihm Bescheid gesagt, dass ich 
das alles merke und so. Und dass ich nicht so ein komischer Freak sei und dass ich alle 
hier auch platt mache kann, wenn ich will.  Da hat dieser jämmerliche Bastard doch

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tatsächlich die Bullen angerufen und die haben mich dann in die Klapse nach Lohr 
gebracht!  
 
 
 
 
 
 
 
 
Und dort hat man mir wegen meiner Randale gleich mal so einen Elefantentöter 
gespritzt, dass ich innerhalb von Sekunden weggetreten bin. Kampflos war und dann 
weiß ich nichts mehr. In der Nacht haben mich die Stimmen geweckt und sprechen 
alle wieder total wirres Zeug, bis ich laut rumschreie, dass sie mich in Ruhe lassen 
sollen. Da geht die Tür a uf und so ein komischer breiter Krankenhausschwesterntyp 
kommt rein und gibt mir direkt ohne Vorwarnung schon wieder so eine scheiß 
Drecksspritze. Bevor ich überhaupt noch groß reagieren kann, weiß ich schon nichts 
mehr.  
25. 9.: morgens dann beim Doktor fällt mir wieder ein das ich alles weiß und so. Er 
hört mir auch genau zu und nickt nur ab und zu. Ich denke der schreibt aber alles mit. 
Ich erzähl ihm auch alles. Auch das ich mit Gott bereits gesprochen habe und so. Ich 
zeige ihm auch das Bad vom Zimmer und das ganze Wasser, das da drin auf dem 
Boden ist. Ist ja auch klar, denn da haben sie mich auch beerdigt, glaub ich. Dann 
brach ich in Tränen aus, weil ich jetzt auf einmal gar nimmer sicher bin, weil ich doch 
mit dem A rzt rede, kann ich gar nicht tot sein.  Ich bin jetzt echt vollkommen 
verzweifelt und heule nur noch rum und rede dabei wirres Zeug. Das sagt zumindest 
der Arzt und nickt. Der sieht auch genauso aus wie mein Hausarzt zuhause, oder? Da 
ich zu heute gar nichts weiß, glaube ich, dass ich den ganzen Tag geschlafen habe. 
26. 9.: Heute wache ich bei meiner Beerdigung auf, merke aber da, dass nicht mein 
Sarg ist, in dem ich liege, sondern ich liege auf dem vollkommenen nassen Bad Boden 
in meinem Zimmer. Ich schrei um Hilfe und die Krankenhaustypen springen wieder 
gleich rein zu mir. Ich erkenne jetzt auch, dass das keine Krankenschwestern sind , 
sondern das sind alles Wächter. Ich erkenne auch, dass davon viele sind, die ich kenne. 
Zum Beispiel mein Chef ist einer davon. Auch ein paar meiner Freunde und so. Na klar, 
denke ich mir die haben mich hier eingesperrt. Ich bin nicht bei meiner Beerdigung,

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sondern die haben mich abgeholt und wollen mich nicht mehr rauslassen. Dann weiß 
ich nichts mehr. Wahrscheinlich haben die dummen Wichser mir wieder was 
gespritzt, das mich umgehauen hat. Am Mittag, als ich wieder aufgewacht bin, habe 
ich mich erstmal konz entriert und überlegt, wie ich hier rauskomme. Auf jeden Fall 
muss ich so tun, als dass ich denen glaube und das Spiel mitspielen, bis ich eine 
Fluchtmöglichkeit finde. Mit diesem Plan bin ich zufrieden und schlafe wieder ein. 
27. 9.:  Spaziergang durch den Park zum Arzt. Dort zurückbestellt für Mittwoch. 
Waldspaziergang. Also nicht Wald, sondern Park hier. Ist ja ein Zaun drum. Auf einmal 
sehe ich die eine junge Krankenschwester von heute Morgen als ganz alte Frau in den 
Wagen einsteigen. Im Wagen jedoch sah ich sie dann wieder richtig. Na klar, hier ist 
nichts richtig. Die gaukeln mir das hier alles nur vor. Dann treffe ich so nen komischen 
Typen, dem ich aber irgendwie vertraue, weil er so coole Sprüche draufhat. Der läuft 
mit mir mit. Er sieht hier auch das alles so wie ich als große Lüge und so. Oft zeigte er 
mir Gegenstände und fragte mich, ob ich das auch so sehe und ob es wirklich so sei. 
Ich konnte ihm bestätigen, dass er alles richtig sieht und hört. Leider verabschiedete  
er sich dann plötzlich und ich ging wieder ins Zimmer. Wohin auch sonst? 
Am Abend musste ich dann zusammen mit so voll den kranken Psychos und Irren hier 
drin so eine Art Gruppengymnastik machen. Voll homo. Leichte Schwunggymnastik 
mit Atemübungen. Natürlich nutzen die ganzen Übungen eh nichts. Ich werde wieder 
geweckt von meinen Stimmen. Ich weiß jetzt auch, dass die mir helfen werden hier. 
Das sind nämlich nicht die Bösen, das sind die Guten. Die anderen die ich hier alle 
tagsüber sehe, auch meine Eltern die mich hier drin lassen, sind die Bösen. Alle! Alle 
bis auf den einen Typen heute Mittag im Park den ich getroffen hatte. Weil ich nicht 
gut einschlafen kann, stehe ich auf und laufe durchs Zimmer. Ich b in aber auch nicht 
so durcheinander wie sonst nachts. Irgendwann schlafe ich dann doch tief ein. 
28. 9.: Parkspaziergang mit Capitano, das ist der Typ den ich gestern kennengelernt 
habe. Er fragt oft, ob ich diese Bäume so sehe. Ich sah das gleiche, was er mir 
schilderte. Alles war richtig. Ebenfalls erkundigte er sich, ob ich das gleiche höre. Auch 
dies kon nte ich bestätigen. Dann machen wir zusammen Lockerungsübungen, 
Gymnastik und kleiner kurzer Dauerlauf, Atemübungen und Kopf hoch. Ich kann 
meinen schon etwa fünfzehn Minuten hintereinander hochhalten. Ich bemerke aber 
schon die ganzen Beobachter hier im Park, die uns so anstarren, als wären wir Beide 
Geister. Und tuscheln tun die auch wieder. „Ihr Pisser, ich sehe Euch“ schreie ich 
denen hinterher und fange an schrill zu lachen. Da drehen die sich schnell um und 
hauen ab. Ausgezeichneten Appetit hab e ich heute. Wir sind alle müde und gehen 
noch vor 21 Uhr schlafen.

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29. 9.: Für 10 Uhr bei dem Stationsarzt bestellt. Beim heutigen Spaziergang merke ich, 
dass ich irgendwie auf einmal Angst vor Hunden habe. Bin unruhig und ängstlich. Die 
Atmosphäre hier im Krankenhauses ist irgendwie ganz schön irre. Vom Flur aus kann 
man in jeden Raum sehen, da die Zimmertüren tagsüber alle offen sein müssen. Die 
sagen zwar zu uns, das wäre nur zu unserem Schutz. Na ist klar, ne!  Zuletzt kamen 
wir zum Aufenthaltsraum. Dort war auch ein Fischbassin, Fernsehen, Spiele und 
Bücher. Hier ist es zum Glück ruhiger. Dort traf ich dann auch meinen Freund Capitano 
und wir gingen zusammen in den Park. Er und ich würden am liebsten jeden Tag 
zusammen spazieren gehen. Das wäre für Capitano die beste Heilmethode. Jaja, der 
Arme. Naja, eigentlich egal, denke ich mir, Hauptsache ich bin gesund.  
30. 9.: Heute waren die Eltern da zum Besuch. Erstmal sitze ich Ihnen fast apathisch 
gegenüber, denn was soll ich diesen Verrätern auch groß erzählen? Obwohl ich 
zugeben muss, dass ich mich schon ein klein bisschen freue, sie zu sehen. Ich bleibe 
bei ihnen sitzen und beruhige sie. Ich sage aber auch ganz klar mit fester Stimme, das 
ich sehr gern wieder nach Hause möchte. Dann erzähle ich Ihnen noch leise, damit es 
die ganzen Beobachter hier nicht mitkriegen, das hier sogar das Fernsehen so komisch 
ist. Im Fernsehe n ist das Bild zweimal zu sehen, einmal so und einmal 
entgegengesetzt.  
 
 
 
 
 
 
 
 
Als sie mich dann beide komisch anschauen und fragen, welches Bild das richtige ist, 
sage ich Ihnen das natürlich die Mitte richtig ist. Was für eine dämliche Frage aber 
auch, oder?  Da fing Mama plötzlich an zu weinen und sie tat mir irgendwie leid. Nach 
einer Stunde mussten sie leider das Krankenhaus verlassen. Ich wollte den Arzt 
sprechen, aber er hatte keine Zeit für mich. 
1. 10.: Am Morgen und am Abend habe ich mehrmals mit den Krankenschwestern 
hier gesprochen, um einen Termin zwecks Aussprache mit dem Arzt zu erreichen. 
Vergebens. Drecksdumme Kuhn hier!

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3. 10.: Ein weiterer Besuch hier von den Eltern im Krankenhaus. Da es mir hier richtig 
scheiße geht und ich auch keine Chance sehe, diesen verfickten Arzt zu sprechen, 
sagte ich nochmals sehr betont, dass ich hier jetzt raus will. Sofort raus hier. Jetzt! „Zu 
Hause kann ich auch schlafen“, versuchte ich zu erklären. Meinen Versuch, von ihnen 
zu erfahren, welche Fragen der Arzt gestellt hatte und was er ihnen über mich erzählt 
hatte, konnten oder wollten sie nicht beantworten. Mein Papa sagte nur: „Ach 
Christian, das übliche. Er findet es nicht für gut, immer die gleichen Fragen gestellt zu 
bekommen. Besser ist, wenn man endlich die Sache ruhen lässt.“ Was meint er damit, 
die Sache endlich ruhen lässt? Soll ich etwa für immer hier drinnen bleiben. Ist das ihr 
Plan? Was für scheiß Drecksverräter sie sind, meine eigenen Eltern, das glaub ich 
nicht! Ich fing an laut und lange zu lachen, solange bis sie sagten, dass sie jetzt wieder 
gehen müssten. Wir konnten nur sehr langsam zum Ausgang gehen. Als ich mich um 
fünf Uhr von Ihnen verabschiedete, hatte ich den Eindruck, dass ich wieder besser 
sehen konnte. Später beim Spaziergang mit meinem guten Freund Capitano sagte er 
noch zu mir, er würde alles anders sehen als sonst. Einmal nah, einmal fern. Wie durch 
eine rosarote Brille. „Das Fernsehen sehe ich auch einmal so, einmal anders.“ Auf 
meine Frage, welches Bild, denn das richtige sei, sagte er: „Die Mitte ist natürlich 
richtig!“ Da wusste ich, dass er und ich vollkommen normal sind!  
10.10.: Einen Termin zwecks Aussprache mit dem Arzt konnte mir die Schwester 
wieder nicht geben, da er sich hier ja um so viele Patienten kümmern müsse und so. 
Die denken echt alle, dass ich plemplem bin, oder was? Später kamen dann meine 
Eltern mal wieder zu Bes uch. Aber was soll ich denen groß erzählen von hier? Die 
wissen doch eh Bescheid, da sie ein Teil dieser ganzen Verschwörungsmasche um 
mich herum sind. Als ich mich diesmal von Ihnen verabschiedete, sagte ich Ihnen 
noch, dass ich am liebsten wieder mit Ihnen nach Hause gehen würde… 
 
Feststellung 
„Das war das letzte Mal, dass Christian Ronald Balling das sagte und auch wollte, danach brach er 
den Kontakt ab und verweigerte ab diesen Zeitpunkt jeglichen Versuch zur Kontaktaufnahme oder 
Besuch von seinen Eltern…“ 
Der Verfasser

60 
 
Normal sind nicht die Anderen / Nachtwanderung 
“Christian, hallo! Haaalllooo Chris! 
Christian, hey Christian, komm steh auf! 
Aufstehen, hörste DU! 
Aufstehn! Aufstehn! Du musst jetzt aufstehn! 
Du schaffst es, Du packst es,  
denn Du hast doch jetzt die Kraft es zu machen,  
zu packen und dann nicht mehr loszulassen! 
Wie' n Monster, 'n Greifer, hier kommt er der Beißer! 
Auf Angriff seit Anpfiff, so lang bis du Angst kriegst! 
Du denkst das ist ein Test? 
Nein, kämpf und brennt Dein Herz, dann hältst du es jetzt fest, denn es trennt dich 
sonst vom Rest! 
Da sind keine Schmerzen, nichts, was dich berührt! 
Im Herzen, das dich führt, da gibt es keinen Schmerz! 
Das hier bringt dich weiter, lass dich darauf ein und du beweist, was es heißt, ein 
wahrer Fighter zu sein! 
Ja du weißt es doch genau, was einen richtigen Fighter wirklich ausmacht, richtig? 
Ja komm, beweis uns, was es heißt, ein Fighter zu sein! 
Ja Du ganz allein! 
Du liebst sie, die Schwerkraft, sie gibt dir noch mehr Kraft, 
im Kampf um die Herrschaft, hat mehr Macht, wer mehr macht! 
Du weißt, dass du's wert bist, denn was du erfährst, ist die wahre Erkenntnis, egal was 
im Weg ist! 
Du kämpfst wie ein Löwe oder ein Tiger, du kämpfst mit Herz und Mut, denn du bist 
ein Gewinner!

61 
 
Und wenn der Sieg dann Dein ist, hältst du ihn fest! 
Denn er trennt dich vom Rest der Masse, keiner da draußen hat unsre Klasse! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Für Dich gibt´s keine Schmerzen, nichts kann Dich berühren, egal was Sie tun, wirst Du 
kein Leid spüren! 
Für Dich gibt es keinen Schmerz, das kann ich garantieren! 
Du musst mir nur vertrauen, wir werden sie blamieren! 
Wir werden sie zerschmettern oder auch zerdrücken, egal wie wir´s machen, wir 
werden gewinnen! 
Du musst ein Fighter sein, ein Kämpfer, ein Vollstrecker! 
Wir machen alle platt, wir müssen es jetzt tun, denn langsam bin ich wütend auf diese 
ganzen willenlosen Hüllen!  
Auf die Marionetten der anderen, die sich da draußen rumschleichen, die uns 
ausspionieren und die uns nie erreichen! 
Wir stoppen diese Brut, wir werden Sie vernichten, keiner von den Hüllen kann uns als 
Ihren Gott auch nur entfernt was richten!

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Genug ist genug, nun komm, wir sind bereit! Wir müssen es JETZT tun, sonst haben sie 
zu viel Zeit! 
Um sich gegen uns zu formieren mit ihren ganzen Waffen! Ach Chris, mein Freund, das 
werden die nie raffen! 
Dass wir hier drin bei Dir unsre Pläne schmieden, deshalb ich sag’s nochmal, werden 
wir hier siegen! 
Komm Fighter, komm Kämpfer, steh auf, und leg jetzt los, denn jetzt ist unsre Zeit, oh 
ja wir werden groß! 
So, jetzt weißt Du, was es heißt, ein Fighter zu sein! 
Ein Kämpfer und Vollstrecker, beweise es mein Freund!  
Das Gesetz bleibt dir treu und der Schmerz ist dein Freund, 
denn du wächst dran, und weißt auch, du wirst es nie bereuen 
Und du stellst dich erneut und hast das Ziel im Visier,  
hast deinen Blick fokussiert, weil dich nichts irritiert. 
Glaub mir, so sieht keiner aus, der aufgibt oder verliert! 
Nein, Du bist wach, klar?! 
Du hast jetzt die Macht, mach's wahr! 
Denn alles das, was zählt, ist das wir nun beginnen, mit der Zerstörung der Anderen 
da draußen! 
Aber beginnen werden wir hier drinnen! 
Die denken doch, wir schlafen und sind auch noch ganz schwach! Ha, die werden sich 
gleich wundern, aber mache keinen Krach! 
Sei leise, hart und grausam, dann kann uns nichts passieren, 
Denn bevor die überhaupt was merken, haben wir sie kastriert. 
Wir packen die Männer bei den Eiern und die Weiber bei den Dumme Kuhn! 
Wir quälen Sie ohne Rücksicht und ohne Reue! 
Wir schenken Ihnen Schmerzen bis zum Kotzen!

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Ich weiß Du bist jetzt wach, also höre meinen Plan! 
Heute in dieser Nacht fangen wir jetzt an! 
Von Zimmer zu Zimmer, wir werden immer schlimmer! 
Feind auf Feind, ich freu mich schon auf ihr Gewimmer!  
Diese Verräter und Lügner und Hüllen der anderen, werden wir jetzt zerstören! 
Sonst kommen wir hier nie heraus und werden denen gehören! 
Du bist ein Fighter, ein Beil, ein Speer, der sie durchbohrt! 
Nun komm, Christian Ronald Balling, Du hast mich nun gehört! 
Nun komm, Christian Ronald Balling, Du hast mich nun gehört! 
Christian Ronald Balling, Christian Balling, Chris, komm Du hast mich jetzt gehört! 
Steh einfach auf, den Rest wirst Du schon sehn! 
Von mir, Deinen Freund, Deinen Schatten, Deinen Hass! 
Deine Kraft, Deinen Willen, Den starken Puls Deiner Macht. 
Lass mich einfach nur machen, was ich schon immer mach, 
Nun komm, mein Freund, wir schreiten durch die Nacht. 
Die Nacht der langen Schatten, der scharfen Klingen und des Blutmonds! 
Gut so, ich bin da, ich bin da und ziehe los und mach sie platt! 
Deswegen wünsche ich Dir jetzt eine schöne gute Nacht!!!“

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Sommer 1986 – Ich bin raus… 
“Meine Oma sagte, mit dem Hass wurde ich schon geboren…” 
“Meine Mutter sagte, dass ich halt wilder war als andere Kinder und schon immer 
böse Gedanken hatte…” 
“Mein Erzeuger sagte, dass ich ein vom Teufel erschaffener Bastard war…” 
„Mein Psychiater sagte, dass ich eine dissoziale Persönlichkeits-störung habe…“ 
„Der Richter sagte, dass ich hasserfüllt und nicht gesellschaftsfähig sei…“ 
“Ich sage, das ist alles Bullshit und gelogen---” 
“Ich habe die Stimmen gehört und die sagten ich bin ein Ergebnis meines Umfeldes 
bin…” 
“Ich sage Euch, Ihr habt Euch mit dem Falschen angelegt!” 
„Wer ich bin, wollt ihr wissen?“  Eigentlich ist die Frage leicht beantwortet. 
Wenn nur das „Eigentlich“ nicht wäre…  
Ich wurde in einer dunklen Ecke gezeugt… 
Ich war von Anfang an ein Unfall! 
Meine Kindheit verlief nicht immer ohne Probleme! 
In meiner Jugendzeit lernte ich meine inneren Dämonen kennen! 
Ich hatte mit großen Schmerzen erfahren, was es bedeutet, von allen verraten zu 
werden! 
Jetzt stellt sich immer noch die Frage, wer ich bin!  
Wo ich herkomme, war es normal sich über Gewalt zu definieren! 
Falls mich keiner stoppt, werde ich solange die anderen vernichten wie ich kann! 
Ich mache das, weil ich es tun muss und weil es so sein muss! 
Ich weiß nicht, was genau mich dazu antreibt, aber es ist schon immer ein Teil von 
mir! 
Auch Dich werde ich nicht verschonen!

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Falls du die Möglichkeit hast, flüchte so schnell und so weit wie Du kannst! 
Denn Du kannst kein Erbarmen von mir erwarten, hörst Du? 
Ich werde Euch alle vernichten! 
„WIR“ werden Euch alle vernichten! 
Meine Erzeuger versuchten, mich in der Anstalt loszuwerden! 
Die Ärzte dort versuchten, mich mit Therapien und Medikamenten ruhig zu stellen.  
Doch Ihr habt es nicht geschafft! 
Was passiert also, wenn man ein Kind alleine in einer Anstalt lässt?  
Richtig, es wird an ihm experimentiert!  
Die Forscher und Ärzte konnten alles tun, was sie wollten, und niemand hielt sie auf! 
Es waren extreme Schmerzen, die ich aushalten musste! Tag für Tag! Sekunde für 
Sekunde! Es nahm und nahm kein Ende!  
Doch meine inneren Dämonen halfen mir in dieser Zeit mich zu befreien, und als ich 
schon dachte, ich schaffe es nicht, bewegte sich etwas in mir und erweckte mich!  
Sie weckten mein wahres Ich und führte mich ans Licht! 
Ihr dachte zwar, dass außer mir niemand im Zimmer sei, aber da lagt Ihr falsch!  
Denn in dieser einen Nacht, vollzog ich die Verwandlung vom verlassenen und 
verratenen Kind zum Vollstrecker! 
In dieser Nacht sollte meine Hilflosigkeit ein Ende finden! 
Denn egal was Ihr meinem Körper angetan habt, meine Gedanken waren frei und 
niemand konnte sie erraten.  
Sie flogen vorbei wie nächtliche Schatten.  
Nur ich konnte sie wissen! 
Sie zerrissen die Schranken der Fesseln von Euch, und so war ich frei um Euch dann 
zu richten! 
In dieser dunklen Nacht haben alle geschrien, die Fenstergläser zerbarsten! 
Die Explosion war so stark, dass die Türen aus den Angeln gerissen wurden!

66 
 
Überall dichter Qualm von Euren eigenen Chemikalien!  
Die brannte so gut und fütterten den mächtigen Brand!  
Erst sorgte ich dafür, dass die meisten der anderen um mich herum nicht aus ihren 
Zimmer rauskamen, um dann den Wächter und die Stationsärztin in den Keller zu 
locken, zu töten und ins Feuer zu schmeißen! 
Mein Körper bewegte sich wie von alleine zu den äußeren Türen. Eine Macht, so 
dunkel, mächtig und bösartig, strömte aus mir, um all dies zu tun! 
Die Notausgänge, sowie die Türen hatte ich dann verriegelt, mit Euren eigenen 
Schlüsseln! 
Ich hoffte wirklich, dass so viele in dieser Nacht, die in der Anstalt drin waren, auch 
jämmerlich verreckten!  
Nur so hatte ich die Sicherheit, dass man nicht nach mir suchen würde, um mich 
wieder einzusperren! 
In den Wochen nach dieser perfekten Aktion ließen langsam die vom Hass geschürte 
Wut und mein Zorn nach.  
So kehrte dann auch wieder Stille in meine Nächte ein! 
Ich war nun da! Ich fühlte mich mächtig und gut, sehr gut sogar!

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Nach der anstrengenden nächtlichen Aktion habe ich das Bewusstsein verloren und 
wachte im Keller bei meiner Oma wieder auf. Dann kroch ich irgendwie durchs 
Treppenhaus hinauf zu Ihrer Wohnungstür. Dann wurde es wieder dunkel um mich 
herum. 
Als ich dann wieder aufwachte, waren meine Hände und Beine mit Bandagen 
verbunden und ich lag bei meiner Oma im Bett. Adolf grinste mich von der Wand aus 
an und ich grinste zurück! 
Doch mein Kopf war frei und noch nie so klar wie an diesem Morgen. Ich schaute mich 
im Schlafzimmer um, doch es war nichts Besonderes zu sehen. Alles war so, wie ich 
es noch von früher her kannte. Meine Oma erzählte mir von dem tragischen Unglück 
in der Anstalt und das ich vermisst wurde.  
Bei dem Feuer kamen insgesamt 25 Menschen ums Leben und die Klinik musste 
geschlossen werden, nachdem die Ermittlungen ergaben, dass hinter den 
Anstaltsmauern, mit Chemikalien und sonstigen bewusstseinsverändernden Stoffen 
an den Patienten neuartige Resozi alisierungsversuche ohne Genehmigung des 
Staates vorgenommen wurden.  
Auch wurden gegen die Anstaltsleitung und gegen die dort praktizierenden Psychiater 
wegen grober gefährlicher Körperverletzung usw. von einer Bundesbehörde die 
Ermittlungen aufgenommen. Dadurch und durch die Tatsache, dass von mir leider 
keinerlei Unterlag en oder Befunde gefunden wurden, war ich einer der wenigen 
Glücklichen, deren Klinikaufenthalt durch eine ambulante Behandlung bei einem 
„normalen“ Nervenarzt in der Stadtmitte ersetzt wurde.  
Mein Vertuschungsversuch durch das gelegte Feuer war damit zwar eigentlich im 
Nachhinein unnötig gewesen und es hätten weitaus mehr Kranke überleben können, 
aber das war mir eigentlich egal!  
Ich glaube, so etwas nennt man Kollateralschäden oder so ähnlich! 
Nahm ich dann Kontakt zu meinen Eltern oder meine nicht vorhandenen Freunde 
auf??  
Nein! Natürlich nicht!  
Auch lehnte ich, genauso wie die Monate davor in der Anstalt weiterhin alle 
Kontaktversuche von diesen verfluchten Verrätern kategorisch ab und lebte ab 
diesem Zeitpunkt bei meiner lieben Omi!

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Den scheiß Alkoholiker, der bei ihr zu dem Zeitpunkt noch hauste, machte ich dann 
auch sehr schnell klar, dass er in der Wohnung nichts mehr zu suchen hatte. 
Komischerweise war er nach kurzer Zeit auch wie vom Erdboden verschluckt nicht 
mehr da und war auch bald vergessen!

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Einer Person, die unter Drogen und Schock steht, kann man befehlen zu töten, wen sie töten soll, 
wie sie es machen soll, was sie nachher sagen soll. Scientologen, die Psychiatern technisch 
überlegen sind und moralisch Lichtjahre über ihnen stehen, verurteilen die offizielle 
Gleichgültigkeit gegenüber der Drogen-Elektroschock-Behandlung aufs Schärfste … Eines Tages 
wird sich die Polizei der Psychiater annehmen müssen. Der Psychiater wird entlarvt werden.  
– L. Ron Hubbard, Pain-Drug-Hypnosis  
(Schmerz-Drogen-Hypnose), 1969. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kampfzone 1:  
(1986 - 1989)

70 
 
Meine besoffene Nazi-Oma und ich…

71 
 
Ja, so kann es ausgehen, wenn man jemanden wie mich dazu einlädt, einem 
Schmerzen zuzubereiten!   
Und das auch noch bis zum geht nicht mehr. Natürlich geht es nicht gleich immer so 
aus. Aber bestimmt auch. Man hört schließlich genug von diesen Amokläufen und 
Selbstmordversuchen. Doch alle verschließen die Augen davor und sehen weg. 
Niemand spricht darü ber. Und wenn, dann heißt es eher: „Ich hätte das dem nie 
zugetraut.“ oder „Man hat dem gar nichts angesehen.“  
Und solchen Mist halt. Leute! Ehrlich mal, niemandem steht auf die Stirn geschrieben: 
„Ich will sterben“ oder so. Wenn man jemanden gut genug kennt, sollte das reichen. 
Aber viele wollen es schon gar nicht wahrhaben. Schämt euch! 
Ich erzähle euch jetzt mal die Geschichte von der kleinen Melanie damals. Wie ich 
damit fertig wurde, mit den anderen und was alles passiert ist. Vielleicht kapiert ihr 
dann einmal, dass man die Augen vor solchen Sachen nicht verschließen sollte, denn 
so macht man sich nur mitschuldig und man beweist, dass man feige ist. Natürlich 
braucht es Mut, einzugreifen. Ich verlange ja auch von niemandem, dass man gleich 
jeden beschützt und dazwischen geht, wo man sieht, dass diese Person fertiggemacht 
wird.  
Ich verlange gar nichts. Es liegt an euch, was ihr tut. Man kann auch anders handeln. 
Hilfe holen. Mit Vertrauenspersonen sprechen und so. Oder man kann, so wie ich es 
tat, die gute Gelegenheit halt ausnutzen und die Sache abschließend beenden! 
Und natürlich ist es auch nicht einfach zu wissen, wie man eingreift und wann es 
wirklich Zeit wird einzugreifen. Aber lieber mal etwas früher eingreifen und fragen, 
was los sei, als zu warten, bis es dann zu spät ist. Denn das Opfer wartet vielleicht 
nicht allzu lange und handelt selbst. Und wie das Opfer handelt, kann man sich auch 
denken.  
Also: Schau nicht weg und mach dich so nicht mitschuldig, sondern beende das Leben 
dieser lebensunwürdigen Gestalten lieber gleich selbst! 
Krachend brach der harsche Schnee unter meinen Stiefeln, als ich für einen Moment 
innehielt und ein letztes Mal zum Denckler herübersah, den ich nach meiner Tat für 
immer hinter mir lassen musste.  
Man kannte mich dort zwar als liebenswerten, vielleicht etwas Wortkargen jungen 
Mann, der das Herz am richtigen Fleck trug und bei seiner Oma wohnte. Viele Jahre 
habe ich mich stets bemüht das wilde Tier in mir auszublenden, es zu unterdrücken 
und drinnen festzuhalten, doch sollten mit der letzten Nacht meine Bemühungen 
endgültig zum Scheitern verurteilt sein. Beim letzten Blick auf alles, was mir je 
vertraut gewesen ist, fragte ich mich, wie lange es wohl gehen wird, bis man sie

72 
 
findet? Bis man ihren geschundenen Leib aus dem See zieht, oder gar ihr Fehlen 
bemerkt. Wie konnte ich mich nur so gehen lassen? Wie hat das eine nur so rasch zum 
anderen führen können? Mir scheint als würde mein gesunder Menschenverstand 
stündlich schwinden und zurück bleibt nur jene Bestie, jenes wilde Untier – meine 
wahre Persönlichkeit. Aber wenn ich mir überlege, war sie halt auch eine beschissene 
Drecksschlampe und immerhin auch selbst schuld an dem Ausgang Ihres Angebotes! 
Ich war schon immer sonderbar! 
Anders als jene Menschen die mich auf meinen Wegen begleitet haben. Dies fiel mir 
schon im Kindesalter auf, doch besaß ich die Gabe mich an mein Umfeld anpassen zu 
können. Ich lachte, wenn es die anderen taten, weinte, wenn es angebracht war, und 
prägte mi r die gesellschaftlichen Konventionen so präzise ein, dass mir mein 
Schauspiel wahrlich von jedem abgekauft wurde. Doch, was war, wenn man hinter 
diese meisterlich geschauspielerte Fassade blickte?  
Was, wenn man mich sah, wie ich wirklich war? Nur eine Person konnte dieses 
Unmögliche möglich machen. Der Psychiater in der Anstalt damals klärte anscheinend 
meine Eltern über meinen Wesenszustand auf. Das denke ich heute zumindest! 
„Ihr Sohn ist nicht dazu in der Lage irgendwelche Gefühle zu empfinden“, erklärte er 
im Vertrauen und nichts ahnend, dass ich jedes ihrer Worte von meinen Stimmen 
erzählt bekam! „Verstehen Sie mich nicht falsch“, sprach er unbesonnen weiter und 
versuchte damit den Wind etwas aus den Segeln zu nehmen, „Christian leidet weder 
am Asperger-Syndrom noch an einer stärkeren Form von Autismus. Ihm ist es Zeit 
seines Lebens einfach nicht gelungen ein Gewissen zu entwickeln, was sich eines 
Tages immens auf seine Sozialkompetenzen auswirken kann. Seine richtige Diagnose 
nennt sich dissoziale Persönlichkeitsstörung!“ 
„Völlig unmöglich!“, fiel ihm meine Mutter ins Wort, „Wenn er traurig ist, weint er 
doch gleichermaßen wie er lacht, wenn sein Herz mit Freude erfüllt ist. Und nun 
wollen Sie mir weiß machen, dass er nicht dazu fähig ist, etwas zu empfinden?!“ 
Der Psychiater ließ sich von Mutters Wut nicht aus der Fassung bringen. Stattdessen 
lehnte sie sich etwas vor, faltete die Hände ineinander und dachte einen Moment 
darüber nach, wie er die aufgebrachte Frau würde besänftigen können. Die Wahrheit 
war selten  einfach zu ertragen, doch war es dringend von Nöten ihr ins Auge zu 
blicken. „Man kann Christians’ Verhalten mit dem eines Chamäleon vergleichen, dass 
sich von Ort zu Ort an die Gegebenheiten anpasst. Ja er weint, wenn ihm etwas traurig 
erscheint, allerdi ngs nicht, weil es ihn berührt, sondern weil er gelernt hat, in 
manchen Situationen jene Regung zu zeigen, die man von ihm erwartet.“

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An dieser Stelle brachen meine Eltern das Gespräch mit dem Psychiater ab und klärten 
mich darüber auf, dass mich damit abfinden müsse, in der Klinik zu bleiben, diese 
verfickten Verräter!  
Die ersten Anzeichen dafür zeigten sich nur ein paar Monate später, als ich einem 
Hund dabei zusah, wie er selbstständig ein kleines Gartentor mit der Schnauze 
aufstieß und fröhlich das vertraute Heim verließ. Ebenfalls sah ich den Krankenwagen, 
welcher ohne zu bremsen auf jenen Husky zusteuerte der blindlings auf die Straße 
rannte. Der Fahrzeuglenker sah gewiss nicht das, was ich zu diesem Zeitpunkt bereits 
vorausahnen konnte. Ich hätte dem Köter das Leben retten können. Dazu hätte ich 
nur so laut seinen Namen rufen müssen, dass der in die Jahre gekommene Vierbeiner 
zu mir herüberlief. Stattdessen kam kein Ton über meine Lippen und ich wartete ohne 
mit der Wimper zu zucken auf den unweigerlich vorprogrammierten Aufprall, auf das 
herzzerreißende Aufheulen eines sterbenden Tieres.... und so geschah es! 
Heute ist mir klar, dass mich die vorgenannte Situation nicht im Geringsten berührte. 
Und ohne es für erschreckend zu empfinden, musste ich mir eingestehen das die 
Diagnose vom Psychiater schon auf mich zutraf. Mein Herz zerging nicht ob Mitleid 
und Trauer, als ich den Hund jämmerlich verrecken sah. Nicht mal dann, als seine 
letzten klagenden Laute an mein Ohr drangen.  
An dieser Stelle dürfen sie mich nicht falsch verstehen! Ich hätte jetzt auch bei einem 
Menschen nicht anders reagiert! 
Ich verspürte an diesem Tag nicht nur keine Trauer, sondern gleichermaßen keinerlei 
Freude oder gar Reue! In mir tobte nichts weiter als eine wütende Leere, die mit 
absoluter Taubheit einherging. Eines jedoch hat mich in den Bann gezogen; der 
metallene Geruch von Blut, der unweigerlich in meine Nase kroch, sollte mich von 
diesem Tag an bis heute beschäftigen. Zeitweilen drehten sich alle meine Gedanken 
nur um den Geschmack des Todes, den Geruch von frisch geronnenem Lebenssaft, 
doch kam mir anfangs nicht in den Sinn für diesen gewöhnungsbedürftigen Hang ein 
neues Leben zu zerstören. Bis dato war ich mir sogar fast sicher, dass ich nicht dazu 
fähig wäre eine weitere Existenz für mein seltsames Blutfaible opfern zu können und 
so kam mir mit den Jahren eine Ide e, die meine Leidenschaft zu einem regelrechten 
Fetisch heranwachsen ließ. Mit einem Messer schnitt ich mir ins eigene Fleisch und 
begann mich an meinem eigenen Blut zu laben. Schon komisch, oder? 
Auch hier machte sich weder Erregung noch Befriedigung in mir breit. Ich mochte den 
Geruch, genoss es die roten Tropfen zu beobachten, wie sie von jedem Herzschlag aus 
der Schnittwunde gepresst wurden.  
Ja, zu diesem Zeitpunkt glaubte ich einen Weg gefunden zu haben meine Eigenart 
auszuleben. Zwar war es mir vergönnt mich darüber zu freuen, oder gar mich selbst

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dafür zu verabscheuen, doch schien es mir so, als hätte ich endlich etwas gefunden, 
wofür sich das Leben lohnt. Aber nichts lag mir ferner als meinem Dasein ein Ende zu 
setzen. Viel mehr wollte ich ganz einfach herausfinden, wie es ist, wenn das Leben mit 
jedem neuen Tropfen aus meinem hageren Körper wich. Obgleich ich mir große Mühe 
gab ein starkes Glied der Gesellschaftskette zu sein, fiel es mir von Monat zu Monat 
immer schwerer die angelernten Chamäleon Fertigkeiten zu meinen Gunsten 
einzusetzen. Obwohl meine inneren Stimmen mir regelmäßig Anweisungen gaben, 
gingen selbst die mir manchmal echt am Arsch vorbei! Natürlich war es mir auch hier 
in keinster Weise möglich die begangenen Taten zu bereuen, oder mich gar vor mir 
und meinem Handeln zu fürchten.  
Nach diesem leidlichen Vorfall mit dem Hund beschloss die Klinikleitung, dass ich in 
der psychiatrischen Klinik fürs Erste am besten nicht mehr vor die Tür käme. Anfangs 
tat ich mich schwer diese kleine Freiheit zu akzeptieren, doch bald schon traf ich auf  
El Capitano und stellte zu meiner Überraschung fest, dass wir beide uns in so manchen 
Dingen erschreckend ähnlich waren. Ganz zum offensichtlichen Missfallen der 
dortigen Betreuer freundete ich mich mit El Capitano an, nur um wenige Wochen 
später mein Einzelzimmer zu verlassen und mit ihm gemeinsam wieder vor die Tür in 
den Park zu gehen. Man war sich der Sache sicher und glaubte fest daran, dass eine 
solche Freundschaft pädagogisch gesehen von großem Wert sei. Keiner dieser 
Ahnungslosen hätte jemals geglaubt, dass wir uns gegenseitig aufzustacheln wussten. 
Mein neuer Freund war ein Borderlinder und somit das perfekte Gegenstück zu 
meiner Person. Bald schlossen wir einen Packt der da hieß, dass ich auf ihn aufpasste, 
wenn er mich lediglich beim Ritzen zuseh en ließ. Und so schmiedete sich allmählich 
eine Verbindung, die über einfache Freundschaft weit hinausging. Ich lehrte ihm die 
Kunst auf andere normal zu wirken und er dankte es mir wortwörtlich mit Blut aus 
seinen eigenen Adern. Was mir allerdings völlig zu entgehen schien, vielleicht, weil 
ich mit derlei Dingen überhaupt nichts anfangen konnte, war die Tatsache, dass er 
homo veranlagt war. Diese arme Matschbirne hatte meine Absichten völlig 
fehlinterpretiert und ich selbst fühlte mich enorm vor den Kopf gestoßen, als sich 
eines Abends seine Lippen auf die meinen legten. Dennoch verspürte ich weder Hass 
oder Wut, noch fühlte ich mich von ihm angewidert. Immerhin w ar das einer der 
ersten Menschen überhaupt, die mir gegenüber so etwas wie eine Gefühlsregung 
zeigten. Wenn ich heute daran zurückdenke, muss es sehr herzlos gewirkt haben, als 
ich ihm auf meine kalte Weise offenbarte, wie wenig ich für ihn empfand … weder als 
Geliebter noch als Freund oder gar als Mensch. Da er mir etwas geben konnte, wozu 
wahrlich niemand sonst in der Lage war, entwickelte ich an ihm ein eigennütziges 
Interesse und dabei blieb es. Auf meine wirre Art und Weise wollte mir mein 
irrationaler Verstand einreden, dass ich für ihn nicht mehr war als er für mich. Wie 
eine Zärtlichkeit alles zunichtemachen kann, ist mir in dieser Nacht nur zu deutlich vor

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Augen geführt worden. Dennoch distanzierte ich mich nicht von ihm, ganz im 
Gegenteil! Mir wurde klar, dass eine derlei starke Gefühlsregung mit Leichtigkeit 
ausgenutzt werden kann. So rückte ich noch näher an ihn heran und zog aus seiner 
Liebe meinen eigenen Nutzen. Was dann geschehen ist, überraschte mich zwar, war 
aber ebenfalls nicht dazu in der Lage mein Herz zu erweichen. 
Sechzehn Monate verbrachte ich mit El Capitano in der psychiatrischen Klinik, bis zu 
dem Tag, an dem ich und meine Stimmen beschlossen die Klinik wieder zu 
„verlassen“. 
Natürlich sagte ich das keinem, vor allem nicht den Betreuern, doch in mir drin spürte 
ich trotzdem nicht die geringste Emotion über meinen Entschluss. Es war mir 
manchmal schlicht und ergreifend Jacke wie Hose, ob ich nun hier war oder mein 
Dasein andernorts fristete. Es war mir nicht möglich an meiner Flucht etwas Positives 
zu sehen und gleichermaßen fiel mir auch nichts Negatives ein, was ich darüber hätte 
sagen können. Für El Capitano hingegen fand ich es schade, da ich ihn ja mit opfern 
wollte, aber das musste nun mal sein. Letzten Endes war es aber egal, da er sowieso 
eine beschissene Matschbirne war! 
Das einzigartige Geschenk seiner Hilfe wusste ich zu schätzen, doch war mir gewahr, 
dass mir seine Freundschaft keine Sekunde fehlen würde. 
Für mich änderte sich erst mal nicht viel, als ich wieder bei meiner Oma war, denn ob 
ich hier mein Schauspiel zum Besten gab oder irgendwo anders, war mir schlichtweg 
egal. Mittlerweile beherrschte ich meine Chamäleon Fertigkeiten im Schlaf. Wie sich 
herausstellen sollte, waren die normalen Menschen auch wesentlich einfacher zu 
überzeugen. Kaum einer wusste von meinem Aufenthalt in der Psychiatrie, was mir 
den Einstieg in einem neuen sozialen Umfeld tatsächlich erleichterte. Mit den Jahren 
wurde ich ein ne uer Mensch. Ebenjene Person, die man in mir sehen wollte! Ja, es 
gelang mir tatsächlich mich meinem Umfeld so perfekt anzupassen, dass kein einziger 
erahnen konnte wie es wirklich um mein Seelenheil stand. Meine Oma erzählte mir 
viel vom Krieg und wie das mit den Faschisten wirklich war und so. 
Durch Sie weiß ich auch, dass es Adolf Hitler ausschließlich darum ging, uns nicht 
unsere Besitztümer von den Faschistenschweinen abnehmen zu lassen. Das wollte er 
vor allem verhindern. Auch hatten diese Schweine ja ausreichend Gelegenheit dazu, 
Deutschland für immer zu verlassen. Aber meinste die machten das freiwillig, diese 
dreckigen Schmeißfliegen? 
Diese Parasiten der Weltgeschichte? 
Nein! Und so waren sie auch selbst schuld daran, dass wir gute Deutsche uns etwas 
einfallen lassen mussten, um mit diesem Übel klarzukommen. Ja, meine Oma wusste 
da echt gut Bescheid, das könnt ihr mir glauben.

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Nachdem meine Oma aber endlich auch das Zeitliche gesegnet hatte, war ich ganz auf 
mich allein gestellt, von meinem bescheuerten Cousin Moby einmal abgesehen. Wie 
man sich sicher vorstellen kann habe ich meiner Oma nicht die kleinste Träne 
nachgeweint, als sie mich im letzten Frühjahr für immer verließ. Zwar zeigte ich mich 
angemessen bedrückt, war allerdings recht froh meine Gedanken wieder zu jenen 
Dingen zurück lenken zu können, die vor so langer Zeit mein Interesse geweckt haben.  
Um die Wohnung in Schuss zu halten suchte ich mir Hilfe und es schien mir einem 
Wink des Schicksals gleich, als sich auf die von mir aufgegebene Stellenanzeige in der 
örtlichen Zeitung eine junge Frau meldete. Melanie, wie sie sich bei mir vorstellte, 
konnte man schlechthin als liebenswerte Schönheit bezeichnen, doch war es nicht ihr 
Liebreiz der mein Interesse weckte. Schon bei der ersten Begegnung beschlich mich 
das Gefühl als würde meine Haushaltshilfe vor irgendetwas wegrennen. Ihre 
schlanken Arme wiesen dieselben Narben auf, wie ich sie schon einmal bei El Capitano 
gesehen habe und mich überkam die Hoffnung in Melanie etwas finden zu können, 
was mir in den letzten Jahren doch irgendwie gefehlt hat. Jedes Mal, wenn mein Blick 
auf ihren selbst zugefügten Narben ruhte, erinnerte ich mich an das einzigartige 
Geschenk meines einstigen Freundes. Vermutlich war ich deswegen auch so erpicht 
darauf mich mit dieser Frau anzufreunden, sie in meine Obhut zu nehmen. Dabei 
träumte ich jeden erbärmlichen Tag aufs Neue vom süßen Blut, welches ob dem 
selbstzerstörerischen Hang in feinen Rinnsalen über ihren wohlgeformten Leib rann. 
Als ich sie schließlich ein paar Monate nach ihrem Einzug beim Ritzen erwischte, war 
es um mich geschehen! Noch heute stelle ich mir die Frage , weshalb mir diese 
Schönheit gewährte ein Teil ihres Blutrituals zu werden. Während El Capitano mir 
erlaubt hat ihm dabei zuzusehen, gestattete mir Melanie eines Abends sogar selbst 
Hand anzulegen. Voller Zärtlichkeit legte sie mir das Messer in die Hand und lächelte 
aufmunternd. „Nur zu, ich vertraue Dir!“, kam es sanft über ihre wunderbaren Lippen. 
Ob sie nur ansatzweise damit gerechnet hat, dass sie diese Nacht nicht überleben 
wird, wage ich zu bezweifeln. 
Von Ehrfurcht gepackt schlossen sich meine Finger um dem Knauf des scharf 
geschliffenen Küchenmessers, doch anstatt es auf einer heilen Stelle ihrer seidigen 
Haut anzusetzen konnte ich dem inneren Drang nicht widerstehen! Ich muss völlig 
neben mir gestande n haben, als sich meine Hand in mörderischer Geschwindigkeit 
hob und dass Messer noch kurz im fahlen Licht der Schlafzimmerlampe aufblitzte, ehe 
es mit brachialer Gewalt auf Melanies Brustkorb hernieder sauste. Bereits nach dem 
ersten Stich konnte ich sehe n, wie ihre Augen brachen, wie das Leben aus ihrem 
Körper wich, doch war mein unbändiger Durst noch längst nicht gestillt. Fünf Mal habe 
ich auf mein Gegenüber eingestochen, ehe ich überhaupt verstehen konnte was vor 
sich ging. Nach weiteren drei Stichen k ehrte die Ruhe zu mir zurück, jener 
undefinierbare Friede, den ich bisher nur ein einziges Mal in meinem Leben habe

77 
 
verspüren dürfen. Allerdings war es bei diesem jüngsten Ereignis noch weitaus 
intensiver als damals!  
Und ich fühlte mich besser als jemals zuvor! In dieser Nacht ist ein Mensch von uns 
gegangen, während das Tier in mir zum Leben erwachte.  
Mir war klar, dass dies nicht das letzte Mal gewesen sein sollte, da ich erkannte, dass 
diese Gewaltgelage mir und meinem Gemüt sehr gut taten.   
Ja, ich befand mich unmittelbar an jenem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. 
Mit jeder verstrichenen Minute entfernte ich mich mehr vom gesunden 
Menschenverstand und löste mich von einer Welt, an die ich mich Jahrzehnte qualvoll 
angepasst habe. 
Möge der Allmächtige euren Seelen gnädig sein, wenn ich sie ihm geschickt habe! 
So zog ich dann bei meine Cousin Moby zu einer seiner Nutten mit ein.

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Begegnungen im Wald und 2 bleiben vergraben 
Wenn man hinter die Gesichts Tattoos  und die Vergangenheit von Detlev „Moby“ 
Balling blickt, dann hat man es mit einem freundlichen und gesprächigen Mann zu 
tun. 
Zuhälter und Familienmensch – gewalttätiger Verbrecher und Freund der Würzburger 
Promis – Drogendealer und Charmebolzen. Es gibt viele Beschreibungen, die auf 
Detlev „Moby“ Balling zutreffen. Die meisten Bewohner von Würzburgs Stadtteil 
Zellerau kennen ihn  nur als "Moby", den unbelehrbaren Gangster aus der 
Nachbarschaft, der fast sein halbes Leben hinter Gittern verbracht hat. 
Moby wuchs im Würzburgs Stadtteil Zellerau in einer Arbeiterfamilie auf. Die Zellerau 
war damals eines der übelsten Viertel in Würzburg – und ist es auch heute noch, doch 
hat der Zahn der Gentrifizierung daran genagt. Mit 15 saß Moby über Weihnachten 
zum ersten Mal im Gefängnis. Danach wurde er immer wieder weggesperrt – unter 
anderem wegen Diebstahls, Körperverletzung, Schmuggels, Zuhälterei und Hehlerei. 
Mobys Geschichte steht sinnbildlich für den Wandel in der Zellerau. In den 70er und 
80er Jahren reihten sich dort Porno-Kinos an zwielichtige Kneipen. Heutzutage ist das 
Straßenbild eher von Asylanten und ähnliche Bevölkerungsschichten geprägt. Moby 
ist ei n Symbol für das alte Zellerau, genauso wie seine Freunde mit vielsagenden 
Namen wie Mäcky, Tommy oder der gewaltsame Willy. 
Mobys Freunde und Bekannte waren Kriminelle. Die Zellerau galt als raues Pflaster 
und wenn man dort aufwuchs, hatte man normalerweise zwei Optionen: Entweder 
endete man als einfacher Arbeiter oder man fand wie Moby grenzwertige oder gar 
illegale Wege, sich den Lebensunterhalt zu verdienen. 
Obwohl die fränkischen Medien schon seit Jahren über Moby berichten, gibt es noch 
genug Geschichten, um ein ganzes Buch zu füllen.  
Es gibt nicht viele Würzburger, die genauso so viel Zeit im Gefängnis gesessen haben 
wie Moby. Er beschwert sich aber nicht. Er weiß, dass seine Haftstrafen, darunter 
auch 17 lange Monate in Isolationshaft, die Konsequenzen seiner Taten waren. Sie 
gehörten eben zu seinem Leben!  
Moby ist ein Mensch, der eine völlig andere Moralvorstellung hat als ein normaler 
Bürger und da er in meiner Kindheit und Jugend noch am ehesten für mich 
einigermaßen Vorbild war, wurde ich naturgemäß durch ihn zusätzlich zu meinen 
persönlichen inneren Problemen geprägt.

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Heute führt Moby ein zurückgezogenes Leben und kümmert sich vor allem um seinen 
neunjährigen Sohn. Laut eigener Aussage musste er in den vergangenen Jahren zwar 
einige kleinere Rückschläge hinnehmen (30 - oder 60 -tägige Inhaftierungen und 
Geldstrafen für Ba gatelldelikte), aber im Vergleich zu den Verbrechen aus den 80er 
und 90er Jahren ist das nichts. 
Er lässt sich zwar nicht mehr so gehen wie früher, aber von Zeit zu Zeit gönnt er sich 
noch einen Drink dort. 
Eigentlich ist Moby im Grunde ein netter Kerl. Er ist ein Mann mit vielen verrückten 
Geschichten in petto. Sein ganzes Leben hat sich ja nur um Verbrechen gedreht. 
Moby denkt nicht viel über die Opfer seiner Verbrechen nach.  
Er ist der Meinung, er hätte seine Zeit abgesessen. Die Menschen, die er in den 
vergangenen Jahrzehnten abgezogen, ausgeraubt oder zu Brei geschlagen hat, tun 
ihm nicht leid. 
Das meine ich mit den anderen Moralvorstellungen. Ihm ist es zum Beispiel 
vollkommen egal, dass er Heroin in die Zellerau gebracht hat. Wenn es er nicht 
gemacht hätte, dann eben jemand anderes. Er bereut lediglich, dass man ihn erwischt 
hat. 
Moby hatte sich schon früh einen Namen in der Würzburger Unterwelt gemacht hat, 
da schon immer irgendwie in diversen Straßengangs Wortführer war, aber auch mit 
den Gangs aus den anderen Stadtvierteln Geschäfte aller Art durchzog. 
Mit 15 verbrachte er zwei Jahre und zehn Monate in einem Jugendgefängnis in 
Amberg. Die Zeit hinter Gittern hat ihn allerdings nicht abgeschreckt. Sie war erst der 
Anfang seiner „Karriere“. 
Nur wenige Mithäftlinge hatten die Eier, sich mit ihm anzulegen. Außerdem besaß er 
die Angewohnheit, Regenrohren Kopfnüsse zu verpassen. Die Dellen waren Mobys 
Beitrag zum Stadtbild. Eines Tages traf er auf ein Rohr aus härterem Metall. Danach 
war er derjenige mit der großen Delle. 
Er saß nicht nur mit Freunden im Gefängnis, sondern auch mit älteren, abgebrühteren 
Kriminellen aus ganz Bayern.  
Die erzählten ihm Geschichten von ausgeräumten Tresoren, Schmuggelfahrten, 
teuren Autos, Frauen und anderen aufregenden Dingen.

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Das Jugendgefängnis war deswegen eine Geburtsstätte von harten Verbrechern. 
Nach seiner Freilassung ging er dann erst so richtig ab. 
Es war auch immer schon klar, dass ein normaler Job für ihn nicht in Frage kommt. 
Nein, er hatte Blut geleckt und wollte lieber Vollzeit-Krimineller werden. 
Kriminelle, Schmuggler, Halbstarke auf der Suche nach Streit, gezeichnete Arbeiter, 
Arbeitslose, Prostituierte und Betrunkene aus der Gegend gingen in seiner 
Stammkneipe ein und aus. Dort lernte er ein Mädchen namens Michi kennen, die kurz 
zuvor aus einem Mädchenheim abgehauen war. Sie war 16, verdammt nett und ging 
in der Zellerau anschaffen. Im Allgemeinen kostete sie ihr Leben voll aus. Kurz nach 
ihrem ersten Treffen bat sie ihn zum Beispiel, eine Freundin aus besagtem Heim 
ebenfalls nach Würzburg zu holen. 
So besorgten sie sich ein Auto und machten sich auf den Weg. Das andere Mädchen 
hieß Andrea und es war kein Problem, sie aus dem Heim zu holen. Sie knüpfte einfach 
zwei Bettlaken zusammen und kletterte aus einem Fenster im zweiten Stock, als sie 
mit den Autoscheinwerfern das Signal gaben. Mit Bier und lauter Musik ging es zurück 
nach Würzburg. 
Ein paar Tage später kam Michi in die Kneipe und drückte ihm 300 D-Mark in die Hand. 
Er war verwirrt und fragte, wofür das Geld sei. Sie schuldete ihm ja nichts. Die Typen, 
die mit ihm am Tisch saßen, lachten nur und sagten, dass er die Kohle einfach nehmen 
solle. Schon bald brachte ihm auch Andrea regelmäßig Geld vorbei. So wurde Moby 
auch noch zum Zuhälter.

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Im Gegenzug für die Kohle half er ihnen schließlich, wenn sie an Freier gerieten, die 
Ärger machten. Außerdem mietete er auch eine Wohnung, in der sie anschaffen 
konnten. 
Mit der Zeit entwickelten sie eine Routine: Er brachte ihnen jeden Mittag frisches 
Toilettenpapier, neue Papierhandtücher und saubere Handtücher vorbei. Danach 
ging er ins eine Kneipe, um mit Zuhälter-Kollegen aus der Gegend abzuhängen. Nach 
und nach kamen die Mädels vorbei, brachten ihm Geld, tranken etwas und machten 
sich wieder an die Arbeit.  
Wenn sie genügend Geld verdient hatten, führte er alle in teure Restaurants aus. Dort 
ließen sie es richtig krachen. Im Grunde trank die ganze Bar auf ihre Kosten. Er machte 
aber so viel Geld, dass er sich das locker leisten konnte. Und wie jeder anständig e 
Zuhälter kaufte er sich einen roten Trans -M. Damit zog er viele Blicke auf sich. Seine 
Mädels ließen sich außerdem "Moby forever" auf ihre Arme tätowieren. Was ne 
Scheiße, oder? 
Moby hat sich die Namen seiner drei Söhne auf den Hinterkopf stechen lassen. 
Damals lief zwar alles wie geschmiert, aber er musste auf viele Dinge achtgeben. Und 
Leute in ihre Schranken weisen. Wenn seine Weiber es mit Freiern zu tun hatten, die 
betrunken waren oder nicht gehen bzw. nicht bezahlen wollten, gaben sie ihm in der 
Kneipe Bescheid. Dann rückten mehrere von seinen Jungs aus und verpassten den 
Typen blaue Augen oder ausgeschlagene Zähne. Obwohl solche Zwischenfälle fast nie 
der Polizei gemeldet wurden, dauerte es nicht lange und Moby musste wegen 
schwerer Körperverletzung wieder hinter Gitter. Einer seiner Freunde, ein kleiner 
Raufbold namens Benny, kam eines Tages schlimm zugerichtet in die Kneipe. Beim 
Einkaufen hatte er einem Fischverkäufer zum Spaß einen Fisch durchs Gesicht 
gezogen. Der Angestellte hatte sich ihn darau fhin wutentbrannt vorgeknöpft. 
Natürlich sprang Moby auf, eilte in den Laden und prügelte dem Verkäufer die Seele 
aus dem Leib. Als er am Boden lag, trat er ihm noch ein paar Mal ins Gesicht. Seine 
Botschaft sollte eindeutig sein: Niemand legt sich mit meinen Jungs an. 
Im Gegensatz zu den meisten Freiern ging der Fischverkäufer sofort zur Polizei. Er 
erzählte dann auch vor dem Richter, Moby sei in den Laden gestürmt und brutal auf 
ihn losgegangen. Moby selbst gab an, nichts davon zu wissen. Er wäre vollkommen 
unschuldig. Und darauf beharrte er auch nach dem Urteil. Vor Gericht hatte er schon 
immer auf unschuldig plädiert und nie etwas zugegeben. Das ist nämlich eines seiner 
Prinzipien.

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Natürlich nahm er sich auch meiner Person verstärkt an, ab dem Zeitpunkt, in dem 
ich aus der Anstalt raus war und wieder bei meiner Oma wohnte. 
Schnell wurde ich in der Gang ebenfalls eine wichtige Tragsäule als Respektsperson, 
da ich genauso wie Moby nicht lange bei Problemen fackelte, sondern diese schnell 
und kompromisslos klärte. Da wir zu dieser Zeit schon mit allen möglichen illegalen 
Dingen Geschäfte machten, dealten wir unter anderem auch mit Drogen und so. 
Der Organisator von der ganzen Hehler Ware war jedoch immer Moby. Ich war mehr 
für eine einwandfreie Abwicklung zuständig und passte auch auf, dass alles so ablief, 
dass wir keine Nachteile bekamen.  
Ich musste immer bei allen Geldübergaben mit, hielt ihm den Rücken frei und 
organisierte auch die Abläufe, die Orte der Übergaben und so. So auch in der 
Horrornacht irgendwann im Sommer 1988. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In dieser beschissenen Nacht lief wirklich nichts wie geplant und alles völlig aus dem 
Ruder. Ich könnte jetzt ja sagen, dass ich sowieso von Anfang an dagegen war, mit 
diesen Dumme Kuhnköpfen von Jugos irgendwelche Geschäfte zu machen, aber mein 
Cousin hatte sich das in den Kopf gesetzt und er war halt leider immer noch der Kopf 
unseres Trupps. Und außerdem wäre das auch eine billige Ausrede, da mich ja keiner 
gezwungen hatte, bei dem tollen Deal mitzumischen. 
Es ging dabei um Heroin in größeren Mengen, die Moby irgendwie von dieser 
Jugobande vom Heuchelhof abkaufen wollte. Ich weiß wirklich nicht, wie oder über

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wen er an diese Connection kam, auf jeden Fall hatten wir vorher absolut noch nichts 
mit denen zu tun. 
Auch alle, bei denen ich mich über die Typen erkundigte, kannten die so gut wie gar 
nicht konnten somit auch keine Auskunft oder so geben.  Natürlich hatte ich das Moby 
auch gesagt und ihm abgeraten, mit denen Geschäfte zu machen. Er jedoch winkte 
nur ab und meinte großkotzig, das immerhin wir die „Bösen Jungs“ seien, auf die man 
achten musste und nicht diese paar beschissenen Jugoslawen. Dann lachte er blöd 
und meinte noch, dass wir die ja zur Not kalt machen müssten. Damit war auch alles 
gesagt zu dem Thema, da seine Argumente unmissverständlich waren. Das wusste ich 
und so blieb mir nichts anders übrig als den Deal mit vorzubereiten… 
 
Zeitungsbericht aus der Main-Post vom 14.10.1988: 
„Die beiden Angeklagten gaben zu, die Jugoslawen im August 1988 in einem 
Waldstück in der Nähe von Würzburg getötet zu haben, beriefen sich aber auf 
Notwehr. Die Version der beiden Männer sei nicht zu widerlegen gewesen, sagte der 
Vorsitzende Richter Peter  Graßmück. Im Zweifel müsse für die Angeklagten 
entschieden werden. Unmittelbar nach dem Freispruch kam es zu Tumulten im 
Gerichtssaal, Angehörige der Opfer machten ihrem Unmut lautstark Luft. Die 
Urteilsbegründung wurde unterbrochen. Polizeibeamte beruhigten die Situation. 
Der Tat in dem Waldstück soll ein Streit wegen Drogengeschäften vorausgegangen 
sein. Der 18 -Jährige hatte ausgesagt, er sei von den Jugoslawen plötzlich und 
unerwartet mit einem Messer und einem Totschläger angegriffen worden. Er habe sich 
zur Wehr gesetzt und aus Angst um sein Leben immer wieder zugestochen. Insgesamt 
waren 17 Messerstiche an der einen Leiche gezählt worden. Dem 2. Angreifer hatte er 
mit dessen Totschläger den Kopf zu Brei geschlagen.  
Das Gericht erkannte in beiden Fällen auf Notwehr. 
Dem 23-jährigen Cousin des Angeklagten gestanden die Richter Nothilfe zu. Er hatte 
nach Darstellung der Verteidigung in den Kampf eingegriffen und nach Überzeugung 
des Gerichts einen tödlichen Schuss aus zwei Metern Entfernung auf einen dritten der 
jungen Männer abgegeben. 
Dem Gericht zufolge, trennten die Angeklagten anschließend die Köpfe von den 
Leichen ab und versteckte diese im Waldboden um die Spuren zu verwischen, aus 
Angst, dass ihnen niemand diesen Tatablauf glaube.

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Die Leichen waren erst nach langer Suche mit Hilfe von Spürhunden in einem Erdloch 
gefunden worden. 
Die Staatsanwaltschaft kündigte Revision gegen das Urteil an. Oberstaatsanwalt 
Jürgen Heinze war in seinem Plädoyer von einem Verdeckungsmord ausgegangen. Der 
23-jährige Angeklagte habe den jungen Mann kaltblütig erschossen, nachdem sein 18-
jähriger Cousin zuvor die zwei anderen Männer umgebracht habe. 
Voraussetzung für die Schuldunfähigkeit nach § 20 StGB ist, dass beim Täter zur 
Tatzeit entweder eine krankhafte seelische Störung oder eine tiefgreifende 
Bewusstseinsstörung oder Schwachsinn oder eine andere schwere seelische 
Abartigkeit vorgelegen hat. Weitere Voraussetzung war, dass der Täter infolge eines 
der genannten Defekte unfähig war, entweder das Unrecht der Tat einzusehen oder 
nach dieser Einsicht zu handeln.“

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13. Oktober 1988 / Urteilsverkündung: 
 
„Hier lag Christian B. auf dem Rücken und war den Angreifern, die ihm sowohl 
körperlich als auch zahlenmäßig überlegen und zudem mit verschiedenen Waffen 
(Totschläger, Springmesser und Stahlgliederkette) bewaffnet waren, hilflos 
ausgeliefert. Es bestand weder die Möglichkeit  zur Flucht, noch wirksamer 
Schutzwehr. Daher war infolge von Panikreaktionen der Genickbruch bei dem 1. 
Angreifer Roberto K. seitens Christian B. das einzig wirksame Mittel, um sein Leben 
primär zu schützen, da der Angreifer auf seinem Brustkorb lag und mit dem 
Springmesser zustach. Da der 2. Angreifer Mino R. bereits mit dem Totschläger auf 
Christian B. zeitgleich einschlug, war auch hier eine akute Lebensgefahr des Christian 
B. gegeben. Trotz der an sich erhöhten Anforderungen an Christian B., gelangt sein 
Notwehrrecht aufgrund der hier bestehenden akuten Lebensgefahren zu keiner 
Einschränkung. Der Schlag auf die Halsschlagader ist damit geboten. (so auch der 
BGH, NStZ 2001, 143.) 
Christian B. handelte in der Absicht, sein Leben zu bewahren und daher mit 
Verteidigungswillen. 
Die todbringenden Abwehraktionen des Christian B. waren folglich gem. § 32 StGB 
gerechtfertigt.“ 
 
 
Entscheidungstenor: 
„Christian B. hat sich nicht des Totschlags gem. §212 StGB strafbar gemacht. Er war 
kausal durch eine eindeutige Notwehrsituation gemäß §32 Absatz 2 StGB in 
nachgewiesener Weise durch die unmittelbare Gefahrensituation psychisch in einer 
Ausnahmesituation, welche erforderlich war, die rechtswidrigen Angriffe abzuwehren. 
In Anbetracht der ohnehin festgestellten Schuldunfähigkeit gemäß §20 StGB von 
Christian B. lt. ärztlichen Gutachten vom… 
…durch die besonders grausame Weise, der Kopfabtrennung der beiden Leichen sowie 
deren Verschachern im Waldboden als Verdeckungsversuch der Tat ist trotz 
Schuldunfähigkeit des Christian B. bei zeitgleicher Gesamtwürdigung der polizeilichen 
Ermittlungsakten und der häufigen Aktenvermerke aus der mittelbaren 
Vergangenheit von Christian B. und seiner Taten eine weitere Gefährlichkeit zu 
erwarten. Als Ultima Ratio ist eine Unterbringung im Maßregelvollzug respektive einer 
durch die exekutive Behörde eine gleichwertige Maßnahme jedoch notwendig, um die 
Allgemeinheit vor weiteren Gefährlichkeiten seitens Christian B. zu schützen…“ 
 
 Auszug aus BGH 1 StR 48/88 - Beschluss v. 13. Oktober 1988

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„Es gibt keine Geheimnisse im Leben. Nur versteckte Wahrheiten, die unter der Oberfläche liegen.“ 
  (Zitat aus der Fernsehserie »Dexter«) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beschreitung neuer 
Wege: (1989 - 1991)

87 
 
Big in Japan 
Seit dem Sommer 2000 bietet „Exit -Deutschland“ als deutsche Initiative für 
Aussteiger aus der rechtsradikalen Bewegung Beratung und Kontakte an. Dabei 
werden Kontakte vermittelt und praktische Hilfen in Sachen Sicherheit, soziale 
Probleme, Bildung, Arbeit und der persönlichen Aufarbeitung gegeben. Eine 
wirtschaftliche und soziale Absicherung sowie Schutz vor strafrechtlicher Verfolgung 
für ehemalige Rechtsradikale gibt es nicht.  
Exit-Deutschland sowie der Träger ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH 
lehnen jegliche Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden ab. 
Unter anderem werden finanzielle Mittel aus dem Förder -programm "XENOS" 
Ausstieg zum Einstieg des Bundesarbeitsministeriums seit Mai 2009 bereitgestellt. 
Die Staatsregierung ist hier permanent gefordert, sich dafür einzusetzen, dass die 
Aussteigerinitiative EXIT-Deutschland weiter durch Bundesmittel gefördert wird und 
sich ggf. an dieser Förderung zu beteiligen. Weitere solche Förder - u. Aussteigerpro-
gramme sind aktuell z.B. ZENTRUM DEMOKRATISCHE KULTUR, HAYAT-Deutschland u. 
a. 
Davor gab es bereits ähnliche Förderprogramme unter anderem von der 
Aussteigerhilfe der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE) usw. 
Da das Phänomen der rech tsradikalen Szene in der Bundes republik Deutschland in 
den Achtzigern bei weitem noch nicht so hoch war, wie nach der deutschen 
Wiedervereinigung, gab es dementsprechend erst nach dem Beitritt der DDR zur 
Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 vermehrt zu rassistischen Angriffen, 
Attacken und Pogromen, die auch internationales Aufsehen erregten und dadurch 
verstärkt Förderungsprogramme auf den Plan gerufen. 
Der Deutsche Olympische Sportbund war hier bereits in enger Zusammenarbeit mit 
der Stiftung Deutsche Sporthilfe in den frühen Achtzigern ebenfalls mit verschiedenen 
Förderprogrammen z.B. zum Schutz von Jugendlichen gegen Aggression und Gewalt, 
Hilfe gegen straffällige gefährdete Jugendliche, Förderprogrammen von 
Schutzbefohlenen und so weiter zu meinem großen Glück tätig. 
Es gab darunter auch verschiedene, nicht veröffentlichte oder groß publizierte 
Förderprogramme, in deren Genuss nur wenige junge Deutsche kamen und einer 
davon war auch Ich, Christian Ronald Balling. 
Dieses Programm nannte sich: 
„NEOSPEKTRUM – N-O-J-N-S-P-DS-D“  
und das gibt es heute auch nicht mehr!

88 
 
Extrem schwierige Recherchen haben ergeben, dass unter einem 
Spezialförderungsprogramm mit diesem Namen insgesamt nur eine einzige kleine 
Gruppe von Förderungsprobanden in der Zeit zwischen 1988 und 1992 betreut 
wurde. 
Das Programm hatte die folgenden Elemente eines weiterlaufenden 
Zeugenschutzprogramms, bestehend unter anderem in der Regel aus dem 
Identitätsschutz:  
Persönliche Daten unterliegen einem strengeren Datenschutz. So können z. B. in 
Deutschland Personenauskünfte der Meldeämter durch einen Sperrvermerk von 
allgemeinen Anfragen ausgenommen oder sogar ganz gesperrt werden. Als 
Steigerung kann eine Person sogar vorübergehend oder für immer eine Tarnidentität 
annehmen.  
Entsprechende Dokumente – Geburtsurkunde, Zeugnisse, Führerschein – werden 
entsprechend dieser neuen Identität ausgestellt.  
Im Extremfall wird diese neue Identität komplett mit einer neuen Legende über die 
Lebensvergangenheit unterlegt. Es kann sogar zur Tarnung zu einer Todeserklärung 
der alten Identität kommen. 
Damit verbunden ist immer der sogenannte Umfeldwechsel:  
Kann ein einfacher Wohnungswechsel bei einfacher Gefährdung schon ausreichen, 
einen Zeugen vor Nachstellungen zu schützen, so ist es bei einem Identitätswechsel 
zwingend nötig, sein komplettes Umfeld zu verlassen und sogar den Kontakt zu 
Freunden und Verwandten abzubrechen. 
Die Grenze zwischen dem am juristischen Verfahren ausgerichteten Zeugenschutz 
und einem weiterführenden Zeugenschutz in einem Zeugenschutzprogramm wird 
insbesondere dadurch deutlich, wenn die Aufnahme in ein solches Programm auch 
den Abbruch zum bisherigen Rechtsbeistand vorsieht. Auf diese Weise soll verhindert 
werden, dass etwa durch ein Datenleck in den Behörden selbst die neue Identität mit 
der alten verknüpft ist. Die Aufnahme in dieses spezielle Förderprogramm war 
grundsätzlich freiwillig und stellte keine Schutzhaft dar. 
Wie in einem Zeugenschutzprogramm läuft – abgesehen eventuell vom Fortbestehen 
der neuen Identität – dieses Programm ebenfalls grundsätzlich nicht lebenslang.  
Ist z. B. ein Zeuge in seinem neuen Umfeld mit neuer Identität etabliert, entfallen in 
der Regel weitere Schutzmaßnahmen, soweit keine neuen Gefährdungen – etwa 
durch den Verlust der Tarnung durch die neue Identität – auftauchen. In der Regel 
erhält der Beschützte die Möglichkeit, bei Schwierigkeiten einen gesicherten Kontakt 
zu Verantwortlichen des Förderprogramms aufzunehmen.

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Ein Sachbearbeiter holte uns ab und traf sich mit uns an einem geheimen Ort, den 
nicht einmal mein Anwalt kannte, zu einer Hintergrundbesprechung. Er versuchte 
herauszufinden, ob dieses Programm notwendig ist und wenn ja, wie es aussehen 
muss.  
Da die Prüfung bei mir ergab, dass ich als ein förderungsbedürftiger Kandidat nach §1 
ZSHG tatsächlich in Lebensgefahr war, lief das Programm direkt im Anschluss an diese 
Überprüfung an. 
Nach dem Strafverfahren wurde ich zuerst sofort in eine sogenannten „Tem porär-
Unterkunft“ nach Bonn.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In dieser waren außer mir bereits 3 weitere junge Männer in meinem Alter 
unterbracht, zu denen ich jedoch erst Kontakt haben durfte, nachdem ich in 
tagelangen Einzelkursen über Sicherheitsvorschriften, Kontaktverboten mit meinen 
bisherigen Kontakten jeder Art sowie über die Daten meiner neuen Identität 
sozusagen eingetrichtert bekam, dass ich die sogar mitten in der Nacht, wenn mich 
jemand aufweckte und danach fragte, ohne zu zögern oder zu überlegen sicher 
beantworten konnte. Dann bekam ich auch offiziell diese neue Identität, inklusive 
neuen Papieren und allem was so dazugehört, meinen sogenannte Tarndokumenten.  
Damit gab es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr Herrn Christian Ronald Balling, sondern 
nur noch Maximilian Christian Bane. Nach mir kamen im Verlauf der darauffolgenden 
2 Wochen nochmal 3 junge Männer dazu, so, dass wir insgesamt ein Team von 7 
angehenden Män nern waren. Außer uns gab es noch 4 Personenschützer, 2

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Sozialarbeiter und eine Art Vorgesetztenebene mit 2 oder 3 weiteren Personen, zu 
denen wir in dieser Zeit jedoch keinen Kontakt hatten. 
Anschließend wurden wir zusammen unter den schärfsten Sicherheitsvorkehrungen 
mit einem Flugzeug, in dem nur wir waren, nach Athen geflogen. Von dort aus ging es 
dann mit einer normalen Linienmaschine der Lufthansa über Anchorage in Kanada 
weiter nach Tokio-Narita Japan. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hier war auch die 1. Anlaufstelle unseres Teams. So ein Schutzprogramm läuft 
natürlich unter absolut strenger Geheimhaltung ab. Offiziell verschwinden die 
Personen einfach von der Bildfläche. 
Für uns alle im Team gab es dieselben Vorschriften: 
So dürfen unsere alten Identitäten nicht mehr verwendet und niemanden aus unserer 
Vergangenheit kontaktiert werden. Abgesehen von unseren direkten 
Ansprechpartnern bei der Teamleitstelle dürfen wir mit niemandem über das 
Programm sprechen, auch nicht mit einem Anwalt oder so.  
Selbst die Personenschützer kannten nur unserer neuen Identitäten. 
 
H. Bischeltsrieder war damals Leiter der Abteilung Fahndung am Bayerischen 
Landeskriminalamt (LKA), Chef der Zeugenschützer und zugleich Koordinator für 
Zeugenschutz in Bayern, dem unter anderem auch das  
„NEOSPEKTRUM – N-O-J-N-S-P-DS-D“ – Programm sicherheitstechnisch unterstellt 
war.  
"Uns geht es darum, Zeugen vor Repressalien zu schützen, damit das Strafverfahren 
durchgezogen werden kann."

91 
 
Seine Klienten kommen aus allen Genres der Kriminalität: aus dem Rotlichtmilieu, 
dem Drogen- oder Menschenhandel, aus der Mafia jedweder Provenienz, etc. 
Mitte der 80er Jahre, so erzählt Bischeltsrieder, sei der Zeugenschutz in Deutschland 
intensiviert worden. "Da schwappte die organisierte Kriminalität aus Italien herüber", 
erinnert sich der Kriminaler und spricht von Organisationen wie Mafia oder Camorra. 
"Selbstverständlich gab es da Attentate und Morde" - und Leute, die aus der "Familie" 
aussteigen wollten.

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Spätjahr 1991 / Jackenklau in Wiesbaden 
„Müller, Du Wildsau, wenn Du schon bei mir wohnst, dann schmeiß bitte nicht alles 
in der Wohnung kreuz und quer rum, ich hasse das und flipp sonst aus.“ 
„Ja, ja, Max ist gut, ich mach uns mal Kaffee. Sag mal wo ist der denn? Die Dose ist 
leer!“ 
„Wenn sie leer ist, dann ist sie leer. Keine Kohle aktuell für so was Unnützes wie 
Kaffee“ „Ah ich hab’s, ich nehm nochmal den Filtern von gestern“ „Wie den Filter von 
gestern? Da ist doch schon Kaffee durchgelaufen.“ „Ja, aber geht auch mehrmals, 
dann nehm ich halt ein bisschen weniger Wasser, dann ist er genauso stark wie sonst 
nur halt weniger!“ „Müller ich sag dazu mal nix, ich glaube es nicht, nur Strategen um 
mich herum“. 
„Nee, des ist so wie mit den Filtern vom Joint, verstehst Du?“ 
„Nein, ich verstehe ehrlich gesagt nicht was Du jetzt mit den Filtern vom Joint willst 
und was die mit dem Kaffee zu tun haben.“ „Mei, des is doch absolut logisch, verstehst 
mi net? Pass auf, wenn mir doch als auf Partys die ganze Zeit rauchen und dann nix  
mehr da is zum auf bröseln, ne?“ Ich schau ihn jetzt echt an als wäre er ein Auto. „Auf 
jeden Fall, wenn halt alles weggeraucht ist, und wir aber noch da so voll rumsitzen 
und nix mehr zum Kiffen haben, dann nehmen wir doch als die ganzen ausgedrückten 
Joint- Filter aus dem Ascher und puhlen das alles auseinander und kriegen da ja 
wieder des Material für mind. einen sauguten neuen Joint, verstehste? Nur die Filter 
bringen die Bilder“ sagt er und grinst mich jetzt echt noch dazu so saublöd an, als wäre 
er Einstein! „Müller, du bist echt sowas von kaputt, ich sag dazu jetzt echt mal lieber 
gar nix mehr. Mach grade was Du denkst und lass mich in Ruhe, ok?“ 
„Allright, Mister Bane, aber des mit heit Abend klappt aber mit der Party in 
Wiesbaden, oder?“ 
„Welche Party in Wiesbaden?“ „Awa, des habe ich Dir doch gesagt, der Steffl kummt 
nachher hier vorbei und nimmt uns mit auf die EBS-Party in Wiesbaden“ 
„Was für eine Ewedingsbums Party in Wiesbaden?“ 
„Na, die European Business School, wo er halt drauf ist, von seinem Vadda aus. Des 
ist doch so ein reicher Münchner Schickeria Bonze und der hat den Steffl doch nach 
Wiesbaden sozusagen aussortiert, damit er zuhause Zeit für sein Gsbussi hat. Da sind 
lauter so Gymnasiasten und Kinder von Reich aus ganz Deutschland dort, die ist voll 
der Hammer, die EBS- School. Und ich sach dir da sind Mädels drauf, sagt der Steffl, 
die sind sowas von spitz, da geht immer was. Und jetzt halt dich fest…“

93 
 
Nachdem jetzt eine Pause ist, und er nichts tut, außer mich so richtig verschwörerisch 
anzuschauen und den Mund wie ein O aufzureißen, macht er mich jetzt neugierig. „Na 
sag schon was ist denn noch so geiles dort“  
„Da sind sogar alle Getränke komplett kostenlos, weil die doch alle schon mit ihrem 
Jahresbeitrag sowas mitbezahlt haben, verstehst? ALLES tutto kompletto Free für uns: 
Jacky, Bacardi, Tequila, Bier egal was alles für lau!“ 
„Ok Müller, ich gebe zu, das ist wirklich mal ne Ansage, ich ruf gleich die Jungs alle an“ 
Greife zum Telefon, damals noch so ein durchsichtiges mit Kabel in die Wand Dose 
mit bunten Neon -Lichtern im Inneren. Der Empfang und die Qualität war zwar 
scheiße, aber in dem Türkenladen in Mannem wo ich es gekauft hatte, war des laut 
dem Verkäufer richtig neu und angesagt. Zumindest für unsere Preisklasse, denn dem 
Scheiß Porsche-Design Teil von der Telekom, äh ich meine von der Post damals, war 
es natürlich nicht zu vergleichen, aber es war gut und bunt und leuchtend. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
„Hi Knut, heut ist ne Burner-Party von son paar reichen Kiddies in Wiesbaden. Lt. Dem 
Müller alles frei und kostenlos. Sein Kumpel kommt später und holt uns ab. Ja, der 
kommt anscheinend rein, oder?“ Ich schau den Müller an. Der nickt nur zur 
Bestätigung und faselt irgendwas. Ich winke aber ab und rede we iter. „Ja klar, sag 
dem Gibbel und dem Rest Bescheid, das  wir ordentlich ne gute Mannschaft auf die 
Beine bringen, Das ist hoffentlich mal wieder ne richtig geile große Party mit allem. 
Ja, klar, wenn er Koks hat soll ers gerade mitbringe, mir genügt aber auch das

94 
 
Polenspeed das blaue, oder ich habe auch noch ein -zwei Micros rumfliegen. Jo, wir 
kommen dann gegen 18.00 Uhr bei Euch vorbei.“ 
Wie ich aufgelegt hatte schaut mich der Müller immer noch an “Was war des denn 
jetzt“ „Na, nach was sieht es denn aus? Ich habe den Jungs Bescheid gesagt wegen 
der Party. Wir fahren dann anscheinend mit drei Autos hin, oder haste wieder das 
Maul zu früh aufgerissen?“ „Na“ schluckt er “des passt scho, i ruf den Steffl gleich mal 
an und sag ihm Bescheid“

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Gegenwart Zwischengedanken mit Erinnerung 
Jaja, die Zeit mit dem Müller bei mir war schon echt saugeil meistens. Was wir alles 
gemacht haben in den Jahren, eigentlich schade, dass man den nicht mehr sieht und 
nix hört seit er wieder in München lebt. Soll ja jetzt auch verheiratet sein und doch 
den Getränkemarkt von seinem Vater übernommen haben, wie damals immer 
herumposaunt. Der gute Thomsen, war das eine Zeit. Bei den Gedanken an damals 
wird mir ganz anders im Bauch. So ein flaues Gefühl, als wenn man von etwas, das 
man richtig liebt hat und imme r zusammen ist, z.B. die Kinder oder die Frau oder so 
halt. Also wenn man sich da halt trennen muss irgendwie. So ein Gefühl. Ein bisschen 
Abschied, Trauer, Adrenalin wegen der Erinnerung etc. Eigentlich schade, dass ich 
keine Freunde mehr habe, so wie damals.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ein Haufen komische FB Freunde, die man eigentlich gar nicht kennt oder halt so ein 
paar Lutscher um einen rum, die unnötig sind. Wahre Freunde, gab es das überhaupt 
jemals? Boa, jetzt aber. Ich wollte ein besser verständlicheres Beispiel für meinen 
Hirnfick aufschreiben und keine Heulmemoiren. 
Ich hole mal was zu trinken, zieh was Schnelles und schreibe dann mal weiter. Sonst 
wird das heute nix mehr.

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28. September 1991 Jackenklau Part 2 
 „Oh Mann ist es hier kalt“ Langsam werde ich wach und blinzle, weil die aufgehende 
Sonne direkt in mein Gesicht scheint. „Wo in alles in der Welt bin ich hier den“ denke 
ich mir und blicke einen Autohimmel an, so einen veranzten nikotinvergilbten 
Idiottohimmel. 
„Ist es hier scheiße kalt…“ Mein Schädel brummt extrem und mit tut echt alles am 
Körper weh.  
„So jetzt mal kurz innehalten, Luft nehmen und konzentrieren, egal was mir alles so 
weh tut am Körper und am Kopf. 
Ich setze mich auf und bekomme langsam den Überblick: 
Anscheinend bin ich im Knut seiner Karre hinten auf der Rückbank gelegen bzw. sitze 
jetzt dort. Vorne auf dem Beifahrersitz schnarchen der Müller und direkt daneben der 
Knut. 
Die Scheiben sind alle angelaufen so das mir nur die Sonne durch die Heckscheibe ins 
Gesicht scheint. 
Nach draußen kann ich wegen den angelaufenen Scheiben nicht schauen. 
Aber What the Fuck sind das alles für Jacken hier drin. Das sind ja Berge. 
Sind die vom Knut? Macht der jetzt einen auf Jacken - Checker oder was? 
Aber geil isses schon:  
So ne  abgefahrene alte Fliegerlederjacke habe ich direkt als Decke benutzt 
anscheinend.  
Dann ne echt geniale College-Jacke und Blau schwarz.  
Hier noch ne Chippie-Jacke aus Cord, daneben eine Diesel Jeansjacke.  
Ein Jackett von Boss.  
„Ey Alter was geht hier denn ab, Knut“ ich hau nach vorne auf seine Schulter, schüttle 
dann, nachdem er sich immer noch nicht rührt und wie tot daliegt. 
“Haaalllooo, guten Morgen“ mache ich mich jetzt lauter bemerkbar und will gerade 
nach vorne zum Müller rüber langen, als ich meine rechte Hand sehe. 
„Was zum Teufel…“? 
Jetzt merke ich auch wie weh die eigentlich tut. Die Hand ist komplett geschwollen 
und blutverkrustet, so als hätte ich irgendjemanden abgeschlachtet und dann die

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Hand in seinem Blut getaucht. Ich schau mir immer noch ganz fasziniert diese mächtig 
ramponierte Hand an und dann fällt es mir wieder ein: 
„Oh Scheiße, wir sind in Wiesbaden und waren gestern Nacht auf dieser scheiß 
dämlichen Reiche Kinder Party“ 
Aber was war da dann genau? Irgendwie habe ich eine Art Filmriss, so einen 
Aussetzer, da mir irgendwie nicht genaues von letzter Nacht einfällt. 
„Ey, jetzt wacht mal auf, ihr dummen Ärsche!“ schreie ich jetzt laut im Auto nach 
vorne. Also so richtig laut, dass die beiden endlich aufwachen. 
„Ich will jetzt sofort wissen, was gestern auf der beschissenen Party los war, hört ihr?“ 
Der Knut dreht sich rum, schaut mich irgendwie voll merkwürdig an, so als wäre ich 
irgendetwas Fremdes und nicht sein bester Kumpel. 
„Jetzt sag bloß´, Du weißt nix mehr von der ganzen Scheiße, die gelaufen ist? Sag ma, 
willst Du mich verarschen, du Psycho.  
Was geht denn bitte schön in Deinem Kopf ab, Alter!“ 
 
Ok, jetzt macht er mir Angst. „Wieso was soll da abgehen“ stammle ich rum und 
versuche mich noch mehr auf die vergangene Party zu konzentrieren, als es mir wie 
Schuppen von den Augen fällt und ganz klar, also richtig klar und detailliert wieder 
einfällt.

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Rückblende 6 Std. früher 
Die Party läuft voll und alle geben irgendwie Vollgas auf der Tanzfläche. Ich bin total 
durchgeschwitzt und brauche was zum Aufputschen. „Hey gib mir mal bitte des Pack, 
ich muss aufs Klo und mich frisch machen“ sage ich dem Jo neben mir der so voll auf 
Pogo gerade rum hüpft. 
„Ja, da isses, aber zieh nicht alles weg, ich habe nur noch des, was da drinnen ist. Für 
uns alle. Und für die ganze Nacht!“ 
„Gib schon her und labere nicht rum, bin ja nicht doof, du Penner“ 
Ich nehme das Briefchen und gehe auf die Toilette durch die Schulaula, in der auch 
die ganze Party abgeht. 
Drecks Punker-Mukke, wenn der DJ nicht gleich was Normales spielt, dann hau ich 
ihm eine in die Fresse. Wow, als hätte das der DJ gehört, was schon rein aus 
entfernungstechnischen ‚Gründen gar nicht sein kann, dröhnt auf einmal „The Power“ 
von Snap durch die Boxen. 
„Abgefahren“ brülle ich laut und fange auch während dem laufen an zu wippen. 
Da ist ja endlich das Herren-Klo. Ich schlage die Tür auf und begebe mich sofort in die 
Kabine und mache die Tür hinter mir zu. 
Oh, geil denke ich mir, eine schöne Ablage zum Ziehen. 
Yep! 
Ich rolle das Klopapier ab und putze die Ablage einigermaßen sauber, da ich mir hier 
dabei ja nicht die Krätze holen will. 
Gerade wie ich das Briefchen aufgemacht habe und mir anschaue, wieviel genau noch 
drin ist, kracht es auf einmal laut an die Kabinentür. So arg, dass ich mich erschrecke 
und vor lauter Hektik, das beschissenen Speed -Pack aus der Hand direkt in die 
Kloschüssel darunterfällt. 
Ich schau ungläubig hinterher und denke noch“ Gar nicht gut…“ 
Da klopft es schon wieder an der Tür. Wobei klopfen nicht so richtig ausgedrückt ist, 
eher poltern oder krachen. 
So, mir reicht es, denke ich mir und mach die Tür auf, indem ich diese schnell und fest 
nach innen zurückziehe. 
Jetzt glotzt mich so ein Fischauge a, der hat die Hand noch nach oben, um gerade 
nochmal auf die Tür zu schlagen.

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„Du dummer, blöder Wichser…“ schreie ich jetzt laut und zornig und hau ihm direkt 
eine frontal so in die Schnauze, dass direkt der Saft spritzt und der Typ nen guten 
halben Meter nach hinten in Richtung Waschbecken fliegt oder stolpert, keine 
Ahnung. Gerade als ich ihm im Nachgehen noch mal eine geben will, treffe ich jetzt 
so ne kreischende Alte, anscheinend seine Freundin oder so, die direkt danebenstand. 
Leider…. Aber die kriegt nur so ne getaschte, da sie ja nur so von der Seite reinsprang. 
Also zwischen ihren Freund, dem Wichser und meiner Faust. Was für ein Glück für die 
Alte, das ich abgerutscht bin, so kriegt sie quasi nur einen Touch an die Schulter und 
sie purzelt ihrem dämlichen Freund hinterher. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der heult mittlerweile und jammert, dass es ihm leidtut. 
„Leid? Leid, Du blöder Wichser, das war unser Speed, das wegen Dir ins Klo geflogen 
ist“ Oops, jetzt fällt mir ein, dass man über Drogen lieber nicht so laut in der 
Öffentlichkeit rum tönt. Die beiden schauen mich an, als wäre ich so eine Art Dealer 
oder Gangster, keine Plan was genau die denken. 
Aber gut so, ich rege mich leicht ab, da ich nicht groß auffallen möchte und renne halb 
aus dem Klo raus. „Haltet bloß die Schnauze, sonst komm ich wieder und mach Euch 
platt“ rufe ich noch während des raus Rennens nach hinten über die Schulter. Aber 
die wissen was ich meine, und werden die Klappe halten. Die sind froh, dass sie nicht 
mehr gekriegt haben, scheiß reiche Bonzen-Kinder! 
Ok Max, jetzt durchatmen und Planänderung, denn ohne das Speed ist es scheiße. 
Da fällt mir wieder ein, das  ich im Auto selbst auch noch 3 -4 Gramm dabeihabe, nur 
erstmal draußen gelassen hab, für alle Fälle.

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Ok, so ein Fall ist genau jetzt, denke ich und dabei fällt mir auch noch ein, das der Knut 
seine Karre eh nie abschließt. 
Da ich komplett durchnässt bin vom Schweiß, brauche ich auf jeden Fall meine Jacke, 
sonst hol ich mir noch den Tod. Alla hopp, dann jetzt zum Jackenständer. 
Bei der Garderobe ist jetzt um diese Uhrzeit auch keine Sau mehr. Nicht mal die 
Typen, die die Jacken entgegengenommen haben. Kein Mensch außer mir. 
Das fällt mir auf. Irgendwie habe ich eine geistig aktive Minute, denn wie ich so meine 
Jacke nehmen will, sehe ich auf einmal lauter geile teure Jacken um mich rum. 
Chevingon, Blue System, Lederjacken in allen Variationen. 
Und da erwische ich mich auch selbst dabei, wie ich direkt mal eine College -Jacke 
anstelle meiner Eigenen nehme, mich kurz umblicke, ob auch wirklich keiner schaut 
und dann mit leicht erhöhtem Herzschlag schnell raus flitze in die Dunkelheit zum 
Parkplatz hin in Richtung Auto. 
Dort reiße ich die Tür auf und werfe die Jacke rein. „Geil, wie geil ist das denn?“ Ha! 
Ich suche schnell mein Speed, gehe damit zum Kofferraum und lege mir direkt mal auf 
ner CD -Hülle so 3 richtig fette Lines. So Mega -Lines, die eigentlich jeweils alleine  
reichen, das zwei von meiner Sorte ein Wochenende durchmachen. 
Das Material gar nicht lange durchgehackt, sondern kurz verteilt, den Schein gerollt 
und mir die Dinger in die Nase hochgezogen. Könnte ja jemand vorbeilaufen oder 
herkommen und schauen, was ich da so am Auto mache. 
Aber alles cool, wie ich mich umblicke, sehe ich das auf dem Parkplatz außer den 
Autos keiner zu sehen ist. 
Das Speed zieht jetzt hoch und fängt im Kopf unter der Haut an zu kribbeln, so richtig 
geiles kribbeln, dass ich Gänsehaut kriege. 
Ok, die könnte zwar auch vom Wetter wegen der Kälte her sein, weil ich ja keine Jacke 
anhabe, ist sie aber nicht, ist ganz klar vom sau guten und wesentlich zu hoch 
dosierten Material. 
Also, denke ich mir scheiß, auf das blöde Klo, ich sag den Jungs Bescheid, das ab jetzt 
hier im Auto zu ziehen ist. Punkt! 
Gerade als ich wieder zur Haupttor in die Aula reinkomme, höre ich wieder dieses 
beschissenen Geschranzte. „Oh, ne“ denke ich mir, der Bastardn-Dumme Kuhn-DJ, 
diese Mißgeburt. 
Aber da fällt mein Blick durch die Aula zur Garderobe und was sehe ich:

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Genau, NICHTS und NIEMANDEN. Ich bin ganz allein hier in der Aula und mit mir, ein 
ganzes verficktes Jackendepot von allen möglichen teuren Herstellern. 
Ok, Planänderung 2: 
Ich laufe zügig zur Garderobe und nehme mir direkt zwei von den Jacken, die vorne 
hängen und nach meiner Größe aussehen. Und zack geht’s auch schon zurück 
Richtung Auto raus. Die Jacken rein ins Auto. Hey, das ist wie Weihnachten. Und bei 
Weihnachten brauche ich Schnee!!! 
Haha, Kofferraumdeckel auf, Speed auf die Hülle geschmissen, kurz gehackt und 
wieder schön hoch mit dem Dreck. 
Wow, das brennt so arg, als würde es mir direkt das Hirn rausätzen. „Was ne Scheiße“. 
Jo und so geht das noch mind. 3-4 Mal hin und her. 
Ich bin im Rausch, im wahrsten Sinn des Wortes. Vom Speed, von der Jacken -Beute 
und einfach von allem. 
Ich bin der König, ihr Ficker! 
Ich bin so geil… 
Gerade wieder bei der Garderobe sehe ich noch diese Chippie -Jacke aus Cord, die 
türkisfarbene. Die habe ich gerade letztens im Laden in Mannheim gesehen, für 
Scheiß 2.500,00 DM! 
Ha und hier ist sie gratis! Die brauch ich auch noch. Ich greife sie mir und sehe aus 
dem Augenwinkel, das die Tür von Tanzsaal aufgeht und 2 -3 Typen lachend 
rauskommen. 
Naja, das Glück ist heute mir, denke ich mir, was soll die Scheiße und zeihe mir 
unauffällig die Jacke schnell drüber, drehe mich um und beeile mich schnell aus dem 
Fokus von den Typen, die mich jetzt genau anstarren, in Richtung Parkplatz zu 
kommen. 
„Hi, sag ich und drück mich an denen vorbei, als ich die verdammten Worte höre “Hey, 
Alex, hat der nicht deine neue Chippie Jacke an?“ „Ok, scheiße der meint mich, das ist 
mal klar“ nix wie raus aus der Hütte, aber MIT Jacke, die ist mir, so eine Chance kommt 
nicht mehr wieder. 
„Hey, stehenbleiben!“ rufen jetzt die Typen hinter mir her. 
„Diebstahl, Dieb, der klaut meine Jacke“

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Jetzt höre ich wie die offensichtlich hinter mir herrennen, zumindest dem Getrampel 
hinter mir nach. Also scheiß drauf, denk ich mir und gebe jetzt auch Gas. Renne zum 
Ausgang, reiße die Tür auf und dreh jetzt auf. 
Aber was für Wichser, die kommen hinter mir näher. Ich hau mir sowas von den 
Oberschenkeln an so einem Drecks Auto an, als ich zu hektisch um die Kurve flitzen 
will und mich halt verschätze. „Oh Fuck!“  Ich renn zwar weiter, die Typen schreiend 
hinter mir her, über den Parkplatz, durch so einen Hecken -Abschnitt zwischen den 
Parkplätzen. Die Dumme Kuh n sind immer noch top motiviert, mich, den 
offensichtlichen Dieb, zu erwischen und zu stellen. “Polizei!“ höre ich jetzt. Spinnen 
die komplett, wegen so ner Scheiß Jacke schreien die gleich nach den Bullen oder was. 
Verwöhnte Wichser, jetzt reicht’s, denke  ich mir und bleib an einer Stelle am 
Straßenrand stehen. Genau da wo ausgerechnet die Straßenlampe aus ist. Gut so! 
Ich dreh mich um und will gerade zurückschauen, als mich auch schon einer der Typen 
im Laufen mitnimmt, bzw. überrennt und ich durch dem seinen Schwung voll auf die 
Fresse flieg. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ok, nicht ganz aber fast zumindest, da ich ja quasi Fallschulenprofi durchs Ju -Jutsu 
bin, und eigentlich gar nicht fallen kann. 
Ok ich lieg dann trotzdem am Boden und der Typ kullert über mich drüber. 
Nicht die anderen Beiden, die sind schlauer und stoppen vor mir.

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Durch den Sturz habe ich mir meine Lippe aufgeschlagen, die jetzt gerade anschwillt, 
die Typen kreischen immer noch was von Polizei, Diebe und irgend so etwas 
Ähnlichen, das jedoch kriege ich nur noch so am Rande mit, denn jetzt bin ich im 
Nebel. 
Ich schrei laut: „Ihr dummen Bastardnsöhne!“ dreh mich zu dem Spacko hinter mir 
um, und trete ihm direkt eine in mit dem Span voll ins scheiß Gesicht, da er gerade 
hinter mir so im Vierfüßler Stand hochkommen will. Das klatscht mal. 
Und der Typ geht direkt um, was mit aber scheiß egal ist, denn ich mache die platt, 
die wollen was von mir. Die Schweine. Ich trete den Typen direkt noch 2-3 Mal voll in 
die Seite bis er grunzend auf dem Bauch liegt und röchelt. 
So weiter geht’s, ich schreie im Wahn, „Was ihr wollt mich plattmachen, Ihr Penner 
und springe auf die Beiden hinter mir, die gerade nicht verstehen was da wirklich 
abgeht, zu und gebe dem ersten direkt meine Faust erst frontal auf die Nase, die 
kracht gla ub ich, und dann nochmal auf die Halsschlagader. Der andere rührt sich 
nicht wirklich und zittert und ist unfähig vor Schiss. 
Ich schreie jetzt noch lauter. „Ihr wollt mich den Bullen ausliefern, ihr verwöhnten 
Drecksäue, dann kommt doch her“ ich pack den Typ der schon die beiden Schläge 
gekriegt hat an den Ohren und reiße ihn daran so heftig das eins davon halb wegreißt. 
Widerlicher Penner, schrei ich im Rausch und gebe ihm noch einen Tritt direkt seitlich 
ins Knie, das er zusammenbricht. 
„So und jetzt Du! Was willst Du mich umhauen, du pfeife! Du? Mich? Dann komm 
doch!“ Der Typ will jetzt abhauen, aber ich pack ihn am Kragen mit 2 Händen und 
zerre ihn herum. Ich schüttle ihn und haue ihm dabei immer wieder mit einer der 
beiden Hände ins Gesicht, so Ohrfeigenmäßig. 
Der Typ heult jetzt und blutet aus seinem Mund oder aus der Nase oder aus beidem. 
Ich weiß es nicht wirklich. 
„Bitte lass mich, ist schon gut“ heult und fleht er mich an. 
„Du Idiot, nix is gut“ im ahn reiße ich ihn rum und werfe ihn mit einem Ausheber so 
richtig schön auf sein beschissenes Kreuz und lass mich direkt mit drauf fliegen auf 
seine Rippen, die dadurch und meinem Gewicht auf jeden Fall brechen. 
Aber nicht genug, ich klatsche ihm im Hochgehen eine auf sein Drecksmaul und 
kreische dabei immer wieder, dass ich Gott bin und überhaupt. 
Aber das ist alles so im Rausch, dass ich das nur so mitkriege, als würde ich als 
Zuschauer nebendran stehen und beobachten wie der Typ auf die Fresse kriegt.

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Aber so ist es nicht, ich bin voll im Geschehen der Hauptakteur und pack den Typ jetzt 
an seinen Haaren und zieh ihn daran auf seinen Knien über die Straße. Das reißen 
Haarbüschel aus, aber egal. „Du Dumme Kuh “ ich haue jetzt seinen Kopf immer 
wieder auf den Kotflügel von so einem Auto, Immer wieder. Es ist laut, es blutet, ein 
Geschreie von allen, der Typ, keinen Plan, aber ich glaube der rührt sich schon länger 
nicht mehr. 
Ich sehe durch einen Nebel, ich glaube Knut oder Müller oder beide auf mich 
schreiend zu rennen. Aber es ist so entfernt. Was wollen die von mir, ich muss doch 
den Wichser platt machen. Ich bin Gott. Mich wollt ihr den Bullen geben, ihr dummen 
verwöhnten Schweine, Mich, MAX Bane!  
Ich glaube ich heule auch vor Wut und weil ich mir dabei auf die Lippe mehrmals 
gebissen habe. Bin mir auch nicht sicher, ob mein Arm was beim Sturz abgekriegt hat. 
Das ist glaube ich das letzte was ich mir jetzt in Erinnerung holen kann.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mehr weiß ich gerade nicht. Ich wach auf im Auto und die Sonne scheint mir voll, ins 
Gesicht und es ist so beschissen kalt hier. Ach lasst mich doch alle in Ruhe, die sind 
selbst schuld. 
Ich habe keine Reue, kein Mitgefühl und fühle mich total im Recht. Naja, wenigstens 
habe ich die Jacken, hat sich ja gelohnt denke ich mir auf der sehr, sehr ruhigen 
Heimfahrt im Auto. 
Danach wurde der Kontakt zu den Jungs in Schwetzingen immer seltener und 
irgendwie fühlte ich mich allein. So allein hier. Ich muss raus. Ich muss irgendwas tun. 
Dabei sehe ich so einen Flyer vom Fußball. Irgend so eine Mannschaft aus Mannheim. 
Waldhof glaub ich. 
Ah, wie das große Hotel, denke ich mir Walldorf Astoria.

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Ach ne, Waldhof Mannheim.  
Ich lese den Bericht, die schreiben was von Randale neben dem Fußball, geil! 
So Fans aber nicht in diesen hässlichen Jeanskutten, sondern alle gut gekleidet. 
Die haben den selben Modestyle wie ich. 
Und die schlagen sich durch ganz halb Deutschland. Beim Fußball? 
Geil, na da gehe ich doch mal hin beim nächsten Spiel….

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„Oft während der absurden Kriege, die in der Kurve ausbrachen, sah ich mich plötzlich einem anderen 
„Asozialen“ gegenüber, dieselben Haare, dieselbe Wut, aber er spricht keinen Römer Dialekt, hat 
einen anderen Schal mit anderen Farben. Wer weiß, vielleicht vereinen wir uns eines Tages, anstatt 
mit Stangen aufeinander loszugehen.“  
Geppo, Anführer der AS Roma Ultras, 1982 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kampfzone 2:  
(1992 - 1998)

107 
 
Gegenwart / kleiner Kurs des Phänomens „Hooligans“ 
Fußball und Gewalt (mittlerweile international untrennbar miteinander verknüpft!):  
Bei diesem Thema schaltet sich zumeist bundesweit die Bereitschaftspolizei mit Ihren 
„Schlägerteams“ ein. Beim Landeskriminalamt in Düsseldorf ist die Zentrale 
Informations-stelle Sporteinsätze (ZIS) angesiedelt; dort laufen Erkenntnisse über 
Straftaten zusammenlaufen.  
In drei Kategorien teilen die Fachleute der ZIS die Fans ein: 
 
Da gibt es zum einen die Kategorie A: der Kuttenfan.  
Er schwärmt für seine Mannschaft, schmückt seine Kleidung mit Aufnähern und Fanschal 
und ist sehr sportinteressiert, kennt die komplette Mannschaft incl. aller Transfers etc. 
Er bleibt friedlich und freut sich auf ein schönes siegreiches Spiel seiner Mannschaft. 
  
Hooligans dagegen gehören der Kategorie C an.  
Laut Definition der Polizei gelten sie als "gewaltsuchende Fans". Im Umfeld der ersten 
und der zweiten Bundesliga schätzt man ihre Zahl auf rund 2300. Manch einer ist auf 
die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe zu Recht mächtig stolz.  
 
Die Ultras sind von den Hooligans zu unterscheiden. Sie sind eine Gruppe, die in 
letzter Zeit großen Zuwachs erfahren hat. In Bundesliga -Städten wie Frankfurt und 
Nürnberg gehören bis zu 1000 Fans zu den Ultras. Experten streiten darüber, wie sie 
einzuordnen sind. Die Grenze zwischen Hooligans und Ultras ist für Laien mitunter 
fließend. Die meisten Ultras gehören zu den 6100 Fans der Kategorie B.  
Sie gelten damit nicht als gewaltsuchend, aber als gewaltbereit. Es ist aber trotzdem 
so, dass die Ultras bei den Hooligans als notwendiges Übel akzeptiert werden, weil es 
halt so ist.  
Besondere Achtung genießen Sie deswegen jedoch nicht, bzw. werden sie auf gar 
keinen Fall als gleichwertig anerkannt. Die Ultras sind hauptsächlich für die 
Fangesänge, die Pyrotechnik sowie für die ganzen mannschaftsunterstützenden 
„Effekte“ in den Stadien zuständig und machen ehrlich gesagt, auch die eigentliche  
Stimmung darin aus. Jedoch ist es mittlerweile so, dass bei immer mehr unter den 
Ultras, das Gewaltpotenzial zunimmt und hier die Grenze schwer zu ziehen ist. Die 
Ultras kann man grob anhand Ihres Kleidungsstiles, welcher sich oft entsprechend 
dem Verein in den jeweiligen Farben widerspiegelt, von den Holligans unterscheiden, 
da diese ihren eigenen Dresscode, ohne Vereinsfarben vorziehen. 
Stadionverbote in Deutschland haben derzeit knapp 3200 Personen. Diese Verbote 
sprechen die Vereine aus, die dabei von ihrem Hausrecht Gebrauch machen. Dass sich 
die meisten Hooligans nicht für Fußball interessieren, ist ein weit verbreitetes

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Vorurteil. Viele von ihnen gehen zu jedem Spiel, sofern sie kein Verbot abhält oder sie 
bereits vor den Spielen durch Unabwägbarkeiten ausfallen. 
Vor und nach dem Spiel steht für Hooligans jedoch die Gewalt im Mittelpunkt. Bei den 
Kämpfen gelten zwar ungeschriebene Regeln (keine Waffen, keine Tritte auf 
Kontrahenten, die am Boden liegen etc.).  
Leider wird jedoch, gerade bei den jüngeren Piccos, gegen diese Absprachen immer 
öfter verstoßen.  
Einig sind sich die Hooligans aber, Vereins - u. Länderübergreifend bei Ihrem 
Grundsatz:  
„ACAB – All Cops Are Bastards“ 
Keine Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz, was unter dem internen Motto: 
 „Getrennt in den Farben – Gemeinsam in der Sache“ allgemein bekannt ist. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Als Hool freust Dich ja nicht erst beim eigentlichen Spieltag, auf den Tag, sondern 
bereitest Dich ja schon eine ganze Zeit vorher darauf vor (Je nach Spielgegner). Es gibt 
z. B. bei guten Gegner auf jeden Fall im Vorfeld Absprachen bezüglich des 
Treffpunktes zwischen jeweiligen Holls für die „3. Halbzeit“, die dann auch sehr oft 
vor der „1. Halbzeit“ des Spiels abgeht, vereinbart. Diese sind in der Regel auch nicht 
unbedingt in der Nähe der Stadien, da hier naturgemäß ein hohes Bullenaufkommen 
zu erwarten ist. Gerne werden abgelegene Feldwege oder auch Parkplätze bevorzugt,

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Plätze halt, bei denen man zumindest nicht unbedingt mit den Bullentrupps rechnen 
muss. Du beschäftigst Dich im Prinzip die komplette Woche vor dem Spiel in 
irgendeiner Form damit, und wenn Du selbst es nicht tust, dann auf jeden Fall Einer 
Deiner Kollegen und die machen dann damit genauso nervös. Je näher der Tag X rückt, 
desto mehr kribbelst bei Dir innen drinnen. 
Die die Staatsgewalt nicht ganz dumm ist, kannst Du bei Auswärtsspielen da dann 
auch nicht mit riesengroßen Gruppen von Hools anrücken, denn die sind sonst gleich 
von den Bullen zersprengt, bzw. die bekannten Gesichter auch mal übers Spiel in nem 
verschissenen Bullenbus aufs Abstellgleis gestellt. 
Du reist deshalb mit unauffälligen 2 -3 Mannstarken Grüppchen auf verschiedenste 
Wege an. Immer so, dass kein System von den Bullen erkennbar ist. Da passiert es 
natürlich oft, dass Du viel zu früh dort bist und Dich dann unauffällig in der Stadt 
aufhalten musst.  
In der Stadt läuft die Sache in etwa so, dass das Zusammentreffen mit den Gegnern 
in deren Homecity naturgemäß schwerer kontrollierbar ist. Straße, Spielplatz, 
Parkplatz: Man weiß es vorher nicht. Keiner trägt klare Farben, sondern 
Alltagskleidung. Woher weiß man, wann und wo es losgeht, wer zu wem gehört, wer 
nur Zuschauer, wer Kämpfer ist? Das ist nicht immer so einfach. "Plötzlich knallt´s 
halt." 
Das Saugeil dabei ist, das den Hooligangruppierungen wirklich die unterschiedlichsten 
Typen zusammenkommen und nur das Eine wollen. Und das schweißt sowas von 
zusammen, das kann man nicht nachfühlen, wenn man es noch nie selbst erlebt hat. 
Hier sind Anwält e neben arbeitslosen Freaks, Drogendealer neben Busfahrern, 
Handwerksmeister und auch viele Staatsdiener privat. Hier sind echt sämtliche 
Gesellschaftsschichten vertreten, und das Unglaubliche dabei ist, das sich hier dann 
die Gleichgesinnten Hools im Gege nsatz zum Zivilleben perfekt verstehen, 
aufeinander aufpassen und füreinander Geradestehen (Zumindest sollte es so sein, 
aber das wird auch genauso gelebt!). 
Natürlich gibt es für Insider verschiedene Chiffren bzw. Dresscodes, die überall 
erkannt werden: 
In einer fremden Stadt, auf Fußball -Tour mit den Jungs, erkennt man seine Gegner 
auf den ersten Blick.  
Das erste Indiz: die Modemarken!  
Wenn sich ein kräftiger, junger Typ zwischen 20 und 35 Jahren mit New -Balance-
Schuhen, Klamotten von Chevingon, Best Company, Blue System, Thor Steinar, pitbull 
oder dergl. im Umfeld eines Fußballspiels aufhält, ist das ein sehr guter Hinweis!

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Bewegt er sich in einer Gruppe mit zwei bis vier ähnlich gekleideten Typen und 
versucht dabei, völlig unauffällig zu wirken, dann ist durch dieses zweite Indiz die Lage 
eigentlich schon so gut wie klar!  
Indiz Nummer drei  ist der ultimative Beweis für einen Hooligan: der direkte 
Augenkontakt! 
Denn Neunundneunzig Prozent der Leute blicken in aller Regel weg, wenn Du sie 
direkt anschaust.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nur eben dieses EINE Prozent schaut einem mit bohrenden Blicke an:  
Mit Augen, die sprechen können.  
Mit Augen, die sagen:  
„Was guckst Du so blöd rüber, Du Wichser? Hier ist unser Revier! Ihr werdet heute 
noch sowas von dem Arsch aufgerissen bekommen, dass Ihr es bitter bereuen werdet 
überhaupt hierhergekommen zu sein! Und Dich Wichser habe ich mir für später 
eingeprägt, aber wenn Du weiter so bescheuert rüber glotzt, kann ich Dir gleich hier 
Deinen bescheuerten Schädel einschlagen, Du Dumme Kuh.“   
Blicke wie diese sind der allerletzte, definitive Beweis dafür, dass man 
Gleichgesinnten gegenübersteht. Und dann durchdringt Dich bereits die 2. 
Schubwelle Adrenalin. Gänsehaut pur am ganzen Körper. Du blickst jetzt nicht nur den 
Gegenüber an, sondern schaust Dich dabei gleichzeitig permanent nach allen Seiten 
um, um auf gar keinen Fall ins Hintertreffen zu kommen, denn wie gesagt:

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Es ist IHRE Stadt, Sie kennen sich hier aus! 
In Ihrer Stadt gibt es naturgemäß auch ganz, ganz viele von Ihnen, und vielleicht 
lauern die bereits an der nächsten Ecke! 
Die Anspannung und das Adrenalin steigen mit jedem Schritt. Irgendwelche fremden 
Geräusche? Polizeisirenen? Bekannte Gesichter? Nein, nichts dergleichen! Alles okay. 
Noch! Ihr versucht natürlich ruhig zu werden. Und vorbereitet! Denn es kann jetzt 
jede Min ute losgehen! Niemand von Euch spricht mehr. Noch 150 Meter bis zur 
Fußgängerzone, in der Ihr Euch mit weiteren von Euch trefft. Du blickst nochmal über 
die Kreuzung, aber anscheinend haben die anderen drüben entweder die Hosen 
geschissen voll und tun und hoffen eigentlich, dass Ihr sie nicht aufmischt oder sie 
wollen auf jeden Fall auch lieber das ganze Stück von Kuchen mitbekommen und nicht 
bereits im Vorfeld Gefahr laufen, den Fight zu verpassen. 
Noch 20 Meter. Ihr marschiert unaufhaltsam. So, nur noch eine Kurve und dann 
werdet Ihr Eure Jungs schon sehen. Ein leichter Trab setzt ein. Ganz automatisch, 
ohne ein Wort der Absprache. Jeder weiß in diesem Moment, was er zu tun hat. 
10 Meter! Noch diese eine Ecke. Und los …

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CB forever! 
„Weißt Du, kein Mensch beschließt eines Tages: „Ab heute werde ich zum Hooligan.“ 
Dies ist eine schleichende Veränderung, die man selbst kaum bewusst wahrnimmt. 
Da war meine mir aufgezwungenen alltäglichen Gewalterfahrungen seit frühester 
Kindheit und da w ar diese ständige Suche nach Anerkennung, diese Gier nach 
Konfrontation, über die ich mich am besten definieren konnte. Aus dem „Sport 
Fußball“ und auch aus dem Verein „Waldhof Mannheim“ an sich machte ich mir 
eigentlich nie wirklich viel. Bei mir war es w eder ein Bekenntnis zu einem lokalen 
Verein noch ging es mir um diese langweiligen Spiele, in denen irgendwelche viel zu 
hoch Bezahlte verweichlichte Mimosen einen Ball hin und her spielten. Ich kannte 
bzw. kenne bis zum heutigen Tag so gut wie keine Namen von irgendwelchen Spielern 
vom Waldhof. 
Das war mir ehrlich gesagt alles vollkommen wurscht. 
Klar krieg ich Gänsehaut, wenn die Chöre diverse Hymnen grölen und ich schreie dann 
auch mit, aber das ist nicht so wichtig für mich. Das ist nicht der Grund warum ich zu 
den Spielen ging. 
Der einzige Grund war die Tatsache, dass man sich hier unter vielen seinesgleichen 
klatschen und den Hang zur Gewalt ausleben konnte. Hier fand ich auch Verständnis 
für diese ständige Wut in mir und hatte auch wirklich das Gefühl endlich unter 
meinesgleichen zu sein, die nicht gleich herumheulten, wenn man mal wieder viel zu 
schnell zuschlug oder sich nicht von komischen dummen Wichsern anpissen ließ, 
sondern das sofort skrupellos und verdammt hart mit Gewalt regelte. 
Nein, hier waren viele, die wirklich ähnlich tickten wie ich, die mich so akzeptierten 
wie ich wirklich war ohne mich verstellen zu müssen. 
Die nicht ständig versuchten mich in irgendeiner Form ändern zu wollen oder mir 
irgendwelche spießbürgerlichen falschen Wertvorstellungen beibringen zu wollen. 
Hier war ich Max, einfach nur Max! Hier fand ich so etwas wie ein Stück Heimat. Eine 
Vertrautheit untereinander sowie eine 100% Akzeptanz meiner Person. 
Ja fast so etwas wie man eine Familie definiert glaub ich. Auf jeden Fall wesentlich 
mehr und ehrlicher als bei der Familie, bei der ich aufwuchs, die mich schon immer 
verachtete, misshandelte und letztendlich sogar verraten hatte an den Staat oder an 
die Anderen. Aber das ist ja eh dasselbe! 
Einer meiner sehr guten langjährigen engen Kumpels war zum Beispiel das „Tier“. 
Eigentlich hieß er Jan. Aber keine Sau nannte ihn so, ich gehe davon aus das die 
wenigsten überhaupt seinen richtigen Namen kannten. Allgemein war er unter diesen 
Spitznamen be kannt. Er war mit seinen fast zwei Metern einer der Leader einer

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Gruppe von den Mannheimer Hools. Und das in einem der miesestem Viertel 
Mannheims! 
Man kann eigentlich sagen, dass ich mehr oder weniger durch Jan auch den direkten 
Kontakt zu den Waldhöfern fand. 
Kennengelernt hatte ich ihn direkt bei dem ersten Spiel im Ludwigshafener 
Südweststadion, wo der SVW in dieser Zeit spielte, da das alte Stadion am Alsenweg 
nicht Liga-tauglich war. Aber wie gesagt war ich dort ja mehr aus Neugier denn aus 
Spielinteresse. 
Eigentlich galt mein Interesse diesen von mir vorher nicht bekannten Hooligans, über 
die ich in den Wochen davor viel hörte und auch ab und zu las. 
Ja diese „Hooligans“ faszinierten mich eigentlich, weil ich das so in dieser Form vom 
Fußball in Würzburg nicht kannte, es aber unbedingt kennenlernen wollte. 
Leider war dieses besagte Spiel aber so langweilig und uninteressant für mich, dass 
ich bereits in der Halbzeit beschloss wieder die Flatter zu machen. Weder sah ich in 
dem Block, in dem ich war Typen, die in meinen Augen aussahen wie „Hooligans“ oder 
so wie ich mir diese zu dem Zeitpunkt vorgestellt hatte noch sah es irgendwie nach 
sonst was aus. Es war genauso wie ich den Fußball vom Fernseher und aus Würzburg 
kannte. Einfach scheißlangweilig. 
Dann außerhalb des Stadions, abseits vom Fußballgeschehen, bekam ich mehr zufällig 
mit wie in einem Nebenweg ein paar Typen laut herumgekrischen haben und dann 
sah ich auch, dass ein Haufen von bestimmt 4 -5 Spackos auf irgendwem am Boden 
liegenden eintraten. OK, da hatte ich dann auch nicht lange gefackelt oder groß 
überlegt, bin also direkt hingerannt und hab einen von hinten mit vorgestrecktem 
Bein ins Kreuz getreten. 
Dann habe ich einen daneben an seinen Haaren nach hinten gerissen und ein paar 
schnelle Schläge auf den Kopf gegeben. 
Jetzt hatten auch die Anderen wohl mitbekommen, das hier Verstärkung für den 
zusammengeschlagenen Typ am Boden da war. 
Aber ich war damals echt saugut und durch die täglichen Gewalte xzesse ja überaus 
erfahren. 
Deswegen hatte einer so schnell eine auf seine Nase gekriegt, dass der Typ daneben 
gar nicht schnell genug schauen oder was tun konnte, da hatte auch der Penner eine 
auf die Halsschlagader gekriegt, dass er direkt umging. 
Jetzt fand auch der getretene wieder hoch, registrierte das ich ihm half und klatschte 
jetzt auch noch fluchend den einen oder anderen.

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Auf jeden Fall ging das nicht so lange und die Penner machten die Flatter. Schnaufend 
sahen wir uns dann ins Gesicht und der Typ grinste mich an. „Danke, coole Sache 
Alter, die Scheiß Oxxebacher-Wichser, haben mich hier kalt erwischt“ 
Dabei reichte er mir seine riesengroße Hand entgegen: „Ich bin der Jan! Haste Lust 
auf ein paar Bierchen in der Stadt, das hier in Stadionnähe ist alles verficktes 
Dünnbier“ sagte er kurz. „Max“ gab ich zurück „klar bin dabei“ und spuckte dann ein 
bisschen Blut aus. 
Dann lachten wir beide und das war’s! Das war ehrlich und auf den Punkt gebracht!  
Mit seinen Händen so groß wie Schaufeln und einem hammerharten Schlag war Jan 
echt ein gewaltiger Typ. Stark, brutal, skrupellos – ein Tier eben. Und unter uns gesagt 
war Jan auch nicht gerade einer der hellsten, was aber völlig ok war, verlassen konnte 
man sich immer blind auf ihn. Hatte er irgendeine Idee und fand die gut, wurde nicht 
lange gefackelt, sondern gleich mal ausprobiert. 
In der Anfangszeit waren wir mal zusammen auf ner Party, die eigentlich gar nicht so 
schlecht war. Ein Haufen geiler Mädels da und so. Trotzdem hatte der Gute mitten in 
der Nacht einen Einfall, keine Ahnung woher aber so war er halt. 
Spontan machte sich Jan zusammen mit zwei Kollegen gegen 02:30 Uhr auf in die 
Mannheimer Innenstadt, auf der Suche nach einem kleinen Nebenverdienst. Das Ziel: 
die Chevingon-Boutique in den Planken. Chevingon war eine der angesagten Marken 
in der Hooligan-Szene. Neben Best Company, Blue System und Burberry. Abgerundet 
wurde das Outfit zumeist mit New -Balance- oder Adidas -Torsion-Turnschuhen. 
Markenkleidung war in der gesamten Hooligan -Szene angesagt und diente  oft auch 
als heimliches Erkennungszeichen. 
In der Altstadt angekommen, hatten die drei eine Kellerschachtabdeckung aus der 
Verankerung gerissen und damit die riesige Schaufensterscheibe der Chevingon-
Boutique eingeschlagen. Wohlgemerkt mitten in der Fußgängerzone! Einer hatte im 
Fluchtwagen gewartet, während die anderen in den Laden gestürmt waren und alles 
zusammenrafften, was sie in kürzester Zeit greifen konnten. Einer der drei schien sich 
an den Glasscherben geschnitten zu haben, denn einige Pullover und T -Shirts waren 
mit Blut verschmiert, als der Mob zurück zur Party kam. 
Die Ware wurde, ohne große Worte zu verlieren, auf einem Tisch ausgebreitet und 
der Sommerschlussverkauf konnte starten: Ein Chevingon-Pullover kostete 40 statt 
120 Mark, ein T -Shirt 20 statt 50 Mark. Es dauerte keine zehn Minuten und der 
gesamte Tisch war leer gekauft und die Jungs hatten in Rekordzeit ein paar hundert 
Mark umgesetzt. Ich selbst bekam ein Shirt geschenkt – „für einem standfesten neuen 
Kameraden“, wie unter schelmischem Grinsen angekündigt wurde. Der „neue 
Kamerad“ nahm das Geschenk an und grinste über beide Ohren. Endlich mal Jungs,

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die wie ich sind und sich nicht in die Hose Scheißen! Wenn ich da an die Schwetzinger 
Pisser und dem Aufstand wegen der Jackenaktion dachte! 
Der Einbruch und der Diebstahl lösten bei mir keinerlei moralische Bedenken aus. 
Mein Rechtsempfinden und Schuldbewusstsein wurden immer weiter ausgehöhlt. 
Zuerst bezog sich das nur auf Körperverletzung und Landfriedensbruch – die 
klassischen Verstöße von Hooligans. Mittlerweile bereiteten mir aber auch solche 
Geschichten wie die mit dem Chevingon-Laden keine schlaflosen Nächte mehr. Selbst 
der rege Drogenhandel unter den Mitgliedern der CB und der Firm kollidierte nicht 
mit meinem Rechtsbewusstsein. Ich blendete solche Dinge für mich komplett aus und 
handelte sie mit einem lapidaren „Die sind schließlich alt genug“ einfach ab. Ich nahm 
diese Geschichten, die ich am Rande mitbekam, nicht mehr als Straftaten wahr. Mein 
sowieso nicht gerade gut ausgebildetes Rechtsempfinden stumpfte immer weiter ab, 
ohne dass ich es mir selbst eingestanden hätte oder mir irgendwelche Gedanken 
darübermachte. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die zum Teil fatalen Konsequenzen schwerer Schlägereien, die Verletzungen, 
Sachbeschädigungen und Spätfolgen, wurden von mir hingenommen, ohne auch nur 
irgendetwas kritisch zu hinterfragen. Wenn jemand durch gezielte Fußtritte schwer 
am Kopf verletzt wurde, gab es dafür bestimmt einen Grund, dachte ich zu jener Zeit. 
Moralische Bedenken hatte ich keine. Oder keine mehr, falls ich überhaupt jemals 
welche hatte. Gewissensbisse oder so ebenfalls nicht. Warum auch? 
Auf einmal, mitten im Satz stoppt Max plötzlich und fragt mich „Weißt du, manchmal 
frage ich mich: Was bringt Euch Euer Gewissen? Warum soll man nach den 
moralischen Grundsätzen ein Gewissen haben? Damit wird man doch nur zum 
Verlierer."

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Ich war außerordentlich irritiert durch diese Frage, da ich hierauf nicht wirklich 
vorbereitet war. 
Nach einer Weile antwortete ich mit einer Gegenfrage: "Dann sage mir doch, Max, 
wenn du die Wahl hättest, ich meine, eine wirklich freie Wahl in der Angelegenheit - 
die du natürlich nicht hast -, würdest du dich dafür entscheiden, ein Soziopath zu sein, 
so wie jetzt ... also, jeder Schandtat fähig oder würdest du es vorziehen, ein Gewissen 
zu haben, so wie z.B. ich jetzt eines habe?" 
Er dachte einen Moment nach und sagte dann zu meiner Überraschung: "Du hast 
Recht, Ich würde mich für ein Gewissen entscheiden." 
"Warum?" drängte ich ihn. 
Nach einer Pause und einem langgezogenen "Na ja ...", sagte er schließlich, "Also, ich 
weiß nicht genau, warum. Ich weiß einfach nur, dass ich mich für das Gewissen 
entscheiden würde. Dann wäre ich wohl auch kein Soziopath in Euren Augen mehr, 
richtig?" 
Und vielleicht wünsche ich mir das nur, aber ich hatte den Eindruck, dass sich Max 
Tonfall nach dieser Aussage ein wenig geändert hat. Er klang etwas weniger 
gleichgültig und kam mir in den darauffolgenden Stunden ein klein bisschen 
nachdenklicher vor.  
Für lange Zeit nach diesem Gespräch war ich fasziniert von dieser Frage von Max 
"Warum sollte man ein Gewissen haben?" und von seiner Entscheidung, lieber mit 
einem Gewissen zu leben als davon frei zu sein, und von dem Umstand, dass er nicht 
sagen konnte, warum er sich so und nicht anders entscheiden würde.  
Ein Moralist oder Theologe hätte vielleicht geantwortet "Weil es richtig ist" oder "Weil 
ich ein guter Mensch sein will". Aber Max Bane, der gewissenlose Psychopath, konnte 
keine psychologisch begründete Antwort geben. 
Ich bin der festen Überzeugung, dass wir gerade jetzt, in einer Welt, die am Rande der 
Selbstzerstörung durch Wirtschaftskriminalität im globalen Ausmaß, Terrorismus und 
Kriege des Hasses zu stehen scheint, den psychologischen Grund darüber, warum ein 
Mensch mit einem Gewissen besser ist als ein Mensch, der nicht von Gefühlen der 
Schuld oder der Reue eingeschränkt wird, herausfinden müssen und auch darum geht 
es ja zum Teil in diesem Buch! 
Unterstützend dazu die in diesem Buch aufgeführten Schilderungen von Max Bane, 
der natürlich KEIN Gewissen hat, da brauchen wir uns nichts vorzumachen oder 
vorzumachen lassen!

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Anschließend können Sie sich hoffentlich mithilfe der so gewonnenen Einsichten, als 
Teil der restlichen 96 Prozent normaler Menschen (zumindest gehe ich davon an 
dieser Stelle aus) selbst ein eigenes Bild davonmachen, was es wert ist, mit einer 
Eigenschaft ausgestattet zu sein, die einem oft das Leben erschwert, Schmerzen 
verursacht und - ja, in der Tat - einen einschränkt. 
Wenn es ums Gewissen geht, scheinen wir eine Gattung der Extreme zu sein. Wir 
müssen nur unsere Fernseher einschalten, um diese verwirrenden Gegensätze zu 
erleben: Wir sehen Bilder von Menschen auf den Knien, um einen Welpen aus einem 
Abflussrohr zu retten, gefolgt von Berichten über andere Menschen, die Frauen und 
Kinder abschlachten und die Leichen zu Stapeln aufschichten. Und in unserem 
gewöhnlichen Alltagsleben sind die Kontraste ebenso vielfältig, wenn auch vielleicht 
nicht so spektakulär. Am Morgen lä uft jemand hinter uns her, um uns lächelnd den 
Geldschein zurückzugeben, den wir verloren haben, während uns am Nachmittag ein 
anderer grinsend im Verkehr den Weg abschneidet. 
Bedenkt man das so radikal gegensätzliche Verhalten, das wir jeden Tag erleben, 
müssen wir offen über beide Extreme menschlichen Wesens und Verhaltens 
sprechen. 
Aber ich schweife vom eigentlichen Thema ab, denn die Erinnerungen von Max an die 
Mannheimer Hooligan-Zeiten waren noch lange nicht zu Ende: 
„Die Party ging bis morgens um 6 Uhr. Wir standen die letzten Stunden singend Arm 
in Arm mit nackten Oberkörpern zusammen und verglichen diverse Tätowierungen 
miteinander. Wir schrien unsere alten Fußball-Lieder oder brüllten Schlager von Udo 
Jürgens „Griechischer Wein“ und „Ich war noch niemals in New York. Dazu die alten 
Scheiben der Böhsen Onkelz. Unsere Hymnen, unser Lebensgefühl. 
Wie viele Knochenbrüche, Blutergüsse und posttraumatische Belastungsstörungen 
wir in dieser Zeit hinterlassen hatten, ließ sich kaum noch zählen. Es war ein Leben 
auf der Überholspur. Wo Macht ist, wird sie auch genutzt. Oder vielleicht sogar 
ausgenutzt. Schlägereien waren in unserem Leben zur Routine. Ob beim Fußball, in 
Clubs oder Diskotheken, bei irgendwelche Festen oder Partys – gewisse Dinge wurden 
bei uns nicht diskutiert. Nicht dass das jedes Wochenende so gewesen wäre, aber 
fast! Es gab auch Partys, bei denen wir einfach nur ausgelassen feiern konnten. Es war 
nicht so, dass wir die Schlägereien gebraucht hätten, um Spaß zu haben, naja 
eigentlich doch irgendwie! 
Wir hatten Spaß, wenn wir uns mit anderen schlagen konnten. Und wer auf einem 
Weinfest oder einem Stadtfest einem Typen wie Jan gegenüberstand, musste nicht 
Soziologie studiert haben, um herauszufinden, wie er mit seinen knapp zwei Metern 
Körpergröße und mittlerweile 125 Kilo Lebendgewicht Probleme lösen würde.

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Wir starteten in ein typisches Wochenende: freitagabends zwei Stunden Ju -Jutsu-
Training, danach von der Tanke Jim Beam -Cola oder Bier und Wodka im Auto und 
dann ging es, entweder noch in irgendeine Kneipe, meistens irgendeine in der City 
oder direkt los. Aber eigentlich meistens zum Dimi in die Kneipe am Alsenweg, wo in 
aller Regel auch die nächsten Spiele und gemeinsamen Auftritte geplant wurden. Zu 
diesem Zeitpunkt wollte der Waldhof bei einigen Wiederaufstiegsversuchen wieder 
in die 1. Liga rein.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
So auch an diesem Samstag irgendwann im Spätsommer 1993. 
Gegen 2 Uhr steuerten wir das milk! an. Eine etwas kleinere Clubdisko, die sich erst 
weit nach Mitternacht füllte, die eigentlich immer mit ganz coolen Leuten voll waren. 
Alle halt komplett mind. auf Trip oder so. Aber cool! Zu jener Zeit schlossen sich etwa 
30 Rockabillys zu einer neuen Gruppierung in Mannheim zusammen. Wir hatten 
schon von ihnen gehört. Sie nannten sich wie auch immer, ist nicht wichtig. 
Witzfiguren in Jeans-Look mit Schmalztolle und tätowierten Armen, die auf Rocker -
Gang machen wollten. Die wilden 50er-Jahre wollten diese Typen neu durchleben – 
mit schwarzen Maschinen, bösem Outfit und lockeren Fäusten. Man würde ja sehen. 
Wir City Boys freuten uns schon länger auf eine Begegnung mit diesen 
Schwachmaten, da diese anscheinend hinter unsere m Rücken das Maul viel zu weit 
über uns aufrissen, was man so hörte. 
Auf jeden Fall war der Laden gestopft voll und diese Rocker waren auch drinnen. 
Naturgemäß hatte ich dann wohl irgendwann einen von den Hillbillys im Vorbeigehen 
angerempelt. Ich hatte das nicht einmal bemerkt, da ging es auch schon los. Der Typ 
drehte sich zu mir um und blaffte mich blöd von der Seite an: „Hey, noch so eine 
Aktion und es passiert was, Freundchen!“

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Herrlich! Schon wieder musste ich meinem einigermaßen unscheinbaren Aussehen 
Tribut zollen. Ich war kein Riese wie Jan und mir quollen auch keine Knast -
Tätowierungen aus dem Hemdkragen wie bei einigen anderen Waldhof-Jungs. Ich sah 
wie leichte Beute aus un d das verschaffte mir bei einigen Gelegenheiten erhöhten 
Handlungsbedarf. Auch so an jenem Abend. 
„Halt die Klappe, Schmalzlocke, sonst muss ich dir draußen leider den Arsch 
aufreißen!“ Das übliche Vorgeplänkel lief an. Die Pseudo -Rocker waren zu viert, Jan 
und ich alleine. Eigentlich eine klare Sache. Dennoch besprach sich mein Freizeit -
Rocker zunächs t mit den anderen Schmalztollen. Wild gestikulierend zeigte er mit 
dem Finger auf mich – seine drei Freunde schienen sofort Feuer und Flamme zu sein. 
Sie schauten bedrohlich zu mir rüber und nahmen eine aggressive Körperhaltung ein. 
„Na, los – gehen wir ra us“, sagte die Schmalzlocke endlich. Der Türsteher ließ uns 
gewähren, schließlich versuchten wir immerhin, den Ärger außerhalb des Laden 
abzuwickeln. 
Wir gingen etwa fünf oder sechs Meter vom Eingang weg, dann drehte ich mich um. 
Die vier Rockabillys waren direkt hinter uns und ich schaute mir die Jungs nun richtig 
an. Drei von ihnen hatten in etwa meine Größe und Statur, der vierte war eher Jans 
Kaliber. Ein großer, breiter Klotz mit bulligem Gesicht. Die Schmalzlocke trat auf mich 
zu. Er hob seine Hände, kniff die Augen zusammen und schrie mich plötzlich an: „Wisst 
ihr eigentlich, mit wem ihr es hier zu tun habt, ihr Ärsche? Wir sind die „ Rebell 
Brutenders“ oder so ähnlich halt. Ist aber auch nicht wichtig. Und ihr zwei 
Flachwichser wollt euch mit uns anlegen?“ 
Ich schlug sofort zu. Links, rechts, mitten auf seine vorlaute Klappe. Durch die Wucht 
der Schläge stolperte er nach hinten und prallte gegen einen Betonpfeiler. Dann gab 
ich ihm einen Drehkick hart unter die kurze Rippe. Ihm blieb augenblicklich die Luft 
weg. Er sackte auf die Knie und versuchte krampfhaft, zu atmen. Ich sehe noch heute 
seine panischen Augen. Er bekam keine Luft mehr und realisierte auch nicht, dass es 
innerhalb von ein paar Sekunden zu einer Schlägerei kommen sollte, die er bereits 
verloren hatte. Bei all seinen Rocker -Posen kannte er die wichtigste 
Straßenkämpferweisheit nicht: „Wer zuerst schlägt, gewinnt!“ 
Jan nahm zwei Schritte Anlauf und knallte dem Riesen eine wuchtige Rechte ins 
Gesicht. Im Bruchteil von einer Sekunde lag der Typ beinah waagrecht in der Luft – 
wie in einem schlechten Bud-Spencer-Film. Ich schnappte mir den dritten Typ und gab 
ihm einen F ußtritt an den Kopf. Er zuckte instinktiv zurück, sodass ihn mein Schuh 
nicht voll erwischte. Jan wollte sich gerade den vierten Typ vorzuknöpfen, als plötzlich 
ein unbeteiligter Disko-Besucher eine komplette Flasche CS-Gas versprühte. Das Spiel 
war zu Ende. Die Augen brannten und der Widerstand der Rockabillys war gebrochen.

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Schlusspfiff würde es im Fußball lauten! 
Die Schmalzlocke stand wieder auf den Füßen. Die Lippe war aufgeplatzt und er 
blutete stark. Er fasste sich mit der Hand immerzu an seinen Mund und jammerte wie 
ein kleines Kind: „Meine Zähne! Meine Zähne sind lose!“ Uns war das aber scheißegal 
und wir gingen wieder runter ins milk! Direkt an die Theke, bestellten Jacky-Cola und 
ließen die Nacht gegen 6 Uhr ausklingen. 
Die Schlägerei hatte sich schnell herumgesprochen. Dabei war für uns die Sache längst 
abgeschlossen. Es war ja nicht viel passiert. Ein bisschen Ärger, ein paar Schläge, keine 
schweren Verletzungen, eine ganz normale Kneipenschlägerei unter Clubbesuchern, 
mehr war das für uns damals nicht. Die Sache mit den Hilfsrockern war geklärt und 
abgeschlossen.  
Das zumindest dachten wir! 
Die Rockabillys sahen das ganz anders. Sie zogen anscheinend Erkundigungen über 
uns ein und wussten mittlerweile, dass wir zur Mannheimer Hooligan -Szene 
gehörten. Was sie nicht wussten: Sie hatten im Grunde keine Chance. Die Rockabillys 
wollten Rache nehme n. So wie in den 50er -Jahren, als es jedes Wochenende 
Massenschlägereien und Revierkämpfe zwischen verfeindeten Gruppen und Gangs 
gab. Volles Kindergartenprogramm, das mich irgendwie an die alten Zeiten in 
Würzburg zurückerinnerte. Da man aber immerhin einen Ruf in Mannheim zu erfüllen 
hatte, vereinbarten wir halt ein Treffen an einen Samstagabend. Beide Gruppen 
sollten in voller Stärke antreten. Dann würde man ja sehen, wer das Sagen in 
Mannheim hätte. Das waren noch die harmlosesten Sprüche von den 
Rockerwichsern, die man so hörte. Große Worte vor einem „großen Kampf“! 
Samstagabend vor dem „7er“, einem eher düsteren Club in der Industriestr, aber ganz 
gut und relativ abgelegen!  
Wir trafen uns zunächst in unserem Stammlokal „Dimi“ am Alsenweg. 35 Jungs – 20 
davon erfahrene Fighter und etwa 15 Piccos, also Nachwuchskräfte, die sich in der 
Gruppenhierarchie nach oben boxen wollte – waren an diesem Abend in der Kneipe. 
Alle bereit fü r den großen Rocker -Ausverkauf. Aus meinem engeren Umfeld waren 
neben Jan und Jockes noch Ole und der Krüppel da. Die Stimmung war gut und 
irgendwie bemerkten wir gar nicht, wie die Zeit davonrannte. Kurz nach 1 Uhr 
betraten plötzlich zwei Rocker das Lokal . Die beiden Späher sollten sich wohl einen 
Überblick über unsere Mannschaftsstärke verschaffen und in Erfahrung bringen, 
wann wir endlich am „ 7er“ auftauchen würden. Neben mir stand Fritz, einer der 
härtesten Fighter, die ich jemals in Aktion sah. Sein Geld verdiente er als 
Industriemechaniker und Türsteher und er betrieb seit Jahren Kampfsport auf 
höchstem Niveau. Fritz war immer und überall für e ine Schlägerei zu begeistern und

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er bestätigte alle Vorurteile, die in der Öffentlichkeit über Hooligans vorherrschten: 
Er interessierte sich, genauso wie ich, kein bisschen für Fußball. Das gab es bei den CB 
kaum. Eigentlich liebten irgendwie alle leidenschaftlich unseren Verein den Waldhof 
Mannheim, egal in welcher Liga er spielte. Nur Fritz eben auch nicht – er war ein Mann 
ausschließlich für die dritte Halbzeit! 
„Schau dir das mal an! Zwei von den Scheißtypen trauen sich tatsächlich in unseren 
Laden“, murmelte ich zu ihm. Der sah kurz auf und schon hatten die beiden 
Rockergesellen bemerkt, dass sie entdeckt waren, machten auf dem Absatz kehrt und 
gingen hastig wieder hinaus. Nichts wie hinterher! 
Nach ein paar Metern holten wir die beiden auf der großen Kreuzung ein. Fritz 
schnappte sich eine Elvis -Tolle und schlug ihm ansatzlos einen rechten Haken ins 
Gesicht. Dann riss er ihn zu Boden und fixierte mit beiden Fäusten seinen Oberkörper. 
Ich stellte langsam meinen Turnschuh auf seine Stirn. Sein Kumpel stand entsetzt und 
regungslos daneben. Fritz sprach laut, aber kontrolliert: „Was fällt euch ein, in 
unseren Laden zu kommen, ihr blöden Wichser! Was fällt euch eigentlich ein?“ Der 
Typ am Boden stamme lte nur noch: „Wir warten auf euch. Wir wollten nur wissen, 
wann ihr kommt.“ Fritz entgegnete ihm. „Jetzt! Wir kommen jetzt, du Arschgesicht. 
Geh zu deinem Scheißhaufen und sag ihnen, dass wir kommen. Und jetzt verpisst 
euch.“ Er löste seinen Griff, ich na hm meinen Fuß von seiner Stirn und er stand auf. 
Zwei junge Nachwuchskräfte traten den beiden noch kräftig in den Arsch und dann 
hauten die beiden Pisser auch schon ab. Genau die richtige Ouvertüre! Alle waren nun 
total heiß. Kein weiteres Gesaufe mehr, kein Gequatsche mehr – es konnte losgehen. 
 
Nach etwa 20 Minuten waren wir in der Nähe des „7er“. Uns war ein bisschen unwohl 
bei der Sache, schließlich würde Samstagnacht vor dem Laden verdammt viel los sein 
und für die Straßenstrichnutten war ja sozusagen auch um diese Zeit die Primetime. 
Und zu viele Augenzeugen waren das Letzte, was wir bei Aktionen wie diesen wollten. 
Fritz, der große Schalker, der auch so ein abgedrehter Hool war, und ich gingen zu

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dritt an der Spitze. Direkt hinter uns waren Jan und Jockes. Der große Schalker zog die 
Kapuze seines Shirts über den Kopf und schnürte es so weit zu, dass nur noch ein 
kleiner Teil seines Gesichts zu erkennen war. Ich hatte für solche Fälle immer ein 
bedrucktes Einstecktuch dabei, dass ich mir über die Nase band. Geil einen Mob um 
diese Zeit hatte man auch nicht jeden Tag und war schon was Besonderes. 
Nur noch 200 Meter bis zum „ 7er“. Die Anspannung und das Adrenalin stiegen mit 
jedem Schritt. Ich scannte die Umgebung ab, wie ich es immer tat. Polizei irgendwo? 
Nein, nichts zu sehen. Alles okay. Wir waren ruhig und geil auf Gewalt. Niemand 
sprach mehr. Wir hatten geplant, von der Neckarseite aus aufzuschlagen. So würden 
wir die Bande unvorbereitet erwischen. Wie von Geisterhand gesteuert marschierten 
wir unaufhaltsam. Ganz automatisch, ohne ein Wort der Absprache. Jeder wusste in 
diesem Moment, was er zu tun hatte. 
10 Meter. Noch diese eine Ecke. Und los … 
70 Hände ballten sich zu Fäusten. Feuer frei! Die Gruppe Rockabillys standen gebannt 
da und schauten tatsächlich in die falsche Richtung, diese Vollpfosten. Als sie uns 
schließlich bemerkten, war es schon zu spät. 
Ich sprang dem ersten, der mir in den Weg kam, aus vollem Lauf mit gestrecktem Bein 
in den Brustkorb. Er flog etwa drei Meter weit nach hinten und prallte in die dort 
abgestellten Motorräder. Dieser Typ stand nicht mehr auf. Fritz schlug dem 
Nächstbesten direkt die Nase kaputt – ein Geräusch, als würde man ein dickes Stück 
Holz brechen. Etwas weiter rechts von mir hörte ich nichts als dumpfe Schläge und 
Schmerzensschreie. Wir hatten sie einfach überrollt, kraftvoll wie eine Welle. Und 
damit hatten die Pseudo-Rocker nun gar nicht gerechnet.

123 
 
Zwei oder drei der Brutenders setzten anfänglich ein paar unserer Jungs ordentlich 
zu. Aber am Ende wurden auch sie zusammen mit den restlichen Schmalzlocken 
überrannt und übel zusammengedroschen. Mit so einem Auftritt hatten die 
Rockabillys nicht gerechnet. Sie hatten sich komplett ü berschätzt. Und einfach nicht 
geahnt, mit welcher Schlagkraft und vor allem auch mit welcher Routine eine Horde 
Fußball-Hooligans auftreten kann.  
Für uns war es ein Festtag: Samstagnacht, Sommer, Bier und Wodka, keine Polizei, 
keine verdeckten Ermittler, keine Kameraüberwachung und das allerbeste daran: 
willige Opfer.  
Die „Rebellen“ sammelten sich vollkommen demoralisiert. Manche lagen oder saßen 
noch immer benommen auf dem Boden. Bestimmt 50 Schaulustige standen in der 
Zwischenzeit vor dem „7er“ und starrten entsetzt auf die blutenden und stöhnenden 
Menschen auf dem Teer. Auch einige der Nutten gafften herüber zu uns. Ein 
grauenhafter Anblick für Unbeteiligte oder harmlose Diskobesucher. Für uns war das 
normal. Was war denn schon geschehen? Hatt en wir unschuldige Passanten 
verdroschen? Frauen? Kinder? Ältere Menschen?  
Nein! Einem Haufen abgefuckter Möchtegern-Rockern hatten wir es besorgt. Typen, 
die sich schlagen wollten! Einem Kampfsport gleich. Oder hätte ein Profi -Boxer etwa 
Gewissensbisse?  
Nein! 
Weshalb sollten wir dann welche haben?  
Wir waren Profi-Schläger! 
Plötzlich als das Adrenalin nachließ, kam ich wieder zu mir und schaute so in die 
Menge der Schaulustigen.  
Scheiße! Unter den vielen Schaulustigen standen natürlich auch ein paar, die mich 
kannten. Und ein paar Straßen weiter hörte ich die ersten Polizeisirenen. Wir mussten 
schnell verschwinden!  
Denn eins war ja klar: Wir könnten tun, was wir wollten – wir dürften uns nur nicht 
dabei erwischen lassen!  
Weg! Schnell weg! Wir mussten gehen!  
Aber so paradox es klingen mochte: ganz ruhig, ganz langsam und ganz normal. Wir 
durften nicht weglaufen. Nicht auffallen. Was eigentlich zumindest in der 
Industriestraße unmöglich war!

124 
 
Wir mussten schlendern – in kleinen Gruppen gemütlich die Straße entlang. Um dann 
abzutauchen in dem Strom der normalen Nachtschwärmer. Da kamen auch schon die 
ersten beiden Polizeiwagen mit Blaulicht und Sirene an uns vorbeigerast. Die Show 
war vorbei! 
Auch für die Rebell Brutenders. Gut die Hälfte der Rocker -Bande erlitt schwere 
Verletzungen, z.B. verschobene Nasenbeine, eingedrückte Jochbeine, dutzende 
Platzwunden und unzählige Rippenverletzungen, etc.  
Eine Woche später erfuhren wir, dass sich die Brutenders nur einen Tag nach der 
Schlägerei wieder aufgelöst hatten.  
Drei Monate nach der Gründung!  
Es gab keine Rockabillys mehr! Die peinliche Ted-Offensive war beendet! 
Die Pseudo -Rocker wurden zumindest in dieser Formation in Mannheim nie 
wiedergesehen! 
Der Punkt bei dieser Schlägerei war jedoch nicht, die Klopperei an sich, sondern die 
schlichte Tatsache, dass unter den „Zuschauern“ wie gesagt auch Leute waren, die 
mich leider kannten. So auch mein direkter Vorgesetzter in der Firma! Und dort 
wussten die natürlich nicht, was wir so alles in unserer Freizeit für Gesetzesbrüche 
und dergl. machten! 
Im eigentlichen Sinn leben wir alle ja eine Art Doppelleben. Während der Woche 
meistens relativ brav am Arbeiten und so und dann jedes Wochenende diese 
eskalierenden Gewaltausbrüche! 
Wie lange konnte so ein Doppelleben noch gut gehen? Mein Alltag war eine einzige 
Lüge. Im wahrsten Sinne des Wortes eine Lebenslüge. Ich musste ja alle Zivilisten und 
vor allem die Anderen und diverse Freundinnen um mich herum belügen, wenn sie 
mal wieder mit Blut und Dreck verschmierte Shirts oder Hosen von mir in der Wäsche 
hatten. Ich musste lügen, wenn ich mit Blutergüssen oder verkrusteten Platzwunden 
zur Arbeit erschien. Von außen betrachtet schien ich ständig in kuriose Zwischenfälle 
verwickelt zu se in. Meine Arbeitskollegen mussten einfach glauben, ich sei gestürzt 
und hätte mich dabei verletzt. 
Meinen Vorgesetzten erzählte ich etwas von Sportunfällen. Mal bekam ich 
versehentlich einen Squash -Schläger auf die Nase, mal ging beim Boxtraining ein 
Schlag daneben. In Wahrheit hatte ich mir auf einem Rock -Konzert bei einer 
Schlägerei den rechten Handwu rzelknochen gebrochen. Meine Kollegen vom 
Waldhof und ich schwammen auf einer Welle und gerieten immer wieder in 
gefährliche Strudel. Ein ewiger Tanz auf einer Rasierklinge mit zum Teil tiefen Wunden 
und Einschnitten.

125 
 
Ok, wenn Du mich jetzt fragst, ob ich denn dabei kein schlechtes Gewissen hatte? 
Dann antworte ich dir ehrlich: 
Nein, das Gewissen plagte mich nicht! 
Wer zum Duell schritt – Mann gegen Mann –, musste auch einstecken können! 
Wer in einen Kampf ging, musste verlieren können! 
Auch wir mussten mit Niederlagen umgehen.  
Nicht jeder von uns ging siegreich aus diesen Schlägereien hervor. Nein, auch wir 
mussten ab und an einstecken! 
Auch wir mussten Niederlagen verarbeiten! 
Aber für uns Hooligans war diese Welt eine ehrliche. Geradlinig und authentisch. Fast 
keine Hinterhalte, keine Intrigen, kein Mobbing, keine falschen Bündnisse. Keine 
scheinheilige verlogene Gutbürgerliche Welt! 
Gerade heraus, offen und mit einer klaren Sprache, die auf dieser Welt jeder 
verstehen konnte! 
Einer für alle – alle für einen! 
Rücken an Rücken! 
We stand loyal til the end…  
Wie in den Helden- Filmen, die wir früher mit großen Augen aufgesogen hatten oder 
auch wie den Kassettenhörspielen von damals.  
Da fällt mir ein, Du hast nicht zufällig ein bisschen Pep zum Ziehen dabei?“ 
Mit fragenden Augen schaut mich Max Bane jetzt an. 
Ich spüre das er es ernst meint! 
„Äh, nein Max. Wie Du doch weißt werden wir beim Eintritt in diesen Trakt der Klinik 
IMMER gefilzt!“ 
Ich war auch leicht perplex über diesen knallharten ansatzlosen Übergang oder 
Themenwechsel von Max, da ich von seiner Hooligan -Geschichte voll gedanklich 
mittendrin war, so plastisch hatte er es erzählt. 
„Naja, Du Stricher, hätte ja sein können!“ Dabei grinst er mich an und boxt mir dabei 
fast freundschaftlich vor die Brust. 
„Dann mal bis zum nächsten Mal, und jetzt schleich Dich!“

126 
 
Das war’s für diese Lektion und ich ging raus durch die dunklen Flure, durch die 
vergitterten Türen an den Kameras und den durch die mit Panzerglas versehen 
Fensterscheiben, durch die mich irgendwelche Anstaltsmitarbeiter kritisch 
beobachteten raus aus diesem so tr aurigen Gebäude. Raus aus der Anstalt. Was für 
eine Geschichte. Der Typ ist sowas von krass! Unglaublich! 
Wie jedes Mal nach meinen Besuchen, bei Max Bane in der Anstalt benötige ich 
mehrere Schnäpse und sonstige  
Alkoholika um diese Geschichten zu verarbeiten!

127 
 
Gewalt ist doch die Lösung 
In unserem Block verwandelte sich Freude und Begeisterung in Wut und Aggression. 
Wut auf den Schiedsrichter, in der Nachspielzeit einen Elfmeter zu geben. 
Enttäuschung wegen des unverdienten Ausscheidens im DFB -Pokal. Hass auf die 
Offenbacher. Sie sollten für all das bezahlen müssen. 
Die Polizei versuchte, uns noch lange nach dem Spiel im Stadion zu halten, um erst 
die Offenbacher Zuschauer abziehen zu lassen. Doch für diese Maßnahme war das 
Aggressionspotenzial an diesem Abend viel zu hoch. Niemand wollte sich länger 
einsperren lassen. Das war zu viel. Wir traten und drückten immer heftiger gegen die 
Absperrzäune. Auf der anderen Seite des Gitters bezogen Polizeieinheiten mit Helm 
und Gummiknüppel bewaffnet ihre Positionen. Die Maulkörbe der Polizeihunde 
wurden entfernt. Und dann gab es kein Halten mehr. Das Tor brach auf und Hunderte 
Mannheimer drängten auf einen Schlag nach draußen. Die Polizei versuchte, die 
Zuschauermassen zu lenken und kontrolliert zum Hauptbahnhof zu bewegen. Aber 
das war unmöglich. 
Jockes hatte uns in der Halbzeit erzählt, dass 100 Offenbacher mit Unterstützung von 
anderen Vereinen in den dunklen Nebenstraßen auf uns lauern würden. Diese galt es 
nun zu finden und sofort anzugreifen. Es herrschte das absolute Chaos. Wir liefen von 
einer Straßenseite auf die andere. Hin und her. Leuchtkugeln flogen uns um die Köpfe. 
Feuerwerkskörper explodierten krachend neben unseren Ohren. Bierflaschen und 
Gläser prasselten nieder – und dazwischen die Polizei, die auf jeden Mann zwischen 
18 und 40 ein fach nur noch eindrosch. Da es dunkel war, konnte ich kaum noch 
zwischen Feind und Freund unterscheiden, zumal ich auch noch nicht alle Jungs der 
Mannheimer Hools kannte. In meiner direkten Umgebung kam es zu mehreren 
Schlägereien. Ein wildes Durcheinander . Für mich viel zu chaotisch und zu hektisch. 
Und dann war da ja noch die Polizei, die wahllos mit ihren Gummiknüppeln zuschlug. 
Zu schnell, als dass ich all das richtig hätte einschätzen können.

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Durch den überharten Schlagstockeinsatz gelang es der Polizei langsam, die Kontrolle 
zurückzuerobern. Wer nicht spurte, bekam den Gummiknüppel übergezogen. Wir 
wurden gleichsam in den wartenden Zug hineingeprügelt und wie streunende Hunde 
aus der Stadt verjagt. 
Die Rückfahrt verlief gedämpft. Wir waren furchtbar enttäuscht. Schon wieder hatte 
uns die Polizei das Spiel vermasselt – und dann auch noch die unverdiente Niederlage 
gegen Offenbach.  
Ein beschissener Tag. Irgendwie. Und doch waren wir wie berauscht. Diese Stimmung 
in dem Fan -Block, diese Lautstärke, die Kraft und die Macht, die von dieser Gruppe 
ausging, war überwältigend. Und ich war nun fest dabei.  
Bei den CB! 
Ich war jetzt ein Teil dieser Armee. Ich war Hooligan geworden!

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Neujahrsnacht 1993 / Are you right to fight for party? 
„You gotta fight!  Fight your right!  To paaaaaaarty!“ 
„You gotta fight!  Fight your right!  To paaaaarty!“ 
„Paaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarty!  Paaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarty!“ 
Refrain aus dem gleichnamigen Song der ersten weißen Hip-Hop-Gruppe:  
Beastie Boys, 1987 
 
„Und wo geht´s hin? Habt Ihr ne gute Party gefunden?“ 
Rufe ich, während ich kurz zur gerade aufgehenden Zimmertür aufblicke, weil das nur 
der Jockes und der Jan sein können und die was für die heutige Silvesternacht 
klarmachen wollten und schon per Telefon von guten News gelabert haben. 
Aber ohne überhaupt ne Antwort abzuwarten beuge ich mich schon wieder runter 
zum Tisch, auf dem 2 mächtig fette Lines Koks für mich schon bereitliegen und zieh 
die in einem direkt mit einem Nasenloch beide hoch. WOW, Mein Hirn will glatt hinten 
rausflüchten, aber nix da, des bissel was ich noch habe, bleibt schön drinne. „Woaw, 
was für ein willenlos geiles Material! Wo hast denn den Schnee her?“ frage ich den 
neben mir sitzenden, völlig bekifften Ole und drück ihm dabei die zusammengerollten 
Fuffi in die Pfoten, damit er seine Lines ziehen kann. „Da mach, sonst zieh ich es direkt 
noch weg, hehe“ Wisch mit den Fingern noch den Reststaub vom Tisch und schlecke 
mir schön dieselben ab. 
Und die Scheiße läuft jetzt schon hinten den Rachen runter, meine Lippen sind leicht 
betäubt und mir fällt direkt mal das Schlucken etwas schwerer. Kennt Ihr doch, oder? 
Wenn man denkt das man so einen Fucking Klos hinten drin im Hals stecken hat!“ 
Wie die beiden „Party Checker“ lachend und bestens gelaunt ins Zimmer kommen, 
die Hände voll mit Sixpacks, Wodka, Tequila und Sekt und so, habe ich ein Grinsen 
über beide Backen im Gesicht, bin auch extrem gut drauf und freue mich auf diesen 
geilen Abend. Und der wird geil werden, das spüre ich mit jeder Faser meines Körpers. 
„Wow, Mann! Unser Abend heit! Unsre Nacht heit!“ johle ich laut raus. 
Ich reiß dem Jan den Sekt und den Tequila aus den Armen und laß die Flaschen noch 
fast fallen vor lauter Übermut. 
„Hey, Max, mach ma langsam, des Zeugs war teuer genug!“ 
„Was heißt hier teuer genug! Was heißt Teuer, Mann! Denkst des Puder ham wir für 
lau gekriegt oder was? Und was fürn geiles Zeug des is, Jungs! Zieht Euch die Scheiße 
rein, ist genug da, heut Nacht pudern wir uns mal richtig fett die Nase zu, Ha!“

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„Ohhhhh, Keeeeee…“ der Jockes glaubt es mir mal wieder nicht so richtig, der Penner, 
aber da seh ich auch, dass er gar nicht zu mir schaut, sondern an mir vorbei zum 
bekifften Ole hinter mir und schüttelt ungläubig den Kopf. 
„Was is los, Jockes?“ mittlerweile bin ich am Küchentresen angekommen und suche 
den Korkenzieher für den Sekt. 
„Da guck doch, selbst! Mann Ole, was machst Du denn mit dem Schein da?“ Schein? 
Jetzt seh Ichs auch, der Typ ist echt eisenhart. Komplett von seinem Scheiß Gras zu 
gedröhnt bis oben hin, dass er mit dem gerollten Fuffi, den ich ihm gegeben habe, so 
rumhantiert, dass der den Schein nicht zum Schnupfen hinkriegt. „Nehm ihn den Fuffi 
grad ab, der braucht in dem Zustand jetzt sowieso kein Koks, hörste Jan“. „Und Du 
faules Stück, Ole kommst mal zu mir her, ich mach Dich wieder fit, Du Vollpfosten! Dir 
ist ja schon klar, dass Du heute Abend bei der Party fit sein musst, oder? 
Ich brauch nen gescheiten Manndecker und net so ne bekifften Schlafnase, die nix 
mitkriegt und beim ersten Patscher weg ist! Auf komm, her!“ 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ich fuchtle dabei mit der Sektflasche rum. So, gut offen des Dings! Dann den Tequila, 
damit mach ich jetzt für uns einen schönen Tequila Rapido! Ha, mit der freien Hand 
hol ich das Pack Pep aus meiner Tasche, Hole mit ner Bankkarte einen schönen Batzen 
von der geschmeidigen Paste raus und streich die über die Theke zum Trocknen. 
„Party, hey wanna fight for our Right to Paaaaarty“ schmettere ich mit lautem Organ, 
das sogar die Acid –Mukke uüberdröhnt. Aus den Boxen kommt „Monkey say, 
Monkey do“ vom fetten Westbam.

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Bumm, Bumm Aciiiiiiid“Mir stehen die Schweißperlen auf der Stirn, mein T -Shirt ist 
klatsch nass und ich spring dabei zum Bass „Monkey say, Ole do“ gröle ich weiter um 
hüpfe um 180 Grad rum, so dass ich in die Gesichter meiner Kollegen schau. „Opps, 
was denn mit Euch los?“ Die stehen echt so mit offenen Mündern da und glotzen mich 
an, als wäre ich so ein beschissener Fucking Lauterer und reden tun die nix! Absolut 
NIX! 
„We are right, fort he Fight, to partyyyyyyyyyy!!!!!!!“ 
Gröle ich dabei hüpfend, zum Acidtakt aus den Boxen, kein Zentimeter an mir, der im 
Moment nicht auf Feier-Modus bangt, zittert, sich irgendwie bewegt und so. 
Auf einmal lachen die drei bescheuerten Wichser wie auf Kommando alle drei parallel 
so was von laut los, dass die mich damit sogar zum Stoppen bringen. 
Ich glotz die alle an, „was geht? Ist was?“ 
„Achja, jetzt halt eefach mol die Klappe, Maxi!“ schwallr mir der Jockes entgegen und 
kommt auf mich zu und hält mich an den Schultern fest, so das ich halt von der 
Motorik her nicht mehr so rumhampel. „Ey, Alter Du solltest Dich mal sehen oder 
Hören, des si besser als jeder Carey - Film! Du laberst und labberst und schreist und 
singst und hüpfst hier rum, des is so geil, des is so geil“ „Was ist denn das für ein Koks, 
sag mal“ ruft jetzt auch Jan rüber, schaut dabei aber den Ole an, der immer noch auf 
der Couch unfähig rumliegt und versucht den Schein zu rollen. „Ole, hör jetzt mit dem 
Schein auf! Jan nimm ihm den mal bitte weg, bevor der mir den noch zerreißt in 
seinem Zustand!“ 
„Ne, aber jetzt mal im Ernst, Max oder Ole oder von wem auch immer des Koks is, gib 
mir bitte die Scheiße auch, ich auch haben will!2 „Und ich auch! Ich möchte auch den 
Schub ham und abgehen!“ Der Jockes, wie immer macht dabei schon das Speed mit 
der Karte auf, zieht sich 3 grobe Lines und Zack, da hat er sie auch schon Drin in seinem 
Riesen Zinken! „Jap.!“ Auch gut, aber sag mal echt, was geht denn mit dem Koks? 
Oder haste nen Trip geschmissen? „Spinnst Du! Heut doch net, Mann! Ich habe echt 
nur glaub ich vor ein paar Minuten 2 oder 3 Lines Koks gezogen, dann seid Ihr doch 
schon gekommen. Außerdem hat des der Ole von seinem kleinen Neu-Schwager, gell 
Ole?“ 
„Hä, was heißt hier Neu-Schwager, Du Spast, des is halt der neue Freund von meiner 
Schwester, verstehste? Von dem hab ichs gekriegt, verstehste? Aber der hat nix davon 
gesagt, dass es irgendwie besonderes sein soll, oder so, verstehste?“ „Wenn Du jetzt 
noch eemol verschtehst sagst, dann werde wir uns verstehen!“ Jaja, der gute Jan, mol 
wieder leicht gereizt! „Jan zieh erst mal die Lines jetzt vom Tisch und helf dem Ole 
hoch, dass der seinen Arsch zu uns rüwwer bringt, damit ich ihn wieder fiiiiiiiit machen 
kann! Und dann erzählt jetzt mal, was für eine Party Ihr jetzt heute klargemacht habt!“

132 
 
Gesagt getan, er hievt den Ole hoch, was für den zarten Jan mit seinen gut 120 kg bei 
knapp 2 Meter Größe no prob is und drückt ihn weg zu uns rüber. 
Der gute Jockes drückt ihm vorsichtig seinen Schein in die Hand und hat auch schon 
satte 4 Spuren hingerichtet. „Da hau rein die Scheiße, dann klappt’s auch mit dem 
Nachbarn und haut ihm dabei so was von auf den Rücken, das der Spasti fast schon 
wieder den  anderen Schein verliert. Meinen hat zum Glück der Jan unzerrissen 
gerettet und will damit das Koks vom Tisch ziehen, stoppt dann aber, als Seine Nase 
fast schon den Tisch berührt, guckt wie ein Fragezeichen, dann zu uns hoch „Was ist 
denn das für ein Koka? Färben die den Schnee jetzt auch schon polenmäßig blau wie 
des Speed, oder was?“ 
„Was meint denn damit, Du Spack“ Natürlich schauen der Jockes und ich jetzt genauer 
auf den Tisch zum Koks, der Ole ist mittlerweile bei seiner 2. Line, auch gut! „Ah, guck 
doch die Scheiße a, voll hellblau! Was soll des denn für ein Koks sein, hä Ole? Was  
haste Dir denn da für ne Scheiße andrehen lassen?“ „“Jetzt mal halblang, mein Guter, 
1. Hab ich es eben gezogen und bin mol richtig gut drauf. Naja ok, auf die Farbe habe 
ich dann auch nicht so genau geschaut bei dem Schummerlicht hier, aber es tut! Und 
wie es tut!“ 
„Ajo, des tut zuuuu gut für K-O-K-A-I-N !“ Genau das ist der Punkt!“ Mittlerweile rafft 
auch der Alte Kiffer hinter mir, das irgendwas nicht stimme. „Also, ich versteh des gar 
nicht. Das Kokain war echt lupenrein weiß vorhin, versteht ihr? Genauso wie die Pille 
die ich noch fuer später mitgenommen habe, absolut schee blau waren, versteht ihrs 
net. Die Pille warn blau, aber doch des Koks net!“ Alles Roger in Kambodscha, häää“ 
Da schüttelt der bekifften Typ hinter mir ungläubig sein bleeden Schädel hin und her 
und hin und her und hin. „Stopp! Du machst mich jetzt echt nervös! Bleib eefach ruhig 
wie die ganze Zeit und vor allem, Wackle nicht mit Deinen beschissenenen 
Quadratkopp, ok!“ So musste ich mir jetzt mal kurz Luft verschaffen. „Also nochmal 
im Klartext, Du Hohlbirne. Habe ich richtig verstanden, dass du beim deinem Neu -
Schwager…“ „Des ist abba net mein Neu -Schwager, verschtehst, sondern…“ 
„Ruuuuhhhee!“ jetzt blöckt auch der Jockes zu ihm hin“ „Ok“ ich resümiere weiter 
„also Du hast bei wem auch immer, Ko kain UND Acid geholt, richtig?“ „Ajo, des sag 
ich doch…“ „Alla gut, weiter, und dann?“ „Ah wie und dann? Dann heb ich des Koks, 
weil ja so viel war in keen Briefchen gekriegt, verstehst?“ „Ja, ich versteh, Du brauchst 
das nicht noch hundert Mal zu fragen, Verstehst DU?!“ „Jo, alla weiter, also habe ich 
den Folienscheiß von der Kippen Schachtel genommen, weil da halt viel mehr 
reinpasst und hab’s rein. Und dann bin ich wieder los, ich versteh hier jetzt echt nicht 
das Problem, was ihr hier aufführt, Echt Ihr  könnt einem den ganzen so schee 
begonnene Awend glei wieder versauen, wenn’s so weiter geht…“ Ok anscheinend 
lief sein Gehirn langsam wieder auf Touren, gut so! „Und die Pille? Du hast doch noch

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Pille geholt, haste gesagt!“ „“Ah, hör Doch zu, Du Penner, echt jetzt reicht’s mir mal 
gleich, Spast. Ich komm mir hier ja vor wie bei de Bulle im Kreuzverhör,“ Ok, ich merke 
wie sich der gute Ole reinsteigert. Sein rechter Fuß zittert jetzt schnell die Backen sind 
rot, nicht mehr viel und das war’s hier mit dem Abend. “Is ja gut, komm runna, Mann!“ 
Komm mir mache jetzt mol die Scheiß Tequila Rapido bevor wir alle wegen dem Jan-
Ich törne Euch alle schön ab, weil ich eefach keen Lust heb, wegzugehen, heute 
Abend. Oder Jan, halt jetzt die Schnute und kommt her Lets drink Rapido und let’s 
zieh very Much Pep into the nose, ah in die krumme scheppe, und dann erzählt jetzt 
endlich von der Party. Ihr habt doch eine klargemacht, oder? 
„Jaja, alles bene, damit, wir treffen uns später mit den Jungs vom Lutzeberg in 
Siebener zum Aufwärmen, da stoßen dann noch die Frankenthaler und die Altriper, 
also de Krüppel mit seinem Pack dazu. Ich denk, dass wir so gut locker 30 -40 Mann 
werden. Danach fahren wir uff die Rheinau in den Hafen, da soll ne richtig großen 
Party von den Schwetzingern Spastis abgehen. Beim Gerüstschanz in der großen Hall. 
Mit DJ vom Omen, geile Weiber ham die eh am Start und die Location is ja mol voll 
abgelegen und ausbaubar, oder!“ Er grinst jetzt auch wieder richtig gut gelaunt. Ok, 
das haben sie aber auch gut ausgecheckt, wenn man bedenkt das im kompletten 
Rhein-Neckar-Dreieck bis nach Worms und so, alle versuchen, dass wir von den Partys 
nichts mitkriegen. Diese ganzen Pe nner, echt. Da könnte ich schon allein bei dem 
Gedanken wieder Galle kotzen. Und grad noch die Schwetzinger Lutscher. Echt die 
widern mich an. Wenn ich schon an die denk, ok der Gibbel is cool, da gibt’s nix. Aber 
der Nowak und der Jojo -Kambama-Arrogantenscheißschnöselmöchtegern-Karateka-
Bastardndumme Kuhnkopf, bäh“ 
Ohne zu merken, habe ich das gerade nicht gedacht, sondern laut vor mich her 
gemurmelt. „Sag mol Max, Du warscht doch früher mit denen als zamme, oder?“ 
„Aja, das ist es doch, klar war ich mit denen zusammen und falls Du es vergessen hast, 
wohne ich seit gut und gerne 5-6 Jahren in Schwetzingen. Aber die Leit dort sind alles 
Wichser, kannste mir glauben, ich sprech aus Erfahrung! Die sind mehr so 
intellektuell- Möchtegernlutschi Heidelberg orientiert, wisst ihr. Ihr glaubt doch nicht 
das die mir was von ner Party sagen. Niemals. Echt!!“ Jetzt werde ich lauter und rege 
mich auf. „Wenn ich dran denk, dass ich gerade gestern Abend kurz im Kaffeehaus 
war auf 1 -2 Jackys und a waren die auch alle. Da hat nicht einer was gesagt. Null 
Komma null. Bastardnwichspenner! Dabei ham wir so ein bisschen Smalltalk gelabert. 
Das nötigste zwar nur, aber die haben mich schon gefragt was wir heute machen und 
so. Und auf meine Gegenfrage ham die echt voll mir mitten ins Gesicht gelogen, die 
Schanzlutscher! Die wissen auch noch nicht so genau, in Bammetal soll ja angeblich 
was sein und in Darmstadt, so halt. Und mit dem Gibbel habe ich sogar zwischendurch 
ein paar Tequila gesoffen an der Bar, der hat auch keinen Ton gesagt! DIESE W-I-C-H-

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S-E-R jetzt reg ich mich gerade richtig auf, denn:“ Und so ne Riesenparty, bei seinem 
Cousin dem Schanze, ist ja mal richtig lange geplant wie ich die kenn, wie damals bei 
den Brückenpartys. Diese Schwanz Lutscher!“ Ich hau mit der linken Hand so fest auf 
die Kante der Theke das ich abrutscht und mich auch noch aufreiße.“ Hey, komm Du 
mal runter, Max, reg Dich doch nicht auf, kennst doch die Penner, wir sehen die doch 
alle später und da bist dann Du der lachende Dritte!“ Ok, da hat er recht, was meint 
ihr wie die die alle blöd aus der Wäsche schauen auf ihrer ach so feinen Party mit DJ 
vom Omen und so, wenn wir das Haus klarmachen und auflaufen. Hach ja, da freue 
ich mich jetzt doch ein bisschen, hole ne Servierte und wickle die um die blutende 
Hand.“ Auf gib mir mal des Pep und so nen scheiß Acid her!“ Das brauch e ich jetzt 
um runter zu kommen, dazu 2 Tequila Rapido und ein paar Bierchen, dann klappt’s 
auch mit dem Max. „Die Pille liegen vorne auf Tisch beim Koks, bring ma für uns auch 
welche mit rüber. Denn eine Fahrt allein ist nicht gut! Die fahren wir doch gemeinsam 
durch die Nacht!“ Der Jockes und Jan sind mal wieder fast schon synchron, geile Sache 
mit denen. Ich liebe diese Jungs. Nicht so wie diese Dumme Kuh n-Schwetzinger-
Wichser…. „Du Max, nicht das Du Dich jetzt gleich wieder aufregst, aber Du warst 
Doch früher mal dicke mit dem einen oder anderen bei denen, richtig? Aber jetzt 
haste doch gar keinen Kontakt mehr. Und das kann doch nicht nur wegen dem Fußball 
sein, oder? Die wohnen doch quasi um die Ecke bei Dir?“ „Mann Ole, da war doch die 
Geschichte mit der Anzeige wegen irgendwelchen geklauten Jacken oder so ähnlich, 
stimmt’s, Maxi?“ 
Ach ja, die leidige Jackengeschichte, bin mal gespannt wie oft die noch aufkommt. 
„Aja, wir waren früher mal zusammen bei so ner Schicki -Micki Party von so reichen 
Kiddies irgendwo in Wiesbaden oder da in dem Bereich. 
Und da haben wir ein paar richtig geile abgefahrene teure Jacken klarmachen können. 
Ich müsste lügen, aber ich denke, dass ich mind. gut und gerne 20 Jacken gerippt hab 
dort. 
Und irgendwie gab es auf jeden Fall dann Probleme, weiß aber nimmer so genau, naja 
auf jeden Fall, ah die Chippie Jacke, die Du dir immer so gern ausleihst ist z.B. eine 
davon“ „Nee, oder, wie geil ist das denn“ „Naja, so geil war’s dann nach ein paar 
Wochen nimmer. Der Typ der uns mit dorthin genommen hatte, ich glaub der war 
dort sogar im Internat oder so, aber wurscht. Ey, wo sind nochmal die Acid, Ole?“ „Im 
Pack beim Koks mit drin, ich hatte doch vorhin beim Abholen nichts großartig dabei 
und der Markus  hatte auch nix mehr, deswegen habe ich die mit zum Koka rein in 
den……oh…oh. Kunststoffbeutel aus Folie und zugeschweißt mit Feuerzeug, oh, oh“ 
„Ah dann wundert mich nix mehr was mit dem Koks net stimmen sooo. Dir ist schon 
klar, dass sich die Pillen im Ko ntakt mit Pep oder Koks auflösen! Ich fass es net! Du 
bist mal richtig druff, Ole!“ „Ne, jetzt sag, wir…“begann Jockes „…wir haben jetzt

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sozusagen Acid-Koks“ vollendete Jan und begann an richtig schallend zu lachen, so, 
dass wir alle uns echt ausgeschüttelt hatten vor Lachen. Ich hatte Tränen in den 
Augen. Aber scheiß Drauf, die Wirkung passt und außerdem hats eh der Ole bezahlt. 
“Ole Du bist echt mal ein Freak, geil Alter, einfach nur geil!“ „Auf Jungs ich leg mol für 
jeden so 2 Aciiiiiiidkkoooooookaaaaaaanooooooooossssseeeeee und dann machen 
wir Paaaaaaarttyyyyyy!!!!“ 
„We are right fort he fight to party……“ 
„We are right fort he fight for Party……“ 
Ok dar Abend konnte kommen, wir sind verdammt gut drauf. 
Aber wenn ich an die Geschichte mit den Jacken denk, wo die mich alle verkauft haben 
und so getan hatten als hätte ich die alle geklaut und auch noch meine Adresse den 
Bullen und so und ich nicht zufällig die meisten Jacken verliehen hätte, dann wäre ich 
glaub ich zumindest nicht mit der damals trotzdem verdammt hohen Geldstrafe von 
7.500 DM und 1 Jahr auf Bewährung davongekommen, diese Bastardndumme Kuhn! 
„Faschistenverräter, Alles Pisser, die annere aus Schwetzingen, Drecksbagage, Ihr 
werdet heute Nacht bluten dafür! Alle!“ 
Jetzt schrie ich und die drei stimmten lautstark mit ein: 
„Wir werden die Faschisten ausrotten! Und Ihr Blut soll fließen!“ 
Immer wieder schrien wir uns jetzt in Rage, Zogen das geile Acid-Koks, dazwischen ein 
bisschen Pep, ein paar Tequila Rapido und zum Bass aus den Boxen: “Aciiiiieeeeed, 
We are right fort he fight to party…!!!“ 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ach eine Kleinigkeit hatte ich noch vergessen zu erwähnen, die evtl. das Rätsel auflöst, 
warum uns keiner auf den Partys haben wollte. Denn als CB waren wir ja echt mal

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richtig anerkannt, respektiert und vor allem von jeden gefürchtet im Gebiet und in 
den Fußballstätten bundesweit, da der Waldhof damals noch in der 1. Liga gekickt 
hatte. 
 Und ich schwöre es, wir waren die besten Hooligans in gaaaanz Deutschland. Da 
konnten die Arminia, die Lauterer usw. kommen, wir klatschten zu der Zeit alle weg. 
Alles und jeden der uns in den Weg kam. 
Nur leider war es zu dem Zeitpunkt zumindest bei uns in der Kerngruppe, sag ich mal, 
so, dass wir uns nicht mehr nur mit anderen Hools hauten, sondern das genügte 
einfach nicht mehr. Wir wollten diesen Kick, den man mit dem Adrenalin und den 
Endorphinen und so beim fighten kriegt immer und überall. Vor allem das immer war 
das Problem, denn es war so schlimm, dass wir kaum auf ner Party innerhalb von 10-
15 Minuten so Stress dort hatten das wir echt alle klein schlugen und sehr sehr viel 
Normals krankenhausreif schlugen oder zu Krüppeln oder ins Grab. Wir waren zu gut, 
zu hart, zu brutal zu emotionslos. Uns war das auch Scheiß egal. Keine Gnade, kein 
Zurück, der Gegner wird solange kaputtgeschlagen bis er sich nicht mehr rührt, denn 
nur dann ist es gewährleistet, dass er nicht noch mal aufsteht und evtl. dich selbst von 
hinten umschlägt! Nur so. Die mussten regungslos liegen in Ihrer Soße! Alle selbst 
Schuld verwichste BastardnFaschistenschwanzlutescher da draußen. Alles ein Pack, 
alles ein Pack von derselben Sorte. 
Ich habe noch nicht mal heute im Nachhinein irgendwelche Schuldgefühle oder son 
Scheiß, denn How ever, thats the Life and we are right tot he Fight to Partyyyy!!!!!

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Sommer 1993 / Einmal Malle und zurück 
1993 - Harte Zeiten standen uns bevor:  
Keine Weltmeisterschaft auf dem Programm, keine Europameisterschaft,  
die Bundesliga ging in die Sommerpause, acht Wochen ohne Fußball!  
Zeiten wie diese verlangten nach einem Notfallplan. Und es konnte nur eine Lösung 
geben: Mallorca! 
Ole, Jan und ich verbrachten jede freie Minute miteinander. Wir gingen in denselben 
Boxverein, wir joggten im Wald, wir besuchten dieselben Partys und waren überall 
zusammen eingeladen. Uns gab es eigentlich nur noch im Dreier -Pack, ganz egal, 
worum es ging: Sport, trinken, feiern – Schlägereien. 
 Mallorca! Die Entscheidung fiel auf Cala Ratjada und in kürzester Zeit waren fünf 
weitere Kollegen aus Alltrip mit an Bord – darunter auch der Krüppel und der Jockes- 
und dazu noch ein Haufen zusammengewürfelte Jungs, die auch immer irgendwie mit 
dabei waren auf den Partys und so. Das Reiseprogramm musste nicht weiter diskutiert 
werden: 18 Mann, 14 Tage Party. Das Reisegepäck: Shorts, T -Shirts, sehhhhr viele 
Kopfwehtabletten und Maaloxan gegen Sodbrennen und Magenüberr eizung. Unser 
Kiffer Ole hatte überdies noch 2 Platten Haschisch irgendwo versteckt untergebracht, 
um die zwei Wochen in Spanien einigermaßen über die Runden zu kommen. Zu 
unserem Erstaunen lief uns schon am ersten Tag eine Gruppe junger Hooligans von 
der Bielefelder Blue Army, vor die Fäuste. Arminia Bielefeld und der Waldhof spielten 
zu jener Zeit auch noch in der 2. Bundesliga gegeneinander, die Rivalität zwischen den 
beiden Seiten war so auch entsprechend groß. Eine Gruppe von acht jüngeren Kerlen, 
deren Outfit der ganzen Welt signalisieren sollte:  
Achtung, wir sind Fußball -Hooligans und wir sind gefährlich! Alle acht Kerle in 
Komplettausstattung, bestehend aus Blue -System- und Chevingon-Klamotten und 
dazu die obligatorischen New -Balance-Turnschuhe. Für uns an diesem Nachmittag 
der erste Lacher, denn in dieser Uniform ging man eigentlich schon seit geraumer Zeit 
nicht mehr zum Fußball, weil mittlerweile selbst der älteste Dorfsheriff diese Marken 
mit Fußball und Gewalt in Verbindung brachte. 
Die Sache war in wenigen Sekunden erledigt. Die Bielefelder Nasenbeine brachen wie 
Hähnchenknochen und der Erholungsurlaub der acht „blauen Soldaten“ aus Bielefeld 
war am ersten Tag bereits beendet! 
Für uns fing er gerade erst richtig los. Ich sehe noch heute die entsetzten Gesichter 
unzähliger Touristen, die Augenzeugen dieser kurzen, aber heftigen Schlägerei 
geworden waren. Und ich sehe vor allem noch die verstörten Blicke, die uns 
verstohlen muster ten, wie wir ohne jede erkennbare Emotion einfach wieder zu 
unseren Tischen an der Promenade zurückkehrten und die nächste Runde Wodka 
bestellten. 
Diese Kaltblütigkeit, die in uns allen steckte, mochte für viele „normale“ Menschen 
das Unerklärlichste an unserem Verhalten gewesen sein. Wir waren eine Gruppe von 
Männern, die scheinbar grundlos explodieren und andere Menschen auf brutalste 
Weise hemmung slos zusammenschlagen konnten, um von einer Sekunde auf die

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andere wieder zur Tagesordnung überzugehen.  
Party, Schlägerei, weiterfeiern! 
Ohne jede Form von Reflexion oder sogar Gewissensbisse oder son unnötiger Scheiß, 
die irgendwelche Leute bei den beschissensten kleinen Regelverletzungen schon 
haben sollen. Hatten wir andere verletzt? Wenn ja, dann völlig zu Recht! Selbst 
schuld! Einen Wodka, bitte! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Es gab nicht den geringsten Grund, unser Handeln zu überdenken. Wir waren zu jener 
Zeit bei zwei bis drei Schlägereien pro Wochenende derart an die ständige körperliche 
Gewalt gewöhnt, dass keiner von uns auch nur ansatzweise darüber ins Grübeln kam. 
Die s ogenannte Hemmschwelle, die den Menschen normalerweise vor solchen 
Gewaltausbrüchen bewahrt, war bei uns über die Jahre hinweg verschoben worden. 
Eigentlich existierte sie gar nicht mehr (falls sie das bei dem Einen oder Anderen 
überhaupt je vorhanden war. Bei mir jedenfalls, solange ich an die Zeit zurückdenke, 
gab es die noch nie oder ich habe sie net bemerkt). 
 
Ich erinnere mich, wie ich nach einer Kneipentour am nächsten Morgen von meiner 
damaligen Freundin völlig von der Rolle geweckt wurde. Sie war völlig außer sich und 
drehte schier ab, nur, weil sie mein blutverschmiertes T-Shirt im Bad gefunden hatte. 
Sie beschimpfte mich, machte mir schlimmste Vorwürfe und ich brauchte erstmal ein 
paar Minuten, bis ich mich an einen „kleinen“ Zwischenfall mit ein paar Arschlöchern 
vom Vorabend überhaupt wieder erinnern konnte. Das kennt ihr doch bestimmt, 
wenn die Erinnerun g so langsam zäh und Stückchen für Stückchen in immer 
detaillierteren Erinnerungsfetzen bei einem hochkommt, wenn der Vorabend halt 
irgendwie mit Drogen oder Alk oder irgendeinem anderer Druff -Scheiß Dich ins Aus

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geschossen hat, oder? So ein beschissener klassischer Blackout mit Backflashs vom 
Feinsten. Und dann noch die Alte die rummeckert, schlimmer geht´s da eigentlich echt 
nimmer! Am liebsten ihr dann ein paar in ihr aufgerissenes Schandmaul hauen oder 
sie halt irgendwie anders zur Ruhe bringen, Hauptsache sie hält in diesem Moment 
ihr beschissenes kleines Blasmaul. Alles Dumme Kuhn die nur meckern, nörgeln und 
Hauptsache viel Geld ausgeben können. Meiner Meinung, und das ist mein voller 
Ernst, sind die Weiber zu ficken, da und ansonsten sollen sie ihr dummes Maul halten 
oder sich nach dem Abspritzen einfach noch schön den Schwanz ablutschen und sich 
dann verziehen. Das Wäre das wirklich beste.  
 
Blasen – Ficken – Lutschen- Fertig! 
 
Und dann ab, wohin auch immer!  Hauptsache weit weg und nur nix gesagt. Das wäre 
unter uns Männern gesagt doch echt alles cool, oder siehst Du das anders? Häh? 
Aber nein! Die scheiß Weiber mischen sich überall ein und motzen und motzen und 
jammern, bla bla bla. Ach halt doch einfach Dein blödes Maul, gifte ich Sie mit 
erhobener Faust an, so dass sie sofort blickt, dass hier der eine oder andere Ton etwas 
too much für meine morgendlichen Backflashergüsse sind! Echt, eine Schlägerei war 
für mich längst kein prägendes Ereignis mehr – es war normaler Alltag! 
Wie alltäglich, sollte ich in diesem Urlaub noch erfahren. 
Ich saß mit einem der zusammengewürfelten Jungs in einer Bar. Er hieß original 
Jockes! Ja echt, jetzt kein Spruch! Wie mein langjähriger Weggefährte, der ja auch 
dabei war! Krasser Scheiß als, das Leben!  
Aber: ne deutsche Mutter und einen griechischen Vater. Seine Spezialität: zuerst 
Karate und dann Muay -Thai-Boxen. Bei dieser Kampfsport -Variante handelt es sich 
um eine verschärfte Art des Kickboxens, bei der Knie- und Ellenbogenschläge an den 
Kopf zugelassen sind. Jockes wohnte damals in einem üblen Mannheimer Stadtteil, in 
dem eine solide Kampf -Ausbildung nicht schaden konnte. Er wurde plötzlich ernst: 
„Max, kann ich dir mal was erzählen?“ 
Ich spürte sofort, dass ihn etwas beschäftigte, weil er halt so rum stammelte und die 
richtigen Worte suchte:  
„Ich habe in letzter Zeit etwas Angst vor mir selbst.“  
Ok, dachte ich, und weiter? Willkommen in der Welt von Max Bane, Arschloch! Ich 
wusste quasi nicht so wirklich, was er mir damit sagen wollte, und wartete, bis er seine 
Gedanken neu gesammelt hatte.  
„Ich glaube, ich würde gerne erfahren, wie es ist, die Grenzen noch weiter 
auszuloten“, fuhr er – noch immer in Wortfetzen und so Wort für Wort kryptisch fort, 
der Langweiler! Alter will er mir jetzt was Wichtiges sagen oder labert der halt sein 
Müll daher und labert halt so? Nach einer weiteren kurzen Pause packte er dann seine 
Gedanken offen aus: „Wie ist es wohl, wenn jemand so lange geschlagen wird, bis er 
stirbt?“

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Hatte ich richtig gehört? Ich wusste nicht, ob ich ihn tatsächlich verstanden hatte, da 
hörte ich erneut seine leise langweilige Stimme: „Weißt du, eine harte, ausgeglichene 
Schlägerei, die einfach nicht endet. Bei der es kein Halten gibt, wenn der Gegner 
aufgibt oder bewusstlos am Boden liegt. Eine Schlägerei, die mit dem Tod eines 
Kämpfers endet. Daran muss ich in letzter Zeit häufig denken.“ 
„Hm, also so wie immer halt! War der mit mir eigentlich schon mal irgendwo dabei 
beim Klatschen, der halbgriechische Herr Karate-Muay-Thai-Boxer? 
 
Mir fehlten die Worte. Labert hier stunden um den heißen Brei rum und macht so auf 
Geheimnis und Vertrauen und Oh, Gott ich pack jetzt mit was gaaaanz Schlimmen aus, 
und dann rückt er mit so einem dummen Spruch bzw. Frage raus! Echt was die immer 
für Vollpfosten mitanschleppen. Ich muss mal mit den Jungs sprechen. Des kann doch 
nicht wahr sein. Sogar im Urlaub schleppen sie diese Hohlbirnen an. Und ich hör mir 
die Scheiße von dem ElGrecco auch noch an. Ich fass es echt nicht. Und was will er 
jetzt von mir h ören? So ne Art, Ach Gottchen, das geht aber nicht! Das ist doch 
gesetzlich bestimmt nicht erlaubt, einen Gegner bei ner Schlägerei tot liegen zu 
lassen. Ja das geht nicht, mein Herr! „Boa“ puste ich jetzt doch laut in seine Richtung 
„wenn’s halt so is, dann ist es halt so, Mann! Ist doch net Deine schuld dann, er hätte 
sich halt nen anderen raussuchen sollen, evtl. ein beschissenes Schulkind oder so was 
in der Art. Punkt! Depp, Echt! Willst Du mich eigentlich hier verarschen, du Dumme 
Dumme Kuh ? Laberst mir hier Dein Scheiß ans Ohr, mit deinem halbgriechischem

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Genuschel, dass man fast nix versteht und dann so ein Spruch! Ich spring jetzt auf und 
feg direkt mal die Gläser vom Tisch runter. Direkt über dem Penner drüber! Hör jetzt 
genau zu und dann laber mich bitte im restlichen Urlaub nimmer an, gar net hörste, 
Du jämmerlicher Scheiß Drecks Karate Fuzzi! Vergiss die ganze Dumme Ideen eefach 
und gut. Oder meinst mit deinem Scheiß Thairumgehampel kriegst überhaupt 
jemanden außer halt nen Bub dahin? Nein, Nein, Nein! Und wenn Du es nicht glaubst, 
dann komm einfach her und probier’s aus! Hörste komm her und Versuchs, Du Pisser, 
Dann schlag ich Dir den Drecks Schädel ein, so schnell kannste gar net gucken. Bäh!“ 
Dabei spuck ich ihm ins komplett entsetzte Gesicht und will schon nach nem Glas 
greifen ums ihm über zu ziehen, aber zu seinem Glück habe ich die schon vorher 
abgeräumt. 
„Geh mir aus dem Auge, bevor ich mich vergesse, Scheiß Wichser!“ Mit diesen Worten 
die ich jetzt schreie und sich die ganze annere Gäste jetzt zu uns umdrehen und auch 
noch doof schauen. „Ja und was ist mit Euch, Ihr Spackos? Wollt ihr dabei auch gleich 
ein paar in die Fresse oder kümmert ihr euch lieber um Euren eigenen Scheiß?“ 
Ok, die merken, dass ich nicht spaße und drehen sich sofort wieder still um. Und der 
Grieche, der Missratene, den wir auch noch hierher mitgenommen haben, der sagt 
auch nix mehr und guckt jetzt in Richtung Bode. So im Nachhinein vermute ich, dass 
dieses Gespräch von ihm anders geplant war so ablauftechnisch. Aber nicht mit mir! 
„Hallo, ich bin M -A-X B -A-N-E und keener von Euren 
SandkastenMatschbirnearschfickern, dass das klare ist!“ Mit den Schreien durchs 
Lokal dreh ich mich um und geh einfach raus, bevor ich den Penner echt noch platt 
mach. 
Wie schon gesagt, Gewalt war für mich sowas von alltäglich, ich kenn das gar nicht 
anders! Aber in diesem Urlaub, der es wirklich noch in sich hatte, sollte auch ich noch 
erfahren, wie sehr das alles Alltäglich für mich war!

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Ich muss gestehen, dass ich an diesem Abend die düstere Vorahnung bekam, dass 
Jockes vielleicht schon bald nochmal die Schnauze aufreißen würde. Entweder bei mir 
oder wahrscheinlicher bei einem Andren von den Spackos. Ich ging jetzt auch davon 
aus, das die zusammengewürfelten alle so wie der Halbgrieche waren. Denn ich hatte 
die ja NICHT angeschleppt. Ich habe meinen Kreis und will auch gar keine neuen 
Matschbirnen kennen lernen. Die gehören eh alle zu den Anderen da draußen, das ist 
mal 100% klar! Oder sollte ich den Wichser bei ner guten Gelegenheit gleich 
plattmachen? Wer sollte mich denn auch davon abhalten können? 
Ein paar Tage später war ich mit Jan, Nils, Lars und beiden Jockes unterwegs. Wir 
hatten schon ein paar Tage und Nächte auf Malle nach dem Zwischenfall hinter uns 
und eigentlich hatte ich das auch schon wieder vergessen und war deswegen auch 
nicht irgendwie angepisst, sondern eher absolut relaxt und so. Unsere Stimmung war 
prächtig. Aber ich ertappte mich dann doch immer wieder dabei, wie ich Jockes 
heimlich, fast unbewusst beobachtete. Ich musterte ihn verstohlen, immer auf der 
Suche nach einem verborgenen  Hinweis auf die Anderen. Und ich spürte, wie ich 
insgeheim hoffte, dass Jockes am allerbesten einfach weg wäre! Genau, einfach weg 
und gut! Ja, das wäre gut und ich müsste mir den Tag nicht mit dem dummen Penner 
versauen. 
Wir kamen an einer Burger-King-Filiale vorbei. Unzählige Gäste saßen in der warmen 
Sommernacht vor dem Lokal und stärkten sich mit Hamburgern und Pommes. An 
einem benachbarten Tisch saßen zwei junge Frauen und ein großer, kräftiger Typ mit 
kurzrasierter Ted-Tolle. Plötzlich trat dieser Jockes aus unserer Reihe schnell voraus, 
ging zu dem Tisch zu und blieb dicht vor den drei Gästen stehen.  
Was geht denn jetzt wieder mit dem Typ durch, jetzt reicht’s! Jockes blickte dem Ted 
in die Augen, nahm den Burger von dessen Teller und biss genüsslich rein, was für ein 
widerlicher Griechischer Penner! Er blieb stehen und kaute in aller Ruhe. Der Ted 
blieb aber zu meiner Verwunderung ganz cool, auch im Ton, Respekt! Hob die Hand 
und verlangte seinen Burger zurück. Ich merkte, wie mich die innere Unruhe der 
vergangenen Tage langsam übermannte. Würde Jockes sich im Griff haben? 
Mit seiner linken Hand griff Jockes nun nach dem Cola -Becher, der vor dem Ted auf 
dem Tisch stand, und nahm einen großen Schluck aus dem Trinkhalm. Alarmstufe Rot! 
Bei dem Ted? Bei dem dappichen Jockes? Oder bei mir? Die anderen von uns glotzten 
auch nur ganz bescheuert auf diese recht skurrile Szene und wollten wissen, was der 
jetzt dann macht. Ok, ich muss dazu sagen, dass ich keinem was von dem Vorfall mit 
dem Griechen erzählt hab. Das ist besser so, sonst labern die auch noch den ganzen 
Tag auf mich ein und machen ein auf Love, peace und Harmonie, Hauptsache ich lass 
den Typ in Ruhe. Denn wie gesagt immerhin hatten wir selbst den ja auch mit seinen 
anderen Dumme Kuhnköpfen mitgeschliffen! Also nicht wir! Denn ich ja sicher nicht, 
Aber einer von den anderen halt, der einen auf friend und Chance geben und so ne 
scheiße machte. Aber ich sicher NICHT! 
Ein falsches Wort von der Tolle und es würde ein Sturm losbrechen, das spürte ich 
ganz deutlich. Ich starrte gebannt zu dem Nachbartisch. Und tatsächlich, der Ted griff 
Jockes am linken Handgelenk und sagte: „Es reicht jetzt. Hör auf! Es reicht!“ Cooler

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Typ, der gefällt mir und ist ja auch nicht mein Problem. Vielleicht nimmt der mir den 
Aufwand ab und macht diesen Wichser jetzt platt. Das wäre mal richtig fett geil! 
Das war’s. Der Typ hatte es gewagt, sich zu wehren! Der Abzugshebel einer 
entsicherten Waffe wurde mit diesem Griff an Jockes Handgelenk gezogen. Jockes 
schleuderte den Burger auf den Tisch, packte den Ted mit beiden Händen am Hals, 
zog ihn hoch und knallte seinen Kopf mit voller Wucht auf die Tischplatte – mitten in 
das Burger -Menü. Er riss den Schädel des noch immer konsternierten Teds noch 
einmal hoch und ließ ihn erneut auf den Tisch klatschen. 
 Die beiden Mädchen an der Seite des Teds schienen starr vor Angst. Jan und ich sahen 
uns kurz an. Für uns war das ein völlig sinnloser Ausbruch, wohlgemerkt von einem 
aus unserer Gruppe auch noch! Völlig außerhalb jeder Regel. Ich versuchte, die Lage 
zu scannen. War Polizei unterwegs? Gab es schon erste Anzeichen für eine Panik? 
Wumms. Jockes schlug den Kopf des Teds ein drittes Mal auf den Tisch. Dann packte 
er den Typen am Hals und begann ihn zu würgen und wie von Sinnen anzuschreien. 
„Sprich mich nie wieder an! Hast du das verstanden, du Wichser? Nie wieder!“ 
Lars, neben mir, bewegte sich jetzt dann doch langsam auf Jockes zu, um ihn von dem 
Ted wegzuziehen. Die Sache sollte ein Ende finden. Was Jockes da veranstaltete, war 
nicht in unserem Sinne. Es gab keinen Anlass, keine Provokation – nichts. Da war nur 
das unbändige Verlangen von Jockes, einen Menschen – egal welchen – zu verletzen. 
Außer das halt, aber diese Chance war so gut wie rum, der Ted den beschissenen 
Aggro Griechen von uns wegmacht. Mann, hol doch ne Knarre, ein Messer, irgendwas 
raus und ramm es dem Typ in den Hals uns lass ihn ausbluten. Wir lassen Dich auch 
laufen, da hättest mein Wort. Hauptsache unser Problem ist fort! 
Der Burger-Laden war voll besetzt, aber niemand getraute sich, dem armen Kerl zu 
helfen. Und dann – völlig überraschend – sprang ein junger Kerl auf. Ein asiatischer 
Typ. Gut austrainiert, muskulöse Arme, aber deutlich jünger als Jockes – vielleicht 
Anfang 20. Er saß zwei Tische weit von dem Ted entfernt, und schon während er von 
seinem Stuhl aufsprang, schrie er mit voller Lautstärke: „Hör auf! Lass ihn in Ruhe. 
Hör jetzt auf!“ 
 Der Kerl bewegte sich schnell und elegant. Mit einer Hand auf einen Tisch gestützt, 
nutzte er den Schwung seiner Bewegung aus und trat Jockes mit einem gekonnten 
Tritt auf den inneren Rippenbogen. Jockes musste zwei Schritte nach hinten 
ausweichen, um die  Wucht dieses Trittes abzufangen. Er ließ endlich von seinem 
Opfer ab. Er hatte einen neuen Gegner. Der Ted erhob langsam seinen Kopf, der rot 
und angeschwollen war, aus dem zermatschten Essen. Der Asiate positionierte sich 
schützend zwischen den Ted und J ockes: „Jetzt hör auf mit der Scheiße und 
verschwinde!“ 
Ein mutiger Auftritt von dem Schlitzauge! Die Chancen das der Grieche platt gemacht 
wird steigern sich wieder. Ich merkte wie jetzt auch bei mir das Adrenalin hochstieg. 
Also, ich mein, normalerweise hätten wir den Laden schon komplett 
auseinandergenommen, aber nicht für den Typ! Niemals! Der war keiner von UNS! 
Das war ein Spion der Anderen! Also ließ ich das Ding weiterlaufen. Der Asiate schien 
zwar gut in Form zu sein, war aber einen ganzen Kopf kleiner als Jockes und wog

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mindestens zehn Kilo weniger. Und er musste gesehen haben, dass Jockes nicht 
alleine unterwegs war. Obwohl wir uns bis dahin aus der Sache rausgehalten hatten, 
konnte der Asiate nicht davon ausgehen, dass dies auch so bleiben würde. Er sprach 
erneut: „Hör zu, es ist vorbei. Lass den Kerl in Ruhe, geh in dein Hotel und gut.“ 
Man konnte erkennen, dass Jockes tatsächlich für einen kurzen Moment 
nachzudenken schien. Die Anspannung war für alle Gäste greifbar. Was dann folgte, 
sehe ich noch heute wie einen Film vor Augen. Völlig unvermittelt – ohne jedes 
Vorzeichen – griff Jockes seinen Gegner an. 
 
Links, rechts, zwei harte Faustschläge prallten mit voller Wucht auf den Kopf des 
Asiaten, der die Urkraft dieses Überraschungsangriffes kaum fassen konnte. Dann ein 
Fußtritt auf den Kopf des Asiaten, der jedoch mit beiden Armen abwehrte und sofort 
nachsetzte. Wie ein Katapult schoss der kleine Mann in die Höhe, um Jockes voll mit 
dem Fuß ins Gesicht zu treten. Dann eine kurze Rechts -Links-Faustkombination 
mitten in Jockes Gesicht. Treffer – Treffer, Jockes taumelte kurz. War das der Gegner, 
auf den er zu warten schien? Der Gegner für den ultimativen Kampf? 
 Wir konnten sofort erkennen, dass der Asiate über eine ausgezeichnete Kickbox -
Ausbildung verfügte. Ein fast filmreifer Schlagabtausch schien sich zu entwickeln. So 
wie ich es in der Realität noch nie erlebt hatte. Normalerweise dauerten Schlägereien 
nur wenige Sekunden – vielleicht auch mal eineinhalb Minuten, aber dann war in aller 
Regel einer von beiden am Boden. In jener Nacht auf Mallorca sahen wir Hollywood 
– mitten auf der Straße vor einem Burger-King-Lokal. 
Der Kampf wogte hin und her. Schon seit Minuten. Fast abwechselnd vermochten 
beide Kontrahenten ihre Wirkungstreffer zu landen. Der Asiate blutete leicht am 
rechten Auge und auch seine Oberlippe schien aufgeplatzt. Jockes linkes Auge war 
fast vollständig z ugeschwollen und aus einem tiefen Cut lief Blut über den 
Nasenkamm. Noch immer tobte der Kampf mit unverminderter Härte und Brutalität. 
Lars und Nils, die beiden neben mir standen der Schlägerei am nächsten. Lars schrie 
energisch und keinen Widerspruch duldend in die Runde. „Niemand mischt sich hier 
ein. Das machen die beiden untereinander aus!“ „Ja, das das hier mal klar ist!“ Schrie 
ich natürlich noch hinterher, denn die Chancen standen doch sehr gut gegen den 
Spion!“ 
Die Straße füllte sich von Sekunde zu Sekunde. Unzählige Touristen standen mit weit 
aufgerissenen Augen und starr vor Entsetzen einfach da. Frauen schlugen sich die 
Hände vor das Gesicht. Eine Schlägerei von solch unglaublicher Intensität und 
Brutalität hatten selbst wir noch nie erlebt. Was mochten diese Passanten denken? 
Die Schlägerei dauerte nun schon Minuten. Beide hatten bereits unzählige Schläge 
eingesteckt und noch immer schien kein Ende in Sicht. Jockes erwischte den Asiaten

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mit einem schweren rechten Schlag unterhalb des Jochbeins und schien infolge dieses 
Treffers zu explodieren. Er ließ dem Asiaten von einem Moment auf den anderen gar 
keine Möglichkeit mehr, sich zu wehren. Die nächste Salve harter Schläge prallte auf 
den Kopf von Jockes Gegner. Links, rechts und ein Fußtritt direkt auf das Brustbein. 
Der Asiate schnappte deutlich hörbar nach Luft, als die nächste Links -Rechts-
Kombination auf Kinn und Nase einschlug. Der Nasenrücken brach sofort auf und ließ 
das Blut geradezu strömen. 
Jockes machte einen Schritt nach vorne und traf die ungeschützte Leber seines 
Kontrahenten mit einem Dreh kick. Fuck, der Widerstand des Asiaten war gebrochen 
– das war mir nach diesem Tritt sofort klar. Was, wenn Jockes nicht aufhören würde? 
Meine Kumpel brachten sich erneut in Position. Die Arme des Asiaten hingen kraftlos 
vor seinem Oberkörper. Er schaffte es nicht mehr, seine Hände schützend vors Gesicht 
zu halten. Er stand nur noch da wie ein Fleisch gewordener Sandsack und das ist 
definitiv absolut nicht gut! Scheiße! 
Und Jockes schlug erneut zu. Seine rechte Faust explodierte ungebremst und 
ungeschützt auf dem Kopf des Asiaten und hinterließ eine verheerende Wirkung. Der 
junge Kerl flog einen Meter nach hinten und knallte mit dem Hinterkopf gegen ein 
schweres eisernes Rollgitter, das die Schaufensterscheibe eines Bademodengeschäfts 
schützte. Der Asiate war stehend k.o und blutete ungebremst aus zahlreichen 
Kopfwunden. 
Lars bewegte sich auf Jockes zu, um seinen Freund endlich zu stoppen, aber da setzte 
dieser schon zu seiner nächsten Attacke an. Jockes streckte sein rechtes Bein hoch 
über den Kopf seines deutlich kleineren und bereits gekrümmten Gegners und ließ es 
wie ein Fallbeil herunterkrachen. Die Ferse seines Schuhs bohrte sich wie ein Hammer 
in die Schädeldecke des Asiaten, der noch in der Sekunde des Aufpralls sein 
Bewusstsein verlor. 
Die Augen verdrehten sich, die Augenlider fielen runter und er sackte in sich 
zusammen. Er rutschte an den Eisenstäben des Schaufenstergitters herab. Seine 
Beine knickten einfach zur Seite und der arme Kerl fiel gänzlich unkontrolliert zu 
Boden. Der Kopf d es Asiaten knallte dabei auf die Granitplatte des 
Schaufenstersimses und der Junge kam regungslos zum Liegen. Lars stürzte sich von 
hinten auf Jockes und umklammerte ihn mit beiden Händen. „Los, es reicht Jockes, es 
reicht. Hör auf. Hör auf. Der Junge hat genug.“ 
Es standen mittlerweile bestimmt 60 Leute in einem großen Halbbogen um uns 
herum. Sechzig Menschen, die unbeschwert Urlaub auf Mallorca machen wollten und 
in diesen Minuten Zeugen eines beispiellosen Gewaltexzesses geworden waren. Lars 
riss noch immer an J ockes, der weiterhin auf den Asiaten fokussiert war. Ich blickte

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unserem Spion hasserfüllt in die weit aufgerissenen Augen. Pupillen wie diese hatte 
ich bis dahin nur bei Leuten gesehen, die unter starkem Kokain-Einfluss standen. Das 
hier war kein Kokain – Jockes befand sich in einem Gewaltrausch. 
 In seinem Gesicht war kein Rest von Skrupel oder Empathie mehr zu lesen. In seinen 
Adern schien nur noch Adrenalin zu pulsieren. Er blutete zwar aus zwei Wunden in 
seinem geschwollenen Gesicht – Schmerzen schien er jedoch keine zu spüren. Ganz 
in seinem dunklen Tunnel gefangen, war Jockes nicht mehr ansprechbar. Er schaffte 
es noch nicht einmal, sich normal zu bewegen. Alles war wie erstarrt und völlig 
erkaltet … 
Den Ausdruck in Jockes Augen werde ich nie vergessen können. Was ich dort sah, war 
sogar für mich leicht furchteinflößend und bedrohlich, also ein bisschen wenigstens. 
Die Scheiße hier war, dass ich geblickt hab, dass viel zu viele Zeugen zuschauten, sonst 
hätte ich ihn mir direkt geholt und gleich platt gemacht, nicht erst Monate später! 
Alles in ihm und alles an ihm war rohe Gewalt. Es war das Böse, was seit einiger Zeit 
schon in ihm geschlummert hatte, denke ich zumindest. Wenn man hier überhaupt 
von „de m Bösen“ sprechen kann. Vieleicht haben aber auch die anderen ihn 
gesteuert, die können das ja schon irgendwie. Die sind echt gefährlich, deswegen 
müssen die auch alle zerstört werden! Nur Halt JETZT leider nicht. Das war sogar mir 
klar! Er kannte keine Gr enzen mehr. Es gab kein Mitgefühl, keine Rücksicht, keine 
Gnade und keinerlei gesellschaftliche Konventionen mehr. Nur noch Gewalt. 
Als die Polizei eintraf, war es in der Menschenmenge totenstill. Lars führte Jockes 
unauffällig vom Tatort. Sie passierten im Abstand von nur wenigen Metern die 
heranrückende Polizei. Jan und ich folgten den beiden unter den entsetzten Augen 
unzähliger Menschen, von denen sich keiner getraute, etwas zu sagen. Niemand rief 
nach der Polizei oder zeigte mit dem Finger auf uns, die sich langsam davonschlichen. 
Es geschah einfach nichts. Da war nur diese unnatürliche Stille. 
Den Schock der unbeteiligten Zuschauer konnte ich zum ersten Mal teilen. Das, was 
ich da gerade gesehen hatte, war einfach zu viel. Dieser Gewaltexzess von Jockes 
berührte mich zwar nicht im Geringsten, aber es traf mich als Mensch und auch als 
Vollstrecker, das der hier abgeräumt hat. Der Feind in den Eigenen Reihen. Der nach 
Knoblauch stinkende griechische Voll dumme Kuh nspion der Anderen! Ich 
bewunderte diesen Asiaten. Er hatte Courage gezeigt und sich schützend vor einen 
Menschen gestellt, den er noch nicht einmal kannte. Und dann hatte er Mann gegen 
Mann gekämpft. So wie er es kannte und so, wie er es vermutlich gelern t hatte. Und 
dabei war er auf einen Gegner gestoßen, der keine Grenzen kannte. Auf einen von 
uns! Also nicht von uns, da ich ihn mir ja noch holen werde sobald ich eine Chance 
seh, aber halt ein Mitbringsel meiner feinen Kumpels. Und mit denen werde ich auch

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Tacheles reden, das ist auch bereits unausweichbar! Wer weiß ob die nicht 
mittlerweile auch mit den Anderen irgendwie schon unter einer Decke stecken! 
Damals in der Anstalt hätte ich meinen Eltern, die ich bis dahin echt nach meinem 
Dafürhalten gerngehabt habe und auch den Eindruck hatte, dass die zumindest mich 
geliebt hatten so als Sohn. Ja, denen hätte ich diesen Hochverrat an ihrem eigenen 
Blut auch nie niemals zugetraut, so jung und naiv ich doch war damals! Und so 
unschuldig! 
Ja, und das jetzt war also Mallorca! 
 
 
Das war ich! 
Und das waren meine Jungs!  
Und…. DAS war der Spion der Anderen!

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PAIN – Jerry, der irre Ami! 
Ich weiß noch heute, wie ich damals vor Wut geradezu schäumte. Wir kämpften uns 
weiter die Straße hoch und passierten eine Dönerbude. Kein großer Laden, nur um 
die 25 bis 30 Quadratmeter groß. Mir fiel auf, dass sich dorthin etwa 25 linke 
Autonome geflüchtet hatten. Sie standen da wie einfache Gäste und bestellten Bier 
und Döner. Auf den ersten flüchtigen Blick konnte man gewisse Auffälligkeiten 
durchaus übersehen. Es waren Männer und Frauen – alle zwischen 20 und 35 Jahren. 
Sie trugen unterschiedliche Klei dung, hatten aber alle eines gemeinsam: Alle ihre 
Kleidungsstücke waren ausnahmslos schwarz. Und die Haare klebten ihnen 
verschwitzt auf der Stirn. Ich wusste aus eigener Erfahrung, weshalb: Das kam von der 
Vermummung! 
Ich verzichtete auf jedes Vorgeplänkel und packte gleich den ersten, der mir in den 
Weg kam, an Hals und Kopf und zerrte ihn raus. „Alles raus! Alles raus hier! Sofort!“ 
Ich schrie laut und energisch. Ein wüstes Gedränge entstand. Tische flogen um, die 
Glastheke des Imbissstandes ging zu Bruch, die Kasse flog zu Boden. Auf solche Dinge 
konnte keine Rücksicht mehr genommen werden. Ein paar Autonome zündeten mit 
den geplünderten Schnapsflaschen aus dem Penny -Markt ihre Barrikaden an. Wir 
stürmten umgehend auf  sie zu und ich suchte nun die direkte Auseinandersetzung. 
Ich wollte den Kampf. Ich wollte endlich einem dieser Typen meine Faust in sein 
Gesicht rammen. Endlich den ehrlichen Kampf. Mann gegen Mann, ganz so, wie ich 
es kannte. Es musste geschehen. Die Wut musste raus. Irgendeiner von diesen linken 
Ärschen sollte endlich daran glauben! 
Ich spurtete auf die brennenden Barrikaden zu. Zu Beginn meines Angriffs drehte ich 
mich noch einmal kurz um. Ich wollte sehen, wo meine Kameraden bleiben würden. 
Aber da war ich schon gut 20 Meter von meinen Jungs entfernt. Steine und Flaschen 
flogen in meine Richtung. Egal. Endlich war er da. Der Tunnelblick. Das Rasen im Hirn. 
Dieser Drang, zu kämpfen. Jemanden zu schlagen, bis er nicht mehr kann. Den 
Tunnelblick hatte ich immer nur beim Fußball. Oder bei Kneipenschlägereien. Alles 
um mich herum schien z u verschwimmen. Nichts und niemand konnte mich 
aufhalten! Und wenn es das Letzte sein würde, was ich tat – ich musste kämpfen! Dass 
ich schon 30 Meter von meinen Kameraden entfernt war – egal! Als ich an dem ersten 
brennenden Müllcontainer vorbeirannte, tr af mich ein Pflasterstein oberhalb des 
Knies. Dieser Bereich war durch nichts geschützt. Ich spürte den Schlag und den 
Schmerz, aber es interessierte mich nicht. Weiter! Nach vorne! Weiter! Und plötzlich 
musste ich stehen bleiben. Die 20 oder 25 Autonomen waren weg. Einfach weg! 
Geflüchtet. Abgehauen – vor einem einzelnen Mann! Was für eine Welt war das? Wo 
blieb da noch ein Rest von Würde? Ein Rest von Ehre? Dann kam Jan angerannt. Sein

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Gesichtsausdruck war entschlossen. Er schlug mir besorgt auf die Schulter: „Alles klar? 
Bist du okay?“ 
Mein Zustand normalisierte sich langsam wieder. Jetzt erst konnte ich meine 
Umgebung bewusst wahrnehmen: „Für diese Steine werfenden Weicheier reicht ein 
Mann!“  
Ich konnte es noch immer nicht glauben. „Ein Mann!“ 
Erst jetzt schlossen die anderen Kollegen zu uns auf und ich sah die Angst in ihren 
kreidebleichen Gesichtern. Noch Monate später wurde ich auf diesen Vorfall 
angesprochen. Die Fragen wiederholten sich: Wieso ich ganz allein losgerannt sei. Ob 
ich denn kei ne Angst vor Verletzungen gehabt habe. Meine Antwort war immer 
dieselbe. „Wer hätte mich denn verletzen sollen? Einer von den linken Autonomen?“ 
Aber das sollte unsere Feierlaune nicht stören. Schließlich gab es noch ein 
Fußballspiel, alle Jungs waren anwesend, Bier war vorhanden. Das musste genügen, 
zumal es ein Sonntag war und die meisten von uns am Montag wieder arbeiten 
mussten. 
Nach Spielende verließen Jerry, Jockes und ich gemeinsam das Stadion. Es war 19:30 
Uhr und schon seit Stunden dunkel. Unser Ziel war eine unserer Stammkneipen in 
Stadionnähe. Durch die Nähe zur Oststadt wohnten in dem gesamten Viertel vor 
allem eher reiche Leute. Und ein paar Autonome. Wir passierten ein besetztes Haus. 
Weiße Laken, mit unsinnigen linken Parolen und den obligatorischen roten und 
schwarzen Sternen beschmiert, hingen aus den Fenstern. Hier hauste der Typ 
Mensch, den ich beruflich wie privat nicht zu meinem engeren Freundeskreis zählte. 
Ich musste wieder an die letzte Straßenschlacht denken, als sich vor dem besetzten 
Haus plötzlich der Bürgersteig füllte. Gut 20 Autonome strömten aus dem Haus und 
sammelten sich auf der Straße. Alle schwarz gek leidet, die Männer teilweise 
vermummt mit schwarzen Kapuzen und Sturmhauben über dem Gesicht. Die Dreckige 
ANTIFA! 
Wir blieben stehen. War das ein Traum? Hatten wir diese Typen tatsächlich einmal 
direkt vor der Flinte? Waren wir so nah an ihnen dran, dass sie ausnahmsweise einmal 
nicht weglaufen konnten? Es gab nur ein Problem: Wir waren drei und die hatten etwa 
20 Leute auf der Straße. Unsere Jungs saßen gar nicht so weit entfernt beim Saufen, 
aber die Autonomen standen genau dazwischen – wir hätten sie nicht informieren 
können. Unsere vermummten Feinde musterten uns ebenfalls. Und ich nehme an, sie 
wussten auf Anhieb, wer ihnen auf der anderen Straßenseite gegenüberstand. 
Unsere Reaktion war ungewöhnlich. Wer blieb schon mit drei Mann stehen, um eine 
Gruppe von 20 vermummten Autonomen ins Visier zu nehmen? Jeder normale

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Mensch hätte seinen Schritt beschleunigt und hätte zugesehen, dass er wegkommt. 
Aber wir waren keine normalen Menschen! 
Jerry, Jockes und ich schauten uns nur kurz in die Augen. Wir waren wie Brüder. Wir 
mussten nicht aussprechen, was wir in diesem Moment dachten. Es stand alles in 
unseren leuchtenden Augen geschrieben. Das Adrenalin strömte durch unsere Körper 
und verjagte den Alkohol aus den Gliedern. Ja, wir wollten sie! Wir wollten es ihnen 
ordentlich besorgen. Die Autonomen standen für alles, was wir seit Jahren 
verabscheuten. Und das würden wir heute Nacht klären! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wir standen uns endlose Sekunden gegenüber. Es war deutlich zu erkennen, dass sich 
die Autonomen beratschlagten. Weshalb sie das taten, erschloss sich uns nicht. Sie 
waren in der Überzahl, was gab es da noch zu diskutieren? 
Natürlich wussten die Autonomen, dass das Gebiet rund um das Mannheimer Stadion 
bei Heimspielen vom Waldhof fest in der Hand der City Boys war. Aber vor ihnen 
standen schließlich nur wir drei. Plötzlich nahm Jerry allen Beteiligten die 
Entscheidung über den weiteren Verlauf ab. Er trat auf die Straße, ging langsam auf 
die Autonomen zu und hob seine Fäuste an. 
Die Entscheidung war gefallen. Jerry hatte sie getroffen und es war klar, dass wir ihm 
folgen würden. Keiner von uns hätte den anderen im Stich gelassen. Auch nicht, wenn 
es zu dritt gegen 20 Vermummte ging! Ich verschaffte mir ein letztes Mal einen 
Überblick über die Situation. Ich schaute nach links, keine Polizei, keine Zivilpolizisten 
rechts, vereinzelt ein paar Fußgänger. Die Luft war rein. Und wir griffen an! 
Zwischen den geparkten Autos auf der anderen Straßenseite waren nur kleine Lücken 
frei. Die Autonomen schienen noch abzuwarten und blieben hinter den Autos in

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Deckung. Uns trennten nur noch vier Meter von der Gruppe in Schwarz, als die Typen 
plötzlich ihre Jacken öffneten und Waffen hervorzogen. Ich sah zwei abgesägte 
Feldhockeyschläger und mehrere Holzschlagstöcke. Das machte uns nur noch 
wütender. 20 gegen dre i und dann noch mit Waffen. Was für ein jämmerlicher 
Haufen. 
Wir preschten zwischen die Autos. Jerry schnappte sich den ersten, den er erwischen 
konnte, und streckte ihn mit einem schweren rechten Faustschlag gegen den Kopf 
nieder. Da die Vermummten dicht zusammenstanden, konnte der Typ gar nicht 
umfallen, sondern sackte nach hinten in seine Kumpane hinein. 
Ich stürmte Jerry nach und trat einem Vermummten mit Anlauf direkt vor die Brust. 
Drei Autonome gingen um die geparkten Autos herum und versuchten, Jockes 
anzugreifen. Mitten auf der Straße entwickelte sich umgehend eine heftige Prügelei. 
Und noch während ich mir den nächsten Kapuzenkopf zurechtschob, sah ich im 
Kampfgetümmel aus dem Augenwinkel einen Gegenstand auf Jerrys Kopf zurasen. Im 
Bruchteil einer Sekunde wurde mir klar, dass es ein Hammer war. Und im nächsten 
Moment gab es ein dumpfes Geräusch … 
Ich drehte mich um und sah nur noch Blut. Aus einer klaffenden Platzwunde direkt 
auf Jerrys Stirn sprudelte das Blut wie aus einer Quelle. Innerhalb kürzester Zeit war 
sein ganzer Kopf und Oberkörper von der roten Flüssigkeit bedeckt. Das war jetzt 
eindeutig zu viel. Blitzartig fielen alle Grenzen. Wir gerieten buchstäblich in einen 
Blutrausch und rasteten total aus. 
Jerry griff sich trotz seiner fürchterlich klaffenden Kopfwunde einen Autonomen und 
schlug ihm mehrmals mit der rechten Faust hart ins Gesicht. Ein hässliches Geräusch 
übertönte den Kampflärm. Es hörte sich an, als ob der Koch einer Imbissbude seine 
Schnitzel kraftvoll mit einem Fleischhammer plattschlug. Platsch! Platsch! Zwei 
weitere schwere Schläge explodierten im Gesicht des Autonomen. Jerry hielt den 
mittlerweile bewusstlosen Typen mit seiner linken Hand an der Jacke fest und drosch 
weiter auf ihn ein.  Platsch! Platsch! Platsch! Die Arme des Kerls hingen schlaff an 
seinem Körper hinunter. Seine Augen waren so verdreht, dass seine Pupillen gar nicht 
mehr sichtbar waren. Nur noch weiß. Seine Augen strahlten weiß – und leer. 
Ich schlug und trat auf alles ein, was in meiner Nähe war. Ob sich unter der 
Vermummung eine Frau versteckte oder nicht, spielte keine Rolle mehr. Hier ging es 
nur noch um Gewalt. Schmerz. Und Rache. Auge um Auge, Zahn um Zahn – in der 
Beziehung blieben wir meistens alttestamentarisch. Von links aus der Stadt stürmten 
drei weitere Mannheimer Jungs in unsere Richtung, die durch den Kampflärm auf die 
Schlägerei aufmerksam geworden waren. Jan, Olaf und Markus, drei kampferprobte 
Vertreter der Firm.

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Die drei sprangen sofort in die Autonomen rein. Und dann standen plötzlich auch 
noch Rolf und Sascha da – beide Köche in einem Mannheimer Szenelokal und 
Mitglieder bei den City Boys. Die Schlägerei hatte sich bereits auf den gesamten 
Bürgersteig und die Straße ausgebreitet. Der Lärm dieser Straßenschlacht war bis zur 
Kneipe zu hören. Innerhalb kürzester Zeit fielen gut 20 hoch motivierte Schläger aus 
Mannheim über die Autonomen her. Sie alle wussten nicht, was passiert war, aber 
das spielte keine Rolle mehr. 
Die Autonomen gerieten in Panik. Ihre Überzahl war längst Vergangenheit. Einige 
lagen bewusstlos und blutend auf der Straße oder versuchten bereits zu fliehen. Doch 
sie kamen nicht weit. Aus Jerrys Kopf schoss noch immer unaufhörlich das Blut. Er 
hatte nun jegliche Selbstkontrolle verloren. Er war der Raserei nahe und suchte sich 
ein Opfer nach dem anderen. Aus diesem Menschen war eine tobende 
Kampfmaschine geworden. Seine hassverzerrten Gesichtszüge waren selbst unter 
den Blutströmen zu erkennen. Ein Bild wie aus einem Horrorfilm. 
Ich verfolgte einen Autonomen über die Straße. Er versuchte, in ein fahrendes Auto 
einzusteigen und zu fliehen. Am Steuer saß eine etwa 50 -jährige Frau, die vor 
Schrecken erstarrt ungläubig aus dem Fenster glotzte. So etwas kannte sie wohl nur 
aus Filmen. Sie fuhr im Schritttempo heran, als der Autonome auf sie zu rannte. Von 
der anderen Seite sprintete Jan herbei und sprang dem Typen mit voller Wucht ins 
Genick. Er fiel mir praktisch vor die Beine und ich zögerte nicht, ihm meine rechtes 
Knie durchs Gesicht zu ziehen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Er war wohl bereits ohnmächtig, bevor er auf dem Boden aufschlug. Einen Moment 
lang hielt ich die Luft an, weil ich befürchtete, dass er mit seinem Oberkörper unter 
die Räder des Wagens dieser Frau fallen und dabei zerquetscht werden könnte. Aber 
er knallt e auf den Fahrradstreifen neben die geparkten Autos und blieb in einer 
unnatürlich verkrümmten Haltung liegen.

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Ich drehte mich um. Direkt hinter mir prügelte Jockes auf einen Autonomen ein und 
schrie wie von Sinnen: „Das ist der mit dem Hammer! Das ist der mit dem Hammer!“ 
Ich rannte auf ihn zu und trat dem Vermummten aus vollem Lauf mit aller Kraft in den 
seitlichen Rippenbogen. Der Typ hob ab und prallte hart gegen einen parkenden VW 
Golf. Der Autonome versuchter mit letzter Kraft, sich unter dem Wagen zu 
verkriechen. Aber die Jungs zogen ihn an den Füßen zurück auf die Straße und traten 
einfach zu. Sie erwischten  ihn mit ganzer Wucht am Kopf, an der Schulter und am 
Brustkorb. 
Die Schlägerei war vollkommenen zur Raserei entartet. Die Jungs schrien immer 
wieder „Das ist der mit dem Hammer!“ und droschen ohne Unterlass auf den Kerl ein. 
Der Autonome war nicht einmal mehr in der Lage, seine Hände schützend vor den 
Kopf zu halten. U ngebremst und mit voller Wucht trafen die Tritte auf seinen Kopf, 
der von einer Seite auf die andere schlug. 
Plötzlich kam ein erfahrener Straßenkämpfer von der Firm angerannt und stellte sich 
schützend über den Autonomen, der ohnmächtig auf dem Asphalt lag. „Hört auf, hört 
auf! Der hat genug.“ Erst jetzt kamen die Jungs wieder zur Besinnung. Sie hatten sich 
in e inem Rausch befunden. Weggetreten. Im Tunnel. Sie standen noch bei dem 
Autonomen. Der alte Haudegen stieß sie an der Schulter: „Hallo! Hört auf! Lasst ihn 
in Ruhe.“ Langsam, wie in Trance, gingen sie zwei Schritte zurück und ließen von ihm 
ab. Er schaute sich kurz die Kopfverletzungen des Autonomen an und blickte besorgt 
wieder auf. Fassungslos legte er den Kopf des Autonomen vorsichtig zurück auf die 
Straße und ging weg. Es sah nicht gut aus. 
Mehrere schwarz gekleidete Autonome lagen auf der Theodor -Heuss-Anlage, 
ohnmächtig, verkrümmt, blutend und stöhnend. Plötzlich sah ich Bullen auf uns zu 
rennen! Wie sich später herausstellte, waren die beiden Beamten bereits auf dem 
Nachhauseweg, als sie p er Funk alarmiert wurden: „Massenschlägerei auf der 
Theodor-Heuss-Anlage! Viele Verletzte.“ Ich sah die beiden aus dem Augenwinkel. Sie 
hatten mich offenbar noch nicht entdeckt und waren von den kriegsähnlichen 
Zuständen auf der Straße sichtlich geschockt und überrumpelt. Ich warf noch einen 
letzten Blick auf den Hammerschläger. Ein Bild, das mir noch sehr lange in Erinnerung 
bleiben sollte. Noch nie zuvor hatte ich einen Menschen in einer derart unnatürlich 
verdrehten Körperhaltung gesehen. Wie erstarrt von einem spastischen Anfall lag er 
auf dem Asphalt und ich war mir an jenem Abend nicht sicher, wie der Typ diese Sache 
überstehen würde. 
Das Sirenengeheul wurde immer lauter. Es war allerhöchste Zeit, abzuhauen. Nach 
dieser Geschichte sollte man sich besser nicht erwischen lassen, denn in Anbetracht 
der vielen, zum Teil schwer verletzten Menschen auf der Straße würde die Sache mit 
Sicherheit ein gerichtliches Nachspiel haben. Jerry stand zehn Meter von mir entfernt.

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Er war immer noch nicht Herr seiner Emotionen und hatte nicht begriffen, dass er 
schleunigst abhauen musste. Ich zerrte ihn in eine kleine, dunkle Seitenstraße. Einer 
musste ruhig bleiben. Und konzentriert. Ich musste schnell umschalten. Denken, 
handeln un d reagieren, wie ich es gelernt hatte. Das tun, was mir bislang immer 
geholfen hatte. Weg von den größeren Straßen! Dort würde die Polizei zuerst 
kontrollieren. Uns blieben vielleicht noch fünf Minuten, um der Polizei zu 
entkommen. Fünf Minuten, um noch zw ei größere Straßen zu überqueren, danach 
wäre das gesamte Viertel abgesperrt. Ich wusste, dass es eng werden würde. Aber wir 
hatten es geschafft und kamen nochmal davon.

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Wald und Wiese… 
Ich wackelte auf meinem Sitz hin und her und summte „You´ll never walk alone“ vor 
mich her! „Mensch Max, halt mal still, das macht mich ja narrisch, Dein rumgehupfe!“ 
Jan´s Augen waren zu Schlitzen zusammengekniffen, als er mich durch den 
Rückspiegel ins Visier nimmt. „Ja, is ja schon gut!“ mein ich nur, hoppel aber trotzdem 
weiter. „Das ist halt die Aufregung“.  
„Ey, Max!“ Thomas stößt mich in die Seite. „ Dein Handy klingelt.“ Das 
Discounterhandy brummt zwischen uns auf dem Sitz. Mit zittrigen Fingern greife ich 
danach. Mein Kollege Jockes beobachtet mich im Seitenspiegel  und fummelt dabei 
genauso nervös mit seinem neuen Zahnschutz in der Hand hektisch rum . 
Normalerweise nimmt der den vorher immer schon mal in den Mund, damit er sich 
an den chemischen Kunststoffgeruch gewöhnt und nicht ausgerechnet beim Fighten  
andauernd einen Würgereiz kriegt. Ich drücke auf die Taste mit dem grünen Hörer. 
„Wo seid ihr? Wir warten“, kommt die Stimme von dem Lauterer, mit dem ich das 
Match vereinbart habe, aus der Muschel. Ich kurble die Scheibe runter, um besser 
rausschauen zu können, suche nach irgendwelchen Anhaltspunkten. 
„Sind bei Grünstadt von der Autobahn ab. Müssten gleich da sein.“ 
„Ihr wisst Bescheid, oder? Nach der Abfahrt rechts ab, dann ca. 1 km immer geradeaus 
durch den Ort durch. Beim Waldweg, vor dem Ortsausgangsschild ab in den Weg 
rein!“  
„Ja, ja, ich weiß doch Bescheid, sind ja nicht blöd!“ Dann sag ich ihm nochmal, das wir 
20 Mann je Seite vereinbart haben und lege auf.   
„Also?“, fragt Jan, ohne sich umzudrehen. Er beobachtet mich immer noch im 
Seitenspiegel. Trotz der Sonnenreflexion kann ich seinen stechenden Blick erkennen. 
Wie er mich schon wieder anschaut. Ich sag ihm die Wegbeschreibung nochmal und 
betone noch mal, dass ich den Typen an die Abmachung erinnert habe. 
„Hab ich gehört“, sagt er und dreht sich zu Jockes, der wie immer am Steuer sitzt. Jan 
wiederholt die Wegbeschreibung. So als ob Jockes mich nicht gehört hätte oder er 
den Weg nur fahren könnte, wenn die Anweisung von ihm kommt. Ich bemerke, wie 
Thomas mich von der Seite ansieht  und dabei zwinkert. Nett gemeint. Wenn ich ihn 
jetzt angucke, wird er bestimmt noch die Mundwinkel abschätzig verziehen, aber ich 
lass es.  So in der Art. Aber ich reagiere nicht, sondern achte drauf, ob Jo ckes den 
richtigen Weg nimmt. Der nickt nur, was wohl heißen soll, dass er verstanden hat. Mit 
seiner grobschlächtigen Hand umgreift Jockes das Lenkrad lässig. Schweißperlen 
haben sich in seinen langen Handrückenhaaren verfangen und funkeln in der Sonne. 
Sehen aus wie quer rüber gekämmt. Tom, der links von Thomas sitzt, checkt auch 
nochmal sein Handy. Das ist sein Ding halt. Immer am Handy, egal wann!  Er verzieht 
aber keine Miene und pfeift vor sich hin.  Auf jeden Fall sah der im Gegensatz zu 
Thomas und mir komplett tiefenentspannt a us. In seiner anderen Hand hält er eine 
Bierdose, die schon leicht zerdrückt ist.

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Obwohl er einen echt beschissenen Platz hat so direkt hinter Jan, der seine Fenster 
aufgerissen hat und so der Fahrtwind direkt in die Fresse von Tom bläst.  Der immer 
mit seinem offenen Fenster. 
Thomas hebt seinen Arsch ein paar Zentimeter über den Sitz und fingert seine 
Koksdose aus der Gesäßtasche seiner Hollister-Jeans. Er schraubt sie auf und schaufelt 
sich ein Häufchen Koks auf den Deckel, hält ihn sich nacheinander unter die 
Nasenlöcher und snifft. Die Karre holpert ganz schön, aber er schafft es, dass nichts 
danebengeht. Er legt den Kopf zurück. Seine gegelte Frisur schrappt über den fettigen 
Polsterbezug der Kopfstütze. Er hält mir die Dose hin. 
„Auch was? Vielleicht wirst Du dann ein bisschen ruhiger, Max“ Er grinst dabei dumm 
rüber. Ich grinse zurück und sage: „Besser Hose voll als Nase voll, Kollege Koksi.“ Er 
lacht. Schon lang her, dass ich mir Kokain reingezogen habe, normalerweise nehme 
ich Pep, das wird viel besser bei mir. Von Krüppel kommt ein kehliges Räuspern. 
Thomas zuckt die Schultern und schiebt die Dose zurück in seine Jeans. Er weiß ganz 
genau, dass Jan es nicht leiden kann, wenn wir uns vor einem Match mit irgendwas 
zuballern. 
Selbst Zeug wie Koks, das dir den Kopf klarmacht. Aber das ist so eine Sache, die 
bekommt selbst Krüppel Jan nicht aus den Leuten raus. Deswegen lässt er es meistens 
durchgehen, solange es niemand übertreibt. Ist ja selbst auch kein Kostverächter. 
Viele brauchen das gegen die Nervosität. Na ja, oder weil sie halt einfach Druffies sind. 
Aber wer sich nicht am Riemen reißen kann, den nimmt Jan nicht mit. Jedenfalls nicht 
auf wichtige Matches. Wie heute. Wenn’s wirklich drum geht, Mannheim ehrenhaft 
zu vertreten. Thomas ist zwar schon immer ordentlich dabei mit dem Koksen, aber er 
ist zu gut, um ihn zu Hause zu lassen. Die ganzen Schränke wirken gegen ihn so 
gelenkig wie Panzer. Und dank mir hält er sich vor Matches etwas zurück. Außerdem 
weiß Krüppel ganz genau, dass er nicht ständig mit mir rechnen könnte, wenn er 
Thomas auf der Ersatzbank lassen würde. 
Das gelbe Ortsschild von Grünstadt rauscht an der Beifahrerseite des T5 vorbei. Ich 
beuge mich vor, das Gesicht zwischen Jockes und Krüppel. 
„Jetzt gerade in den Weg rein“ 
„Wir sind ja nicht blöd“, unterbricht mich Jan. Ich lasse mich zurück in den Sitz fallen 
und erwidere Thomas´ Augenrollen. Er reicht mir eine Zigarette. Ich zünde sie an und 
nehme einen tiefen Zug. Der Raum zwischen den metallischen Streben der Kopfstütze 
vor mir wird komplett v om fleischig-roten Nacken meines Krüppels ausgefüllt. Links 
und rechts der Rückenlehne schauen seine Schultern hervor, die so kantig sind, als 
wären sie mit einem Winkel konstruiert. Ich puste einen Rauchstrahl in Richtung der 
roten Fläche zwischen den Streben und sage: „Genau.“ 
Wir biegen auf den trockenen Waldweg ein. Sofort werden wir von den Schatten der 
rauschenden Bäume eingeschlossen. Es tut gut, aus der direkten Sonne raus zu sein, 
und ich bemerke, wie mich die leichte Abkühlung wieder etwas ruhiger macht. Als wir 
Grünstadt verlassen hatten, gings los. Dieses Gefühl, das immer kommt, kurz bevor 
es losgeht. Ich weiß nicht, ob das mit Lampenfieber vergleichbar ist, schließlich hatte 
ich noch nie Lampenfieber. Jedenfalls fühlt es sich so an, als würde im Bauch

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irgendwas zu schweben beginnen. Als ob der Magen mit Helium gefüllt wäre und von 
unten gegen die Lungenflügel drückt. 
„Da“, sagt Jockes und zeigt mit seinem fetten, haarigen Zeigefinger voraus. Um auf 
der Rückbank was zu sehen, strecken wir drei die Hälse. Ein gutes Stück den Weg 
hinunter sehen wir den Autokorso der Lauterer. 
Sie stehen in Grüppchen vor ihren Karren. Jan dreht sich herum und stiert durch die 
hintere Scheibe. Ich nehme instinktiv den Kopf zur Seite, damit er besser gucken kann, 
denke mir aber sofort, jetzt reiß dich mal zusammen. Ich schaue auch nach hinten. 
Alles in Ordnung. Die anderen fahren wie gehabt hinter uns her. Niemand hat kalte 
Füße bekommen und ist umgedreht. Hätte mich auch schwer gewundert. 
„Halt hier an“, befiehlt Krüppel. Jockes bugsiert den T5, soweit es geht, auf den 
Grasstreifen, der zwischen dem Waldweg und den Büschen verläuft. Die anderen 
parken hinter uns. Wir steigen aus. Die Lauterer haben genauso geparkt. Nur auf der 
anderen Seite des Weges. Wenn die Sache hier gegessen ist, setzt sich jeder ins Auto 
und verschwindet in die entgegengesetzte Richtung. 
Jan geht um die Motorhaube herum, stellt sich breitbeinig in die Weg Mitte . Ich 
nehme den Zahnschutz aus der Box und lasse Krüppel nicht aus den Augen. Tom stellt 
sich neben ihn. Sie stecken die Köpfe zusammen. Er versucht, die Schachtel aus seiner 
engen Jeans zu nesteln. Ich halte die Hand hin, schaue immer wieder zu Jan rüber, 
der, die Hände in die Hüfte gestemmt, die Lauterer mustert. 
„Jetzt komm“, sage ich, „am besten heut noch.“ 
„Immer mit der Ruhe“, nuschelt Thomas. Ich wippe von einem Bein aufs andere. Als 
ich endlich eine Zigarette zwischen den Fingern habe, gehe ich zu Jan und Tom rüber. 
„Was?“, pflaumt er mich an, als er merkt, dass sich jemand nähert. Dann sieht er, dass 
ich es bin. Sein Kiefer entspannt sich etwas, und er legt mir ganz kurz die Pranke auf 
die Schulter und zieht mich näher ran. 
„Haben grad durchgezählt“, sagt Tom in Pollackenakzent. Es klingt wie ›dirchgjezeelt‹. 
„15 Mann plus Kamera.“ 
„Hat jeder sein blaues T -Shirt an?“, fragt Jan. Könnt sich auch umdrehen und selbst 
gucken, denke ich, verkneife mir aber natürlich, was zu sagen. Ich habe noch vor der 
Abfahrt die Shirts verteilt. Eben aus dem Grund, dass wir uns jetzt nicht mehr damit 
aufhalten müssen. 
„Hat jeder“, sage ich. 
Ich will noch hinzufügen, was ich mir in Sachen Aufstellung gedacht habe. Dass wir 
probieren sollten, die massiven Kerle nach vorne zu stellen. Sozusagen als 
Wellenbrecher. So könnte man beim ersten Aufprall bisschen was abfangen, selbst 
wenn das zu Lasten  der Geschwindigkeit geht. Aber Jan hebt die Hand, um mir zu 
signalisieren, dass ich still sein soll. Da habe ich noch nicht mal einen halben Satz 
gesagt. Einer der Lauterer kommt auf uns zu. Ich schätze, das ist der Typ, mit dem ich 
in Verbindung stand. 
„Alles klar“, sagt Jan. 
Ich weiß nicht, zu wem genau. 
„Max. Du sorgst dafür, dass die andern bereit sind.“

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Er hält seine Hand ausgestreckt vor mich, als wolle er mir den Weg versperren, und 
geht zu dem Lauterer, der auf halbem Weg stehen geblieben ist und auf einen von 
uns wartet. Ich fühl mich verarscht. Schließlich war die Absprache zwischen Jan und 
mir, dass ich diesmal die komplette Orga übernehme. Ich versuch es 
runterzuschlucken. Tom klopft mir gegen den Arm. Auf seiner Hand ist das 
verblichene Tattoo irgendeiner Frau. Ich sehe ihn kurz an, dann zu Boden, sage: „Was 
solls“, und trete meine Zigarette aus. 
Thomas steht mit Kippe im Maul vor dem T5 und betrachtet sich in der getönten 
Scheibe. Er zupft an seinen kurzen Igelhaaren herum. Alle anderen tragen die blauen 
T-Shirts, die ich ausgeteilt habe. Er hat ein schwarzes Fred-Perry-Polo an. Wenigstens 
hat er mal den Kragen unten gelassen. Ich stelle mich neben ihn, sehe erst ihn an, 
dann mich selbst. 
„Weißt du eigentlich, wie behämmert du bist?“ 
Er reagiert nicht drauf, tritt weiter von einem Fuß auf den anderen und wälzt seine 
Zigarette summend zwischen den Lippen. Dagegen mein Gesicht in der 
dunkelbraunen Fenstertönung. Ausdruckslos. Mundwinkel erdwärts. Augenbrauen 
zusammengezogen. Die Stirn ge furcht. Bierernst. Immerhin sind die Haare wieder 
schön auf einen Millimeter runtergeschoren. Ein riesiger Schatten schiebt sich ins 
Spiegelbild des Autofensters. 
„Na, ihr Pfeifen. Lang ist’s her“, sagt Ralph, „bereit?“ 
„I was born fucking ready“, sagt Thomas und schlägt seinen rechten Ellbogen in die 
linke Handfläche, dass es klatscht. 
Ich puste Luft durch die geschlossenen Lippen. „Du bistn Spacken“, sage ich. Ich drehe 
mich um und sehe zu Ralph auf, der einen guten Kopf größer ist: „Is’ viel zu lang her.“ 
„Sag das mal Jo-Jos schiefer Nase.“ 
Wir lachen. Ralph schaut den Weg hinunter. Er fragt mich, warum mein Krüppel schon 
wieder da hinten beim Abquatschen steht. Ob ich nicht diesmal dran sein sollte. Ich 
nicke, ziehe gleichzeitig die Schultern hoch, sage: „Was weiß ich.“ 
„Kennst doch Jan“, schaltet Thomas sich ein, „Krüppelchen gibt ungern die Fuchtel 
aus der Hand.“ 
„Drauf gelattet. Soll er machen, wie er denkt“, sage ich. 
Auch Ralph zieht die Schultern hoch. Das XXL -Shirt spannt um Brust und Oberarme. 
Sein Kragen sieht aus, als würde er jeden Moment platzen. 
„Immerhin hast du das hier organisiert.“ 
Ich nicke wieder, sage, dass es mir eigentlich scheißegal ist, Hauptsache, es gibt 
endlich wieder Backenfutter. Seit der neuen Saison  läuft, hatten wir noch kein 
einziges Match. 
Jockes und ein paar der anderen alten Haudegen kommen vom Pissen zurück, 
brechen durch die Büsche. Alle stellen sich im Halbkreis um Jan auf. Schädel werden 
von Schulter zu Schulter gerollt. Arme gelockert. Hände ausgeschüttelt. 
„Gerade machen jetzt! Geht los!“, ruft Jan.

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Ich stecke mir den Zahnschutz in den Mund. Beiße drauf. Die Nervosität ist nur noch 
ein Nachgeschmack. Wir stellen uns in drei Reihen über die Breite des Weges auf. Das 
Adrenalin pumpt durch meinen Körper. Der Kopf wird leicht. 
Die Truppe stampft los. Jan und Tom einen Schritt vor uns. Ralph und Thomas neben 
mir. Scheiße noch mal, der grinst bis über beide Ohren, steckt mich damit an. Dann 
gucke ich wieder geradeaus. Auf die Wand aus kahlen Köpfen und weißen Shirts, die 
sich uns entgegenschiebt. Sie werden schneller, brüllen: „Bastardn Mannem!“ Einige 
recken dabei die Fäuste. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auch wir beschleunigen jetzt. Auf festen Tritt achten. Man braucht einen festen 
Untergrund für den Aufprall. Sonst hat man schon verloren. Sie laufen. Wir auch. 
Nicht stolpern jetzt! Bloß nicht Jan in die Hacken treten! Gleich. Ich spüre Hände im 
Rücken, die mich vor sich hertreiben. Als ob das nötig wäre. Jeden Moment! 
Ein letzter Aufschrei. Der Wald verstummt. Dann prallen Körper aufeinander. Fäuste 
und Beine werden geschwungen. Ich seh noch Jan, wie er vom Lauterer Pulk geradezu 
aufgesogen wird. Ein Lauterer vor mir. ’Ne Faust kommt mir entgegen. Ich nehm den 
Schwung mit. Tauche unterm Schlag durch. Werf mich gegen ihn. Er fällt nicht. Zu 
stabil, der Ficker. Ist am Prusten. Um mich rum fliegen sie vorbei. Verhakt. Verkantet. 
Im Schwitzkasten. Schlagend. Der G latzkopf vor mir hat ordentliche Pakete. Egal. 
Deckung hoch. L inksbewegung antäuschen. Er hatte den gleichen Gedanken. Ist 
überrascht. Sein Schlag kommt hastig. Gehe dran vorbei. Lande einen Jab gegen 
seinen Kiefer. Er stöhnt. Torkelt. Nicht voll erwischt. Da kommt er geduckt, hat die 
Hände oben. Gerade will ich wieder antäuschen, da prallt irgendwer von hinten gegen 
mich. Keine Chance. Seine Faust prallt direkt aufs Schlüsselbein. Hat bestimmt aufs 
Gesicht gezielt. Noch mal Glück gehabt. Aber das Schlüsselbein rumort. Scheint zu 
vibrieren. Scheiß drauf, sag ich mir. Ich springe vor. Täusche rechts. Hab ihn 
ausgeguckt. Hat der nicht mitgerechnet. Er reißt die Arme hoch. Nierentreffer. Er 
knickt ein, kann sich aber oben halten. Die Hände gehen instinktiv Richtung Niere. 
Sein Pech! Ich kloppe ihm einen Schwinger direkt in seine Drecksfresse. Macht den 
Klappmann, krümmt sich und stöhnt. Spuckt den Schutz in den Sand. Zähne verklebt

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mit Blut. Bleib unten! Bleib verdammt noch mal unten! Ich seh mich um. Nicht zu 
lange! Er bleibt liegen. Winkt ab, die Augen vor Schmerz zusammengekniffen. Meine 
Sicht ist so eng wie ein Nadelöhr. Hindurch seh ich Thomas. Mitten im Clinch. Ein 
Scheiß Lauterer zerrt ihm am Poloshirt. Thomas versucht, sich loszureißen. Er dreht 
sich um die eigene Achse, der Lauterer mit ihm, und wirbelt Staub auf. Noch ein rotes 
Shirt hinter ihm. Auf keinen Fall, du Bastardnsohn! Der Typ zieht das Bein hoch, als 
ich ran presche. Erwischt mich an der Leiste. Ich verdammter Idiot! Komme aus dem 
Tritt, aber fang mich mit den Händen ab. Da ist er schon über mir. Kriege das Knie in 
die Seite. Luft bleibt weg. Versuche mich abzufa ngen. Meine Hand rutscht weg und 
biegt sich in die ungesunde Richtung. Schmerz schießt mir vom Handgelenk in die 
Schulter hoch. Geschmack wie Styropor in der Mundhöhle. Keine Zeit. Er kommt 
wieder ran. Ich schubse mich ab. Schaffe etwas Raum. Der Trottel fällt drauf rein. Gibt 
mir Zeit zum Aufstehen. Meine Hand ist taub. Der Ellbogen nicht. Meine linke Gerade 
geht in seine Deckung, und ich zieh sie etwas zur Seite. Dann zieh ich ihm den Ellbogen 
aufs Maul. Er geht runter. Hustet. Würgt und hält sich das Gesicht. Ich warte ab. Bleibe 
in Bewegung. Er nimmt die Hand weg, schaut sie an. In dicken Schwallen tropft es ihm 
aus einem breiten, leuchtenden Cut am linken Auge. Er bleibt unten. Bin am Keuchen. 
Sehe mich um. Nur noch vereinzelte, ausgepowerte Geplänkel, die sich langsam 
auflösen. Ich stemme die Hände in die Hüfte. Die Luft splittert wie Sägespäne durch 
meine pfeifende Lunge. Verdammte Kippen! Jetzt schön eine schmöken. Irgendein 
Gepöbel hinter mir. Gute zwei Meter weiter steht Müller in den Büschen. Sein T-Shirt 
baumelt in groben Fetzen von seinem Oberkörper. Ich gehe um ihn rum, seh, dass er 
über einem Lauterer mit halbierter, blutiger Lippe steht. Der Typ hält hilflos seine 
Hand vors Gesicht, aber Müller drischt ihm noch zwei Dinger rein und schreit ihn dabei 
an. Ich packe mir Müllers Arm, die andere Hand um seine Hüfte und zieh ihn weg. 
„Bist du bescheuert, Müller? Der hat doch genug!“ 
Er stemmt sich halbherzig gegen mich. „Das Stück Scheiße hat mir in den Sack 
geboxt!“ 
Ich ziehe ihn rückwärts aus den Büschen. Einige kommen dazu, wollen sehen, was hier 
abgeht, aber ich halte die Hand hoch. Alles in Ordnung. Alles geklärt. Ich stoße Müller, 
der an mir vorbeiwill, mit beiden Händen gegen die Brust. 
„Is’ gut jetzt, Mensch! War bestimmt ’n Versehen. Selbst wenn nich’, scheiß doch 
drauf.“ Dann hebe ich den Zeigefinger. Halte ihn ganz nah vor mein Gesicht, zeige 
damit auf ihn. 
„Wenn ich noch einmal seh, dass du einem, der am Boden liegt, welche verpasst …“ 
„Was dann, Kolbe?“ 
Ehe ich antworte, dreht er sich weg, winkt ab. 
„Ey!“, poltert Jans Stimme zwischen den Bäumen. 
Sein Shirt sieht fast wie frisch gewaschen aus. Er breitet fragend die Arme aus, öffnet 
die Hände. Ich zeig an, dass alles okay ist, kein Problem. Ralph kommt zu mir. Sein 
Kragen ist eingerissen. Die Haut darunter ist schrammig und gerötet. Er 
beglückwünscht mich. Ich frage wieso, aber da merke ich es selbst. Der Großteil der 
am Boden Kauernden hat rote T -Shirts an. Die Blauen stehen. Sie skandieren:

161 
 
„Waldhof Mannheim! Waldhof Mannheim!“ Meine Schultern fühlen sich so leicht an 
wie lang nicht mehr. Mein Magen ist wie mit Blei gefüllt und plumpst auf den Boden 
meines Bauchs. Ich gehe neben Ralphs massiven Beinen in die Hocke, stütze meine 
Unterarme auf die Knie und versuche durchzuatmen. Der Brustkorb ist wie 
zugeschnürt. Das Schlüsselbein wabert vor Taubheit. Der linke Arm ist schwer. Ich 
spucke meinen Zahnschutz in die Hand. Er verklebt mir die Handfläche mit Blut. Mein 
Gesicht pulsiert in heißem Schmerz. Ich sehe zu Ralph auf: „Hoffentlich gibt’s noch ’ne 
zweite Runde.“ 
Als ich mich beim Raststättenhalt kurz hinterm Pott verzogen hatte, um die Einzelteile 
des Discounterhandys auf einem nahen gelegenen Feld zu verteilen, haben sich 
Thomas und Müller wegen irgendeinem Kleinscheiß mit einer Gruppe polnischer 
Fernfahrer in die Haare gekriegt. Aber Tom entschärfte die Lage, und kurz darauf, ich 
kam gerade zurück, standen sie zusammen, und es wurde eine Flasche Wodka ohne 
Etikett rumgereicht. Jan war gerade dabei, den synchron nickenden Thomas und 
Müller einen Einlauf zu verpassen, was der Mist da sollte, nach einem Match noch so 
einen Aufriss zu machen, und wer ihnen eigentlich ins Hirn geschissen hätte. So richtig 
energisch klang Jan aber nicht mehr, wir hatten ja alle noch den Geschmack des 
frischen Siegs auf den Lippen. 
Kurz vor Mitternacht kommen wir in Mannheim an. Jeder steigt wieder in sein Auto. 
Auch Ralph muss los, sonst gibt’s zu Hause einen Anschiss von Saskia. 
Thomas und ich fahren gemeinsam zum Hauptbahnhof weiter. Ich will nur noch ins 
Bett. Er will noch auf den Marktplatz und feiern gehen, sprich: sich irgendwo was zu 
poppen angeln. 
In einer Tanke schütten wir uns noch schnell ein Dosenbier in die Hälse. Dann nehme 
ich den letzten Regio, raus nach Oftersheim. Thomas hat noch versucht, mich vom 
Mitkommen zu überzeugen, habe aber keinen Bock auf Drecksmucke und Becks’ zu 
Kleinwagenpreisen. Im Grunde mag er die Dissen in der Innenstadt ja selbst nicht, 
aber, wenn man was Billiges zum Nageln sucht, hat man da die besten Chancen. Nur 
sollte man sicherheitshalber den Perso der Matratze verlangen, die man da 
wegschleppt. 
Ist Thomas nämlich auch schon passiert. Da lässt er sich von so einer Kleinen 
mitnehmen. Von wegen Eltern im Urlaub. Und dann hängt da in der Küche ein 
Stundenplan, zehnte Klasse, am Kühlschrank. So schnell war er nie wieder in seiner 
Hose, meinte er. Ich glaube, in der Nacht ist er noch in den Puff. Hat sich da ’ne umso 
ältere Professionelle vorgenommen. Als ethischen Ausgleich sozusagen. 
Was mich betrifft, gibt es nur zwei Möglichkeiten, mich in die Schuppen am Raschplatz 
mit reinzuziehen: Thomas hat Geburtstag, oder ich habe dermaßen getankt, dass ich 
nichts mehr schnalle.

162 
 
Nächtliche Begegnungen mit mir selbst 
Was ist eigentlich die Wahrheit? Was ist die Realität? Wer bin ich und was bin ich? 
Fragen über Fragen, aber wo ist die Antwort? 
Wenn ich in den Spiegel schaue, dann finde ich sie nicht! (Gleichzeitig springt sie mich 
an, wie ein gefährliches Raubtier, wenn ich meine Augen sehe!) 
Ich bin nicht hässlich, nicht dick und habe keine (sichtbare) Behinderung! 
Keine Narben. Frauen sehen sehr viel in mir, sie sprechen mich an. Ich muss nur 
dasitzen und gut aussehen. 
Ich bin sehr attraktiv! Ja, ich sehe verdammt gut aus! 
Ich bin nicht schwachsinnig! 
Bin überdurchschnittlich intelligent.  
Habe mein Abitur mit 1,2 geschafft, obwohl ich nie richtig gebüffelt habe. War ein 
halbes Jahr vor den Prüfungen nur am rum Bastardn, schlagen und saufen und habe 
das Geld meiner Oma verprasst. 
Und habe dennoch so gut abgeschnitten! 
Die Lehrer haben mich zumeist gehasst, tja, ich sie auch. (Einigen von ihnen hätte ich 
gerne die Zunge ans Lehrerpult genagelt! 
Etwas hielt mich zurück. 
Ich habe einen guten Job und ficke recht anständig in der Gegend herum! 
Viele Frauen sollen ja den Orgasmus lebenslang vortäuschen, doch nicht bei mir: 
Wenn eine Frau nach drei Stunden Hin und her und Rein und raus keinen Orgasmus 
kriegt, dann hat sie keinen Kitzler mehr! 
Ich habe keinen Hass auf die Frauen oder sonst wen. (Ok, das ist jetzt gelogen!) 
Warum also? Die Suche nach der Wahrheit? 
Während ich hier mit den Füßen im warmen Blut stehe und in den Spiegel blicke, finde 
ich keine Antwort. 
Meine Mutter hat mich nie gequält – Ich bin kein Norman Bates.  
Ich will keine Sünder bekehren – Ich bin kein Jesus Christus.

163 
 
Ich will nichts beherrschen – Ich bin kein Adolf Hitler. 
Ich will niemanden befreien – Ich bin kein Cheguevara. 
Zwischen meinen Haaransätzen ist kein Zeichen – Ich bin nicht Satan. 
Ich bin viel schlimmer! 
Ich lebe! 
Ich halte das Beil noch in meinen Händen, Blut und Hirn kleben daran und ich höre 
noch das Geräusch, als ich den Schädel öffnete. Es klang, als hätte ich die Türe eines 
alten Schranks aufgemacht und die alten Scharniere knirschen und quietschen 
abscheulich.  
Zuerst kommt gar kein Blut. Man guckt in die Öffnung und denkt, verdammt da muss 
doch Blut sein, aber es kommt kein Tropfen. 
Doch dann entspannt sich das Herz des Bastardnsohns und es ruft laut: „Hey Leute! 
Ab heute ist hier für immer Schluss! Ihr könnt nach Hause gehen!“ 
Der Blutdruck pumpt sich leer und Fontänen artig  spritz das scheiß Blut aus 
der…Öffnung? ... Wunde?  
Die roten und weißen Blutkörperchen packen ihre sieben Sachen und ziehen aus. 
Der Typ war sofort tot! 
Manche zucken noch, oder röcheln. 
Ich hasse das, die stellen sich an wie Babys. Kleine Wichser! Die Jammerlappen 
unserer Gesellschaft. 
Gesellschaft? Die Gesellschaft der Anderen! 
Ist die Gesellschaft der Anderen an einem Menschen wie mir Schuld? 
Vielleicht gar nicht mal so falsch der Gedanke. 
Ich bin ein Teil dieser Gesellschaft, ich gehöre zu ihnen.  
Bin ich wie sie? Sind sie wie ich, oder bin ich nur das, was sie hervorgerufen haben?  
Oder denken die Anderen, dass ich einer der Ihren bin, weil ich sie das Denken lasse! 
Die Leute grüßen mich, als wäre ich einer von ihnen!

164 
 
Ich bin kein Penner, kein Bandit, kein Revoluzzer und ich habe kein AIDS. Ich zahle 
meine Steuern, gehe zur Wahl und habe hin und wieder Sex. Ich sehe einem Engel 
ähnlicher, als dem Teufel. 
Waren die Anderen Schuld, dass mich meine Eltern verlassen, abgeschoben und 
verraten haben, als ich fünfzehn war?  
Wenn ich meine Augen ganz fest zumache und mich erinnere, dann kann ich sie 
sehen, wie sie mir mein erstes Fahrrad schenkten. Sie lachten dabei! (In meinen 
Träumen fressen Maden ihre Augen. Ihre Augäpfel implodieren und sie rennen wie 
wahnsinnig durch mein Zimmer. Solche Schmerzen haben sie.) Aber ich, ich empfinde 
nichts dabei! 
Weder Hass, noch Mitleid! 
Es ist mir egal! Am liebsten würde ich ihnen ihr scheiß Fahrrad anal einführen. Aber 
nicht aus Wut! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Einfach nur so, zum Spaß. Sadistisch war ich immer! 
Ich erinnere mich daran, ich war sechs oder sieben, da habe ich Plastik angezündet 
und die heißen Tropfen auf wimmelnde Ameisen fallen lassen. Eine Ameise stirbt mit 
mehr Würde als ein Mensch. Sie haben nach allem gebissen, was ihnen in die Quere 
kam. Sie wollten noch jemanden mit in den Tod reißen. Mich sahen sie nicht, mich

165 
 
bemerkten sie nicht mal. Sie glaubten nicht, dass ich ein grausamer Gott sei, der sie 
beim lebendigen Leibe verbrannte und einschmolz! 
Auch Wespen brennen gut! 
Ich habe einmal ein ganzes Nest mit einer Haarspraydose und einem Feuerzeug 
erledigt. Ihre Königin hat noch im Todeskampf Eier geschissen, die ich ebenfalls 
abfackelte, die Brut! 
Habt ihr eigentlich gewusst, dass wenn man eine Maus mit einem Gummihammer 
malträtiert, dann fliegen ihre Eingeweide und das Blut aus ihrem kleinen Arschloch 
raus. Der Rest ist heil, sieht nur aus wie ein Luftballon ohne Luft! 
Dabei fällt mir ein, als ich mit fünfzehn ein Mädchen liebte, habe ich ihr eine 
Brustwarze abgebissen. Sie hatte danach mit mir Schluss gemacht, glaub ich. 
Ja? Oder habe…? 
Ich weiß das nicht mehr. Hm? Komisch, wie die Zeit die Vergangenheit verblassen 
lässt… 
Ich war schon immer von der Brutalität der Grimm -Märchen fasziniert. Wenn die 
Geißen dem Wolf mit einer Schere den Bauch aufschnitten, Schneewittchens 
Stiefmutter in glühenden Schuhen tanzen musste, die Hexe im Ofen verbrannte, oder 
sich das Rumpelstilzche n in zwei Teile riss, bekam ich immer ganz große Augen 
erzählte meine Mutter immer.  
Ich malte im Kindergarten so grausame Bilder, dass meine Oma vorbeikommen 
musste. Meine Oma nahm alles immer ziemlich leicht. 
„Der Tod interessiert Kinder!“ sagte sie immer. „Wie das Leben. Aus einem Loch 
kommen wir und in ein Loch gehen wir zurück.“ 
Dann lachte sie immer. Sie lachte überhaupt über alles was ich so anstellte und tat! 
Mama lachte auch immer viel, wenn sie sich Heroin spritzte. Sie wäre fast krepiert, 
habe ich zumindest so gehört! 
Heute spritzt sie angeblich nicht mehr. Seid ihr verfickter Ehemann bzw. mein leidiger 
Erzeuger, dieser Bastardnsohn, endlich über den Jordan ging, soll sie den ganzen 
Drogen abgeschworen haben. 
Ich kiffe gerne Marihuana. Ich verstand mich mit meiner Mutter sehr gut, sie ist nur 
fünfzehneinhalb Jahre älter als ich, fast wie meine große Schwester. Doch leider ließ

166 
 
sie sich von einem gottverdammten Bastard schwängern und ließ mich gegen dessen 
Willen nicht abtreiben! 
Damit war ihr, sowie mein weiteres Schicksal erstmal vorbestimmt, da wir beide jeden 
Tag, mit Schlägen, Schimpfwörtern und mit sonstigen Gemeinheiten daran erinnert 
wurden, das wir seien Zukunft verpfuscht hätten! 
Auch meine Omi, die, wenn sie sich mal einmischte immer eine abbekam, konnte uns 
nicht groß davor schützen! 
Wie ich später erfuhr, ist der einzige Grund dafür, dass er mich überhaupt adoptierte, 
der, das er ansonsten wegen diverser Strafdelikte ins Gefängnis gekommen wäre! 
Doch sie hatten beide erstmal kein Sorgerecht für mich, da beide noch nicht volljährig 
waren zu dem Zeitpunkt! Sie lebte ich bereits zu diesem Zeitpunkt öfter bei meiner 
Oma als bei meinen Erzeugern. Und die war immer gut zu mir und ich habe eine lange 
Zeit mit ihr wunderbar gelebt. 
Ich bin stolz darauf, sagen zu können, dass ich fast keine Drogen nehme, ich trinke 
nicht einmal.  
Ich habe noch nie jemanden wirklich geliebt, nicht einmal die Katze meiner Oma, das 
arme Vieh. 
Sie hat mich so entsetzt angeguckt, als könne sie es nicht verstehen, warum ich sie 
abmurkste. 
„Hast du dich auf sie draufgelegt?“ war der knappe Kommentar meiner Großmutter, 
als sie das verdammte Vieh so regungslos auf dem Boden vor ihrem Sofa liegen sah. 
Sie liebte mich, ich war ihr Abgott, nie hätte sie darin eine Absicht vermutet. 
Zum Schluss unseres Zusammenlebens dann schon eher. 
Sie schaute mich lächelnd, mit ihren glasigen Augen an, wenn ich ihr von neuen 
Vorkommnissen erzählte. „Wolltest Du sehen, wie das Leben entweicht?“ 
Es gab Augenblicke, da hätte ich schwören können, sie wollte sehen, was passiert, 
wenn bei manch einem oder einer das Leben entweichte.  
Aber sie war nicht so, sie war kein Josef Mengele! 
Sie war zwar bis zu Ihrem Tod, in den Führer abgöttisch verliebt, was auch schon 
dessen Bild über ihrem Bett irgendwie vermuten ließ, aber sie war nicht grausam oder 
so.

167 
 
Ich war auch kein Muttersöhnchen!  
Ich wollte meine Mutter direkt auch nie töten – im Gegensatz zu meinem Vater! 
Die Drogensucht meiner Mutter war vielleicht auch letzten Endes mit daran schuld, 
das sie zusammen mit den Anderen mich in die Anstalt wegsperrten! 
Zu dem Zeitpunkt damals, war meine Mutter bereits so von den Drogen weggedröhnt, 
das war die einzige Chance für sie den täglichen Martyrien meines Vaters irgendwie 
zu entkommen, dass sie sobald ihr Zeug durch die Venen floss, ihre Augen aufriss und 
durch ihr Zimmer rannte und sich auszog. Sie legte sich dann nackt auf ihr Bett und 
jauchzte vor Vergnügen. 
 Viele haben Horrortrips beim Schießen, Mama nicht. 
 Vielleicht lag es daran, dass sie sozial gefestigt war, sie musste sich keine Sorgen um 
die Beschaffung machen, Oma zahlte alles, da sie ja Verständnis für die Situation 
aufbrachte. 
Irgendwann bin ich dann in ihr Zimmer gegangen, um mit ihr zu reden, doch sie war 
gar nicht ansprechbar. Ich glaube sie verweilte im Glück und selbst Alice würde keine 
besseren Filme fahren. Ob sie das weiße Kaninchen, oder den Hutmacher sah, weiß 
ich nicht, aber sie sah auf keinen Fall Fledermäuse oder fickende Eisbären. 
Sie wälzte sich im Bett hin und her, spreizte ihre Beine und hauchte, jauchzte und 
stöhnte, als hätte sie den besten Bums der Welt. Nach dem ich mich dreimal in ihr 
Zimmer schlich, (Ich zockte ihr jedes Mal etwas H. ab und verkaufte es in der Schule.) 
nahm ich beim vierten Mal meine Kamera mit. Es war eine 8mm-Filmkamera und mit 
ihr machte ich meine ersten Filme, mit Mama in der Hauptrolle. 
Mama war mit Ende Zwanzig eine willige Schauspielerin und ich vermute sie hatte 
mich schon beim ersten Mal bemerkt, dachte aber wohl ich sei eine Halluzination. Sie 
hätte es merken müssen, aber sie bewegte sich vor meiner Kamera, als wäre ich nicht 
ihr Sohn.  
Ich schaute mir meine Mama auf Leinwand an. Ich bekam keinen Ständer und ich 
wichste nicht. Ich bin nicht homo, aber ich will nicht mit meiner Mutter schlafen! 
In der Schule sprach ich Jungs an, die sich für ein gewisses Entgelt die Filme ansehen 
durften. So dachte meine Oma ich hätte jede Menge Freunde und sei in der Schule 
gut angesehen.

168 
 
Später schlich ich mit Mitschülern in das Zimmer meiner Mutter und ließ sie für 250 
DM durchknallen. Ich nahm sie dabei auf und erhöhte die Filmpreise. 
Meine Oma fand einen Film, als ich schon ausgezogen war und erlitt einen 
Schlaganfall. Sie lebte noch einige Jahre, aber sie sprach nicht mehr und so nahm sie 
mein Geheimnis mit ins Grab. 
Jetzt mache ich Aufnahmen von Menschen die ich abschlachte. Und ob ihr mir glaubt, 
oder nicht.  
Aber die Wahrheit ist ich finde es einfach schön im Blut zu baden. Ich trage meine 
Maske, so wie sie die Meisten auch tragen. Man erkennt mich nicht, weil ich mitten 
unter euch Anderen bin. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Wahrheit ist, dass ich so bin wie ich bin und Ihr zwar mich nicht erkennt, ich jedoch 
bei jedem einzelnen von Euch weiß, ob er zu den Anderen gehört oder nicht! 
Ich werde immer das tun, was ich bin.

169 
 
Zwischenbilanz 
 
Und wie schaut es aus mit Ihrem Gemüt, liebe Leserinnen und liebe Leser? 
War das, was Sie in diesem Buch bereits erfahren bzw. erleben durften, für Sie harter 
Tobak? 
Kristallisiert sich mittlerweile für Sie ein klareres Bild der Person Max Bane heraus? 
Sind Sie eventuell schon abgeschreckt von Max? 
Ging Ihnen bisher etwas auf die Substanz? 
Ich hoffe doch, dass Sie die vorangegangenen Fragen alle mit einem klaren „NEIN“ 
beantworten konnten, denn ich kann Ihnen versprechen, das dies alles im Vergleich 
zu den Kapiteln, die in diesem Buch noch auf Sie zukommen werde, im Verlauf unserer 
Reise an der Seite von Max Bane, absoluter Kinderkram war. 
Ich weise Sie an dieser Stelle nochmals darauf hin, dass die Gewaltexzesse im 
weiteren Buchverlauf dramatisch zunehmen werden und teilweise kaum zu ertragen 
sind.  
Selbst ich als Buchverfasser musste allein beim Schreiben mehrmals 
gezwungenermaßen eine Zwangspause einle gen, da mir durch die  extremen Taten 
allein beim Schreiben schon schlecht wurde und mich manches in meinen Gedanken 
längere Zeit mitverfolgte. 
Falls das alles für Sie noch normal war, dann wünsche ich Ihnen weiterhin viel 
Vergnügen beim Lesen dieser Geschichte. 
Der Verfasser

170 
 
„Der Schweizer Psychiater Eugen Bleuler führte 1911 den Begriff Schizophrenie ein, der aus dem 
Griechischen stammt und so viel wie „gespaltenes Bewusstsein“ bedeutet. Damit ist das chaotische 
Nebeneinander von gesunden und kranken Anteilen der Seele gemeint, wie etwa die Wahrnehmung 
der Umwelt als bedrohlich oder die inneren Stimmen, die Befehle erteilen. Denken, Fühlen und 
Wollen gehen dabei irgendwie nicht zusammen. Damit ist jedoch nicht, wie häufig angenommen, 
eine gespaltene oder multiple Persönlichkeit gemeint, bei der verschiedene Persönlichkeiten in einem 
Körper nebeneinanderleben.“ 
Gespaltenes Bewusstsein 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ausstieg:  
(1998 - 1999)

171 
 
Ich bin nicht ich, aber auch nicht Du! 
Die 90er-Jahre waren die Zeit von Speed und Ecstasy. Die Techno -Szene konsumiert 
am liebsten diese synthetischen Drogen auf Amphetamin-Basis. Speed wird wie Koks 
durch die Nase gezogen, Ecstasy als kleine, bunte Pillen geschluckt. Speed kickt 
schneller als Ecstasy, da es direkt durch die Nasenschleimhäute aufgenommen wird. 
Die Leber wird also als Filter ausgeschaltet. Schon nach 30 Sekunden merkst du, wie 
dich der Stoff verändert. Du wirst hibbelig, du fühlst dich, als wärst du mit 200 Sachen 
auf der Autoba hn unterwegs. Ein Geschwindigkeitsrausch, ohne dass du hinterm 
Steuer sitzt. Du bist euphorisch, kannst die Nacht durchtanzen oder durchvögeln. 
Ecstasy wirkt langsamer. Die Euphorie fängt erst eine Stunde nach dem Konsum ganz 
leicht an. Du nimmst dein Umfeld intensiver wahr, fühlst dich mit allen Menschen 
emotional verbunden, hast das Gefühl, wahnsinnig tiefe Gespräche zu führen. Die 
beiden Drogen eint, dass du die Nacht gut durchfeiern kannst. Da fahren die ganzen 
Dumme Kuhn in der Disco voll darauf ab. 
Und dann sagt so einer wie ich zu den Bastardn: „Entweder Ihr fickt rum, weil Ihr geil 
auf das Geld seid, oder weil’s Euch Spaß macht. Aber Ihr fickt für Euch und nicht für 
mich.“ Dann fühlen sie sich bei mir wie eine Schlampe und ficken so richtig geil. 
Manche nahmen die Drogen nur zum ficken. 
Ähnlich war es bei mir! Also mit der Einnahme derselben, mein ich. In den 
Drogenhandel stieg ich wieder ein, weil mir die Not, die ich in meinen Augen hatte, 
die Rechtfertigung dafür gab. Ich dealte nicht, weil ich scharf auf die Kohle war, 
sondern um zu überleben.  
Ich fühle mich in jeder Nacht wie ein Samariter, als ich zu mir selbst sage: „Ok Max, 
wir machen das wieder mit den Drogen.“ Und zu Jan sagte ich: „Sag mir, wie viel du 
von dem Scheiß verkaufen kannst. Ich besorg es und wir machen dann fifty-fifty.“ 
Wenige Monate später versorgen wir von Kaiserslautern bis Karlsruhe fast alle 
Hooligans mit Speed. 
Ja das war noch damals so: mittags beim Fußball wurde sich ohne Hemmungen 
gekloppt, aber abends dann feierte man unter Umständen zusammen auf 
irgendwelchen wilden Partys oder Clubs und machte zusammen auch Geschäfte. 
Auf das Zwischenmenschliche haben die Drogen übrigens recht unterschiedliche 
Wirkungen: 
Ecstasy: Liebe und Offenheit.  
Speed: ungezügelter Sexualtrieb.

172 
 
Die Techno-Szene der 90er -Jahre kann man ruhig als ein interessantes Experiment 
verstehen:  
Was passiert, wenn man triebgesteuerte Menschen mit emotional wahnsinnig 
offenen Menschen, die die ganze Welt umarmen wollen, in einen Raum einsperrt und 
dann die Musik aufdreht? 
Amphetamine sind seit Beginn des Jahrhunderts als Droge gebräuchlich. Schon im 
Zweiten Weltkrieg wurden sie von Nazis und Amerikanern an die Soldaten abgegeben, 
um die Kämpfer wach zu halten. Aber den Durchbruch auf dem Massenmarkt schaffen 
sie erst durch Techno. 
Die Drogenhändler können der Szene dankbar sein, dass sie den künstlichen 
Suchtstoffen den Vorzug vor den klassischen Drogen gibt. Denn der 
Amphetaminhandel ist im Gegensatz zu dem mit den natürlichen Suchtsubstanzen 
eine sichere Sache. Alle auf Kokain basierenden Drogen haben den Nachteil, dass das 
Geschäft auf Rohstoffen aus dem Ausland basiert. Wenn die Ernte in Kolumbien 
schlecht ausfällt, die amerikanischen Drogenfahnder mal wieder besonders aktiv sind 
oder sich die Kartelle drüben in Südamerika in die Haare kriegen, dann kommt in den 
Häfen von Europa einfach weniger und teurer Stoff an. Da der Preis für die Endkunden 
aber nicht beliebig hoch ausfallen kann, geht das zulasten der Margen der 
Zwischenhändler und Dealer. 
Ähnlich ist die Lage bei Heroin. Da gibt es zwar einen besonders treuen 
Kundenstamm, der, um genug Kohle für seinen Schuss zusammenzubekommen, nicht 
nur sprichwörtlich über Leichen geht. Aber wenn der Opiumbauer in den politisch 
instabilen Produktionslände rn keine reiche Ernte einfährt, gerät das ganze fragile 
Handelssystem in Schieflage. Wer vor den 90ern sein Geld mit Drogen verdiente, 
hatte außer der örtlichen Polizei vor allem Ärger in den Produktionsländern zu 
fürchten. 
Und dann wollten plötzlich alle Amphetamine. Auf Ibiza, Ende der 80er -Jahre als 
„Ecstasy-Insel“ bekannt, ging es los, dann kamen die Clubs in England und mit dem 
Siegeszug des Techno war in ganz Europa der Markt bereit. 
Die Drogenhändler erkannten schnell, wie vorteilhaft diese Drogen sind, und sorgten 
für besonders billigen Stoff. Endlich war man von den Banden im Ausland unabhängig. 
Das machte den Speed- und Ecstasyhandel zu einem bombensicheren Geschäft. 
Die Investition, um ein einfaches Drogenlabor aufzumachen, betrug etwa 10 000 
Mark. Dafür kauft sich der Produzent ein paar Druckkessel, und schon kann es 
losgehen. Ideale Standorte sind auf dem Land, in alten Ställen und Scheunen, denn 
die Produktion der Drogen stinkt, nach Anis und Ammoniak. Die Drogenküchen in den

173 
 
Wohngebieten wurden deswegen meist recht schnell von der Polizei geschlossen – 
weil sich Anwohner beschwert hatten. 
Ganz ungefährlich ist die Arbeit an Ecstasy jedoch nicht, giftige Dämpfe entstehen, 
und wer nicht aufpasst, kann auch mittelgroße Explosionen verursachen. Außerdem 
fallen relativ viele chemische Abfälle an, die unauffällig entsorgt werden müssen. 
Auch das klappt auf dem Land immer besonders gut, da man die Kanister einfach im 
Wald abstellen kann. 
Die Grundstoffe, aus denen die Drogen gewonnen werden, sind bis 1995 in den 
Niederlanden völlig problemlos einzukaufen gewesen. Danach wurden die 
Chemikalien, wohl durch Druck aus dem Ausland, wo aufgefallen ist, dass mehr als 90 
Prozent der Ecstasy-Pillen aus den Niederlanden kommen, strenger überwacht. Da sie 
aber zur Produktion aller möglicher Arzneimittel nötig sind, können sie weiterhin 
ohne viel Aufwand importiert werden. 
Eine Ecstasy-Pille kostete damals weniger als 20 Pfennig in der Herstellung. In den 
Diskotheken wurden sie dann für 20 Mark verkauft. 
Von der hochprofitablen Industrie, die da in den Niederlanden entstanden ist, 
bekamen die Türsteher in den Techno -Clubs nur die Endprodukte mit. Fast jeder in 
den Clubs konsumiert Ecstasy oder Speed. Ähnlich wie die Drogenfahnder erkannten 
die Türsteher recht schnell, wer Pillen mit hereinbringt. Es ist nicht etwa so, dass wir 
die illegalen Substanzen im Club verhindern wollen. Das wäre auch für den Chef des 
Clubs völlig kontra -produktiv. Denn eine lange, ausgelassene Techno -Party ist ohne 
Amphetamine nur schwer vorstellbar. Würde der Club ernsthaft verlangen, dass alle 
clean feiern sollen – die Leute würden einfach woanders feiern. 
Wichtig war nur: Die Drogen sollten gefälligst im Club gekauft werden und nicht bei 
irgendeinem Dealer auf der Straße. Du darfst schließlich ja auch nicht deine eigenen 
Getränke in die Disco mitbringen. 
Den Türstehern ist erst einmal jeder recht, der versucht, seine eigenen Drogen 
mitzubringen. Was bei den Gästen gefunden wurde, beschlagnahmten die dann und 
gut. Das war so etwas wie ein Trinkgeld. Einen Teil konsumierten die dann selbst, der 
Rest wurde im  Club verkauft, über den DJ oder einen vertrauenswürdigen Kellner. 
Manch einer kauft sich drinnen also die Pillen zurück, die ihm am Eingang 
abgenommen wurden. 
Da kamen an einem guten Abend schon ein paar Hundert Mark zusammen. Doch das 
große Geschäft, das ist uns klar, machten andere. Denn mehrmals am Abend kommt 
der Dealer, der mit dem Chef eine Abmachung hat. Der wird kurz begrüßt, kann dann 
unbehelligt in den  Club und seiner Arbeit nachgehen. Es ist nicht ganz klar, wie viel 
der hereinbringt. Damit hatten die Türsteher nichts zu tun, deren einzige Aufgabe war

174 
 
es, bei ihm wegzugucken. Wir konnten damals nur ahnen, um wie viel Geld es dabei 
ging. Das reichte uns aber nicht. Wir wollten etwas von der großen Kohle abhaben. 
Ich selbst fuhr nur noch selten selbst mit Drogen über die Grenze. Dafür hatten wir 
mittlerweile ein kleines Team vertrauenswürdiger Leute. Gute Kuriere zu finden ist 
nicht einfach. Denn es ist eine Sache, einem Straßendealer ein paar Pillen in die Hand 
zu drücken. Ein bisschen Schwund ist da immer einkalkuliert, der lässt sich aber 
jederzeit verschmerzen. Aber es ist etwas ganz anderes, einem Mann die Taschen mit 
Geld oder Drogen im Wert von Tausenden Mark vollzustopfen und ihn damit über die 
Grenze zu schicken. Dafür sollte man nur Gangster mit etwas Seriosität anwerben. 
Die Kuriere waren oft mit Motorrädern unterwegs. Wenn doch mal jemand in eine 
Kontrolle geriet, schaltete er einfach zwei Gänge runter und war weg. Bis auf zwei, 
drei Verfolgungsjagden über die Landstraßen im flachen Grenzgebiet, die die Jungs 
alle für sich entschieden haben, hatte es auch keine Schwierigkeiten gegeben. Aber 
wir wollten das Glück nicht überstrapazieren. Mit niederländischen 
Nummernschildern waren wir auf der sicheren Seite. Die Polizisten hielten keine 
Autos aus den Niederlanden an. Niederl änder, die nach Deutschland fahren, waren 
unverdächtig und galten eher als Touristen. 
Doch wie gesagt, wurden die Zeiten damals härter. Ich erinnere mich noch z.B. sehr 
gut an eine Kollision mit der Konkurrenz. 
Eines Tages hatte ich nämlich Ärger mit zwei marokkanischen Brüdern, die einem 
Partner von mir Drogen abgekauft haben. Besser gesagt: Sie haben ihm die Drogen 
abgenommen, hatten aber dann doch kein Geld dabei. In den Niederlanden heißt das 
„rip“ also „abziehen“.  
Ein Betriebsunfall quasi, so etwas kommt im Drogengeschäft ja häufiger vor. 
Weil aber ein Partner von mir betroffen war, habe ich die Reklamation natürlich 
persönlich übernommen. Ich habe eine klare Ansage gemacht und Adil, den älteren 
der marokkanischen Wichsern Bruder, auch ziemlich vermöbelt. Das ging ganz locker, 
deswegen nahm ich es nicht sonderlich ernst, als Adil Rache schwor. An mich hat er 
sich jedoch offenbar nicht herangetraut, aber an meinen damaligen Hund, diese feige 
Idiot! 
Gut, ich wusste ja, wo ich die beiden finden konnte. Ich erwischte den jüngeren in 
einer Seitenstraße von Maastricht und prügelte sofort auf ihn ein. Aber er muss wohl 
noch an sein Handy gekommen sein. Jedenfalls taucht plötzlich Adil auf, sprang mir 
von hinten auf den Rücken und nahm mich in den Schwitzkasten. Ich versuchte, ihn 
abzuschütteln, und drückte ihn mit aller Kraft gegen eine Hauswand. Ich hörte, wie 
eine seiner Rippen knackte. Sein Griff lockerte sich, ich dachte schon, dass er 
aufgeben würde, doch dann spürte ich Stahl an meinem Hals. Er hatte kein Messer,

175 
 
es war ein angeschliffener Schraubenzieher, den er mir Sekunden danach mit aller 
Kraft in meinen Unterkiefer rammte. Der Schraubenzieher bohrte sich durch meine 
Mundhöhle, den Gaumen und die Nasenhöhle nach oben. Erst kurz vor dem Auge 
blieb er stecken. Da nn zog ihn Adil heraus und stach noch einmal zu, in die gleiche 
Stelle. Ich sackte zusammen, blutete wie ein Schwein und konnte gar nichts mehr 
machen. 
Das waren aber trotzdem nicht die schlimmsten Schmerzen meines Lebens. In 
Würzburg hatte ich mal Ärger mit einem Asiaten, der mit mir im Sicherheits - und 
Drogenbereich zusammengearbeitet hat. Ich wollte ihn zur Räson bringen, da hat er 
so ein chinesisches Dekoschwert ausgepackt und mir das Ding auf meinen 
Oberschenkel gehauen. Ich hätte beinahe mein Bein verloren. Zwei von meinen 
Quadrizepsköpfen waren danach ab. Dann hat er mir das Schwert zwischen 
Schienbeinmuskel und Wade gestochen. 
Aber das war eine andere Sache. Der Asiate wollte mich kampfunfähig machen. Adil 
wollte mich umbringen. Hätte er keinen Schraubenzieher, sondern ein Messer 
gehabt, hätte er meinen Hals zerfetzt. Und ich glaube nicht, dass Adil die 
medizinischen Kenntnisse besitzt, um beurteilen zu können, dass ich schon 
durchkommen werde, als er mich blutend auf der Straße liegen ließ. 
Irgendwie schaffte ich es schließlich, wieder hochzukommen. Ich presste meine Hand 
auf meinen Hals und schleppte mich die Straße entlang. Die Passanten, die mir 
entsetzt auswichen, nahm ich nur schemenhaft wahr. Das warme Blut sickerte 
zwischen meinen Fing ern durch. Ich versuchte, ein Taxi anzuhalten, aber mehrere 
Wagen fuhren an mir vorbei, weil sie mich für einen Besoffenen hielten. Der fünfte 
oder sechste Fahrer ließ mich dann endlich einsteigen. Noch auf dem Weg ins 
Krankenhaus wurde ich ohnmächtig und wachte erst im Krankenhaus wieder auf. Die 
Angelegenheit war dann erstmal soweit vorüber. 
Es gab Zeiten, da hatten wir so gut wie keine Kohle, weil die Geschäfte, egal welche 
es waren, beschissen liefen. 
Da uns also immer mal wieder das Geld auszugehen drohte, musste ich rund um die 
Uhr ansprechbar sein.  
So auch in einer späteren Nacht. Am Handy war Jan, mein Kollege. 
„Hi Max, hier gibt’s ein Problem.“ 
„Was ist los?“ 
„Hier ist ein Typ, der will dich sprechen.“

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„Sag ihm, er soll später noch mal wiederkommen, ich bin in zwei Stunden sowieso im 
milk!“ 
Jan zögert, dann meint er: „Er will aber, dass du sofort kommst, und du sollst Geld 
mitbringen.“ 
„Hä, wer ist das denn?“ 
„Ich kenn ihn nicht. Aber er sagt, wenn du ohne Geld auftauchst, will er dir mit der 
flachen Hand ins Gesicht schlagen. Wie eine Frau. Damit wir alle sehen, für was für 
eine Muschi wir arbeiten.“ 
Ein Schutzgelderpresser also! 
Eine heikle Situation: In jedem Laden, egal ob im Rotlichtmilieu oder bei Drogen - u. 
Waffengeschäften, versucht irgendwann eine Gruppe mitzuverdienen. Irgendwann 
stehen eben die Hells Angels, die Albaner, die Türken, die Kurden oder irgendeine 
andere Gruppe im Laden. Wenn du dann aber anfängst zu zahlen, zahlst du für den 
Rest deines Lebens oder bis du pleite bist. Und wenn du nicht zahlst, gibt es zwei 
Möglichkeiten: Entweder du hast in der nächsten Zeit maximalen Stress oder du jagst 
den Erpressern so eine Angst ein, dass sie beschließen, dass das Geld den Ärger nicht 
wert ist, und dich in Ruhe lassen. 
Es dürfte wohl klar sein, für welchen Weg wir uns als vernünftige Geschäftsmänner 
entschieden haben! 
„Mit welcher Hand will er mich denn schlagen?“, frage ich Jan. 
Ich bekam keine Antwort. Jan war wohl über meine Frage etwas verdattert. 
„Mit welcher Hand?“, fragte ich noch einmal, diesmal ziemlich laut, denn ich war jetzt 
echt wütend.  
„Er hat die Rechte hochgehalten.“ 
„Ah, gib ihm noch was zu trinken. Das geht auf mich. Und sag ihm, ich bin unterwegs, 
es tut mir leid, dass er kurz warten muss.“ Antwortete ich und legte auf ohne weiter 
abzuwarten. Natürlich machte ich mich dann gleich auf den Weg, obwohl das zwar 
entgegen meinem eigentlichen Plan war, aber das war mir in dem Moment auch egal.  
Auf dem schwarzen Ledersofa, das in einer der hinteren Ecken im milk! stand, saß 
dann mein besonderer Gast, unterstützt von drei muskulösen Aufpassern. Er selbst 
war schmächtig, trug Cowboystiefel, die angegrauten Haare im Nacken lang und auf 
dem Kopf kurz . Später erfuhr ich, dass er Kurde und frisch aus dem Gefängnis 
entlassen war. Das will ich im Nachhinein als Entschuldigung dafür gelten lassen, dass 
er mich nicht kannte und sich daher bei uns im Stammclub solche Sprüche traute.

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Ich ging zuerst zu Jan an die Bar und quatschte kurz mit ihm. Dann forderte ich den DJ 
auf, die Musik lauter zu drehen. Dann lege ich mein Jackett ab, hinten in meinem 
Gürtel steckt meine Pistole. Mit Jan hatte ich ausgemacht, dass er mir auf mein 
Zeichen hin die Pistole aus meinem Gürtel reichen sollte. 
„Ahhhh, Ahhhh, du bringst mir mein Geld“, meckert der Kameltreiber grinsend und 
stand auf – seine Jungs bleiben sitzen! 
Statt zu antworten, packte ich ihn am rechten Handgelenk und drückte seine Hand 
auf den Bistrotisch, der neben den Sofas stand. Gleichzeitig zieht der hinter mir 
stehende Jan die Pistole aus meinem Gürtel und gab sie mir von hinten. Ich nahm also 
seine Bewegung auf und setzte die Pistole auf dem Handrücken des Kurden auf. Dann 
drückte ich ab, zwei Mal. Das spritzte ziemlich. Alles dauerte nur ein paar Sekunden. 
Das Einzige, was mir in dem Moment durch den Kopf ging, war: Scheiße, jetzt ist der 
Tisch kaputt und ich kann den wieder zahlen. Ich hatte mittlerweile bereits schon 
einige Tische löhnen müssen, wegen diversen Handgemengen im milk!  
Naja, sagte ich mir, da kommt es auf einen mehr oder weniger auch nicht an.  
Das Timing ist in solch einer Situation entscheidend. Denn es hätte eine wilde 
Schießerei werden können, wäre nicht der Moment der Überraschung auf meiner 
Seite gewesen. Als die Begleiter des schmächtigen Kurden sahen, wie ihr Chef brüllte, 
sich seine Hand  hielt und sich wahnsinnig vor Schmerz auf dem VIP -Sofa krümmte, 
hatte keiner mehr Lust, etwas zu unternehmen. 
Jan gab naturgemäß einem der Jungs noch eins in die Fresse, dann rannten alle aus 
dem Laden, und ihr Chef blutete auf dem Weg nach draußen noch den Teppich voll. 
Jan haute dann auch nicht lange danach ab. Ich hatte in dieser Nacht noch ein paar 
Geschäfte mit neuen „Geschäftspartnern“, die mir von einem Bekannten empfohlen 
wurden, anzuleiern, deswegen musste ich noch bleiben. 
Ich setzte mich dann an die Bar um ein bisschen runter zu kommen. Die Musik war 
mir etwas zu laut, Studenten-Pop, halt. 
„Gib mir eine Cola“, sagte ich zum Barkeeper. Er stellte das frisch polierte Glas vor 
mich, schenkte mir ein. Seine Hände zitterten. Er hatte sich jedoch relativ gut im Griff, 
das Zittern war fast nicht zu sehen. 
Wieso war er nervös? 
„Soll ich Jackie reintun?“, fragte er mich. 
Eigentlich wollte ich nüchtern bleiben, aber er griff schon zur Flasche und schüttete 
den Alkohol in meine Cola.

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Da kamen zwei Typen mit langen Haaren und Pali -Tuch um den Hals durch die Tür. 
Der Barkeeper sprang flink hinter dem Tresen hervor und lief zu den beiden, bevor sie 
sich setzen konnten. Ich hörte nicht, was sie redeten, denn die Musik war wie gesagt 
zu laut. Aus dem Augenwinkel sah ich sie aber gestikulieren, einer der beiden zeigte 
sogar auf mich. Dann gingen sie wieder aus dem milk! 
„Die machen immer Ärger“, meinte der Barkeeper zu mir, als er hinter seinen Tresen 
zurückgekehrt war. Ich zuckte mit den Schultern. Wenn meine Bar so leer wäre, würde 
ich jeden Kunden nehmen. 
Ich schaute auf die Uhr. In fünf Minuten war das Treffen. Ich hatte ein ungutes Gefühl. 
Irgendetwas war nicht koscher. 
Eine Nase Koks wird mich klarer werden lassen, dachte ich mir. Also stand ich auf und 
ging die Treppe zu den Toiletten hinunter. 
Ein dunkler Flur, schummriges Licht aus einer nackten 40-Watt Birne. An den Wänden 
ein paar abgerissene Plakate, ein Ständer mit Karten und Flyern. Zwei Türen gehen 
nach links weg, die erste zur Damentoilette, die zweite zur Herrentoilette. 
Ich ging durch die erste Tür, in die Damentoilette.  
Ich weiß nicht, warum. Vielleicht weil mir die paar Schritte mehr zur Herrentoilette zu 
weit waren. Da sowieso keine Gäste groß außer mir da waren, interessierte es auch 
niemanden, wo ich pinkle. Vielleicht hatte ich auch eine Vorahnung. 
Ich schaute in den Spiegel, im Neonlicht sah ich bleich aus. Während ich noch meinen 
Gedanken nachhängte, hörte ich schwere Schritte. Es waren mindestens fünf Männer, 
die da die Treppe herunterkommen sind. Ich sprang hinter die Tür, drückte mich 
gegen die Wand. Ich hatte die Tür zum Flur offengelassen, durch den Spalt sah ich 
Männer in Lederjacken durch den Flur drängeln. Ich umklammerte meine Pistole, 9 
Millimeter, und atmete flach. 
Die Männer polterten an meiner Tür vorbei, liefen zur Herrentoilette. Sie traten gegen 
die Tür, dass sie aufsprang, ich hörte ein splitterndes Geräusch, als die Klinke gegen 
die gekachelte Wand prallte. 
„O nerede?“, hörte ich aus der Herrentoilette.  
Türkisch! „Wo ist er?“ 
Die Toiletten hatten kleine Fensterluken zur Straße hin und die Männer rechneten 
sich wohl gerade aus, ob ich da durchgekommen sein kann.

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Mein Zeigefinger streichte über den Abzug meiner Waffe. Ein bis zwei nehme ich mit. 
Mehr wird schwierig. Ich malte mir die Schlagzeilen aus: „Schießerei im milk! Max B.´s 
Leiche auf der Damentoilette gefunden.“  
Auf der Damentoilette erschossen zu werden, ein Heldentod ist das nicht gerade! 
Zum Glück nahmen es die Moslems mit der Geschlechtertrennung ernst. Die Gruppe 
rannte zurück durch den Flur, ohne einen Blick in die Damentoilette zu werfen, hoch 
in die Bar. Oben gab es Geschrei, sie verdächtigten offenbar den Barkeeper, sie 
verarscht zu haben. Wieder ein Klirren, ein paar der polierten Gläser gingen wohl 
kaputt. 
Ich bewegte mich nicht, meine Knie schmerzten vom Stillstehen hinter der Tür. Der 
Stahl des Revolvers lag kalt in meiner Hand. Immer noch traute ich mich kaum zu 
atmen. Die Minuten vergingen. Es schien keiner mehr herunterzukommen. Sie 
glaubten wohl echt, ich sei durchs Fenster abgehauen. Jetzt suchten sie mich 
wahrscheinlich rund um den Laden in der Mannheimer Fußgängerzone. 
Fieberhaft überlegte ich, wie ich aus dem milk! kommen konnte. Bis zu meinem Auto 
war es ein ziemliches Stück, jetzt ärgerte ich mich, nicht direkt vor dem Laden geparkt, 
sondern wie immer in einer kleinen Nebengasse geparkt zu haben. Ich könnte ein paar 
Jungs holen, meinen Kollegen eine SMS schicken, dass ich Ärger hatte, dass sie ein 
paar Leute zusammentrommeln sollten. Wie lange würde das dauern, eine halbe 
Stunde? Und wie viele bräuchte ich?  
Fünf Mann waren unten, aber wer weiß, wie viele oben gewartet haben? 
Dann höre ich wieder Schritte, die Tür zur Damentoilette bewegte sich, jetzt kommen 
sie rein, dachte ich mir in Panik. Ich sprang aus meinem Versteck, brüllte: „Euch 
nehme ich mit!“, richtete meine Waffe in den Flur. Vor mir standen zwei Mädels, sie 
kreischten und wichen zurück. Ich stieß sie beiseite, rannte die Treppe hoch, die Waffe 
hielt ich mit zwei Händen, richtete sie vor mich auf den Boden. 
Oben lief immer noch lauter Studenten -Pop. Hinter der Bar befand sich nun nicht 
mehr der ursprüngliche Barkeeper, sondern ein Deutscher mit langen Haaren und 
Nickelbrille. Vor ihm standen drei Jungs, typisches milk! -Publikum, wohl die Begleiter 
der beiden Mädels. Sie guckten erschrocken zu mir, hatten wohl ihre Frauen schreien 
gehört. Der Besoffenste von ihnen wendete sich an mich: „Was ist los?“ Dann sah er 
meine Waffe, seine Stimme schnellte eine Oktave höher: „Alles gut, ruhig, Mann.“ 
Ich rannte raus, auf der Straße steckte ich meine Waffe in den Gürtel und lief auf 
direktem Weg zurück durch die stark frequentierte Fußgängerzone. Ich scannte meine 
Umgebung genau, denn die waren sicher noch irgendwo hier. Die wollten schließlich 
ihren Au ftrag zu Ende bringen. Aber ich sah sie nirgendswo und kam so

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durchgeschwitzt aber unverletzt zu meinem Auto mit dem ich dann auch die Flatter 
machte.

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Ich kann ja alles! 
Von Montag bis Freitag lebten wir den bürgerlichen Teil unseres Lebens – an den 
Wochenenden dann das wahre Leben. Die Action, die Gewalt, das Spiel mit dem 
Feuer. Und dazu gehörte auch das „Dimi“, unser Stammlokal am Alsenweg. 
An den Wochenenden, ganz egal zu welcher Uhrzeit, konnte man sich fast blind 
darauf verlassen, mindestens 10 bis 20 Jungs im „Dimi“ zu treffen. An manchen 
Abenden feierten bis zu 30 Mitglieder der CB in dem Laden, was bei dem relativ 
kleinen Laden einen beträchtlichen Teil der Gäste ausmachte. 
Die Kneipe lief gut. Musik dröhnte durch den engen Raum, 80er -Jahre Pop - und 
Partymusik, Bier, Schnaps, Wodka, Jacky und auch ein paar geile Mädels, die uns 
beobachteten, wie wir mit nackten Oberkörpern unser Dasein feierten. Das Leben als 
Hooligan im Wahn mit schnellen Schlägereien und schnellem Sex … 
„Hurra, hurra, die Waldhöfer sind da! Mannheim Hooligans!“ – wenn dieser Waldhof- 
Schlachtgesang durch das „Dimi“ hallte, war das weniger als Lied zu verstehen – es 
war eine Ankündigung. Wer sich in einer solchen Situation noch nicht bewusst war, 
an welchem Ort er sich gerade befand, zog sich besser schweigend zurück. Ein wilder 
Haufen menschlicher Waffen mit durchtrainierten, tätowierten Oberkörpern war 
entsichert. Ein falsches Wort, eine dumme Geste – und das Feuer würde eröffnet 
werden. 
Obwohl ich nicht dem stereotypen Bild eines klassischen Fußball -Hooligans 
entsprach, konnte man bei genauem Hinsehen auch bei mir erkennen, dass ich nicht 
einer von den Typen war, die im allgemeinen Probleme mit großen klugen Worten 
lösen würden. Ich war d urch den ganzen Hochleistungskampfsport in den Jahren 
davor extrem definiert und durchtrainiert. Auch zierten ja nicht wenigen Narben 
meinen Körper. 
An jenem Abend feierten wir mit rund 20 Jungs im „Dimi“. Auf jedem Tisch stand eine 
Flasche Jacky, den wir – zusammen mit zehn oder zwölf Flaschen Cola im 
Mischverhältnis 1:1 tranken. Das „Dimi“ war gut gefüllt und jedem Gast dürfte an 
diesem Abend klar ge wesen sein, wer da so ausgelassen feierte – schließlich waren 
wir mittlerweile stadtbekannt. Wir soffen wie die Geisteskranken, jede 
Hemmschwelle in Bezug auf Gewalt wurde zügellos weggespült. Die Stammgäste 
wussten dies und mussten auch nichts befürchten. Aber es gab ja auch noch andere. 
Das „Dimi“ lag im Erdgeschoß eines Gebäudekomplexes, der direkt am alten Sepp -
Heberger-Stadion angrenzte und ja auch das Vereinsheim war.

182 
 
Hier war der absolute Mittelpunkt unseres normalen allwochenendlichen 
Nachtlebens. Im Sommer strömten echt viele von den partyhungrigen Hools zu dieser 
Location – und natürlich auch die CB. 
Direkt der erste Tisch im Eingangsbereich des „Dimi“ war an diesem Abend mit 
unseren Jungs besetzt.  
Da war Harald dabei, der obwohl nur wenig älter als ich, schon mehrere Jahre im 
Gefängnis verbracht hatte. Wegen Körperverletzungen, Drogenhandel und 
zahlreichen Einbrüchen. Eine seiner Spezialitäten waren Einbrüche in irgendwelche 
komischen Kneipen und do rt vor allem die Safes, denn die konnte er wirklich gut 
knacken! Der zweite am Tisch, Jockes, arbeitete in einem Fotoladen in der Innenstadt. 
Seine Spezialität: Er suchte alle in dem Geschäft entwickelten Filme nach privaten 
Nackt – oder Pornofotos ab und brachte die Abzüge zu unseren Partys mit. 
Abgerundet wurde die illustre Runde von Nick, einem fast krankhaften Zocker, der, 
wenn er nicht gerade im Knast wegen irgendwelchen illegalen Wettspielen oder so 
saß, mit jedem und auf alles wettete.  
Diese „Dimi“-Runde wäre für jeden normalen Menschen ein Tabu gewesen. Selbst für 
die meisten meiner Hool -Kollegen waren die zu krass unterwegs! Für mich war das 
aber unter anderem quasi normale Umgang. 
Wir saßen zusammen und diskutierten über alles Mögliche. In jener Nacht war keine 
Hool-Aktion geplant oder zu erwarten. Ein lustiger, ausgelassener Abend mit reichlich 
Alkohol stand auf dem Programm. Bis Harald um eine Uhr nachts, das „Dimi“ war 
brechend v oll – dem bis dahin ereignislosen Abend doch noch eine Wende geben 
sollte. 
Plötzlich sprang er ohne erkennbaren Grund auf, rannte aus dem Dimi raus und war 
erst Mal eine Zeit lang weg. Wir waren zwar leicht verwundert, dass er nichts gesagt 
hatte, aber was war bei uns schon normal? Nichts! Es war jederzeit bei jedem 
Einzelnen von uns alles möglich! Dann auf einmal kam so ein komischer Typ rein, den 
ich Wochen vorher mal auf dem Klo eine in die Fresse geschlagen hatte, weil ich 
dachte, dass er homo sei und auf meinem Schwanz starren würde. Das war natürlich 
nicht der Fall und nur eine meiner Einbildungen, aber auch egal. Jemanden eine in die 
Fresse schlagen war ja nie so verkehrt! 
Er hatte mich erkannt. Scheiße, er hatte mich wiedererkannt. Ohne Umschweife ging 
ich energisch einen Schritt auf ihn zu und schaute ihm direkt in die Augen. In meinen 
Augen stand nur noch der blanke Zorn. Jetzt war alles egal. Meine Zukunft, meine 
Vergangenheit, die Gegenwart – egal. Da war nur noch Wut und Hass in mir. Wenn er 
jetzt die Polizisten rufen würde, gäbe es ein Unglück. Der Typ sah mich verängstigt an 
– und er hielt zum Glück die Klappe und ging einfach an mir vorbei weiter.

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Aber dann stürmte Harald kurz darauf hektisch rein und schrie irgendwas von wegen 
Bullen im Anmarsch oder so ähnlich. 
Dann sah ich durch die Fenster 2 Polizeiwagen vorfahren auf den Parkplatz. Was war 
denn jetzt los? 
Als der dritte Streifenwagen mit Blaulicht vorfuhr, kriegten das auch die verpeiltesten 
Besoffenen mit. Drei Polizisten standen schon in der Nähe des Haupteingangs und 
starrten auf die Gäste, die nun scharenweise das „Dimi“ verlassen wollten. Ich 
wendete mein Gesicht ab und schaute zur Seite. Mir war klar, dass die Bullen gar nicht 
genau erkennen konnten, wer da alles raus rannte. 
Vermutlich hielten sie Ausschau nach Harald, der ja kurz vorher so auffällig 
reinrannte. Ich ging dann aber zügig zum Ausgang, passierte ungehindert den 
Eingangsbereich und ging weiter raus. Aus dem Augenwinkel registrierte ich, wie 
Harald mit Handschellen von 2 anderen Bullen im Dimi abgeführt wurde und in einen 
Streifenwagen hinten rein verfrachtet wurde. Innerlich angespannt und hoch 
konzentriert setzte ich meine Flucht fort. Noch hatte ich es nicht geschafft. Immer 
noch drohte mir auch eine Festnahme. D enn was immer Harald auch verbrochen 
hatte, konnte auch mit uns in Zusammenhang gebracht werden! 
Ich ging also mit ruhigem Schritt und äußerlich gelassen in Richtung Taxi-Stand an der 
Kreuzung zur Hauptstr. Ich hielt ein Taxi an, stieg ein und fuhr damit dann direkt nach 
Hause. Eigentlich ein Fehler. Sicherheitshalber nannte ich dem Taxifahrer natürli ch 
nicht meine richtige Adresse, denn so wie sonst auch nach Schlägereien oder so, stieg 
ich immer in der Nähe meiner Wohnung aus und legte die restlichen 300 - 500 Meter 
zu Fuß zurück. Denn ich wollte ja nicht aufgrund irgendwelcher Taxifahrer - 
Befragungen gefasst werden. Ich nicht! 
Naja, Harald wurde festgenommen und zum Polizeipräsidium verbracht. Noch in der 
Nacht wurde er mehrfach befragt, wie ich später erfuhr. Immer wieder wollten sie 
anscheinend auch meinen Namen aus ihm herauskitzeln, diese verdammten 
Bastardnsöhne! Aber Harald war erfahren und abgezockt genug, um Vernehmungen 
dieser Art mannhaft zu überstehen.  
Nein, Harald kannte mich selbstverständlich nicht. Ich war irgendeiner von den Typen 
aus der Kneipe, die zufällig neben ihm standen. Nie zuvor gesehen, keinen Namen, 
keine Adresse, nichts. Und von Hooligans wüsste er sowieso nichts! 
Wie später herauskam, hatte die Polizei das „Dimi“ in jener Nacht observiert und auch 
insgesamt zweimal auf den Kopf gestellt. Auch eine verriegelte Klotür wurde 
eingetreten, aber dort lag nur ein besoffener Gast, der seinen Rausch ausschlafen 
wollte. Von vier weiteren Jungs der CB waren die Personalien aufgenommen worden,

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aber auch deren Befragung führte nicht auf meine Spur. Aber warum auf meine Spur 
überhaupt? Warum und vor allem wie kamen denn die Bullen bitteschön auf mich? 
Ja, und da fiel es mir dann wieder ein, warum die Bullen mich suchen könnten. 
Es könnte ja sein, dass diese dummen, verwichsten scheiß Schwetzinger mich mal 
wieder bei den Bullen angezeigt hatten, wegen der blöden Sache auf ihrer 
verschissenen Silvesterparty, bei der ich zwar maßgeblich an der Eskalation beteiligt 
war, jedoch niemals daran dachte, dass die mich unbedingt nennen würden. 
Immerhin waren da ja genug von den CB und so dabei, die man hätte benenne 
können, aber doch nicht mich?! 
Hm, wahrscheinlich aber doch! Drecksdumme Kuhnköpfe, echt! 
Irgendwann ist mal Schluss mit diesen widerlichen Verrätern! 
Erst vor Jahren be i der dummen Jacken -Action in Wiesbaden und jetzt bei der 
Zerstörung ihrer beschissenen Silvesterparty! 
Klar, war das schon extrem, was da abging mit den Weiber -Schlagen und dem 
rumballern mit den Knarren und dem Rumwerfen der Sektflaschen und so. Aber das 
war ich ja nicht allein! Diese dummen beschissenen Verräter! Ich musste unbedingt 
Harald sprechen und fragen, ob es deswegen war, bevor ich die jetzt alle platt mache! 
Nur sicherheitshalber, denn ich hatte mich ja schon öfters mal leicht geirrt, Hahaha! 
Der musste in einer kargen Zelle des Polizeipräsidiums übernachten und wurde am 
Sonntagmorgen wieder freigelassen. Ihm wurde eine Strafanzeige wegen 
gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung angedroht und zu verstehen 
gegeben, dass es sich strafvers chärfend auswirken könnte, wenn ihm nicht doch 
irgendwann der Name seiner Mittäter einfallen würden. Es blieb jedoch bei dem 
Gedächtnisverlust. 
Die Überprüfung der Personalien offenbarte seine Knastkarriere. Und den Polizisten 
wurde auch klar, mit wem sie es da zu tun hatten: Harald galt als GS – als „Gewalttäter 
Sport“.  
Das war das Polizeikürzel für Jungs, wie wir es waren – Hooligans, die im Umfeld eines 
Fußballvereins zu Körperverletzungsdelikten neigten. Ich war ja auch ein GS, aber 
offenbar noch nicht in den Akten der Behörden, zumindest mit meinen Personalien. 
Harald rief am folgenden Tag an. Er berichtete mir, wie heiß die Polizei auf mich 
gewesen sei.  
Es ging wirklich um diese verfickte Silvesterparty der Schwetzinger! Und einer von 
denen hatte ihn eindeutig identifiziert, als er dem aus Geldmangel einen ungedeckten

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Scheck andrehen wollte, dieser dämliche Vollspast! Und da er an dadurch observiert 
wurde, ist diese ganze Scheiße jetzt entstanden, leider! Der dämliche französische DJ 
aus dem Omen, der auf der Party auflegte, zumindest bis ich ihm seinen scheiß 
Technics über die Rübe zog, weil die Musik echt richtig scheiße war und er auf meine 
wohlgemeinten Änderungsvorschläge nicht eingehen wollte, dieser arrogante 
dumme Penner! 
Ja, also dieser DJ hatte wohl dabei angeblich schwerere Verletzungen erlitten, als 
zunächst angenommen, und musste noch in der Nacht im Krankenhaus behandelt 
werden. Harald sorgte sich um eine Straferhöhung, da er meine Identität nicht 
preisgab. Ich versprach, ihn mit der Sache nicht allein zu lassen, gab ihm aber auch zu 
verstehen, dass ja unter anderem sein Verhalten an diesem Abend incl. der 
Organisation meiner Knarre einer der Eskalationsgründe bei der Party war. Das 
musste er am Ende dann auch eingestehen. 
Vier Monate später wurde Harald zur offiziellen polizeilichen Vernehmung 
vorgeladen. Er rief mich an und wir verabredeten uns, um alles zu besprechen. Er litt 
zu dieser Zeit wie immer eigentlich unter massiven Geldproblemen und wollte mit so 
wenig Kosten w ie möglich aus dieser Anzeige rauskommen. Um eine teure 
Gerichtsverhandlung zu umgehen, mit entsprechenden Rechtsanwalts - und 
Verfahrenskosten, riet ich ihm, eine Aussage zu machen. Leugnen würde nichts 
bringen, weil die Schwetzinger Typen auf jeden Fall g laubwürdig waren und so auch 
ihre Aussagen gegenseitig abstimmen und bestätigen würden. 
Erschwerend kamen auch seine zahlreichen Vorstrafen dazu. Kein Richter würde ihm 
bei seinen Einträgen den Unschuldigen abkaufen. Und der Typ, dem Harald einen 
Kopfstoß verpasst hatte, beklagte eine gebrochene Nase. Das belegten auch ärztliche 
Atteste. Die Sachlage war also ziemlich eindeutig gegen ihn! 
Kurze Zeit später ließ ich mich eines Abends, nachdem eine kleine Geldeintreibaktion 
unsererseits mächtig in die Hosen ging, noch von meinem Begleiter Jan ins milk! 
fahren. Dort setzte ich mich an die Theke, trank ein Bier und wartete auf die Jungs 
wegen einer Lagebesprechung und so. Aber es kam keiner mehr… 
Die Mannheimer Polizei war diesmal zu gut vorbereitet. Nach der Schlägerei waren 
sie von den Party -Veranstaltern schon alarmiert worden. Sie wussten dadurch, dass 
die ungebetenen Gäste, die im Polizei -Jargon der „Hooligan -Szene“ zuzurechnen 
waren, sehr oft im Dimi waren. In Polizeikreisen wusste man, dass wir für zahlreiche 
brutale Schlägereien in der Stadt verantwortlich waren. Ihnen war klar, dass wir dicke 
Fische in der Szene waren. Und wenn man jetzt nicht ganz geistig behindert war, dann 
konnte man sic h auch zusammenzählen, das die Luft um uns herum immer dünner 
wurde. Vor allem weil wir uns ja leider nicht beeindrucken ließen. Nein, wir hatten ja

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darauf geschissen! Uns war das sowas von egal, das grenzte schon fast an 
Selbstaufgabe bzw. an einer so dermaßen hohen Arroganz unsererseits, dass wir echt 
im Glauben waren, wir wären die Größten und uns könne absolut nichts aufhalten 
kontrollieren.  
Aber eigentlich, so im Nachhinein betrachtet, war da schon klar, dass es irgendwann 
vorbei sein würde. So oder so halt! Aber auf jeden Fall vorbei! Wäre es bei den 
normalen wöchentlichen Hooligan - Kloppereien und so geblieben, dann hätten wir 
evtl. eine Chance gehabt, diese Spielchen und die Doppelleben weiter zu führen ohne 
große Strafen, aber nicht in dem Ausmaß, wie es zu diesem Zeitpunkt bereits abging. 
Wie gesagt, wir schlugen uns nicht mehr nur mit anderen Hools und so rum, sondern 
wir wurden ja immer gewalttätiger und waren süchtig nach der Gewalt. Wir waren 
nicht mehr nur „Hooligans“, also verrückte, gewaltsuchende Fußballfans der 
Kategorie „C“! Nein,  das war der Einstieg! Wir waren mittlerweile echt schwere 
kriminelle Kaliber. Wir stahlen und verschoben hochwertige Luxus-Karossen, genauso 
wie wir Einbrüche und Überfälle durchgezogen hatten. 
Wir waren in Schießereien, Messerstechereien genauso verwickelt, wie das wir 
Gelder eintrieben und auch mit sämtlichen Drogen dealten. 
Uns war da echt alles scheißegal! Hauptsache, das Adrenalin kickte durch unsere 
Körper und wir konnten uns austoben. Auf jede nur erdenkliche Weise. 
Natürlich waren wir immer noch an den Wochenenden mit den CB unterwegs, klar 
das musste sein. Aber darüber hinaus waren wir hochgradige, gemeingefährliche 
miese Verbrecher! Ja, wir waren echt Abschaum! 
Ich hatte ja zu dem Zeitpunkt bereits einige Zeit in der Klapse verbracht, hatte eine 
hochgradige dissoziale Persönlichkeitsstörung gutachterlich diagnostiziert 
bekommen, war in einem mittlerweile nicht mehr existierenden 
Förderungsprogramm, das jedes Zeugenschutzprogramm in den Schatten stellt, 
untergebracht! 
Hatte einen mehrmonatigen Klosteraufenthalt in einem echt krassen japanischen 
Samurai-Kloster in irgendeiner japanischen Präfektur mit vorherigem Boot Camp-Drill 
vom feinsten hinter mir. 
Zu diesem Zeitpunkt war von den eigenen Eltern verraten worden und hatte die 
wahren Anderen an der Macht durchschaut. 
Ich hatte da bereits mind. 6 -7 Menschen getötet, was mir nicht die geringsten 
Kopfschmerzen bereitete oder irgendwelche Gewissensbisse hinterließ! Nein, das 
war mir alles komplett scheißegal und ging mir am Arsch vorbei.

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Auch wenn du das jetzt nicht verstehst, ist das nicht so schlimm, denn Du bist ja auch 
nichts weiter als so eine Marionette der Anderen! 
Mir war das damals zwar noch nicht richtig bewusst, aber es war eigentlich klar und 
absehbar, dass zumindest für mich, Max Bane, entweder eine Zeit des Friedens mit 
allen dazugehörigen Verlusten, Kontaktabbrüchen etc. kommen musste, oder eben 
das Finale!  
Keine 2 Wochen später, trafen wir zufällig nach einem Fußballspiel in Offenbach im 
Frankfurter Omen auf ein paar der Schwetzinger Jungs. Und das war halt gar nicht so 
gut, da die Anzeige gegen Harald und das Verfahren ja alles noch am Laufen war, 
wegen diesen kleinen Bastardndumme Kuhn! 
Da wir vom Spiel am Nachmittag bestimmt 30 Mann stark waren, wurden innerhalb 
kürzester Zeit acht Streifen - und Zivilwagen sowie ein Hundeführer zum Omen 
gerufen, weil diese verfluchten Feiglinge sich in irgendein Hinterzimmer im Omen 
eingeschlossen hatten und die Bullen wegen uns holten! 
Von den 30 Jungs der CB, die an dann im Omen waren und mit dem Personal und den 
Türstehern schon Ärger hatten, wurden an diesem Abend an die 23 vorläufig 
festgenommen. Ihre Personalien wurden festgestellt und alle polizeilich bearbeitet. 
Nur sieben von uns gelang am Ende die Flucht. Einer davon war mal wieder ich … 
Am nächsten Tag in einer kleinen Bar in Ludwigshafen, in der ich und ein Kollege 
eigentlich nur kurz zum Geldeintreiben hingingen, zog unerwartet einer der Typen, 
welche die Kohle unserem Auftraggeber schuldeten, so einen verschissenen 
Teleskop-Totschläger aus der Tasche und zog mir den voll erst über die Rübe und dann 
noch ein paar Mal auf meinen ungeschützten Körper. Jan, mein Kollege, konnte dann 
zwar mit einer Sektflasche den Typ eine in die Fresse hauen, so das ich mit Jan 
zusammen den Kerl anschließend einstampfen konnte, aber das war ein echt krasser 
Angriff, der unter Umständen auch ganz anders für mich hätte ins Auge gehen 
können. 
Auf der Toilette schaute ich mir dann meine Wunden an. Mein gesamtes linkes Auge 
war stark geschwollen. Die Platzwunde war bereits verkrustet, sodass sie nicht mehr 
blutete. Auf der Stirn zeichnete sich eine breite Schürf - und Kratzwunde ab, die 
ebenfalls von dem Schlag kam. Mein ganzer Hinterkopf war mit schmerzenden 
Schwellungen überzogen und der komplette Oberkörper – Rücken und 
Rippenbogenbereich von Blutergüssen übersäht, die sich in den folgenden Tagen zu 
einem blauvioletten Ganzkörper-Kunstwerk verfärbten. 
Gesicht und Hände wusch ich mit Wasser und Seife, um wenigstens auf den ersten 
Blick einen halbwegs zivilisierten Eindruck zu machen. Mir war bewusst, dass ich in 
ein Krankenhaus musste. Der Cut an meinem linken Auge gehörte genäht, aber was

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sollte ich tun? Ich wusste, dass die Polizei sämtliche Krankenhäuser und 
Notaufnahmen mittlerweile kontrollierten, um nach uns zu fahnden. Also wie gesagt, 
nachdem mich Jan an diesem Abend im milk! abgeladen hatte wartete ich ja auf die 
Jungs! Ich musste w arten. Warten!  Auf meine Kumpels, die nicht mehr kommen 
sollten, und warten, warten, warten, bis etwas Zeit verstrichen war. 
Um kurz nach 6 Uhr in der Früh, also vier Stunden nach der Schlägerei in der Bar, 
steuerte ich die Notaufnahme des Städtischen Krankenhauses an. Ich blickte mich 
nach allen Seiten um wie ein Verbrecher auf der Flucht, und als ich feststellte, dass 
die Luft rein war, meldete ich mich in der Notaufnahme an. Die Krankenschwester 
warf einen flüchtigen Blick auf meine Wunde. Sie bedeutete mir, noch etwas warten 
zu müssen, weil viel los sei. Daraufhin ging ich in den hinteren Bereich des 
Wartezimmers und setzte mich in eine Ecke. 
Ich spürte ein Rasen in meinem Kopf und in der Brust. Was, wenn jetzt plötzlich die 
Polizei um die Ecke käme? Wenn der Typ aus der Ludwigshafener Bar auch hier 
behandelt wurde? 
Ich musste schnell verschwinden! Ich wollte gerade gehen, als mich die Schwester 
aufrief und mich ins Behandlungszimmer wies. Sie erkundigte sich nach meinem 
Ausweis und den Personalien. Ich gab an, keinen Ausweis dabei zu haben, und nannte 
ihr einen falschen Namen und eine falsche Adresse. 
Die Krankenschwester schaute sich meine Platzwunde genauer an. „Was ist denn mit 
Ihnen passiert?“, fragte sie in einem strengen Ton. Ich spielte den Ahnungslosen. „Ich 
war in der Innenstadt und wollte nur die Kneipe wechseln, da griffen mich zwei 
betrunkene Typen an!“ Sie schüttelte kritisch den Kopf. „Was heute Abend hier schon 
los ist, habe ich lange nicht mehr erlebt.“ Ich legte mich auf die Liege und sie befragte 
mich, zur Einschätzung der Betäubungsmitteldosis, nach meinem Alkoholkonsum in 
den vergangenen 24 Stunden. Lügen half nicht. Etwa eine Flasche Wodka und zehn 
Bier mussten wohl zusammengekommen sein, gestand ich ihr dann. 
Die Schwester unterbrach die Behandlung: „Wenn das so ist, kann ich Ihnen keine 
Betäubung geben.“ Sie tränkte einen Tupfer in Desinfektionsflüssigkeit und kratzte 
das verkrustete Blut ab. Als sie fertig war, teilte sie mir mit, dass die Wunde weit 
größer sei, als sie zunächst angenommen hatte. Sie erklärte mir, dass der Cut in jedem 
Fall genäht werden müsste, was allerdings noch dauern würde, da der Arzt noch weit 
schlimmere Verletzungen zu versorgen hätte. Ich war in der Klemme. Ich wollte so 
schnell wie m öglich aus diesem Krankenhaus rauskommen, bevor mich doch noch 
jemand entdeckte. Die Schwester bot mir schließlich an, die Wunde zu klammern. Das 
würde sie sofort erledigen und danach könnte ich umgehend das Krankenhaus 
verlassen. Die Narbe, die ich zu erwarten hatte, war mir egal – ich ließ sie klammern.

189 
 
Dabei sah ich sie mir gezwungenermaßen länger an, und je länger ich sie so anstarrte, 
desto mehr ist mir aufgefallen, was das für eine richtig geile Braut war. Ihr fiel das 
wohl auf, denn plötzlich lachte Sie laut auf, und fragte ganz frech, ob ich immer s o 
fremde Frauen anstarren würde, oder ob das an ihr lag. Und falls das so wäre, dann 
wäre das cool, denn sie fände mich auch sehr interessant und so. „Ok, Du bist genau 
mein Typ, echt jetzt!“ Mehr bekam ich nicht raus. Aber das genügte auch, denn sie 
gab mir zum Schluss noch Ihre Nummer, mit dem Hinweis, dass sie das normalerweise 
nicht machen würde, aber bei mir schon und das sie sich freuen würd, wenn ich mich 
mal melde. So gab diese ganze beschissene Nacht zu guter Letzt doch noch etwas 
Positives hervor. Auf jeden Fall steckte ich mir den Zettel mit ihrer N ummer in die 
Tasche bevor ich aus dem Krankenhaus abhaute. 
Gegen 7 Uhr morgens fiel ich endlich ins Bett und schlief vor Erschöpfung sofort ein. 
Was für ein Tag! Was für eine Gewaltorgie! Und was war da mit  mir geschehen? 
Wollte ich diese Krankenschwester wirklich kontaktieren? Immerhin hatte ich ja 
meine Kris als Freundin! Wobei die mir in der letzten Zeit auch immer öfter auf die 
Nerven ging. War ich in der Bar derart in Rage, dass ich die schlimmen 
Verbrennungen, die der Kerl vermutlich erlitten hätte, wenn ich ihm mit meiner 
Gaspistole ins Gesicht geschossen hätte, in Kauf genommen hätte? War das vielleicht 
eine weitere neue Dimension von Gewalt, in die ich da geraten war? Ich wusste auf 
diese Fragen keine Antworten. Auch egal! 
Stunden später glühten schon die Telefone. Von den festgenommenen Jungs bei der 
Omen-Aktion vor 2 Tagen, durften zehn nach Feststellung der Personalien in 
derselben Nacht wieder gehen. Die anderen wurden wegen ihres aggressiven 
Verhaltens gegenüber den ein gesetzten Polizeibeamten verhaftet und mussten den 
Rest der Nacht in der Zelle verbringen. Gegen sie würde auch ermittelt werden, hieß 
es. Wegen Landfriedensbruch und gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung 
– von einer Bagatellsache konnte nicht die Rede sein. OK, damit war aber auch geklärt, 
warum die nicht ins milk1 kamen. 
Die Überprüfung der Personalien erbrachte sofort den Hooligan-Zusammenhang. Fast 
alle Jungs hatten den Eintrag „Achtung GS“. „Gewalttäter Sport“. Mal wieder.  
Was waren die Fakten? In der fraglichen Nacht im Omen wurde ich nicht kontrolliert. 
Abgehakt! 
Die dämliche Eskalation in der Bar hatten wir auch überstanden. Abgehakt! 
Im Krankenhaus hatte ich falsche Personalien angegeben. 
Auch abgehakt! Aber nur mit viel Glück kam ich ungeschoren aus der Sache raus. 
Hoffte ich.

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Harald eröffnete mir, dass die Polizei zehn Partygäste vernommen habe und 
ausnahmslos alle hätten mich, Jan und ihn als Haupttäter genannt. Ein Pochen und 
Rasen in Kopf und Brust. Verflucht noch mal! Ruhig bleiben.  
Ich war dran! Die hatten mich! Fast! Ich war kurz davor, aufzufliegen! Mein Glück 
schien mich tatsächlich zu verlassen … 
Mein Name wäre in allen Strafanzeigen aufgeführt? Wen hätten alle Zeugen genannt? 
Jan, Harald und mich? Wenn sich das bestätigen sollte, wäre ich geliefert. Was da 
alleine an Kosten auf mich und die beiden anderen zukommen würde! Die 
Folgekosten aus den vielen Verletzungen. Arbeitsausfälle – das Schmerzensgeld. Das 
kaputte Party-Zelt beim Schanz, die zerstörte Musikanlage … Diese ganze Geschichte 
könnte mich im dümmsten Fall richtig fertigmachen. Und dann wäre ich erledigt. In 
jeder Hinsicht. 
Das Hauptmotiv derjenigen von den Schwetzingern, die uns bei der Polizei angezeigt 
hatten, war offenbar die Furcht vor weiteren Racheakten. Diese Leute wollten uns zur 
Strecke bringen, bevor wir erneut zuschlagen würden. Sie wollten sich vor uns 
schützen. Die Konsequenzen, die uns bevorstanden, sollten uns abschrecken, weitere 
Vergeltungsaktionen zu unternehmen. Was diese Leute nicht wissen konnten: Die 
Sache war für uns längst abgeschlossen. Es gab keine Rachegedanken. Was wir zu 
erledigen hatten, wurde in jener Nacht erledigt. Der Streit war für uns beendet. 
Die Party an Silvester lag Monate zurück und die Welle der Vorladungen zu 
Vernehmungen riss noch immer nicht ab. Harald schien recht zu haben: Der 
Staatsanwalt würde die Sache bis zum bitteren Ende durchziehen. Was in jener Nacht 
passiert war, würde nicht als „normale“ Schlägerei unter ein paar Betrunkenen 
durchgehen. Es sollte Verurteilungen hageln – es musste ein Exempel statuiert 
werden, koste es, was es wolle! 
Für mich wurde die Situation von Tag zu Tag brenzliger. Die Tatsache, dass mein Name 
immer wieder in dieser Akte auftauchte, machte die ganze Sache gefährlich. Sollte 
sich mein Status als Beschuldigter nicht entscheidend ändern, würde ich bald sehr 
große Probleme bekommen. Eine Verurteilung, zusammen mit diesen Mitstreitern, 
von denen praktisch jeder aktenkundig und vorbestraft war, würde meine sofortige 
Inhaftierung bei der Polizei bedeuten. 
Mein Anwalt jedoch meinte, das ich erst mal cool bleiben solle, da hätten wir ja schon 
ganz andere Sachen hinter uns! 
Und keiner bei den Bullen, so schien es, hatte bis dahin einen Bericht über mich 
angefertigt.

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Harald und ich beratschlagten unser weiteres Vorgehen. Der Wortführer der Party, 
der Veranstalter Schanz, war schließlich mit mir zusammen unterwegs gewesen. 
Warum sollte ich nicht noch einmal mit ihm reden? Ein versöhnliches Gespräch unter 
ehemaligen Kumpels sozusagen, vielleicht würde es etwas helfen! 
Und, das war die eigentliche wichtigere Frage, die im Raum stand: Wollten die sich 
tatsächlich mit uns anlegen? Wollten die uns vor Gericht in die Augen schauen und 
uns in die Pfanne hauen? Wollten die das wirklich? Irgendwie müssten doch beide 
Seiten erle ichtert sein, wenn die Angelegenheit vom Tisch wäre. Das galt es dem 
Schanz zu erklären … 
Es war ein Sonntag und ich rief bei ihm an. „Hallo Markus, hier ist Max Bane. Hast du 
kurz Zeit?“  
Auf der anderen Seite der Leitung war nichts zu hören. Markus Schanz war 
verstummt. Gerade als ich dachte, er hätte wieder aufgelegt, hörte ich ein leises „Ja“.  
Gut so, er war noch dran. „Was soll das denn mit den Anzeigen?“, fragte ich ihn ohne 
Umschweife. Nur kein unnötiges Gelaber, dachte ich mir, ich hatte eh nicht viel zu 
verlieren.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Antwort fiel wie erwartet, erneut leise und schüchtern aus: „Wieso?“  
Er versuchte, Zeit zu gewinnen. Ich musste schnell nachsetzen: „Die Anzeigen sind 
doch Blödsinn. Sollen wir jetzt auch noch damit anfangen, dich und deine Freunde 
anzuzeigen? Sollen wir uns jetzt alle gegenseitig anzeigen? Das kostet doch nur einen 
Haufen Geld für Anwälte, Gerichtskosten und all das und so! Ist es wirklich notwendig, 
dass wir uns mal treffen müssen? Ja, meinst du das Du damit dann irgendwas gut 
machen könntest, du blöder Schwanzlutscher! Ok, selbst wenn ich durch Deine 
beschissene Anzeige in den Knast komme, das ist mir ehrlich gesagt auch scheiß egal,

192 
 
aber meinst Du denn, daß ich mir das von so einem Pisser, so einem dämlichen 
Bastardnsohn, wie Dir das bieten lasse und nix mache, hä? Ich sage Dir eins, wenn ich 
in den Bau muss wegen Dir, dann aber richtig, mehr sag ich dazu nicht, Du dummer 
Wichser!“ Von Markus war nichts zu hören. 
„Wir hätten alle eine Geldstrafe zu erwarten, was zusätzliche Kosten bedeuten würde. 
Man würde seine Zeit bei der Polizei verplempern, beim Anwalt und vor Gericht.“ Ich 
sprach jetzt wieder ruhig. Markus sagte noch immer keinen Ton. Ich musste 
weitersprechen: „Verstehst du, Markus? Die Schlägerei ist nun mal passiert, das 
können wir doch nicht mehr ändern. Und es bringt doch keinem etwas, wenn jetzt 
noch zusätzlicher, neuer Ärger entstehen würde. Verstehst du, was ich meine? Dafür 
sehen wir uns alle doch vie l zu oft. Da wollen wir doch nicht noch mehr Ärger?! 
Schließlich wohnen wir alle in derselben Stadt.“ 
Markus räusperte sich. Er habe diese Anzeige nicht allein gestellt, erklärte er. Da seien 
auch noch andere beteiligt gewesen. Ich blieb hartnäckig: „Die Anzeige ist doch 
Bockmist, Wichser. Gut, wir sind auf die Party gekommen – obwohl wir nicht 
eingeladen waren. Aber Deine verschissenen Türsteher sind doch sofort 
durchgedreht und haben diese Schlägerei angefangen. Wir doch nicht! Die Türsteher 
tragen die Schuld, dass alles so eskaliert ist.“ 
Markus stimmte mir leise zu. Ja, die Türsteher seien tatsächlich durchgedreht. Und er 
räumte ein, dass er sich über sich selbst geärgert habe, weil er ihnen erzählt hatte, 
dass fünf Hooligans uneingeladen zur Party kommen wollten. Dies haben die Typen 
in eine latent aggressive Grundstimmung versetzt. Sie hätten an jenem Abend dieser 
möglichen Auseinandersetzung geradezu entgegengefiebert. Deutschen Hooligans 
eins auf die Fresse zu geben, darauf hätten die Türsteher an diesem Abend nur 
gewartet. Und deshalb seien sie bei unserem Erscheinen wild aus dem Zelt gestürzt. 
Das sei wohl in der Tat sein Fehler gewesen, sagte Markus endlich. 
„Siehst du? Dann haben wir an diesem Abend alle Fehler gemacht!“, warf ich 
versöhnlich ein. Der dumme Schanz wurde wieder trotzig: „Aber die Musikanlage ist 
Schrott. Und die war wirklich teuer!“ Die Musikanlage! 
Das war ja nun wirklich eine Kleinigkeit. Ich setzte nach: „Aber das lässt sich doch 
irgendwie regeln. Entweder wir steuern etwas Geld dazu oder die Sache wird über die 
Haftpflichtversicherung eines Unbeteiligten abgewickelt. Markus, nochmal! Ich habe 
jetzt keinen Bock mehr auf diese Drecks Telefonat mit Dir, hörst Du, Hörst Du das! Da 
kann man doch sagen, dass jemand gestolpert ist und dabei den Tisch umgerissen hat. 
Das ist doch alles zu regeln. Aber diese Anzeigen müssen zurückgezogen werden. 
Punkt!“ 
Markus schien zu überlegen.

193 
 
Eine lange Pause, in der nichts zu hören war. Und dann, endlich, vernahm ich wieder 
seine Stimme. Er versprach mir, mit den anderen zu reden und sich bei mir zu melden. 
Hatte ich ihn? Vielleicht! Ein letzter Hinweis noch und dann sollte es genügen: 
„Nochmal Schanze, lass uns den Ärger vergessen. Dafür ist Schwetzingen doch zu 
klein. Wir laufen uns immer mal wieder irgendwo über den Weg. Es wäre doch blöd, 
wenn wir dann Ärger hätten.“ Hatte Markus meine Botschaft zwischen den Zeilen 
verstanden? Wir würden es ja sehen! 
Mark meldete sich nicht. Das brauchte er auch gar nicht mehr. Zehn Tage nach 
unserem Telefongespräch war ich wieder beim Heimspiel der Waldhöfer. Plötzlich, 
mitten im Gewühl, sah ich, wie der Harald direkt auf mich zusteuerte. Er schien ganz 
aufgeregt zu s ein: „Max, hast du es schon gehört?“ Was wollte er? Die nächste 
Hiobsbotschaft überbringen? Das letzte Treffen mit dem Penner hatte mir eigentlich 
gereicht. „Was soll ich gehört haben?“ Seine Stimme klang noch immer erregt: 
„Sämtliche Anzeigen der Schwetzinger von Silvester wurden zurückgezogen!“ 
Was sagte er da? Wollte der Idiot mich auf die Probe stellen? „Ja! Und der 
Staatsanwalt tobt! Der Mann kann es nicht fassen. Die ganze Arbeit, die 
Vernehmungen und alles. Der ganze Vorgang war im Grunde aufgeklärt. Und dann 
ziehen plötzlich alle Beteiligte n ihre Anzeigen zurück! Wieso tun die das Max? 
Wieso?“ 
Eine gute Frage, auf die ich eine Antwort gewusst hätte. Aber ich schwieg.  
Harald und auch mein Anwalt fragten mich, ob ich etwas über diese Sache gehört 
hätte. Das hatte ich natürlich nicht. „Keine Ahnung. Vielleicht haben sie sich ja 
überlegt, dass sie sich in dieser Nacht selbst auch nicht korrekt verhalten haben und 
aus diesem Grund die Anzeigen zurückgezogen. Vielleicht …“ 
Er schaute mir prüfend in die Augen: „Meinst du?“ Ich versuchte, seinem Blick nicht 
auszuweichen. „Ja!“, beschied ich ihm energisch, drehte mich um und ließ ihn stehen. 
Markus hatte Wort gehalten. Er und alle anderen Partygäste hatten ihre Strafanzeigen 
tatsächlich zurückgezogen. Und andere Beweismittel gab es nicht. Keine 
Zeugenaussagen von Anwohnern oder Unbeteiligten. Keine Überwachungskameras – 
nichts. Das gesamte Kar tenhaus des Staatsanwaltes war einfach zusammengefallen. 
Und der Ankläger konnte noch so sehr toben, der Mann stand mit leeren Händen da. 
Keine Anzeigen, keine Beweise, keine Strafverfolgung. So einfach ist das in einem 
Rechtsstaat. Dem Staatsanwalt blieb überhaupt keine Wahl. Er musste diese dicke 
Akte über die Silvesterschlägerei schließen und sie in den Archiv -Tiefen seiner 
Behörde versenken. 
Und ich? Ich war erneut davongekommen. Ich musste schon wieder nicht die 
Konsequenzen für mein Handeln übernehmen. Alles war im Lot. Es gab keine Gründe,

194 
 
mein Handeln zu reflektieren. Es grenzte zwar fast an ein Wunder, aber ich konnte 
offenbar tun und lassen, was ich wollte.  
Ich konnte „zum Fußball fahren“ – und nichts passierte. Auch wenn es in diesem Fall 
recht knapp zuging. Die Strafanzeige gegen mich war bereits geschrieben und das 
Ermittlungsergebnis wäre eindeutig ausgefallen. Aber war mir am Ende etwas 
passiert? Musste ich irgendwelche Folgen tragen?  
Nein! Warum also hätte ich mein aufregendes Leben ändern sollen? Warum?  Es gab 
doch gar keinen Grund dafür! 
Und wir hatten weiterhin unseren Spaß. 
1 Woche darauf, gegen 2 Uhr machten wir uns vom Dimi auf den Rückweg über die 
Industriestraße und schlenderten durch den Straßenstrich bei den ganzen doofen 
Nutten vorbei! Durchs Rotlichtviertel sozusagen! Hier war noch Hochbetrieb. 
Irgendwie muss Jockes hinter mir ins Stolpern geraten sein. Er machte einen Satz nach 
vorne und prallte gegen meinen Rücken. Daraufhin wurde ich nach vorne geschubst 
– die klassische Kettenreaktion – und krachte um ein Haar mit einer Bastard 
zusammen. Sie konnte im letzten Augenblick ausweichen, schrie uns aber 
augenblicklich an: „Verpisst euch, ihr besoffenen Arschlöcher.“ 
Wir gingen beschwingt weiter und dachten keine Sekunde länger an diesen kleinen 
Zwischenfall. Es war ja auch nichts passiert. Das glaubten wir zumindest. Bis mir vor 
dem 7er plötzlich jemand mit dem Finger auf die Schulter tippte. Ich drehte mich um 
und merkte sofort, dass Ärger in der Luft war. Vor mir stand der Prototyp eines 
klischeehaften Zuhälters. Zwei Meter groß, blond -bräunliche Haare, die zu einem 
langen Pferdeschwanz zusammengebunden waren, T-Shirt mit Weste und schlechte 
Knast-Tattoos auf beiden Unterarmen. Ein schlechtes Zuhälterdouble, wie in einem 
billigen Rotlicht-Milieufilm. 
Das hier war aber leider die Realität, wie ich umgehend erfahren musste. Während 
ich den Typen noch musterte, stieß er mich mit beiden Händen vor die Brust und 
brüllte mich an: „Was sollte das gerade mit den Frauen?“ Welche Frauen? Ich wusste 
zunächst gar nicht, was er von mir wollte. Meinte er diese Nutte von eben? Ich 
überlegte hastig. In kürzester Zeit spielte ich verschiedene Optionen durch. Der Typ 
war wirklich ein Riese. Breitschultrig, kräftig und entschlossen baute er sich vor mir 
auf. Und hinter ih m stand noch ein weiterer Berg von einem Schlägertyp . Wir 
befanden uns direkt vor dem 7er, aber die Discobesucher, die noch auf den Straßen 
umherschlichen, bildeten plötzlich einen Kreis um uns. Mir war sofort klar: Die Jungs 
würden sich zurückhalten. Sie waren hier ja nur Clubgäste und sie wollten eigentlich 
nur ihre Ruhe haben.

195 
 
Der Typ blickte mich hasserfüllt an und wiederholte seine Frage: „Was sollte die 
Scheiße mit den Frauen? Ich muss dir wohl eben mal die Zähne rausschlagen!“  
Wow! Ich musste handeln. Die alte Kämpferweisheit schoss mir durch den Kopf: Wer 
zuerst schlägt, gewinnt. Und das war auch mein Startsignal. 
Ich trat ihm ansatzlos und mit voller Wucht in die Eier. 
Damit schien er nicht gerechnet zu haben. Der Typ krümmte sich, hielt sich mit einer 
Hand seinen Sack und schnappte nach Luft. Plötzlich richtete er sich wieder auf und 
griff mich an. Genau in diesem Moment kam Jan. Er schob einfach zwei Schaulustige 
zur Seite und knallte dem Zuhälter seine rechte Faust in die linke Gesichtshälfte. Der 
Riese sackte sofort zu Boden. Zack, Bumm und aus. Das war’s an diesem Abend! 
In dieser Nacht! In dieser Samstagnacht in Mannheim! 
Am nächsten Tag, Jan und ich waren schon den ganzen Tag zusammen und nach ein 
paar Stunden im „Dimi“ wechselten wir gegen 4 Uhr nochmal in durch die 
Industriestraße in Richtung 7er. Zu unserer Überraschung arbeitete jedoch nicht mehr 
einer unserer Bekannten an der Tür, sondern ein uns völlig unbekannter Türsteher. 
Der neue Typ machte einen eher unscheinbaren Eindruck und war noch ziemlich jung. 
Er konnte noch nicht lange als Türsteh er arbeiten, denn er trug etwas, das ich zum 
ersten und auch zum letzten Mal bei einem Türsteher sah: einen beigen Trenchcoat. 
Wusste dieser Inspektor Columbo für Arme denn nicht, dass man sich als Türsteher 
besser „praktisch“ kleiden sollte? Aber das sollte nicht unser Problem sein. 
Als wir wenig später im dichten Gedränge mit einigen Typen aneinandergerieten, 
hatten wir zunächst keine Lust auf Ärger. Es war zu spät in der Nacht und wir waren 
viel zu betrunken. Aber es half nichts, wir wurden aufgefordert, mit den zwei 
Wortführern vor  die Tür zu gehen. Ein großer, breiter Kerl mit einer hässlichen 
Knollennase hatte es auf mich abgesehen. Jans Kontrahent wäre eigentlicher eher 
mein Kaliber gewesen, aber die Partnerschaften waren offenbar schon verteilt. Wir 
gingen an dem Türsteher vorbe i, der die brenzlige Situation von unseren 
angespannten Gesichtern ablesen konnte. Aber was hätte er schon unternehmen 
sollen? 
Etwa zehn Meter weiter, hinter der nächsten Ecke, machte ich einen großen Fehler: 
Ich ignorierte die goldene Schläger -Regel und wartete einfach ab. Die ersten zwei 
Schläge meines Kontrahenten erwischten mich voll im Gesicht. Dem dritten Schlag 
konnte ich z war ausweichen, verlor aber das Gleichgewicht und taumelte besoffen 
zur Seite. Mein Gegner nutzte diese Schwäche, sprang mich von der Seite an, brachte 
sich hinter mir in Stellung und würgte mich mit aller Kraft am Hals.

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Wir knallten beide auf den Boden. Der Typ lag jetzt obenauf, würgte mich noch immer 
und versuchte, meinen Kopf auf die Gehwegplatten zu schmettern. Mir gelang es 
zwar, mich mit aller Kraft gegen ihn zu stemmen, aber die Knollennase war bestimmt 
20 Kilo schwerer und ich konnte mich nicht aus seinem Würgegriff befreien. Und dann 
stand plötzlich mal wieder Jan da. 
Er nahm Anlauf und trat dem Kerl aus vollem Lauf seinen Schuh ins Gesicht. Der 
Klammergriff löste sich sofort und ich kam blitzartig wieder auf die Beine. Knollennase 
stand in gebückter Haltung in der Nähe eines geparkten Autos und versuchte, den 
Tritt zu verdauen. Diese Zeit ließ ich ihm nicht mehr. Mein erster Tritt traf den Kerl 
erneut voll am Kopf. Noch bevor er auf seine Knie sacken konnte, ergriff ich seine 
Haare. Ich zog seinen Kopf in Hüfthöhe vor mich hin und trat ihm mit dem rechten 
Fuß ins Gesicht. Einmal, zweimal, dreimal. 
Dann ließ ich seine Mähne los. Ohne einen Rest von Körperbeherrschung fiel der Typ 
einfach rücklings auf den Asphalt. Sein ganzes Gesicht war mit Blut bedeckt und der 
Kerl lag verkrümmt und regungslos auf der Straße. Ich blickte mich um. Waren da 
noch mehr? Lauerte noch irgendwo Gefahr? Aber da stand keiner mehr, der sich mit 
uns schlagen wollte. Da war nur noch dieser Halbkreis aus Schaulustigen – und eine 
Polizeisirene aus der Ferne. Ein kurzer Blick zu Jan genügte. Wir mussten weg! Ich 
bahnte mir einen W eg zwischen den Schaulustigen hindurch und stand plötzlich vor 
dem Türsteher. Er glotzte mich aus weit aufgerissenen Augen an. In seinem Gesicht 
standen Angst, Entsetzen und Abscheu. Ich musste abhauen, bevor die Polizei 
eintreffen würde. Frank und ich ver schwanden lautlos in der Dunkelheit der 
zahlreichen Seitenstraßen. Alles noch mal gut gegangen. Das zumindest in dieser 
Nacht.

197 
 
Genug ist genug! 
Wir waren bereits auf dem Rückweg. Das Spiel hatten wir gewonnen – Schlägereien 
gab es zu unserem Leidwesen keine. Einerseits war mal wieder zu viel Polizei 
anwesend und – noch viel schlimmer – unser Gegner war gar nicht erst angetreten. 
Auch das kam vor, aber es sollte unsere Hochstimmung an diesem Tag nicht trüben. 
Das Bier und der Wodka flossen trotzdem in großen Mengen. 
Stark angeheitert trafen wir gegen 20 Uhr in Mannheim ein. Auf dem Bahnhof 
herrschte Chaos. Tausende Fans strömten auf die Bahnsteige, die durch die normalen 
Reisenden schon verstopft schienen, und zusätzlich drängten sich auch noch 
Dutzende von Polizisten in diese Menschenmenge hinein. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hinter uns kämpfte sich eine etwa 65-jährige amerikanische Frau durch das Gedränge. 
Wir versuchten, die aufgeregte Dame ein bisschen auf Englisch zu beruhigen, und 
erklärten ihr, weshalb an diesem Abend derart viele Polizisten unterwegs waren. Wir 
boten un s auch an, ihre beiden sperrigen Koffer zu tragen, was die Frau uns 
überschwänglich dankte. Auf dem Bahnsteig herrschte tatsächlich ein rücksichtloses 
Gedränge und Geschiebe. Wir gaben der alten Dame zu verstehen, dass wir ihr 
Gepäck noch über die Treppen des Bahnsteigs hoch in die Bahnhofshalle tragen 
würden, wo sie sich dann einen Gepäckwagen zu den Taxiständen nehmen könnte. 
Jockes und ich ließen uns – jeder mit einem Koffer bepackt – mit der Masse in 
Richtung Ausgang treiben. Die Treppen des Bahnsteiges runter, durch einen 40 Meter 
langen Tunnel hindurch und die Treppen zur Bahnhofshalle wieder hoch. Wir 
durchquerten die Halle und erreichten endlich die Taxistände vor dem Bahnhof. Die 
amerikanische Oma allerdings war weg.

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Da standen wir nun, warteten, öffneten eine weitere Dose Bier, tranken, lachten – 
aber unsere neue Freundin war noch immer nicht da. Wir waren betrunken, müde 
und erschöpft und die Warterei wurde lästig. Paul winkte ein Taxi herbei, wir stiegen 
ein und fuhren davon. Mit den Koffern der amerikanischen Touristin. Wir hatten sie 
einfach geklaut! 
Der Taxifahrer musterte uns misstrauisch. Zwei besoffene Fußball -Fans mit großem 
Gepäck? Nicht gerade der Normalfall, aber er konnte ja nicht ahnen, was wir uns da 
gerade geleistet hatten. Jockes und ich fanden diese Sache rasend komisch. Wir 
lachten uns fast kaputt und beschlossen noch während der Fahrt, dass wir unbedingt 
einen Blick in die beiden Gepäckstücke der Amerikanerin werfen müssten. Ich schlug 
vor, zu der Wohnung meiner Freundin zu fahren. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie 
noch mit ihren Mädels unterwegs war, da sie ja davon ausgehen musste, dass es bei 
mir an diesem Abend spät werden würde. Bei ihr könnten wir in aller Ruhe den Inhalt 
der Koffer überprüfen. Wir lachten uns krank und fühlten uns wie zwei Piraten, die 
endlich die seit Jahrhunderten verborgene Schatztruhe gefunden hatten. 
Meine Freundin saß im Wohnzimmer. Sie war nicht mit ihren Freundinnen 
ausgegangen. Sie saß da und starrte uns entsetzt an. Was mag in diesem anständigen 
Mädchen wohl vorgegangen sein, als an diesem Samstagabend plötzlich gegen 21 Uhr 
zwei besoffene Jungs m it fremden Koffern vor ihr standen? Heute kann ich es mir 
denken: Sie war erschrocken, empört und wahnsinnig enttäuscht. „Was sind das für 
Koffer?“, wollte sie sofort wissen. Eine vernünftige Antwort konnte sie nicht 
bekommen. Nicht in diesem Zustand, nich t in dieser Situation. Unsere blöden 
Anspielungen schienen sie derart zu nerven, dass sie die beiden Koffer einfach 
öffnete. Sie sah Bekleidungsstücke einer älteren Frau, Medikamente, medizinische 
Geräte – und Goldschmuck. Also doch eine Schatztruhe, wie wir vermutet hatten. Eine 
coole Sache! 
Nach dem ersten Schock war Kris plötzlich voll da. „Max, das kann nicht dein Ernst 
sein. Nicht nur, dass du zum Fußball fährst und dich prügelst – dazu sage ich ja schon 
gar nichts mehr. Aber jetzt kommst du auch mit zwei gestohlenen Koffern nach Hause. 
Das darf ja wohl nicht wahr sein.“ Sie redete sich in Rage: „Wann wirst du endlich 
vernünftig? Ich dachte, wir wollen mal heiraten und eine Familie gründen? Aber 
immer nur diese blöden Fußballgeschichten. Ich kann das nicht mehr ertragen. Und 
mit gestohlenen Koffern will ich nichts zu tun haben. Los, raus aus meiner Wohnung!“ 
Sie klappte die Kofferdeckel zu und drängte uns zur Tür. Ich konnte in diesem Moment 
gar nichts mehr sagen. Sie hatte ja recht! Mit allem, was sie sagte. Sie hatte recht. Ihre 
Wut und ihre Enttäuschung waren begründet. Und ich brachte keinen einzigen Ton 
heraus. Was sie vermutlich noch wütender machte, denn Kris stieß Jockes und mich 
aus der Wohnung, knallte die Tür zu und schloss von innen ab.

199 
 
Das hatte gesessen. Draußen auf der Straße stellten wir die Koffer ab und ich 
versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen. Wir hatten zwei Gepäckstücke geklaut. 
Eine alte Dame bestohlen. Ein amerikanisches Mütterchen, das auch noch nett zu uns 
war. Was ware n wir nur für Helden! Und was war eigentlich mit mir los? Wie tief 
wollte ich noch sinken? Ich suchte nach Rechtfertigungen, aber die waren lächerlich. 
Wir wollten die Koffer ja nicht klauen. Das war ja nicht geplant. Es war eine Laune. 
Nur eine dumme Idee aus zwei betrunkenen Köpfen, mehr nicht. Wir wollten das doch 
nicht. Wir wollten das tatsächlich nicht tun? Vielleicht! Aber wir hatten es getan! 
Scheiß drauf! That´s life… 
Am nächsten Tag war mal wieder Party angesagt! Irgend so eine Jubiläumsfeier oder 
so! Auf jeden Fall waren für dort ein Haufen cooler Jungs angesagt. 
Unser Bier kauften wir vorher containerweise in umliegenden Kiosken und Imbissen. 
Eichbaum Pils in grünen Kartons zu zehn Flaschen, die sich problemlos 
übereinanderstapeln ließen. Da jeder seinen Container einfach in die Mitte stellte, 
stapelten sich nach kürzester Zeit 40 bis 50 Kartons Eichbaum übereinander. Und wer 
dazugehörte, durfte sich einfach bedienen. Wer dazugehörte wohlgemerkt! 
Und dann ging es auch schon los. Irgendwann steuerten vier türkische Jungs, die 
keiner kannte – alle um die 20 Jahre alt – zielstrebig auf unsere Pils -Kartons zu. Ich 
denke heute, dass sie die ganze Situation falsch eingeschätzt hatten. Da standen 
mitten i m Gewühl Dutzende von Biercontainern und niemand, dem man dieses 
Getränkelager direkt hätte zuordnen können. Warum also nicht einfach mal 
zugreifen? 
So kam es dann auch. Der eine nahm zwei Flaschen und sein Kumpel schnappte sich 
gleich einen ganzen Karton. Den klemmte er sich unter den Arm und wollte sich 
gerade aus dem Staub machen, als Jan den jungen Kerl stellte: „Hört mal zu, Freunde. 
Stellt das Bier wieder hin und verschwindet!“ Ich bin mir heute noch sicher, dass die 
vier jungen Türken zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, wem sie da gerade Bier 
klauen wollten. Ich denke, sie sind nicht davon ausgegangen, dass die 
herumstehenden Dreier- und Vierergruppen sich untereinander kennen könnten und 
im Zweifel auch zusammenhalten würden. Deshalb machten die vier Jungs Fehler 
Nummer zwei: Sie spielten sich auf. 
Jan war also ein „blödes Arschloch“ und ein „beschissener Deutscher“. Und Jockes 
hätte seine „Fresse halten“ sollen. Das war die Ansage. Wie mir Jockes später erzählte, 
habe er sich in diesem Moment lediglich noch überlegt, ob er die Faust einsetzen oder 
einem dieser Rotzlöffel nur eine Ohrfeige verpassen sollte. Er entschied sich für die 
flache Hand, holte ruckartig aus und versetzte dem Grünschnabel eine schallende 
Maulschelle, die den Jungen unverzüglich umhaute.

200 
 
Und nun folgte Fehler Nummer drei: Die drei anderen Türken schätzten den Ernst der 
Lage noch immer falsch ein und versuchten, Jockes anzugreifen. Einer unserer 
Mannheimer Freunde ging sofort dazwischen und sprang einem der türkischen Jungs 
mit gestrecktem Bein in den Brustkorb. Der junge Kerl brach augenblicklich zusammen 
und schnappte panisch nach Luft. Allmählich kam Bewegung in unsere Gruppe. Jan 
machte einen Schritt auf die junge Türken-Gang zu und schrie: „Seid ihr lebensmüde, 
ihr blöden Wichser? Seht zu, dass ihr hier verschwindet, sonst hängen wir euch hier 
am Rathaus auf.“ 
 
 
 
Ich schaute mich um. Keine Polizei weit und breit. Ein paar hundert Meter entfernt 
standen ein paar Beamte, um den Verkehr zu regeln, andere waren nicht zu sehen. 
Keine Einsatzhundertschaft, keine Sonderschichten, nichts. Und ich wusste auch, 
weshalb dem s o war. Der Polizeipräsident von Mannheim war verärgert. Wie im 
Präsidium erzählt wurde, soll er bei der Vorbereitung der Jubiläumsfeier übergangen 
worden sein. Die Vereinsführung vom Waldhof hatte in ihrem Freudentaumel wohl 
vergessen, den Polizeipräsident en offiziell zu informieren, hieß es. Alles war für 
diesen Samstag vorbereitet worden. Die Radiosender und die Zeitungen hatten im 
Vorfeld dieser Party kaum ein anderes Thema, Dutzende von Bier- und Imbissständen 
waren aufgebaut worden, der Doppeldecker -Bus gebucht – alles war geregelt, nur 
dieser eine Anruf im Präsidium soll ausgeblieben sein. 
Die vier jungen Türken schienen endlich realisiert zu haben, dass sie es mit einer 
größeren Gruppe von jungen Männern zu tun hatten, die man besser in Ruhe ließ. Sie

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zogen sich langsam zurück und die Sache schien ausgestanden. Bis sich nach etwa 
zehn Metern plötzlich einer aus dieser Vierergruppe umdrehte, mit seinem 
Springmesser fuchtelte und schrie: „Wir kommen wieder!“ 
Es dauerte vielleicht eine Stunde und plötzlich standen die Jungs tatsächlich mit 20 
Leuten wieder vor uns. Und das war dann der Fehler Nummer vier. Innerhalb nur 
weniger Sekunden stürmten etwa 40 geübte Straßenschläger auf den Haufen zu. Die 
türkische Truppe hatte nicht den Hauch einer Chance. Die Jungs der City Boys kamen 
wie eine riesige Welle über diese halbstarken Kerle und keiner von ihnen wurde 
verschont. Aber die Türken gaben noch immer keine Ruhe. 
Wie von Geisterhand – vermutlich mittels einer Telefonkette – strömten immer mehr 
türkische Männer in die Innenstadt von Mannheim und versammelten sich am 
Waldhöfer Stadion, am alten wohlgemerkt! Und genau dort lag auch unsere 
Stammkneipe – das „Dimi“. In der Zwischenzeit war es bereits dunkel geworden. Die 
Jubiläumsfeier endete offiziell um 22 Uhr und die Polizeiführung schickte – wie 
geplant – die spärlichen Einsatzkräfte in den Feierabend. Eine Entscheidung, die ich 
bis heute nicht nachvollziehen kann, schließlich hätten zumindest die szenekundigen 
Beamten bemerken müssen, dass buchstäblich Rauch in der Luft stand. 
Die Lage geriet völlig außer Kontrolle. Die Türken dachten wohl immer noch, sie 
hätten es mit „normalen“ Deutschen zu tun, denen man nur ein wenig Angst machen 
und ein paar Schläge verabreichen müsste – und fertig. Ich wusste von Gesprächen 
mit Türken, das s die Deutschen den Ruf hatten, nicht füreinander einzustehen. 
Ducken, Klappe halten, abhauen. Dummerweise waren die Jungs beim Mannheimer 
Fußballterror gelandet. 
Die Gruppe der Türken war in der Zwischenzeit auf rund 100 Mann angewachsen und 
in sämtlichen Nebenstraßen vom Alsenweg vom Waldhof brandeten immer wieder 
Schlägereien auf. Eine Gruppe Frankenthaler sah ein voll besetztes Auto mit Türken 
in einer Seitenstraße ankommen. Die Männer in dem Wagen hielten Schlagwerkzeuge 
in ihren Händen und wurden – noch in dem Fahrzeug sitzend – von ein paar 
Frankenthaler Kumpels angegriffen. Durch die offenen Fenster schlugen und traten 
sie auf die Autobesatzung ein – in der I nnenstadt von Mannheim herrschten 
bürgerkriegsähnliche Zustände. 
Ich hielt mich zunächst am Rand des Fußballstadions auf und beobachtete die 
Szenerie mit etwas Abstand. Ich konnte kaum glauben, dass noch immer keine Polizei 
vor Ort war. Hier standen sich 200 zornige Männer gegenüber, die gerade im Begriff 
waren, endgült ig zu klären, wer künftig das Sagen auf Mannheims Straßen haben 
würde, und die Ordnungskräfte weilten im Feierabend.

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Die Türken hatten sich mittlerweile in zwei Kneipen zusammengezogen. Ich konnte 
aus der Entfernung sehen, dass sie mit Baseball- und Hockeyschlägern, abgerissenen 
Holzlatten, Barhockern, Aschenbechern, Flaschen und Gläsern bewaffnet waren. 
Ihnen gegenüber standen nicht mehr nur die CB und die Firm- Ultras, sondern auch 
immer mehr junge Männer von der Straße. Manche von ihnen kamen aus dem 
Fußball-Umfeld, andere hatten noch ein paar offene Rechnung zu begleichen. Die 
Auseinandersetzung eskalierte von Minute zu Minute und geriet völlig außer 
Kontrolle. Grabenkämpfen gleich flogen von beiden Seiten Flaschen, Gläser, Bierkrüge 
und Aschenbecher. 
Ich stand noch immer am Rand und beobachtete die Szenerie von außen. Im Grunde 
waren mir die Hände gebunden. Im Foyer erkannte ich plötzlich alte Gegner wieder. 
Dieselben Türken, mit denen wir in der Vergangenheit schon mehrere Schlägereien 
im Mannheimer Nachtleben ausgetragen hatten. Der Anblick dieser Gruppe gab den 
Ausschlag. Polizist in Mannheim oder nicht. Das Risiko, entdeckt zu werden, war mir 
nun egal. Diese Typen wollte ich mir schon seit längerer Zeit schnappen. Hier war die 
Gelegenheit. Jetzt ode r nie. Ein kurzer Blick, rasch die Lage gescannt, ob vielleicht 
doch schon die Polizei vor Ort war – und dann legte ich los. 
Ganz ruhig und konzentriert steuerte ich auf das Foyer der Kneipe zu, in der sich die 
Türken verschanzt hatten. Ich beschleunigte meinen Schritt, um mich herum 
zersplitterten Flaschen und Gläser. Noch 40 Meter, 30 Meter, leichter Trab, Adrenalin, 
Tunnelblick, 20 Meter, Wut, Zorn, 10 Meter, Rache, Vergeltung. Riesige 
Fensterscheiben zersprangen, Kampflärm, noch fünf Meter, ein Barhocker flog auf 
mich zu, ich hob ihn auf – und Stopp! Wir standen uns gegenüber und fixierten uns 
gegenseitig mit zornigen Blicken . Ein Frontalangriff bei sechs gegen einen kam aber 
nicht infrage. Ich wollte mir einen greifen, der am Rand steht, und dann …

203 
 
Der Radikalschnitt! 
Die City Boys waren Freundeskreis und Familie zugleich. Sie waren die Plattform, 
Jugendfantasien auch noch mit 20, 30 oder 40 Jahren ausleben zu können. Unsere 
Gefühlslage war berauschend.  
Wir waren die Starken!  
Die Guten und die Bösen, die Gesetzlosen und die Ordnungsmacht!  
Wir waren die City Boys – eine marodierende Horde, der gesellschaftliche Normen 
gleichgültig waren. Über Recht und Unrecht hatten andere nicht zu entscheiden – das 
machten wir schon selbst! 
Bei Auswärtsspielen hatten wir auch Busse gechartert. Der Fritz marschierte nach 
vorne, legte, ohne den Busfahrer auch nur anzuschauen, seine Musikkassetten in die 
Anlage und drehte unter lautem Gegröle der gesamten Busbesatzung die Lautstärke 
voll auf.   
Die Böhsen Onkelz: „Kneipenterroristen“ – unsere Marschmusik gewissermaßen: 
 
„Mütter, sperrt die Töchter ein. 
Und rettet euren Sohn. 
Vor Kneipenterroristen, dem Schrecken der Nation. 
Sind die Straßen menschenleer 
und jeder Gastwirt ist in Kur, 
dann sind Kneipenterroristen auf Terror-Tour. 
Wir sind Kneipenterroristen – schwerstens tätowiert. 
Wir haben immer einen sitzen, ganz egal, was auch passiert. 
Hausverbot heißt unser Motto und Streit ist unser Ziel. 
Jeden Tag ne schlechte Tat – ist das zu viel?“ 
 
Alle standen im Gang, die Arme hochgestreckt, und grölten den Text mit.  
09:38 Uhr, der Bus hatte Mannheim noch nicht einmal verlassen. Um 010:30 Uhr 
baute unsere Knast -Connection, ein paar richtig fiese Typen – alle über 100 Kilo 
schwer – mit mehr Gefängniserfahrung als der gesamte Rest des Busses, die ersten 
Koks-Straßen. Zwei von denen besetzten die ersten Plätze vorne rechts, direkt neben 
dem Fahrer und seiner Frau. Sie klappten ihre Tischchen aus und breiteten genüsslich 
das Kokain aus, um sich dann unter den ungläubigen, entsetzten und panischen 
Blicken des Fahrers und seiner Frau mehrere Linien Koks in die Nase zu ziehen. 
Dann riss einer von den Jungs den Ausklapptisch aus der Verankerung und verteilte 
darauf mehrere Linien Koks und Dutzende von Ecstasy -Tabletten im ganzen Bus.

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Meine Kumpels und ich blieben bei Wodka-Orange. Bis auf Ole, der allerdings nur zwei 
Stunden später nach einem Cocktail aus Koks, Speed, Ecstasy und Wodka mit einem 
Kreislaufkollaps ausfiel. Der Bus musste auf den Randstreifen, ein Notarzt wurde 
alarmiert und die Fahrt, nachdem Ole mit einem Krankenwagen abtransportiert 
worden war, unter lautem Applaus fortgesetzt. Gefallene Kameraden gab es 
schließlich in jedem Krieg zu beklagen … 
Über die gesamte Heckscheibe des Busses hing die CB-Fahne. Es sollte keine Zweifel 
darangeben, wer hier unterwegs war. Die Stimmung im Bus war prächtig. Künftige 
Reisepläne für die Europameisterschaft in England wurden geschmiedet und das 
Treffen mit den Lauterer schon einmal im Geiste durchgespielt. Jeder wusste, was er 
zu tun haben würde, und jedem war klar, dass er sich auf die anderen verlassen 
konnte. Hier in diesem Bus waren alle gleich. Standesunterschiede gab es keine! 
Schulabschlüsse, Berufe oder B esitzstände spielten keine Rolle. Wir waren eine 
Gemeinschaft, wir waren Freunde, bedingungslose Freunde. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gegen 13 Uhr erreichten wir endlich unsere Autobahnausfahrt. Der Bus mit dem 
Nachwuchs fuhr direkt hinter uns, als wir in eine mobile Polizeikontrolle gerieten. Hier 
warteten die beiden Mannheimer szenekundigen Beamten Lintz und Volkerts. Auch 
sie waren unterwegs in die Pfalz. Wegen uns. 
Unser Bus wurde in eine Parkbucht gewunken. Ich hatte mir mittlerweile angewöhnt, 
das Einsatzverhalten von Polizeikräften bei Fußballspielen einzuschätzen, um daraus 
Rückschlüsse für mich zu ziehen. Anhand von Mimik, Auftreten und Gesprächen

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untereinander konnte man schon einiges ablesen. Hier waren einheimische 
Polizeikräfte im Einsatz. So etwas konnte ich immer daran erkennen, dass sie mit 
übergroßem Eifer bei der Sache waren. Für einheimische Polizisten waren wir 
Eindringlinge. Nestbeschmut zer, die in fremden Revieren unterwegs waren. 
Auswärtige Polizeieinheiten waren in dieser Hinsicht zumeist viel lockerer und 
gleichgültiger. Diese hier waren ganz und gar nicht entspannt. Und das war nicht gut! 
Für mich hieß es nun, größtmögliche Zurückhaltung zu zeigen. Bloß nicht auffallen, 
schön im Hintergrund bleiben. Eine Festnahme wäre für mich zu dem Zeitpunkt kein 
kleiner Kollateralschaden geblieben – bei mir hing meine ganze Existenz dran. Und 
hier konnte es eng werden. Die Edenkobener Polizisten machten von Anfang an einen 
total überforderten Eindruck. Unmöglich, dass sie bereits viele Erfahrungen bei 
Fußballeinsätzen gesammelt hatten. Sie reagierten genervt, aufbrausend und ließen 
jegliches souveräne Au ftreten vermissen. Wie gerne hätte ich ihnen meine 
Beobachtungen, aber ich musste schweigen. Einfach nur schweigen und unauffällig 
bleiben. 
Von einem Stadion konnte man nicht sprechen. Es handelte sich vielmehr um einen 
einfachen Rasenplatz mit überdachter Kleintribüne auf einer Seite des Feldes. Die 
gesamte Gegenseite und der Bereich hinter den Toren bestand aus Stehplätzen. Rund 
um das Spielfeld ging eine Laufbahn, begrenzt war das Ganze nur von einer hüfthohen 
Eisenstange. Diese Anlage würde den Ansprüchen für Bundesjugendspiele einer 
kleinen Dorfschule entsprechen – nicht aber einem Fußballspiel mit massiver 
Hooligan-Beteiligung. So tief war der einst mächtige Waldhof also gesunken. Und so 
tief mussten nun auch wir sinken. Wir, die City Boys, die eigentlich für die großen 
Spielstätten weltweit geschaffen waren! 
Hier waren wir, bei mehr als 30 Grad im Schatten, an diesem gottverdammten 
Bolzplatz in der Pfalz. 
Wir soffen weiter: Wodka aus 0,5 -Liter-Bechern. Unsere T -Shirts hatten wir längst 
abgelegt und um den Kopf gebunden oder in den Jeansbund gesteckt. Ich trug mein 
Chevignon-Basecape als Sonnenschutz und zur Tarnung vor eifrig filmenden 
Polizeikräften. Mit uns drängte auch die Besatzung des Nachwuchs-Busses mit knapp 
20 jungen Burschen in Richtung Eingang. Die Jungs wollten sich hier beweisen, sich 
einen Namen machen, um bei einer der nächsten Fahrten vielleicht in unserem Bus 
mitfahren zu dürfen. Dieses Priv ileg musste man sich hart erarbeiten oder besser 
gesagt erkämpfen. In diesen Bus kam man nicht einfach so! 
Zusätzlich reisten aus unserem direkten Umfeld noch weitere 20 bis 30 Kollegen mit 
den eigenen Autos an, sodass sich unter den rund 4000 Zuschauern an diesem 
Nachmittag gut 100 gewaltbereite Männer auf die dritte Halbzeit freuten. Die

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Polizeikräfte vor Ort verschärften ihre Kontrollen. Da sich ein Fan lauthals über das 
vertrocknete Gras im Stadion lustig machte und andeutete, wie gut es brennen 
würde, beschlagnahmte die Polizei am Eingang sämtliche Feuerzeuge und 
Streichholzschachteln. Das Gedränge vor dem Eingang wurde immer 
unübersichtlicher. Die Stimmung begann angesichts der schikanösen Kontrollen auch 
unter den normalen Stadionbesuchern langsam zu kippen. 
Das Thermometer im Stadion dürfte mittlerweile auf über 35 Grad gestanden haben, 
als wir endlich den Sportplatz betreten konnten. Wir steuerten das einzige schattige 
Plätzchen im gesamten Stadion an: den Getränkestand! 
Ein kühles Bier würde sicher helfen. Doch es gab kein Bier. Wir waren in der Pfalz. Hier 
wurde Wein getrunken – auch auf dem Fußballplatz! 
Nach Bier, Wodka, Kokain, Speed und Ecstasy nun also Wein aus 0,3 -Liter-Bechern. 
Die Mischung in unseren Körpern wurde immer explosiver. Das Verhalten der 
Polizeikräfte auch. 
Nach Ansicht der Polizeistrategen standen wir falsch. Nicht der Platz vor dem 
Getränkestand war für uns bestimmt, sondern die freie Fläche auf der unüberdachten 
Gegengeraden. Der Getränkestand musste somit geräumt werden. Wir ignorierten 
die Ansagen der Po lizeibeamten und blieben stehen. Grund genug, die ersten 
Schlagstöcke auf uns niederkrachen zu lassen. Die Stimmung wurde immer 
feindseliger. Die Polizei hatte sich mit der Räumung dieses Bereiches durchgesetzt, 
aber zu welchem Preis? Von einem Moment auf den anderen war das gesamte 
Stadion gegen die Beamten aufgebracht. 
Kurz vor dem Anpfiff erschienen drei Lauterer Hools. Die Vorhut für den Showdown 
nach dem Spiel? Die Späher, die uns den geheimen Treffpunkt verraten sollten?  
Nein! Die Jungs waren allein. Die Lauterer hatten für diesen Sonntag keine 
schlagkräftige Truppe zusammenbekommen. Aber sie waren immerhin so anständig, 
die schlechte Nachricht persönlich zu überbringen. 
Krüppel musterte den Kaiserslauterer Wortführer. Es waren keine schlechten Jungs. 
Keine Greenhörner, sondern groß, breit, sicheres Auftreten. Nach mehr als zwölf 
Stunden exzessivem Trinken, schikanöser Polizeibehandlung und einer naturgemäß 
latent aggressiven Grundstimmung suchten sie sich in diesem Moment jedoch einfach 
den falschen Ansprechpartner für einen lockeren Smalltalk aus. 
Marius drehte sich blitzartig um 90 Grad und schlug dem ersten eine kräftige rechte 
Gerade ins Gesicht. Der Lauterer fiel um und landete hart auf dem Rücken. Dem 
zweiten Pfälzer gelang es gerade noch, erschrocken die Hände zur Abwehr zu heben, 
als ihn ein kräftiger Schlag zentral auf sein linkes Auge traf. Nur Bruchteile von

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Sekunden später sprang einer unserer Jungs aus dem Stand in die Luft und trat dem 
dritten Lauterer wuchtig auf den Rippenbogen. Die drei waren vollkommen perplex. 
Sie waren zum Reden gekommen und nun lagen alle drei verletzt auf dem Boden – 
vor den Augen der Polizei! 
An Gegenwehr war nicht mehr zu denken. Die Lauterer Hools sahen, dass ihnen 
mittlerweile 70 Mannheimer gegenüberstanden – betrunken, zu gekokst , 
vollgedröhnt und richtig geladen. Sie rafften sich mühsam wieder auf und liefen 
fluchtartig in Richtung Haupttribüne.  
Das Spiel fing an. Das Fußballspiel! 
In der Zwischenzeit waren wir von allen Seiten von der Polizei umstellt. Eingekesselt. 
Ein übermotivierter Hundeführer entfernte bereits den Beißschutz von seinem Hund 
und nahm eine bedrohliche Körperhaltung ein. Das Maß war jetzt endgültig voll. Die 
Jungs waren nicht mehr bereit, die anhaltenden Provokationen der Bullen weiterhin 
widerstandslos zu ertragen, und versuchten, sich etwas mehr Platz in diesem engen 
Kessel zu verschaffen. Die Menge drückte langsam auf den Spielfeldrand zu. 
Durch meine Erfahrung konnte ich erkennen, dass etwas Böses geschehen würde. 
Denn was die Edenkobener Beamten hier veranstalteten, konnte nicht gut gehen. Ich 
verstand überhaupt nicht, was sie zu erreichen versuchten. Das hier sah nicht nach 
Polizeistrategie aus – es erinnerte vielmehr an das Aufeinandertreffen zweier 
Hooligan-Truppen, nur, dass die eine uniformiert war. Und die Sache eskalierte 
tatsächlich! 
Einer unserer Jungs – Harald, der deutlich angetrunken war – steuerte geradewegs 
auf den auffallend aggressiven Hundeführer zu. Dieser ließ auf der Stelle seinen Hund 
los und erteilte ihm den Beißbefehl. Harald verpasste dem Hund einen Fußtritt, noch 
bevor der sein Maul überhaupt zum Beißen öffnen konnte. Und das war das 
Startzeichen! 
Wie auf ein geheimes Kommando fuhr ein Ruck durch die gesamte Mannheimer 
Truppe, die sich nun erbarmungslos auf die Polizeimauer zu bewegte. Ich befand mich 
in der dritten Reihe und zog mir zum Schutz vor den Polizeikameras meine 
Baseballmütze tiefer ins Gesicht. Das aus meiner Sicht völlig falsche und überzogene 
Verhalten der verfickten Bullenschweine hatte mich enttäuscht und verärgert. Und es 
gab keine Grenze! 
ACAB – All cops are Bastards!  
Meine Jungs hatten alle schon einmal schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht, 
was bei einem Hooligan auch nicht sonderlich verwundert. Es gab aber wie in jedem 
anderen Berufszweig auch – nette und freundliche Polizisten, bestimmt!

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Aber natürlich auch wesentlich mehr arrogante Dumpfbacken. Und hier in 
Edenkoben, gab es leider von der ersten Sorte so gut wie gar keine! Es fiel es mir 
erstmals richtig schwer, auch nur ein bisschen Verständnis für die Bullen 
aufzubringen. 
In kürzester Zeit entwickelte sich eine wüste Schlägerei. Die Hundeführer gaben ihren 
Tieren immer mehr Leine frei und ließen sie zubeißen. Die Hunde sprangen hoch und 
bissen sich in den zur Abwehr gehobenen Händen und Unterarmen fest. Von oben 
knallten die Schlagstöcke auf die Köpfe und Schultern der Jungs nieder. Die ganz vorne 
standen, bluteten aus den tiefen Bisswunden der Hunde und auf ihren Köpfen platzte 
die Haut auf, wie bei Tomaten unter heißem Wasser.  
Aber das Adrenalin war nun auf Maximum gestellt: 
Blut und Wunden: ja, aber Schmerz: nein! 
Der Polizei gelang es noch immer nicht, den Haufen zurückzudrängen. Beide Parteien 
standen sich nun wie eine Horde Kampfhunde gegenüber. Einzelne Mannheimer 
stürzten sich nach vorne und suchten den direkten Kampf. Auch die ersten 
Polizeibeamten wurden mit Platzwunden im Gesicht nach hinten durchgereicht. Was 
wir in diesem Moment nicht wussten: Der Polizeiführer hatte in der Zwischenzeit per 
Eilmeldung ein Spezialeinsatzkommando aus Mainz zur Verstärkung angefordert. 
Kampfmaschinen, die auf Geiselnahmen, Kap italverbrecher und besonders heikle 
Verhaftungen spezialisiert waren. Diese Spezialbeamten wurden nun mit 
Hubschraubern von Mainz nach Edenkoben geflogen. Insgesamt 30 Mann! 
Kurz nach Ende der Halbzeitpause trafen sie ein. Die Lage hatte sich gerade 
einigermaßen beruhigt, als das Spezialeinsatz -kommando aufmarschierte. Die SEK -
Männer trugen Overalls, ausgerüstet mit den damals neuen Tonfa-Schlagstöcken und 
Handschuhen mit vers tärkten Quarz-Aufsätzen über den Gelenken. Die sollten die 
empfindlichen Handgelenke schützen und gleichzeitig die Schlagwirkung um ein 
Vielfaches erhöhen. 
Im Grunde waren das staatlich legitimierte Schlagringe, die für den „normalen“ 
Bürger verboten waren. „Passive Bewaffnung“ hieß so etwas in Beamtendeutsch. 
Die SEK -Einheit nahm den Haupteingang und stürmte direkt auf uns zu. Schwer 
auszumachen waren wir nicht – 100 Kerle mit nackten, tätowierten Oberkörpern, 
umkreist von Polizisten. Die Ausschreitungen waren zu dem Zeitpunkt schon vorbei. 
Die SEK -Männer stürm ten dennoch in unsere Gruppe und fingen wahllos das 
Knüppeln an. Die harten Spezialstöcke knallten auf Schädel und Schlüsselbeine. Die 
Anzahl der verletzten Mannheimer Jungs stieg im Sekundentakt. Ich war fassungslos. 
Gegen eine gepflegte Schlägerei mit den Lauterer Hools hätte ich ja gar nichts gehabt, 
aber eine Schlägerei mit dem SEK? Das ging ja gar nicht!

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Was aber sollte dieser völlig übertriebene, brutale Auftritt?  
Die City Boys hielten dagegen. Die ersten SEK -Beamten bekamen harte Tritte und 
Schläge ins Gesicht. Jetzt herrschte Krieg!  
Der TOTALE Krieg! 
Unmittelbar neben mir knallte ein Schlagstock auf das rechte Schulterblatt von 
Krüppel. Es brach unter einem laut vernehmbaren Knackgeräusch. Jockes sprang nach 
vorne und knallte dem Beamten seine rechte Faust auf dessen linkes Auge, das 
blitzartig anschwoll. Ein Schäferhund bohrte sich in Jans Oberschenkel. Fassungslos 
starrte er auf die klaffende Fleischwunde, die später im Krankenhaus genäht werden 
musste. Der Mannheimer Haufen zog sich nun ein paar Meter zurück. 
Ich blieb stehen, sodass ich direkt vor drei nachrückenden SEK -Beamten 
mitschwingenden Knüppeln stand. Ich hob die Hände hoch und versuchte sie zu 
beschwichtigen. „Hey Jungs, hört doch auf mit dem Blödsinn. Es ist doch alles vorbei. 
Lasst es sein!“  
Die Männer des SEK hielten verwundert inne. War das eben ein ordentlicher Ton? Sie 
schauten mich an und blieben stehen. Mit einer beruhigenden Geste hatte ich immer 
noch meine Arme leicht angehoben. „Es ist doch gut, hört auf mit dem Scheiß. Es ist 
alles vorbei.“ Sie nahmen ihre Knüppel runter und gingen zur Seite. 
Rechts von mir standen weitere SEK -Beamte, die von einigen Mannheimern auf das 
Übelste beschimpft wurden. Ich sah den Polizisten in die Augen und bemerkte, dass 
auch sie sich in einem Gewaltrausch befanden. Sie hatten diesen Tunnelblick, den ich 
schon so lange kannte. Sie wussten zwar, dass sie überreagiert hatten, aber in diesem 
Moment schien ihnen das völlig egal zu sein. Kein Polizeigesetz hätte dieses Handeln 
rechtfertigten können. Aber auch das spielte in diesem Augenblick keine Rolle mehr. 
Der Gegner war eine randalierende Hooligan -Schlägertruppe aus einer fremden 
Stadt. Wir verfügten über keinerlei Lobby. Uns konnten sie mal so richtig zeigen, wo 
der Hammer hängt. Aber der Gruppenführer ging dazwischen und beschwichtigte 
seine Jungs. Ich hörte, wie er  leise zischte: „Es ist gut. Denkt dran, hier sind überall 
Kameras. Hört auf! Es ist jetzt okay.“ 
Die Überwachungskameras waren fast ausschließlich auf unseren Block ausgerichtet. 
Wenn ein SEK-Beamter einen Hooligan grundlos geschlagen hätte, würde dies einer 
normalen Körperverletzung gleichkommen. Ein ausgebildeter SEK -Beamter, der 
unverhältnismäßig mit einem Tonfa -Schlagstock losprügelte, riskierte eine Anzeige 
wegen gefährlicher Körperverletzung. So etwas würde einen Vermerk in der 
Personalakte nach sich ziehen, wenn es in der Vergangenheit auch selten zu 
Konsequenzen für SEK -Beamte geführt hatte. Di e Polizeiführung wusste die 
Sonderstellung der SEK-Einheiten im Allgemeinen zu bewahren …

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Die Schlacht war vorbei. Auf Mannheimer Seite wurden 13 Verletzte beklagt. Fünf 
davon mussten auf Tragen aus dem Stadion und ins Krankenhaus gebracht werden. 
Harald – einer der älteren der Firm – hatte es am schlimmsten erwischt. Er lag 
regungslos und blut überströmt im Staub. Mit dem Notarztwagen wurde er ins 
nächste Krankenhaus gefahren, wo seine zahlreichen Kopfverletzungen versorgt 
werden mussten. Sein Bild, wie er blutüberströmt dalag, sollte Tage später die 
Titelseite der Bild-Zeitung schmücken. Mit der Schlagzeile: „Was ist bloß mit unserer 
Jugend los?“ 
Das SEK sammelte sich knapp 20 Meter entfernt. Fünf Beamte hatten Kampfspuren 
im Gesicht. So schnell wie sie kamen, verschwanden sie auch wieder. Die zweite 
Halbzeit lief noch, als die Helikopter mit dröhnenden Rotorblättern eine 
Abschiedsrunde über dem St adion drehten und wieder zurück Richtung Mainz 
schwebten. Der Einsatz hatte knapp 25 Minuten gedauert. Und in dieser kurzen Zeit 
wurde unser Widerstand durch das SEK mit brutaler Macht gebrochen.  
Wir hatten verloren wie noch selten zuvor! 
Die Jungs waren fassungslos. Wütend. Und aufgebracht! 
Fünf lagen im Krankenhaus, andere liefen fast schon orientierungslos mit zerrissenen 
Marken-Shirts und blutigen Kopfverbänden herum.  
Das alles bei 35 Grad Hitze und mehr als 20 Stunden Alkohol - u. sonstigen 
Drogenkonsum. Wir waren am Ende unserer Kräfte. Ein paar Heißsporne pöbelten 
noch vereinzelt Polizisten an – der Rest wollte nur noch weg. Mein Kumpel Olaf wurde 
während der Ausschreitungen festgenommen. Er lag bäuchlings auf der Laufbahn in 
der Nähe des Spielfeldes. Seine Arme waren mit Handschellen auf dem Rücken 
gefesselt und er wurde von einem Polizisten bewacht, der mich argwöhnisch 
beobachtete, als ich mich den beiden näherte. Ich wollte mit ihm sprechen. Vielleicht 
etwas von dem Druck aus der Situation herausnehmen und vermitteln. Dass ich genau 
in diesem Augenblick von einem Pressefotografen aufgenommen wurde, hatte ich 
allerdings nicht bemerkt. 
Der Polizeibeamte schien ganz in Ordnung zu sein. Er erklärte mir, dass er meinen 
Kumpel vorläufig nicht freilassen würde. Es sei noch ungeklärt, ob er in Haft käme 
oder mit uns zurückreisen dürfe. Da er aber nun schon 20 Minuten in der glühenden 
Sonne lag, durfte ich ihm ein Glas Wasser bringen. Ich kam mit dem Wasser zurück 
und sprach den Polizisten ruhig an: „Was wird ihm denn vorgeworfen?“ Olaf habe 
einen Polizeibeamten tätlich angegriffen, erklärte mir der Beamte. Er würde auf jeden 
Fall eine Anzeige w egen Landfriedensbruch und Körperverletzung bekommen. Ich 
fragte den Beamten, ob eine Festnahme nach dieser völlig unnötigen Eskalation denn 
wirklich nötig sei. Und ob es nicht einfacher wäre, ihn einfach in den Bus zu setzen

211 
 
und nach Hause zu schicken. Olaf pflichtete meinem Vorschlag bei: „Ja, komm … mach 
das doch, hör auf ihn.“ 
Der Polizist starrte mich ungläubig an. Das durfte nicht wahr sein! Was hatte Olaf da 
gesagt? War er denn vollkommen von Sinnen? Ich war völlig entsetzt. Und sauer. 
Stinksauer! 
Noch nie hatte einer der Jungs versucht mich vorzuschicken! Bis zu diesem Zeitpunkt 
zumindest. Und nun diese dumme Bemerkung von Olaf. Der Beamte schaute mich 
noch immer entgeistert an: „Warum sollte ich auf Dich hören? Gibt es da nähere 
Gründe?“  
Was hätte ich tun können? Ich verneinte natürlich und zog ab.  
Der Bulle musterte mich kopfschüttelnd.  
Ein paar Minuten später ging er zu seinem Vorgesetzten und legte ein gutes Wort für 
Olaf ein. Kurze Zeit später kam er zurück zu mir „Du kannst deinen Freund mitnehmen 
– die Anzeige wird aber trotzdem gefertigt.“ Ich reichte ihm erleichtert die Hand. Er 
hielt sie fest und schüttelte immer noch ungläubig den Kopf.  
„Pass auf dich auf. Bleib anständig – und keinen Blödsinn mehr machen!“ Der Polizist 
öffnete Olafs Handschellen und ließ uns gehen. Wie geschlagene Hunde verließen wir 
das Stadion. 
Der Bus war komplett von der Polizei umstellt. Ein Teil des Mobs fehlte immer noch. 
Fünf Jungs mussten nach wie vor im Krankenhaus behandelt werden, weitere acht 
saßen in einem Gefangenentransporter. Es war völlig unklar, wann und mit wie vielen 
Jungs wir die Rückreise antreten würden. Nach und nach wurden die Festgehaltenen 
wieder freigelassen. Auch die zugekokste Knast-Connection. Sie hatten sich nach fünf 
Stunden Zelle wieder etwas erholt und glotzten verwirrt all die Jungs mit ihren 
zerrissenen Klamotte n und den durchgebluteten Kopfverbänden an. Irgendwie 
schienen sie zu registrieren, dass sie etwas verpasst hatten, vollgedröhnte Spasten 
halt! 
Sehr viel später fuhr der Bus dann endlich los und die ersten Insassen machten sich 
schon wieder über die letzten Alkoholreste her. Brühend warme Bierflaschen wurden 
geöffnet und hemmungslos leer gesoffen. Ich versuchte, mich ein wenig abzukapseln. 
Nach Feiern war mir jetzt echt nicht zumute. Da war etwas geschehen, das mir nicht 
gefallen konnte. Ich war zwischen alle Fronten geraten. Natürlich war mir klar, mit 
wem ich da im Bus saß. Die meisten von denen waren meine Freunde! 
Und gegen eine ordentliche Schlägerei hatte ich noch nie etwas einzuwenden. Aber 
doch nicht direkt gegen Polizisten! Was ich in Edenkoben gesehen hatte, gefiel mir 
ganz und gar nicht. Weder auf der einen noch auf der anderen Seite.

212 
 
Wir standen die gesamte Rückreise unter starker Polizeibewachung. Vor uns ein 
Mannschaftswagen mit zehn Polizisten an Bord, dahinter der Kamerawagen, der den 
Bus ständig filmte, und hinter uns ein weiterer Mannschaftswagen mit rund zehn 
Mann Besatzung. Am Ende dieses merkwürdigen Konvois fuhren die beiden SKBs aus 
Mannheim, die während der Ausschreitungen wie vom Erdboden verschluckt waren. 
Der Busfahrer hatte die Anweisung, unter gar keinen Umständen anzuhalten. Die 
vorgeschriebenen Ruhezeiten wurden einfach außer Kraft gesetzt. Der Mann musste 
durchfahren – in eine plötzliche Verkehrskontrolle würde dieser Bus bestimmt nicht 
geraten! 
Die Fahrt zurück aus Edenkoben war ein einziger Alptraum. Der geplante Showdown 
mit den Lauterer Hools war geplatzt und stattdessen wurden wir von einer SEK-Einheit 
plattgemacht! 
Für Euphorie oder adrenalingeladene Machtgesänge gab es überhaupt keinen Grund. 
Eine geschlagene Armee wurde aus der Pfalz geschmissen – erbärmlicher konnte man 
sich gar nicht fühlen! Das war’s für uns! 
In dem völlig überhitzten Bus waberte ein kaum auszuhaltender Gestank. Die 
Bustoilette war schon auf der Hinfahrt verstopft. Nun stand eine knöchelhohe Brühe 
aus Kot, Pisse und Erbrochenem in dem kleinen Klo. Ein infernalischer Gestank lag in 
der Luft.  
50 Männer, die nach Schweiß und Alkohol stanken, in Wodkaflaschen pissten und ihre 
blutigen Verbände einfach auf den Boden warfen. Wie konnte man so etwas 
überhaupt aushalten? Wie konnten zivilisierte Menschen – und fast alle unserer 
Gruppe konnte man im „ Zivilleben“ so einordnen – diese Schweinerei freiwillig 
ertragen? Ich konnte das alles kaum fassen. 
Ich, Max Bane! Hier irgendwie ganz unten! Kein Sieg! Kein gutes Gefühl! 
Was da geschehen war, passte nicht zusammen. Hier im Bus saßen meine Freunde, 
mit denen ich mich durch zahllose durchlebte Abenteuer unzertrennlich 
zusammengeschweißt fühlte. Auf der anderen Seite standen diese Polizisten. Und an 
diesem Tag waren sich beiden Welten auf einem Schlachtfeld begegnet. Und die eine 
Seite hatte fast grundlos und brutal auf meine engsten Freunde eingeschlagen, sie 
gedemütigt und zum Teil schwer verletzt! Was war hier los? Die Bullen sollten doch 
ursprünglich mal die Guten sein? 
Wo gehörte ich hin? Auf welcher Seite stand ich eigentlich? War ich ein Guter? NEIN, 
sicher nicht! 
War ich einer von den Bad Guys? Das schon eher! Aber doch nicht so! Alter, 
normalerweise sind die Bösen, die Schlechten due Gewinner und nicht die

213 
 
gottverdammten Guten Jungs! Hier lief gewaltig was schief! Zumindest für meine 
damalige Gedankenwelt! Ich pendelte ja schon seit längerer Zeit zwischen diesen 
beiden Welten, ohne je richtig darüber nachgedacht zu haben. Unter der Woche als 
normaler arbeitender junger Mann, der ehrlich und hart seinen Lohn verdiente und 
am Wochenende ein absolut gewalttätiger Irrer, der vor keiner Schlägerei, sei sie noch 
so hart und blutig, zurückschreckte oder in irgendeiner Form nachgab! 
Ich suchte nach einer Antwort, aber da war keine! 
Da war nur ein großes schwarzes Loch. Eine Traurigkeit, die ich so bis dahin nicht 
kannte. Zumindest nicht in dieser Form! Das kam schon sehr nah an meine frühen 
Kindheitserinnerungen ran! Und die wollte ich auf gar keinen Fall nochmal aus dem 
innersten von mir hervortun und mir reinziehen! Denn das war etwas, und darüber 
war ich mir ausnahmsweise Mal absolut klar, was ich nicht ohne persönlichen 
Schaden so ohne Weiteres überstehen würde!   
Und dann, ja dann musste ich plötzlich weinen. Ich drehte mich zur Fensterscheibe 
hin, drückte mir meine Baseballkappe ins Gesicht und heulte. Ich heulte wie ein 
kleines Baby! Wie ein Mädchen! Ich war sowas von fertig, keine Ahnung, ich kann das 
nicht genauer erklären, da ich diese Gefühle leider nicht mehr nachvollziehen kann, 
aber es muss eine absolute tiefgreifende Traurigkeit über mich gekommen sein, die 
ab diesem Zeitpunkt mein Leben verändern sollte! 
Die Jungs hatten gemerkt, dass mit mir etwas nicht stimmte, und ließen mich einfach 
in Ruhe. Keiner machte einen blöden Spruch, keiner zog mich deswegen auf. Ein 
Zeichen für Freundschaft und Kameradschaft. Und wenn ich mich noch so zerrissen 
und heimatlos fühlte – hier war ich doch irgendwie zu Hause. Hier durfte ich sein, wie 
ich eben war! 
Hier wurde ich akzeptiert, auch heulend! Diese Toleranz war es aber auch die ich so 
an den ganzen Waldhöfer Jungs so liebte! Meint Ihr, dass irgendwelche Normalos 
oder Behörden meine dunkle Seite verstehen können? Ich denke, ich kannte die 
Antwort auf diese entscheidende Frage schon längst, leider… 
Es war schon spät in der Nacht, als wir endlich in Mannheim ankamen. Da der 
Busbahnhof direkt am Hauptbahnhof lag, musste ich mit einer weiteren Kontrolle in 
meiner Heimatstadt rechnen. Ich hatte mich wieder einigermaßen sammeln können 
und das war auch nötig, denn bei der Ankunft in Mannheim, brauchte ich einen klaren 
Kopf, um eine mögliche Feststellung meiner Personalien irgendwie vermeiden zu 
können. Und das war ein schwieriges Unterfangen, denn am Busbahnhof stand ein 
ganzes Heer von Polizeikräften, um uns in Empfang zu nehmen. 
Ich musste wachsam bleiben. Als der Bus parkte, wurde er sofort von sechs 
Mannheimer Streifenwagen sowie den zwei Mannschaftswagen, die noch immer an

214 
 
unseren Fersen hingen, eingekreist. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf. 
Was für eine Gelegenheit für die Bullen! Der innere Zirkel der City Boys in einem Bus 
versammelt, praktisch auf dem silbernen Tablett serviert. Leichter hätte man die 
Personalien von etwa 50 schwer gewalttätigen Hooligans kaum sammeln können. 
Diese Fahrt hätte am Ende also auch für mich noch zur Hölle werden können. 
Aber keiner von uns wurde kontrolliert! Wir durften aussteigen – einfach so – und uns 
auf den Heimweg aufmachen! 
War so viel Unbedarftheit möglich? Ließ sich die Polizei tatsächlich diese Gelegenheit 
entgehen? Ja, sie tat es! 
Ich habe bis heute keine Ahnung warum, aber so war es und das schwöre ich auf allem 
was mir wichtig ist! 
Und ich fuhr auf dem schnellsten Weg zu meiner Freundin Chris nach Hause. 
Schweigend betrat ich ihre Wohnung. Sie bemerkte meine roten, verheulten Augen 
und fragte besorgt nach meinem Befinden. Ich erzählte ihr ein bisschen von der Fahrt 
in die Pfalz, ein paar Sätze nur, ging duschen und setzte mich wortlos vor den 
Fernseher, wo ich irgendwann eingeschlafen sein musste. Und mir war bewusst, wie 
viel Glück ich ein weiteres Mal gehabt hatte. Mehr Glück, als mir zustand. Alles war 
noch einmal gut gegangen. Mit diesem Gefühl schlief ich auch ein! 
Und so wachte ich am Montag auch auf. Da ich erst am Dienstag zur Arbeit wieder 
antreten musste, hätte ich ausschlafen können. Aber schon um 09:30 Uhr klingelte 
das Telefon. Völlig verpennt und verpeilt hob ich den Hörer ab. Chris sprudelte 
aufgeregt los: „Hey Max, Du bist in der Zeitung. Da ist ein Foto von dir in der Zeitung!“ 
Was war los? Ich hatte doch wieder Glück gehabt! Ich war doch allen Kontrollen 
entgangen, kein Mensch hatte meine Personalien aufgenommen – niemand, der es 
nicht sollte, wusste, was ich an diesem Wochenende angestellt hatte! 
Und nun sollte ein Foto von mir in der Zeitung sein? „Was ist das für ein Foto?“, schrie 
ich in den Hörer. „Es sind zwei große Berichte über die Krawalle in der Neuen 
Westfälischen. Dazu ein großes Bild von dir.“ 
Wie konnte das nur möglich sein?  
„Kann man mein Gesicht erkennen?“ Mir schossen die Schweißtropfen aus allen 
Hautporen.  
„Dein Gesicht ist geschwärzt. Wer dich kennt, weiß aber sofort Bescheid“, sagte 
meine Freundin. „Deine Baseballkappe, nackter Oberkörper, man erkennt deine 
Tätowierung. Das bist du!

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Du stehst inmitten von fünf Polizisten, die auf dich zugehen. Auf dem Boden liegt ein 
festgenommener Mann.“ 
Mit einem Satz sprang ich aus dem Bett und zog mich an. War’s das nun? Sollte ich 
jetzt doch auffliegen? Meine Freundin, die dumme Kuh war natürlich außer sich. 
Vorwürfe, Tränen, Schweigen.  
Wann ich endlich erwachsen werden wollte, was nur mein Problem sei, etc. bla bla 
bla. fragte sie mit stockender Stimme.  
Ja, wann denn nur? Dumme Kuh was weiß ich denn? 
Fick Dich! Fickt Euch! Fickt Euch alle! Und fickt eure Anderen alle gleich mit! Bitte in 
den Arsch und da ganz tief rein! 
Fickt euch, ihr Dummen scheiß Spießer! Wichser und vor allem Ihr Anderen hier! 
Alle! Ausnahmslos Alle!  
Ich legte den Hörer auf, hastete aus der Wohnung, um mir eine Zeitung zu kaufen. In 
meinen Halsschlagadern pochte und pulsierte es in Höchstgeschwindigkeit. Dann 
schlug ich die Seite auf und tatsächlich – der auf dem Bild war ich! 
Da gab es nicht den geringsten Zweifel! 
Unverkennbar. Ich!  
Was für eine Scheiße! Oder gab es doch noch einen Ausweg? Nicht jeder würde mich 
identifizieren können. Mein Gesicht war ja geschwärzt. Nicht zu erkennen! Dachte ich 
zumindest. Aber diese Hoffnung musste ich schnell begraben.  
Schon wenig später erfuhr ich, dass in sämtlichen Mannheimer und Schwetzinger 
Kreisen über mich und dieses Foto getuschelt wurde. Die Schlinge zog sich also doch 
zu. Das zumindest musste ich damals annehmen. Ich musste abwarten. Warten! 
Bis sie sich bei mir melden würden. Die gottverdammten Anderen! Hatten Sie mich 
jetzt doch noch!  
Aber niemand hakte nach und keiner machte eine Meldung. Wahnsinn! Vielleicht 
lasen diesen Teil der Zeitung nicht so viele die mich kannten bzw. die mich hätten 
erkennen können! 
Ich konnte nur hoffen, dass auf den ganzen videoaufnahmen, die ja gemacht wurden, 
keine eindeutigen Hinweise auf mich doch noch aufkamen! 
Ein paar der in Edenkoben zusammengeschlagenen Jungs stellten Strafanzeige wegen 
gefährlicher Körperverletzung gegen die Polizei. Die damit beauftragten 
Rechtsanwälte forderten die Edenkobener Polizei auf, die Videoaufzeichnungen zur

216 
 
Beweismittelsicherung bereitzustellen. Nach wochenlangem Zögern teilte die Pfälzer 
Polizeibehörde mit, dass wegen eines technischen Defektes alle Aufnahmen 
versehentlich gelöscht worden seien. Es gäbe kein Filmmaterial mehr. Ein 
Polizeivideo, das dokumentiert hätte, wie 30 SEK-Beamte möglicherweise Straftaten 
begangen hatten, war aus Versehen gelöscht worden … Waren wir in Kolumbien? 
Oder in Mexiko? 
Scheiß egal! Hauptsache es gab kein Video! Und damit auch keinen sichtbaren Beweis, 
der gegen mich hätte sprechen können! 
So empörend diese Vertuschungsaktion war, für die City Boys kam sie einem 
Hauptgewinn gleich. Keine Videos – keine Beweise! 
Der schwere Landfriedensbruch, die gefährliche oder schwere Körperverletzung und 
der Widerstand gegen Polizeibeamte – nichts davon war ohne diese Filme mehr 
nachzuweisen. Absolut nichts! 
Sicher, die Polizisten hätten ihre Aussagen machen können – aber was davon hätte in 
einem Strafverfahren wirklich konkret Bestand gehabt? Besonders dann, wenn 
versierte Strafverteidiger unangenehme Zwischenfragen gestellt hätten? Nach und 
nach wurden ein p aar Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch und 
Körperverletzung gegen einige Mannheimer Hooligans eröffnet, die nach wenigen 
Monaten ohne weitere Begründung wiedereingestellt werden mussten. Das 
Krawallspiel des Jahres endete mit vielen Verletzten au f beiden Seiten. Aber ohne 
jede Strafverfolgung. Ich selbst war bei dieser Sache kurz davor, aufzufliegen. Aber 
eben nur kurz davor… Ich jedoch hatte aus dieser ganzen Angelegenheit so viele 
schlechte Eindrücke mitgenommen, die mich noch wochen - oder sogar monatelang 
hinterher beschäftigten sollten! 
Dann mittenrein in diese Sinneskrise, mit Kris hatte ich nach dem ganzen Rumgezicke 
auch längst Schluss gemacht und sie wer weiß wohin geschickt, die Dumme Kuh! 
Ja da mittenrein passierte dann ein weiterer stichhaltiger Grund für meinen Ausstieg 
aus dieser ganzen Hooligan Scheiße.  
Drei junge Kerle betraten „Dimi“.  
Groß, breit, kurzrasierte Haare, grimmig in die große Runde blickend. Ich stand mit 
dem Rücken zu ihnen und bemerkte sie zunächst gar nicht. Da der Laden voll war, gab 
es nicht viel Platz, um an uns vorbeizugehen. Und so geschah, was wohl einfach 
geschehen musste: Ich wurde angerempelt. In unseren Kreisen der fast todsichere 
Auslöser für Ärger. Als ich mich umdrehte, sah ich, wie einer dieser drei Typen mir 
aggressiv in die Augen schaute. Er ging weiter und ich sagte kopfschüttelnd: „Mensch, 
die sollen froh  sein, wenn sie hier heil wieder rauskommen. Klappe halten und

217 
 
weitergehen!“ Damit war die Sache für mich erledigt und ich widmete mich weiter 
meinen Getränken. 
Nur fünf Minuten später kamen die drei Jungs zurück. Und nun sollte der Auftritt von 
Jan folgen. Er beugte sich zu dem Kerl, der mich angerempelt hatte, vor. Die Musik 
dröhnte so laut, dass ich zunächst nur Wortfetzen verstand. Ich hörte Jan sagen: 
„Mein Kumpel hat eben deine Freundin gefickt und das lässt du dir gefallen?“ Der 
Zeigefinger von Jan zeigte auf mich und dann lachte er laut los. Es war ein fast schon 
einfallsloser Trick, wie aus einem B-Movie. Aber der funktionierte … 
Ich konnte sehen, wie sich der Gesichtsausdruck dieses Typen rasch verfinsterte. Der 
blanke Hass stand in seinen Augen und ich musste dabei auch noch lachen. Jan konnte 
es einfach nicht lassen. Die Sache war angezettelt. Der Typ stand nun direkt vor mir. 
„Stimmt das, was dein Freund erzählt?“ Mir war an diesem Abend gar nicht nach Streit 
zumute. Und ich hatte schon gar keine Lust auf dieses dumme Gelaber. Aber 
irgendetwas musste von mir kommen. Ich erhob mich von meinem Barhocker: „Hör 
zu Du Pisser. Halt die Klappe und geh einfach! Tu dir selbst einen Gefallen und geh … 
und zwar gleich!“ 
Die drei Typen verließen wortlos den Laden. Und dann, nach etwa zehn Minuten, ging 
die Sache doch noch los. Plötzlich stand der Freak wieder in der Tür. Er starrte 
aggressiv in meine Richtung. „Wie doof sind die eigentlich? sagte Jan belustigt. „Jetzt 
sind diese Typen doch tatsächlich noch mal zurückgekommen. Die wissen offenbar 
nicht, in welcher Kneipe sie sich hier befinden!“ 
Ich verspürte noch immer keine Lust auf Zoff, schüttelte ungläubig den Kopf und trank 
weiter an meinen Jacky -Cola. Jan war entschieden streitlustiger. „Mal hören, was 
diese drei Helden hier wollen.“ Er folgte den Jungs zur Tür hinaus ins Treppenhaus 
und verschwand aus meinem Blickfeld. Ich nahm noch einen Schluck und dachte dann 
plötzlich: „Junge, die sind zu dritt. Und Jan ist zwar das Tier aber doch allein – also 
besser mal nachsehen, was da draußen läuft.“ 
Ich kam gerade aus der Tür in das Treppenhaus, als sich der Rempler vor mir aufbaute. 
Ich rechnete immer noch nicht mit einer Schlägerei und ließ die Arme seitlich 
herunterbaumeln. Mein Gegenüber war ein echter Brocken. Gut einen Kopf größer, 
breiter und b estimmt 10 bis 15 Kilo schwerer. Aber das hieß zunächst einmal gar 
nichts, wusste ich aus Erfahrung. Wir standen vielleicht einen halben Meter 
auseinander und ich musste aufgrund des Größenunterschiedes meinen Kopf nach 
oben strecken, um diesem Typen in di e Augen schauen zu können. War es 
Überheblichkeit? Oder war ich zu besoffen? 
Aber ich ging noch immer davon aus, dass es bei einem kleinen Wortgefecht bleiben 
würde, bis …

218 
 
…bis seine Faust plötzlich und mit voller Wucht auf meine Oberlippe knallte. Der 
Pisser schlug zu! Hart und schnell! Mein Körper schaltete sofort um.  
Das sogenannte „Fight or Flight“ -Syndrom. Durch die schlagartige Freisetzung von 
Adrenalin und eine erhöhte Herz- und Atemfrequenz wird der Organismus in eine Art 
Alarmzustand gebracht. Fight or Flight – Kampf oder Flucht! 
Die Entscheidung liegt bei jedem selbst. Der Körper ist bereit, härter zu kämpfen oder 
schneller zu fliehen. Wie ein Raubtier. Nur noch ein Rest Vernunft blitzte ganz kurz in 
mir auf. Was ist mit meinen Zähnen? Was ist da los? Vergiss es! Du musst kämpfen,  
kämpfen, kämpfen. 
Genau in diesem Moment prallte ein böser Tritt auf meinen Rippenbogen. Durch die 
Wucht dieses gut getimten Angriffs wurde ich an die zwei Meter nach hinten 
geschleudert. Was hatte der Typ vor? Ich hatte doch den ersten Schlag zu setzen, nicht 
er! Verdammt! Rasen im Kopf. Fight or Flight? Fight! Von einem Moment auf den 
anderen war ich voll da. Mein Ich war nur noch von Intuition und meinen langjährigen 
Kämpfen in sämtlichen Situationen gelenkt. Ich musste das Feuer eröffnen, ich musste 
ihn treffen. Links, rechts, kraftvoll gerade zum Kopf.  
Fight! Er konterte. Seine Linke konnte ich gerade noch abfangen, die rechte Faust kam 
durch und traf ungebremst meinen Kopf. Flight? Nein!  
Keine Flucht!  Niemals! Kampf!  
Sein Treffer war nicht so schlimm – ich war noch da! Das zählte! 
Um die Wirkung seiner Schläge zu erhöhen, drehte mein Gegner geschickt seinen 
Körper ein und trat zu. Ich blockte mit den Unterarmen ab und erhöhte meine 
Schlagkraft. Fight! 
Das Adrenalin in meinem Blut gab den Befehl. Ich musste kämpfen! Mein rechter Hieb 
entlud sich krachend auf seiner Nase. Der Nasenkamm brach auf. Was ist das? Blut! 
Blut schoss aus seiner Nase! Ach wie geil, Bastardnsohn, verdammter! 
Ein Gefühl wie im Rausch! Er wich langsam zurück. Das Zeichen für mich: Fight! 
Nachsetzen! 
Das war jetzt verdammt wichtig! Sozusagen überlebenswichtig! Er durfte sich nicht 
mehr erholen! Ein kräftiger Tritt auf die kurze Rippe raubte ihm im Bruchteil einer 
Sekunde jegliche Luft zum Atmen. Er bekam seine Arme gar nicht mehr hoch. Fight! 
Der nächs te rechte Schlag prallte hart auf sein Jochbein. Fight! In der 
Rückwärtsbewegung versuchte er, noch zwei Fausttreffer auf meinem Kopf zu landen, 
doch seine Schlagkraft hatte bereits merklich nachgelassen. Ich hatte ihn! Und ich 
konnte ahnen, was in seinem Kopf vorgehen würde: Flight! Flucht! Rückzug! Aber

219 
 
nicht mit mir, du hinterhältige kleine Dumme Kuh! Nicht mit Gott! Jetzt werde ich 
Dich vernichten! Wieder war ich im Nebel und stand eher neben mir als mitten drin 
im Geschehen! Wieder war jetzt ich, Max Bane, der Hauptakteur! Der Star des Films! 
Einfach Gott! Oder eben der Vollstrecker! „Du mistige Drecksdumme Kuh“ schrie ich 
jetzt in seine Richtung. 
Die nächste Welle brandete auf. Links, rechts zum Kopf, Fußtritt zum Oberkörper. Die 
Wucht dieser Volltreffer schleuderte ihn nach hinten. Die nächste Platzwunde. Über 
seinem Auge. Das Blut lief. Kämpfe! Kämpfe! 
Dumpf, hart und gewaltig knallte seine Faust in mein Gesicht. Was war das? Der Kerl 
war doch am Ende! Meine beiden Vorderzähne wackelten – ein Stück schien weg 
gebrochen zu sein. Fight! Links, rechts – ein Fußtritt mit voller Wucht auf seinen 
Brustkorb. Er schnappte erneut nach Luft und taumelte rückwärts. Sein Widerstand 
schien endlich gebrochen. 
Links, rechts, links, rechts! Perfekt getimt! Voll in sein Gesicht. Die Fäuste explodierten 
in seiner Visage. Er blutete aus unzähligen Wunden. Die Nase, der Nasenrücken, seine 
Oberlippe, die linke Augenbraue – überall Blut! Ich hatte ihn gebrochen. Ihn, s einen 
Widerstand, seine große Klappe – alles! Links gestreckt, rechter Schwinger. Fight! 
Er stolperte nach hinten knallte gegen den Beton und lehnte fast regungslos mit dem 
Rücken an der Wand. Stehend k.o. Er stand da, taumelnd, und konnte sich nur noch 
an die Wand gestützt auf den Beinen halten. Seine Arme hingen kraftlos an ihm herab. 
Mit de r nächsten Schlagfolge hätte ich ihn vermutlich bewusstlos geschlagen. 
Erheblich schwerer verletzt. Aber irgendetwas in mir wollte das nicht. Auf einmal! 
Nach so langer Zeit! Ich wollte diese ganze gottverdammte Scheiße echt nicht mehr. 
Ich hatte so viele lange Jahre immer diesen Hass, dies Wut diesen Jähzorn in mir! 
Aber jetzt auf einmal war das alles nicht mehr da! Zumindest nicht so, wie ich es bis 
dahin kannte! Es war nichts Persönliches. Kein Hass, keine Feindschaft – nur ein 
Kampf! Ein Scheiß beschissener Kampf! Den nicht mal ich wollte oder angefangen 
hatte! Eine simple Kneipenschlägerei! 
Und ich hatte gesiegt. Ich beugte mich zu ihm vor. „Hab ich  
Dir nicht gleich gesagt, du sollst abhauen? Das hast du jetzt davon, Du dummes 
Arschloch! Los, verschwinde! Hau einfach ab und verpiss Dich!“ 
Mitten in dieser Schlägerei, das sehe ich noch wie heute vor mir, an dem Punkt, als 
ich spürte, ihn zu bezwingen, wurde ich von einem so starken Gefühl, welches aber 
keinerlei Wut oder Hass oder Zerstörungsabsichten vermittelte durchströmt. Was war 
das? Es war auch kein Glücksgefühl oder so! Nein, es war eher eine Art Souveränität. 
Erhabenheit. Stolz. Überlegenheit. Alle Angst und alle Wut war plötzlich abgefallen.

220 
 
Nicht die Angst, verletzt zu werden, sondern die Angst, zu verlieren und mich 
irgendwie zu blamieren! Ja, genau! Die Angst vor einer Blamage. Angst, vor den Jungs 
nicht bestehen zu können und in der Gruppenhierarchie womöglich abzusteigen. An 
diesem Punkt schien es, als ob das Adrenalin durch Endorphine verdrängt wurde. Und 
genau in diesem einen Moment, hör zu denn das ist jetzt verdammt wichtig, Alter! 
Genau an diesem Punkt konnte ich es so genau spüren, es veränderte sich mein 
Gesichtsausdruck! Die Anspan nung fiel weg, und…ich musste lächeln. Während ich 
trotzdem noch weiter auf ihn einschlug, hatte ich dieses entrückte, wahnsinnige 
Grinsen im Gesicht. Ich sah nicht die rohe Gewalt in meinen Schlägen, sondern die 
Perfektion. Die Kunst, den Gegner zu beherr schen! Ihn absolut zu kontrollieren! Ja, 
ich spürte hier und jetzt das ich wirklich kein normaler Mensch, sondern wie schon 
immer vermutet, Gott der Vollstrecker persönlich war! Und keiner dieser 
erbärmlichen Würmer konnte mir in irgendeiner Form etwas anhaben! Nein, ich Max 
Bane war im absolut Reinen mit mir und wusste, dass die Zeit gekommen war, 
unterzutauchen und meine Familie zu gründen! Nicht mehr in diesem Sumpf aus 
sinnloser Gewalt und Blutorgien immer einzutauchen. Das war nicht mehr meins! Das 
war etwas für schwache Marionetten! Für alle Hüllen der Anderen. Die diese dazu 
benutzen sich abzureagieren! Aber nicht mit mir! Ich war mehr! Schon immer! 
Ich wollte keinen mehr verletzen! Nein, ich hatte genug von dieser ganzen Scheiße! 
Ich musste raus aus dem ganzen Dreck! 
Die Zeit war gekommen, und vor allem habe ich das auch erkannt, mich neu zu ordnen 
und alles und jeden hinter mir zurückzulassen! 
Komplett zurück! 
Keine Erinnerung mehr daran, keine Gedanken mehr daran! Ich wollte lieben! Ich 
wollte geliebt werden! Endlich geliebt oder gemocht oder wie ihr Normalos halt zu 
diesen Gefühlsscheiß sonst noch so sagt! 
Das alles wollte ich! Alles nur keine Gewalt mehr! 
 
Denn das ich hier der Vollstrecker war, konnte ich in den Augen meines Gegners 
ablesen. Da war die Angst vor Verletzung, Schmerz und Niederlage zu sehen. Die 
Angst vor der Schmach und vor dem bösen Erwachen, das unweigerlich kam, wenn 
das Adrenalin wieder langsam aus den Adern verschwunden war. Pure Panik, 
Fassungslosigkeit und Unglaube standen in seinem zerstörten Gesicht geschrieben. Er 
hatte vermutlich mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass ihm jemand mit einem 
Lächeln im Gesicht seine Überheblichke it aus dem Kopf prügelt. Obwohl er 
zugegebenermaßen echt gut war. Aber nicht so gut wie Gott eben!

221 
 
Die Schlägerei war beendet. Die beiden Freunde meines Kontrahenten standen wie 
paralysiert mit dem Rücken zur Wand und starrten auf ihren völlig derangierten 
Kumpel. Sie waren geschockt! 
Diesen Gewaltexzess mussten sie erst einmal verarbeiten. Und plötzlich ging Jan auf 
die beiden Kerle zu und knallte dem einen ohne jedes Vorzeichen zwei Kopfstöße auf 
die Nase. Das Nasenbein brach sofort und das Blut strömte dem armen Kerl über das 
Kinn auf die Jacke. Ich war noch immer in einem dunklen, tiefen Tunnel. Was Jan da 
tat, registrierte ich. Ich nahm es irgendwie hin, aber es berührte mich nicht mehr. 
Mein Atem ging noch immer schnell und stoßartig, meine Fäuste waren noch immer 
geballt. 
Und dann drehte ich mich um. Da standen rund 20 Leute hinter mir und glotzten mich 
an. Jungs von den City Boys, Kneipenbesucher, Schaulustige – Zeugen … Aber was 
soll’s? Ändern konnte ich es nicht mehr. Der Typ war am Ende und diese Leute hatten 
wohl alle gesehen, was da passiert war.  
Scheiß drauf, wir gingen zurück ins „Dimi“ und bestellten zur Feier des Abends eine 
weitere Flasche Korn. Ein paar Jungs kamen vorbei und klopften mir anerkennend auf 
die Schulter. „Da macht sich ja das Boxtraining bemerkbar. Guter rechter Haken!“. 
Und lauter so unnötige dumme Kommentare von diesen Idioten! 
Wir tranken einfach weiter. 
Nur 20 Minuten später stand mein Kontrahent schon wieder in der Eingangstür des 
„Dimi“. Sein linkes Auge war stark zugeschwollen, über seinem rechten leuchtete ein 
blutiger Cut. Die Nase aufgequollen, schräg auf dem Nasenrücken aufgeplatzt, das 
linke Jochbein wirkte wie eingedrückt, die Oberlippe war aufgeplatzt. Obwohl er sich 
augenscheinlich gewaschen hatte, sah der Kerl geradezu entstellt aus. 
Er zeigte mit dem Finger auf mich und deutete an, dass ich herauskommen sollte. Wir 
waren mittlerweile zu sechst am Tisch und meine Kumpels reagierten hocherfreut auf 
die unerwartete Rückkehr dieser Schwachköpfe. „Die Idioten haben bestimmt 
Verstärkung geholt. Na, denn los – hauen wir die Trottel eben weg“, sagte einer und 
sprang von seinem Barhocker hoch. Jan, Bernd und Jockes folgten ihm, ohne zu 
zögern. 
Mir kam die ganze Situation seltsam vor. Was sollte das denn? Hatte der nicht schon 
genug abbekommen? In dem Augenblick, als auch ich aus der Eingangstür hinaustrat, 
kam mir im Treppenhaus schon Bernd entgegen. Er schien erregt und fuchtelte wie 
wild mit s einen Händen. „Los, hau ab! Der Arsch hat die Bullen geholt! Die suchen 
dich.“

222 
 
Durch das Treppenhaus und das gläserne Foyer sah ich das Blaulicht aufblitzen. Das 
durfte doch nicht wahr sein! So etwas gehörte sich doch nicht. Seit wann heulte man 
sich bei der Polizei aus? Das war doch eine ehrliche Auseinandersetzung zwischen 
zwei Jun gs. So etwas hatte man doch schon als kleiner Junge gelernt: Nur nicht 
petzen, Herr Lehrer! Ich machte sofort kehrt und ging zurück ins „Dimi“, zog mich bis 
in die hinterste Ecke zurück und überlegte fieberhaft nach einem Ausweg. 
Bernd kam atemlos auf mich zu und berichtete, dass Jan bereits verhaftet worden 
war. Er stünde mit auf dem Rücken gefesselten Händen am Streifenwagen. 
Vermutlich war sein Hemd verrutscht und seine Knast -Tätowierung zu sehen – und 
der Schriftzug „A C A B Bl ut und Ehre!“. So eine Scheiße! Ich schaute mich aufgeregt 
um, aber „Dimi“ verfügte weder über einen Hinter - noch einen Notausgang. Die 
Kneipe befand sich im zweiten Stock, somit fiel auch ein Sprung aus einem Fenster 
aus. Es gab keinen Ausweg mehr. 
In meinem Gehirn legte ich sofort den Schalter auf Notmodus um. Schlagartig 
nüchtern, spielte ich alle denkbaren Optionen durch. Wie würden sich die 
eingesetzten Polizeibeamten verhalten? Wie würde ich selbst vorgehen, wenn ich an 
ihrer Stelle gerufen word en wäre? Worauf müsste ich unbedingt achten? Ich 
ermahnte mich innerlich zur vollen Konzentration. Bleib ruhig, denk nach. Mach jetzt 
keinen Fehler. 
Wie würde dieser Typ mich beschreiben? Was war das Auffälligste an mir? Meine 
auffällig blau gemusterte Kapuzenjacke? Weg damit! Diese Jacke würde den Bullen 
sofort ins Auge springen. Weg, ausziehen, sofort! 
Fieberhaft beobachtete ich den Eingangsbereich. Und da kamen sie auch schon. Zwei 
Beamte und der Penner mit der gebrochenen Nase. Ich brauchte einen Fluchtweg. 
Verflucht! Wie konnte ich hier denn wieder rauskommen? Noch einmal scannte ich 
das Lokal ab. Das  „Dimi“ teilte sich durch die große, hufeisenförmige Theke in zwei 
Teile. Wenn sie die überfüllte Kneipe nach mir absuchen wollten, müssten sie sich 
trennen oder einmal im Kreis herumgehen. Dies könnte vielleicht meine Chance sein. 
Allerdings nur dann, wenn sie nicht einen dritten Beamten an der Tür platzierten. So 
würden sie sicherstellen, dass niemand unkontrolliert den Laden verlassen konnte. 
Ich musste auf einen Fehler hoffen. Und die beiden Polizisten machten diesen 
taktischen Fehler tatsächlich. Sie hatten versäumt, an der Tür einen Sicherungsposten 
zu platzieren. Die anderen Beamten waren vermutlich vor der Kneipe mit Jan und den 
Jungs beschäftigt. Ich hatte meine Chance bekommen. 
Die Polizisten starteten ihren Rundgang. Worauf würden sie noch achten? 
Augenkontakt! Ja, das hatte ich gelernt: Augen lügen nicht. Kaum ein Mensch kann in 
einer solchen Situation derart cool bleiben, ohne dass ihn seine Augen verraten

223 
 
würden. Also: Augenkontakt vermeiden. Jeder noch so flüchtige Blick würde mich 
verraten! 
Aber es klappte wirklich und ich konnte in dieser Nacht, welche im Übrigen die letzte 
war, in der ich Jan, Jockes, Ole Krüppel und die ganzen anderen verfickten 
gleichgesinnten Hools vom Waldhof sah. Auch war ich danach nie mehr im Dimi oder 
im 7er! Ich war fertig mit der Scene und tauchte richtig ab! Wie bereits Jahre zuvor 
nach Japan! Bei den CB waren echte Freundschaften entstanden. Es war mehr als eine 
Zweckgemeinschaft gewaltbereiter Fußballfans. Jan, Ole und ich fühlten uns wie 
Brüder. Wir wussten häufig, was in dem anderen vorgeht, ohne ein Wort gesprochen 
zu haben. Wir hatten dieselben Gedanken, dieselben Gefühle und dieselben 
Ansichten. Es war nicht nur, dass wir regelmäßig zusammen zum Fußball fuhren – wir 
verbrachten einen Großteil unserer Freizei t miteinander. Doch es war keine 
geschlossene Gesellschaft. Aus unserer Dreiergruppe wuchs mit der Zeit ein immer 
größerer Kreis. 
Da war Jockes. Verheiratet, zwei Kinder, Reihenhaus, Betriebsleiter in einer 
mittelständischen Druckerei, der sein Ventil im Fußball gefunden hatte. Zu Hause ein 
gutmütiger, liebenswerter Vater und Ehemann, ließ er sich bei uns nicht zweimal zu 
einer ordentlichen Schlägerei auffordern. 
Jan war Maschinenbauer und begeisterter Mountainbike -Fahrer, Krüppel gelernter 
Bundeswehrkoch und der Schalker in der Torpedoherstellung. Dann gab es da noch 
Hehli, der sein Geld als Kassierer in einem Pornokino verdiente und Fritz, den 
skrupellosen Türsteher. Und eben ich, der einfache Maler und Tapezierer. Was wir 
waren, womit wir unser Geld verdienten, spielte in dieser Gruppe keine Rolle. Es gab 
kein Standesdenken, keine Überheblichkeiten und keine Arroganz. Jeder war 
akzeptiert, wir alle waren ganz einfach die „Jungs“. Die City Boys halt! Einer für Alle – 
Alle für einen! 
Da war aber nicht nur der „Fußball“. Wir gingen zusammen zum Sport – laufen, boxen, 
Fitness, Sauna – und wir feierten bei jeder Gelegenheit, auch ohne einen besonderen 
Grund. Zu jener Zeit fuhren wir am Wochenende häufig nach Frankfurt ins Omen. Es 
gab seit vielen Jahren eine lockere Hooligan-Verbindung mit den Frankfurtern und wir 
brauchten zu jener Zeit kein Auswärtsspiel vom Waldhof, um uns einfach mal wieder 
mit den ganzen Vollpfosten vom Waldhof zu treffen. 
Mit dem ähnlichen Sinn für Humor tranken und feierten wir bei unseren Besuchen 
überall wie die Geisteskranken. So eine Party verließ man kurzzeitig nur für eine 
schöne Frau oder eine gute Schlägerei. Aber wenn wir wollten, hatten wir tatsächlich 
auch gute Manieren. Wir konnten durchaus einem alten Mütterchen freundlich die 
Tür aufhalten – nur einen Moment später waren wir aber auch in der Lage,

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irgendeinem Fremden die Nase zu brechen. Beide Charaktereigenschaften gehörten 
zu jener Zeit untrennbar zu unserem Wesen. 
Aber diese außergewöhnliche Freizeitbeschäftigung, die im krassen Gegensatz zu 
allen ethischen Grundsätzen des bürgerlichen Lebens stand, gab mir so viel! Wirklich 
viel! Aber nun war die Zeit vorbei und ich konnte nur eins: Raus, weg von allem, 
Abbruch komplett und niemals wieder einen von den Jungs sehen oder hören, das 
war meine einzige richtige Chance jemals das von mir doch so sehr gewünschte 
normale Leben zu erleben, das ja für Euch Normalos so normal und selbstverständlich 
ist!  
Und dabei verkörperte ich doch für viele gute Staatsbürger geradezu das Böse. 
Zumindest wenn Ihr alle wüsstet was ich bin, wer ich bin und wie ich bin!

225 
 
Aus und vorbei – aber Frei 
Mein Chef sah mich mit einem durchdringenden Blick an: „Wie alt bist du jetzt?“, 
fragte er. Ich? Wie alt? Was soll die Frage um diese Uhrzeit, dachte ich, ohne etwas 
zu ahnen. „Bist du nicht 29?“, bohrte er weiter. 
„Wenn du es sowieso weißt, was fragst du dann?“ 
„Lies das hier!“, flüsterte er mir zu und zeigte mit seinem Finger auf die 
aufgeschlagene Zeitungsseite. „Malergeselle ist Fußball -Hooligan“, stand da. In 
großen Buchstaben. Die Schlagzeile. Malergeselle – Hooligan – Mannheim – 29 Jahre. 
Die meinten mich. Das war meine Geschichte. Um Gottes Willen. 
Mir wurde auf der Stelle übel. Es war wie ein Schlag in die Magengrube. In derselben 
Sekunde verschwamm alles um mich herum. Das Gemurmel meiner Kollegen beim 
Kartenspiel, die verbrauchte Luft, alles wurde blass und verzerrt. Mein Herz raste wie 
verrückt. Cool bleiben. Lies den Artikel, Bane, und tu so, als wüsstest du von nichts, 
versuchte ich mir einzureden. Diese Schmierfinken von der Zeitung! Diese Scheiß -
Bürokraten im Polizeipräsidium! Die wollten es mir also tatsächlich besorgen. Acht 
Jahre lang hatten die mich nicht erwischt und sie würden es auch jetzt nicht schaffen. 
Oder doch? Meine Gedanken überschlugen sich im Sekundentakt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mit mir hatte keiner gesprochen. Kein Vorgesetzter hatte mich zur Rede gestellt. Was 
sollte das also? Woher wusste dieser Journalist von der Sache? Wie kam der zu seinen 
Informationen? Wollten die mich rausekeln? Hintenherum? Nicht von Mann zu Mann, 
sondern ganz perfide über die Medien? Was in diesem Text stand, stimmte sogar.

226 
 
Irgendwie. Aber ich würde kämpfen. So schnell würde ich mich nicht kleinkriegen 
lassen. Ich nicht! 
Ich versuchte, ruhiger zu werden. „Das ist ja ein Ding“, sagte ich – wie in Trance, als 
zöge mir jemand den Boden unter den Füßen weg. Mein Chef schaute mich nur an. 
Wortlos fragend und enttäuscht zog er die Zeitung wieder vor sich auf den Tisch und 
starrte ins Leere. 
Acht Jahre lang konnte mir niemand etwas anhaben. Acht Jahre lang hatte ich 
wochentags über gepinselt und Wände tapeziert und in meiner Freizeit als Fußball -
Hooligan Nasenbeine und Kieferknochen unzähliger Menschen gebrochen, aber ich 
wurde bis dahin nie e rwischt. Kein Eintrag in der Personalakte, keine Strafanzeige, 
keine Verurteilung. Gut, es kamen im Laufe der Zeit sechs Ermittlungsverfahren 
zusammen und das war schon eine ordentliche Anzahl. Aber alle blieben ohne Erfolg. 
Bewiesen konnte nie etwas werde n. Dazu gab es bestimmt noch ein gutes Dutzend 
Verfahren, bei denen ich als Täter nicht ermittelt werden konnte, aber darüber 
wusste nur ich Bescheid. Und ein paar meiner Jungs. Die konnten schweigen. Warum 
also sollte mich mein Glück plötzlich verlassen?

227 
 
Ich leugne nicht, daß ich vor nun 40 – 50 Jahren mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und dafür 
bestraft worden bin; aber was ich damals in tiefster Depression und Zwangslage tat, würde in der 
jetzigen, aufgeklärten Zeit nicht vor den Richter, sondern vor den Arzt gehören.  
[Karl May am 4. August 1910.] 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Familienbande:  
(2000 - 2008)

228 
 
Kann denn Liebe Sünde sein? 
So kam es dann doch noch, wie es auch kommen musste, ich wachte auf und war mir 
sicher, dieses Kapitel in meinem Leben abzuschließen. Mich umzudrehen und 
davonzugehen. Es war soweit.  
Das ist nicht planbar, aber wenn es soweit ist, dann weißt Du das einfach! 
Und an diesem Morgen wusste ich das! 
Ich schnappte mir meine Jeans und wollte gerade die Taschen überprüfen, um zu 
wissen wieviel Kohle ich noch hatte, als ich den zerknüllten Zettel herauskramte. 
An den hatte ich gar nicht mehr gedacht. Das stand die Nummer von dieser netten 
Krankenschwester drauf: 
„Sandy: 0172 4335567 Ruf doch mal an!“ 
Da ich Kris sowieso zum Teufel gejagt hatte, war das doch jetzt nicht mal die 
schlechteste Idee, die Kleine mal anzurufen und sich einfach mal zu treffen. Denn die 
war in dieser Nacht nicht nur sehr nett, sondern auch verdammt cool und so. Also 
überlegte ich gar nicht lange, griff zum Handy und wählte ihre Nummer. „Hi, ich bins 
der Max, Du erinnerst Dich? Ich bin der Typ, dem Du nachts im KH Deine Nummer 
gegeben hast…“ 
2 Wochen später, Sandy und ich waren mittlerweile unzertrennlich und sahen uns 
wann immer es irgendwie ging, stand ich mit meinem Videorecorder vor Ihrer Tür und 
spätestens ab dem Zeitpunkt waren wir dann auch ein Paar und ich zog quasi bei ihr 
über Nacht ein. 
Ich liebte alles an dieser Frau: 
Ihre Augen. Ihr Lächeln. Ihren Gang. 
Ich hatte noch nie so etwas vollkommen Perfektes und Reines gesehen. Es war nicht 
nur ihr blendendes Aussehen, nein. Auch ihr inneres „Leuchten“, ein helles Strahlen, 
ihre Art, wie sie sich bewegte und trotzdem so umwerfend schön war, dass ich vergaß 
zu at men. Unglaublich! Alles schien wie in Zeitlupe abzulaufen, wie in diesen 
schrecklich kitschigen Schmachtfilmen.  
Nur eben viel intensiver und vor allem im realen Leben. In MEINEM realen Leben!  
Sie war so unglaublich, dass ich vom ersten Augenblick an wusste:  
Das ist Sie. Sie! Die Eine! 
Die Frau, die mich den Rest meines Lebens begleiten soll. Die Frau, mit der es endlich 
klappen wird. Ich ließ für sie alles liegen und stehen. Wie ich fieberhaft nach Worten 
suchte, die ihrer gerecht werden würden, wenn ich ihr etwas sagen wollte. Wie ich 
nervös versagte und anfing zu stottern. Wie ich mich jedes Mal freute sie zu sehen. 
Jede Sekunde dachte ich an sie.  
Wohlgemerkt wir sprechen hier von mir! Dem Verrückten! Mir, Max Bane!

229 
 
Und Sie war so wunderbar. Und sie liebte auch mich, das war spürbar zu merken! 
Da ging es nicht um leere Worte oder so. 
Nein, ich spürte bei ihr, das jedes Wort, jeder Blick, jede Berührung echt war. 
Ich fühlte mich so wohl in ihrer Nähe. Es war so unglaublich. 
Ich dachte keine einzige Sekunde an die Fußballzeiten. Nicht im Geringsten habe ich 
noch an Kris oder so gedacht. 
Ich vermisste absolut nichts. Null Komma null. Rein gar nix! 
Ich spürte endlich Schmetterlinge im Bauch. Wenn Sie mich berührte, dann bekam ich 
eine Gänsehaut. Alles an ihr war so zart und zärtlich. 
Wir verbrachten jede Sekunde zusammen. 
Wir kochten zusammen. Wir kauften zusammen ein. Wir putzten zusammen. Wir 
spielten gemeinsam Squash. Wir gingen zusammen weg, wenn wir das überhaupt mal 
taten. 
Wir gingen zusammen ins Kino und machten zusammen ewig lange Spaziergänge im 
Wald. 
Wir joggten zusammen. Und vor allem fickten wir so oft und so lange miteinander. 
Jeden Tag. Oft mehrmals, so, dass wir gar nicht mehr aus dem Bett kamen. 
Ich nahm überhaupt keine Drogen mehr, denn Sandy war meine Droge. Nach ihr war 
ich süchtig. 
Ich brauchte gar keinen Kick mehr durch irgendwelche Gewalte xzesse, denn Sandy 
kickte mich mit Zärtlichkeiten und Gefühlen, die so schön waren, das Du darüber 
hinaus alles andere vergessen hattest. Sie war mein Lebenselixier! 
Da sie oft Spätdienst im Krankenhaus hatte, suchte ich mir schon bald einen seriösen 
Nebenjob als Barkeeper in einem guten Restaurant. So einen Job mit weißen Hemden 
und Krawatte und so ein feines Zeug halt, das ich vorher nicht so wirklich gut fand. 
Aber ob ihr es mir glaubt oder nicht, das stand mir sogar ausgezeichnet! Und so 
vergingen die Tage und die Wochen und schon bald auch die Monate. Aus dem Herbst 
wurde Winter und aus dem Winter wurde Frühling. Das Zusammenwohnen klappte 
auch perfekt. Ich war schon bald ein richtig guter Hausmann, so als hätte ich noch nie 
etwas Anderes getan. Im Frühjahr war es auch, als Sandy mich dazu überredete mich 
für die Meisterschule anzumelden. Und obwohl ich davor schon sehr viel Respekt 
hatte, nahm ich dieses Wagnis mit Sandy an meiner Seite auf. Und das war gut so. Das 
Lernen bereitete mir keinerlei Probleme und ich war schon nach ein paar Wochen 
einer von den guten Meisterschülern. Sandy animierte mich zu absoluten 
Höchstleistungen und ich wuchs immer mehr über mich hinaus.  
Wie soll ich sagen, es war eigentlich alles perfekt. Richtig geil und vor allem so 
harmonisch und alles geregelt und so. Durch die Meisterschule wurde ich auch schon 
bald bei mir im Geschäft Vorarbeiter. Es wurde auch hier sozusagen, mir gegenüber 
Respekt aufgrund meiner Leistungen gezollt. Wohl gemerkt wegen meiner Leistungen 
und nicht, weil ich so cool oder so stark oder so war. Nein, ich musste dazu keinen 
klatschen, ich musste auch keinem etwas beweisen, die erkannten alle um mich rum, 
dass ich etwas leistete und zollten dem Respekt.

230 
 
Und das tat so gut. Ich kannte das ja so nicht. Noch nie hatte ich mir Respekt wegen 
einer guten Leistungen verdient! 
Früher hatte ich nur gelernt mich über Gewalt zu definieren. Das war das einzige, was 
ich eigentlich gut konnte. Ich konnte perfekt Leuten Schmerzen aller Art antun. Ich 
hatte die Fähigkeit, egal wen, wann immer und in jeder Situation fertig zu machen. 
Das war meine Stärke! Ausschließlich körperlicher Art. Aber doch nicht geistiger! 
Nein, diese Dimension von Anerkennung verdankte ich ganz allein Sandy und was sie 
mit ihrer Liebe zu mir aus mir herausholte! 
 
Liebesgedicht von Max B. 
Du bist du ein Kind dieser Sterne, bist ein Engel des Lebens. 
Du bist der lebende Beweis für mich, dass es Elfen und Feen wirklich gibt. 
Du bist ein Wesen aus Licht, eine ewige Quelle der Freude. 
Ich gebe mein Leben für dich, glaub mir, denn Gott ist mein Zeuge. 
Du bist das größte Geschenk in diesem Leben für mich, denn du bist wunderschön 
lebendig, wie das Leben an sich halt ist. 
Und täglich rettest du mich, deshalb verspreche ich dir heute: 
Ich würde sterben für dich, auf jeden Fall! 
Es ist doch so, dass derjenige einsam bleibt, der nur an sich alleine denkt, weil dieses 
Leben nichts wert ist, wenn man es keinem schenkt. 
Und auch weil sich die Liebe erst mehrt, wenn man sie nicht für sich allein behält! 
Du bist wie ein Lied, wie ein Gedicht für mich, für Gott und für die Welt! 
Da du mich immer dran erinnerst, dass es Engel auf Erden gibt! 
Eine Liebe die grenzenlos ist, ein Versprechen das ewig währt. 
Eine Quelle die nie versiegt, und allem zu Grunde liegt! 
Weil Du heilende Hände hast und dein Herz auf der Zunge trägst. 
Weil Du Schmerzen verschwinden lässt, mit einem Lächeln das Bände spricht! 
Weil dein Verständnis kein Ende nimmt und deine Seele unendlich ist! 
Weil Deine Sätze Gebete sind, die Du für mich sprichst! 
Und auch aus tausend anderen Gründen liebe ich dich! 
Wir verlassen die große Energie, um geboren zu werden und wir kehren zu Ihr zurück 
indem wir sterben! 
Doch Dich, mein Schatz hat der Himmel geschickt, denn Du bist wie eine Engel für 
mich, wir beide sind im Herzen und in der Seele vereint! 
Deswegen lass es mich sagen, singen oder auch schreien: 
Sandy, ich liebe dich so sehr!

231 
 
Alles auf Anfang 
Ich kenne nichts... 
Ich könnte tagelang von ihr erzählen und das ohne ihren Namen auch nur einmal zu 
erwähnen. Unter Schmerzen oder unter Tränen würde ihr Name als meine 
Linderung dienen! 
Jede ihrer Bewegungen sind erstrebenswert und jede Stunde mit ihr ist so 
lebenswert. 
Denn nichts ist vergleichbar mit dem was sie mir gibt, mit dem was sie mir alles vom 
Leben zeigt, mit dem wie sie lebt und vor allem wie sie mich liebt. 
Ich kenne nichts, das so schön ist wie sie... 
Schöne Tage mit ihr sind kostbar, so kostbar wie der Weg zum Morgenstern. 
Ich zelebriere sie wie einen Festtag, an dem ich immer wieder neues von ihr lernen 
kann. 
Im Moment ist es das Schönste für mich sie zu kennen. Mit ihr zusammenzuleben! 
Es ist so schön, so wahnsinnig schön! Wunderschön ist wirklich Jede der 60 
Sekunden in jeder einzelnen Minute von den 60 die es in jeder der 24 Stunden an 
den 365 Tagen im Jahr gibt. 
Und ich spreche hier nicht nur von Jahrzehnten, sondern eher von Jahrhunderten, ja 
von den Ewigkeiten, in denen jeder Augenblick so wahnsinnig schön mit ihr ist! 
Sie zu kennen heißt sie zu lieben, sie ist das Beste das ich jemals hatte. 
Verzeih mir, falls ich Dich langweile, aber das hier muss ich noch erklären: 
Ihren Namen zu nennen ist wohl das Schönste was ich überhaupt sagen kann, das 
schönste das ich aussprechen kann, denn ich kannte bisher wirklich nichts, das so 
schön ist wie sie... 
Ihr Name lautet S-A-N-D-Y!

232 
 
Jeder bekommt, was er verdient! Ich werde mich zurücklehnen und an dem Tag, an 
dem das Sie beschließt mich zu heiraten, die Show in vollen Zügen genießen. Und 
natürlich werde ich ja sagen! 
 
12. Dezember 2000 
Willst Du meine Frau werden? 
Mich ehren und lieben, so wie ich es mit Dir tue? 
Oh Sandy, irgendwie, irgendwann werden unsere zwei Welten eine sein. 
Ich will nicht erst im Himmel für immer und ewig eins mit Dir sein, sondern schon jetzt 
hier auf Erden! 
Oh bitte sag, dass Du bei mir für immer bleiben willst. Werde meine Frau!  
Du weißt, es stimmt, aber Baby, du kannst mir glauben, wenn ich sage, ich bin hilflos 
ohne Dich, dann stimmt das genauso wie ich es sage. Das sind keine leeren Sprüche 
von mir. Nein, ich sage das nur, weil es die Wahrheit ist, weil ich Dich so sehr liebe! 
Deswegen habe ich Dir das folgende geschrieben: 
Die Liebe hat mich erwischt, die Liebe kam so schnell über mich. 
Ich traf ein Mädchen, verrückt nach mir so wie ich nach ihr. 
Wie weit sind wir dann gegangen? 
Sie rettete mein Leben, das mein ich ehrlich!  
Es war fast wie Liebe auf den ersten Blick. 
Sie gab mir Ihre Nummer, und ich rief auch an. 
Dann sahen wir uns, und auf einmal erschien die ganze verrückte Welt so klein um 
uns herum.  
Im Fokus des Lebens stand auf einmal nur diese eine Liebe!  
Ob es die einzig wahre Liebe ist, von der man immer liest? 
Ja, ich denke, nein eigentlich bin ich mir sicher, dass sie es ist! 
Dann küssten wir uns und das war wirklich das schönste was ich bis dahin erleben 
durfte. 
Diesen zuckersüßen Kuss werde ich niemals wieder vergessen. 
In diesem einen Kuss lag so viel Zärtlichkeit, so viel Liebe und so viel Hoffnung. 
Und wenn Dein Kuss meine Lippen erreicht, dann ist das so wie Gottes Reich auf 
Erden! 
Und wenn dann mein Kuss meine Lippen verlässt, dann nur damit Du Liebe 
empfängst. 
Durch die Nacht und das dichteste Geäst, damit Du keine Ängste mehr kennst. 
Sag ein kleines Stückchen Wahrheit und sieh wie die Wüste lebt. 
Schaff' ein kleines bisschen Klarheit und schau wie sich der Schleier hebt. 
Eine Wüste aus Beton und Asphalt, doch, sie lebt und öffnet einen Spalt, der Dir neues 
zeigt, zeigt das altes weicht. Auch wenn, wenn Dein Schmerz bis an den Himmel reicht. 
Dieses Gedicht ist nur für Dich, es wäre schön, wenn es Dir gefällt. 
Denn es kam so über mich, so wie die Nacht über die Welt.

233 
 
Schnellt Gefahr aus der Dunkelheit, dann bin ich zum ersten Schlag bereit. 
Ich bin der erste, der Dich befreit und einer der letzten, der um Dich weint. 
In unserer Sanduhr fällt das letzte Korn, ich habe gewonnen und hab ebenso verlor 
‘n. 
Jedoch missen möcht ich nichts, alles bleibt unser gedanklicher Besitz. 
Und eine bleibende Erinnerung, die sich zwischen Tag und Nacht legt wie die 
Dämmerung. 
Vielleicht klingt es für dich kitschig, wenn ich sag´: "Ich vermiss dich" 
Doch so viele Dinge passieren jeden Tag die du nicht mitkriegst! 
Manchmal, wenn ich allein bin und Du halt nicht da bist in meiner Nähe, dann sitz ich 
hier mit dem Blick nach Oben, schau in die Ferne, über mir leuchten tausende Sterne, 
aber keiner davon leuchtet so hell wie Du! 
Dann wünsche ich mir, dass Du nach Hause zu mir kommst. 
Komm nach Hause! Wie gerne hätte ich dich jetzt hier bei mir. 
Aber das ist leider nicht machbar, das weiß ich ja. 
Außer übertrieben viel Liebe für dich, kann ich eigentlich nichts Anderes empfinden. 
Oh Sandy, das sind alles Worte, die ich Dir gegenüber niemals so sagen könnte und 
auch wohl bisher nie im Stande war zu sagen! 
Es gibt da einiges nachzuholen für mich und ich bin mir sicher du weißt wie ich es mein 
Ohne Dich fühle ich mich so allein…. 
Deswegen möchte ich Dir einmal Danke sagen. 
Ich will Dir nochmal Danke sagen, Dich zu sehn' ist das größte Geschenk für mich! 
Immer wenn ich an Dich denk, so genau wie in diesem Moment, möchte ich Dir 
einfach Danke sagen, einfach Danke für dich. Danke dass es Dich in meinem Leben 
gibt! 
Kann es sein, dass Du manchmal mit mir sprichst, wenn ich schlafe? 
Oder sind das nur Wunschträume von mir? 
Kann es sein, dass Du auch an mich denkst, wenn Du nicht da bist? 
Oder sind das nur Hoffnungen, die ich halt habe, weil ich Dich so sehr vermisse! 
Mein Auftrag lautet, das ich jeden Tag und Nacht auf Dich aufpassen muss, besser 
gesagt will! 
Wie auf mein eigenes Baby, ich werde da sein, wenn unser Kind aufwacht. 
Ich bin da für Dich, wenn Du flachliegst, ich möchte Dir Kraft geben und ich werde auf 
Dich Acht geben. 
Du bist der einzige Beweis, dass Engel existieren, der Engel, der wenn ich falle, mir 
sagt:  
„Ich hab dich, ich lasse Dich nicht fallen!“ 
Oh mein Schatz, sag willst Du meine Frau werden? 
Ein einfach schlichtes Ja, genügt mir hier und ich bin der glücklichste Mensch auf 
Erden und werde Dir den Himmel auf Erden holen. 
Das verspreche ich Dir schon jetzt! 
Dein Max

234 
 
Ein Traum in Weiß 
So, dann ist es morgen also soweit. Ich, Maximilian Christian Bane werde in den Stand 
der Ehe eintreten. Mit meiner über alles geliebten Sandy. 
Ich werde heiraten! Das ist so unglaublich, denn das war die letzten Jahre wirklich das 
letzte woran ich gedacht hätte. 
Ich werde den Rest meines gottverdammten beschissenen Lebens mit der Frau 
meiner Träume verbringen dürfen.  Das bedeutet, dass es ab morgen eine Frau Sandy 
Bane geben wird! 
Das ist so unglaublich… 
Das einzig dumme dabei, ist das ich diese Freude mit keinem anderen teilen kann, da 
ich ja absolut keinen Kontakt mehr zu irgendwem habe. 
Weder zu irgendwelchen Verwandten, da Max Bane keine Verwandten hat. 
Laut meiner offiziellen Vita sind meine Eltern ja bei einem Autounfall beide ums Leben 
gekommen. Meine Großväter hatte ich nie gekannt, da diese beiden im Krieg gefallen 
waren. 
Von meinen Omas lebt leider auch keine mehr und andere Verwandte hatte ich noch 
nie. 
Weder hatten mein Vater noch meine Mutter Geschwister. Da ich selbst auch ein 
Einzelkind war gibt es nur noch mich. So einfach ist das! 
Und da ich erst kurz bevor ich Sandy im Krankenhaus kennengelernt hatte, hierher in 
den Rhein-Neckar-Kreis gezogen bin und vorher lange Zeit in Japan lebte, habe ich 
sozusagen auch keinerlei Freunde oder so, die mich aus der Zeit vor Sandy kannten. 
Das entspricht zwar in keinster Weise der Wahrheit oder dem realen Leben, aber das 
ist die jetzt gültige Wahrheit, denn für Sandy bin ich der nette Maximilian und nicht 
der harte Assi-Typ vom Waldhof oder ein Scheiß Straßenschläger, der ich ja wirklich 
war.  
Nein, da gibt es keine asoziale Jugend in irgendwelchen verrufenen Stadtvierteln von 
Würzburg, geschweige denn einen Aufenthalt in der Anstalt oder so. 
Wenn Sandy wüsste wie vielen Menschen ich unglaubliche Schmerzen zugefügt habe 
oder auch nur ansatzweise eine Ahnung hätte von den, sagen wir mal Tötungsdelikten 
etc. dann wäre das definitiv das Ende. Und da wir jetzt aber am Anfang stehen, wird 
alles so b leiben, wie es jetzt Gültigkeit hat. Und dafür werde ich alles tun. Und wer 
mich kennt, das ich damit auch wirklich alles meine! Ohne Ausnahme, ohne Grenzen!

235 
 
Denn über meine Sandy muss man wissen, dass sie ein so guter Mensch ist, der nichts 
Anderes tut als Gutes zu tun. Deshalb ist Sie ja auch Krankenschwester. Aber das ist 
sie nicht, weil sie nichts Anderes tun oder gelernt hat, nein sie hat ja auch ein Abitu r 
mit einem Notendurchschnitt mit 1,5! Nein, Sandy ist wirklich Krankenschwester aus 
Berufung um Menschen zu helfen und ihnen Gutes zu tun. 
Das ist auch ein Grund, warum ich sie unter anderem so liebe. So unglaublich sehr 
liebe. 
Von wegen ich könnte mit meiner „Krankheit“ keine Gefühle oder so haben. Das 
stimmt nicht, scheiß auf alle sogenannten Fachärzte und deren Gutachten und 
Diagnosen über mich! 
Alles ein Scheißdrecks-Fake von denen. Nein, natürlich kann ich lieben und Gefühle 
haben! 
Denn das lag nicht an mir, sondern an die Menschen, die um mich rum waren! 
Seien es meine falschen Eltern, diese Bastardnverräter, die mich in jungen Jahren in 
die Klapse gebracht hatten, die mich vorher schon gehasst hatten, oder seien es 
irgendwelche Drecksdumme Kuhn, mit denen ich bisher zusammen war. 
Bisher hatten mich doch alle Menschen, die ich in meinem Leben an mich rangelassen 
hatte, entweder ausgenutzt oder aber sie haben mich schlicht nicht geliebt. 
Sandy ist wirklich der erste Mensch in meinem ganzen verfickten Leben, welcher mich 
aufrichtig von sich aus liebt! Die so zärtlich ist zu mir, bei der ich mich so verdammt 
gut und wohl fühle! 
Ich habe in ihrer Nähe absolut keinerlei Gedanken an irgendwelche Gewaltakte oder 
auch nur schlechte Gedanken! 
In ihrer Nähe denke ich echt auch nur gut. Das färbt ab. Und wisst Ihr was? Das tut so 
gut, das kann man sich nicht vorstellen. 
Ich gehe regelmäßig zur Arbeit. Arbeite sogar noch nebenher in einem richtig guten 
edlen Restaurant, so mit Hemd und Krawatte und schick. So mit guten Manieren, die 
ich ständig bei mir freiwillig erweitere! 
Ich besuche die Meisterschule und bin dort auch noch dazu gut. 
Wir machen zusammen echt alles, wir so gerne zusammen, das ist echt der Hammer. 
Und jetzt heiraten wir morgen wirklich! 
So mit Kirche und allem Schnickschnack. Sie wird in weiß vor den Altar treten, mit 
Schleier und so.

236 
 
Und ich bin so aufgeregt. Dabei habe ich schon richtig viel erlebt im Leben, oder 
besser gesagt es gibt nicht viel das ich noch nicht erlebt habe. So viel Krasses und 
unglaubliches habe ich schon erlebt, aber auf morgen bin ich so gespannt und so 
aufgeregt wie echt noch niemals davor. 
Ich weiß noch, wie aufgeregt ich war, als ich Sandy endlich gefragt habe, ob sie mich 
heiraten möchte und sie sagte einfach nur so ganz schlicht und ohne Wenn und Aber 
einfach „Ja, Max. Ich will!“ 
Das war es. Dann strahlte sie mich so an, mit ihren unglaublichen Augen und ihrem 
unglaublichen Lächeln strahlte sie mich an und sagte einfach „Ja!“. 
Oh mein Gott ich liebe diese Frau so sehr und freue mich auf morgen. 
Ich freue mich auf meine Frau. Auf Frau Sandy Bane. 
So und jetzt hoffe ich, dass ich noch ein bisschen schlafen kann, damit ich morgen 
auch noch alles mitbekomme von unserem großen Tag! 
 
 
16. Juli 2001 
Ich liebe Dich! 
Ich liebe Dich, weil ich Dich lieben muss; 
Ich liebe Dich, weil ich nichts anders kann; 
Ich liebe Dich nach jeden Tages Schluss; 
Ich liebe Dich durch einen Zauberbann. 
Dich lieb’ ich, wie die Rose ihren Strauch; 
Dich lieb’ ich, wie die Sonne ihren Schein; 
Dich lieb’ ich, weil Du bist mein Lebenshauch; 
Dich lieb’ ich, weil Dich lieben ist mein Sein. 
 
Du meine Seele, du mein Herz, 
Du meine Wonne, o du mein Schmerz, 
Du meine Welt, in der ich lebe, 
Mein Himmel Du, in dem ich schwebe, 
O Du mein Lebenselixier, durch das 
Ich erst weiß, was Leben ist! 
Du bist die Ruh’, Du bist der Frieden, 
Du bist der Himmel hier auf Erden. 
 
Dass du mich liebst, macht mich glücklich, 
Dein Blick hat mich mir selbst gezeigt, 
das ohne Dich meine Leben leer nur bleibt,

237 
 
Mein guter Geist, mein besseres Ich! 
Du bist meine Königin, so königlich! 
Du bist die Sonne, die nicht untergeht, 
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht; 
Du bist der Stern, der, wann die andern dunkeln, 
Noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln. 
 
Du bist das sonnenlose Morgenrot; 
Ein heiterer Tag, den keine Nacht bedroht; 
Der Freud’ und Hoffnung Widerschein auf Erden – 
Das bist du mir, mehr kannst du nicht werden! 
Wie ich dich liebe? Lass mich zählen wie. 
Ich liebe dich so tief, so hoch, so weit, 
als meine Seele blindlings reicht, wenn sie 
ihr Dasein abfühlt und die Ewigkeit. 
 
Ich liebe dich bis zu dem stillsten Stand, 
den jeder Tag erreicht im Lampenschein 
oder in Sonne. Frei, im Recht, und rein 
wie jene, die vom Ruhm sich abgewandt. 
Mit aller Leidenschaft der Leidenszeit 
und mit der Kindheit Kraft, die fort war, seit 
ich meine Heiligen nicht mehr geliebt. 
Mit allem Lächeln, aller Tränennot 
und allem Atem. Und wenn Gott es gibt, 
will ich dich besser lieben nach dem Tod.

238 
 
Unsere heile, kleine Welt 
15.März 2003 
Meine geliebte Sandy, 
viele Jahre gehen wir nun schon durch dick und dünn.  
Ich genieße jeden Augenblick, den ich mit Dir verbringen kann und möchte Dir in 
diesem Zuge sagen, dass Du das Wichtigste und Wertvollste in meinem Leben bist. 
Ich liebe Dich über alles! 
Danke, dass du immer für mich da bist… 
Danke, dass es dich gibt… 
Danke, dass du an meiner Seite bist… 
Danke, dass du mich nie im Stich lässt… 
Danke für deine Güte, Herzlichkeit, Wärme und Liebenswürdigkeit… 
– und vor allem Danke, dass du mich liebst. 
Ich geb’ Dich nie wieder her und freue mich auf eine wunderschöne Zukunft mit Dir. 
Denn Du bist mein allerbester Schatz auf Erden… 
Ich liebe Dich so sehr und bin unendlich dankbar, mit Dir an meiner Seite durchs 
Leben schreiten zu dürfen.  
Du bist das Beste, was mir je passiert ist. Danke, dass es Dich gibt! 
Dein Max

239 
 
14.Februar 2004 
Du und ich! 
Das bedeutet wunschlose Seligkeit! 
Und strömt deine Nähe über mich, 
mein Alltag wird zur Sonntagszeit! 
Unsterblich schlingt das Leben sich um uns.  
Und Menschengöttlichkeit fühl’ ich bei Dir durch Dich. 
Was einst gewesen, weiß ich kaum, 
die enge Welt wird weiter Raum! 
Was jetzt und hier ist, dass weiß ich genau, 
Mit Dir hier allein, das ist mein größter Traum! 
Du gibst mir hier das Paradies auf Erden, 
so, dass ich wunschlos glücklich bin! 
Ich weiß nicht mehr, wie es ohne Dich hier wäre. 
Ich weiß nicht mehr, ich weiß nicht mehr! 
Wir gehen am Meer im tiefen Sand, 
die Schritte leicht und Hand in Hand. 
Das Meer geht unglaublich mit, 
wir werden kleiner mit jedem Schritt! 
Wir werden endlich winzig klein, 
und treten in eine Muschel ein. 
Hier wollen wir tief wie Perlen ruhn, 
Und werden stets schöner, so wie die Perlen es tun. 
Wir träumten voneinander, 
und sind davon erwacht, 
Wir leben, um uns zu lieben, 
und das nicht nur in der Nacht! 
Du tratst aus meinem Traum heraus,

240 
 
aus Deinem trat ich hervor, 
Wir zwei haben uns gefunden und nicht verlor ‘n! 
Du bist die Rose meiner Liebe, 
bist die Rose meines Lebens! 
Und könnten Dornen mich da stechen, 
Von Schmerzen hätte ich keine Spur! 
Der Raum für meine Rose muss bleiben, 
Die mir zu bleiben ewig schwur!

241 
 
Ein kleiner Wunsch wird wahr 
Ich war so glücklich, dass ich die Welt um mich herum vergaß.  
Ich hatte schon viele kaputte Beziehungen hinter mir. Es lag fast immer an den mir 
selbst und nicht mal so sehr an den jeweiligen Mädchen, mit denen ich mich traf. 
Etwas störte immer, passte nicht richtig zusammen. Aber bei Sandy war das alles 
anders sein, es war perfekt! 
Einsam und verträumt liegt der kleine Ort genau zwischen Mannheim und Heidelberg. 
Hier auf dem Land, wo die Welt noch in Ordnung war, kannte man fast jeden 
Bewohner im Ort. Es war echt überhaupt kein Problem für mich alle anderen nicht 
mehr zu sehen, das war sogar sehr wichtig zu dem Zeitpunkt, da Sandy von meinem 
kompletten Vorleben so nichts wusste oder wissen durfte. Aber irgendwie habe ich 
mich auch gefreut, denn wer wohnt denn nicht gern so idyllisch und friedlich auf dem 
Land, direkt an einem Waldrand und so.

242 
 
Max ist glücklich 
16. Januar 2005 
Warum ich dich liebe? 
Ich liebe Dich weil Du mich liebst! 
Ich liebe dich weil Du ich bist! 
Ich liebe Dich weil ich du bin! 
Ich liebe dich für alles was du bist! 
Ich liebe dich weil Du alles bist! 
Ich liebe dich weil wenn dich nicht leiben was dann sonst? 
Ich liebe dich weil man dich einfach nur leiben kann!

243 
 
 
13.Mai 2005 
Ein Blumenglöckchen vom Boden hervor, 
war früh gesprosset in lieblichem Flor; 
Da kam ein Bienchen und naschte fein. 
Die müssen wohl beide füreinander sein.

244 
 
 
15. August 2006 
Ich sehe dich in tausend Bildern, 
schön und lieblich ausgedrückt, 
Doch keins von allen kann dich schildern, 
Wie meine Seele dich erblickt. 
Ich weiß nur, dass der Welt Getümmel, 
seitdem mir wie ein Traum verweht. 
Und ein unnennbar süßer Himmel, 
mir ewig im Gemüte steht!

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07. September 2006 
Hi, mein geliebter kleiner Schatz, 
Wie sehr ich dein, soll ich dir sagen? 
Ich weiß es nicht und will nicht fragen! 
Mein Herz behalte seine Kunde, 
wie tief es Dein ist im Grunde. 
O still! Ich möchte sonst erschrecken, 
Könnte ich die Stelle nicht entdecken, 
Die unzerstört für Dich verbliebe, 
beim Tode Deiner Liebe. 
Ich liebe Dich, du Seele, die da irrt, 
im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke, 
ich liebe Dich, die manch ein Wahn verwirrt, 
der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke. 
Ich liebe Deine zarten schönen Schwingen, 
die in meinem Herzen für immer bleiben; 
ich möchte Dich mit Liebe ganz durchdringen; 
ich möchte dich in allen Höhn und Tiefen auf Händen tragen!

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Alltag und was der so mit sich bringt 
Max B. über die Liebe 
Was weiß denn ich warum es nicht mehr ist wie es mal war? 
Ach komm, ist doch scheißegal! 
Jedenfalls seit wir uns kennen und uns durchs Leben scrollen, 
ignorieren wir wer wir wirklich sind! 
Weil wir uns anders hätten haben wollen, nicht so wie wir wirklich sind! 
Sondern als Traumgebilde unserer Träume. Als Illusion unserer eigenen Scheinwelt! 
Als eine Art Superhelden, denen alles so einfach gelingt, richtig? 
Aber unterm Strich sind wir doch nur einer von vielen. 
Es ist dir doch egal, was ich noch spüre, oder? 
Ich bleibe hier, keiner kann mich wegbewegen. 
Es tut mir leid, ich schein hier festzukleben, Müdigkeit, ist echt ein Dreck dagegen! 
Es war ja echt gut gemeint, nur hat es seinen Zweck verfehlt. 
Mich hat die Wahrheit nicht befreit, sondern festgelegt! 
Uns hat die Klarheit nicht vereint, sondern separiert, so das ich denke, das das Ende 
nahe ist! 
Denkst Du das etwa auch? 
Es ist schon längst passiert und auch wenn's mich nicht mehr berührt: 
Mal ehrlich, wer wäre ich, wenn ich mich selber sehen würde? 
Ich habe ein halbes Leben gebraucht, um diese Zeilen zu schreiben. 
Um dir auf diese Art und Weise meine Gefühle zu zeigen. 
Und diese Liebe in mir in Worten zu beschreiben, um mit Dir meine Hoffnungen und 
genauso auch meine Sorgen zu teilen. 
Auch wenn es mir schwerfällt, die Wahrheit niederzuschreiben, so bleibt doch der zu 
beneiden, der sich darauf einlässt und die Wahrheit mit jedem teilt. 
So kann die Wahrheit nicht für immer im Verborgenen bleiben, denn was die Zukunft 
uns bringt, das können wir nicht morgen entscheiden! 
Du hast Dich doch längst schon entschieden, nicht mehr nur ängstlich zu leben. 
Du willst Dich weiter verändern, um etwas weiterzugeben.  
Du hast schon zu lange überlegt, dass unser Leben einfach zu kurz ist, um sich ihm 
nicht zu ergeben. 
Den alles was uns umgibt auf diesen blauen Planeten, ja alles was existiert ist von 
Bedeutung für jeden von uns. 
Du findest Frieden in Dir und wehrst du dich nicht mehr dagegen, Du nimmst egal was 
passiert, es als Teil deines Lebens an.  
Und das ist gut so!

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12. Dezember 2008 
Hallo Sandy, 
Warum geriet die Menschheit über die Jahrtausende hinweg jedes Mal, wenn sie 
wissenschaftliche, philosophische, oder religiöse Systeme errichtete, auf Abwege? 
Und zwar mit solcher Hartnäckigkeit und mit solch katastrophalen Konsequenzen?  
Die Antwort liegt irgendwo in jenem Bereich unserer Existenz, der so massiv von 
organisierten Religionen verdunkelt und außerhalb unserer Reichweite platziert 
wurde. In dem Bereich der uns von den Anderen vorenthalten wird. Den sie uns 
niemals zeigen wolle n, denn, wenn wir diesen Bereich mit allen Antworten sehen 
könnten, ja dann würden wir diese auch wissen. Und wenn wir alle Antworten wissen 
würden, dann würden wir ja auch erkennen, was die Anderen alles tun, um uns vom 
richtigen Leben abzuhalten. Was die  Anderen uns alles vorenthalten, nur um uns zu 
kontrollieren. Die Anderen, das sind die wahren Schweine. Das sind alles 
gottverdammte Bastardnsöhne! Seit so langer Zeit bestimmen die schon unser Leben, 
von dem wir denken, dass es das wahre Leben wäre. Doch ich sah das Licht! Ich kann 
Euch allen erzählen, was uns das „echte“ Leben wirklich bieten könnte, aber das wäre 
den Anderen nicht recht. Nein, eher nicht! Ja die Anderen verblenden die Realität und 
lassen uns nur die Bereiche sehen, die von ihnen gesteuert und kontrolliert werden 
können! 
Ich habe Dir das noch nie erzählt, aus Angst das du mich dann vielleicht für komplett 
durchgedreht halten würdest. Wahrscheinlich würdest Du denken, dass ich 
vollkommen irre wäre und dann würdest du den größten Fehler begehen, den Du 
überhaupt tun könntest . Aber ich weiß, dass du dies nicht absichtlich machen 
würdest, sondern im guten Glauben daran, dass ich geistig krank oder zumindest 
verwirrt wäre und deshalb würdest Du wahrscheinlich einen Arzt kontaktieren. Doch 
das würde reichen, um die Anderen auf meine Spur zu bringen! 
Das ist ein sehr großes Problem! Das ist auch der Grund, weshalb ich Dir noch nie von 
den Anderen berichtete. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob bzw. wie ich es Dir so 
sagen kann, das auch du erkennst, wie es wirklich um uns herum aussieht. Oh Sandy, 
mein über alles geliebter Schatz, ich liebe dich und unsere kleine süße Emilie so sehr, 
dass ich das mit Worten gar nicht genug ausdrücken kann. 
Dein Dich so unglaublich liebender Max

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19. Januar 2009 / Hilferuf 
Von dem Problem, das ich im Nachfolgenden schildern werde, würde man 
normalerweise in der 3. Person erzählen. So ähnlich wie: “Ich habe da einen 
Bekannten, der/die…“. Aber das ist leider NICHT so, denn es geht im Realen um Mich 
bzw. um das in meinem Kopf, dass ich leider nicht immer so kontrollieren kann, wie 
ich mir das wünsche und dadurch immer irgendwie oder irgendwo Stress kriege und 
das nicht nur mit Fremden oder Idioten, nein leider auch mit meinen Liebsten um 
mich herum. 
Und da ich, zumindest denke ich das selbst über mich, eigentlich ein 
harmoniebedürftiger Mensch bin, der vom Grunde her nicht streiten möchte, habe 
ich das Bedürfnis, dass ich dieses unbekannte Etwas, das da in mir schlummert, 
genauer kennenlernen möchte und auch verstehen will und vor allem aber: dass ich 
es entweder für immer zerstören kann oder aber mind. soweit zurückdrängen kann, 
dass es nie mehr wieder in mir hochkommen kann und Kontrolle übernimmt. Denn 
ich bin ich und ich hasse mich selbst in diesen Momenten. 
Aber ich denke, dass ich am besten erst mal beschreibe, was ich hier eigentlich genau 
meine und vielleicht kennt ja der Eine oder die Andere dieses Problem genauso wie 
ich und ist bereits weiter. Ich versuche mal eine Situation anhand des folgenden 
Beispiels so genau wie möglich zu beschreiben (wobei das nur eines von ganz vielen 
von der Sache her unterschiedlichen, aber im Ergebnis gleichen Problemen ist): 
„OK, stellt Euch vor, dass ich in meinem Arbeitszimmer zuhause am PC sitze, meine 
heutige Arbeit an sich schnell und gut fertigstellen konnte und jetzt auf YouTube ein 
bisschen nach neuen Liedern rumstöbere. Ich habe bisher eigentlich einen guten Tag 
gehabt und bin entspannt und so gut gelaunt, dass ich ein Lied vor mir her summe. 
Da höre ich im Raum das Summen einer Fliege. Boa, denke ich das geht garnet. 
Mistdinger, die braucht echt keiner, Drecksscheißhausfliegen. Und zackt summt es am 
Ohr vorbei. Da ich  das Geräusch gar nicht mag, stehe ich auf und gebe nicht eher 
Ruhe, bis dieses Scheiße entweder aus dem Zimmer rausfliegt oder halt von mir 
zerklatscht wird. 
Hm, hm, hm also wieder setzen und weiter auf YouTube sinnlos was suchen. Oh jetzt 
knallt doch tatsächlich irgendeine Tür im Haus, wahrscheinlich wegen Luftzug oder 
so. „Emilie!“ rufe ich „mache mal Deine Tür zu oder das Fenster das Gepumpe kann 
ja keiner ertragen“ 
Da patscht die Tür wieder. „Mann, mache jetzt zu, das Ding“  
„Mach ich“ kommt zurück.

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Ok, alles klar. 
Da knallt die Tür wieder zu. 
Wow, „mach jetzt des Scheißdings zu“ schrei ich jetzt „sonst gibt’s was auf die Ohren, 
echt Mann!“ 
„Ja Papa, mach ich doch, reg Dich doch nicht gleich auf“ sagt sie leicht hektisch, aber 
sehr freundlich und schaut ins Zimmer. 
„Ja klar, sorry“. Sie hat ja recht, die Gute. 
Ich dreh mich wieder um zum Bildschirm hin, und sehe darauf die Meldung, „keine 
Internetverbindung…“ 
HM, ok, dann Netzwerkeinstellungen aufmachen, Adapter kurz deaktivieren, beim 
Router den Stromstecker ziehen, 15 Sekunden draußen lassen und wieder 
reinstecken. Jetzt warten bis alle Lichter leuchten und dann den Adapter wieder 
aktivieren. So, alles klar. Weiter. Aber denkst immer noch das Scheiß gelbe 
Ausrufezeichen auf dem Netzwerkicon. 
Oh Mann… 
Da klingelt es Sturm an der Hausklingel. „Schatz, mach mal bitte auf, ich kann grade 
nicht“ rufe ich zu meiner Frau runter und checke dabei nochmal den Router. 
„Es ist der Vater“ ruft jetzt meine Frau hoch „geht bei uns der Fernseher?“ 
„Warum“ frage ich zurück. „Na unten geht der anscheinend nicht“ Da fällt mir ein, das 
wir ja Telefon, TV und Internet alles bei Unitymedia haben, und deswegen auch das 
Internet nicht geht. „Sag ihm, dass das eine Störung bei KabelBW sein muss“ ruf ich 
runter und denke mir, dass die Störung hoffentlich bald wieder geht. 
Also was mache ich jetzt, denke ich mir und guck dumm. 
„Papa, bei mir geht kein Internet“ ruft jetzt meine Tochter. Ich weiß, sag ich „ist eine 
Störung“ 
„Ja reparierst du des dann?“ ruft sie. „Ich will noch E-Mails schreiben, ist wichtig“ 
„Jaja, ist bestimmt gleich wieder gut“ ruf ich. 
„Ist aber megawichtig, Papa, ruf doch dort an, die sollen die Störung wieder 
reparieren“ „Ne, ich ruf bei den Pennern nicht an, hab keinen Bock, da wieder mich 
stundenlang in der Warteschleife aufzuregen!“ 
Da klingelt es wieder, und wie lang und aggressiv! „Ahhhh, schrei ich jetzt kurz, der 
Vater soll nicht nerven“ „Schatz, der Daddy fragt wann er die Nachrichten schauen 
kann?“ „Ich habe doch gesagt, dass es eine Störung ist“ zische ich zurück. „Der soll

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nicht nerven!“ „Aber der ist ganz ungeduldig“ „Mensch, meinst Du mich nervt die 
Störung nicht!“ 
Echt das ist doch alles nicht normal! 
„Papa, ruf doch dort an“ 
„Ahhhh, also gut“ ich fange an die Nummer von der KabelBW Hotline zu suchen. 
„Scheiß KabelBW Wichser denke ich mir und fange an zu schwitzen. Unruhig suche 
ich die verdammte Nummer im Ordner. Die muss doch irgendwo stehen. Ich bin ganz 
und gar nimmer entspannt. 
Da habe ich sie endlich und tippe sie auf meinem Handy ein. 
Oh, auch noch vom Handy aus, ich weiß genau das das nix werden kann. 
„Fickt Euch“ brülle ich das Handy an. Es tutet ewig, dann kommt die Computerstimme 
“Hier ist die Hotline…“  
Ich denke nur die ganze Zeit“ der Penner“ und mein jetzt dabei den Vater „was der 
immer nervt, echt, soll doch seinen Scheiß selbst machen, aber nein, ich muss, soll Zu 
doof, die scheiße selbst mal zu regeln, echt. Und so weiter und so weiter. 
Bitte drücken Sie die 1 für einen Wunsch, drücken Sie die 2 für ein Problem, drücken 
Sie die 3 wenn sie einen Mitarbeiter sprechen wollen“ 
Ich schau auf das Display, aber da ist nur die Verbindungsdauer drauf. 
Achso, ja klar ich muss erst die Tastatur auf klicken. „Ich kann ihre Eingabe nicht 
verstehen“ hör ich da jetzt“ 
Oh fickt Euch“ „Ich konnte Sie leider nicht verstehen“ Boa hey, musst ja still sein, 
denke ich mir genervt. 
„Auf Wiederhören“ höre ich da gerade noch. 
„Scheiße, Bastardnficker‘“ echt die Wichser. 
Also nochmal anrufen, diesmal gleich die Tastatur auf klicken und auf Lautsprecher 
stellen. 
„Hier ist die Hotline von…Bitte drücken Sie die 1 für…“ Ok, ich drück die 2 weil ich ja 
ne Störung habe und wissen will wann die wieder geregelt ist. Damit wir Ihr Problem 
besser zuordnen können, geben Sie bitte Ihre Kundennummer ein. 
„Die habe ich jetzt doch net, echt!“  schrei ich jetzt. 
„Leider konnten wir Sie nicht verstehen, bitte…“ 
„Ha-be-Ich-NICHT, verdammt nochmal!“

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„Leider konnten wir Sie immer noch nicht verstehen, bitte haben Sie beim nächsten 
Anruf die Kundennummer bereit“ 
„Was!“ schrei ich in den Hörer, was heißt beim NÄCHSTEN Anruf!“ 
„Auf Wiederhören…“ 
Tut Tut Tut 
„Ihr BASTARDNARSCHGESICHTER!“ 
Ich fasse es nicht. 
„Papa, wie schaut’s aus?“  
„Nerv net!“ schrei ich zu meiner Tochter. 
Da klingelt es schon wieder Sturm vom Vater. 
„Schatz sag ihm er soll die Hände von der Klingel lassen, sonst hack ich sie ihm ab, 
echt!“ 
„Sag sowas über meinem Vater nicht“ 
„Der kann mich mal“ 
Und Du Emilie, kannst mich auch mal mit deinem Scheiß!“ 
„Also ruf ich nochmal bei der verdammten Hotline an, suche vorher die 
Kundennummer aus, klicke die Tastatur an und stelle auf laut.“ 
Besetztzeichen…. 
Nach 15 Minuten endlich geht die Hotline wieder dran. 
Ich klicke mich genervt und konzentriert durch, damit ich den ganzen Scheiß nicht 
nochmal machen muss. Mein T-Shirt ist komplett durchgeschwitzt. 
Durchs Auswahlmenü, gebe die beschissene Kundenummer ein, Dann die Frage nach 
der Postleitzahl“ Sind die eigentlich bescheuert, des machen die Wichser doch extra, 
damit man keinen kriegt oder!“ Ich brummle das so vor mich hin, zornig, 
nassgeschwitzt, komplett genervt und rege mich echt auf. 
„Leider sind im Moment alle Plätze besetzt. Der nächste freie Platz ist für Sie. Bitte 
geduldigen Sie sich.“ 
AHHH, ich warte und warte der dämliche Spruch kommt alle paar Minuten neu, aber 
es tut sich einfach nichts. 
„Schatz, bist Du eigentlich noch normal, so von meinem Vater zu reden so respektlos“ 
Meine Frau steht in der Tür.

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„Das ist mir scheißegal, ihr könnt mich alle mal. Mit eurer Bastardn Kabel scheiße. 
Ich schreie jetzt echt verdammt laut und haue mit meinem Handy auf den 
Schreibtisch. „Du bist doch komplett gestört“ sagt sie mir dagegen.“ Da schmeiße ich 
das Handy nach ihr, verfehle sie aber zum Glück.  
Da kracht die Tür hinter ihr zu…. 
Erstmal Funkstille. 
 
Meine Tochter zu recht beleidigt!  
Meine Frau zu Recht sauer!  
Mein Handy zu Recht Schrott! 
Mein guter Tag ist gelaufen. 
Ich hau mir noch vor lauter Wut schreiend die Hand auf die Zimmerwand, das sie 
blutet und erreicht habe ich auch nix. 
Ich drehe jetzt die Musik auf. Ganz laut irgendwas von Rammstein….  
Zittere rege mich auf, schreie immer wieder was von Fickern, Wichser Arschlöcher 
etc. 
Zerreiße vor lauter Wut noch meine erledigte Arbeit vom Vormittag und pumpe 
Liegestütze bis ich nimmer kann und mich langsam abrege, das dauert so ca. 1 -2 
Stunden. 
Jetzt kommt die Reue: „Was habe ich wieder für ne Scheiße gemacht, bin ich 
eigentlich noch ganz sauber, wegen nix und wieder nix. „Oh, Mann“ Ich gehe runter 
und suche meine Frau. Die ist anscheinend weg, alles dunkel und leise. „Shit“ Also 
wieder hoch zu m einer Tochter. „Hi Emi“ versuche ich gute Stimmung zu machen. 
Aber sie guckt mich nicht mal an “Ich muss lernen, Papa, sagt sie kurz angebunden“ 
und macht einen auf vertieft. 
Also wieder zurück an meinen PC. Der geht immer noch net! 
Was für Wichser die von KabelBW. 
Aber klar geht er nicht und das hat mit denen noch nicht mal was zu tun... 
Denn mein PC ist gar nicht mehr an, wie mir auffällt. 
Da fällt mir ein, dass ich dem Ding vorhin noch so einen richtigen Tritt verpasst habe, 
dass er ausgegangen ist.

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Ach ne, auch das noch.  
Was für ein Scheiß Tag. 
Ich bin jetzt betrübt, richtig traurig, weil ich weiß das ich heute an dem eigentlich so 
schönen Tag so vieles kaputt gemacht habe, und das wieder dauert, bis ich das kitten 
kann. Wohlgemerkt kitten, weil irgendwann immer irgendwas hängenbleiben wird. 
Ich bin allein und hoffe, dass ich irgendwann einschlafen kann und morgen aufwache 
und ein neuer Tag beginnt. 
Ich lenke mich dabei mit einem Hörbuch ab, bis ich einschlafe. 
 
Aber ich will das so nicht, kann es aber nicht ändern, es überkommt mich immer mal 
wieder, auch wenn ich denke, dass ich mich gut im Griff habe. 
Weggehen auf Feste oder unter Leute, geht eigentlich nicht, da ich immer irgendwie 
Stress mit anderen bekomme oder zumindest meine Frau keinen Bock hat, da ich eh 
mit keinen rede, den ich nicht kenne. 
Ich bin irgendwie voll der Psycho obwohl ich das nicht will. 
Es kann sein, dass mich irgendwas nervt und ich den Laptop vor Zorn auf den Tisch 
klatsche, an die Wand schmeiße oder jemanden der mich gerade nervt über den Kopf 
ziehe. 
Das tut mir in dem Moment nicht mal leid. 
Hinterher schon ein bisschen, je nachdem wer es war.  
Manchmal sind es Kleinigkeiten, z.B. eine Seite im Internet die nicht schnell genug 
aufgeht oder wenn mich jemand unruhig oder nervös macht. 
Manchmal auch der Explorer, wenn er lange dauert. 
An der Tanke irgendjemand, der einen dummen Spruch sagt oder meint hinter mir zu 
hupen oder so. 
Im Supermarkt an der Kasse, wenn ein Typ vor mir meine Zeit klaut, weil er gemütlich 
unterwegs ist. 
Wenn jemand unfreundlich zu meiner Frau oder zu meinen Kindern ist, raste ich aus. 
Aber halt anders als normal, eher so, dass ich schreie und auch irgendwas werfe oder 
am liebsten zuhauen will. 
Immer wenn ich das Gefühl habe, ungerecht behandelt zu werden, dann sowieso.

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Also früher war es zwar schlimmer, viel schlimmer, aber da konnte ich das auch durch 
den Kampfsport und tägliches Training bis auf die Wochenenden kompensieren. 
Aber hey, ich weiß das es scheiße ist und doch wenn´s kommt dann macht es halt 
klack. 
Egal wann, egal wie, egal wo und egal warum…. 
Leider ist es halt so. 
Also jetzt die Frage der Fragen: 
Wer hat so ähnliche Probleme mit sich selbst und kann sich da irgendwie reindenken 
und ist da schon weiter wie ich? Bitte melden. 
Wer kennt das von sich? 
Wäre cool, wenn sich jemand finden würde, aber wenn nicht dann nicht. 
Beste Grüße M.B. 
Wow, und jetzt geht auch mein Internet wieder und ich kann diesen offenen Brief 
hochstellen auf FB. 
Und zack, da Leute, da habt Ihr den Shit, ich denke zwar das meine Psychosen eh 
keinen interessieren, aber Scheiß drauf, mir doch egal….

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22. Januar 2009 (Ärger mit Unitymedia Part 2) 
Würde mich aber schon interessieren, ob es da den einen oder die andere gibt, die 
das auch haben oder so sind wie ich. Wobei ich denke mal das bei den ganzen 
Hohlbirnen im Facebook, eh keiner so einen langen Text am Stück lesen kann oder 
überhaupt möchte Hahaha. Des hört sich jetzt vielleicht ein bisschen überheblich an, 
aber mein Gott, so ist es doch in der Regel. 
Ok, ok, ich schau jetzt doch mal ins FB, ob jemand was kommentiert hat. 
Tatsächlich! Einer einen Kommentar.  
(Hat der des jetzt echt alles gelesen?)  
Hm. Ok, ich gebe zu, der 1. Kommentar von Rainer T. aus M. ist jetzt nicht gerade eine 
textliche Megainspiration: 
„Du bisch äfach willelos hahaha“, schreibt er. 
Ne, Mann ich bin eben NICHT willenlos, ich habe einen extrem starken Willen, du 
Vollpfosten! Ok, der dachte offensichtlich, dass ich hier aus Spaß um die Leute zu 
erheitern geschrieben habe. Sehe ich etwa aus wie so ein beschissener Autor oder 
Journalistendepp? Nein, nein, nein! Apropos, was ist eigentlich mit dem 
Bastardnwichser von Prothmann diesem „investigativen“ Lügenblogger? Schon 
länger nichts mehr gehört, von dem Drecksarsch. Den hol ich mir auch noch, aber gut 
der ist jetzt mal nicht die Zeit wert! 
So den 2. Kommentar schaue ich mir auch noch an. Wahrscheinlich ist es nochmal 
derselbe Schwaller.  
Ach da, sieh an, eben nicht es schreibt die Maike F. aus Frankreich: 
„Ganz schön mutig Deine Ehrlichkeit! Hast Du Dich schon einmal erkundigt, was es mit 
hochsensiblen Menschen auf sich hat?“ 
Boa, die scheint den Text wirklich gelesen zu haben und zu verstehen. Respekt, 
Respekt! 
Und da poppt noch im Messenger eine neue Nachricht auf. Auch wieder diese 
Maike….  
Also mal da schauen: 
„Hi Max, nur kurz...in dieser geballten Form wie Du Dich ausdrückst, kenne ich das 
nicht, aber ich kann diesen Druck nachvollziehen, den Du dort beschreibst. Bei mir geht 
das auch ganz schnell und ich fühle mich ganz schnell überfordert und bekomme die 
Energien nicht in eine Richtung und vieles stürzt ungefiltert auf mich ein…das drückt 
sich dann bei mir nicht in Gewalt aus, aber ich habe in solchen Situationen das Gefühl,

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als würden alle an mir herumzerren. Auch Gruppen, wo ich niemanden kennen, geben 
mir ein ungutes Gefühl. 
Maike F. 
Sorry, Therapeutin bin ich natürlich nicht, aber erkundige Dich mal über hypersensible 
Menschen, darüber gibt es Bücher...ich habe auch eins hier, mit dem Titel "Das innere 
Kind muss Heimat finden". Oft sind wir von klein auf, in Rollen gepresst, mit denen wir 
leben müssen, und haben ein Sonnen - und ein Schattenkind in uns…aber natürlich 
weiß ich nicht, ob Dich, dass alles interessiert...war nur eine Info, mehr nicht...aber, 
wenn Du Dich über Kabel BW so aufregst, warum gibst Du nicht ab und lässt das 
Deinen Sohn oder Deine Frau regeln? Also, mach´s gut, hoffe bin Dir nicht zu nahe 
getreten…aber Deine Offenheit, hat mich berührt. Hut ab!“  
Was für ein Text! Die denkt sich ja wirklich voll rein… Und das in mein Gehirn! Oh 
Scheiße, die Arme. 
Hm, aber das mit dem Fuck KabelBW muss ich ihr zurückschreiben, dass des nur ein 
Beispiel war, ein Beliebiges.  
Und auch noch ein komplett harmloses. Wenn die wüsste was da wirklich alles abgeht 
in meinem Kopf dann und wann, da würde sie sich eher nicht mehr melden, denk ich 
mal. 
Ich tripple mit den Fingern auf die Tastatur rum:  
„Soll ich oder soll ich nicht…“  
Also ich mein damit die Sache mit dem Beispiel aufklären, weil eigentlich habe ich es 
ja deutlich geschrieben und evtl. steht die auf mich und schreibt deswegen so ne 
Gefühlsscheiße…. Aber ich bin eher nicht hypersensibel, gerade das volle Gegenteil. 
Mir kommen ja gleich die Tränen vor Rührung, hehe.  
Ok, aber sie war nett und will anscheinend helfen. Oder aber sie ist total fickgeil und 
das ist so ne Masche, damit sie an einen Kerl rankommt. Mal ihre Bilder anschauen, 
wie sie aussieht. 
Ok, Pflanzenbilder… Also doch so ne Öko -Tussi, wahrscheinlich alternativ oder sogar 
so ne linke Zecke… 
 
Mal weiterschauen. Soso, in einer Lebensgemeinschaft mit einem seit 2014! Und mit 
was für einem Spacko! Was für ne Grinsbacke, der Wichser. Meine Fresse, da wundert 
mich nix mehr. Aber sie scheint es trotzdem Ernst mit dem Rat zu meinen. Ich lasse es 
mal laufen, schauen wir mal.

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Klick, FB ist zu und ich denke nach über die Sache mit dem Beispiel. 
Hätte ich evtl. was Härteres als Beispiel schreiben sollen? Wahrscheinlich ist jeder 
Zweite bei dem Scheiß KabelBW so genervt, dass die alle so abgehen wie ich mit der 
Zeit. 
Bin ich doch normal? Oder bin ich hypersensibel? 
Ok, sensibel bin ich jetzt echt nicht, das wäre komplett an der Sache vorbei gelogen. 
Aber anscheinend zu harmlos, deswegen schreibt auch keiner was zurück, von den 
ganzen lesefaulen Legasthenikern auf FB! 
Aber wenn doch, und die jetzt denken, was ist denn der Max für eine Pussy und was 
schreibt der denn für belanglose Dinge… 
Ok, ich schreibe was Anderes, etwas Eindeutigeres, das sicher noch nicht so viele 
erlebt haben, laß mich mal kurz nachdenken. 
Ok, ich habe was. Die Sache mit der Jackenaktion bei der Party von der European 
Business School vom Müller seinem Münchner Kumpel in den 90ern. Das war mind. 
speziell um nicht zu sagen schon etwas derber. Wie war das noch mal? 
Und wann war das? Also es war vor der WG in der Hölderlin, aber nach Ketsch. Da 
habe ich noch in der Karlstr in Schwetzingen gewohnt, und der Müller war da auch 
irgendwie bei mir einquartiert. Könnte so im Spätjahr 1991 gewesen sein, weil kalt 
war es damal s ja, sonst würde die ganze Jacken Aktion überhaupt keinen Sinn 
machen…. 
Dann bin ich doch mal gespannt, was die alle davon halten. 
Wir werden sehen!

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24. März 2009 
Hi, 
wie sehr hasse ich schon jetzt den Tag, an dem auch die letzte Ecke meines Herzens 
wirklich verstanden hat, dass ich ohne sie ein Nichts und Niemand bin. Ich wäre nur 
eine leere Hülle, mit einem kaputten und widerlichen Kern. An diesem Tag würde mir 
auffallen, das ohne sie mein ganzes Leben ein einziges Lügengebilde ist und das dann 
zusammenbricht wie ein Kartenhaus. 
Ich würde erkennen, dass das einzige, was mich die ganze verlogene Gegenwart 
überhaupt einigermaßen aushalten lässt, allein ihre Liebe zu mir ist. Die Liebe meiner 
Sandy.  
Aber das bedeutet doch letztendlich, dass ich die Wahrheit gar nicht sehen möchte, 
obwohl ich sie ja längst kenne!  
Aber kennen bedeutet ja nicht gleich auch verstehen, oder? 
Zum Verstehen gehört doch auch ein Wille zur Akzeptanz der Erkenntnis, richtig? 
Solange ich also nicht akzeptiere, was ich längst weiß, brauche ich mir nicht 
einzugestehen, dass ich verloren wäre. Immer noch allein eigentlich!  
Aber sie liebt mich ja und das tut doch so gut. 
Und dann die Liebe unserer Tochter Emilie! 
Ach es gibt doch eigentlich nichts Schöneres als von zwei so herrlichen Menschen 
richtig und wahrhaftig geliebt zu werden. 
Es gibt nichts Schöneres! 
Zumindest für mich nicht! Deswegen werde ich auch nichts akzeptieren, das mir 
diesen Glauben nehmen will! 
Das mir meine Liebe nehmen will! Nein, niemals! 
Dein Max

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„Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen 
Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.“ 
Schließt die exzessive Notwehrhandlung hingegen direkt an die Gefahrensituation an, besteht 
durchaus die Möglichkeit, dass das Opfer noch psychisch unter dem Eindruck der 
Ausnahmesituation leidet und in Furcht oder aufgrund des Schreckens nicht sofort vom Angreifer 
ablässt. Sind ästhetisch motivierte Affekte maßgeblich anzuerkennen, kann die grundsätzlich 
rechtswidrige Handlung aufgrund der Bestimmungen in § 33 StGB straffrei bleiben. 
§ 32 Absatz 2 StGB Notwehr 
 
 
 
 
 
 
 
Zusammenbruch:  
2009

260 
 
Unfassbar – aber wahr! 
Wie ist es eigentlich mit Dir? Könntest du morden? Nein? 
Wenn jemand dein ganzes Leben in einen Abgrund wirft, dir alles nimmt, was du 
liebst, wenn er dir deine Frau und dein Kind nimmt, sie vergewaltigt und foltert, sich 
an ihrem Schmerz labt und keine Gnade, keine Menschlichkeit zeigt. 
Wenn er dich vor Gericht angrinst, dir ins Gesicht sagt, dass er es nur zum Spaß 
getan hat. 
Wenn ihm völlig egal ist, das er nicht nur zwei Leben brutal ausgelöscht hat, sondern 
deines gleich mit. 
Stell dir vor, du würdest nach Jahren der Trauer und des Hasses eben diesen 
Menschen wiedersehen. Er hätte dein Leben ruiniert, nichts kann jemals mehr 
werden, wie es davor war.  
Er erkennt auch dich, erinnert sich daran, weshalb er so lange eingesperrt war. Und 
er grinst dich an, weil ihn die Gedanken wieder erregen.  
 
Freitag, 22:30 Uhr: 
Der Haftbefehl, der vor mir auf dem Tisch lag, unterstellte mir. 
„Lächerlich!“ höhnte ich dem sehr jungen Staatsanwalt zu, der mich gleich nach 
meiner Festnahme noch in Handschellen auf dem Rücken vernehmen wollte. „Ich 
bin einer von den Guten, mein Junge. Oder macht ihr hier einen schlechten Scherz 
mit mir?“ 
Daran mochte ich aber selbst nicht mehr glauben, nach dem Programm, dass das 
Sondereinsatzkommando bei mir zu Hause abgezogen hatte. In Unterhosen lag ich 
auf dem Treppenhausboden von meinem Mietshaus und war dankbar, dass keiner 
von den anderen Mietern in der Nähe war; denn sonst hätten die SEKler mich auf 
der Straße ausgezogen. „Mord ist alles andere als lächerlich, Herr Bane.“ Der 
Staatsanwalt schlug die zweite Seite des roten Haftbefehls auf und las den Namen 
des unterzeichnenden Richters vor: „Dr. Schmitt – Oh, der hat jetzt Wochenende. 
Und ich glaube gehört zu haben, dass er in Kürze auch in Urlaub geht.“ 
„Was soll diese Scheiße hier?“ fauchte ich dem kleinen arroganten Pisser in seinem 
zweiter Klasse Anzug an. „Ich habe keinen Mord begangen und was das mit der 
organisierten Kriminalität soll, auch davon habe ich keine Ahnung. Und erst Recht 
bin ich kein Mitglied irgendeiner Vereinigung. Ich bin noch nicht mal in der Kirche, 
sondern lediglich ein harmloser Bürger!“. Mein Staatsanwalt lächelte mich nur 
mitleidig an. Sein Glück war, dass ich Handschellen anhatte. Auf dem Rücken. Das 
Hemd nicht zugeknöpft. Keine Schuhe mehr. Ich müsste mal aufs Klo, aber den

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Teufel würde ich tun, um darum zu betteln, mal austreten zu dürfen. „Ich will sofort 
meinen Anwalt sprechen!“ Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Satz jemals in 
meinem Leben allen Ernstes aussprechen würde. Und jetzt wiederholte ich ihn sogar 
fast schon gebrüllt, weil dieses Kind mir gegenüber nur grinste. „Ich will sofort 
meinen Anwalt sprechen! Haben Sie das kapiert?“. „Sie haben einen Anruf frei. Ich 
nehme zu Protokoll, dass Sie von diesem Recht jetzt Gebrauch machen“. Der 
Staatsanwalt holte sein Handy heraus und machte sich bereit. „Wie lautet die 
Nummer?“. „Dr. Berger, Augustaanlage 20 in Mannheim.“, beruhigte ich mich 
wieder und sagte in einem ruhigen sachlichen Ton: „“Ich weiß die Nummer leider 
nicht auswendig.“. Der Staatsanwalt fand die Rufnummer in seinem Laptop auf 
Anhieb und schaltete sein Handy auf laut hören. Es kam nur eine Bandansage, nach 
der ich die Nachricht hinterlassen konnte, dass ich mich im Polizeipräsidium 
Mannheim und in Untersuchungshaft befinden würde. „Hören Sie, ich habe auch 
eine private Nummer von Herrn Dr. Berger. Ist in meinem Handy gespeichert. Wenn 
sie das bringen lassen könnten.“ 
„Ist sichergestellt. Beweismittel nach 98 StPO, tja“, bedauerte der Staatsanwalt. 
„Das kann ich ihnen vorerst nicht bieten. Aber Haftverschonung, wenn sie jetzt eine 
Aussage machen. Wenn es sein muss sogar Zeugenschutz. Ansonsten … 
Verdunkelungsgefahr und Happy Weekend!“. „Das wird Ihnen noch leidtun, Herr …“ 
Da bemerkte ich erst, dass ich noch nicht einmal den Namen von diesem Schnösel 
wusste. 
 
Samstag, 00:20 Uhr: 
Richter Dr. Schmitt war tatsächlich nicht zu erreichen gewesen, so dass die 
Bereitschaftsrichterin über die Invollzugsetzung der Untersuchungshaft zu 
entscheiden hatte. „Ich kann nur aufgrund der Aktenlage entscheiden, und demnach 
besteht der dringende Tatverdacht, dass Sie, Herr Bane, Herrn Richard Owolsky …“ 
„Das ist doch Bullshit!“. „Am Montag, Herr Bane, werden wir weiter sehen. Bis dahin 
gibt es nur einen einzigen Grund, sie nicht in Gewahrsam zu belassen, nämlich: 
Keine Verdunkelungsgefahr.“ Die Richterin schaute mich streng an, und ich wusste 
nicht, ob ich sie ob ihrer Naivität trösten sollte oder selbst Trost gebrauchte. 
„Es gibt nichts auszusagen“, wiederholte ich zum x-ten Mal, „weil ich nichts getan 
habe. Also kann ich weder aufhellen noch verdunkeln, verdammt noch mal!“ 
„Ihre Kraftausdrücke sind hier wenig hilfreich, Herr Bane. Mir sind keine Gründe 
ersichtlich, weshalb der Haftbefehl von Richter Dr. Schmitt aufzuheben wäre, und 
ich ordne hiermit die Untersuchungshaft in der nächstgelegenen JVA gegen sie an.“ 
Zwei Stunden war ich in der kleinen Zelle, die nur über eine Sitzbank und eine 
Wolldecke verfügte, eingesperrt. Mir kam es vor, als hätte man mich vergessen. Als 
die Stahltür wieder aufgemacht wurde, fragte ich, wie spät es ist.

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„Nicht zu spät. Es ist nie zu spät, sich zu bessern“, sagte einer der drei 
Justizbeamten, die mich von der Zugangszelle in das Zugangszimmer brachten, und 
alle drei lachten. „Aber wenn Sie es genau wissen wollen: Geisterstunde, 00:30 Uhr.“ 
„Dann ist ja schon neuer Tag“, schlussfolgerte ich überrascht. Nur heute und morgen 
noch, und spätestens am dritten Tag wäre ich wieder frei. Ich erschrak bei diesem 
Gedanken. Hatte ich mich schon damit abgefunden, ein Gefangener zu sein? Wo 
war mein Widerstand? Meine Gegenwehr? Nein, es war besser, den Tatsaschen ins 
Gesicht zu sehen und die Realität, so wie sie ist, anzunehmen. Es musste nur dieses 
verfluchte Wochenende vorbei sein, und alles wäre wieder gut. Jetzt nur die Nerven 
behalten, befahl ich mir. Im Zugangszimmer musste ich alle meine Sachen ablegen 
und registrieren lassen. Außer dem, was das SEK mir nach der Festnahme von 
meiner Bekleidung übriggelassen hatte, war das nichts. „Sie können jetzt duschen“, 
sagte mir der Philosoph, der mir schon die Uhrzeit so bedeutsam machen wollte. 
„Das nächste Duschen ist erst am Donnerstag.“. „Da bin ich schon wieder zu Hause“, 
versicherte ich dem Beamten zuversichtlich, vor dem ich völlig nackt stand. „Und 
wenn nicht?“ fragte er lakonisch. „Eins werden Sie hier ganz schnell lernen: Jeder 
Tag ist wie ein kleines Leben!“ Er zeigte mit der Hand nach rechts, wo ein 
Duschraum war. „Wollen Sie saubere Anstaltskleidung haben, oder wieder in ihre 
dreckigen Sachen schlüpfen?“ 
 
„Saubere Sachen“, sagte ich und ging trotzig ob meiner Ohnmacht unter die Dusche, 
die es nicht vermochte, den Schmutz und die Schande von mir abzuwaschen, die in 
diesen wenigen Stunden über mich gekommen war. Wenigstens konnte ich 
unbemerkt und ohne Bettelei Wasser lassen. Ich war unschuldig, verflucht noch mal, 
unschuldig. Zumindest sah ich das so, denn ich hatte ja lediglich den 
gottverdammten Mord an meine Frau und an meine kleine Tochter gerächt. Aber 
auch das brauchten diese Befehlsempfänger der Anderen nicht zu wissen. Sonst 
könnte es eng werden für mich, das wusste ich schon und war mir dieser Tatsache 
auch bewusst. 
 
 
 
Samstag, 01:15 Uhr: 
Der Philosoph unter den Gefängniswärtern öffnete die Zellentür und zeigte auf ein 
freies Bett. Auf der anderen Pritsche lag sanft schnarchend ausgerechnet so ein 
beschissener Knasti. „Das ist ihr neues Zuhause! Frühstück gibt es nach dem 
Zellenaufschluss um 8 Uhr, Weiber und anderer Besuch sind hier nicht erwünscht“, 
scherzte der Schließer. „Kann ich eine andere Zelle haben?“ entfuhr es mir

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erschrocken. 
„Das muss ich mal nachdenken“, fasste sich der Wärter an sein Kinn. „Die 
Fürstensuite wird gerade renoviert, und das Herrenzimmer mit dem Jacuzzi ist bis 
Ende Frühling bereits belegt. Zur Südseite ist gerade auch nichts mehr frei. Nein, tut 
mir leid. Das ist das beste, dass wir im Moment frei haben. Also wenn Sie nicht 
später wiederkommen möchten …“ 
„Mann, ich meine das ernst. Ich bin doch kein Krimineller und ich brauche meine 
eigenen vier Wände ohne irgendeinen anderen verdammten Psycho in meiner 
Nähe, das müssen Sie doch verstehen.“ erklärte ich flüsternd die Unvermeidbarkeit 
meiner Bitte. 
„Und ich bin Justizhauptsekretär, und ich kann lesen. Und auf meiner 
Dienstanweisung steht, dass ich sie in genau diese Zelle zu bringen habe. Basta!“ Der 
Schließer ließ sich auf kein weiteres Gespräch mehr ein, sondern schlug die Eisentür 
zu meiner Zelle zu und schloss doppelt ab. Ich starrte auf den Knasti, der 
unverändert da lag, aber nun nicht mehr schnarchte. Nach einer Ewigkeit setzte ich 
mich auf mein Bett und versuchte mich zu konzentrieren. Kaum schaute ich nicht 
mehr zu meinem Zellennachbarn hörte ich ihn drohen: „Sobald du mich aus den 
Augen lässt, werde ich dich Drecksschwein umbringen.“  
 
Samstag, 8:00 Uhr 
Pünktlich um 8 Uhr wurden die Zellentüren im gesamten Trakt aufgeschlossen und 
kurz darauf das Frühstück verteilt. Es gab Kaffee und zwei Brötchen mit Marmelade. 
Ich stürzte gleich drei Tassen der braunen Brühe ab und wünschte mir, dass das 
Koffein mich nachhaltig beleben und wachhalten würde. Die Wärter hatten 
gewechselt, und mein Philosoph würde jetzt entspannt in seinem Bett liegen und 
sich schlimmstenfalls Ohrenstöpsel reindrücken müssen, um sich herrlich erholen zu 
können. Allmählich begann ich zu verstehen, was er damit meinte, dass jeder Tag 
hier wie ein kleines Leben wäre. Ich jedenfalls war froh, diesen Morgen unbeschadet 
zu erleben. 
Gleich nach dem Frühstück wurde ich nochmals in das Zugangszimmer geführt, wo 
ich meine Waschutensilien, Zahnbürste und Handtücher bekam. „Sie sollen ja nicht 
sagen, dass sie hier wie ein Schwein leben mussten, wenn sie mal wieder draußen 
sind.“ Ein lustiges Volk war das, diese Schließer. „Für die Bartstoppeln bekommen 
sie von mir einen Einwegrasierer. Den müssen sie mir hinterher aber wieder 
abliefern. Klar?“ 
Ich nickte. „Rauchen Sie?“. Ich bin zwar Nichtraucher, nickte trotzdem abermals, 
weil ich mir dachte, dass es nur vorteilhaft sein kann, hinter Gittern ein neutrales 
Zahlungsmittel zu haben. Schon wieder ertappte ich mich, dass ich meine neue 
Situation innerlich bereits akzeptiert hatte. Was war nur mit mir los? „Marlboro“,

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sagte ich. Der Beamte lachte vor sich hin. „Mann, sie haben doch alle Zeit der Welt. 
Kaufen sie sich Tabak und drehen Sie sich die Dinger selbst. Das ist billiger und 
verschafft Ihnen Beschäftigung. In der U-Haft dürfen Sie doch sonst nichts machen. 
Aber mir soll’s egal sein. Ist ja ihr Geld, von dem das abgeht.“ 
„Marlboro will ich haben, oder hören sie schlecht? Ich bin sowieso gleich wieder 
draußen. Also geben sie mir die verfluchten Marlboro!“ widersetzte ich mich dem 
gutgemeinten Ratschlag des Justizbeamten.  „Jetzt werden Sie mal nicht renitent, 
mein Herr!“ bremste der Wärter meinen Anflug von Eigenwillen. „Das läuft hier 
nicht so, wie sie es von Muttern vielleicht gewohnt sind. Wenn sie mir dumm 
kommen, gibt es eben keine Zigaretten, klar?“. „Entschuldigung“, gab ich klein bei, 
um eine für mich viel wichtigere Information abzufragen: „ Wann kann ich den 
Anstaltsleiter sprechen?“ 
„Frühestens am Montag, 10 Uhr. Wenn der Alte dann überhaupt da ist. Aber da 
haben Sie schon einen Termin, nämlich beim ärztlichen Dienst. Alle Neuen müssen 
dorthin. Blut und Pisse abliefern.“. „Ja, oder seinen Vertreter. Es ist wichtig!“ 
„Letzten Endes bin ich sein Vertreter. Oder der Vertreter des Vertreters. Aber ganz 
bestimmt bin ich derjenige, der hier und heute alle Entscheidungen trifft. Es ist 
nämlich Wochenende. Also, worum geht es, Herr Bane?“. „Ich bin unschuldig …“ 
begann ich. „Nein, sind sie nicht. Sie sind Gefangener. Alles andere lassen gerade Sie 
hier besser niemanden wissen“, korrigierte mich der Beamte entschieden und mit 
ernstem Gesicht. „Kinderschänder und so weiter halten hier besser die Fresse, die 
haben im Knast nämlich keine Freunde, klar?“. 
 Samstag, 16:00 Uhr 
Um 16 Uhr erfolgte der Einschluss in die Zellen. Mein Zellenkollege hatte den ganzen 
Tag kein einziges Wort mit mir gewechselt und so getan, als wäre ich Luft. Doch mir 
war klar, dass er mich genau beobachtete. Und je weniger Interesse er an meiner 
Person zeigte, um so ernsthafter fasste ich seine Drohung auf, sich meiner 
Annehmen zu wollen.  
Ich errechnete, dass ich noch rund 40 Stunden aushalten musste, bis die 
Anstaltsleitung für mich zu sprechen wäre. Das wären zusammen dann mehr als drei 
Tage ohne Schlaf, weil ich bereits seit 36 Stunden wach war. Wie hält es ein Mensch 
aus, solange wachzubleiben und einfach nur dazusitzen und die Kacheln an der 
Wand zu zählen. Meine Zelle hatte 3660 Fliesen. Ich Dummkopf habe nicht nur 
addiert, sondern Anzahl der Zellenbreite Mal Anzahl der Raumhöhe multipliziert und 
war nach weniger als fünf Minuten mit dieser Aufgabe fertig.  
 
Samstag, 23:30 Uhr:

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Wann beginnt eigentlich ein neuer Tag? Wenn es die Stunde um Mitternacht ist, 
dann würde bald der dritte Tag meines Martyriums anbrechen. Wenn es der 
Moment des Erwachens ist, dann würde der erste Tag immer noch andauern; denn 
ich hatte noch keine Minute geschlafen. Schlaf. Wenigstens ein Bisschen. Einfach die 
Augen zumachen und einen Moment nicht denken. Und danach den neuen Tag 
genießen.  
Ich würde den neuen Tag nicht erleben, wenn ich jetzt meiner Müdigkeit nachgeben 
würde. Der andere in der Zelle, der offensichtlich Jugoslawe war, war mir körperlich 
deutlich überlegen, und ohne eine Waffe war ich gegen ihn chancenlos. Ich zerlegte 
nochmals jedes Detail und jeden Aspekt meiner Lage. Denken war aufschlussreicher, 
als die Kacheln an der Wand zu zählen: 
Punkt 1: Ich war unschuldig. Zu mindestens hatten sie keine Beweise gegen mich in 
der Hand. Das mussten alles nur vage Vermutungen sein. 
 
Punkt 2: War es ein Zufall, dass ich in diese Zelle eingesperrt wurde? Die 
Wahrscheinlichkeit sprach dagegen, weil der Typ ja schon länger inhaftiert war, und 
nach so langer Zeit einen festen Zellengenossen haben sollte.  
 
Was hatte der Drecks Knasti mit mir vor? Wollte er mich erst sadistisch quälen und 
psychisch fertigmachen, bevor er mich umbringen würde? Wollte er es eigenhändig 
erledigen? Das Problem war vor allem auch, wenn ich jetzt durchdrehte und den 
Wichser von mir aus platt machen würde, dann hätten sie wirklich etwas gegen mich 
in der Hand. Etwas Handfestes. Einen richtigen Beweis sozusagen. Nein, darauf 
durfte ich nicht reinfallen. 
„Hey Kollege?“ forderte ich ihn zu einem Gespräch auf. „Respekt, wie du die ganze 
Sache hier planst. Aber glaubst du wirklich, dass du am Ende ungeschoren 
davonkommen kannst?“ 
Der tat aber so, als würde er mich nicht hören. Stattdessen klopfte 
überraschenderweise einer der Wärter mit seinem Polizeistock gegen die Tür und 
wies mich an: „Bane, quasseln sie keine Opern, sondern schlafen sie.“ 
Schlaf. Ich durfte gar nicht dran denken. Meine einzige Hoffnung war, dass Dr. 
Berger sich bald melden würde. Er würde alle Hebel in Bewegung setzen, um mich 
aus dieser misslichen Lage zu befreien. Berger hatte mich schon bei der damaligen 
Verhandlung gegen Owolsky erfolgreich vertreten und stand sozusagen immer mal 
wieder mit mir in Kontakt. Ein Königreich für ein Bett, für ein paar Minuten Schlaf, 
für einen neuen Tag. Ich beschloss, dass künftig ein neuer Tag für mich dann 
beginnt, wenn ich ausgeschlafen habe. Vorausgesetzt, ich würde die nächsten 
Stunden überleben.

266 
 
 
Sonntag, 08:00 Uhr: 
Zellenaufschluss. Waschen. Immer wieder schütte ich mir kaltes Wasser ins Gesicht, 
um wach und frisch zu werden, bis mich ein Wärter vom Becken wegzieht. 
„Die Anmeldefrist für DSDS ist abgelaufen. Sie brauchen sich nicht mehr 
aufzubrezeln, Bane. Für unseren Laufsteg sind Sie fein genug.“ Ach wie lustig ist 
doch dieses Knastleben. Immer einen flockigen Spruch auf der Lippe, und sei er noch 
so flach. Hauptsache, es wird gelacht. Doch mir war nicht nach Lachen. Mir war auch 
nicht nach Essen. Den Kaffee, oder was auch immer dieses Gebräu in Wirklichkeit 
war, schüttete ich in mich hinein, und darüber hinaus wollte ich nur meine Ruhe 
haben. Es sei denn…? 
„Darf ich telefonieren?“ fragte ich den Beamten, der mir am Vortag versprach, dass 
er etwas für mich tun würde. 
„Geht nicht. Verboten. U-Haft. Da könnten Sie ja gleich was in die Zeitung setzen“, 
lehnte der Mann ab. 
„Mein Anwalt hat mich noch nicht kontaktiert. Er weiß vermutlich nicht, wo ich bin“, 
flehte ich den mir einigermaßen menschlich erscheinenden Wärter an. „Dr. Berger 
aus Mannheim. Können Sie ihn nicht mal für mich anrufen? Ich habe doch das Recht 
auf einen Anwalt?“ 
Der Justizbeamte wurde ganz komisch. „Dr. Berger, so ein graumelierter 
Endfünfziger, etwas größer als Sie? Brille?“ 
 Ich nickte nur. 
„Ich glaube den kenne ich sogar.“ Der Wärter drehte sich um und wollte gehen. 
 
Sonntag, 10:00 Uhr: 
An Sonntagen haben die Gefangenen die Möglichkeit an einem Gottesdienst ihrer 
Konfession teilzunehmen. Ich nutzte die 40minütige Andacht, um ein wenig zu 
entspannen und die Augenlider zu schließen. Im 30-Sekunden-Takt wurde ich von 
meinem Banknachbarn sanft in die Rippen gestoßen, weil ich drohte vollends 
einzuschlafen oder zusammen zu klappen. Ich bildete mir ein, erholter aus der 
Versammlung herauszukommen, als hinein gegangen zu sein. Wahrscheinlich war 
jedoch nur der Wunsch der Vater dieses Gedankens. 
Zurück in meinem Zellentrakt suchte ich die Nähe anderer Gefangener, um nicht 
alleine mit meinem Zellenkollegen sein zu müssen, der äußerlich keinerlei Anzeichen 
machte, mir auch nur ein Haar zu krümmen. Offensichtlich wussten auch die 
anderen Gefangenen nicht, wer ich war oder bin. Ich wusste ja selbst nicht mehr, 
wer ich war. 
Ich musste noch 20 Stunden überstehen; dann hätte ich die Möglichkeit etwas an

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meiner Situation zu ändern. Und sei es ein falsches Geständnis, dass ich vor Gericht 
später widerrufen würde. Was immer auch vorgefallen war: Ich wusste, dass ich 
unschuldig bin, also konnte es auch keine ernsthaften Beweise gegen mich geben. 
Mehr als 40 Stunden hatte ich bereits hinter mir. Das waren Zweidrittel der Zeit seit 
meiner Festnahme bis Montagmorgen, wenn das normale Leben wiederbeginnt. 
Strafgefangene werden gemeinhin nach Zweidritteln ihrer Haftzeit vorzeitig 
entlassen. Ich war aber unschuldiger Untersuchungshäftling, und für solche 
Menschen gibt es kein Erbarmen. 
 
Sonntag, 21:00 Uhr 
Mich wunderte nur, da sich noch keine Einzige meiner Stimmen bei mir zu Wort 
gemeldet hatte, da dies dann doch etwas ungewöhnlich war für mich. 
Nach dem Einschluss legte sich mein Zimmerkollege auf seine Matratze und starrte 
mich an. Ich behielt ihn im Blick. Plötzlich stand er vor mir und beugte sich zu mir 
herunter. Ich hatte ihn zwar auf mich zukommen sehen und rechnete mit einem 
Angriff von ihm, aber ich blieb beinahe bewegungslos auf meinem Bett liegen. 
Lediglich meine Arme verschränkte ich zum Schutz vor meinem Kopf. 
„Heute Nacht wirst du sterben!“ prophezeite mir der Kroate. „Wenn du gnädig 
sterben willst, dann bring dich selbst um.“ Er legte einen kleinen Löffel, dessen Griff 
zu einem stillet ähnlichen Messer gefeilt war, auf meine Decke und ging zurück in 
seine Ecke, wo er sich auf das Bett setzte und wartete. „Wenn ich dich töten muss, 
dann wirst du leiden wie ein Tier“, versprach er mir flüsternd und begann das 
perverse Warten. 
Der Gedanke an das Sterben schreckte mich nicht mehr. Sterben bedeutete Ruhe 
haben. Frieden. Ich versuchte, mir vorzustellen wie das ist, wenn die Pulsadern offen 
liegen und warmes Blut über die eigene Haut läuft. Ein Gedanke, der nicht so 
grässlich war wie die Vorstellung, von zwei Händen wie Schraubstöcken den Hals 
zugedrückt zu bekommen, dass die Blutgefäße platzen und die Augäpfel 
hervortreten. Ich habe schon viele Tote gesehen. Aber die Vorstellung des eigenen 
toten Körpers ließ mich erschauern. Ich nahm den Löffel in die Hand und starrte 
meinen Gegner an. Freiwillig würde ich nicht gehen. Dieser Typ wusste nicht, mit 
wem er sich hier eigentlich anlegte. Normalerweise hätte ich diesen dummen 
beschissenen Wichser längst platt gemacht, aber nicht hier so mit Zeugen und so. 
Das Problem war nur, wenn dieses Spielchen hier noch länger gehen würde, dann 
könnte ich mich irgendwann nicht mehr beherrschen und dann muss er dran 
glauben. Ob mit Zeugen oder ohne wäre mir dann auch egal, das wusste ich genau! 
 
Montag, 04:30 Uhr:

268 
 
Die zurückliegenden Stunden hatte ich zwar wach, aber ohne Bewusstsein erlebt. 
Meine vitalen Funktionen waren reduziert auf Ein- und Ausatmen, Beobachten, 
Leben. Ich atmete ein, atmete aus, spürte die Schwerkraft, gegen die ich mich 
wehrte, und blieb regungslos auf meinem Bett sitzen. Hinlegen bedeutete 
einschlafen und absolute Wehrlosigkeit.  
Voller Entsetzen hörte ich den Typ schnarchen. Wie konnte dieses Tier in so einer 
Situation die Augen schließen. Er selbst hatte mir die Waffe auf das Bett gelegt und 
mir praktisch keine andere Wahl gelassen, als „Er oder Ich“. Ich schloss meine Faust 
um den Löffel und überlegte angestrengt, in welches Körperteil ich zustechen 
würde. Könnte ich ihn kampfunfähig machen, ohne ihn zu töten, oder musste ich 
das Unvermeidliche tun? 
 
Montag, 08:00 Uhr: 
Er hatte die ganze Nacht geschlafen. Friedlich wie ein Kind und gleichmäßig vor sich 
hin geschnarcht. Ich wollte in der Sekunde aufspringen, in der dieses Schnarchen 
aufhören würde. Stattdessen erschrak ich beim Schrillen der Morgensirene, die 
pünktlich um 8 Uhr morgens die Gefangenen weckt. Wie konnte der Aufschluss der 
Zellen erfolgen, bevor ich meinen Job erledigt hatte?  
„Bane! Geht’s Ihnen nicht gut?“ fragte ein Schließer. „Sie sehen ja scheußlich aus. 
Wie ein Gespenst. Schauen Sie bloß heute nicht in den Spiegel – Sie fallen sonst tot 
um vor Schreck. Na ja, zum Glück haben Sie ja gleich ihren Termin beim ärztlichen 
Dienst.“ 
„Ich will den Staatsanwalt sprechen“, presste ich aus meinen ausgetrockneten 
Stimmbändern heraus. 
„Erst mal sehen Sie zu, dass Sie wieder ein Mensch werden. Sonst sagen die noch, 
ich wäre daran schuld, dass Sie wie ein Zombie auf Entzug aussehen, und bekomme 
eine Anzeige – also Frühstück, Waschen, Arzt, und dann schauen wir mal.“ 
Ich versuchte aufzuspringen; es war klägliches Erheben. Genauso kläglich wie das 
Heben meines Armes mit der Stichwaffe in der Hand und der mühevolle Schritt auf 
den Wärter zu, der lediglich einen Schritt zurück gehen musste, um außer Gefahr zu 
sein. 
„Bane, sind Sie noch bei Trost?“ fragte der Beamte fast mitleidig und nahm mir den 
Löffel aus der Hand. „Sie kommen jetzt mal mit!“ Und mit lauter Stimme rief er in 
den Zellentrakt: „Alle zurück in die Zellen! Einschluss bis auf weiteres!“ 
Genosse Zellennachbar hatte die Szene von seinem Bett aus beobachtet und knurrte 
mir hinterher: „Dobar dan, Idiot. Ich lass mich doch nicht von einem Wichser wie dir 
hier ficken! Dachtest wohl, du könntest mich mit deiner billigen Nummer zu einem 
Mordversuch verleiten. Mit mir nicht, du Arschloch.“ 
 
Montag, 13:10 Uhr:

269 
 
 
Um kurz nach 13 Uhr wurde die Tür der Beruhigungszelle, in der ich eingeschlossen 
war, geöffnet. Der Philosoph und sein Kollege hatten die größte Mühe, mich zu 
wecken, so fest schlief ich. Meine Zunge klebte am Gaumen, und ich brachte kein 
Wort heraus. 
„Hoher Besuch!“ verkündete der Wärter, der mir verheißen hatte, dass hinter 
diesen Mauern jeder Tag wie ein kleines Leben sein würde. „Der Herr Anwalt 
persönlich zusammen mit dem Oberstaatsanwalt.“ 
Ich versuchte zu lächeln. Auch das hatte mein Körper vergessen. Ich lief zwischen 
den beiden Wärtern wie ein Mensch, der zum ungezählten Male zu seinem Folterer 
gebracht wird. Wäre doch alles nur vorbei. Könnte ich jetzt irgendein Papier 
unterschreiben, um danach in Ruhe gelassen zu werden, ich würde nicht einmal 
wissen wollen, was darauf geschrieben steht. 
„Herr Bane!“ begrüßte mich mein Anwalt „wir werden das alles aufklären. Verlassen 
Sie sich bitte auf mich!“  Herr Berger lächelte mir zu.  
 Ich fiel ihm ins Wort, weil mir plötzlich einige Zusammenhänge klar wurden: „Und 
warum meine Festnahme? Untersuchungshaft? Und die Folter in dieser Zelle?“ Jetzt 
dominierte ein Vorwurf meine Stimme. 
„Herr Berger, mir ist das alles egal, aber sorgen Sie bitte dafür, dass ich mit 
sofortiger Wirkung eine Zelle für mich allein bekommen, da mit mir zusammen so 
ein Irrer in derselben Zelle eingeschlossen ist. „Um ein Haar wäre ich gestorben, 
oder ich hätte dieses Dreckschwein in meiner Zelle abgestochen und wäre jetzt 
selbst wirklich ein Mörder!“ 
 
„Ihre Wärter hatten Anweisung, ihre Zelle stündlich zu kontrollieren“, milderte der 
Oberstaatsanwalt die Gefahrenlage, in der ich mich vermeintlich befand. „Und der 
Kroate kann ganz gut auf sich selbst aufpassen. Wir hatten ein Auge auf Sie!“ 
„Wer hatte ein Auge auf mich?“ wollte ich wissen. „Sie?“ fragte ich den 
Oberstaatsanwalt mit seinem selbstgefälligen Lächeln. „Und was ist mit Ihnen?“ 
fragte ich auch den Leiter der Vollzugsanstalt. „Waren Sie etwa alle 
gleichgeschaltet? Oder wer, wenn nicht einer von Ihnen, hatte die Verantwortung? 
Der Innenminister? Der Justizminister?“ Oder gar der Ministerpräsident selbst?“ 
Ich bekam von den Herren keine Antworten mehr. Anschließend teilten sie mir noch 
mit, das ich selbstverständlich in eine andere Zelle kommen würde bis zur 
Verhandlung und Herr Berger vereinbarte mit mir einen neuen Termin zur 
Besprechung der Faktenlage. 
 
Montag, 14:15 Uhr 
„Das ist ja menschenunwürdig, in solche Klamotten zu steigen“, sagte der Philosoph 
unter den Wärtern zu mir, als er mir im Zugangszimmer meinen Karton mit meinen

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teilweise zerrissenen und verschmutzten Sachen übergab und sich deren 
Vollzähligkeit quittieren ließ.  
„Kleider machen Leute“, antwortete ich sarkastisch und erinnerte mich an Wilhelm 
Voigt in der Rolle des Hauptmanns von Köpenick. „Die Lumpen wären mir 
momentan lieber als die Anstaltssachen.“ 
„Je feiner der Zwirn, desto schlichter das Hirn“, feixte der Wärter, und er und sein 
Kollege lachten. Und mit völlig ernsten Tonfall direkt im Anschluss fragte der 
Philosoph: „Was werden Sie jetzt tun, Herr Bane?“ nachdem sie mich in eine andere 
Zelle gebracht hatten. 
„Endlich schlafen, ausschlafen.“ 
Dr. Berger ist dann auch gleich für mich tätig geworden. Dieser Prozess sollte noch 
einiges an Präsenz in den Medien finden. 
Der Jugo aus meiner Zelle hatte mit dem Umstand, dass ich ausgerechnet in seine 
Zelle eingesperrt wurde, absolut nichts zu tun. Auch er glaubte nicht an einen Zufall, 
sondern vermutete, dass man versuchen wollte, ihn zu einem Angriff auf mich zu 
provozieren, um ihn möglichst lange in Haft nehmen zu können. Da er den 
Gefängnisalltag bereits kannte, war ihm aufgefallen, dass „unsere“ Zelle besonderer 
Aufmerksamkeit seitens des Wachpersonals unterlag, und er ließ sich nicht 
provozieren. Er wurde kurz darauf wegen Menschenhandels zu drei Jahren Haft 
verurteilt. Nach den ersten Wochen in Haft, wurde er Opfer eines internen 
Hofzwischenfalls unter Häftlingen und erlag daraufhin seinen davongetragenen 
Verletzungen. 
Tja, manchmal greift das Leben auch an den richtigen Stellen selbst ein, ohne dass 
man etwas dazu tun muss. Auf jeden Fall hatte es dieser verdammte Bastardnsohn 
nicht anders verdient und großes Glück gehabt, das er mich zur falschen Zeit 
getroffen hatte, sonst wäre sein beschissenes armseliges Leben bereits Wochen 
vorher beendet worden! 
Die Begriffe Rechtsstaat und Folter schließen sich in der Theorie gegenseitig aus. Die 
Praxis - auch der Untersuchungshaft - ist eine andere, trotz 
§ 343 StGB Aussageerpressung 
 (1) Wer als Amtsträger, der zur Mitwirkung an 
 1. einem Strafverfahren, einem Verfahren zur Anordnung einer behördlichen Verwahrung, 
 2. einem Bußgeldverfahren oder 
 3. einem Disziplinarverfahren oder einem ehrengerichtlichen oder berufsgerichtlichen Verfahren 
berufen ist, einen anderen körperlich misshandelt, gegen ihn sonst Gewalt anwendet, ihm Gewalt 
androht oder ihn seelisch quält, um ihn zu nötigen, in dem Verfahren etwas auszusagen oder zu 
erklären oder dies zu unterlassen, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren 
bestraft. 
(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

271 
 
 
Da saß ich nun. Auf demselben Platz wie Jahre zuvor der Mann, dessen Leben ich nun 
endlich ein Ende bereitet hatte. 
Auf dem Stuhl des Angeklagten! Heute also sollte Justitia mich richten! 
Mich, einen Mann, der nichts mehr zu verlieren gehabt hatte.  
Es heißt immer, niemand außer Gott hätte die Macht und das Recht über Leben und 
Tod zu entscheiden!  
Ich hatte meine Rache genommen und es war mir egal, ob Gott dies akzeptierte. Denn 
ich bin Gott! 
Mein Leben war am Boden gewesen.  
Tiefer noch, am tiefsten aller Abgründe.  
Nichts hatte es noch lebenswert gemacht, kein Funke des Glückes wagte es auch nur 
in meine Nähe.  
Jetzt wusste ich immerhin, wie es sich anfühlte, wenn die Rachegelüste erfüllt waren! 
Und ich bereute nichts! 
Die Gerichtsverhandlung glich der damaligen nicht im Geringsten. Von Anfang an 
hatte es Proteste dagegen gegeben. Nicht von mir. Mir war sie völlig egal und ging mir 
am Arsch vorbei! 
Vor allem Frauen bejubelten mich. Mütter, Tanten und Omas, die es toll fanden, dass 
endlich einmal jemand das Richtige tat!  
Auf kaum einem Zeitungstitelblatt war ich nicht zu sehen gewesen. „Der Rächer 
unserer Kinder“ wurde ich genannt.  
Als Sinnbild des Vaters, der die Dinge selbst in die Hand nahm, wurde ich gefeiert! 
Und nun war sämtliche Presse angetreten um der Verhandlung beizuwohnen.  
Alle erhoben sich zum Startplädoyer und der Staatsanwalt begann vorzulesen. 
Maximilian Christian Bane, geboren am 24. März 1970 in Würzburg, wird angeklagt, 
am siebten Dezember des Jahres 2011 einen vorsätzlichen Mord mit 
vorausgegangener Folterung an Richard Owolsky, geboren am dreiundzwanzigsten 
Januar 1963 in Krakau, begangen zu haben.  
Der Angeklagte traf in einer S -Bahn auf sein Opfer und verfolgte es bis zu dessen 
Wohnort. Dort drang er durch ein Fenster ein, woraufhin er Owolsky überwältigte und 
an einen Stuhl fesselte. In einem Zeitraum von etwa einer Stunde folterte Bane sein

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Opfer durch diverse Schläge in Kopf- und Brustbereich. Des Weiteren trennte er ihm 
Glied und Hodensack mithilfe eines Brotmessers aus Owolskys Küche vom Körper. 
Anschließend brachte er das Opfer in ein nahes gelegenes Waldstück und bohrte ihm 
einen Holzpfahl durch den Körper und ließ ihn verbluten.  
Das Todesdatum von Owolsky wurde auf 18:34 Uhr datiert.  
Gefunden wurde die Leiche zwei Stunden später durch Fußgänger, die ihren Hund 
Gassi führten. Bane wurde noch am selben Abend als erster Tatverdächtiger in seiner 
Wohnung festgenommen, da Owolsky im Jahr 2009 sowohl Banes Frau als auch seine 
Tochter vergewaltigt und auf ähnliche Weise verstümmelt und ermordet hatte, wie 
im heutigen Fall.  
Das Motiv ist ganz klar Rache! 
Owolsky wurde damals zu 5 Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt, wurde aber im 
August 2011 wegen guter Führung vorzeitig entlassen… 
Ich hörte nicht zu. Ebenso wenig hatte ich vor zu sprechen.  
In den letzten zwei Jahren hatte ich sowieso nur sehr wenig gesprochen. Alles hatte 
sich geändert. Voll Trauer, Schmerz und Hass war ich in dieser Zeit durch die Gegend 
geschweift, eine leblose Hülle. Meine Rachegelüste konnte ich nicht stillen, der 
Schänder meiner Frau und Tochter saß sicher hinter meterdicken Mauern. 
Am Anfang hatte ich gedacht, die Tatsache, dass man dieses Monster für Jahre 
wegsperrte, würde mich beruhigen.  
Doch ich hatte mich geirrt. Es hatte rein gar nichts an der Tatsache geändert, dass ich 
nun für immer einsam und gebrandmarkt war. 
In den Jahren, die er verwahrt war, alterte ich schnell. Ich gab mein komplettes Leben 
auf, wurde wegen meiner Depressivität gesellschaftlich gemieden. Ich hatte noch 
mehr Zeit, nachzudenken.  
Jede erste und zweite Sekunde verbrachte ich in Trauer an Frau und Kind, jede dritte 
in Gedanken daran, was ich mit Owolsky anstellen würde, wenn ich ihm noch einmal 
begegnete. 
Während ich dort vor Gericht und neben meinem Anwalt saß, hielt ich den Kopf 
aufrecht und verzog keine Miene. Es mochte so aussehen, als wäre ich stark und 
würde für meine Taten geradestehen, doch das war nur Fassade.  
Ich war schwach und meine Gedanken schweiften in weite Ferne, in die Zeit, in der 
alles begonnen hatte. 
Der Moment, in dem alles zusammenbrach!

273 
 
Wie vom Blitz getroffen rannte ich damals die Treppen zu unserer Wohnung herauf, 
den Tränen nahe. Sie hatten mich im Büro angerufen. Mir die Hiobsbotschaft 
übermittelt.  
Als Sandy und ich unsere Tochter Emily erwarteten, hatte ich mich in den Innendienst 
versetzen lassen um für sie da zu sein. Die beiden waren mein Leben! 
Keine zehn Minuten später war ich daheim eingetroffen und an all den Polizei - und 
Spurensicherungsfahrzeugen und den zwei Kaffee trinkenden Polizisten vor meiner 
Haustüre vorbeigerannt. 
Die Wohnungstür stand offen und davor lehnte Silvia an der Wand, die beste Freundin 
meiner Frau. Ihr stand der Schock ins Gesicht geschrieben und die Augen waren von 
Tränen gefüllt. Eine Polizistin stand neben ihr und stellte Fragen. 
Silvia hatte die beiden gefunden. Sie wollte Sandy und die Kleine besuchen, an der 
Haustüre wäre sie beinahe mit einem blutverschmierten Mann zusammengestoßen. 
Verwundert und verstört war sie die Treppen hinaufgegangen und hatte die 
offenstehende Wohnung betreten.  
Als sie mich sah, kam sie einen Schritt auf mich zu.  
„Max…“ 
Ich stieß sie zur Seite, rannte weiter in die Wohnung.  
Schon am Durchgang vom Flur zum ersten Zimmer blieb ich wie angewurzelt stehen. 
Dort lagen sie, alle beide.  
Es war das Kinderzimmer von Emily, nicht groß, nur ein Bett, ein Schreibtisch mit 
Stuhl, ein Schrank und ein Regal. Sie war gerade sieben geworden, ein hübsches und 
liebes Kind, dessen Augen immer neugierig waren und voller Lebensfreude strahlten.  
Nun blickten sie mich leblos von ihrem Bett aus an. Sie schienen mich zu fragen, 
warum ich nicht für sie da war. Warum ich ihr nicht geholfen hatte.  
Ihr entblößter kleiner Körper war voller Einschnitte, überall war Blut. 
Ich war dem Zusammenbruch nahe, aller Lebensgeist schien mir zu entweichen. Ich 
spürte gar nicht, wie mich zwei Beamte stützten, als ich langsam in die Knie sank.  
Auf dem Boden vor mir lag meine Frau auf dem Rücken, ihr Kopf mit dem 
Kastanienbraunen, leicht gewellte Haar und den wundervollen Augen, in die ich mich 
jedes Mal aufs Neue verliebt hatte, war grotesk verdreht und auf den Schrank 
gerichtet.

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Auch sie war entblößt und an den markanten Stellen grausam verstümmelt worden. 
Ein fransiger Ring aus Fleisch und Blut zog sich um ihren ganzen Hals. 
Das letzte was ich sah, bevor mir schwarz vor Augen wurde und die Welt um mich 
herum verschwand, war mein Armeemesser, dass blutverschmiert auf dem 
Schreibtisch lag. Ich hatte es als Andenken an meine Zeit im Ausland über dem 
Schlüsselbrett an der Eingangstür hängen gehabt. Jetzt war es zur Mordwaffe meiner 
Familie geworden. 
Ich weiß nicht mehr, ob es der Schmerz über den Verlust und das schreckliche Bild, 
das sich mir bot, oder die Selbstvorwürfe darüber waren, dass ich nicht für die beiden 
da gewesen bin, die mich letztendlich zu Boden rafften. 
Die Tage darauf war die Hölle. Ich hatte hohes Fieber und versuchte, das Geschehene 
zu realisieren. Das ist mir bis heute nicht gelungen! 
Ständig war ich umgeben von „sogenannten“ Freunden, die mir Trost spenden, sich 
um mich kümmern wollten und ihr Beileid aussprachen. Das machte Sandy und Emily 
auch nicht mehr lebendig, am liebsten hätte ich alle fortgejagt.  
 
Ein Psychologe der Polizei besuchte mich regelmäßig, um mir von den 
Ermittlungsfortschritten zu berichten. Sie hatten den Täter schnell geschnappt, 
anhand der DNS, der Fingerabdrücke und der Beschreibung von Silvia hatte es dabei 
keine Probleme gegeben. 
Hass grollte in mir auf, ich war drauf und dran, den Mörder in der U-Haft zu besuchen 
und ihm so lange auf die Fresse zu schlagen, bis sein Körper schlaff 
zusammengebrochen wäre. 
Doch der Psychologe konnte meine Gedanken von den Augen ablesen und hielt mich 
zurück, versuchte meine Wut zu dämmen. Er meinte, die Haftstrafe, die den Mann 
namens Owolsky erwartete, wäre eine schlimmere Strafe als der Tod und das wäre 
auch im Sinne meiner geliebten Frau Sandy gewesen! 
Nach einer Weile schenkte ich ihm Glauben und suchte mir einen Anwalt, der den 
Schänder meiner Liebsten so lange wie möglich hinter Gitter stecken würde.  
Schon bald drauf fand der Prozess statt. 
Ich taumelte nur noch durchs Leben, aber mein Gang zum Gericht war stark, voller 
Ehrgeiz, dem Widerling eine gerechte Strafe zu verpassen.  
Erstmals sah ich den Menschen persönlich, der mein Leben zerstört hatte. Er schien 
völlig ruhig und gelassen, hatte ein Allweltgesicht mit dunklen Haaren und Augen und

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wirkte ungepflegt. Als er mich, den von Trauer und Schlaflosigkeit gezeichneten 
Kläger, erblickte, grinste er. Ein widerliches Grinsen von einem widerlichen Monster, 
das keine Reue zeigte. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich nicht zufrieden 
wäre, wenn dieser Mensch hinter Gittern säße. Er würde es wegstecken und sich nach 
der Zeit im Knast über weitere Opfer hermachen. Doch vor allem wäre es keine Strafe, 
die dem Tod zweier geliebten Menschen nicht gerecht werden! 
Mein Körper war verkrampft, als ich auf der Klägerbank saß. Am liebsten wäre ich 
aufgesprungen und hätte ihn mit den bloßen Händen erwürgt. Doch stattdessen 
musste ich den ganzen Gerichtshergang über mich ergehen lassen und alles noch 
einmal genauestens mi t anhören, was am Tag des Verbrechens vorgefallen war. Es 
war das Grauen für mich!  
Alleine die Tatsache, dass dieses Schwein lebte, während meine Familie tot war, 
brachte mich beinahe zum Zusammenbrechen. 
Owolsky gestand alles, es schien diesen verfluchten Bastard förmlich aufzugeilen, die 
ganze Geschichte noch einmal zu erzählen. 
Er hatte meine Frau und meine Tochter auf dem Rückweg vom Einkaufen erblickt und 
war ihnen im Wagen gefolgt. Emily hatte ihm mit ihren langen, blonden Haaren 
gefallen.  
Wie ein Engel, sagte er.  Hört Ihr? „Wie ein Engel!“ 
Schon jetzt begannen mir Tränen der Trauer und des Hasses auf Owolsky aus den 
Augen zu fließen, mein Anwalt legte mir die Hand auf die Schulter. 
Meine Frau hatte ihr Auto vor der Haustüre geparkt, um den Einkauf hochzutragen. 
Ihr Mörder hatte sie das Treppenhaus hinauf verfolgt und war ein Stockwerk höher 
gegangen, bis Kris die Wohnung wieder verließ, um den Rest des Einkaufes aus dem 
Wagen zu holen. Diese Zeit nutzte Owolsky, um in die Wohnung einzudringen. Emily 
hatte sich an ihren Schreibtisch gesetzt und sich den Hausaufgaben gewidmet, als er 
sich ihr langsam von hinten genähert hatte. Er schwärmte von ihrem Duft.  
Dann hatte er sie gepackt und das schreiende Kind aufs Bett gedrückt, sein 
Körpergewicht schmiegte sich an sie und er begann, das hilflos um sich schlagende 
Mädchen auszuziehen.  
Wimmernd saß ich da, und hörte dem Mann zu.  
Jegliche Kraft, die ich in mir vor dem Prozess aufgebaut hatte, verfiel ohne 
Wiederkehr! 
Owolsky erzählte weiter, dass er gerade seine Nase tief in die Haare meiner Tochter 
gedrückt hatte, um den Duft aufzusaugen, als ihn ein dumpfer Schlag am Hinterkopf

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traf. Fast schon vorwurfsvoll erklärte er dem Richter, dass meine Frau ihn bei seiner 
Tat gestört hatte und deshalb sterben musste. Sie hatte über ihm gestanden und mit 
einem Hölzernen Gegenstand auf ihn eingeschlagen. Er überwältigte sie und brach ihr 
kurzerhand das Genick, woraufhin sie tot auf dem Boden zusammenbrach.  
So daliegend gefiel ihm diese Furie doch ganz gut und er beschloss, sich ihrer später 
anzunehmen.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zunächst hatte er sich wieder meiner Tochter zugewendet, die weinend auf ihn 
eingetreten hatte und nun vor Schock über den Tod ihrer Mutter still schluchzend auf 
dem Bett saß. Er drückte sie wieder aufs Bett und begann mit seiner schrecklichen 
Tat, sie zu vergewaltigen. Mein kleines armes Mädchen, dieser Bastardnsohn! 
Meine Tränen hatten inzwischen sämtliche Unterlagen und Notizen unleserlich 
gemacht, die ich mir hergerichtet hatte.  
Die Ohnmacht und die Welt der Träume schien näher als diese harte, hemmungslose 
Realität. 
Nachdem Owolsky mit meiner Tochter fertig war, machte er sich über meine tote Frau 
her. Er beschrieb es als besonderen Genuss, da er noch nie Sex mit einer Toten gehabt 
habe. Um das Ganze noch zu steigern, besorgte er sich ein Messer – mein Messer – 
und schnitt damit tiefe Wunden in die Geschlechts - und Brustbereiche von Kris und 
Emily, woraufhin er sie ein weiteres Mal vergewaltigte. Emily war inzwischen vor 
Schmerzen in Ohnmacht gefallen. 
Mir war schlecht, ein Brechreiz bahnte sich an und ich kotzte direkt auf den Tisch vor 
mir. Der einzige Grund, warum ich sitzen blieb war der, dass ich Owolsky im Auge 
behalten wollte. Ich wollte ihn durchschauen, seine kranken Gedanken lesen, etwas

277 
 
Menschliches in ihm suchen, das meinen Hass besänftigen würde. Doch alles was ich 
sah war Leere! 
Zuletzt schnitt dieses Monster meiner Frau und meiner Tochter die Kehlen auf, um 
sicher zu gehen, dass sie ihn nicht verpfeifen würden. Zur Feier des Tages, so sagte er, 
nahm er noch den Geldbeutel meiner Frau mit, um sich in seiner Stammkneipe zu 
betrinken. 
Voller Blut an Haut und Klamotten verließ er unsere Wohnung ohne sich noch einmal 
umzusehen. 
Mein Anwalt klopfte mir noch einmal aufmunternd auf die Schulter. Als ob das noch 
etwas ändern würde!  
Dann wendete er sich dem Angeklagten zu, um seine Fragen zu stellen. Am Ende des 
Tages stand ein Gerichtsurteil fest, mit dem ich mich schon in diesen Augenblick nicht 
anfreunden konnte. Er sollte leiden, dieser Bastard. Grausam leiden und sterben!  
Doch was mich in eine abgrundtiefe, hasserfüllte Raserei brachte war der Umstand, 
daß dieser Drecksack von seinem Verteidiger es doch tatsächlich schaffte, daß 
Owolsky aufgrund von angeblicher Unzurechnungsfähigkeit nur in eine Psychiatrie 
kam und dort nach Heilung wieder auf freiem Fuß rauskommen sollte.  
Ich wusste genau, dass das nichts an seiner Einstellung ändern würde. Schon während 
des Schuldspruchs schwor ich also Rache... 
Lange Jahre tappte ich im Dunkeln. Ich verbrachte Tage und Nächte vor Fotos einer 
intakten Familie, die nur noch in meinen Erinnerungen existierte. Das Leben schien 
ohne Sinn zu sein, doch es mir einfach zu nehmen schien mir feige. Ich hatte noch ein 
Ziel, ich wollte Rache. 
Ich war ein psychologisches Wrack, mit dem man nichts mehr anfangen konnten. In 
all den Jahren, in denen Trauer und Hass sich in mir von Tag zu Tag steigerten, 
verließen mich die meisten meiner Freunde. Sie gaben mich auf, wie ich es selbst 
schon lange get an hatte. Nur die wenigsten wollten mich nicht alleine lassen und 
versuchten mich so oft wie möglich raus aus meiner kleinen Wohnung zu locken, in 
der ich vor mich hinvegetierte. Sie wollten, dass ich Spaß und Freude am Leben habe 
und etwas Schönes erlebe.  Doch nichts machte mich glücklich. Verdammt nochmal, 
wie denn auch? 
Jeder noch so kleine Stein erinnerte mich an Sandy und Emily und ich verfiel wieder 
in depressive Trauer.  
Nach zwei Jahren sah ich mit Ende dreißig aus wie fünfzig. Tiefe Falten säumten mein 
Gesicht und die Haare waren ungepflegt und grau. Drogen verabscheute ich dennoch, 
auch in dieser ausweglosen Situation wäre das Gift mir als letztes in den Sinn

278 
 
gekommen. Ich lebte nur von dem Nötigsten. Dabei blieb viel von dem Geld über, das 
ich als psychologisch kranker Arbeitsloser bekam. Ein Teil davon floss in die Pflege der 
Gräber, die ich mehrmals die Woche besuchte. Immerhin kam ich vor die Haustüre, 
meinten meine Freunde. 
Ich bereitete mich aber auf den Tag seiner Entlassung vor. An diesem Tag sollte er auf 
grausamste Weise mit seinem jämmerlichen Leben endgültig abschließen, diese 
verdammte Dumme Kuh! 
So plätscherte mein Leben bis dahin Tag für Tag vor sich hin, ohne dass ich wirklich 
lebte, bis der Moment kam, an dem ich mit einem Mal wieder völlig klar denken 
konnte und der Hass in mir überhandnahm.  
Der Mörder und Schänder, dem ich den Tod seit der Verhandlung mehr als alles 
andere gewünscht hatte, saß in derselben S-Bahn wie ich, die zum Friedhof fuhr. 
Als Owolsky das Gefängnis verließ, hatte ich das leider nicht mitbekommen, da die 
Polizei das genaue Datum seiner Entlassung nicht bekannt gegeben hatte.  
Irgendjemand hatte mir zwar erzählt, das Owolsky auf Bewährung aus der Klinik 
entlassen worden war, doch damals hatte ich kaum zugehört. Doch als ich ihn mit 
eigenen Augen erblickte und er mich mit demselben, widerwärtigen Grinsen 
anstarrte, das er mir sch on vor Gericht entgegengebracht hatte, grollten alle 
Gedanken in mir auf, wie er zu sterben hatte. 
Es bedurfte keiner weiteren Planung. Ohne zu überlegen und als würde ich alten, 
ursprünglichen Instinkten folgen, stieg ich an derselben Haltestelle wie Owolsky aus. 
Meine Augen verengten sich zu schlitzen, als ich an das letzte Wiedersehen mit 
Owolsky dachte. Gerade wurde sein Wohnungsgenosse ausgefragt, der vom 
Auffinden des Toten berichtete. Kurz widmete ich ihm meine Aufmerksamkeit. Doch 
keines seiner Worte musste meine Erinnerungen untermauern, alles erschien mir 
auch so, als wäre es gestern gewesen. 
Mit ausreichend Abstand verfolgte ich den Mörder meiner Liebsten. Einige Male 
blickte er sich um, als würde er etwas ahnen, doch ich konnte immer schnell in der 
Menschenmenge untertauchen, die sich in diesem heruntergekommenen Viertel 
herumtrieb.  
Ich versuchte mir einen Plan auszumalen, während ich versuchte ihn nicht aus den 
Augen zu verlieren. Doch schnell verwarf ich ihn wieder und beschloss, zu 
improvisieren. Nur das Ziel des Ganzen lag absolut klar auf der Hand. Dieses Monster 
musste sterben!

279 
 
Es war ein längerer Fußmarsch, scheinbar war Owolsky nicht in nächster Nähe seiner 
Wohnung ausgestiegen. Stattdessen, so bemerkte ich, genoss er den Spaziergang 
durch die Menschen auf seine ganz eigene Art. Jedes Mädchen, das ihm über den Weg 
lief, betrachtete er mit interessiertem Blick. 
Und die Psychologen hatten behauptet, er wäre „geheilt“! Diese abartigen Monster 
heilten nie! 
Meinem Vorhaben sicherer denn je folgte ich ihm weiter, scheinbar hatte er an 
keinem Kind Gefallen gefunden.  
Erst, als er ein heruntergekommenes Gebäude betrat, wusste ich, dass wir am Ziel der 
Reise angekommen waren. Am Ort seines Todes! 
Ich wartete noch einen Moment, bis im ersten Stock des alten Wohnhauses ein Licht 
angemacht wurde und auf die dämmernde Straße fiel, so dass ich auch genau wusste 
in welcher Wohnung er lebte. Anschließend ging ich auf direkten Weg nach Hause um 
meine lange vorbereiteten Racheutensilien zu holen. Mit diesen im Gepäck stand ich 
bereits 2 Stunden später wieder vor seinem Haus und beobachtete das Fenster seiner 
Wohnung. 
Während der vergangenen Jahre hatte ich mich mit allen möglichen Foltermethoden 
beschäftigt. Auf einer Seite im Internet wurde er dann fündig. Die perfekte Strafe für 
einen perversen Kindermörder... 
Wahrscheinlich wollte dieser Bastardnsohn etwas die Ruhe in seiner Wohnung 
genießen. Davon sollte er schon bald genug bekommen. Ich verbrachte noch einige 
Zeit vor dem Haus. Und dann kam meine Chance.  
Dieser Bastardnsohn öffnete tatsächlich sein Fenster und ließ es sogar offen. 
Ohne lange zu zögern benutzte ich einen Müllcontainer dazu, in alter Manier durch 
das Fenster in die kleine Wohnung einzudringen. 
Angewidert hatte ich festgestellt, dass es hier schrecklich roch. Alles war ungepflegt. 
Für einen kurzen Augenblick erinnerte mich das Ganze an meine Wohnung und mein 
Auftreten in den letzten Jahren. Doch ich verwarf den Gedanken. Ab heute würde ich 
wieder besser leben können, wenn mein Rachedurst endlich gestillt und der Tod von 
Kris und Emily gerächt worden war! 
Das menschenleere Zimmer war spartanisch eingerichtet, und ich bewegte mich 
nicht, um einem möglichen Geräusch zu lauschen.  
Da war es, schnell glitt ich in den nächsten Raum, in dem Owolsky gerade fluchend 
vor einer Mikrowelle stand. Ich schlich mich an ihn heran und zog ihm eins mit dem 
schweren Baseballschläger über, den ich dabeihatte. Owolsky sackte zusammen. Als

280 
 
er wieder zu sich kam, saß er an Händen und Füßen mit schmutzigen Küchenlumpen 
gefesselt auf einem Stuhl. Der Spüllappen steckte tief in seinem Mund. 
Ich wollte nicht hören, was er zu sagen hatte. Mir war inzwischen egal, warum er mein 
Leben zerstört hat!  
Ich wollte ihn nur Leiden lassen und meine Rache genießen, auf das endlich wieder 
alles im Gleichgewicht wäre. Mir war bewusst, dass sein Tod mir niemanden mehr 
zurückbringen konnte. Aber ich würde wieder ruhig schlafen können! Das erste Mal 
wieder!  
Owolsky kam blinzelnd zu sich, ehe er sich seiner Lage bewusstwurde und mich mit 
einem Anflug von Panik auf dem gleichgültigen Gesicht anstarrte. Ob er mich erkannte 
war mir jetzt erstmal egal. Das sollte später genauer geklärt werden! Sein widerliches 
Lächeln jedenfalls würde nie wieder zum Vorschein kommen. 
„Hallo, Arschloch!“ Wieder schlug ich ihm ins Gesicht. Doch diesmal, ohne ihn 
auszuknocken. Ich beleidigte ihn und ließ allen Frust und Hass ab, den ich in all den 
Jahren angesammelt hatte. Jedem Wort folgte ein Schlag in Gesicht oder Brust, der 
ihm die Luft aus den Lungen trieb. Nach einer guten Stunde schwitzte ich wie ein Tier 
und lächelte das erste Mal seit Jahren wieder. Ich fühlte mich frei! 
Der Kinderschänder vor mir sah aus wie ein Boxer, der ordentlich Schläge hatte 
einstecken müssen. Überall grüne und blaue Flecken, blutige Wunden und Ergüsse. 
Mit letzter Kraft schien er sich bei Bewusstsein zu halten. 
Ich verließ ihn kurz und kehrte mit einem Brotmesser in sein Sichtfeld zurück. Dann 
hielt ich es dicht vor seine Nase und betonte jedes meiner Wörter mit einem leichten 
Messerschwung in seine Richtung.  
„Das ist für Sandy!“ 
Das Messer rauschte nieder, auf seine Beine zu. Mit der anderen Hand zog ich sein 
Geschlechtsteil hervor und ließ die Klinge durch seinen Hodensack gleiten. Sein Inhalt 
und ein ausgefranstes, blutiges Hautstück fielen klatschend zu Boden. Owolskys 
Schreie durchklangen den Raum durch den Knebel hindurch. Dann fiel er wieder in 
Ohnmacht. 
Ein Glas Wasser brachte das schmerzverzerrte Gesicht wieder in Bewegung. Ich 
wartete nicht lange. 
„Das ist für Emily!“ 
Wieder rauschte das Messer nieder, diesmal trennte es das gesamte Geschlechtsteil 
vom Körper ab. Eine Blutfontäne schoss zwischen seinen Beinen hervor und ich ging 
angewidert in Deckung. Owolsky regte sich nicht mehr. Doch so einfach wollte ich ihn

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nicht sterben lassen. Nicht nachdem er meiner Familie so schreckliches angetan 
hatte!  
Ich musste ihn wohl oder übel, notwendigerweise zumindest so verbinden, dass er 
noch nicht ausblutete oder gar starb. Während ich also in dem ganzen Blut die Binden 
um ihn rumband beugte ich mich seitlich an seinen Kopf heran und flüsterte ihm ins 
Ohr.  
„Und das Finale ist für mich, Du dreckige Dumme Kuh! Du nahmst mein Leben, ich 
nehme deins!“ 
Dann klebte ich Owolsky 3 Pflaster Scopoderm TTS auf den Arm. Ich hatte mir diese 
Pflaster gegen meine angebliche Reisekrankheit verschreiben lassen. Denn ich hatte 
ausführlich recherchiert. Dem Internet sei Dank...  
Der Wirkstoff Skopolamin verhält sich so wie k.o.- Tropfen. Doch die Beschaffung der 
Pflaster war wesentlich einfacher. Ich hoffte nur, daß die 3 Pflaster nur schnell wirkten 
und Owolsky nicht sofort den Rest gaben. Dann hievte ich mein Paket auf den Rücken 
und verließ mit ihm se in Haus. Nicht weit von ihm führte ein kleiner Weg, in einen 
Wald. Dank der Skopolamin-Pflaster war der Fußweg sehr ruhig. Owolsky kam zwar 
wieder zu sich, war aber total benebelt. Nicht weit drin im Wald stoppte ich und warf 
den Wichser auf den Boden vor mir. Mir stand der Schweiß auf der Stirn. Ich atmete 
tief ein. Eigentlich war es hier sehr schön... wenn man mal von der grausamen Tat 
absah, die hier jetzt stattfinden würde. Nun sollte es losgehen. Owolsky sollte seine 
gerechte Strafe erhalten. Der deutsche Staat war dazu ja nicht in der Lage. Gut, daß 
ich mir diesen Plan schon lange zurechtgelegt hatte. Und so holte ich aus meine 
Rucksack einen Flaschenzug und warf den über einen Ast. Ich legte Owolsky über 
einen Baumstumpf, denn schon bald sollte das Blut dieses Monsters darauf kleben… 
Ich nahm ein Messer und schnitt Owolsky die blutverschmierten Kleider vom Leib. 
Dann holte ich einen fast drei Meter langen und fast 10cm breiten abgerundeten 
pfahlähnlichen Ast aus einem Gebüsch und legte ihn neben Owolsky. Obwohl ich 
eigentlich nicht rau chte, zündete ich mir eine Zigarette an. Langsam bewegte sich 
Owolsky. Als ich die Zigarette an sein nacktes Fleisch drückte, stieß er ein dumpfes 
Schreien aus. Es freute mich, daß die Wirkung des Skopolamins langsam nachließ. Also 
wartete ich noch etwas u nd vertrieb mir die Zeit damit, Owolsky' Körper mit 
Brandnarben zu verschönern. Und dann war es endlich soweit! Die Wirkung der 
Pflaster war verflogen, Owolsky wieder voll da und so konnte das große Finale 
losgehen! 
Ich kniete mich vor ihn, damit er sehen konnte, wer hier mit ihm spielt. Als Owolsky 
mich jetzt erkannte, wand er sich auf dem Stumpf. Doch da er nackt war, scheuerte 
er sich den Bauch auf. Aus seinem Mund kam nur ein dumpfes Schreien. Ich erklärte

282 
 
ihm in ruhigen Worten, wer ich bin und daß er jetzt die Leiden meiner Tochter 
nachempfinden könne. Ich ließ meinem Hass freien Lauf und schlug mehrmals auf 
Owolsky ein. Dann zog ich mir Latexhandschuhe an und trat mit einer Tube Gleitgel 
wieder vor Owolsky . Ich erklärte ihm, was nun folgen sollte und erzählte eine 
Geschichte von Vlad III Ţepeş, dem PFÄHLER...  
Owolsky Augen weiteten sich vor Panik und füllten sich mit Tränen. Er schluchzte und 
stieß ein dumpfes Flehen aus. Ich dachte aber nur an meine geliebte Sandy und an 
meine kleine unschuldige Emilie. Die hatten bestimmt auch so geschrien und gefleht. 
Wahrscheinlich hatten sie sogar nach mir gerufen und ich konnte ihnen nicht helfen!  
Oh mein Gott! Es waren nur fünfzehn Minuten, und ich habe dabei wirklich alles 
verloren, was mir in meinem beschissenen Leben jemals wichtig war! Diese Gedanken 
würden mich für immer verfolgen.  
Owolsky’ klägliche Sprachversuche holten mich schließlich aus meiner Gedankenwelt 
zurück in die Realität. Ich brachte mich hinter Owolsky in Position. Jetzt war es soweit 
und meine Rache sollte nun abgeschlossen werden! 
Ich schmierte die abgerundete Seite vom Holzpfahl mit dem Gleitgel ein, den Rest 
spritzte ich in den Arsch von diesem Scheißkerl. Dann nahm ich den Pfahl und schob 
ihn langsam und vorsichtig in Owolsky' Arsch. Nur nicht zu schnell, denn die 
eigentliche Tor tur kam ja noch. Owolsky wand sich vor Schmerzen, doch ich fuhr 
unbeirrt fort. Als der Pfahl ungefähr 50 Zentimeter in seinem Darm verschwunden 
war, hörte ich auf. Ich nahm den Haken vom Flaschenzug und befestigte ihn an dem 
Seil, mit dem ich Owolsky gefes selt hatte. Dann zog ich daran und der Pfahl mit 
Owolsky stellte sich langsam senkrecht auf. Ich band das Seil an der Eiche fest, grub 
den Pfahl etwas ein und befestigte ihn so, daß er nicht umfallen konnte. Dann kappte 
ich das Seil vom Flaschenzug.

283 
 
 
 
 
Durch Owolsky' Gewicht schob sich der Pfahl durch den ganzen Körper. Von Owolsky 
hörte man nur noch ein leises Wimmern. Er war unfähig sich zu bewegen, konnte 
nicht glauben, was hier mit ihm passierte. Sein Körper rutschte Stückchen für 
Stückchen tiefer. D a der Pfahl abgerundet war, wurden Owolsky’ Organe nicht 
durchbohrt, sondern einfach weggeschoben. Ein tödlicher Weg durch den ganzen 
Körper. Irgendwann drückte der Pfahl dann gegen die Luftröhre… 
Ich bedauerte nur, daß Owolsky ohnmächtig wurde, bevor er starb. 
Da stand ich nun und sah auf mein Werk. Owolsky war tot. Er ist durch die gleichen 
Leiden gestorben wie sein Opfer. Nur vielleicht eine Spur brutaler. Ich fand, daß alle 
Gewaltverbrecher die Leiden ihrer Opfer nachempfinden sollten. Das würde zwar die 
Tat nicht ungeschehen machen, aber die Opfer und die Angehörigen fühlen sich dann 
wenigstens nicht so von der Justiz hintergangen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dann sammelte ich alle Sachen ein und verwischte mit einer Harke, die ich auch 
dabeihatte, meine Spuren. Die leere Tube, die Handschuhe und die Zigaretten würde 
ich unterwegs einfach entsorgen.  Dann atmete ich noch einmal tief ein. Es war 
vollbracht! 
Es ist wirklich schön hier im Wald, dachte ich und lief los. 
Ohne Pause lief ich den ganzen Weg bis nach Hause, eine neu gewonnene Kraft schien 
mich anzutreiben. Und ich lächelte, ich war frei!

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Sandy und Emily brachte die Aktion nicht zurück, doch ihr Tod war nun gerecht und 
ich wusste, dass ich endlich wieder ruhig schlafen könnte, da die beiden endlich ihren 
Frieden gefunden hatten. 
Ich beschloss, einen Neuanfang zu machen und meine Freiheit wieder zu genießen.  
Das begann damit, dass ich das erste Mal seit langem wieder ausgiebig duschte und 
daraufhin begann, meine kleine Wohnung aufzuräumen. Bilder meiner Liebsten 
bekamen Ehrenplätze, nie würde ich sie vergessen. Aber endlich könnte ich wieder 
leben! 
Meine neu gewonnene Freiheit währte nicht lange, noch in derselben Nacht stand die 
Polizei mit dem Staatsanwalt vor meiner Tür. Ohne mich zu wehren lächelte ich, als 
sie mich festn ahmen und abführten. Die Beamten sahen sich verwundert an, sie 
konnten nicht ahnen, dass eine jahrelange Last von meinen Schultern abgefallen war. 
Kein Gitter und keine Mauer dieser Welt könnte mir dieses Glücksgefühl nehmen. 
Ich spürte das Klopfen auf meiner Schulter, das von meinem Anwalt kam. „Keine 
Sorge, Max, es wird alles gut. Die haben keinerlei Beweise und damit nichts in der 
Hand gegens sie!“ 
„… Angeklagter, Sie haben das letzte Wort.“ 
Vernahm ich noch, als würde es von weit herkommen. 
Dann sah ich mich um und bemerkte, dass alle Teilnehmer der Gerichtsverhandlung 
mich fragend anstarrten. 
Kurz dachte ich darüber nach, doch noch irgendetwas zum Thema 
Kindervergewaltigung zu sagen, doch dann senkte ich wieder den Kopf und lächelte 
sanft, während die Richter sich zur Urteilsfindung zurückzogen. 
Alles war okay! 
„Und wer der Kleinen einen ärgert, die an mich glauben, dem wäre es besser, daß ihm ein 
Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde.“ 
Jesus Christus (Markus 9,42) 
Schizo:  
(2009 - 2013)

285 
 
15. Mai 2012 / Sie ist weg? 
Hey, heute ist wieder einer von diesen verdammten Tagen, die ich kaum ertrage, und 
dann auch MICH selbst kaum ertrage und mich dann ständig selber frage, 
warum ich all diese Gefühle habe, die ich manchmal gar nicht kenne. 
Dann bin ich Gott in meiner Welt! Doch alles, was mir dann gefällt, ist mir einfach zu 
wenig, viel zu wenig! 
Und alles was mich schiebt, von dem ich nie genug kriege, ja selbst das lass ich dann 
lieber sein, denn ich fühl' mich sooo allein! Einsam und allein! 
Ich weiß, dass ich mich dann nicht nur allein FÜHLE!  
Nein!  
Ich weiß dann, dass ich alleine BIN! 
Drum lass ich das Gejammer sein, nehme es hin wie es ist, denn so ist es halt! 
Ich bin allein unter vielen auf dieser gottverdammten Welt, auch wenn's mir und Euch 
nicht gefällt, mach ich meinen eigenen Film und bin mein eigener Held! 
Oder Gott! Oder beides, ganz egal! 
Und auch, wenn ich dann weiß das ich Recht habe, geht's mir trotzdem so verdammt 
schlecht, und richtig mies und auch beschissen! 
Denn ich möchte mal wissen, welcher Film auf dieser Welt einen Oscar erhält, in dem 
es außer der Hauptrolle keine weiteren Darsteller gibt! 
Jetzt ist Sie weg! Einfach gegangen!  
Sie wäre hier gefangen bei mir, sagte Sie noch traurig, bevor sie die Tür hinter sich 
beim Verlassen zuzog! 
Und jetzt bin ich wieder allein, allein. Muss es wirklich so sein? 
Sie ging einfach so weg!  
Hey, ist es nicht schöner allein zu sein? 
So ohne ständiges Nörgeln oder den ewigen Verbesserungsvorschlägen, von wegen 
ich müsste mich dieser Gesellschaft da draußen irgendwie anpassen und so. 
Und müsste mich zusammenreißen, damit sie nicht kommen und mich holen und so! 
Wer mich holen? Hä, was meinst Du wer Du bist, mit deinem ganzen dämlichen 
Freunden, die Dich immer gegen mich aufhetzen!

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Meinst, ich merke das nicht? Wenn ich schon diese falschen Blicke sehe und das 
Getuschel hinter meinem Rücken höre, Pfui! 
Das widert mich so an, die Zunge muss man denen rausreißen, damit Sie kein Gift 
mehr verbreiten können! 
Die Augen müsste man denen allen ausstechen und ausbrennen, damit Sie nicht 
sehen, was sie in dieser Welt halten kann! 
Genau, denn man müsste Ihnen auch noch die Ohren abschneiden, Ihnen DEN Bauch 
aufreißen und sie dann zwingen, dass sie sich Ihre scheiß Gedärme selbst rausholen 
und fressen. 
Aber, um zu uns zurückzukommen, ich raff es echt nicht ab, was ist daran denn 
schlimm, dass ich jetzt nicht mehr der Mann für Dich bin? 
Da sitz ich im Zimmer und kack mich zu und beginn zu denken, dass ich keine Andere 
mehr finde. 
Du bist jetzt weg – na und? 
Hmmmm, wie gesagt, das ist krass, dass ich dachte ich verpasse etwas, wenn ich die 
Finger von den anderen Bastardn lass. 
Aber egal was ich machte, dachte ich mir: 
"Diesen Spaß, den gönnst du dir, wenn du die eine nicht mehr hast." 
Ja, und jetzt was? Jetzt bist Du weg und ich versteck mich hier kläglich. 
Hab gar keine Lust auf andere, also fick Dich! 
Ich fühle mich so allein, wenn ich nur daran denke, wie die Tür hinter Dir zuknallte. 
Aber dachtest Du wirklich, ich lasse Dich so gehen? Jetzt mal wirklich? 
Ha, Du hättest Deine aufgerissenen, ängstlichen Augen und die offensichtliche Panik 
in Deinem Gesicht sehen sollen, als ich Dir hinterherkam und Dich packte. 
Fast wärst ja weggekommen, doch Dein Haar hielt halt auf Deiner Kopfhaut zu gut. 
Ok, ein paar Haarbüschel rissen schon raus, aber der Hauptteil hielt und so habe ich 
Dich doch erwischt, Du Dumme Kuh! 
Du hättest mal selbst Dein erbärmliches Schreien und Flehen, jammern und Bibbern 
hören sollen! 
Bäh, widerlich! Erst die Klappe aufreißen und dann rumheulen und um Dein Leben 
betteln? 
Hast Du denn keine Ehre in Dir, Du Jüdin!

287 
 
Keinerlei Ehrgefühl und Respekt vor Gott! 
Ich bin mir sicher, dass Du im Tiefsten Inneren Dich freust mich wieder nahe bei Dir 
zu haben und mich zu spüren! 
Und jetzt weinst du? Ach, das tut mir aber leid, sooo leid! 
Doch ich erinnre mich, wir waren beide verdammt cool. 
Doch innerlich raffte ich nichts absolut NULL. Denn ich dachte immer das ich doch 
alles für Dich tue! Hörst Du, ALLES! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Du hältst mir vor, das, was immer ich machte, für mich irgendwie sei? 
Nur für mein Ego? 
Das sind die Gedanken, die bösen, die Dir Deine falschen Freunde da draußen ins Hirn 
gepflanzt haben, bei Ihre stundenlangen Telefonaten und Besuchen und bei dem 
ganzen widerlichen Getuschel hinter meinem Rücken. 
Doch ich habe Sie durchschaut! Ich habe auch DICH durchschaut! 
Ihr seid abgrundtief böse und wollt mich eigentlich nicht. 
Ihre habt nur Angst, das sehe ich, wann immer ich in Eure Augen schaue, ich sehe ganz 
genau, den Hass auf mich. 
Ihr hasst alles was ich sage, alles was ich erzähle, wie ich mich bewege. 
Ihr hasst wie ich esse und wie ich gehe. 
Ihr hasst mich sogar, wenn Ihr mich gar nicht seht und redet schlecht über mich! 
So schlecht!

288 
 
Na ich schätze, jetzt bin ich ein bisschen hochgeflogen, ungelogen! 
Und hab Dich dabei mit mir runtergezogen und hab Dich dann betrogen! 
Kluge Worte, was? Hinterher weiß man immer mehr und so sehr ich mich auch 
dagegen wehre, bleibt die Erkenntnis schwer aber wahr! 
Ich bin leer, denn Du bist nicht da – klar? 
Irgendwie ist diese Abschiedsrede eine tolle Rede, oder? 
Hörte ich dich nicht mal sagen, dich lässt jeder ran? Du könntest jeden haben? 
Und jetzt schau dich an! Hahaha! 
Wie weit kamst Du denn? 
Wo sind die ganzen Helden Deines Lebensfilms, hä? 
Wo bist du hingekommen?   
Ich sag's dir: 
Sie sind alle weg und haben Dich nicht mitgenommen! 
Nein, nein! Sie ließen Dich hier und so habe ich jetzt Dich denen weggenommen, für 
immer! 
Denn Du bist jetzt leblos und sooo was von tot hier. 
Ich bin zwar allein, aber nach meiner Regieanweisung! 
In meinem Film! 
Denn ich bin hier der Hautdarsteller! 
Ihr seid und insbesondere DU warst, nur Statisten…. 
Oh wie ich Euch alle hasse, so sehr hasse, Ihr armen dummen Schweine da draußen. 
Wartet nur ab, bis ich komme um Euch alle zu holen! 
Hört Ihr! 
Euch alle werde ich holen.  
Jeden Einzelnen! 
Euch alle da draußen!

289 
 
08. Juli 2012 / Nur in meinem Kopf 
Komm ein bisschen näher und hör mir zu, mach dich einfach locker und entspann dich 
so wie ich es tu. 
Vielleicht werde ich dir erzählen was du sehen und hören willst, oder fühlen, erleben 
oder spüren willst. 
Vielleicht aber auch nichts von dem, denn ich kann nicht sehen wie du bist und vor 
allem, weil was ich denk nur in meinem Kopf ist. Hm genau nur in meinem Kopf sehe 
ich dich so wie ich dich sehe und da drin sind auch die Dinge die nur ich versteh. 
Nur in meinem Kopf läuft das ab was mich betrifft, doch wenn es Dich betrifft, Du es 
hörst und es wirkt dann wie Gift für dich, dann ist es wahr, dass ich mich verschätzt 
hab, als ich dich versetzt und dich dadurch verletzt hab. 
Dann weiß ich tief in mir drin bestreit ich nicht die Wichtigkeit unserer Zweisamkeit 
und es tut mir so leid, denn es ist nur in meinem Kopf drin. 
Was ist mit mir los und was geht hier ab, vielleicht liegt es an den Dingen die du hast 
und die ich nicht habe. 
Kenn ich etwa das Maß mit dem du misst? Oder bin ich der Egoist und damit das 
Problem der Natur die du bist? Ich weiß es nicht, ich begreif es nicht und schau in dein 
Gesicht und muss feststellen, dass Etwas Dein Gleichgewicht stört, dabei fürchte ich, 
das bin ich und all die andern um dich rum, die versuchen zu verstehen und fragen 
sich warum? Ist es nur in deinem Kopf, dass es kein Gut und Böse gibt, und deshalb 
jeder von dir alles kriegt. Für Dich ist Frieden grenzenlos schrankenlos. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hm, was mach ich bloß, es ist nur in deinem Kopf dieses Spiel. Das Spiel ist so alt so 
alt wie du und ich, wobei ich es bin der Dich braucht, doch du mich leider nicht!

290 
 
Warum bin ich nicht der Einzige in deinem Leben? Warum muss es denn die Andern 
geben und heißt das jetzt für mich damit, dass ich Dich aufgeben muss? 
Nein, ich will es nicht, ich kann es nicht, ich glaube nicht mal das das geht, weil sich 
ohne Dich um mir herum gar nichts mehr dreht auf dieser Welt! 
Obwohl wir uns so ähnlich sind, scheint unser Geist grundverschieden zu sein und ich 
frage mich wo ist er nur geblieben? Ist er denn in keinem Kopf? Der Weg des großen 
Plans, den ich nicht kenne. 
Ich weiß aber genau, dass er in Deinem Kopf drin ist, denn du zeigst es mir so oft, doch 
ich hör schlecht auf dem Ohr und nur ab und zu versteh ich Dich und es kommt selten 
genug vor, weil dann das Meer rauscht und ich dann deinen Atem spüren kann. 
Dieser Punkt in meinem Kopf, ich muss ihn irgendwie finden und berühren, so wie 
Staub den ich mir vom Gehirn klopfe, damit die Reinheit, die Wahrheit und die 
Klarheit übrigbleibt und ich endlich klar über uns sehe.

291 
 
23. März 2013  / Schmerzen im Bein 
„Achso mit meinem Bein meinst Du, ob das weh tut? 
Scheiß auf die paar Schmerzen, hab’s ja auch verdient irgendwie. Denn ganz artig war 
es nicht, wie sein Besitzer leider auch nicht, hehe! Wir waren doch beim Box -Kampf 
von diesem kleinen Deutschen, wie hieß der nochmal…. Schreck? Schenk? Hmmmm 
Moment, irgendwie Felix soundso halt! Hier bei uns in Mannem City und da, nach dem 
Kampf kam es zu Ausschreitungen zwischen den Dunklen Engeln der Hölle und den 
oberen Luden der Deutschen Scene. Naja und irgendwie kamen da ich und noch ein, 
zwei oder drei Kollegen mit  zwischenrein in die Mitte. Also direkt in die Mitte 
zwischen denen! So unbedarft und so, nur mal gucken wollt ich, aber da man ja leider 
den einen oder den anderen kennt von den Rockernspasten und den aufgepumpten 
Luden (sind im Übrigen beiderlei Oberfucker in meinen Augen und das kannst mir echt 
glauben). 
Und als irgendwas zwischen ehemaligen Chef-Depp-Hooligan vom Waldhof Mannem 
aka City Boy Nr. 15, damals war ich halt jung und brauchte das Geld, und einem Ex -
Pinnup-vom Coupé-Magazin, da brauchte ich die Kohle noch viel mehr! 
Oh Mann wie peinlich und so! 
Ich bin irgendwie so Einer, der irgendwie immer den Richtigen oder den Falschen 
kennt, oder beide oder keinen oder so halt, jo verstehste was ich Dir sagen will? 
Also beide oder keinen oder so halt, jops!  
So war ich da irgendwie dabei und hab halt mal so ne Flasche Schampus ins Knie von 
der Seite aus so richtig mies reingeschlagen gekriegt! Von irgend so einen von denen 
halt! 
 
 
 
 
 
 
 
 
Na dann, weil dabei die Sehne oder ein Band durchgeschnitten wurde schoss halt das 
Blut raus!

292 
 
Dabei gab es wohl anscheinend eine Infektion und der ganze Scheiß, was dann noch 
so alles mit kommt bei sowas. Aber ich hab’s halt mit irgendeinem Abtrockentuch 
oder was das war in der Scheiß Kneipe abgebunden und Zuhause mit dem Verband 
verbunden. Aber da hatte ich mich zu früh gefreut, denn es hat sich dann irgendwie 
doch entzündet die Scheiße! 
Und dann kam ich in die Notaufnahme nachdem mein Bein am Samstagnacht mal 
richtig, richtig dick angeschwollen wurde. 
Und so kam ich dann hierher zu Dir, meinem Schatz, den ich ja leider trotzdem nicht 
habe, weil Du ja nicht den Mund aufmachst oder mit mir reden willst, nicht wahr?! 
So oder so, und jetzt wird es ernst: 
Willst du Sex mit mir haben für nurrrrrr eine Nacht mon ami, oder bin ich für immer 
und ewig und darüber hinaus dein ES??? Hä, oder warum redest Du nicht mit mir. Hä? 
Komm steh doch bitte wieder auf oder sag wenigstens was, so fest habe ich doch auch 
nicht geschüttelt? 
Und der kleine Patscher war doch auch nicht so richtig fest, meine Schmusekatze. 
Hallo, hey! Sag doch was… 
STOP!!!!! 
Was heißt hier eigentlich, dass Du nimmer mit mir reden willst??? 
Meine Fingerkuppen bluten mittlerweile, genauso wie Du da unten am Boden. Guck 
mal! Aber das ist nicht mein Blut, hehe, hörst Du, das ist deins! 
Da brauchst Dich nicht zu früh zu freuen! Du kannst mich nicht verletzen, denn ich bin 
Gott. Und Du bist jetzt, glaub ich tot, hihihi hihihi. 
Selbst schuld, Dreckszicke! 
HHAAAAALLLLOOOOO, ich rede mit Dir! 
Ok, ich interpretiere das jetzt von Dir aber als unfairen Abgang um nicht reden und 
antworten zu müssen mit mir! 
Jetzt sofort richtig geil mit mir vögeln zu müssen oder besser gesagt zu DÜRFEN! 
Naja, so Long, dann lass mich halt hier ganz allein im Krankenhauskeller so dumm 
rumstehen und bleib liegen in dem Dreck da am Boden, Dumme Kuh!... 
Und falls Du nichts mehr von mir hören wirst, dann bin ich wohl in stiller Trauer und 
Kummer dahingesiecht, aber nicht ohne noch ein letztes Wort zu rufen: 
FRAU, are we on earth????

293 
 
Äh quatsch, ich denke, mir sind hier viel zu viel Drogen und Tabletten und 
Schmerzmittel in den Kopf gestiegen.... 
Also nochmal: 
Ich verlasse Dich nicht, ohne zu rufen: 
FRAU still Frieds????? 😉 
Und wenn er net gestorben ist, (was wahrscheinlich tausende von traumhaften 
FraUEN IM KOMPLETTEN rHEIN -nECKER-Kreis BIS ÜBER DAS LIEBLICHE TAUBERTAL 
HINWEG NACH WÜ sÄTMLICHE HEIßEN CHICKAS RUFEN:  nEIN bIITTTTTTEEEE 
VERLLASSE UNS NOCH NICHT DU (ZUMINDEST FAST-) knieamputierter Hero…Du Gott, 
Max! 
Ja sie und auch Du, rufen es alle, und zwar  
schreiend, wimmernd, ja geradezu seufzend vor Sinneslust nach meinem geilen, 
dicken Gottesschwanz. 
Hofft also das Ganze im Sinne von: Die hoffen des natürlich nicht, dass ich gestorben 
wäre...) Denn ich bin ich! Max Bane! Ich bin Max und Max ist Bane und als Eva damals 
ficken wollte, da musste sie nicht zum Adam.  
Nein, sie musste zu dessen und Ihrem Gott: 
Max, ja ich bin es und ich werde es immer sein! 
Immer und ewig! 
Also zumindest bis zu diesem Zeitpunkt wo er der er evtl. ein ER und nicht nur ein ES 
ist, ihnen allen den letzten Hoffnungsschimmer mit den Worten entzieht: ICH WÄRE 
ein G U T E R  ER gewesen!!!!!!  
Und dann letztendlich doch noch vor Kummer, dem Wahnsinn halb, bis eigentlich 
komplett völlig verfallen, vor Liebesweh, ja sogar Fernweh möchte man meinen, also 
bis er dann doch noch keuchend, krächzend, flehend, schmerzlich, herzlich rein 
nervlich unumwunden, verzagt, und völlig plem plem in der Birne (Als Chinese könnte 
man meinen (Haaalllooo, Hell ElEktloministel PLEMPLEM Scheißdendreck...)  
Ok, Falscher Witz! scussi seniora, oder wie man des auch immer so schreibt. 
Küsse mich, halte mich, umarme mich, umgarne mich, halte mich, zwicke mich, greife 
nach mir so wie ich nach den Sternen die da funkelten in deinen Augen so schön. (na 
der war jetzt aber net sooooooooo schlecht oder?) 
Zumindest wäre er gut gewesen, wenn Deine ich Dir Deine Augen nicht mit der Schere 
rausgepuhlt hätte, damit Du die Anderen nicht mehr so dummgeil anschauen kannst!

294 
 
Also, so wie die Sterne in deinen Augen nie mehr funkeln werden im ALL-Tag! 
H, taug ich nicht? Ich Wicht? Nicht richtig viel zum Gedicht-kunstreiminspektor, hä? 
Neeeeeeeeeeeeeeeee!  Neeeeeeeeeeeeee! 
Des isses net, was mich groß herausbringen sollte!!! 
Also, long words ins Keyboard, dieser armseligen traurigen nichts 
entgegenzubringenden Laptop - 
Tastatur.....  
good night oddddddasasaaaaaaaagggeee ich ein letztes Mal zu Dir uff schee deitsch:  
GN8! Bye-Bye! 
Ähhm, did i aSKed u, that are we on earth??? 
skiddie????? 
buddie?????? 
friend???????  
Oder soll ich einfach sagen, Du kalte, blasse, blutleere, augenlose und still daliegende 
Drecksschlampe, Du? 
Hmmmm, naja bei meinem recht deutschigem Gekrixxel (schreibt man dieses Wort 
so ?????) wäre selbst ich geflüchtet und oder hätte den IPad oder ist es ein oder am 
Ende das IPad oder ist es gar ein ER?????  
Also den IPad an die Wand geschmissen... oder so wie vorhin, Dir halt mal auf den 
Kopp geschlagen, Du Heulsuse, elendiche, wie dem auch sei: 
Ich bin K E I N E S, sondern E I N ER was ja auch aus dem Wortlaut heraus nur logisch 
ist!!!!!!    und ich kann es dir beweisen ......Denn ich bin GOTT MAX und manchmal, 
aber nur manchmal auch der Teufel, hehe hehe 
So, Bussi und gute Nacht, und nimm bitte nicht das Falsche für Ernst und das Richtige 
für Falsch, hörst Du? 
Aber so tot am Boden nimmst Du Dumme Kuh ja eh gar nichts mehr, ganz egal wie 
rum es auch ist oder sein wird! 
Ich gebe Dir noch einen letzten Kuss und zwar feucht, ekelhaft feucht und ekelhaft 
tief und unendlich gefühlvoll und 
gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
aaaaaaaaaaaanz lange! 
Leck ich Dir sogar Dein Blut aus dem Gesicht, so süß und doch auch so bitter!

295 
 
Spürst du wenigstens a kloanes Bisserl noch mei Lippn???? 
Oh, Unbekannte Frau 😉   
Your crazy guy and friend and Spinner and alles but not an ES! 
Ein letztes Wort, ein letztes Zucken und eine Frage bleiben dann noch zuletzt: 
War er denn wenigstens einmal ein ER oder schon immer ein >ES???? 
Dein MAX

296 
 
17. August 2013 / Zwischenspiel in Würzburg 
„Ich hoffe du liest hier mal ab und zu auf Deiner Facebook-Seite! 
Wäre ich arm krank und würde kurz vorm Erfrieren an deiner Türe KLOPFEN und 
KLOPFEN, wäre ich längst erfroren bei deiner Reaktion! Ich versuche schon seit Tagen 
Dich ohne Erfolg telefonisch zu kontaktieren. Jetzt über das Scheiß Facebook 
Drecksportal! 
Oder hast du die Handynr gewechselt? Oder geh ich dir einfach auf die Nerven?  
Oder bist Du am Ende grade verliebt und im 7. Himmel was ich dir echt gönnen würde 
(nur nicht grade jetzt vielleicht)! 
Ich bin in WÜ und falls die Dame es gestattet, würde ich Sie, also DICH, Du dumme 
Kuh mal wieder gerne sehen. 
Einfach nur so.... Ganz ohne Hintergedanken, hehe! 
015786349280 ist meine Nummer! 
Max Bane ist mein Name!  
Diese Infos nur, falls Du nicht weißt wer hier schreibt! 
That´s me und ich bin so allein hier in the good old city of Birth. 
Ich flippe hier echt noch aus in diesem Dumme Kuhn-Zimmer aus dem ich nicht so 
gerne raus will, weil ich eigentlich die Franken absolut hasse, wie Du hoffentlich noch 
von früher her weißt!

297 
 
Eine kontakt- und erfolglose Woche später 
„Hi, bist du wieder am Start? Bist Du gerade online? 
Dein Scheiß Handy klingelt zwar, aber ich krieg Dich trotzdem nicht ans Ohr, Du 
Miststück… 
Haaalllooo, Erde an Mond, bist Du da???? 
Perhaps we can do some scheißdreck oder irgendwas auch schon gleich before the 
weekend comes, cause i mean that this is sooooooooo faaaaaaaaaaaaar away.  
Odda uff fränkisch, falls Du kein Englisch mehr kannst: 
A weng zu lang wech, des comming together am Ende der Woche, odda wie siehst 
denn du des? 
Naja, ich denke, dass ich das mit dem fränkischen Geschwätz oder Slang oder wie 
immer auch man das Scheißgebbabel bei Euch Franken sonst so nennt, lieber denen 
überlasse, die das auch können, so wie Du bestimmt zum Beispiel, oder? 
Kurz und knapp nochmal: 
Long time no see and it´s time to come together very fast  
Gruß aus dem Würzburger Zimmer, in dem ich gerade stecke und mich nervös und 
nicht gerade cool versuche, Dich zu erreichen, aber Du mistige Scheißschlampe gehst 
ja weder an Dein verficktes Dreckshandy noch antwortest Du blöde Dumme Kuh auf 
dem Facebook. Ist das noch normal? 
Das kommt mir gerade so vor, als wenn Du auch zu denen Ihrer Verschwörung gegen 
mich dazu gehörst!!! 
Hörst Du??! Hörst DU das?!  Langsam werde ich auch echt sauer auf Dich und dann 
isses mir auch scheißegal, wenn wir uns treffen, Du Bitch. 
Wenn Du Dich nicht meldest, dann haste nicht nur eine Ohrfeige verdient, ok? 
Verstehst Du mich jetzt Du Scheiß dreckige Verschwörungsschlampe. 
Wahrscheinlich fickst Du gerade mit den ganzen Wichsern hier rum und lachst mit 
denen blöd über mich, oder was? 
Bastard! Dumme Kuh! Faschistenschlampe! 
Melde Dich pronto. 
Dein Max!“

298 
 
Im September desselben Jahres 
 
„Ahhhh, stimmt ich erinnere mich, dass ich quasi als Neutrum von dir betitelt wurde, 
aber ich erinnere mich auch daran, dass ich damit nicht einverstanden war, Spatzel^^ 
Was isn überhaupt scho wieder los mit deine ganzen dämlichen mannspfeifen? 
Hat dich mal wieder einer geärgert? Oder verarscht? 
Jetzt sag bitte nicht das Du verliebt warst und der Typ hat dich direkt nach so einem 
Fick gearscht.... 
Oder was is passiert?? 
„Was macht denn eigentlich der Papa von deiner süßen, niedlichen Tochter, hä? 
Zahlt der regelmäßig? 
„Is ja auch so ein dummes Arschloch, der Penner, aber bist ja selbst schuld, wenn Du 
mit denen allen rumfickst, Schlampe! 
Oder ist es wegen den Jugos oder den Zigeunern? 😉 
Na gegen die bin ich doch 88 von hier aus WÜ in den Krieg durch die Städte und 
Straßen gezogen, weiste des nimmer? 
Und das mit dem aufgeschlitzten Hals von dem Einen Bastard, da konnte ich echt nix 
dafür, der war selbst schuld, warum hatte er mich auch nicht in Ruhe gelassen, hä? 
Achso, ja die sehn net wirklich scheeee aus, so in Ihrer Blutpfütze am Boden, Aber die 
Farbe passt doch zu den Ziggies… Erinnert mich irgendwie daran, wie ich die 
entjungfert habe, damals in der Nacht.  
Sind aber live Aufnahmen von heute von mir, die ich Dir per Facebook geschickt habe. 
Haste jetzt davon, Du Dumme Kuh. 
Ich hab’s Dir gesagt, dass ich durchdreh hier, hörst Du! 
DU bist also schuld daran, dass Du jetzt 2 von den asozialen Strichern weniger ficken 
musst. 
Aber bist doch froh, denk ich mal, oder?  
Der gute Max kümmert sich um Dich, da kannst Dich voll auf mich verlassen. 
 2 Tage nach meiner OP.... bin ich schon wieder fit und raus aus dem verfluchten 
Krankenhaus, ha!

299 
 
Warum hast du denn eigentlich kein grünes on Lämpchen im Facebook, das ich sehe 
ob du online bist, das ist so unfair.... aber net schlecht! 
Fast schon könnte man meinen, so quasi ausgebufft in die Richtung: Ja, da schauns 
jetzt aber mal dumm aus der Wäsche, denn ich be o b a c h t e euch Alle, das ist m e i 
n Schaaaaaatz!!!! 
Aber Du brauchst gar net denken, dass Du MICH irgendwie mit deinen ganzen Idioten 
beobachten kannst und ich nix mache, Vergiss es, Vergiss es, Vergiss es Du 
Bastardnschlampenmiststück. Ich mach Euch ALLE fertig, wenn ich Euch sehe. ALLE, 
hörst Du Stück Scheiße, hörst Du! 
Ich will nicht allein sein, und Ihr seid alle zusammen und fickt bestimmt alle rum und 
lacht blöd über mich, hörst Du, Laß mich bitte nicht allein, Mein Schatzi. 
Biiiitttteeee!  
Ich bin immer allein in dieser gottverdammten scheiß Welt hier.

300 
 
„Vom Wahnsinn gab Goethe die einfache Definition, daß er darin bestehe, wenn man von der wahren 
Beschaffenheit der Gegenstände und Verhältnisse, mit denen man es zu tun habe, weder Kenntnis 
habe noch nehmen wolle, diese Beschaffenheit hartnäckig ignoriere."  
Goethes Unterhaltungen m. Kanzler Friedrich v. Müller, Verlag J.G. Cotta 1898 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eskalationsstufe 9:  
(2014 - 2017)

301 
 
7. Dezember 2014 / Schriftwechsel mit einer Unbekannten 
Max: Hi Kris, es gibt scheiß Neuigkeiten. Bin seit einer Woche sozusagen "solo" und 
heute haben wir beschlossen es in Zukunft auch so zu lassen.  
Ich war aber nicht böse....  
Nicht das Du denkst ich wäre daran schuld! 
So ist das nun mal im Leben!   
Falls Du mich mal wieder mich sehen willst (und das willst DU!!!)    
dann wäre im Januar oder so eine gute Zeit für mich für einen Kurzurlaub nach 
Spanien zu Dir, oder? 
Lässt sich ja evtl. einrichten? 
Melde Dich bald, denn ich bin so allein. 
Dein Max 
 
Sie: Hi Max, du Obergranate 😄 
Klar kannst du jederzeit nach Lanzarote kommen. Nur mit Übernachtung bei uns im 
Apartment ist schlecht, da ich mir die 1Zi -Wohnung mit M. teile. Aber coole und 
preisgünstige Hotel-Apartments gibt es hier wie Sand am Meer. Bring aber bitte einen 
Kumpel mit 😉 
 
Max: Aber schon krass oder?  Oder interessiert das nicht? 
Hä? Wenn du die komplette Story hörst, wird dir dazu nix mehr einfallen, das 
verspreche ich Dir. Ich klär mal ab, und hab schon einen Kumpel dafür im Auge 😉 
Sie: MAAAAAAAXXXXXX????!!! 
What's up Baby??? Alles gut bei dir? 
Max: Hmmmm, geht so. Eigentlich nicht wirklich! 
Sie: Magst du erzählen? 
Beim Kerzen ausmachen am Adventskranz verbrannt? 
Max: Jetzt aber… 
Sie: 😳 Überdosis Kokain geschnupft?

302 
 
Max: Erwischt! 
Sie: Hahaha glaub ich nicht!!! 
Max: Gilt eigentlich die Einladung noch? 
Ich bin auch brav. 
Sie: Auf Lanzarote bist du jederzeit willkommen, ehrlich! Nur mit dem Pennen wird es 
schwierig. 😄 
Meine Freundin ist noch bis Ende Januar da und unsere Wohnung hat nur ein Bett 😖 
Max: Dann schmeiß die Schlampe doch einfach früher raus, oder ich komm einfach 
im Februar, wenn Du allein bist! 
Sie: Ok, ich guck mal. Feier schön!!!! 😚 
Max: Hi, Du Ei. Erstmal noch alles Beste und so fürs neue Jahr (und was man halt sonst 
noch so wünscht) ... Aber ich warte immer noch auf eine Antwort von Dir! Und immer 
dran denken, Mädels:  
Feiern ist nicht alles, aber trotzdem IMMER saugeil! 
Sie: Hi Max ... äh .... was genau war die Frage? 
Max: Hi... Hm, die Frage war.........????? 
Achja genau, die Frage. Ach diese Frage meinst Du: 
Die Frage war die, dass es von mir aus zur Not auch erst im Februar bei mir ginge, oder 
wäre da immer noch kein Platz frei für mich? Aber jetzt net gleich wieder komplett 
falsch verstehen… 
Sie: 😄 okay, dann hilf mir mal kurz wie es richtig zu verstehen ist. 
Max: Naja, dass ich Dich dann halt besuchen komm, alleine und auch ohne Kumpel 
dabei! Denn ehrlich gesagt, ist es mit Kumpels im Moment etwas, naja sagen wir mal, 
etwas kompliziert. Alles Bastardnsöhne und gottverdammte Arschlöcher um mich 
hier herum. Deswegen muss ich ja weg, verstehst Du? 
Sie: Ich verstehe, Max. Dann hast Du das alles in Echt gemeint, das Du zu MIR 
hierherkommen möchtest, in mein friedliches spanisches Städtchen!? Mit was für 
Vorstellungen würdest du denn dann so kommen? 
Max: Haha! Hmmmmmmmmm, lass mal kurz überlegen. 
Long time no see, ist schon mal ein Grund dafür. Wir haben uns doch mindestens 15 
Jahre nicht gesehen, oder?

303 
 
Und eine Vorstellung wäre z.B. das wir richtig viel Spaß zusammen haben werden, so 
wie früher halt. Bevor Du auf einmal weg warst. Oder was sind denn so die Kriterien 
Deiner Meinung nach das ich kommen darf? 
Sie: Vielleicht sag ich dir mal was ich dir anbieten kann 😉? 
Max: Klar, sprich. Ich bin sozusagen ganz Ohr und Auge. 
Sie: Ein eigenes Bett in einem anderen 1 Zi -Apt. Und wenn magst, dann und wann 
auch ein gutes Gespräch? 
Max: Dann und wann? Wie meinst denn das genau? 
Sie: Für mich ist hier Alltag und meine Tage sind ziemlich busy ...weißt Du. Also sag 
schon, magst Du wirklich in Echt kommen. Muss ich mit Dir hier rechnen? Das ist eine 
wichtige Frage für mich, auch wenn Du das evtl. nicht so ganz verstehen willst oder 
kannst, Max. 
Max: Na klar mag ich, sonst würde ich ja net kommen, also echt. Ts ts ts…  
Ok, was machst denn eigentlich so ... im Alltag mein ich? 
also im Ernst jetzt und keine Sprüche, das würde ich eh rauskriegen! 
Sie: Zum Beispiel arbeite ich hier tagsüber in einem Store als Verkäuferin. Insofern 
müsstest du dich die meiste Zeit allein beschäftigen ... Mein weiteres Programm ist 
ein Buch schreiben, eine neue Firma gründen und trainieren. 
Max: Ein Buch schreiben Du? Haha, ich lach mich gleich kaputt. Trainieren ok, das 
sehe ich ein. Aber Du und ein Buch schreiben, das ist mal gut, der Witz. Jetzt sag doch 
mal echt. 
Sie: Ich meine das sehr Ernst, Max! Wenn Du mit Deinem Leben hoffnungslos 
überlastet bist und selbst nichts auf die Reihe kriegst ist das nicht mein Problem und 
ich bin auch nicht Deine scheiß Unterhalterin, hörst Du! Das ist nimmer so wie es 
früher mal war, b evor ich abhaute aus Deutschland von Dir und dem ganzen Scheiß 
mit den sinnlosen Gewaltausbrüchen und den ständigen Ärger mit den Bullen wegen 
Dir uns so. 
Max: Hey, was soll denn das wieder heißen? Ich trenn mich zwar gerade, aber 
deswegen bin ich ja nicht hoffnungslos aufgeschmissen und unselbständig. Also ich 
kann mich schon noch beschäftigen! Dumme Kuh! 
Sie: Alkohol und abends in Bars gehen ist nicht mehr meine Welt 😄 
Max: Neue Firma? Ok, das heißt da gibt es auch eine Alte? 
Sie: Jo, würde ich dir dann erzählen, wenn es dich interessiert

304 
 
Max: Und ein Buch schreiben? Über What? Sport? Leben? Fachspezifischen 
Scheißdreck? 
Sie: Über Happiness 😄 
Max: Na klar interessiert es mich! Nochmal, sonst würde ich doch nicht kommen 
oder? 
Aber ein Buch über Happiness? Meinst Du das etwa im Sinne von innerem Frieden 
und so was oder komplett ne andere Richtung? 
Sie: Womit würdest du dich beschäftigen wollen? 😄 
Max: Hehe, wobei ich im Moment ja net ganz sooo happy bin, ums mal so 
auszudrücken. Wenn Du das verstehst! ;-) 
Sie: Daran habe ich nie gezweifelt, hörst Du?  
Max: Also saufen tue ich ehrlich gesagt auch nicht mehr... So ab und an zwar schon, 
aber so gut wie nix, vertrag ich nimmer so die Alk -Scheiße! Da raste ich irgendwie 
immer aus und hab danach oft einen Filmriss. Und das ist nicht immer gut dann am 
Tag danach… Alkohol ist eh komplett überschätzt. 
Sie: Sonne tanken wäre doch eine gute Option? 
Max: Naja so ne Auszeit halt, um mir Gedanken über meine Zukunft zu machen, privat 
und beruflich.... Hört sich jetzt evtl. bescheuert an aus meinem Mund, aber ist so 
leider! 
Und auf jeden Fall Sport, denn ich will abnehmen! 
Sie: Klingt doch gut! 
Max: Und ich brauche einen Tapetenwechsel, da ich hier echt momentan voll den 
Fuck am Laufen hab, kannst Dir nicht vorstellen, den ganzen Scheiß. Aber ich möchte 
hier nicht jammern wie einer von den Spasten!  
Also im Prinzip möchte ich meine weiteren Leben neu überdenken und Frieden 
finden. 
Sie: Schluck ... 😳 
Max: Wat heißt hier "Schluck"? Nix Schluck, Schlampe! 
Ich steh auf und geh weiter, hörst Du. Nur einen neuen Weg halt, sozusagen einen 
kompletten Reset meines Kopfes nach dem momentanen Speicherüberlauf. 
Sie: Jo dann pack die Koffer und komm vorbei.

305 
 
Max: Aber don´t Panik, ich halte Dich auf gar keinen Fall von Deinem Tagesgeschäft 
ab. Ist mir ja schon klar, dass Du da nicht nur am Feiern etc. bist. 
Sie: Bring dein Bike mit! 
Max: Wäre ja auch zu krass, oder? Wobei früher hätte ich Dir das schon so ein klein 
wenig zugetraut… 
Sie: 😄 
Max: Hast Du zufällig irgendwelche Daten über den Flug? 
Oder die Höhe der Kosten vom Appartement. Also so ein paar Eckdaten wären nicht 
schlecht. Dann die Insel wäre gut zu wissen, was da für Typen so rumhängen in der 
Nähe. Nicht dass ich am Ende da auf alte Bekannte treffe, oder so. 
Ich geh davon aus, das die Freundin das ja alles noch ungefähr wissen müsste oder? 
Ich meine das mit uns von damals? Und dass es den Einen oder Anderen sicherlich 
gibt, der mich endlich verrecken sehen möchte. 
Sie: Meine Bekannte bleibt voraussichtlich bis Anfang Februar. 
Max: ??? 
Sie: Ich frag sie nochmal und gebe dir dann Bescheid, ok? 
Max: Also kein Problem, meine ich. Ok, dann ist alles perfekt und wir sind uns Einig? 
Sie: Die Insel ist Lanzarote, aber das weißt Du doch bereits Max, oder? 
Max: Ja, ja war nur ein Test. Hört sich doch gut an, alles. 
Sie: Ich buche Dir ein Oneway-Ticket für 100 Euro ab Germany ist ein super Preis! 
Max: Äh, ja schon, aber warum ein One -Way-Ticket. Meine ich komm dann nimmer 
zurück und bleib für immer bei Dir, oder was! Hahaha! 
Sie: Ich dachte du wolltest bei mir pennen? 
Max: Ach, geht doch? Na klar wollte ich! Das mit dem Zimmer hast Du doch 
geschrieben. Oder ist das bei Dir direkt? Wäre ja perfekt! 
Sie: Mit meiner Freundin teile ich mir ein 1 Zi Apt. Sie schläft im Bett im Schlafzimmer 
und ich im Wohnzimmer auf der Couch. Das gleiche könnte ich dir auch anbieten, nur 
halt erst, wenn sie abgereist ist. 
Max: Hey, ich schau grade Deine Fotos durch, das Sixpack ist nicht echt, oder? 
Photoshop? 
Sie: 😡😡😡

306 
 
Max: Tipp Top, aber ich kann auch auf der Couch schlafen, bin ich sozusagen gerade 
"gewohnt", leider. Haha, hatte einen kleinen Fehltritt in die Scheiße wie immer, der 
Herr Bane! 
Sie: 😄😄 Also ich red mit der Freundin und gebe dir dann Bescheid wegen dem 
Termin 
Max: Abgemacht, ich gehe davon aus das es klappt. 
Also hoffe ich mal zumindest. 
Sie: Go with the flow 😉 Tschöö😚😚 
Max: Yo! Bye!  Und Gruß an die Freundin! 
Sie: Hi Max. sooo, konnte alles klären. Sie bleibt bis zum 24. Januar. Was hattest du 
dir denn vorgestellt wie lange du eine Auszeit nehmen willst? 
Max: Hi, ich melde mich heut Abend bei Dir oder so. Kann gerade nicht reden. Es ist 
kompliziert.... Gruß 
Sie: Eeeeooooo, Hellooooo…. Hi Max, wundere dich nicht, wenn du nur unregelmäßig 
Antwort kriegst, wir haben in der Wohnung kein Internet und müssen zum Surfen 
außer Haus. Aber lass was von Dir hören ...

307 
 
31. Dezember 2014 / Silvesternacht 
„Hey, ich möchte an dieser Stelle Allen einen Super Rutsch ins neue Fucking neue Jahr 
wünschen… 
Gilt für mich selbst natürlich ebenso....  
Haut rein…. sauft viel…. und gebt richtig Gas! 
Schaut, das ihr 24 Uhr und den Jahresübergang noch erlebt.... Bleibt sauber…. 
Lasst es ordentlich krachen...... und nehmt zur Not …TNT!!!! 
Das kracht wenigstens ordentlich und gibt einen richtigen Rumms.  
Wir sehen uns bald…. Seite an Seite......  
Schlimmer denn je…. Gemeinsam im Kampf  
Ich bin wieder da.... Krasser denn je......  
Ihr werdet es erleben, wenn ihr mich seht! 
Völlig Willenlos und Durchgeknallt......... 
gestört und hemmungslos...... komplett durch den Wind…. 
Psychopatisch und Soziopathisch und nicht so sympathisch wie diese ganzen feigen 
falschen Grinser um uns rum… 
Gruß an Alle, die mich kennen und mögen.......;-) 
Naja ok, das werden nicht ganz so viele sein...... wenn überhaupt, aber dafür dann 
die Besten der Besten......“

308 
 
09. Januar 2015 / Schriftwechsel mit einer Unbekannten 2 
Max: Hi, ich dachte so an 2-3 Wochen falls das geht 
Sie: Hi Max, alles easy!!! Nur sind mittlerweile mir zwischenzeitlich ein paar Bedenken 
gekommen was das zusammen wohnen betrifft… 
... und wir sollten uns vielleicht nochmal abstimmen. 
Auf Dauer - nach fast 6 Wochen mit Meike auf 50m2 wird es ein bisschen anstrengend 
... 
Max: Wenn es nicht geht dann geht es halt leider nicht, kein Ding! Kann ich sogar 
verstehen! 
Sie: Es gibt ein super schöne Apartment -Hotel direkt gegenüber - wenn das eine 
Option für dich wäre? 
Was ich dich auch noch Fragen wollte ... 
Ich hatte irgendwie das Gefühl beim letzten Mal du bräuchtest jemanden zum Reden. 
und daher das Interesse an deinem Besuch? 
Max: Ja stimmt auch! 
Sie: Meike meinte ich solle lieber nochmal nachfragen, ob das so stimmt 😄 
Max: Und an dir selbst natürlich auch nach soooooo langer Zeit 
Sie: Wie meinst Du das? Na ja, wenn du mit der Idee eines "heißen" Abenteuers extra 
nach Lanzarote reisen würdest, wäre das unglücklich… 
Max: Ts, ts ihr Weiber immer! Da sag ich mal nix dazu! So billig bin ich net, junge 
Dame! 
Sie: 😄😄😄 
Max: Ne aber mal im Ernst, ans Reden habe ich eigentlich schon gedacht. Ich mein, 
wir können uns auch nur anschauen, aber ob das lange gut geht? Eher nicht, oder? 
Aber alles cool ich freu mich einfach nach so langer Zeit Dich mal wieder zu sehen, vor 
allem, weil ich wirklich dachte das du tot wärst, na ja zum Glück ein Trugschluss. 
Es gibt Gedanken die die Welt nicht wirklich braucht! 
Sie: Ich frag doch nur, um eine Vorstellung von Deinen Vorstellungen zu bekommen 
... 
Max: Außerdem interessiert mich der Inhalt Deines Buches...;-)

309 
 
Und dann bin ich ja lange nicht so anstrengend wie die Meike, Haha. Die redet schon 
aus der Natur von Euch Frauen viel, viel mehr als ich! Ich kann schweigen wie hm, ja 
wie eigentlich? Kein Plan gerade!  
Sie: Erfahrungsgemäß verlaufen dann Begegnungen harmonischer, wenn man weiß 
wie der andere tickt. 
Max: so wie halt... 
Sie: Grab 😄 
Max: Tick Tack! Nö Grab ist nicht gut, hm hm wie ein Stummer? Vielleicht doch wie 
ein Grab oder eher wie ein Totengräber! Ja des passt eher! 
Sie: Wie verbringst du deine Abende? 
Max: Ne, ist auch Scheiße! Ach auch komplett egal, ich schweige eh nicht, war ein 
Witz! 
Meine Abende aktuell? Aktuell male ich viel, son großformatiges Zeug, also ca. 2.00 x 
1.20m Mindestens! 
Sie: Und danach? TV, Internet oder lesen? 
Max: Ist sozusagen eine Mal -Therapie, sagt mein Psychiater zumindest, wobei der 
nicht weiß das ich mit echtem Blut male! Der dumme Analyst!  
Wow, ok, also TV eher nicht, des langweilt mich, Internet ab und wann, aber lesen 
ganz viel, aber mehr so Fachbücher und so und normalerweise arbeite ich extrem viel 
leider, aber das wird besser werden! 
Sie: ... Wait a Moment! 
Max: mit der langen Arbeit mein ich 
Sie: Das hast du gezeichnet? 
Max: Ist nicht gut for happy living oder wie des auf Englisch heißt. Jo, also bin noch 
dabei bin noch lange nicht zufrieden! 
Sie: Wow!!!!! Und Psychiater? Echt? 
Max: Quatsch, das war ein Witz! Ts Ts! Der Psychiater hat mir nur die ganzen Drogen 
verschrieben!! 
Haha ne, war wieder ein Witz! 
Alles gut soweit mit mir, ich mol halt ganz gern im Großformat mit Blut auf Leinwand! 
Sie: Nur gut, dass ich kein Psychiater bin!!!!!! Oder so…

310 
 
Max: Wie? Du bist gar kein Psychiater? So genug dumm rumgelabert! 
Sie: Nochmal zurück zum Thema. wann hattest du Urlaub geplant? Wäre ein Hotel -
Stay auch eine Option für dich? 
Max: Im Februar konkret, also 3. oder 4. Woche, weil ab März muss ich wieder was 
schaffen, leider! Gib mir nen Tag Zeit zum Überlegen, ok? 
Sie: Das Hotel kostet glaub ich 28 € die Nacht - mit eigener Küche. Ich würde noch mal 
nachfragen. 
Mit Meike habe ich mir die Apt-Kosten geteilt, was ich gerne - im etwaigen Fall - grins 
- gerne so beibehalten würde wollen. Vielleicht lassen wir es beide noch mal 1-2 Tage 
sacken, was der Bauch sagt. Was meinst du? 
Max: Jaja, am Geld soll mal nicht scheitern, das ist kein Problem. Aber das mit den 1-
2 Tagen ist gut! Vernünftig sozusagen! Hm hm was sind wir doch Spießer geworden, 
nix mehr spontan und so! 
Sie: Es gibt nur ein Bett und einer müsste auf dem Sofa pennen! 
Max: Muss alles Lange und gut geplant werden heut zu Tage… 
Sie: 😄😄 Wenn jetzt schon Geschimpfe losgeht, wird das sicher heiter ... 
Max: Ne im Ernst, das geht mir schon längere Zeit voll auf den Sack, ich bin glaub ich 
70% meiner Zeit fremdbestimmt 
Geschäftstermine hier, Verwandtenbesuche da, dann diese ganzen Anderen um mich 
rum, die keiner braucht, musst immer voll aufpassen was man den Hohlbirnen sagt 
(und vor allem was NICHT!) 
Sie: Okkkk, let's Talk again the next days!!! 
Max: Dann noch der ganze andere Scheiß… 
Sie: 😘😘 
Max: Verpflichtungen bla bla bla 
Sie: Ciaoooo 
Max: Wow! Ciao, aber nicht das ich dich jetzt abgeschreckt habe? 
Sie: Hahaha ... wir werden sehen was der Bauch sagt. 
Max: Ah und richte bitte Meike aus das ich davon ausging die heißen Abenteuer hier 
in Ofdasche mit ihr zu erleben, die werden Ihr bestimmt gefallen…

311 
 
23. Januar 2015 / Der Weckruf 
„Hey Max, aufstehen. Es wird mal wieder Zeit für Klarheiten zu sorgen!“ 
Da war sie wieder, diese Stimme, gegen die ich nichts erwidern konnte, da sie mir aus 
meinem tiefsten Inneren befahl. 
„Komm Max, der Krieger ist erwacht, denn er wurde über Wochen durch sie zum 
Krieger gemacht, hörst Du? Mach dich bereit, denn wir haben die längste Zeit mit 
Warten verbracht. Haben versucht den Worten dieser sinnlosen Menschenhüllen da 
draußen zu glauben, nicht? 
Doch wir befinden uns nun in einer Zeitlosigkeit, die nicht länger hinnehmbar ist. 
Ja, der Schläfer ist erwacht und ist bereit und befreit vom Raum und der endlichen 
Zeit, denn er lebt in der Vision, die Heuchler in göttlicher Mission zu zerreißen und zu 
zerstören! 
Und Du weißt auch, dass in Dir, hier bei uns drinnen viele kleine Krieger stecken, die 
raus wollen. 
Ja, die raus müssen! Aber… 
Dennoch ließen wir Zeit vergehen, bevor wir fragen müssen, warum Du hier an dieser 
Stelle im Leben nichts gegen diese Gemeinheiten, die die Anderen hinter Deinem 
Rücken über dich tuscheln und verbreiten, tust, hörst Du?! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Also komm, steh auf!  
In den Kampf und auf Suche nach Gerechtigkeit für Dich und für uns hier drinnen. 
Du weißt, dass es sein muss. Denn Du bist Du und musst es tun!

312 
 
Die werden nun ernten was sie alle gesät haben. Der Acker wird bluten, so wie einst 
bei Kain und Abel, dieser schwachen Kreatur.  
Ohne die Entschlossenheit von Kain, der Abels Leben beendete, wäre die Menschheit 
niemals vorangekommen. 
Ich verspreche dir, dass es nur so gehen kann, wie wir es erledigen, auf die alte Art 
und Weise.  
Denn aus der puren Energie der zerstörten Materie wirst Du, ja werden wir, neue 
Kraft und Energie für uns schöpfen, also komm mit.

313 
 
27. Januar 2015 / 3. Schriftwechsel mit einer Unbekannten 
Sie: Hey 😉😉 Also nach ein bisschen sacken lassen, sagt meine feminine Intuition 
(grins) das könnte witzig werden 
... das Kontrastprogramm ...nach der zarten Meike mal mit so ‘nem ... äh ... Koffer die 
Bude zu teilen. 
Von meiner Seite könnten wir die Verhandlung zu den Details 😄😄😄 aufnehme. n. 
Wie ist die Stimmung zwischenzeitlich bei dir? 
Max: Hi, hört sich doch gut an. Ich würde sagen, dass wir dann evtl. morgen Abend 
nochmal talken bzw. schreiben?

314 
 
28. Januar 2015 / 4. Schriftwechsel mit einer Unbekannten 
Sie: Ich wäre bereit 😁😄 Haaaaaaalllllooooo? 
Sie: Wieder verpasst??? 
😖😖😖😖 
Max: Hi sorry wegen gestern war ein stressiger Tag  
Falls du auch tagsüber schreiben kannst gib einfach heute Mittag Bescheid falls nicht 
dann melde ich mich heute Abend  
Gruß Max

315 
 
29. Januar 2015 / 5. Schriftwechsel mit einer Unbekannten 
Max: Hi sorry, wegen gestern war ein stressiger Tag  
Falls du auch tagsüber schreiben kannst gib einfach heute Mittag Bescheid falls nicht 
dann melde ich mich heute Abend!  
Sie: Hi Max ... macht nix ... dann kommunizieren wir halt zeitversetzt?

316 
 
03. Februar 2015 / letzter Schriftwechsel mit der Unbekannten 
Max: hI; SORRY DAS ICH mich so sporadisch melde, aber hier tut sich zumindest bei 
mir momentan sehr viel und es ist anstrengend und kompliziert und so.  
Fakt ist, dass ich eigentlich so ca. am 19.02 zu Dir auf die Insel kommen wollte, jetzt 
hat sich in letzter Zeit jedoch zwischen mir und Max, bedingt dadurch das wir ja 
zusammenwohnen ein Hoffnungsschimmer aufgetan, was meine Angelegenheiten 
hier betrifft. Es sind hier um mich rum fast alle Arschlöcher komplett gegen mich und 
forcieren hinter meinem Rücken die Trennung zu Max mit allen Mitteln, das spüre 
ich! Sogar der beschissenen Psychiater ist einer von denen, die mich hassen. Das sind 
alles die Anderen da draußen. Hörst Du?! Aber ich wurde geweckt und habe kapiert 
was zu tun ist. Deswegen sieht es momentan dann auch so aus das sich mein Trip zu 
Dir, falls das überhaupt später noch möglich ist oder ich bzw. Max keinen zu großen 
Schaden dabei abbekommt, nach hinten raus, gegen Sommer verschieben würde, da 
ich Prioritäten setzen und Dinge regeln muss. Wie siehst Du das?  Melde dich einfach, 
wenn du wieder online bist...  
Gruß  
Sie: Hi Max!! Von meiner Seite ist alles easy. Just go with the flow und mach die Dinge 
genauso wie es sich für dich gut und richtig anfühlt!!!! 
Wenn bei mir Platz ist in der Wohnung bist du immer willkommen. Voraussichtlich 
bleibe ich bis Ende März auf Lanzarote. Aber warum schreibst Du von dir in der 3. 
Person? Und was meinst Du mit geweckt? Da komm ich ehrlich gesagt nicht mit? 
Max: Hehehe, jaja, dass wer das wir das was oder wer bin ich denn überhaupt hier 
drin in mir selbst?  Bin ich Max oder bin ich Bane oder bin ich der Wolf oder bin ich 
ich, also der der ich wirklich bin im Sinne meiner geistigen oder interaktiven 
Sinneswahrnehmungen. Eins ist klar, weder Du noch ich gehören zu den Anderen! 
Hörst Du, dass weiß ich genau. Du bist gut und auch ich bin gut, aber die Andere... Die 
müssen hass… 
Sie: Ähm, ja ok, solange ich auch gut bin in Deinen Augen ist es gut für mich sozusagen. 
Ich notiere mir mal den 19. Feb für alle Fälle .... - du darfst nämlich auch kommen, 
wenn Dein Leben wieder in Takt ist 💞💘❤💓 
Max: Ey, das ist echt klasse von Dir. Ich hoffe ja schon das es zumindest irgendwie mit 
nem Wiedersehen klappt in naher Zeit. Kann ich aus der Angabe das Du bis ca. März 
auf Lanzarote bleibst, heraushören, das Du nicht fest dort wohnst, sondern schon 
noch nen Wohnsitz hier in Deutschland hast? 
Sie: Du kannst aus der Angabe heraushören, dass ich überhaupt keinen festen 
Wohnsitz habe. Ich bin halt immer gerade da wo mich das Universum hinschickt.

317 
 
Voraussichtlich verbringe ich den Sommer wie in den letzten 8 Jahren auf Mallorca. 
Dort wohne ich dann meistens in einer WG oder bei Freunden. 
Hier wohne ich zurzeit, bzw. hier würdest du wohnen, wenn du wolltest 😉! Zum 
Strand sind es 500m ... 😖 
... Freizeitstress nennt man sowas glaub ich 
Eeeeooooo???? 
Bist du jetzt geschockt? 😱 
Max: Nein, natürlich net... Warum sollte ich geschockt sein? Quatsch.... Voll schön die 
Bilder.... Hab momentan nur ein bisschen viel um die Ohren, sonst hätte ich mich 
schon vorher gemeldet...Ich heule gerade ehrlich gesagt nur, dass es wirklich 
jemanden gibt, der mich bei sich haben will, nicht so wie die ganzen Anderen. Aber 
gib mir Zeit die Dinge zu regeln und dann komme ich zu Dir. Zu meinem Schatz, Dann 
werden wir zusammen sein, so wie es schon immer sollte sein, weißt Du noch damals, 
bevor du weg warst… 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ach mein Engel, ich werde mich melden, aber erst muss ich jetzt meine Sache tun! So, 
und jetzt ist Schluss mit dem Gewimmere wie eine Heulsuse, Schlampe hör jetzt 
genau zu: 
Es ist BESSER für DICH bzw.  für DEINE GESUNDHEIT, und das sage ich Dir jetzt nur 
einmal, weil es sein muss, also es ist besser, wenn Du nie mehr mit Kontakt aufnimmst 
und am besten weit weit weg ziehst wo ich oder Max oder wir beide oder wir alle Dich

318 
 
nie finden können, denn wir würden Dir dann sehr weh tun, verstehst Du? Nicht 
seelisch, Doch das auch aber viel mehr körperlich, weil ich es nicht kontrollieren kann 
und dich so sehr liebe, aber versteh, Brich allen Kontakt zu mir ab, der Weg ist 
aufgetan und ich bin geweckt und ich spüre, ja ich weiß ganz genau, dass es nicht gut 
enden wird. Also Dumme Kuh, lass mich in Ruhe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 
Hörst Du Bastardnsau!!!! 
LASS!!!! MICH!!!! IN!!!! Ruhe!!!!! 
Abbruch.! 
Dein Dich liebender unendlich vermissender armer Max

319 
 
14. Mai 2016 / Die Anderen 
„Zugegeben - das Wort Menschenhasser ist ganz schön extrem. Deswegen sagt man 
von sich selbst wohl - wenn nötig -, man sei ein Misanthrop. Und ich bin häufig einer! 
Allerdings, muss ich zu meiner Schande gestehen, bin ich kein moralischer 
Misanthrop, wie Molières Alceste, sondern ein Verächt er der Massen, besonders, 
wenn ich ein Teil von ihnen bin, wie in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im 
Supermarkt. Du kennst das vielleicht auch, dieses Gefühl, bedrängt und belästigt zu 
werden, von Körpern, ihren Geräus chen und Gerüchen. Man kann dann eigentlich 
Menschen gar nicht mögen! Schopenhauer verglich uns Menschen in diesem 
Zusammenhang mit einer Rotte von Stachelschweinen: 
"Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich en einem kalten Winterrage recht nah 
zusammen, um sich durch die gegenseitige Wärme vor dem Erfrieren zu schützen. 
Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln, welches sie dann wieder 
voneinander ent fernte. So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und 
Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre 
vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder 
voneinander ab."  
Für Platon ist Misanthropie schlicht eine Enttäuschung, die sich vermeiden ließe, 
wenn man über seine Menschenkenntnis seine Mitbürger richtig einzuschätzen 
wüsste. Aristoteles sagt später, dass ein Misanthrop entweder eine Bestie oder ein 
Gott sein müsse,  denn der Misanthrop entziehe sich der Gesellschaft und sei somit 
unmenschlich.  
Heute finden wir eine völlig andere Umwelt vor: Sich aus der Herde der 
Stachelschweine zu entfernen, ist kaum möglich, denn sie sind überall. Manche von 
uns ziehen sich dann in ihre Innenwelten zurück. Es ist nicht so sehr eine 
Enttäuschung, als ein Ekel vor den Massen, denen man nicht mehr entkommt.  
Ich habe, seit ich mich erinnern kann versucht, mit mir selbst klarzukommen. Ich 
versuche mich zu verstehen und gebe mich meinen Gedanken auch hin. Anstatt alle 
Menschen als die Hölle zu begreifen oder als hirnlose Herde von Rindviechern, 
versuche ich, mir die einzelnen Leute anzusehen. Ich stelle fest, dass manche gestresst 
sind, andere vielleicht traurig oder konzentriert, wieder andere versuchen wie ich, 
dem äußeren Inferno in die Welt von Büchern oder Musik zu entfliehen.  
Es ist kein Zufall, dass der Walkman in Zeiten der Massierung von Städtern erfunden 
wurde. Mit iPod und Kindl/Buch gelingt es uns noch, imaginäre und doch reale Räume 
zu schaffen, in denen wir allein sein können. Geschichten haben mir schon als Kind 
auf Klassenfahrten das Leben gerettet (und den Ruf eines sonderlichen Bücherwurms 
eingebracht).

320 
 
Diese Beobachtungen der Individuen und auch Geschichten, die ich mir zu den Leben 
der einzelnen Personen in der "gesichtslosen Masse" erzähle, helfen mir, 
"nachsichtig" zu sein und keinen manifesten Hass aufkommen zu lassen. Das 
kontrollierte Zulassen von Aggressionen und negativen Gefühlen, halte ich für wichtig. 
Denn wenn wir uns für unsere eigenen uralten Zwischenhirn -Gefühle selbst 
verurteilen, sie unterdrücken, dann werden sie sich andere Wege suchen, zur Geltung 
zu kommen. Lieber eine kleine tägliche Katharsis, als eines Tages einen hasserfüllten 
Ausbruch oder die stetige Zunahme eines inneren Drucks. So ist es mir auch meistens 
möglich, die Stimmen stumm zu lassen! 
 
Wie geht es Dir?  
Schon mal Hass auf alle in der U-Bahn gehabt, im Bus oder im Flugzeug, wenn um Dich 
herum alle laut sind und stinken? Wenn Dir die Menschenmassen, die um Dir herum 
sind, keinen Platz zum Atmen lassen? Wenn Dich irgendeine Person, die Dir gerade 
übel mitgespielt hat, Dich angrinst und so tut, also wärst Du ihr bester Freund? 
 
Wie gehst Du denn damit um? 
Lass mich raten, ich bin mir fast sicher, dass Du dies alles geduldig erträgst und noch 
gute Miene zum bösen Spiel machst! Richtig? 
Ich weiß auch warum, das so ist, denn Du willst Dich vor den Anderen nicht lächerlich 
machen. Du willst wohl auch nicht (unangenehm) auffallen, denn die Anderen  
könnten über Dich ja Gott weiß was denken, richtig? 
Jaja, die Anderen ! Hat nicht unsere Mutter schon früher, wenn wir uns mal nicht 
ordentlich benommen haben, gesagt „Hör sofort auf, was sollen denn die Anderen 
denken von uns!“ Es ging doch immer nur um die Meinung und Achtung der Anderen. 
Dafür wurde man von Mutter zur Ordnung gerufen. Oder hatte sie mal gesagt, dass 
man damit aufhören sollen wegen ihr selbst? Oder noch besser, wegen uns? Nein, 
niemals, siehst Du. Es ging immer um die Anderen! 
 
Hier eine kleine Geschichte dazu, die Dir evtl. den Horizont erweitert: 
Eines Tages war ich im Bus unterwegs. Du kennst doch diese Busse sicherlich, gelb, 
meistens so voll, dass man keinen Platz mehr kriegt, muffig, die Scheiben halb 
beschlagen und ein Lärm von dem Gemurmel der anderen Fahrgäste. Es war kalt 
draußen, aber das ist hier nicht relevant.

321 
 
Relevant ist, was ich an diesem Tag sah. Vor meinen Augen tat sich die Welt auf - nur 
eben nicht so wie sie uns immer vorgegaukelt wird, sondern so wie sie tatsächlich ist. 
Roh und unverbaut. Real und doch sehr suspekt, da wir die Welt so ja in der 
Normalität niemals sehen und vor allem niemals sehen dürfen!  
Von einer Sekunde auf die andere, und ich schwöre, ich war nicht auf Drogen, sah ich 
die Welt um mich herum, aber darüber lag ein zweites Bild, wie eine 
Doppelbelichtung. Die RICHTIGE Welt! 
Wenn ich jetzt an den 2. Weltkrieg denke, dann haben wir doch bedingt durch unsere 
Erfahrungen eine gewisse Entwicklung erlebt, oder?  
Falls man von einer Entwicklung, die ca. 50 Jahre zählt, überhaupt von einer neuen 
Entwicklung sprechen kann? Historiker würden dem zusagen, aber die meisten 
Menschen denken nicht in Epochen, denn meistens setzt das kollektive Gedächtnis 
spätestens nach 5 Jahren aus. Nicht, dass das was Schlimmes wäre.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Aber egal, schauen wir uns hier mal eine Sorte korrupter, mächtiger, hassenswerter 
Menschen genauer an, die ich als „Die Anderen“  bezeichne. In dieser RICHTIGEN 
Welt, kann man sie ganz leicht erkennen. Denn hier sind sie nicht bei uns im Bus! Oder 
denkst Du, dass die Anderen  zusammen mit uns, dem Pöbel in einem Fahrzeug 
zusammenfahren? Ich hoffe doch, das dem nicht so ist!

322 
 
Die Anderen sind die neue, dominierende Klasse in unserer Gesellschaft. Bei uns im 
Westen, wie im Osten, ja auch im Süden und im Norden, dominiert das Geld! Es ist 
das einzige, gewichtige Argument.  
Stell Dir ein Kartenspiel mit nur einem Trumpf vor: Geld! Ein Farbfernseher mit nur 
einer Farbe: Geld! Eine Fußballiga mit nur einem gewinnenden Team: Geld! Und der 
Joker im Poker? Geld! So ist unsere heutige Gesellschaft aufgebaut!  
Heutzutage kann man jeder Diskussion beitreten, die man will, sei sie politisch, 
religiös, sozial, philosophisch etc. und man kann sie jederzeit mit einem Argument 
beenden.  
Mit Geld! 
Demokratie, was ist das noch? Ah ja, das ist die Sache wo man an festgelegten 
Wahlterminen alle paar Jahre eine einzelne Stimme irgendwo abgeben kann und 
zwischen verschiedenen Übeln wählen darf. Wer das Gefühl hat, er könne so die 
Politik beeinflussen, der glaubt wohl auch, dass man durch eigene Arbeit reich wird!  
Und falls Du es noch nicht weißt: Nicht durch eigene Arbeit wird man reich, reich wird 
man durch die Arbeit der Anderen. Und ebenso beeinflusst man die Politik nicht durch 
die eigene Stimme, sondern durch die Stimme der Anderen . Und wenn das nicht 
klappt, kann man immer noch Politiker kaufen.  
Mit was?  
Natürlich mit Geld! Mit dem Geld von den Anderen!  
Aber was sind nun diese ominösen Anderen?  
Nun ja, wenn man es Dir erklären muss, gehörst Du nicht dazu, soviel steht schon mal 
fest und ist auch gut so, denn sonst würden sie mich bereits abholen kommen, die 
Exekutive der Anderen! 
Es bedeutet, so viel Geld zu haben, dass es schon egal ist, wie viel Geld man hat. Und 
wenn Du nicht dazugehörst, stehen die Chancen gut, dass Du zum Pöbel gehörst. 
Willkommen beim neuen Pöbel.  
 
Aber hier ist mein Punkt. Ich bin kein Anarcho (ich liebe diesen sarkastischen 
Ausdruck, da hier zwar die Revoluzzer gemeint sind, die sich gegen das unfaire System 
auflehnen, aber durch diesen Ausdruck eigentlich immer als Punks bezeichnet 
werden), ich bin auch nicht blauäugig, vorgestern geboren oder so ähnlich. 
Natürlich hat die Welt seit dem Mittelalter noch nie Groß anders funktioniert als 
heute. Adel, wie immer er auch daherkommen mag:

323 
 
Als Neureiche, Kleriker, Könige, Kaiser, Hitler, etc… 
Fakt ist doch, dass der Adel bestimmt!  
Und wer am meisten Geld hat, bestimmt auch am meisten! Und dagegen stemme ich 
mich auch nicht. Es gibt Leute, die besser führen können und es gibt Leute, die geführt 
werden wollen. Und dann gibt es noch Leute, die geführt werden MÜSSEN! Das sind 
eigentlich die meisten Leute leider.  
 
Aber dabei kann man wenigstens anständig bleiben! 
„Wenn ich einen Haussklaven hätte. Nennen wir ihn Faid. Faid aus Afghanistan! Er ist 
Asylbewerber, hoffnungslos, bereit, alles zu tun und mein Haussklave, weil ich mir das 
leisten kann.  
Faid, mein Haussklave würde all das machen, wozu ich keine Lust hätte: Wäsche 
waschen, bügeln, putzen, kochen. Wahrscheinlich könnte er sogar gut kochen, dieser 
Faid. Nun, ich weiß nicht wie Du es halten würdest, aber ich würde Faid morgens 
grüßen, ich würde ihm Dankbarkeit dafür zeigen, dass er all diese Arbeiten zu meiner 
Zufriedenheit macht und ich würde ihm einen Raum geben, wo er gemütlich schlafen 
kann. Vielleicht mit ein paar weichen Kissen.  
Weshalb? Faid gehört zur selben Gattung wie ich, obwohl er etwas brauner und 
verzweifelter ist und vielleicht meine Sprache nicht so gut sprechen kann, wie ich.  
Aber ich würde ihm sicher nicht schon morgens mit seinen Unzulänglichkeiten quälen, 
ihn den ganzen Tag hetzen und ihm am Abend, bevor er einschlafen darf, noch mit 
einem überproportionierten, sandigen Dildo misshandeln. 
Ich würde ihm aber Respekt entgegenbringen! Nicht zu viel, immerhin ist er mein 
Haussklave, aber dennoch Respekt! Schließlich kocht er für mich, da wäre es ihm ein 
leichtes, in meinen morgendlichen Humus zu speien.  
Und ihn ständig zu überwachen, wäre ja auch wieder Arbeit.  
Faid wäre ja immer in meiner Nähe. Was würde passieren, wenn ich ihm täglich einen 
sandigen Dildo in den Hintern stopfen würde? Ich müsste jedes Mal, wenn er aus der 
Küche kommt, kontrollieren, ob er nicht ein Messer hat mitgehen lassen, denn: und 
das hier ist eine Weisheit, die ich von meinem Großvater mitbekommen habe. Ein 
Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Irgendwann würde Faid, verzweifelt 
oder nicht, braun oder nicht, dem Ganzen ein Ende setzen.  
Wahrscheinlich würde er selbst draufgehen, aber mich würde er sicher noch in dem 
letzten Akt des Aufstands erwischen. Gemäß dem Motto: Nie wieder sandiger Dildo!“

324 
 
Genau! Und das hier war eine Metapher, für die Idioten unter euch!! 
 
Faid, das sind wir! 
Die Anderen, das bin ich in diesem Beispiel und das morgendliche Quälen ist die ganze 
Propaganda, der wir Tag für Tag ausgesetzt sind, sobald wir unser Haus verlassen um 
uns unser täglich Brot zu verdienen! 
„Haha, Du hast kein Sixpack und du bist nicht mehr jung und hast kein Supermodel als 
Freundin.“  
Und das war erst das erste Plakat. Ich glaube es verkaufte Parfüm. Oder so. 
„Wir müssen sparen, unsere Währung ist zu hoch/tief, wir müssen kompetitiv bleiben. 
Das heißt, du musst 20% Arbeit mehr leisten. Bei gleichem Lohn natürlich. Übrigens 
darfst du meine Füße küssen, dafür, dass ich dich nicht entlasse.“   Auszug aus jeder 
„Marktwirtschaftlichen Maßnahme“.  
Das wäre dann das „Durch-Den-Tag-Hetzen! 
 
„Die Ausländer sind schuld, die nehmen Euch die Arbeitsplätze weg! Das Pensionsalter 
wird verlängert, die ganzen heutigen Rentner wollen doch sowieso alle noch arbeiten! 
Die Beiträge für die Krankenkassen gehen hoch und Steuern sollen nur noch von 
Arbeitnehmern, aber nicht von den armen Reichen bezahlt werden! Du darfst X nicht 
mehr machen ab morgen darfst Du Y nicht mehr machen und heute wurde Z 
verboten.“  
Das wäre dann der sandige, überproportionierte Dildo! 
 
Und die ganze Metadaten-Sammlung, die Vorrats-speicherung all unserer Daten, das 
ganze Auswerten unserer Daten und die Klassifikation, die von uns gemacht wird. 
Naja, das wäre das Äquivalent zur Leibesvisitation Faids nach jedem Küchenbesuch! 
Ich sagte ja schon, dass ich nichts gegen eine Elite habe, die sich überlegen glaubt und 
bestimmt und den feinen Wein trinkt etc.  
Das dürfen die. Was die nicht dürfen, ist jeglichen Respekt vor uns zu verlieren. Zu 
glauben, sie könnten sich alles erlauben! 
In der Geschichte der Menschheit kam es immer wieder zu Aufständen, bei denen 
blaues Blut vergossen wurde. Es gab immer wieder Zeiten, wo der Adel Angst vor dem 
Pöbel hatte und zähneknirschend Zugeständnisse machen musste.

325 
 
Und das letzte Mal ist schon viel zu Lange her!  
Wie ich schon sagte, wir als Menschen sind nicht gut darin, uns an zu erinnern!  
Ich habe das erkannt an diesem Tag. Da habe ich das erkannt, was ich schon so lange 
vermutete und was ich auch seit meiner Kindheit schon immer irgendwie fühlte! Die 
Anderen wollen alles kontrollieren und beobachten uns. Besser gesagt, sie lassen uns 
beobachten durch die Menschen in unserem Umfeld. 
Ja genau die! Das glaubst Du mir jetzt nicht? Na dann lasse Dich gewarnt sein, mein 
Freund. Ich, Max Bane sage Dir, es IST leider so.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die gehören auch alle zu den Anderen! Die sind somit auch die Anderen! 
Wann immer Du die Gelegenheit dazu hast, einen von Ihnen zu zerstören, tue es! 
Denn sonst wirst Du von Ihnen zerstört! Das ist leider die traurige Wahrheit. 
Ich bin bereit und willens und wissend darüber wie es laufen muss. Denn ich bin Gott! 
Jawohl, ich bin Gott und nicht ein ominöses Wesen im Himmel mit grauem langen 
Bart und im Nachthemd. Nein, ich stehe hier mit dem Schwert der Vernichtung und 
ich vollstrecke. Alle anderen!  
Das ist meine Aufgabe! 
Aber hey, sorry. Ich labere Dich schon die ganze Zeit zu und Du sagst gar nix dazu? 
Was ist denn mit Dir los?

326 
 
Hallo ich rede mit Dir da unten!“ 
Und wie ich den Typ am Boden da so trete, fällt mir wieder ein, das er gar nicht 
antworten kann, der Spast. 
Hehe, manchmal habe ich aber auch echt ein Rad ab. 
Hab jetzt doch total vor lauter Erklärungen über die Anderen vergessen, dass ich dem 
Wichser eine mit der Stahlstütze in meiner Hand übergezogen hab, als er mir seinen 
Namen nannte, der Herr Faid! 
Scheiß Ausländer, kommt hierher in unser Land und fresst uns die Haare vom Kopf. 
Und dann willst nicht mal mein Sklave sein, hä?! 
Ich habe hier gearbeitet, hörst Du Dumme Kuh da unten! 
Und ihr Rassler kommt hierher mit Eurem Drecks Islam und wollt unser Sozialsystem 
für Eure Zwecke ausbeuten und dann nicht mal etwas tun für uns Deutsche? 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du genauso wie Deine Bagage von den Anderen  
geschickt wurdest, von den Faschistenschweinen!  
Mein Atem wird langsam wieder gleichmäßiger. Ich merke, dass ich mich gar nicht 
mehr so aufrege, so wie vorhin als der Penner sich bei mir vorstellte mit seinem 
Namen Faid und dann noch nicht mal für mich arbeiten wollte, sondern um Kohle 
gebettelt hatte!  
Dann ich hau mal lieber ab, bevor hier noch die Bullen aufkreuzen. 
Oder die Anderen!

327 
 
26.Mai 2017 / bei meinem Hausarzt 
Spitzen Start in den Tag gehabt, da helfen die ganzen Gute -Laune-Lieder nix, die ich 
heute Morgen gepostet hatte: 
Beim Doc im Empfangsbereich standen schon ein paar Leute gegenüber der Theke an, 
als ich ankam. 
Also habe ich mich ordnungsgemäß hintenangestellt und nix weitergedacht. 
Da geht die Eingangstür auf und kommt Einer rein, Typ Schicki-Micki Schwiegermuttis 
Lieblingsschleimer, Top gestylt natürlich, läuft an der ganzen Schlange vorbei direkt 
zur Arzthelferin, die hinter der Theke steht und fängt an zu labern. 
Nachdem der Typ vor mir den Kopp geschüttelt hat, ist mir erstmal aufgefallen das 
der Schnösel sich mal ganz geschmeidig an uns vorbeigedrängt hat!!!! 
Da der Typ vor mir vom Outfit her entweder Dachdecker oder Zimmermann war, und 
das ja normalerweise eher rohe Leute sind, habe ich drauf gewartet, dass er jetzt was 
zu dem Schnösel sagt. 
Aber außer Kopfschütteln und sein dämliches Grinsen kam da nix. 
Und was soll ich sagen, es fing naturgemäß in mir an zu brodeln. 
Immer locker bleiben, dachte ich. Aber der Typ laberte und laberte und machte einen 
auf ganz wichtig bei der Arzthelferin. So von wegen, das er ja den Chefarzt kennen 
würde, und was er für ein geiles Auto fährt und bla bla bla. 
Bis es mir gereicht hat und ich mal zu ihm hin gerufen hab, ob er eigentlich noch ganz 
sauber ist, vordrängeln und so. 
Meint ihr das hat den gestört? 
Ach was, gab mir so ne altkluge Antwort von wegen das wir alle falsch stehen würden 
und er alles richtiggemacht hat und so weiter. 
„Was heißt hier, wir stehen falsch, Du Penner, ich glaub Du hast Kartoffeln auf den 
Augen oder was.“ „Ich fasse es ja nicht, was geht denn bei Dir in der Birne ab?“ 
Langsam geriet ichleicht in Rage.  
Das ging dann hin und her, bis ich dann irgendwann, da war ich immer noch relativ 
gut gelaunt, abgewunken hab, weil es mir zu blöd wurde. 
Dann war soweit Stille im Raum, der Typ regelte dann seinen Scheiß mit seinen 
beschissenen Rezepten und so und war dann endlich fertig. Er ging dann ganz 
entspannt grinsend zur Tür und murmelte dann so richtig scheiß frech noch 
irgendeinen bleeden Spruch in meine Richtung.

328 
 
Und dann ist mir halt leider mal wieder die Beherrschung mit dem berühmten Klack 
in der Birne durchgegangen und ich bin dann doch noch ausgerastet. 
Ich brüllte dann richtig laut und unbeherrscht lauter extrem viele, nicht jugendfreie 
Schimpfwörter und sprang auf ihn zu bzw. in seine Richtung. 
Doch der war dann relativ schnell zur Praxis draußen, so dass mir nichts Anderes 
übrigblieb als wild auf die hinter ihm zufallende Tür zu hämmern und ihm durch die 
Tür hinterherzuschreien, was für ein dreckiger Bastardnsohn er ist. 
Dann kam ausgerechnet in diesem Moment der Doc aus seinem Behandlungszimmer 
raus, von der ganzen Vorgeschichte nichts wissend, und somit war ich mal wieder der 
Depp, von wegen wie ich mich hier aufführe und so ginge das nicht. Das wäre kein 
Benehmen in seiner Praxis und das würde er nicht dulden und dass dies ja wieder mal 
zu mir passen würde. 
Und so weiter und so fort. 
Klar, habe ich mich dann natürlich geärgert das der blessierte Penner mich so weit 
gebracht hatte und ich ihn nicht mal entsprechend antworten oder ein in die 
Schnauze hauen konnte…. Dummer Wichser, echt!

329 
 
Sommer 2017 / genauso wie die Anderen 
Es ist doch ganz egal, für uns sind wir normal, doch für die Anderen sind wir verrückt!  
Auch wenn ich mal austicke, kriegst du mich wieder hin, weil du genau weißt wie ich 
tick' 
Unsere Geister müssen schweben in andern Sphären, als ob wir beschissene Fucking 
Aliens wären! 
Und glaube mir. niemand kann uns hierher folgen! Das verspreche ich Dir! 
Es ist gut, dass wir nicht wie die anderen sind und es ist auch sooo gut, dass du mich 
nimmst wie ich wirklich bin! 
Ich verstehe schon so lange, dass wir für Andere die anderen sind, aber genau das ist 
der Vorteil unserer Anpassungsgabe, unseres Genies, und unserer Fähigkeiten, zu 
spüren, wer die Anderen wirklich sind, auch wenn sie sich hinter ihren beschissenen 
billigen Masken zu verstecken versuchen. Sie versuchen uns permanent zu täuschen 
und herauszufinden, ob wir wie sie, also auch ein Teil der Anderen Sind, oder ob wir 
eben nicht zu diesem Teil, der als einzige Berechtigung, die hat, die sich Absolute 
unabdingbare Zerstörung nennt und die auf diese widerlichen Faschisten ausgerichtet 
ist. Wir müssen einfach nur aufpassen. Und eins noch. Versprich mir hier und jetzt, 
dass Du mich niemals verraten wirst, denn dann ist mein Plan zerstört und dass mit 
der Plan des eigentlichen Herrgottes, Mich dem Demiurgen, dem Schöpfer, dem  
Erbauer und des bösen und unnachgiebigen Gotts. Den einzig wahren Gott! 
Aber es hat sich langsam ein Gefühl angeschlichen, das die Wärme hier weg ist, es ist 
kühl, oder? 
Und die komplette vergangene Zeit, die verstrichen ist ändert auch nichts daran, dass 
unsere Beziehung alles andere als ausgeglichen ist, oder? 
Man kann vieles verdrängen aber nicht wirklich vergessen! 
Man vermisst nicht wirklich die Dinge, die einen beengen, oder? 
Und dieses Gefühl, Dich auswendig zu kennen, ist genau das, welches mich ständig 
beklemmt! 
Und wenn ich dann feststelle, dass ich Dich wirklich auswendig kenne und somit auch 
weiß, dass Du mir so unendlich fremd geworden bist! 
So wie Du pennst und wie Du jeden Morgen riechst, mit Deinen ungekämmten 
Haaren! 
Schau ich Dich an und finde Dich irgendwie warm und weich, aber auch blass!

330 
 
Wie Du mich schon anguckst und dann unwissend fragst, ob irgendwas mit mir los ist? 
Aber wenn ich ehrlich bin, kann ich schon Deinen Anblick genauso wenig wie das 
Wissen ertragen, wenn Du aus dem Haus rausgehst! 
Aber ich kann genauso wenig Deine Passivität ertragen!  
Auch wenn Du Dich ausziehst, widerst Du mich an!  
Und bei dem Anblick wie Du jeden Morgen aufstehst, wird mir schlecht, denn du 
widerst mich so an! Ich kann Dich einfach nicht mehr ertragen, hörst Du? 
Letzte Chance! Du musst raus hier, hörst Du mich! Du musst ganz schnell hier raus, 
denn das ist aktuell der einzige Gedanke der mich beherrscht! 
Der Gedanke, dass Du hier wegmusst, raus aus dem Haus, weit weit weg! 
Geh einfach, geh raus und hau ab! 
Eigentlich hatte ich bisher immer gedacht, dass es ordentlich kracht mit uns Beiden, 
aber das ist es nicht mal! Das ist es NICHT! 
Ich hatte auch mal gedacht, dass ich einfach so über Nacht mit Dir Schluss mache, 
wenn ich Deiner überdrüssig bin, wie jetzt! Doch auch das ist es NICHT! 
Denn der Weg zum eigentlichen Trennungsakt, den ich über Nacht mal schnell 
vollziehen wollte, der kommt doch nicht so plötzlich! Nein, der ist lang, schleichend 
und irgendwie auch abstrakt! 
Denn ich muss auch zugeben, dass ich dazwischen doch immer wieder gehofft hatte, 
das Du nicht so wie die ganzen Andren bist, und dass es vielleicht doch irgendwie 
wieder klappt, oh so sehr hatte ich das wirklich gehofft! 
Und dann tappe ich doch irgendwie so blind durch mein Kopflabyrinth, bis es mich 
komplett aus dem Takt bringt! 
Und dann sehe ich die nackten Tatsachen: 
Denn aus unserem Glück wurde Pech und aus unserem Pech dann wieder Glück! 
Hin und Her! Für und Wider! Schwarz und Weiß! Böse und gut! Schön und Hässlich! 
Mutig und Feige!  
Dann wieder Glück, aus dem aber genauso schnell wieder Pech wird, dann wieder 
Glück! 
Verstehst Du was ich meine? 
Wer soll da noch den Takt halten?

331 
 
Und dann will ich aber doch wieder zurück in diese Zeit, in der wir immer wegen jeder 
verfickten Kleinigkeit stritten.  
Aber das war mir eigentlich egal, denn genau diese Hin und Her, diese ständigen 
Bewegungen, diese Taktlosigkeiten, genau die waren dann doch immer wieder das 
Salz in der Suppe, oder? 
Uns wurde nie langweilig! Ying und Yang! Mal so, dann wieder so, um letztendlich 
dann doch wieder die guten Absichten und Gedanken über Bord Schmeißen! Hin und 
Her! Her und Hin! Hihi! 
Doch im Laufe der Zeit, verschwanden dann doch die ganzen Dinge und Kleinigkeiten, 
die uns letztendlich doch irgendwie trotz aller Gegensätzlichkeit verbanden! 
Sie sind weg! Und so wie faules abgestandenes Wasser ist lediglich noch ein 
ekelhafter Geruch davon zu spüren und selbst die verwandeln sich dann in miese 
Details, die wie so fiese Schmeißfliegen, die über einen trüben, verfaulten, stinkenden 
kleinen Waldmorast ständig kreisen! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Genau wie diese Dreckfliegen, die mich geradezu warnen und mir die Signale senden, 
dass es so nicht mehr lange weitergehen kann, hörst Du? 
Du musst raus hier aus dem Haus und zwar ganz schnell! 
Raus einfach weg und raus! So glaube mir, das ist das beste! Zack, raus und für immer 
weg!

332 
 
Ich habe mir eine Zeitlang auch eingeredet, dass allein der gute Wille die Macht dazu 
hat, meine Toleranz zu Dir zu erweitern. Ja geradezu die Macht über meine 
Toleranzgefühle zu Dir zu übernehmen und mit guten, besten Gedanken zu 
vernebeln! 
Doch auch das klappte nicht! 
Ich hatte gehofft, dass sich der Spruch: „wer zuletzt lacht, lacht am besten“ 
bewahrheitet! 
Auch das klappte nicht! Egal was ich versuchte, mal links herum, mal rechts herum. 
So oder auch mal so! Auch das brauchte letztendlich nichts! 
Also letzte Chance:  
“Wenn doch der Weg das Ziel ist und dabei das Leben nur ein Spiel ist, 
wie erkenne ich dann den Punkt, an dem mir das alles Zuviel ist? 
Wenn dann die Luft unerträglich drückend steht, wenn ich mit Dir in demselben Raum 
bin, wenn selbst diese Luft zum Atmen so unter Druck steht, dass sich der ganze Raum 
um mich herumdreh. 
Ist das der Punkt? Oder ist es da schon zu spät?  
Und woher kommt dann noch die Kraft, die es schafft, dass man am Rausch des 
Lebens zieht 
Oder ist das schon zu spät woher kommt die 
Kraft die es schafft, dass man am rausch des Lebens zieht und nicht nur pafft? 
Ja, und überhaupt, wenn man sich nichts mehr erlaubt, damit man keine weiteren 
Fehler beginnt, aber dann traut man sich doch auch gar nichts mehr, oder? 
Verstaubt man dann nicht so wie ein alter weggeschlossener Schrank, dessen Zeit 
abgelaufen ist und der keinerlei Beachtung mehr erhält? 
Ja, beraubt man sich da nicht selbst aller Dinge, an die man glaubt, die man so sehr 
zum Leben braucht? 
Doch ich getrau mich nicht, also hau doch endlich ab, geh einfach weg. 
Hier raus dem Haus und lass dich nie mehr blicken. Hau einfach nur schnell ab! 
Denn noch liegt mein Mut gefesselt und geknebelt in einer Ecke, so richtig 
ausgeknockt nach meiner lebenslangen Sucht nach Harmonie in meinem Leben, die 
das geregelt hat!

333 
 
Die mir den wahren Blick echt lange vernebelt hat, doch der Weckruf kam und ich 
spür, dass es heute Nacht soweit ist, dass mein wahres Inneres wieder rauskommt 
und die Kontrolle übernimmt. Das wahre, dass ich so lange, gut vernebelt und wegen 
meiner letztendlich doch vergeblichen Ständigen Harmoniesucht, die ich aber auch 
bei Dir nie erhielt, so wie ich, Max es verdient habe. Denn ich habe mich doch so sehr 
bemüht. War ein Guter! War ein Lieber. Hatte mich im Griff und wollte nur geliebt 
oder wenigstens gem ocht werden und nicht durch die ganzen Andren da draußen, 
wie ein Stück Scheiße behandelt werden, nur, weil ich mich wegen Dir nicht mehr 
wehrte aus Angst das Du dann weg bist. 
Doch jetzt ist es soweit! 
Letzte Chance! 
Hau ab! Ich will dich hier raushaben und nie mehr wiedersehen! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Du bist kein Stück besser als die ganzen Anderen. Du bist wie die Andren! Und dadurch 
bist du alle anderen, verstehst Du?! Hau ab! 
Ab heute Nacht wird es mein wahrer Wille, meine wahre Natur sein, die mit Köpfen 
Nägel macht! 
Ja genau, denn ständig stand ich mit dem Rücken zur Wand und habe erst jetzt 
erkannt, dass nur ich allein und ich in mir Drin, also in geeintem Geist, meine 
Verwandlung in der Hand habe!

334 
 
Ich hätte es schon immer tun müssen, habe mich aber selbst nie gelassen! 
Aber nun nach dem Weckruf, habe ich mich heut verlassen und brachte dich raus aus 
dem Haus und verbuddelte Dich in einem tiefen Loch irgendwo in einer Waldkloake. 
Da schwirren jetzt schön die ganzen widerlichen Schmeißfliegen über dich im Kreis 
herum und bringen Dich jetzt aus dem Takt, du hattest eine Chance, hast sie nicht 
genutzt und bist jetzt schuld daran, dass ich es tat, was ich mit Dir tun musste. Um 
diese Last die mich hemmte, die mich aufhielt, die meine Sinne vernebelte wegen 
diesem Drecks Harmoniescheiss. Ja ich ah sie los und bin fei und werde richten. Alle 
Anderen und alle und noch mehr. Denn nur ich bin der Gott der bestimmt. 
Und es ist genau jetzt soweit! 
By By! 
 
 
Des Dramas Grande 
Finale: (2017)

335 
 
Der Pfad des Kriegers 
Es passiert meistens ohne Vorwarnung! Zumindest war es bei mir so… 
Wenn es dann so unerwartet über dich hereinbricht, ist es so dermaßen schlimm, dass 
Du im ersten Moment, also ich meine im „Moment der Erkenntnis“ weder klare 
Gedanken finden kannst, geschweige denn die „richtigen“ Worte…. 
Diese Leere, die Du auf einmal in der hast, diese Leere, die Dich beherrscht, ist so 
dermaßen abgrundtief bodenlos und tiefschwarz…. 
Rationell gesehen, 
Du stehst da, zitterst am ganzen Körper und starrst an die Wand oder so. 
Naja, eigentlich starrst Du nicht die Wand an, sondern siehst sie eigentlich nicht, bzw. 
nimmst sie zumindest nicht konkret war. 
Ich kann jetzt auch gar nicht so richtig ausdrücken, welche Gefühle in Dir 
vorherrschen: 
Ist es Wut? 
Ist Hass? 
Ist es Traurigkeit? 
Ist es Endtäuschung? 
Ist es diese Hilflosigkeit, die Dir bewusstmacht, wie wenig Du selbst eigentlich im 
EIGENEN Leben steuern kannst? 
Diese ganzen Pseudo Motivatorenwichser, die Dir immer und überall, sei es in 
diversen Werbemails, sei es im Internet, sei es im Fernsehen, Radio oder in 
irgendwelchen Veranstaltungen, den Schwachsinn auftischen wollen, das nur DU 
allein Dein Leben regeln kannst! 
Die Dir mit Zitaten, Sprüchen oder sonstigen Weisheiten versuchen wollen, dass Sie 
allein den „richtigen Weg“ kennen. 
Den Weg zur absoluten Zufriedenheit. Den Weg zum persönlichen Glück und Erfolg! 
„Nimm Dein Leben selbst in die Hand!“ 
„Du kannst alles, wenn Du nur willst!“ 
„Jeder ist seines Glückes Schmid!“ 
Und so weiter und so fort.

336 
 
Sie weisen Dich mit altklugen, abgedroschenen Sprüchen darauf hin, dass Du 
selbstverständlich mal im Leben stolpern und auch hinfallen kannst, aber dann halt 
wieder aufstehen musst. Immer wieder aufstehen und nicht liegenbleiben sollst und 
so ähnlichen Dreckszitaten in dieser Art! 
Sie zeigen Dir denn „richtigen“ Weg zum Glück, bla. bla. bla! 
Dieser Weg ist jedoch nicht der „Pfad des Kriegers“! 
Hörst Du? 
Dieser Weg ist auf gar keinen Fall, Dein Pfad, Dein Weg oder Deine Straße… 
Das sind alles Irrwege, die Dich davon abhalten, den einzig wahren Weg zu 
beschreiten: 
„Den Pfad des Kriegers“ eben! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Du siehst nichtsahnend einen ausgedruckten Brief in dem Fach Deines Druckers und 
denkst Dir noch dabei, weil Du es 100% sicher weißt, das Du am Vorabend nichts mehr 
gedruckt hattest. 
Jetzt fällt Dir auch auf, dass Dein beschissener PC an ist, obwohl Du auch den zu 100% 
sicher ausgeschaltet hattest! 
Aber trotzdem machst Du Dir über beides nicht sonderlich viel Gedanken. Warum 
solltest Du auch, denn noch gibt es in Deiner „heilen“ Welt auch gar keinen Grund 
dazu, oder? 
Dann, im nächsten Moment, nimmst Du Dir den Brief raus und liest ihn. Auch das noch 
ohne irgendwelche Hintergedanken, eher so aus Gewohnheit! 
Du liest die wenigen Zeilen. Es sind ja nicht mehr als 8 oder 9 oder so.

337 
 
„Lieber Ralf, …“ fängt der Text an. 
Hä, einen Brief an den verstorbenen Bruder kann eigentlich nicht sein? 
Dann fällt Dir ein, das sie ja in der vergangenen Woche bei den Kumpfes war, zum 
Gratulieren! 
Ah, dann schreibt sie an den Ralf Kumpf! 
Aber irgendwie passt der Text nicht mit der Persona Ralf Kumpf zusammen! 
Das macht doch gar keinen Sinn, was sie da dem schreibt? 
Von welchem Schlüssel schreibt sie? 
Was meint Sie damit, das immer noch eine unglaubliche Bande zwischen Ihnen 
besteht? 
Welche Liebestreffpunkte meint sie überhaupt? 
Was meint sie mit diesen ganzen geschwollenen Worten und noch wichtiger: 
Warum schreibt sie dem Kumpf so einen merkwürdigen Brief? 
Also liest Du Dir den Text nochmal durch. 
Und dann noch ein drittes Mal, weil Du den Inhalt in keinerlei logischen 
Zusammenhang mit Ralf Kumpf bringen kannst. 
Und dann auf einmal, fällt es Dir wie Schuppen von deinen blinden Augen: 
Hier ist auch nicht Ralf Kumpf gemeint, sondern der Bastardnsohn! 
Ja genau der! 
„Ralf Weiland“ hieß der Typ, der Dir vor Jahren die schmerzlichste Niederlage 
zugefügt hatte. 
Der Bastard, der Dir den Boden unter den Füßen wegzog. 
Der verfluchte Dumme Kuh nkopf, der fast um Haaresbreite Dein komplettes 
Lebensglück, welches uneingeschränkt ohne Wenn und Aber Dein eigene kleine 
Familie ist, kaputt gemacht hatte. 
Der Wichser, mit dem Deine Frau damals über ein halbes Jahr hinter Deinem Rücken 
eine Affäre hatte. 
Wegen dem Dein damaliger guter Job aus und vorbei war. 
Wegen dem Deine Frau noch heute in psychiatrischer Behandlung ist. 
Wegen dem Du zum ersten Mal im Leben so richtig aus der Bahn geworfen wurdest!

338 
 
Wegen dem Dein Sohn fast sein Abitur nicht absolvieren konnte. 
Genau wegen diesem Ralf also, um den es hier jetzt erneut geht! 
Der jetzt wieder massiv versucht, in Dein Leben einzutreten und es Dir schon wieder 
kaputt machen will! 
Denn alles was sie Dir jetzt antwortet ist entweder eh gelogen, eine Halbwahrheit 
oder sonst eine verschissene faule Ausrede, das ist klar! 
Jetzt gibt es 2 Arten von Menschen! 
Jetzt gibt es 2 Arten von Pillen, die Du nehmen kannst: Die rote oder die Blaue. 
Du kannst jetzt Dastehen und zuschauen und dich und Deine Familie zerstören lassen, 
oder: 
Du kannst hier und jetzt etwas tun! 
Na, was meinst Du? 
Was davon ist der „Pfad des Kriegers“? 
Welche Pille wählst Du? 
Und was wirst Du tun? 
Es gibt 2 Möglichkeiten! 
Aber wichtig dabei, ist, egal für welche Du Dich entscheiden wirst, Du musst es so 
schnell wie möglich tun! 
Sonst wird Dir die Entscheidung abgenommen und dann hast Du wirklich keinen 
eigenen Einfluss auf den weiteren Verlauf! 
Bist Du jetzt der Hauptdarsteller oder bist Du nur ein Statist? 
Bist Du jetzt ein Krieger oder bist Du ein Verlierer? 
Bist Du bereit für Deine Familie zu kämpfen oder hast Du bereits aufgegeben? 
Schwarz oder weiß? 
Entscheide Dich! 
Jetzt! 
Sofort! 
Wach auf und entscheide dich!

339 
 
Der Prozess 
Das Wort „Amoklauf“ fällt ihm ein.  
Es klingt gut, es klingt bedrohlich. Max Bane sitzt am Abend des 25. Juli 2014 in einem 
Internetcafé und überfliegt seine E-Mail ein letztes Mal. Er denkt an die Jahre, die er 
gelitten hat; an die Versprechen, die nie eingehalten wurden. Er denkt, dass er doch 
nicht viel verlangt, nur ein bisschen Liebe oder Zuneigung, mehr nicht.  
Er fühlt sich ausgenutzt und fallengelassen, verraten und abgeschoben.  
Die haben das verdient, denkt er, und schreibt das Wort in den Betreff: Amoklauf. 
Dann drückt er auf „Senden“.  
Wenige Tage später holen sie ihn mit Handschellen.  
 
 
 
 
 
 
 
Ein grauer Freitag Anfang Januar 2015, ein halbes Jahr später. Max Bane, Deutscher, 
fünfundvierzig Jahre alt, bullig, olivfarbener Militär -Parka, lehnt an der Fassade des 
Düsseldorfer Landgerichts. Er lässt sich von einem Freund eine Zigarette reichen, 
zündet sie an und sieht zu, wie der Rauch aufsteigt. Im vergangenen halben Jahr war 
er selten draußen. Immer nur ein paar Atemzüge lang, die wenigen Schritte von einer 
Tür zu einem Auto, von einem Auto zu einer Tür. Es waren Türen, die Bane nicht selbst 
öffnen durfte, und Autos, in denen er hinten Platz nehmen musste: von der 
Polizeiwache in die Klinik, von dort zum Haftrichter, dann ins Institut für Forensische 
Psychiatrie in Essen. Und nun zu seinem Prozess.  
Bane zieht ein letztes Mal an der Zigarette. In fünf Minuten wird er wieder auf der 
Anklagebank sitzen. Die Richterin wird das Urteil verlesen. Und dann, wenn es dieses 
Mal in seinem Leben nicht komplett schiefläuft, ist er frei.  
Doch Bane kämpft längst nicht mehr nur gegen den Vorwurf der Nötigung und um 
seine Freiheit. Er kämpft auch darum, dass ihm endlich jemand glaubt. Dass ein Arzt, 
ein Staatsanwalt, eine Richterin zu ihm sagt: Ja, deine Lebensgeschichte ist kein 
Lügengebäude, kein paranoider Wahnkomplex, deine Geschichte stimmt.

340 
 
Max Bane sieht sich als Opfer einer der undurchschaubarsten staatlichen 
Einrichtungen, die es in Deutschland gibt: des „NEOSPEKTRUM – N-O-J-N-S-P-DS-D“ – 
Programms des Deutschen Olympischen Sportbundes und des Bundeskriminalamtes 
(BKA).  
Einst war Bane für den deutschen Staat sehr nützlich. Im Gegenzug erhielt er Schutz. 
Dann war er dem Staat eher lästig. Am Ende glauben ihm Ärzte und Behörden nicht 
einmal mehr, dass er Teil des Programms war.  
Dieser Fall zeigt, wie der deutsche Staat mit geschützten Bürgern umgeht. Er 
dokumentiert, wie machtlos Menschen werden können, die ihre Identität, ihre 
Vergangenheit, ihr Leben in die Hände des BKA geben.  
Jahrzehntelang durfte weder darüber geschrieben noch darüber gesprochen werden, 
wie Bane in seinem alten Leben hieß, wo er wohnte, womit er sein Geld verdiente 
und wie sein neuer Deckname lautet. Auch durfte nicht die Straftat beschrieben 
werden, deren Augenzeuge Bane wurde und die sein Leben für immer verändert hat. 
Die Gefahr, dass jemand ihn erkennen und aufspüren könnte, war zu groß. Bane 
sagte, was er damals gesehen habe, sei so furchtbar gewesen, dass er noch manchmal 
schweißüberströmt aufwache, und d enke er sei mittendrin im Geschehen. Er sehe 
dann die Bilder wieder vor sich. Die Patronenhülsen auf dem Asphalt, Drumherum das 
warme Blut. Wie er zitternd auf dem Boden kauert, die Hände schützend über dem 
Kopf. Er sieht sich auf dieser Toilette einer fremden Bar, wie er sich auf dem 
Waschbecken abstützt, in den Spiegel schaut und Blut sein Gesicht hinabläuft. Es ist 
nicht seines. Auch hört er die Stimmen, die zu ihm sprechen. 
In den Wochen nach der Tat bekam Bane Anrufe. Wenn wir dich finden, bist du tot, 
sagen die Täter, wehe, du sprichst mit der Polizei.  
Ein Freund erzählte ihm, dass sie ein Kopfgeld von über 30 000 D -Mark auf ihn 
ausgesetzt war.  
Panik machte sich in Max Banes sowie auch im Kopf seines damaligen Komplizen breit. 
Als Bane das Gebäude der Staatsanwaltschaft seiner Heimatstadt betritt, liegen 
schlaflose Nächte hinter ihm.  
Hier bin ich, sagte er, ich kenne den Aufenthaltsort der gesuchten verschwundenen 
Jugoslawen. Ich war an deren Beseitigung aktiv dabei und bin bereit alles zu erzählen. 
Hintermänner und Fakten preis zu geben. Aber wie Sie wissen, sprechen wir hier über 
Mitglieder der jugoslawischen Mafia. D.h. dass ich durch diese Aussage mein Leben 
und das weiterer Leute extrem gefährde. 
So kommt auch der Begriff „Zeugenschutz“ ins Spiel.

341 
 
Es ist ein Wort, das Bane kennt. Was es genau bedeutet, weiß er nicht. Da ist nur eine 
vage Vorstellung von Bodyguards, neuen Pässen, Flucht bei Nacht und Nebel – was 
man so aus Filmen kennt. Doch ihm bleibt keine Zeit zu überlegen. Jetzt sofort musst 
du dich entscheiden, sagen sie. Schutz, das klingt gut, denkt er und stimmt zu.  
Dann geht alles sehr schnell. Drei Beamte nehmen ihn mit auf das Präsidium, um seine 
Aussage aufzunehmen, und bringen ihn aus der Stadt, in eine abgelegene kleine 
Pension auf dem Land.  
Hier verbringt er die nächsten Monate, während er auf den Beginn des Prozesses 
wartet, in dem er als Kronzeuge aussagen soll.  
In der Pension ist Bane allein, er liest viel, schaut fern, den Kontakt zu allen seinen 
Bekannten und Verwandten hat Max mittlerweile komplett eingestellt. 
Alle paar Tage klopfen die Zeugenschützer an seine Tür. Bane füllt Fragebögen über 
sein bisheriges Leben aus, über seine Hobbys, Ausbildungen, Freunde, Beziehungen. 
Er unterschreibt Verträge, Geheimhaltungserklärungen, Belehrungen zu Rechten und 
Pflichten. Es sind viele Seiten, er überfliegt sie mehr, als dass er sie liest. Kopien 
bekommt er nicht.  
Zusammen mit den Beamten wird sein Identitätswechsel geplant. Zu allen Freunden 
und Bekannten muss er den Kontakt abbrechen – für immer!  
Es gibt kaum Menschen in Deutschland, die sich intensiv mit dem 
Zeugenschutzprogramm befasst haben und darüber sprechen dürfen.  
Ähnlich geht das BKA mit Presseanfragen zum Zeugenschutz um. Außenstehenden 
bleibt allein das „Gesetz zur Harmonisierung des Schutzes gefährdeter Zeugen“, elf 
magere Paragrafen. Eine Person muss demnach an „Leib, Leben, Gesundheit, Freiheit 
oder wesentlichen Vermögenswerten“ bedroht sein, um aufgenommen zu werden.  
Bane dürfte nicht einmal mit seinem Anwalt reden, wenn er einen hätte, so steht es 
in der Geheimhaltungsklausel, die er unterschrieben hat.  
Ob das verfassungswidrig ist weiß Bane damals nicht.  
Bane beharrt in unseren Gesprächen immer wieder darauf, dass sein 1. Ausstieg incl. 
dem Identitätswechsel genauso ablief.  
Sonst sind seine Antworten einsilbig, seine Tonlage ist etwas ruppig. Doch nun hört 
er auf, ungeduldig mit den Fingern auf den Tisch zu trommeln, er lehnt sich bequem 
in seinem Sessel zurück. Mit freundlicher Stimme hält er einen ausschweifenden 
Monolog über die Verantwortung von Personen in Machtpositionen, über Respekt, 
sein Geschick, mit Menschen umzugehen, für das ihn alle bewundert hätten. „Sie

342 
 
können sich das heute vielleicht nicht vorstellen, aber ich war damals bekannt für 
meine charmante Art“, sagt Bane. Zum ersten Mal in zwei Stunden lächelt er.  
Spricht man mit seinen Bekannten, mit seinem Anwalt, seinen Ärzten, liest man Akten 
und Gutachten, lässt sich das meiste in seiner Geschichte leider nicht rekonstruieren.  
Seine Ärzte bezeugen einvernehmlich, das Max Bane diese kompletten Geschichten 
ausschließlich in seiner eigenen Gedankenwelt erfindet und durch seine 
Schizophrenie bedingt, dann natürlich auch davon überzeugt ist, dass es in der 
Realität genauso alles passiert ist.  
Es steht Aussage gegen Aussage! 
Doch was, wenn der Zeugenschutz systematisch versagt hat im Falle von Max Bane?  
Was ist, wenn er obwohl er im Fokus einer Behörde sowie unter deren ständiger 
Kontrolle, trotzdem alle diese Menschen getötet hatte? 
Was wenn die ganzen Kontrollmechanismen innerhalb der observierenden Behörde 
versagte? 
Wie kann man die Effektivität einer Einrichtung kontrollieren, deren Aktivitäten 
streng geheim sind?  
Wie uns Bürgerrechtler Rechtsanwalt Dr. jur. W. Meyer bestätigte, müsste sogar er 
Geheimhaltungsklauseln unterschreiben, die ihm verbieten, diese Temporär -
Unterkunft zu benennen. Vorsichtig wählt er deshalb seine Worte aus und spricht 
stets im Konjunktiv.  
Es könnte sein, sagt Meyer, dass irgendwo in Deutschland ein Gefängnistrakt leer 
stehe, es könnte auch sein, dass dort zwei bis fünf zu schützende Personen ihre 
Strafen absäßen oder auf Identitätswechsel vorbereitet werden und mit niemandem 
mehr reden dürften. Gäbe es diesen Ort, sagt Meyer, dann gäbe es vielleicht einen 
sechs mal sieben Meter großen Innenhof, den die Personen einmal am Tag für sechzig 
Minuten betreten dürften, mit so hohen Mauern, dass man die Sonne, wenn sie 
senkrecht steht, sehen könnte,  und nur dann. Vermutlich wären die Zellen nach 
außen mit schräg gestellten Lamellen abgeschirmt, von innen mit einer milchfarbigen 
Plexiglasscheibe, sodass die Bewohner ein Leben im Halbdunkeln verbringen 
müssten.  
„Der Ort, an dem sie Max B. damals unterbrachten, war letztlich Isolationshaft. 
Folter“, sagt Meyer. Er betreut mittlerweile mehr als ein halbes Dutzend Personen, 
die in einer ähnlichen Situation wie Max B. damals war, waren. Von denen sei nur 
einer ohne körperliche oder psychische Schäden davongekommen.

343 
 
Meyers Name spricht sich schnell herum, auch außerhalb des Gefängnisses. Zwanzig 
geschützte Zeugen würden ihn pro Jahr kontaktieren, sagt Meyer, und mit jedem 
Anruf verstehe er besser: „Was die Zeugenschützer da treiben, ist ein menschliches 
Verbrechen.“ Er vertritt heute mehrere Dutzend Personen, verzweifelte Menschen, 
fast alle mit Ausstiegsgedanken.  
„In der Regel fängt das Programm schon mit einer Lüge an“, sagt Meyer: Beamte und 
Schützer versprächen den Zeugen eine neue Identität. Dabei könnten Personendaten 
in Deutschland gar nicht gelöscht werden, sondern nur gesperrt. Doch gegenüber den 
Zeugen wir d das oft offengelassen. „Manchmal reicht es, jemandem aus dem 
öffentlichen Dienst ein paar Tausend Euro zuzustecken, und schon erfährt man, wo 
man die geschützte Person suchen sollte.“ Meyer sagt, er habe von so einem Fall 
gehört.  
Bei all seinen Fällen ließe sich ein Muster erkennen, das zeige, dass der Staat rein 
betriebswirtschaftlich auf seine Zeugen schaue.  
Meyer unterscheidet drei Phasen: Während der ersten Phase würden die Schützer 
sich sehr bemühen. „Der Zeuge ist spannend, hat Informationen, die sie brauchen“, 
sagt Meyer. „Es ist die Phase des maximalen Melkens.“  
In der zweiten Phase werde der Zeuge nur noch selten in weiteren Prozessen 
benötigt. Die Verteidiger der Gegenseite seien längst auf seine Aussagen vorbereitet. 
Man halte ihn bei Laune. Danach, in der dritten Phase, wenn alle Prozesse zu Ende 
seien, habe der Zeugenschutz kein Interesse mehr. Für den Staat sei der Zeuge nun 
nur noch eins: teuer.  
Max Bane ist in Phase drei, als es mit ihm bergab geht. Er begann ein vermeintlich 
neues Leben in Japan, lebte dort in einem Kloster und wurde vorher einem 
menschenunwürdigen Drill in Form einer Art Boot -Camp unterzogen und brach 
letztendlich ab. Dadurch wurde er wieder nach Deutschland rückgeführt. Zwar mit der 
neuen Identität und auch in ein anderes Bundesland sowie in eine neue Stadt, aber 
ab diesem Zeitpunkt war er quasi auf sich allein gestellt! 
In den ersten Monaten hatte er noch eine Kontaktperson, da diese jedoch überlastet 
war, wurde auch dieser letzte Kontakt zu seinem früheren Leben sowie für die letzte 
Vertrauensperson, die er noch hatte, immer weniger. Seine Verzweiflung treibt Max 
Bane ans Glas. Wodka, Whisky, Tequila, Minimum eine Flasche am Tag.  
Er arbeitete zwar als Malergeselle, aber ansonsten war er quasi auf sich allein gestellt. 
„In dieser Zeit halfen mir wieder meine inneren Stimmen!“ erklärt Max „sonst wäre 
ich hoffnungslos verloren gewesen!“

344 
 
Die Stimmen hört er zum ersten Mal an einem Nachmittag in der Tankstelle, er denkt, 
jemand hätte das Radio angemacht. Doch zu Hause sprechen sie weiter. Er kennt 
diese Stimmen nicht, es sind viele, sie reden wirr und laut. Am nächsten Morgen 
räumt er alle Möbel beiseite, doch nirgends findet er einen Lautsprecher. Er geht aus 
dem Haus, und sie begleiten ihn überallhin. Meistens versteht er sie nicht.  
Doch manchmal hört er sie ganz deutlich sagen: Niemand hilft dir, also hol dir endlich 
selbst, was dir zusteht.  
Im Wahn trifft er die Entscheidung, das Förderungsprogramm zu beenden. Er ruft 
seine Kontaktperson an, sagt ihm, er will das nicht mehr, er will raus. Der Beamte 
versucht ihn am Telefon zu überzeugen. Sie befinden sich immer noch in Gefahr, sagt 
er. Bane l egt auf. Die Beamten bitten ihn noch einmal für ein Gespräch zu sich ins 
Büro, sie wollen sichergehen, dass er nicht nur so handelt, weil ihn jemand bedroht. 
Bane lässt sich nicht beirren. Von nun an lebt er weiter unter falschem Namen, Schutz 
bekommt er aber nicht mehr.  
Wann er zum ersten Mal ein Geschäft betritt und sich nimmt, was er meint, verdient 
zu haben, lässt sich nicht rekonstruieren.  
Bane schweigt über seine Diebstähle. Man kann diejenigen in seiner Akte nachlesen, 
bei denen er erwischt wurde. Ein Männergürtel für 45 DM, Herrenschuhe für 230 DM, 
ein Sakko, 329 DM, eine Stereoanlage für 4012 DM.  
Es sind niemals Dinge, die er dringend bräuchte, sondern Statussymbole, die er sich 
früher leisten konnte. Manchmal wird er zweimal an einem Tag erwischt und klaut 
trotzdem wenige Tage später wieder.  
Er sucht auch wieder den Kontakt zu Menschen in seinem Alter. Durch seine 
charismatische Art ist das auch gar kein Problem für ihn. Er findet sehr schnell 
Anschluss innerhalb der Schwetzinger Szene und wird auch sehr schnell anerkannt 
innerhalb eines bestimmten Kreises… 
Jene E-Mail vom 25. Juli 2014 nennt er eine Verzweiflungstat. „Es war mein letzter 
Versuch, ein bisschen Gerechtigkeit zu erhalten“, sagt Bane.  
An einem der vielen Rechner eines Internetcafés schreibt er an die 
Staatsanwaltschaft: „Ich werde ich einen Amoklauf begehen und den Präsidenten des 
Oberlandesgerichts als Geisel nehmen und anschließend erschießen.“ 
Unterschrieben „mit freundlichen Grüßen, Max Bane“.  
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf dokumentiert den Eingang der Mail drei Tage 
später, am 28. Juli 2014. Sie verstärkt die Sicherheitsmaßnahmen vor den Gerichten 
und lässt Bane observieren. Am 30. Juli wird er festgenommen.

345 
 
Die Polizisten bringen ihn in eine nahegelegene psychiatrische Klinik. Gurte an 
Händen, Fußgelenken und Bauch schnüren Bane ins Fleisch. Einmal lösen die Pfleger 
ihn aus der Fixierung, damit er eine Zigarette rauchen kann, da schlägt er einer 
Krankenschwester ins Gesicht. Zwei Wochen bleibt er stark sediert angebunden, die 
Ärzte diagnostizieren eine paranoid-halluzinatorische Psychose.  
Die örtliche Staatsanwaltschaft fordert nun eine Unterbringung nach Paragraf 63, 
eine Art Haft für schuldunfähige Personen, die als gefährlich für die Allgemeinheit 
eingestuft werden. Bane wird ins Institut für forensische Psychiatrie des 
Landschaftsverbandes Rheinland in Essen verlegt, ein ärztliches Gutachten wird in 
Auftrag gegeben. Bane wird nun nicht mehr festgebunden, er ist ruhiger. Der 
Gutachter Torsten Grüttert, leitender Oberarzt des Alexianer Krankenhauses in 
Krefeld, besucht ihn nach der Verlegung. Nach anderthalb Stunden Gespräch ist Bane 
zuversichtlich, dass Grüttert ihn nicht für gefährlich hält. Er habe sich charmant und 
zurückhaltend gegeben, sagt er heute. Bald, denkt er, bin ich wieder frei.  
Zwei Monate später ist immer noch kein Gutachten da. Banes Verteidiger Malte Pohl, 
ein energischer junger Anwalt, beantragt Haftprüfung. „Ein paar Wochen wären bei 
einer solchen Drohung noch irgendwie nachvollziehbar. Aber das?“ Der Richter gibt 
dem Gutachter noch zwei Wochen, bevor er Bane freilassen will. Am 25 . September 
kommt endlich ein Kurzgutachten. Doch nachdem Pohl es gelesen hat, ruft er Bane 
an: „Es sieht schlecht aus.“  
Grüttert schreibt, Bane verkenne die Realität: „Herr B. ist weiterhin davon überzeugt, 
in einem Zeugenschutzprogramm gewesen zu sein, er ist weiterhin davon überzeugt, 
dass die Polizei ihm zugesagt hätte, dass ihm Versprechungen gemacht wurden, die 
dann von den Behörden nicht eingehalten wurden.“ Das seien Wahnvorstellungen. 
Bane bleibt in der Forensik. Bis zum Beginn des Prozesses am Landgericht Düsseldorf 
vergehen weitere vier Monate.  
Wie kann es passieren, dass der Gutachter nicht nachforscht, ob Max Bane tatsächlich 
im Zeugenschutzprogramm war? Torsten Grüttert will sich auf meine Nachfrage nicht 
dazu äußern. Und die Staatsanwaltschaft Mannheim? Müsste sie nicht stutzig 
werden, wenn e in Angeklagter gegenüber einem Gutachter angibt, er sei im 
Zeugenschutzprogramm? Hätte das nicht einer der Staatsanwälte prüfen müssen? 
Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim nennt diesen Fall ein 
„Säumnis“.  
Er sagt: „In unserem Haus hat jeder gewusst, dass Bane im Zeugenschutzprogramm 
war. Bei der Masse an Fällen fehlt manchmal die Zeit, das ganze Gutachten zu lesen.“ 
Grütterts Kurzgutachten ist keine drei Seiten lang.

346 
 
Banes Anwalt Pohl entscheidet, den Chefarzt der Forensik in Wiesloch als 
Sachverständigen zu beantragen. Auch er schreibt nun ein Gutachten.  
Bane erkennt sich zu diesem Zeitpunkt kaum noch wieder. Jeden Morgen, wenn er 
aufwacht und das fremde Zimmer sieht, überrollt ihn die Angst. Auf den Gängen hat 
er aufgeschnappt, dass Personen, die nach Paragraf 63 untergebracht werden, 
durchschnittlich sie ben Jahre in der Forensik bleiben. Nachmittags, wenn das 
Sonnenlicht in den Raum fällt, setzt er sich ans Fenster. Durch die Gitter schaut er auf 
einen Friedhof und beobachtet die traurigen Menschen vor den Grabsteinen. Er sieht 
sie verwelkte Blumen austauschen und denkt, das Leben ist zu kurz, um sieben Jahre 
gefangen zu bleiben.  
Zunehmend zweifelt er an seinem eigenen Urteilsvermögen, weiß selbst nicht mehr, 
was richtig und was falsch ist. Irgendwann trifft er die Entscheidung, nur mehr seinem 
Anwalt zu trauen: Er sieht den jungen Strafverteidiger Malte Pohl als seinen letzten 
Verbündeten. Wer die beiden zusammen erlebt, hört Dialoge wie diese:  
„Ob es wohl gut wäre, nach Ende des Nötigungs -Prozesses wieder ins Ausland zu 
gehen?“ fragt da Max. 
„Nein“, sagt der Anwalt.  
„Ob er es riskieren könne, für einen Ausflug in seine alte Stadt zu fahren?“  
„Nein!“  
„Ob es eine gute Idee wäre, einen Kiosk zu eröffnen?“  
„Ja.“  
„Ja? Na gut. Dann mach ich das.“  
Als man beim Zeugenschutz mitbekommt, dass ich für dieses Buch recherchiere, 
besuchen die Beamten Bane in der Klinik, danach möchte er nicht mehr mit 
Journalisten reden. Über den Inhalt des Gesprächs schweigt er. Wieder ist es Pohl, 
der ihm sagt, dass das schon in Ordnung sei, und Bane spricht wieder mit mir. Sein 
Vertrauen zu seinem Anwalt ist größer als seine Angst vor den Beamten.  
23. Januar 2015. Landgericht Mannheim, ein fast leerer Gerichtssaal, zwei Zuschauer, 
Schlussplädoyers. Max Bane, nach vorne gebeugt, die Hände auf dem Tisch gefaltet, 
schließt die Augen, während Malte Pohl spricht: „Das hätte hier auch anders 
ausgehen können.“ Der Staatsanwalt, in sich zusammengesunken, fasst sich mit der 
Hand an die Stirn. Seine Behörde sieht schlecht aus in diesem Prozess. Als Pohl am 
ersten Verhandlungstag die Bombe platzen ließ, wandte sich die Richterin an den 
Staatsanwalt: Warum, fragte sie, ist nirgendwo in den Akten vom Zeugenschutz die 
Rede?

347 
 
Der Chefarzt der Wieslocher Forensik sprach sich für Banes Zurechnungsfähigkeit aus, 
der Prozess wurde von einem Sicherungs- in ein Strafverfahren umgewandelt.  
Als Bane eine Stunde später den Gerichtssaal verlässt, ist er wegen Nötigung zu einem 
Jahr auf Bewährung verurteilt worden – und wieder ein freier Mann.  
Pohl klopft ihm auf die Schulter, er ist zufrieden. Banes Miene bleibt versteinert. Er 
wollte eigentlich etwas Anderes. In dem Moment, als im Prozess klar wurde, dass 
Bane nicht in die Psychiatrie zurückkehren muss, stand er auf und fragte die Richterin: 
„Klappt das jetzt? Wird mich meine Frau wiederlieben und ich kann wieder mit meiner 
Familie zusammenleben?“ 
„Ich werde Euch allen zeigen, was Sache ist, ihr verwichsten Bastardnficker, Ihr 
dreckigen!“

348 
 
Blind Rage 
„Als Amok (von malaiisch amuk „wütend“, „rasend“)[1] werden tateinheitliche und scheinbar 
wahllose Angriffe auf mehrere Menschen in Tötungsabsicht bezeichnet, bei denen die Gefahr, 
selbst getötet zu werden, zumindest in Kauf genommen wird.  
Der entsprechende Vorgang wird als Amoklauf, der Täter als Amokläufer bezeichnet – oder auch 
als Amokschütze, wenn er eine Schusswaffe verwendet. Falls der Täter ein Fahrzeug einsetzt, 
spricht man von einem Amokfahrer. In Anlehnung daran verwenden die Medien auch den 
Begriff Amokflug mit diffuser Bedeutung.“ 
Definition von Amok 
 
„Wissen Sie, was Amok ist?“  
„Amok? eine Art Trunkenheit bei den Malaien...“  
„Es ist mehr als Trunkenheit...es ist Tollheit, eine Art menschlicher Hundswut...ein 
Anfall mörderischer, sinnloser Monomanie“ 
„Amok, das ist so: Ein Malaie trinkt sein Gebräu in sich hinein... und plötzlich springt 
er auf, fasst den Dolch und rennt auf die Straße, rennt geradeaus, ohne zu wissen 
wohin! 
Was ihm in den Weg tritt, Mensch oder Tier, das stößt er nieder, und der Blutrausch 
macht ihn nur noch hitziger! 
Schaum tritt dem Laufenden vor die Lippen, er heult wie ein Rasender, aber er rennt, 
rennt, rennt, sieht nicht mehr nach rechts, sieht nicht nach links, rennt nur mit seinem 
gellen Schrei Die Leute in den Dörfern wissen, dass keine Macht einen Amokläufer 
aufhalten kann! 
So brüllen sie warnend voraus, wenn er kommt: „Amok! Amok!“, und alles flüchtet...  
Er aber rennt, ohne zu hören, rennt, ohne zu sehen, stößt nieder, was ihm begegnet, 
bis man ihn totschießt wie einen tollen Hund oder er selbst schäumend 
zusammenbricht“  
Das unerklärliche Element des Blindwütigen beim Amoklauf; der Begriff „Amok“ 
entstammt dem malaiischen „meng -amok“ und meint, dass ein Mann in rasender 
Enthemmung, gleichsam in blinder Wut, alle, auf die er zufällig trifft, ohne dass sie 
sich ihm sichtbar entgegenstellen, wie im Rausch angreift oder/und tötet, solange, bis 
der Täter selbst aufgibt, zusammenbricht, sich selbst tötet oder von anderen getötet 
wird. Soweit, weitgehend übereinstimmend - allgemeine Lexika und etymologische 
Wörterbücher.

349 
 
Ich schlage die Augen auf. Alles ist dunkel. Die schweren Vorhänge sind noch 
zugezogen. Sonst stehe ich ungerne auf. Heute nicht. Es ist mein großer Tag!  
Trotzdem möchte ich vorher noch eine Kippe rauchen. Wo habe ich sie gestern Abend 
nur hingelegt? Ah, sie liegen immer noch auf dem Schreibtisch. Bis in die späte Nacht 
habe ich dort gesessen.  
Das harte Paket fühlt sich kalt an meinen nackten Füßen an. Egal, es ist nur ein kurzer 
Weg. Wo ich eh schon aufgestanden bin, kann ich mich genauso gut vor den PC 
setzten. Ein kurzer Handgriff, dann fährt er auch schon hoch.  
Es ist hier viel zu still. Ich will nicht mit all meinen Gedanken hier in der Ruhe 
verweilen. Umgehend korrigiere ich es. Die Böhsen Onkelz sind jetzt genau das 
Richtig. Die Musik ist so voller Kraft. Ich erlaube ihrer Aggressivität mich zu 
durchströmen. Es fühlt sich gut an!  
Viel zu schnell vergeht die Zeit. Die erste Zigarette ist bereits einer Zweiten gewichen. 
Nun muss ich mich endgültig aufraffen. Gerade heute will ich nicht zu spät kommen. 
Ich gehe durch die kleine Bude zur Dusche. Noch ist niemand außer mir im Mietshaus 
wach. Selbst wenn, wäre es nebensächlich.  
Wie sehr ich mich schon jetzt darauf freue dieses Haus für immer zu verlassen. 
Vielleicht kann ich den ganzen beschissenen Bastardndumme Kuhn irgendwann sogar 
beim vor sich hin vegetieren im Heim zusehen. Wer weiß.  
Im Bad bin ich schnell fertig. Jede Bewegung läuft automatisch ab. Ich rasiere mir 
nochmal schön die Glatze mit dem Nassrasierer. Jetzt nur noch die passenden 
Klamotten auswählen.  
Nach kurzem Überlegen entscheide ich mich für die Armeehosen von Thor Steinar 
und einen enganliegenden schwarzen Hoodie. An die Füße kommen meine schwarzen 
Stiefel.  
Ich will doch gut aussehen. Schließlich werden sie mich heute alle bewundern!  
Nochmals drehe ich die Musik auf volle Lautstärke. Sofort reagiert einer meiner 
Nachbarn und hämmert gegen die Wand, der Wichser. Soll er doch. Wen interessiert 
schon seine Meinung. Dann ziehe ich noch meine Windjacke an und verlasse die 
Wohnung mit meinem Gepäck! Es fühlt sich so gut an. Jetzt kann ich endlich das Haus 
verlassen.  
Meine eigentliche Ausrüstung für Nachher habe ich im Rucksack. Irgendwie ist es eine 
Erleichterung.

350 
 
Mein schöner Tag beginnt gleich und ich werde in diesen Betreib danach nie mehr 
wieder gehen oder arbeiten. Eigentlich wird für diesen Betreib gar keiner mehr 
arbeiten nach dem heutigen Tag, das ist auch mal klar! 
All die Jahre haben endlich ein Ende. Es soll Kollegen geben, die gerne hingehen. Ich 
nicht. Ich hasse alle diesen kranken Wichser da. Sollen sie doch zur Hölle fahren, 
Kollegen wie Vorgesetzte. Haben sie je was für mich getan? Nein! Seit ich mich an die 
Firma erinnern kann, war ich immer der Sonderling irgendwie. Die ganzen Kollegen 
sind alles Wichser. Die Idioten finden es doch geil, wenn da einer ist, über den sie 
hinter seinen Rücken lästern können. Ich bin dieser jemand, zumindest denke ich das! 
Was kann ich denn dafür, wenn meine Alten mir keinen IQ von 150 vererbt haben? 
Aber nein, das interessiert nicht! Sobald ich mal etwas nicht weiß, kommen sie alle 
gleich mit lauter verschissenen dummen Ratschlägen, die keiner braucht. Zumindest 
nicht ich! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In ihren Augen bin ich doch nur ein dummer, fauler Sack. Scheiß Malerwichser! 
Die werden noch staunen. Aber warum sich noch quälen? Nur noch heute. Es wird für 
sie alle ein kurzer Tag werden!  
Ich erreiche die Firma. Von außen sieht sie so friedlich aus. Es ist nur die Wirkung. Ich 
kenne die Brutalität im Inneren. Jeder gegen jeden, alle gegen einen. ES geht immer 
nur um Kohle. Um Gewinnmaximierung! Es geht nur um Prozente und um zufriedene 
Scheiß Kunden. Wäre der Name der Firma das Kapitalistenzentrum der 
DrecksFaschisten, wäre es ehrlicher.

351 
 
Ich trete ein. Die ersten Leute sind schon da und haben schon angefangen. Mich 
interessiert das nicht. Ich bin pünktlich. Mit schnellen Schritten eile ich meinem 
Schicksal entgegen.  
Lange habe ich nachgedacht. Diese Kraft die mich jetzt leitet ist schon lange in mir. 
Alles verdrängen hatte nicht geholfen. Wie kann man auch seine Bestimmung 
verdrängen? Ich denke nicht weiter darüber nach. Beim Verlassen meiner Wohnung 
habe ich alles hinter mir zurückgelassen. Von jetzt an zählt nur noch der Moment.  
Die Tür zum Büro reiße ich auf. Wie lange habe ich mich hierauf vorbereitet? Seit 
Jahren lebte ich für diesen Augenblick. Sie schauen mich alle aus ihren Leeren Augen 
an, unfähig zu begreifen. Blutige Ernte will ich unter ihnen halten. Die Mittel zur 
Vergeltung halte ich in meinen Händen, da ich sie bereits aus meinem Rucksack 
rausgeholt hatte. 
Die Beschaffung war nicht leicht. Ich habe es dennoch geschafft. Zwei Barettas, jede 
Menge Munition.  
Die ersten Schreie ertönen bei meinem Anblick. Das tut gut! 
„Fürchtet euch, so wie man sich an seinem jüngsten Tag fürchten sollte. Für eine 
Beichte ist es jetzt sowieso zu spät, ihr Dumme Kuhn!“ 
Brülle ich jetzt außer mir vor Hass in die staunenden Gesichter meiner baldigen Ex -
Kollegen und Kolleginnen. 
Ein roter Nebel umgibt mich. Es ist das Adrenalin. Gerne begebe ich mich in seine 
Klauen. Von jetzt an denke ich nicht mehr. Ich handle! Ich führe aus! 
Ich töte sie alle!  
Ein, zwei, drei fallen! Meine Gaben metzeln sie nieder. Ich will mehr. Immer mehr 
töten!  
Fünf Personen im Raum - 10 Kugeln verbraucht. Ein gutes Verhältnis! 
Mir reicht es. Nur einmal schieß ich daneben. Sofort behebe ich diesen Fehler!  
Erst als sich nichts mehr regt höre ich auf. Ein wunderbares Bild zeichnet sich vor mir 
ab. Da liegen sie alle vor mir blutbesudelt in ihren Blutpfützen!  
Im restlichen Gebäude ist mein Tun nicht geheim geblieben. Bereits jetzt kann ich 
Sirenen hören. Bald sind sie hier! Die Anderen kommen schon! 
Ich wusste die ganze Zeit über, es würde so kommen. Auch darauf bin ich vorbereitet!  
Niemals war ich davon ausgegangen das Gebäude zu verlassen. Wäre ich feige würde 
ich mich selber richten. Daran habe ich aber kein Interesse. Ich will mich Ihnen zeigen.

352 
 
Sie sollen mich ein letztes Mal sehen und spüren! Ich, der Gott der Vergeltung komme 
über sie alle! 
Mit diesem Gedanken gehe ich zum Haupteingang. Keine Seele begegnet mir auf 
meinem Weg. Jetzt wissen sie endlich, sie sollen sich nicht mit mir anlegen! 
Es hat lange gedauert, aber nun haben sie Respekt vor mir! Diese kleinen 
erbärmlichen feigen Wichsdumme Kuhn! Widerliche Brut!  
Ein Blick zeigt mir, die Bullen sind nun auch hier. Sie schreien mich an. Ich soll mich 
ergeben. Ich schreie ihnen dagegen und teile ihnen mit, sie sollen zur Hölle fahren. 
Unbeeindruckt trete ich vor und lege auf sie an. Es ist eine Einladung! Ich ziehe d en 
Bolzen aus einer meiner Splittergranaten und werfe sie den Bullen direkt vor ihre 
Füße. Die schauen ganz verwundert, weil sie damit bestimmt nicht gerechnet hatten, 
aber das war es dann auch schon. 
Mit einem extrem lauten Knall explodiert das Ding! 
Oh und wie es explodiert. Richtig mächtig. Und vor allem die Metallsplitter zerfetzen 
die ganzen Bullen im Umkreis, die nicht eh schon von der Explosion zerstückelt 
wurden! 
Dann feuere ich meine beiden Magazine leer und verzieh mich zurück ins Haus. 
Sie nehmen den Kampf an. Die erste Kugel erwischt mich. Jäher Schmerz durchflutet 
meinen Verstand. Es reicht noch nicht. Ich taumle, falle aber nicht. Weitere Schüsse! 
Was für dumme Schweine! Endlich gehe ich zu Boden. 
Plumpe Gesichter erscheinen über mir. Ein Notarzt beugt sich über mich. Was will 
dieser Penner von mir? 
Ich grinse ihn an. Es ist das erste Mal, dass ich in der Firma lächle. Er ist zu spät. Schon 
jetzt kann ich fühlen, wie das Leben mich verlässt. So wollte ich es. Das war von 
Anfang an mein Plan gewesen. Ich hatte meine Rache. Nun bin ich endlich frei, 
zumindest hatte ich das gedacht. 
Meine letzten Gedanken, bevor ich im Nebel eintauche, ist das ich gut war, ich kann 
mit mir zufrieden sein. Es ging schnell und kompromisslos, fast wie früher… 
 
24 Tote – Mann gibt nach Amoklauf verstörendes Interview. 
Nach einem Streit mit seinem Chef ein Mann in Deutschland laut Behördenangaben 
vierundzwanzig Menschen erschossen. Unter den Opfern des Amoklaufs im 
Bundesland Baden-Württemberg sollen sich unter anderem 6 Polizisten, die halbe 
Belegschaft der Firma, in der der Amokläufer arbeitete und zwei unschuldige

353 
 
Passanten, die zufällig in der Nähe waren befinden. Der mutmaßliche Täter wurde 
festgenommen und gab im Anschluss einer Zeitung ein Interview, in dem er erklärte, 
er habe gewollt, dass er nach seiner Tat von Polizeibeamten getötet werde! Leider 
hätten die Anderen jedoch versagt. 
Zu den tödlichen Schüssen kam es nach Angaben der Sicherheitsbehörden von 
Mannheim am Montagmorgen in dem Bürogebäude des Ausbaubetriebes 
Farbenreich GmbH in der Industriestraße in Mannheim.  
Auslöser der Tat sei eine Abmahnung des Betriebes aufgrund eines Fehlverhaltens 
vom Amokläufer Max B. gegenüber Kunden, die er an der Arbeitsstelle als 
Faschistenschweine, die ausgerottet gehörten, wüst beschimpfte, nachdem diese sich 
über seiner mangelhaften Ausführung von Malerarbeiten beschwert hatten, 
gewesen. 
 
„Meine Absicht war, mich töten zu lassen, aber dies blöden Bullenschweine habe ja 
jämmerlich versagt!“ 
„Jemand rief die Polizisten, Menschen, die nicht in dem Haus arbeiteten. Das ist, was 
sie tun – sie greifen ein.“  
Dies hätte den Polizisten das Leben gekostet, sie seien selbst schuld, sagte er. 
Quelle: dpa/AP 
 
Der Tatverdächtige sagte unterdessen, er habe nicht vorgehabt, sich lebend von der 
Polizei festnehmen zu lassen. Diese hätten ihn erschießen sollen. „Meine Absicht war, 
mich zum Schluss töten zu lassen. Ich hatte leider keine Kugeln mehr.“ 
Max B. wurde in den Hochsicherheitstrakt der geschlossenen Psychiatrie 
eingewiesen, wo er medizinisch versorgt werden würde und in der er nun auf seinen 
Prozess wartet. Sicher sei, dass er durch die Schussverletzungen nicht mehr in 
Lebensgefahr schwebt. 
 In einer Anhörung durch Gutachter muss nun überprüft werden, ob Max B. zum 
Zeitpunkt seines Amoklaufes zurechnungsfähig war. Bei einer Verurteilung droht ihm 
eine lebenslange Haftstrafe. 
Laut den Ausführungen seines Anwaltes Dr. Jur. Heinrich Oberwälder gegenüber 
unserer Zeitung hätte Max Bane "keine Erinnerung" mehr. Sein Mandant könne sich 
erst an Ereignisse, die nach dem Amoklauf sind, erinnern, nicht aber an das, was davor 
und dazwischen passierte.

354 
 
Dadurch könne seine Schuldfähigkeit gemindert sein.  
Bei einem früheren Klinikaufenthalt soll Herrn Bane angeblich bereits 
Zurechnungsunfähigkeit gutachterlich bescheinigt worden sein. Auch wurde jetzt 
bekannt, dass Max B. bereits im Alter von 18 Jahren 2 Menschen in Notwehr getötet 
haben soll. Wir recherchieren hier natürlich weiter und halten Sie auf dem Laufenden. 
 
Psychopathischer Mörder über sich: 
Ich kann mich nicht den Tatsachen stellen! 
Ich bin angespannt und nervös und ich kann mich nicht entspannen! 
Ich kann nicht schlafen, weil mein Bett brennt! 
Berühre mich nicht, ich bin ein echter brennender Live-Draht! 
Was es nicht viel besser macht! 
Lauf weit weg, lauf ganz weit weg! 
Weglaufen ist viel besser für Dich als in meiner Nähe zu bleiben! 
Ich beginne eine Konversation, die ich nicht einmal beenden kann! 
Du redest viel, aber Du sagst aber nichts!  
Alles nur leere Phrasen, die da aus Deinem Mund kommen! 
Wenn ich nichts zu sagen habe, sind meine Lippen versiegelt! 
Sagen Sie einmal etwas, dann reicht das doch! 
Warum sagen Sie es noch einmal? 
Denken Sie, dass ich Sie nicht verstanden habe? 
Oder haben Sie sich selbst nicht verstanden, weil Sie ja auch nichts gesagt haben? 
Wir sind eitel und wir sind blind! 
Die Eitlen, die Blinden und die Frechen! 
Ich hasse Menschen, wenn sie nicht höflich sind! 
Ich hasse sie und möchte sie dann auch töten! 
Das ist schlicht die Wahrheit! 
Genau so und nicht anders! 
Punkt!

355 
 
Ich sehe Euch alle! 
Hey, Ihr da draußen! Hört mir bitte mal kurz zu, ja?! 
Ich sehe Euch alle, auch wenn Ihr mich nicht sehen, sondern nur hören könnt! 
Es ist wichtig, das könnt Ihr mir glauben! 
Manchmal denk' ich, ich tick' nicht richtig und alle anderen gehen andere Wege als 
ich. 
Ich steh' in einer Menge Menschen und bin doch allein! 
Ich fühl' mich frei und kann doch nicht frei sein, denn die Fesseln der Gesellschaft 
halten mich in Zaun. Oder auch hinter diesen verschlossenen Türen, so wie jetzt im 
Moment! 
Dann seh' ich mir die anderen an und denk' wo wollen die denn hin? 
Was ist der Sinn von dem Ganzen und was kommt dann und warum bin ich auch noch 
mittendrin? 
Ich bin umgeben von Menschen mit geschminkten Masken, hinter denen sie sich 
verstecken, damit sie niemand sehen kann! 
Die haben sich schon verloren und kommen nicht mehr an sich selbst ran! 
Die warten auf Veränderungen und wären schon lange dran, doch vor lauter Warten 
tun sie es nicht! 
Die haben alle bereits aufgegeben zu leben, weil es sie bedrückt und das scheint für 
die auch noch ganz normal zu sein und genau das macht mich verrückt! 
Hier läuft doch etwas komplett falsch, aber sicher nicht in mir! 
Nein, ich bin nicht verrückt, ich sicherlich nicht! 
Doch durch die in aller Köpfe eingepflanzte Meinung der Anderen, denken trotzdem 
alle, dass ich der Verrückte hier bin! 
Und dabei möcht' ich doch nur ich selbst sein und ich weiß, ich steh' mit diesem 
Wunsch auch wirklich nicht allein da. 
Doch viel zu viele bleiben auf der Strecke und lassen sich hängen, die geben auf und 
lassen sich in eine Ecke drängen, aus der sie vor lauter Blindheit nicht mehr selbst 
herauskommen! 
Wir retten die Welt, sag ich und werde ausgelacht, doch, wenn das alle denken 
würden, hätten wir's schon längst gemacht!

356 
 
Wir haben das Leben, genau ich meine unser Leben, selbst in der Hand! 
Und ich für meinen Teil find's ziemlich geil, doch werde ich für verrückt gehalten! 
Und dadurch wird mir dann plötzlich klar, was ich bisher noch so verschwommen sah 
und nicht wirklich erkannte! 
Und von diesem Trip möcht' ich nicht mehr runterkommen! 
Und ich rate euch, macht doch mit, denn ihr habt immer die Wahl! 
Geht her und nennt mich verrückt und sagt mir, ihr wärt normal! 
Doch wer ist hier normal und wer ist hier verrückt? 
Denkt ihr, es ist normal, nur, weil es alle tun? 
Okay dann lass mich derjenige sein, der Euch Licht in Euer Leben bringt! 
Dafür müsst ihr aber alle Vorurteile mir gegenüber wegwerfen, denn nur so ist es 
sicher, dass es mir gelingt! 
Ich bin der, der nichts Böses im Sinn hat, sehen wir es mal abstrakt! 
Sagen wir mal, ich steh' in der Ecke auf 'ner Kiste und bin praktisch nackt. 
Ich bring Veränderungen und die verändern mich selbst aber noch mehr als Euch! 
Und damit ist das dann vielleicht noch weiter weg von Euch! 
Aber wenn ihr auf mich eingeht und meinen Worten vertraut, und zwar mehr als 
diesen eingepflanzten Gedanken durch die Anderen, dann kann ich Euch versprechen, 
dass wir es zusammen schaffen! 
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, es bringt Euch jede Menge Vorteile! 
Verdammt, Ihr müsstet genauso wie ich es spüren, dass Ihr am Leben seid! 
Und das ist für mich Grund genug, jede Menge Gas zu geben, denn was ich Euch geben 
möchte ist für uns alle gut! 
Was ich da spür', ist das Leben meiner Wahl, selbst wenn Ihr mich für verrückt haltet! 
Ich weiß, es hört sich für Euch abgefahren an, doch ist es für mich ganz normal! 
Deshalb kann ich Euch auch sehen, im Gegensatz zu Euch! 
Das ist mein Aufruf zur Anarchie, hört Ihr? 
Hey Du, komm mal her! Komm bitte mal her zu mir und hör mir kurz zu, denn was ich 
Dir zu sagen habe, wird Dich bestimmt interessieren, Du miese kleine Dumme Kuh!

357 
 
Ja genau, Du hast eben richtig gehört, ich nannte Dich kleine miese Dumme Kuh. Und 
ich nenne dich Bastardnsohn noch ganz anders, ha! 
Leck mich, ich bin 'n Arschloch!  Leck mich von mir aus am Arsch, Du dumme Sau! 
Ja, mach nur die Fresse auf. Egal, was Du sagst, ich hau dir doch Deine Kauleiste ein. 
Ich habe diese verschissene Wut in mir! Warum geht's mir so schlecht und warum 
geht's Dir so gut?  
Ja bin ich denn hier nur von Wichsern umgeben? Echt, das gibt es doch nicht! 
Haltet bloß alle Euer dummes Maul hier, Sonst gibt's jetzt Randale und voll eins auf 
die Lippe. 
Mein Hebel im Gehirn steht bei mir ständig auf der Kippe. Der Schalter ist sozusagen 
umgelegt! 
Ich bin 'n Arschloch, ja, das ist, was ich bin. Aber das finde ich auch gar nicht schlimm! 
Bei mir schaut jeder von Euch Pissern besser zweimal hin. 
Denn einmal nicht aufgepasst, hab´ ich dir schon eins verpasst. 
Ob du schon gesessen hast? Was ist das denn für eine dämliche Frage! Mir egal, ich 
kenn den Knast. 
Alkoholika, das sind meine Drogen. Ach, was heißt Drogen? Ist doch eh alles verlogen. 
Genau wie diese Drecks-Psychologen mit ihrem Positiv-Gelalle. 
Ihr scheiß Dumme Kuhn, ihr kennt mich alle, denkt ihr? 
Leck mich, ich bin 'n Arschloch! Ich fick Dich! Ich bin widerlich! 
Ich komm' über Dich und ich erniedrige Dich! 
Kackst du dich an, mach ich sofort mit. Du bist 'n Arschwichser, du stinkst aus 'm 
Schritt. 
Ich weiß, wer Du bist! Du weißt, dass ich existier'! 
Du hast 'ne Fresse, die man nicht vergisst und ich bin heute hier um dir 'nen Whiskey 
einzugießen 
und um dir den Abend zu vermiesen. Und mich zu entschließen, das auch noch zu 
genießen. 
Verpiss Dich, Du Dumme Kuh ! Mach's Dir selbst! Mach Dich we, Du Scheiß 
Matschbirne!

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Du wichst Dir doch noch einen, wenn ich deine Alte leck', oder? 
Ich habe meine gern geschlagen, aber das hat sie nicht vertragen. 
Jetzt geht's aber erst mal Dir an den Kragen und dann wirst Du versagen. 
Ey, das dumme Miststück hat mich verlassen! Ah, das sind doch alles Dumme Kuhn. 
Umso mehr krieg ich jetzt Lust, dir jetzt eine rein zu rotzen. 
Du hast keine Probleme sagst Du? Na das ist mir doch scheißegal! 
Denn deshalb hast Du doch jetzt mich! 
Du bist mit Dir zufrieden. Dafür hasse ich Dich, Du Penner! 
Ich bin der größte Bastardnsohn auf dem gesamten Planeten und kann nicht länger 
so tun als wenn hier alles OK wäre! 
Will mein Handeln vertreten doch so wie ich es seh' ist das doch nur ne Ausrede für 
den Weg den ich geh! 
Ja ich bin gierig und süchtig, nehm' auf niemanden Rücksicht! 
Dass ich wirklich verrückt bin, sieht man, wenn man zurück blickt auf meine 
Vergangenheit! 
Die Geschichte beweist, dass ich durch zahlloses Morden zu einem geisteskranken 
Monster geworden bin. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Oder aber schon immer war! Wer weiß das schon so genau! 
Aber das ist jetzt auch nicht wirklich so wichtig!

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Ich bin ein Heuchler, Lügner, Mörder, ja ich bin euer aller Feind! 
Ein Betrüger, ein Schwein, ich mach alles für Geld! 
Ihr aber habt mich verraten, verkauft, mein Vertrauen missbraucht. Und zwar von 
Anbeginn dieser Zeit bis zum Ende der Welt!  Eigentlich seit ich mich erinnern kann! 
Ich bin der Gier nach Macht im Wahn erlegen, aber ich hatte doch die Macht! 
Denn ich regierte mit Gewalt und vernichte mich selbst dadurch. 
Denn so wie Oppenheimers Worte gelten: 
„Ich bin ich der Tod geworden! Der Zerstörer der Welten!" 
So dröhnen in mir seines Kollegen Töne: 
„Von nun an sind wir Bastardnsöhne!" 
Wir wissen leider beide, Du bist kein bisschen besser als ich, richtig? 
Und deine Scheinheiligkeit, nein die verwässert das alles echt nicht! 
Und sicher sind's nur Kleinigkeiten, doch es rechnet sich und wenn man 
zusammenzählt, dann ist es die Summe Deiner Taten und das Ergebnis zu bestreiten 
ist lächerlich. Ja es wäre geradezu jämmerlich! 
Du siehst jetzt Dein Ende und änderst nichts, gar nichts! Du bist dir fremd und 
erkennst dich nicht. Du verleugnest dich selbst aus Schiß vor dem Tod! Was bist Du 
doch für eine lächerliche Gestalt! 
Bist wie besessen davon Dein Leben zu retten, oder was? 
Hast Du denn vergessen, was Du getan hast? Du dummes, feiges Schwein! 
Letztendlich kann dich keiner retten, denn ich bin bereits hier bei Dir! 
Denn Du bist ein Heuchler, Lügner, Mörder, mein Feind! 
Ein Betrüger, ein Schwein, Du machst alles für Geld, nicht ich! 
Hast mich verraten verkauft, mein Vertrauen missbraucht! Und zwar schon immer, 
wenn ich recht darüber nachdenke! 
Du bist nicht mein Kumpel und auch sicher nicht mehr mein Kollege! 
Halte einfach Dein dreckiges, verlogenes Maul, denn bei mir stößt Du sowieso auf 
taube Ohren! 
Du hast doch jedem Glauben abgeschworen, hast Deinen eigenen Gott verloren. 
Deinen Faschistengott!

360 
 
Und der Teufel soll Dich holen, Du verkommener Bastard! 
Du bist einer zu viel! 
Ja, ich weiß das die Wahrheit weh tut! 
Ja, der Wahnsinn wird mehr, denn ganz egal wen ich sehe, alle haben dasselbe 
Problem, und das wie immer mit mir! 
Und sicher könnte ich gehn, doch ich bin immer noch hier!  
Und sag was mir nicht passt und ich pack keinen hier mit Samthandschuhen an, das 
ist mal klar! 
Und frag was ich noch für ihn tun kann! Nein, das sicher nicht mehr! 
Ich gehe euch aufn Sack, ja - darin bin ich gut Mann und das ist auch gut so! 
Der Typ hier geht ab, tja das kommt nicht immer gut an, richtig? 
Ich will keinem gefallen, da bin ich lieber der Buhmann! 
Der größte von allen und das sehr gerne! 
Ich bin die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, die keiner mehr aushält von Euch 
ganzen Pennern! 
Die widerliche Wahrheit, die sich pausenlos aufzwängt, richtig Ihr Penner? 
Die wenn man sich taub stellt, sich trotzdem durch Eure Ohren rein in Euer 
beschissenes kleines Gehirn reinbohrt! 
Und die sich nicht raushält, selbst wenn Ihr Euch die Ohren zuhaltet! 
Damit alles raus kommt ist hier mein Aufruf an alle da draußen! 
Wir machen nen Aufstand und sorgen für Aufruhr, hört Ihr da draußen? 
Hört Ihr? Hey, ich kann Euch alle sehen!

361 
 
 
Zieht Euch mein Wahlprogramm rein und dankt einfach darüber nach. 
Dann werdet Ihr alle erkennen, dass ich so verdammt recht habe! Und zwar mit Allem! 
Zeile für Zeile ist jedes einzelne Wort von mir wahr! Ihr müsst es nur lesen. Das ist 
nicht so schwer! 
Ich habe es extra so geschrieben, dass es selbst der größte Schwachmat lesen und 
verstehen kann! 
Nix kompliziertes, so wie die ganzen Drecks-Parteien da droben in Berlin. 
Die sind sich doch eh alle einig und ficken sich niemals selbst ins Knie. 
Die kappen doch niemals ihre viel zu fetten Gehälter, da ficken die doch alle lieber so 
kleine Bürger wie uns. Und das dann dafür so richtig. 
Ich aber, ich schenke euch die Wahrheit! 
Wir müssen nur den verschissenen Staat stürzen! Das ist nicht so schwer!  
Bevor dieses Haus brennt, geht Ihr besser raus, nur die können uns nicht aussperren, 
wir stehen sozusagen schon im Hausflur! 
Wir komm' durch die Haustür wir ham' Euch gewarnt und nun drehen wir Euch den 
Hahn zu und danach den Hals um! Doch auch wenn wir auch rot sehn, ist es cool und 
real! 
Ihr könnt Euch tot doch immer noch ausruhen! 
Männer immer, wenn ihr hier rausgeht, egal wie es aussieht, will ich, dass ihr Laut 
gebt bevor einer draufgeht, denn wir brauchen nen' Ausweg und wir dürfen nicht 
aufgeben! 
Wenn keiner sich aufrafft is' klar wie es ausgeht! Die Pause ist aus und vorbei und wir 
machen den Anfang! 
Wir werden voll Gas geben und machen auf keinen Fall halblang! 
Werden uns nicht ausruhen bevor wir es gepackt ham'! 
Ich bin knüppelhart und das ist kein Understatement! 
Ich bin absolut autark und keiner, der von anderen Geld nimmt! 
Sie gehen alle am Stock, wenn wir sie platt machen, mit Euch Jungs, die meiner 
Meinung sind! 
Wir ham kein Bock auf die ganzen Politiker mehr, weil wir schon Meilen weiter sind!

362 
 
Weiter als all die Penner, die nicht checken, was da geht! 
Unser Katechismus hat mehr Tradition als Knigge und Alter, ich bin für das 
Allgemeinwohl, die Krankenkasse zahlt der Fiskus! 
Außer uns hat keiner einen Plan und nicht den geringsten Blassen, keinen Dunst und 
keine Ahnung! 
Die bringen nichts nach vorne außer angepasstes Zeug, deswegen kommt zu mir 
Leute, denn ich bin einer von euch! 
Ich hör alle Politiker reden und jedes Wort tut mir weh, denn deren Leben ist ein 
Klischee! 
Die wollen was sagen, ich glaube, das war’s dann, denn deren ganzes beschissenes 
Leben ist eine einzige Farce! 
Leute, kommt und folgt mir! Lasst uns das Land in die Anarchie führen und wieder von 
vorne starten. Lest einfach mein Programm, dann werdet Ihr mir glauben und 
vertrauen! 
Und Scheiß egal eh, das Gesetz bedeutet nix für mich! 
Ich gebe schon immer nen Fick drauf was angeblich richtig ist! 
Mein Freund, ich bin wie ich bin. Ja Mann, es ist wie's ist! 
Genau so und nicht anders! Nur müsst Ihr anfangen mich zu sehen. Hören könnt Ihr 
mich doch auch schon!

363 
 
Gegenwart / Wo bin ich? Part 1 
Ich bin gerade aufgewacht und weiß derzeit nicht wo ich bin. Der Raum ist so weiß 
und steril. Ich bin sicher in einem Krankenhaus, oder vielleicht in einer Irrenanstalt. 
Oh was würde ich jetzt dafür geben, wenn ich einem minderwertigen Geschöpf das 
sich Mensch nennt sein erbärmliches physisches Dasein nehmen könnte. Was ist jetzt 
los? Ein Mann in einem weißen Kittel tritt ein. Das ist sicher ein Psychologe, ein 
Gelehrter der Wissenschaft, dieser Mann will sicher in das Innere meines kranken 
Kopfes schauen. Das gelingt niemandem, nur ich weiß was darin vorgeht und das wird 
auch so bleiben. Zwei gut gebaute, muskulöse Männer treten ebenfalls herein. Sie 
fordern mich auf ohne schnelle Bewegungen aufzustehen. Was soll das? Haben sie 
etwa Angst vor mir? Ich stehe also auf und mache auch keine schnellen Bewegungen 
so wie sie es möchten diese kranken Organe des Staates. Ich muss mich an die Wand 
stellen und sie legen mir Hand- und Fußfesseln an, die sie so eng schließen, dass mir 
ein Schmerz durch die Beine und die Hände fährt und ich merke wie meine Finger 
langsam taub werden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Doch das finde ich toll, ich werde sogar geil von dem Gefühl der Hilflosigkeit, vom 
Gefühl des Schmerzes der meinen Körper durchströmt wie Strom. Sie zerren mich aus 
meinem Zimmer oder besser gesagt aus meiner Zelle und ich muss durch einen langen 
Korridor gehen. An den Seiten stehen alte, massive Holzbänke die in die Wand 
hineingelassen sind. Jetzt kann ich mir auch vorstellen wo ich bin, als ich durch die 
Station gehen musste wo die Menschen in komischen, alten Morgenröcken 
herumsitzen. Ich sehe in Gesich ter die ausdruckslos sind oder voller Emotionen die 
allerdings nicht mehr vom Verstand, sondern nur noch von den Beruhigungsmitteln 
kontrolliert werden. Ich weiß jetzt wo ich bin, dies ist eine Anstalt. Eine Anstalt für 
Personen wie mich die ihren Trieben freien Lauf ließen. Dies ist das Gebäude das ich 
vom Vorübergehen kenne, es ist die staatliche Anstalt für geistig abnorme 
Rechtsbrecher in Bayern. Aber warum ich? Ich werde aus meinen Phantasien gerissen

364 
 
als eine Tür vor mir knallt. Ich kann einen Blick in einen Raum erhaschen wo ich jetzt 
hineingezogen werde. Es ist ein kalter Raum, wie alle Räume in dieser Anstalt. 
Inmitten des Raumes stehen ein Tisch, zwei Stühle und ein Aschenbecher. Ich muss 
mich auf einen unbequemen Stuhl aus Metall setzen, der meinen Arsch ganz schön 
frieren lässt. Nicht mal die Ketten nehmen sie mir ab. Diese armen Geschöpfe haben 
sicher Angst vor mir und das sollten sie auch, denn sie stehen auf meiner Liste ganz 
oben, denn sie werden meine Komponenten für mein neues Kunstwerk. Ich male mir 
schon aus wie es aussehen könnte. Die Türe knallt wieder und zwei Männer in weißen 
Kitteln kommen herein. Einer setzt sich auf den Stuhl und der andere stellt sich dicht 
zu mir und flüstert mir ins Ohr, dass ich alles bereuen werde was ich getan habe. Ich 
drehe meinen Kopf nur langsam zu ihm um und sehe wie nett seine Nase auf Höhe 
meines Mundes ist. Ich kann mich einfach nicht mehr halten und lasse den Trieben 
meines tierischen Instinktes freien Lauf. Oh der arme Mann schreit ja, wenn man ihm 
in die Nase beißt. Die zwei Männer die mich hereingeführt haben, stürmen sofort 
auch mich los und knallen mich mit meinem Kopf auf den Tisch. Ich spüre den Schmerz 
der durch meinen Schädel und mein Gehirn ras t und finde ihn sehr schön und 
euphorisch. Der arme, verletzte Arzt verlässt wutentbrannt das Zimmer und ich muss 
noch laut lachen über seinen Schmerz. Der Zweite der noch im Raum auf seinem Stuhl 
verweilt muss wohl den Befehl gegeben haben mich loszulasse n, denn die Männer 
lassen von mir ab und stellen sich wieder zur Tür. Ich richte meinen Kopf auf und 
schaue ihm tief in die Augen während ich freundlich grüße. Ich würde ihm gerne die 
Hand schütteln, doch Ketten die nicht sehr lang sind hindern mich daran. Dann eben 
nicht. Der Mann sagt aber nichts dergleichen zu meiner freundlichen Geste, sondern 
macht einen Klick auf sein Diktiergerät und fängt an zu fragen. Er stellt so dumme 
Fragen über meine Kindheit und mein Erwachsenwerden. Nach ca. zwei Stunden 
kommen dann die interessanten Fragen. Auf die Frage ob ich schon einmal 
Todesangst verspürte antworte ich mit kalter Miene nein. Ich fragte aber den Arzt ob 
er jetzt in diesem Augenblick die Angst des Todes spürt. Er sagt wieder nichts und ich 
spreche weiter. Ich erkläre ihm, dass er sicher die Angst spüre, er merkt es nur nicht. 
Als nächstes fragt er mich, was ich dabei empfunden habe als ich meinen Erzeuger 
tötete. Ich denke es sind zwei oder drei Stunden während des Gespräches vergangen. 
Inmitten meiner freudigen Erzählung steht der Arzt auf und macht eine schwungvolle 
aber bestimmte Handbewegung in Richtung Tür um den Wachen damit zu sagen sie 
sollen mich wieder in meine Zelle bringen. Ich werde also wieder sehr forsch 
aufgerissen und in meine Zelle geschlep pt. Natürlich bin ich nicht alleine in meiner 
Zelle, sie haben mir, den brutalsten Mörder den sie je gesehen haben, so nennen sie 
mich mal einen Zellengenossen gegeben. Mit den Gesprächen die ich führe vergeht 
die Zeit relativ schnell und es wird schon Nacht. Ich lege mich in das Bett und versinke 
sofort in eine Welt des Traumes, in meine Welt, in diese Welt die sonst niemandem 
gehört außer mir.

365 
 
Ich habe sehr schlecht geschlafen in dieser Nacht. Trotzdem schlagen diese Tölpel in 
aller Frühe die Türe auf. Stiefel treten ein, das ist deutlich hörbar. Ich stehe also 
schnell auf, doch als ich stehe kommt sofort eine Wache und befiehlt mir die Hände 
an die Wand zu legen und keine hektischen Bewegungen zu machen. Nun bin ich 
wieder alleine, alleine wie ich es immer schon war. Ich hatte nie wirklich richtige 
Freunde und bin jetzt mittlerweile 47 ich war immer der Sonderbare oder der Freak. 
Was habe ich schon getan? Zwei Stunden bin ich sicher vor mich herstarrend auf dem 
Bett gesessen und habe auf die leere, weiße Wand gestarrt die vor mir lag und malte 
mir die schönsten Bilder aus, wie wohl mein nächstes Kunstwerk aussehen könnte. 
Plötzlich höre ich einen  Schlüssel und das knarren eines Schlosses. Eine Klappe wird 
geöffnet und ein Tablett mit Essen und einem Brief wird hindurch geschoben. Ich 
muss sofort hin mein Essen holen und dann wird die Klappe sofort wieder 
verschlossen. Zuerst öffne ich den Brief, w orin geschrieben steht, dass sich einen 
Anwalt zugesprochen bekommen habe und übermorgen die erste Besprechung ist. 
Ich möchte keinen Anwalt, ich kann selber für mich sprechen. Alle meinen ich bin 
verrückt, das sind alles Kunstbanausen sie verstehen meine Genialität nicht, die ich in 
meinen Kunstwerken vorzeige. Ich will nicht, dass irgendjemand den ich nicht kenne 
meine Gedanken von einem Blatt Papier abliest, der zwar von seiner Wissenschaft 
was verstehen mag, doch nicht von meiner Genialität für die Küns te einen 
menschlichen Körper noch schöner zu machen wie er im Leben schon ist. Als ich mein 
Essen kaum zu mir genommen habe, wird die Türe zu meiner Zelle geöffnet und das 
gleiche Szenario wiederholt sich wieder, ich werde wieder aus meiner Zelle geführt 
doch dieses Mal komme ich in eine Raum der aussieht wie ein Untersuchungszimmer, 
und es stellt sich heraus, dass es auch eines ist. Sie glauben ich weiß nicht wie man 
dieses Gerät nennt an das sie mich anschließen doch ich weiß es genau. Sie schließen 
mich an ein EEG an, es soll meine Gedankenwellen messen währen sie mir die Bilder 
meines Kunstwerkes vorspielen. Ich weiß nicht warum diese minderwertigen, 
dummen Geschöpfe versuchen in meine bizarre Gedankenwelt einzudringen und sie 
zu verstehen, wenn sie schon zu dumm ihre kleinen Gehirne unter Kontrolle zu halten. 
Ich beantworte auch ihre Zwischenfragen, doch an ihren Blicken kann ich erkennen, 
dass sie nicht fähig sind, meine Gedankenwelt zu erfassen, diese Würmer. Diese 
Prozedur dauert zwei Stunden wie ich an der Uhr ablesen kann, die im Zimmer an der 
Wand hängt. Nach dieser Untersuchung wie es diese Geschöpfe nennen, werde ich in 
ein anderes Zimmer geführt wo sie mir eine Mappe mit verschiedenen primitiven 
Tests vorlegen, die ich in einer nach ihrer Einschätzung Rekordzeit erledigt hatte, doch 
diese Ameisen wissen doch nicht einmal die Bedeutung von Zeit richtig zu deuten. Ich 
finde diese Gelehrten wie sie sich nennen einfach nur primitiv. Ich werde nach diesen 
Tests von den zwei Wachen, die nie von meiner Seite gewichen sind wieder in meine 
Zelle zurückgebracht. Als ich in die Zelle eintrete sehe ich sofort das neue Gesicht, das 
da in meiner Zelle sitzt. Wieder jemand, den sie wegen eines Mordes, oder Gewalttat

366 
 
in geistiger Umnachtung wie sie es sehr gerne bezeichnen in diese Anstalt gebracht 
haben. Doch dieses Mal ist es nicht wie bei Jack, ganz im Gegenteil ich sehe vor 
meinem Auge schon ein Kunstwerk, das ich mit ihm als Komponente vollbringen will. 
Doch nicht  diesen Abend, sondern ich warte noch auf den richtigen Tag und den 
richtigen Zeitpunkt, denn schließlich soll es ja perfekt werden. Als ich auf die Uhr 
schaue, die hinter Stahlgittern versteckt ist sehe ich, dass es bereits 22 Uhr geworden 
ist. Ich werde mich also jetzt in das Bett legen, das wie ein Sarg aus Stahlgittern 
aussieht und in meine Traumwelt eintauchen, wo ich mir schon ausmalen kann, wie 
ich mein Kunstwerk gestalte. Dieses Kunstwerk soll einmalig werden, genauso wie 
mein erstes, das ich mit dem Eichhörnchen und den Hunden machte als ich anfing als 
Künstler. Ich habe schon die verschiedensten Utensilien gefunden, die ich brauche, 
einen Kleiderschrank, einen Stuhl und eine Bettdecke, doch ich werde nicht meine 
nehmen, sondern seine, denn das Gefü hl ist belustigender. Während ich diese 
Gedanken durch meinen Kopf rasen lasse merke ich wie mich das wohlige Gefühl des 
Schlafes einzuhüllen beginnt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Heute bin ich wieder früh aufgewacht. Ich bin sehr erschöpft, denn ich hatte eine sehr 
unruhige Nacht, aber nicht, weil ich schlecht geschlafen habe, sondern weil ich 
aufgeregt bin, über den Beginn meines Kunstwerkes. Ich denke heute ist der richtige 
Tag und ich warte nur noch auf den richtigen Moment um damit zu beginnen. Zu 
Schichtwechsel um dreizehn Uhr sind die Wachen sehr unaufmerksam da sie schne ll 
nach Hause möchten und da ist auch mein Kunstwerksgegenstand wieder da von 
seinen Untersuchungen. Ich ho ffe er genießt es, denn es werden seine letzten 
Untersuchungen sein, die er macht bevor er in mein schönes Kunstwerk eingeht, das

367 
 
in meinem Kopf bereits geformt ist. Ich beginne jetzt mal damit langsam das Stuhlbein 
zu lösen, das ich für meine ersten Handgriffe benötige. Ich muss das sehr leise und 
genau machen, das dauert seine Zeit und hoffe, dass es niemand bemerkt. Ich werde 
es so nur so lockern, dass ich es schnell herausziehen kann, denn mein Kunstwerk 
wird von Wachen in den Raum begleitet. Am Ton der Uhr bemerke ich wie es zwölf 
schlägt, denn genau zu Mittag und zu Mitternacht, macht die große Uhr in der 
Eingangshalle einen lau ten Gong, damit jeder versteht, dass es jetzt zwölf ist, 
Meistens ist dies auch das Zeichen, dass es bald was zu futtern gibt. Ich habe meine 
Vorbereitungen jetzt fertig gestellt an denen ich den ganzen Vormittag saß. Endlich 
geht die Tür auf es ist eine V iertelstunde vor dreizehn Uhr. Die Komponente meines 
genialen Kunstwerks wird von zwei schwer bewaffneten Wachen hereingebracht. Ist 
er etwa durchgedreht, oder hat er einen Pfleger verletzt? Ich wurde auch von diesen 
schwer bewaffneten Organen der Justiz i n meine Zelle geführt als ich dem 
Psychologen in die Nase biss. Er setzt sich auf sein Bett und meint jetzt seine Ruhe zu 
haben doch es ist in fünf Minuten dreizehn Uhr. Meine Hände beginnen zu zittern, 
und mein Puls rast ins Unermessliche. Ich merke wie i ch schon wieder geil werde, 
genau wie in dieser Nacht, als ich meine Familie in ein Kunstwerk des Grauens 
verwandelt hatte. Es ist jetzt zwei Minuten vor Dreizehn Uhr ich stehe langsam auf 
und schaue noch einmal tief in seine von den Beruhigungsmitteln und  Tritten rot 
unterlaufenen Augen. Wenn ich darin hineinschaue spiegelt sich ein wundervolles 
Bild wider. Ich schaue auf die Uhr es ist eine Minute vor Dreizehn Uhr. Meine Hände 
beginnen immer mehr zu schwitzen und ich nehme jetzt langsam die Bettdecke. 
Dreizehn Uhr. Er versucht sich zwar zu wehren, doch es gelingt ihm nicht. Zu schnell 
habe ich die Bettdecke um seinen Kopf gewickelt, dass seine Schreie ersticken wie 
Schall im Wasser. Ich drücke ihn auf das Bett und schlage ihn zweimal mit dem Kopf 
an die Wand. Ich merke wie seine Stärke nachlässt er aber immer noch Kraft genug 
hätte sich aus seiner Lage zu befreien. Ich muss jetzt alles schnell machen. Ich nehme 
das Stuhlbein und stoße es ihm mit voller Wucht in den Bauch. Nun merke ich wie das 
Leben aus ihm weicht, ein Geruch aus Urin und anderen Exkrementen mischt sich in 
die Luft des Zimmers. Warme Brühe fließt über meine Hand und ich finde es geil. Ich 
bewege einen meiner Finger zu meinem Mund und koste den Saft des Lebens, der 
wie ein kleiner Bach meine Hand herunterströmt. Seine Kraft weicht aus den Händen. 
Sein Kopf sinkt zurück und er wird immer schwerer und schwerer. Nun schnappe ich 
ihn und stelle ihn in den Kleiderschrank, kopfüber und ramme ihm das Stuhlbein 
einmal tief in seinen Kopf, damit das Kunstwerk ganz und gar vollendet werden kann. 
Plötzlich wird die Türe hinter mir aufgerissen. Es muss wohl jemand was gehört 
haben. Ich werde gepackt und mich durchzuckt sofort ein Schock der den ganzen 
Körper lähmt. Ich bekomme alles mit doch ich kann keinen Muskel des Körpers mehr 
bewegen. Ich höre Stimmen von Ärzten und ca. 8 Paar Stiefel die in das Zimmer 
trampeln. Ein Arzt lehnt sich über mich und gibt den Befehl mich festzuhalten, dann

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spüre ich einen kurzen Stich in der Ellenbeuge und Dunkelheit legt sich über meine 
Augen. 
 
Als ich aufwache muss ich mich erst einmal orientieren. Ich schaue mich um und sehe 
nur noch weiß. Alles fühlt sich so weich an. Als ich aufstehen will, und mich mit den 
Händen abstütze merke ich erst, dass ich in einer Zwangsjacke stecke. Diese Bastarde 
haben mich in eine gottverdammte Zwangsjacke gesteckt. Sie würdigen mein 
Kunstwerk gar nicht. Diese verdammten Schweine. Ich probiere mit aller Kraft 
aufzustehen, doch es gelingt mir nicht. In der oberen Ecke bemerke ich die Kamera 
die mich nicht aus den Augen lässt. Ein grelles Licht strömt mir in die Augen, dass ich 
mich konzentrieren muss überhaupt etwas zu sehen. Ich schreie alle Flüche die ich 
kenne, gegen diese Bastarde.  Nach einiger Zeit bemerke ich allerdings, dass es alles 
sowieso nichts bringt und gebe diesem abscheulichen Ding nach. H and -und 
Fußfesseln sind wenigstens erotisch, wenn sich das kalte Eisen in deiner Haut 
einnistet. Doch diese Zwangsjacke ist verdammt unbequem. Ich werde mich 
beschweren, einen Künstler wie mich darf man nicht so beha ndeln. Ich hasse diese 
Jacke. Die unbequemen Riemen die aus einem billigen Plastik bestehen. Wissen diese 
Ameisen nicht, dass Metall viel erotischer ist, als dieses abscheuliche Kleidungsstück. 
Ich starte wieder einen Versuch, mich zumindest auf die Knie aufzurichten, doc h es 
funktioniert nicht. Die Situation ist ausweglos. Ich tauche also in meine Gedankenwelt 
ein um mich zu erinnern, an mein Kunstwerk und ich erinnere mich sehr gut, es ist ja 
noch nicht lange her. Dieses Gefühl war schön, wie der Saft des  Lebens über meine 
Hände rann. Mir kommen immer wieder die Gedanken in den Kopf mich selber in ein 
Kunstwerk zu verwandeln, ein Kunstwerk das keiner so schnell vergisst. Ich habe die 
Bilder klar vor Augen wie es aussehen wird, wenn ich auf den Stuhl gebunden bin und 
die Maschine mit der Nadel an meine Armbeuge ansetzt. Wenn ich die Anwesenheit 
des Todes riechen kann, die Anwesenheit des Teufels der auf meine verdammte Seele 
wartet. Ich werde es genießen, den letzten Gang, das letzte Mahl und vor allem dann 
meine Stunde des Todes, die sicher besser ist wie jeder Orgasmus den ich bis jetzt 
hatte. Ich kann mich noch gut erinnern an mein erstes Mal mit 17, wie die nette 
Nadine mit mir ins Bett ging, doch leider war sie zu fett. Ich habe sie geschlagen und 
gekratzt, bis es mir kam. Es war ein schönes Gefühl. Nur diese Beamtenschweine hatte 
ich dann wieder hinter mir her. Vor allem dieser Richter, es wäre eine Genugtuung 
gewesen, wenn ich ihm seinen Wanzt hätte aufschneiden können. Ich werde wieder 
barsch aus meiner Gedankenwelt gerissen, wie es immer ist, doch dieses Mal sind vier 
Männer da die mich hochheben. Bin ich etwa zu schwer? Ich werde mit der Jacke aus 
dem Raum geführt, wo endlich wieder ein normales Licht herrscht, in einen Raum wo 
eine Panzerglasscheibe mich von einem anderen Raum trennt. Auf der anderen Seit 
erblicke ich einen Mann mittleren Alters in einem Anzug und einen Berg voller Akten.

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Er hat ein blasses Gesicht als er in meine Augen schaut. Wahrscheinlich ist auch er ein 
Kunstbanause. In der Viertelstunde klärt er mich nur auf, dass er nicht viel für mich 
machen kann. Er sagt nur, dass ich morgen zur Hauptverhandlung gebracht werde wo 
ich mein Urteil höre. Er sagt auch, dass er gehört habe was ich gestern gemacht habe 
und sie mir auch dieses als Mord anlasten wollen. Mord? Das ist Kunst, aber was will 
man schon mehr erwarten von diesen minderwertigen Geschöpfen, von diesem 
Abschaum von Gesellschaft, die sowieso nichts verstehen von dem was ich sage. Er 
teilt mir auch mit, dass ich zum Zeitpunkt der Tat als voll zurechnungsfähig eingestuft 
worden bin. Ich hätte auch nichts Anderes erwartet. Ich bin ja nicht verrückt, ich bin 
ja Künstler. Als mir der Anwalt alles mitgeteilt hat, steht er auf, verabschiedet sich und 
verlässt den Raum. Nun werde auch ich wieder in meine weiße Zelle mit dem grellen 
Licht gebracht. Nach der Uhr, dessen Anzeige ich kurz erhaschen konnte ist es jetzt 14 
Uhr. Jetzt bekomme ich auch mein Essen, sogar das wird mir eingegeben, damit sie 
mich nicht aus der Jacke holen müssen. Diese Geschöpfe haben wirklich Angst. Angst 
vor was? Vor meinen Kunstwerken oder vor mir? Ich kann es mir nicht erklären, ich 
bin doch nur ein Man n, ich müsste in Paris geehrt werden und nicht hier in einer 
weißen Gummizelle sitzen. Nach dem füttern, anders kann man es wohl nicht nennen, 
werde ich sofort aus der Zelle gebracht, ich muss wieder in ein Untersuchungszimmer, 
wo ich auf einen Stuhl geschnallt werde. Dieses Mal werde ich auf meine physischen 
Probleme hin untersucht, doch sie können nichts finden. Sie finden genau so wenig 
über mich heraus wie bei den geistigen Untersuchungen. Dieser Abschaum von 
Mensch, die sich auch noch Gelehrte nennen. Als sie fertig sind, werde ich wieder in 
diese Jacke verfrachtet. Ich wehre mich zwar, doch ich zu fünft sind sie dann doch zu 
stark. Fünf für einen, wie armselig. Während meiner Gegenmaßnahmen habe ich 
wohl einen dieser Kolosse im Gesicht gekratzt, denn i ch habe Blut auf meiner Hand. 
Ich werde aus dem Raum geschleppt, doch zu meiner Überraschung nicht in den 
grellen Raum, sondern in eine Zelle mit vergitterten Fenstern, doch es ist weder ein 
Stuhl noch ein Bett darin vorhanden. Einer der Wärter kommt mit in den Raum, wie 
ich sehe der, den ich gekratzt habe. Er verschließt hinter sich die Tür. Ich weiß auch 
schon was er macht. Bevor ich nur ein Wort sprechen kann, rast ein Schlagstock auf 
mich herab. Ich verspüre einen Schmerz, dieser Schmerz durchfährt mein en ganzen 
Brustkorb und es knackt. Eine Rippe muss wohl gebrochen sein. Ein zweites Mal segelt 
der schwarze Schlagstock auf mich herab, wieder durchfährt mich ein Schmerz nur 
dieses Mal am Kopf. Ich finde es geil, doch ich kann das Gefühl nicht lange genießen, 
denn Schwärze legt sich über meine Augen wie ein Schleier über das Haupt einer 
trauernden Witwe. Als ich aufwache bin ich auf ein Bett gekettet und über mir 
bemerke ich Gemurmel von zwei Männern, die wahrscheinlich Ärzte sind, wie ich an 
den weißen Kitteln sehe. Ich bemerke auch, wie meine Brust schmerzt und dass sie in 
weißen Bandagen eingewickelt ist, genauso wie mein Kopf. In meiner linken 
Armbeuge hängt eine Kanüle, durch die Flüssigkeit rinnt. Es muss wohl ein

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Schmerzmittel sein, doch ich möchte den Schmerz spüren, das Gefühl ist einfach 
einzigartig. Ich bemerke wie ich schon wieder müde werde und in den Schlaf falle. 
Es ist wahrscheinlich ein neuer Tag, der Tag der Verhandlung, denn ich werde aus dem 
Bett gezerrt und in einen gelben Anzug gesteckt. Danach legen sie mir die bequemen 
und geilen Fesseln an. Habe ich einen halben Tag und eine ganze Nacht verschlafen? 
Ich werde von zwei schwer bewaffneten Beamten aus dem Zimmer geführt, durch 
den langen Gang auf einen Ausgang zu, vor dem ein Transporter wartet und vier 
weitere Wachen, die auf mich aufpassen. Werde ich beschützt um anderen nichts zu 
tun oder aus Hochachtung, dass mir nichts passiert. Das wird es sein, ich fühle mich 
wie ein berühmter Mann, ich werde beschützt, dass mir nichts passiert. Ich muss in 
den Transporter einsteigen und bemerke wie er sich in Bewegung versetzt. Die 
Beamten die mir gegenüber sitzen unte rhalten sich, würdigen mir allerdings keinen 
Blick, wahrscheinlich aus Ehrfurcht vor mir und meinem genialen Antlitz. Ich merke 
wie der Wagen langsamer wird, doch die Sirene heult immer noch. Vor der Türe des 
Wagens kann man Stimmen hören. Sehr viele Stimm en. Ich werde von den  zwei 
Beamten jetzt von meinem Platz aufgerichtet und gefragt ob ich ein Tuch über meinen 
Kopf will oder nicht. Ich habe die Frage für unsinnig verstanden und nein gesagt. Die 
Welt soll doch mein Antlitz sehen, das Antlitz eines Künstlers wie mich. Die Wagentüre 
öffnet sich und ein Blitzlichtgewitter bricht los. Ich genieße es fotografiert zu werden 
von den ganzen Journalisten. Ich würde gerne länger stehen bleiben, doch sie zerren 
mich schnell hinter eine Absperrung wo keiner mehr hink ommt. Ich finde das 
unverschämt, ein Genie wie mich vor der öffentlichen Welt zu verstecken. Vor der 
Welt die mich preist und liebt. Doch jetzt kommt wieder dieses Gefühl des Hasses in 
mir auf, das Gefühl des Hasses auf diese gottverdammte Menschheit. Ich werde in 
den Gerichtssaal geführt, ich bemerke wie auf einmal die Gesichter der anwesenden 
erstarren und mich ehrfürchtig ansehen. Ich genieße dieses Gefühl, wenn andere auf 
mich aufblicken. Ich schaue lächelnd durch die Reihen und bemerke auch einen 
Nachbarn von mir, ich glaube Martin Schuster heißt er, und seine Frau Else sowie noch 
ein paar Bekannte von mir, ich grüße sie höflich mit einem Zuruf doch sie wenden die 
Köpfe von mir ab. Sind auch sie Kritiker meiner Kunst. Meine sogenannten 
Bekannten? Ich weiß warum ich sie hasse, ich hasse sie alle diese verdammten 
Heuchler. Ich werde ganz nach vorne gezerrt und hinter einen Glaskasten gebracht, 
wo ein Stuhl, ein Tisch und ein Mikrofon stehen. Ich muss mich niedersetzten und 
beide Hände sichtbar auf d en Tisch legen. Außerhalb des Kastens postieren sich die 
zwei abscheulichen Wärter, die mich auch den ganzen Transport lang begleitet haben. 
Als ich so mit meinem zufriedenen Grinsen durch die Reihen schaue entdecke ich auch 
meinen kleinen behinderten Mongo-Bruder den ich erst zum 2. Mal in meinem Leben 
überhaupt sehe. Und er sieht genauso aus, wie ich mir das vorgestellt hatte, ein 
kleiner dummer Mongo halt. Irgendwie erbärmlich, diese Kreatur, so unschuldig und

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doch wahrscheinlich genauso behämmert wie ich in der Birne! Ach wie gerne hätte 
ich ihn auch dabeigehabt, diesen kleinen Bastard, er ist jetzt sechzehn Jahre alt, sieht 
hübsch aus und hatte immer Freunde. Er veräppelte mich oft, obwohl er mein kleiner 
Bruder war, zumindest haben mir das meine Stimmen so zugeflüstert. Ich mache eine 
sehr eindeutige Geste in seine Richtung und er wendet schluchzend den Kopf ab. Ich 
hasse ihn. Ganz vorne kann ich auch meinen Anwalt erkennen, der genervt und lustlos 
die Akten auf den Tisch wirft. Dieses Arschloch meint wohl intelligenter zu sein als ich, 
da hat er sich aber gewaltig getäuscht. Niemand ist intelligenter als ich, denn ich bin 
der Künstler. Plötzlich werde steht der ganze Saal auf und ich erblicke die Richterin, 
die auf den schweren Lederstuhl zuschreitet der vor mir auf einer Anhöhe steht. Sie 
spricht nur ein paar Worte und schon setzten sich wieder alle. Jetzt kommt auch schon 
der erste Gutachter mit dem Bericht herein, ich kann auch sehr schnell erkennen wer 
das ist, auch wenn er nicht, den weißen Kittel anhat, es ist der Arzt dem ich in die Nase 
gebissen habe. Mit zornigen Augen schaut er mich an dieser verweichlichte , kleine 
Bastard, er soll froh sein, dass ich in Ketten war, sonst hätte ich ihn mit seinen eigenen 
Gedärmen erwürgt. Er liest Sachen vor die gar nicht stimmen, ich bin nicht 
schizophren oder habe ein Trauma aus meiner Kindheit. Ich bin ein Schöpfer der 
schönen Künste, ich bin ein Geni e. Ich springe auf und schreie ihn an, dass er meine 
Künste zu würdigen hat und nicht in diesem Tonfall mit mir sprechen solle, denn so 
behandelt man einen berühmten Mann wie mich nicht. Sofort werde ich von Wachen 
in den Stuhl gedrückt und die Handschellen an den Händen werden fester gezogen. 
Ich spüre schon wieder dieses geile Gefühl, wenn meine Hand taub wird. Als dieser 
Gelehrte der Psychologie endlich sein verlogenes Maul hält kommt auch schon der 
nächste Lügner. Er stellt sich vor als Kommissar John Simmons, doch weder der Name 
und das Gesicht sind mir bekannt. Ich s telle aber sehr schnell fest, dass er einer der 
ersten waren die mein Kunstwerk gesehen haben. Es werden sogar Fotos von meinen 
Werken präsentiert und natürlich setze ich jetzt mein schönstes Lächeln auf, denn es 
ist meine erste Vernissage. Doch es sind le ider nur Amateure der Kunst gekommen, 
denn alle bekommen sie bleiche Gesichter und manche würgen sogar. Ich frage den 
Kommissar freundlich ob ihm mein Werk gefallen hat, doch er würdigt mir keinen 
Blick. Ich werde sogar von der Richterin gerügt still zu se in. Ausgerechnet von einer 
Frau. Es kommen wieder die Erinnerungen hoch an meine Mutter und ich muss laut 
lachen, als ich mir den abscheulichen, abartigen Körper meiner Mutter in einer 
Richterrobe vorstelle. Sofort kommt wieder ein Beamter herein und drückt mich fest 
in den Stuhl, dass es schmerzt. Ich sage mit sanfter und geiler Stimme zu ihm er solle 
bitte seine SM -Triebe vor Gericht unter Kontrolle halten und eine Stille trat in den 
Raum ein, denn es konnte jeder im Gerichtssaal hören. Scheinbar wütend f esselt er 
mich jetzt mit den Händen an den Stuhl, dass ich bewegungsunfähig bin und es wieder 
eng in meiner Hose wird. Jetzt wird das Bild von meiner Mutter auf der Leinwand 
projiziert und ich genieße den Anblick, doch die Geschworenen und einige Menschen

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in der sitzenden Menge müssen würgen. Warum nur? Es ist doch schön geworden, 
aber ich kenne den Grund warum sie würgen, sie hören ja nicht die wunderbare 
Melodie der Spieluhr, wie ich sie hörte. Ich summe sie leise in das Mikro vor mir, aber 
abrupt werde i ch von der Richterin unterbrochen. Schade der Kommissar ist jetzt 
schon fertig mit seiner Präsentation meines Kunstwerkes, ich finde den Mann 
sympathisch und danke ihm für die schöne Gestaltung meiner Vernissage. Er dreht 
sich kurz zu mir um und verlässt d ann wortlos den Gerichtssaal. Als nächster kommt 
ein mir bekanntes Gesicht in den Gerichtssaal, es ist unsere Nachbarin Elisabeth, 
dieses kleine Miststück, das mich als Kind immer verjagte als ich mit ihrem Hund 
spielte. Ich wollte doch nur spielen. Sie war also die Ursache warum mein Kunstwerk 
so schnell gefunden wurde. Wenigstens etwas hat sie richtig gemacht die alte Kuh. 
Ich stelle ihr die Frage, wie ihr das Gefallen hat, als sie die Schreie meiner Eltern hörte 
und sie beginnt zu schluchzen wie eine kleine Göre. Sofort wird sie von der Richterin 
aus dem Zeugenstand entlassen, dieses arme Ding. Ach könnte ich ihr doch ein 
Messer in ihre verdammte Brust rammen. Nun endlich bin ich dran. Ich werde von 
den zwei Wachen sehr barsch aus meiner sitzenden Positio n gehoben und Stille tritt 
ein, ich freue mich über die Stille, denn es ist wahrscheinlich jeder an einer 
Dankesrede des Künstlers selber interessiert. Ich muss mich auf einen Stuhl direkt vor 
die Richterbank setzen. Als erstes danke ich natürlich für die Einladung und die nette 
Präsentation. Doch die Richterin will scheinbar keinen Dank hören, sie schreit mich 
an, ich solle sofort den Mund halten und ihn nur öffnen, wenn ich gefragt werde. Das 
ist ja eine sehr unfreundliche Person. Natürlich bitte ich die Herren auf mich 
aufzupassen, dass mir diese Person nichts tut und schon wieder werde ich von ihr 
gerügt. Ihre erste Frage an mich ist, was ich dabei gedacht habe meine eigenen Eltern 
umzubringen. Ich antworte mit ruhiger aber bestimmter Stimme, dass es ein  
wohltuendes Gefühl war, als die Klinge durch die Körper glitt und ihnen den Kuss des 
Todes gab. Es war ein schönes Gefühl, als das Blut aus der Halsschlagader meiner 
Mutter in das Gesicht spritzte. Ich beschreibe ihr auch wie schön es war, als ich den 
Schmerz und die Kälte der weiblichen Teile meiner Mutter spürte als ich sie an meine 
Brust klammerte. Ich fragte sie auch ob ihr das Kunstwerk gefalle, was sie vorher auf 
der Leinwand sehen durfte. Sie schaut mich angewidert an und stellt mir die nächste 
Frage. Ich soll erzählen, ob ich mich vorbereitet habe auf diese Nacht oder nicht. Sie 
klärt mich auch auf, dass eine Tat im Affekt mildernd ist, aber wie ich in ihren Augen 
erkenne macht sie das nur, weil sie das muss. Ich bejahe die Frage und sie stellt auch 
schon die Nächste. Sie fragt mich warum ich meinen Zellengenossen auf so 
bestialische Weise umbrachte. Ich antworte nur mit kühler Stimme, weil er eine 
schöne Ergänzung für meine Künstlerlaufbahn war. Plötzlich schlägt der Hammer auf 
den Tisch der Richter in auf und sie gibt preis, dass sich die Geschworenen jetzt zur 
Beratung zurückziehen können. Ich selber werde wieder in den Glaskasten gebracht 
und an den Stuhl gehängt. Nach einiger Zeit kommen diese armseligen Geschöpfe

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wieder in den Saal und einer davon gibt der Richterin einen Zettel in die Hand. 
Blitzlichter gehen auf als plötzlich alle aufstehen. Sie sagt mit leiser Stimme in das 
Mikrofon, dass ich schuldig sei und hiermit nach Lohr verlegt werde, wo ich verwahrt 
werden würde. Zwei Tage. Ich mache einen erfreuten Aufschrei als ich das Urteil höre, 
denn jetzt dauert es nicht mehr lange und ich kann mich in mein eigenes Kunstwerk 
verwandeln. Sofort nach dem Urteil steht sie auf und geht aus dem Saal. Ich werde 
von den Be amten die, die ganze Zeit auf mich aufpassten aufgerissen und aus dem 
Glaskasten gezerrt. Jetzt komme ich endlich wieder in das Blitzlichtgewitter, das vor 
der Türe auf dem Weg zum Transporter auf mich wartet. Ich rufe ihnen auf dem Weg 
dorthin meinen Lieb lingsspruch zu den ich auch bei Beendigung meines letzten 
Kunstwerkes rufen werde. Schau zu mir herunter, du wirst einen Idioten sehen. Schau 
zu mir hoch, du wirst deinen Gebieter sehen. Schau mich direkt an, du wirst dich selbst 
sehen. Diesen Spruch sagte auch schon Charles Manson und ich werde seine Künste 
weiterführen. Schnell werde ich in den Transporter gezerrt und die Türe wird hinter 
mir geschlossen. Ich höre die Beamten sagen, dass ein Arzt geholt werden soll, der 
mich schlafen legt, denn die Fahrt dauert drei Stunden. Ich schnappe auch das Wort 
Sicherheitsrisiko auf und ich verstehe sofort, sie wollen mich beschützen, mich das 
Genie, den besten Künstler den es je gegeben hat. Ich spüre wie sich der Wagen mit 
Sirenengeheul in Bewegung setzt und auf e inmal stehen bleibt. Ein Mann mit einer 
schwarzen Tasche und einer Paramedic -Jacke steigt ein und sticht mir eine Nadel in 
die Armbeuge. Ein Tuch des Schlafes legt sich über mich und ich tauche ab in meine 
freudige Welt die nur mir alleine gehört. 
Dieses Mal werde ich nicht wach, weil ich aus dem Schlaf gerissen werde, dieses Mal 
ist es die Kälte dich mich durchströmt. Als ich wach werde wird mir bewusst, wo ich 
bin und wie lange ich geschlafen habe. Ich sehe vor mir einen dunklen Korridor und 
Gitterstäbe genau wie hinter mir, wo sich ein kleines vergittertes Fenster sehe, wo 
man auf den Hof hinausschauen kann. Es muss früh am Morgen sein, denn es ist noch 
nicht richtig hell aber auch nicht mehr richtig dunkel. Mich den Künstler haben sie 
nach Lohr g ebracht. Diese verdammten Dreckschweine. Als ich auf den Hof 
hinunterschaue sehe ich Wachen die schwer bewaffnet sind mit Hunden über den Hof 
spazieren, und Wachtürme mit starken Suchscheinwerfern, die regelmäßig über den 
Hof und über die Mauerränder schweifen. Hier haben sie Jack also hingebracht, hier 
hat er sein Kunstwerk vollendet. Sein eigenes, dessen eigenes Objekt er war. Ich 
schaue durch die Gitterstäbe und kann in die Zelle mir gegenüber schauen, dort sitzt 
ein Mann zusammengekauert auf dem Boden, so wie er aussieht muss er schon länger 
auf seine Hinrichtung warten auf die Vollendung seines physischen Lebens. Plötzlich 
hört man schweres Metall knallen und vier Männer schreiten im Korridor heran genau 
zu dieser Zelle mir gegenüber. Sie gehen hinein und einer davon ist ein Priester, denn 
er trägt eine Bibel bei sich und betet. Morgen, wenn mein Kunstwerk vollendet wird,

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will ich keinen Priester ich hasse diese Pfaffe, diese miesen, verlogenen Gestalten. Ich 
musste sie in meiner Schule schon ertragen, diese missratenen Geschöpfe die einem 
die heile Welt versprechen wollen und selber Angst haben davor in die andere Welt 
zu gehen, wie sie diese bezeichnen. Er wird in Ketten gelegt und einer der Wärter 
schaut zu mir herüber und sagt mir, dass ich der nächste sei. Oh wie ich mich schon 
freue, ich werde stolz hinaustreten, ich werde mein Haupt nicht senken, ich werde 
mich von di esen verdammten, minderwertigen Geschöpfen nicht unterdrücken 
lassen. Ich habe bemerkt, dass ich eine Uhr in meinem Zimmer habe, und sehe, dass 
es fünf Uhr in der Früh ist. Ich hoffe, dass meine Vollendung später stattfindet, denn 
ich möchte an meinem großen Tag meiner Vollendung, der Premiere meines größten 
Kunstwerkes nicht unausgeschlafen erscheinen. Ich gehe zu einem Wärter und sage, 
dass ich bitte ein paar Blumen in mein Zimmer haben will, doch dieser schreit mir ins 
Gesicht, ich solle die Schnauze halten. Diese unverschämten Bastarde, wie gehen sie 
bloß um mit einem Genie wie mir. Er sagte auch noch ich sei verrückt, das höre ich 
überhaupt nicht gerne, ich bin nicht verrückt, ich habe mehr Verstand wie er jemals 
in seinem mickrigen Schädel zu spüren be kommen wird. Ich setze mich also wieder 
angewidert von den Zuständen in meinem Zimmer auf mein Bett und tauche ab in 
meine Gedankenwelt. Es schießt ein Bild von dem Wärter in meinen Kopf, wie sein 
Leib wohl aussehen mag, wenn er auf einem Pfahl steckt. Die s beruhigt mich wieder 
ein wenig und ich vergesse alles um mich. Plötzlich wird die Türe aufgerissen und ein 
Tablett mit einem Brot und einer Tasse Kaffee wird auf den Tisch gegenüber meinem 
Bett gestellt. Ich schaue den Wärter erwartend an und sage ihm er solle mir bitte 
Wurst und Käse bringen, denn ich möchte für morgen gestärkt sein. Er lacht nur laut 
und tritt mir mit seinem Springerstiefel in die Nieren, danach verlässt er mein Zimmer 
wieder. Der Schmerz erregt mich zwar doch so eine Behandlung finde i ch für eine 
wichtige Person wie mich nicht  angebracht. So sollte man einen Künstler nicht 
behandeln der ihnen ein Meisterwerk zu Verfügung stellt. Die Zeit vergeht sehr 
kriechend, denn nicht mal eine Beschäftigung lassen sie mir zukommen. Ich sitze auf 
meinem Bett und denke wieder an meine vorange gangenen Kunstwerke. Sehr 
fasziniert hat mich aber mein letztes Kunstwerk im anderen Hotel, ach wie schön war 
der Anblick des Schädels, als er vom Stuhlbein durchbohrt war. Ich muss mich wohl 
so in meine Gedanken h ineingesteigert haben, dass ich was verpasst habe, denn es 
geht wieder die Türe auf und zwei Wärter kommen herein. Sie fragen mich was ich 
morgen essen will. Ich schaue sie an und freue mich darüber, dass ich jetzt endliche 
den Service bekomme den ich verd iene. Ich teile ihnen mit, dass ich eine Flasche 
Champagner und eine gut gebratene Truthahnbrust mit Kartoffeln weich gekochtem 
Gemüse haben will. Sie schreiben das auf und verlassen wortlos mein Zimmer.  Diesen 
Service mag ich kurz vor Vollendung meines g rößten Meisterwerkes. Die Stunden 
vergehen ohne, dass eine Menschenseele das Zimmer betritt. Ich fühle mich wohl in 
dieser Stille. Am späteren Nachmittag kommt ein Wärter zu mir in die Zelle und gibt

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mir einen Brief in dem das offizielle Urteil des Gerichtes steht, er sagt ich habe ein 
Anrecht dies zu lesen, bevor ich hingerichtet werde, um noch ein letztes 
Gnadengesuch zu beantragen. Ich will nicht mein Kunstwerk selber zerstören, ich will 
es vollenden und zwar so, dass es keiner mehr vergisst. Ich glaube ich werde mich 
jetzt in mein Bett legen und schlafen, denn ich muss morgen fit sein für die Vollendung 
meines Seins, für das Eingehen in die Kunst, in die Geschichte und in die Köpfe vieler 
Menschen die ich mit Angst erfüllen kann. Mit Angst, die sie noch nie gespürt haben. 
Doch vorher lese ich dieses Urteil, damit ich belustigt über die primitive Intelligenz 
dieser Bastarde der Justiz in meine Traumwelt eintauchen kann. 
Dieses Mal werde ich selber wach. Ich bin aufgeregt. Meine Hände schwitzen wie vor 
jedem meiner Kunstwerke. Mein Puls rast mit unbestimmbarer Geschwindigkeit. Ich 
stehe langsam vom Bett auf und schaue auf die Uhr es ist drei Uhr morgens und ich 
kann es kaum erwarten. In meinem Kopf rasen Bilder auf und ab, Bilder meiner Eltern. 
Der Hass steigt wieder in mir hoch. Ich spüre wie mein Puls immer weiter zu rasen 
anfängt. Ich möchte schreien, doch das gehört sich für einen Mann meiner 
Berühmtheit nicht, denn dan n könnten die Medien ein schlechtes Bild von mir 
bekommen. Als ich wieder auf die Uhr schaue ist es fünf Uhr morgens. Zwei Wärter 
mit einem Wagen kommen in mein Zimmer. Auf dem ist das gewünschte Essen was 
ich bestellt hatte, ein wenig früh aber es ist wen igstens geliefert worden. Sie sagen 
mir ich hätte eine Stunde das Mahl zu essen. Sie nennen es die Henkersmahlzeit, doch 
ich nenne es Dinner. Mein Festmahl vor der Vollendung. Ich esse es genüsslich und 
trinke meinen Champagner aus, der sehr gut schmeckt. Als ich fertig bin und satt 
kommen die gleichen vier Personen bei der Türe herein, wie sie bei dem Gast auf der 
anderen Seite auch gekommen sind. Als ich die Bibel sehe, überkommt mich eine 
Wut. Ich springe ihn an, damit ich ihm die seinen Schädel von den Schultern reißen 
kann. Sofort greifen starke Männerhände nach mir, ich werde mit dem Kopf auf den 
Boden gedrückt, doch bekomme mit wie der verdammte Pfaffe wenigstens die Flucht 
ergreift. Ich werde in Ketten gelegt und wieder hochgehoben. Die anderen Gäste der 
Unterkunft klopfen rhythmisch an die vergitterten Türen ihrer Zimmer. Ich fühle mich 
wohl, denn jeder ehrt mein Genie, meine Genialität, meine Kunstwerke. Die Türe 
hinter mir wird verschlossen und das grelle Licht in meiner Kammer strahlt mir ins 
Gesicht. 
Schau zu mir herunter, du wirst einen Idioten sehen. Schau zu mir hoch, du wirst 
deinen Gebieter sehen. Schau mich direkt an, du wirst dich selbst sehen!

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Gegenwart / Wo bin ich? Part 2 
Ich bin gerade aufgewacht und weiß derzeit nicht wo ich bin. Der Raum ist so weiß 
und steril. Ich bin sicher in einem Krankenhaus, oder vielleicht in einer Irrenanstalt. 
Oh was würde ich jetzt dafür geben, wenn ich einem minderwertigen Geschöpf das 
sich Mensch nennt sein erbärmliches physisches Dasein nehmen könnte. Was ist jetzt 
los? Ein Mann in einem weißen Kittel tritt ein. Das ist sicher ein Psychologe, ein 
Gelehrter der Wissenschaft, dieser Mann will sicher in das Innere meines kranken 
Kopfes schauen. Das gelingt niemandem, nur ich weiß was darin vorgeht und das wird 
auch so bleiben. Zwei gut gebaute, muskulöse Männer treten ebenfalls herein. Sie 
fordern mich auf ohne schnelle Bewegungen aufzustehen. Was soll das? Haben sie 
etwa Angst vor mir? Ich stehe also auf und mache auch keine schnellen Bewegungen 
so wie sie es möchten diese kranken Organe des Staates. Sie begleiten mich zur Tür 
raus und der Psycho-Doktor fragt mich dabei lächelnd: 
„Guten Morgen, Herr Balling, wie geht es Dir denn heute Morgen?“ 
Wie bitte? Was meint der mit Herrn Balling? So hieß ich mal in ganz jungen Jahren, 
aber jetzt heiße ich Bane. Max Bane! Um ganz genau zu sein Maximilian Christian 
Bane! Wahrscheinlich habe ich mich verhört, denn der kann gar nicht meinen 
früheren Namen wissen, da ich ja eine komplett neue Identität bekommen habe. 
Außer das die Anderen mich natürlich verraten haben, denn dass die das wissen, ist 
mir eigentlich schon klar. 
Ich war mir zwar darüber jetzt nicht ganz bewusst, aber hätte ich daran gedacht, dann 
wäre es mir schon eingefallen! 
Während wir den langen Flur entlang marschieren fragt mich der Arzt weiter:“ Na 
erzähl doch mal Herr Balling, wie Du die letzte Nacht geschlafen hast. Hast Du 
vielleicht sogar etwas geträumt?“ 
Schon wieder Balling! Ok, alles klar, dann haben die Anderen mich am Sack leider! 
„So, junger Mann, hier ist also der Waschraum. Hier kannst Du dich jetzt erstmal in 
aller Ruhe duschen und frisch machen. Wir reden dann später ausführlich über Deinen 
gestrigen Nervenzusammenbruch in Deiner Firma. Da musst Du Dir keine Sorgen 
machen, wir lassen Dich da nicht allein durch. Das wird schon wieder.“ Dann lächelt 
er freundlich und zeigt auf eine Tür über der ein Schild mit der Aufschrift 
Herrenwaschraum hängt. 
„Deine Eltern haben heute Morgen auch schon angerufen und sich nach Ihnen 
erkundigt. Die machen sich ja solche Sorgen und vor allem Vorwürfe. Auf jeden Fall 
soll ich dir ausrichten, das sie heute Nachmittag auf jeden Fall auch vorbeikommen 
um Dich zu besuchen!“

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So so, meine Eltern! Was labert der dumme Wichser eigentlich für eine gequirlte 
Scheiße daher? Will der mich verarschen oder ist das Teil der Strategie der Anderen, 
um Informationen über meinem geplanten Putsch aus mir herauszubekommen? 
Na ja, egal, solange die mich hier in den Waschraum allein rein lassen. Vielleicht 
komme ich da irgendwie durchs Fenster raus, man weiß ja nie! 
Haha, sind die saudoof, die verhurten Penner! 
„Alles klar, Herr Doktor“ antworte ich deswegen lapidar und gehe in den Waschraum. 
Und die lassen mich tatsächlich allein da rein! Also das ist sowas von unglaublich! Sind 
die nicht ganz dicht? Die denken wohl gerade nicht daran, dass sie es mit mir, Max 
Bane, zu tun haben! Einem der gefährlichsten Serienmörder des Landes würde ich 
jetzt mal sagen, ohne groß angeben zu wollen. Aber das sind nun mal die harten 
Fakten! 
Dann schau ich in den Spiegel der über einem der Waschbecken im Vorraum hängt 
und jetzt staune ich wirklich! 
Alter, wie haben die das denn gemacht? 
Haben die mir irgendwelche Psychopharmaka eingetrichtert? 
Ich sehe nämlich vor mir nicht mich als Spiegelbild, sondern die wesentlich jüngere 
Ausgabe von mir. Den unschuldigen Teenager! 
Ich kann es nicht glauben, ich bilde mir hier jetzt gerade wirklich ein, meine jüngere 
Version im Spiegel zu sehen. Mit Haaren auf dem Kopf! Keine Narben im Gesicht! Vom 
Bartwuchs sprechen wir mal gar nicht! 
„Ahhhh!“ schreie ich jetzt laut. Anscheinend so laut, dass die Pfleger das draußen 
hören, denn zumindest rennen die gleich rein zu mir. „Ist etwas nicht in Ordnung mit 
Dir?“ fragt jetzt der kleinere der Beiden hektisch. 
„Na klar, stimmt was nicht mit mir. Das weißt Du doch ganz genau? Was habt ihr mir 
denn für eine Scheiße gespritzt, dass ich solche Halluzinationen habe, hä?“ 
„Um Gottes willen, Du hast Halluzinationen, Christian? Also wir haben dir gestern 
außer einem leichten Beruhigungsmittel absolut nichts verabreicht, Junge!“ 
„Du weißt ganz genau, von was ich spreche, Du scheiß Matschbirne! Oder willst Du 
mir jetzt ernsthaft erzählen, dass ich, Max Bane, nicht aussehe wie immer?“ 
„Ähm, Christian, was meinst du denn mit Max Bane? Und dann noch mit Deinem 
aussehen? Was stimmt denn damit nicht?“

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„Nenn mich verdammt nochmal nicht immer Christian, hörst Du Bastardnsohn! Nenn 
mich bei meinem richtigen Namen! Nenn mich Max Bane! Oder denkt Ihr wirklich, das 
ich auf diese beschissenen Tricks der Anderen hereinfalle wie so ein kleiner blöder 
Idiot?“ 
Da ertönt die Stimme des Arztes jetzt hinter dem Pfleger Nummer 2 hervor: 
„Junger Mann, jetzt ist aber mal gut. Deine Fantasien scheinen Dir gerade einen 
Streich zu spielen! Und Ihr beiden, …“ dabei guckt er jetzt die 2 Pfleger an „Ihr bringt 
mir den Buben am besten gleich mal in meine Behandlungszimmer!“ dann dreht er 
sich auch schon um, und schreitet schnellen Schrittes raus aus dem Waschraum. 
Also das hatte der Typ aber jetzt verdammt gut geschauspielert, das muss man ihm 
lassen! Der Ton war echt realistisch autoritär, unglaublich. 
„Na dann komm mal mit Christian“ Dabei ziehen die beiden Pfleger mich jetzt wieder 
mit nach draußen über den Flur und stoppen dann vor einem Zimmer. 
Auf dem Zimmerschild neben der Tür kann ich lesen: „Behandlungszimmer Nr. 001, 
behandelnder Psychologe Prof. Dr. Maximilian C. Bane!“ 
Jetzt kapiere ich langsam gar nichts mehr, klopfe aber ordentlich an der Tür an und 
trete, nachdem die Stimme des Arztes „Herein!“ gerufen hatte, ein. 
Das Zimmer ist auch gar nicht mehr so, wie ich es in Erinnerung habe, sondern schön 
hell. Durch das geöffnete Fenster dringt ein warmer Sonnenstrahl durch und fällt auf 
den hölzernen Schreibtisch, hinter dem der Arzt sitzt. 
Auch machen sich die großen Zimmerpflanzen echt gut, so dass ich das als echt 
angenehm empfinde. 
„So, Christian, jetzt setze Dich mal hier auf den Stuhl“ dabei zeigt er auf den Stuhl der 
gegenüber von ihm am Tisch steht. Das ist auch gar keiner mit diesen Gurten und so, 
sondern ein ganz normaler Holzstuhl mit Polster. 
„Dann kommst Du mal zur Ruhe und wir beide reden mal vernünftig miteinander. Ich 
denke nämlich das Dir Deine Gedanken, bzw. die Erinnerungen an Deine Träume der 
letzten Nacht vielleicht einen Streich spielen, denn die Gedanken sind frei und keiner 
kann sie erraten, manchmal fliegen sie vorbei in den nächtlichen Schatten…“ 
Dann schaut er mich freundlich und wirklich milde an und ich setze mich erst einmal 
hin. 
Ich sehe jetzt, das auch auf seinem Namensschild auf dem Arztkittel „Prof. Dr. 
Maximilian C. Bane“ steht und verstehe jetzt gar nichts mehr.

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Alles um mich herum fängt jetzt auch an, sich langsam im Kreis zu drehen, so das mir 
ein bisschen schwindelig wird, dabei merke ich auch, dass ich relativ schwer atmen 
muss im Moment. 
„Ach Gott, Junge, Du lieber Himmel, Schwester, bringen sie mal einen heißen Kakao 
und eine Beruhigungstablette für Herrn Balling, bevor er hier noch umfällt.“ 
„Das würde mir gerade noch fehlen, kommt hier mit einem leichten 
Nervenzusammenbruch herein und fällt dann halb ins Koma! Hören Sie Schwester 
Sandy, beeilen Sie sich bitte, ja!“  
Nach ein paar Minuten, in denen ich mich schon ganz entspanne und dem Arzt, der 
mir nochmal den gestrigen Tag ab dem Zeitpunkt meiner Einlieferung in diese Klinik 
genau schildert, höchst interessiert zuhöre kommt auch schon eine super lieb 
aussehende Krankenschwester rein die mir den Kakao hinstellt und mir noch Glas mit 
Wasser dazustellt. „Hier Christian, nimm die mal“ sagt auch Schwester Sandy jetzt 
ganz freundlich zu mir und hält mir noch eine Aspirin Tablette vor die Nase, die ich 
dann auch ganz brav ne hme und runterschlucke. Und wie mir der Doktor alles 
nochmal erzählt, fällt mir auch wieder ein, wie ich am Vortag plötzlich 
Schwindelanfälle in der Firma gehabt hatte, weil mich mein Chef wegen einer 
vermasselten Klassenarbeit in der Berufsschule rundgema cht hatte, so dass ich vor 
lauter Verzweiflung diese zerrissen hatte. Dann fällt mir wieder ein, wie mich der Arzt 
noch am gleichen Tag untersucht hatte und ich in ein Krankenzimmer gekommen bin, 
in dem auch schon 2 andere Jungs in meinem Alter lagen. „Dann habe ich aber wirklich 
ganz schlecht geträumt, letzte Nacht Herr Dr. Bane“ sage ich ihm noch zum Schluss 
und ging dann zurück in mein Krankenzimmer, vor dem bereits die 2 anderen Typen 
auf mich gewartet haben. „Mensch Chris, wird jetzt aber auch Zeit, ko mm lass uns 
noch ein bisschen Fußball draußen kicken, bevor es Mittagsessen gibt…“ „Ähm, wie 
heißt ihr eigentlich, wenn ich mal fragen darf…“ 
„Chris, du bist echt mal krass, Alter. Gestern hatten wir das zwar schon alles geklärt 
aber für so vergessliche Typen wie dich dann halt nochmal, ich bin der Johannes, 
kannst aber auch gern Jan zu mir sagen.“ grinste mich der mit dem Ball an. 
„Na und ich bin der Jochen, meine Kumpels nennen mich aber auch gerne mal Jockes, 
haha!“ 
Nachdem das mit den Namen dann auch geklärt war, spielten wir draußen eine Runde 
Fußball und lachten echt viel dabei. Unfassbar, oder? 
Nachdem ich nach dem Mittagessen ein Runde geschlafen hatte, klopfte es an der Tür 
und durch die kamen dann in der folgenden Reihenfolge:

380 
 
Meine liebe Omi, meine Mama, und Mann, sah die gut aus! Gar nicht wie ein Junkie 
aussehen müsste, so hatte ich sie ja in meinem Traum gesehen zum letzten Mal. Nein, 
die war sozusagen topfit und mit schickem Kostüm und beide lachten mich strahlend 
an: „Chri stian, Jungchen, was machst du denn für Sachen?“ fragte sie dann ganz 
aufgeregt. 
Und zum Schluss kam dann wirklich mein Vater hinterher, der aber obligatorisch, 
natürlich nicht lachte oder sonst wie freundlich schaute.  Aber zumindest lebte er 
noch, ich hatte ihn also auch nicht auf grausamste Weise umgebracht, und er ließ 
mich hoffen, dass auch mit ihm alles im grünen Bereich ist. 
„Na, Christian! Du hast uns gestern aber allen einen mächtigen Schreck angetan, 
hörste du? Und das wegen so einer blöden Schulnote, ts ts ts“ 
Dabei schüttelte er seinen Kopf hin und her. Na und dann gerieten meine Oma und 
meine Mutter in einen wahren Laberflash, so das weder mein Vater noch ich 
überhaupt zu Wort kamen. Die Themen wechselten sich kreuz und quer ab: 
Von dem gestrigen Schrecken, wie sie gehört hatten, das ich mit dem Krankenwagen 
in der Firma abgeholt wurde; 
Von den Sorgen, die sich beide daraufhin gemacht hatten; 
Von der Erleichterung, als sie am Telefon von Dr. Bane darüber unterrichtet wurden, 
dass es mir relativ gut ginge und sie sich keine großen Sorgen machen brauchten; 
Dann von der Fahrt hierher; 
Und, und, und, … 
Was Mütter und Omas halt alles so den lieben langen Tag erzählten. 
Aber mir war alles recht, nach diesem schrecklichen Traum, war mir alles, wirklich 
alles recht und ich freute mich über den Besuch so sehr, das kann ich gar nicht sagen. 
Nach fast 2 Stunden war dann die Besuchszeit auch schon wie im Fluge vorbei und sie 
machten sich wieder auf den Heimweg. 
Ich begleitete die drei noch zu ihrem Auto auf dem Parkplatz. Nach 
Abschiedsküsschen und sonstigen Liebkosungen von Mama und Oma, stiegen die 
dann ins Auto ein und mein Vater nahm mich, den glücklichsten aller Jungen, die man 
sich nur vorstellen kann, noch kurz zur Seite und umarmte mich quasi so mit seinem 
Arm um die Schultern. 
Dann beugte er sich leicht zu mir vor und zischt mir ins Gesicht: „Hör jetzt genau zu, 
Du kleiner dreckiger Bastard, Du kannst von großem Glück sagen, das Du hier gelandet 
bist. Wenn es nach mir gegangen wäre, und das wird es schon noch, darauf kannst du

381 
 
jämmerlicher Versager dich schon Mal einstellen, dann wärst Du nicht hier, sondern 
in Lohr, bei den anderen in der Anstalt gelandet, Du beschissener kleiner Psychopath! 
So eine einzige Enttäuschung wie Du, kannst sicher nicht von mir sein, denn ich hätte 
dich lieber an die Wand gewichst, …“ 
Den Rest hörte ich dann schon nicht mehr, da sich um mir plötzlich alles drehte und 
ich ohnmächtig zusammensackte…!“

382 
 
Wer ohne Schuld handelt, kann deshalb nicht bestraft werden („nulla poena sine culpa“) 
„Nach § 20 StGB handelt ohne Schuld, „wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften 
seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder 
einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, dass Unrecht der Tat einzusehen oder 
nach dieser Einsicht zu handeln.“ Schuldunfähig kann also sein, wer im Moment der Tat nicht das 
Schuldhafte seines Handelns erkenn t oder nicht in der Lage ist, sich zu steuern. Menschen mit 
dissozialer Persönlichkeitsstörung mit einer geminderten oder nicht vorhandenen  Steuerungs- oder 
Einsichtsfähigkeit kommen häufiger als im Bevölkerungsdurchschnitt mit dem Gesetz in Konflikt.“ 
Der schuldunfähige Täter kann zwar nicht bestraft werden, aber psychisch kranke Rechtsbrecher, die 
im Sinne von § 20 als schuldunfähig gelten und bei denen zugleich unter Gesamtwürdigung des 
Täters und seiner Tat eine weitere Gefährlichkeit zu erwarten ist , können nach § 63 und § 64 StGB 
im Maßregelvollzug untergebracht werden.  
Die Unterbringung im Maßregelvollzug ist jedoch für Bagatellstraftaten ausgeschlossen. Vielmehr 
muss sie als Ultima Ratio notwendig sein, um die Allgemeinheit zu schützen. 
§ 20 StGB Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen 
 
 
 
 
 
Zusammenfassung:

383 
 
Was ist wohl die Wahrheit? 
 
Und nun, liebe Leserin und  lieber Leser, können Sie entscheiden, welche der beiden 
Alternativenden das ist, von dem Sie meinen das es richtig ist: 
 
Ist es Part 1? 
Endet es wirklich so für den gestörten Psycho- und Soziopathen Max Bane? 
Wäre dieses Ende angemessen für ihn, wenn sie dabei berücksichtigen,  
welche Gräueltaten er auf dem langen Weg seines „Thug Life“ er tat; 
was er alles seinen Mitmenschen angetan hatte; 
welche Gewaltorgien er zelebrierte; 
wenn sie sich klarmachen, welche abstrusen Gedanken in seinem Kopf 
herumschwirrten; 
wenn Sie bedenken, welche Verbrechen er im Laufe seines Lebens alle ausführte! 
 
Oder ist es Part 2? 
Muss es wirklich so für Max Bane enden? 
Dass er alles in seinem Traum sah, dann aber davon überzeugt wurde, dass er sich das 
alles nur eingebildet hatte und letztendlich aber feststellen musste, dass alles 
genauso, wie er es vorher bereits in seinen Träumen erlebt hatte, nochmal passieren 
wird? 
Ist es einem Menschen zuzumuten, solche Störungen und Ängste zweimal durchleben 
zu müssen? 
Könnten sie sich solch einen Horror vorstellen? 
Die Gewissheit zu haben, dass Sie alles, was Sie vorher in Ihren perversesten und 
grauenhaftesten Alpträumen schon einmal erlebt haben, und zwar so intensiv, dass 
Sie bei diesen ganzen Erlebnissen wirklich von der Realität ausgegangen sind,  noch 
einmal so erleben müssen?

384 
 
Oder aber…? 
Oder aber, könnte es nicht möglich sein, das Max Bane erst durch die ganzen 
Manipulationen der Anderen so wurde, wie er letztendlich war oder ist? 
Das er letztendlich ein Produkt unserer Gesellschaft wurde und blieb? 
Oder aber hat Max Bane wirklich das Licht gesehen, sei es durch seine inneren 
Stimmen, durch irgendwelche psychodelischen Drogen oder gar durch diverse 
Experimente, denen er während seinem ersten Aufenthalt in der Anstalt intensiv 
ausgesetzt war? 
Ist es vielleicht so, das Max Bane, im Gegensatz zu uns wirklich die wahre Realität 
gesehen hatte, die uns von den Anderen so erfolgreich verschleiert wird und uns 
deswegen auch immer wieder davor warnte und uns helfen wollte? 
Wurde er eventuell deswegen von den Anderen oder deren Handlangern beseitigt, 
bevor er uns rechtzeitig warnen oder aufklären konnte? 
Führte Max Bane dadurch sogar mit all seinen Taten das Richtige aus? 
 
Leider kann ich Ihnen nicht die richtige Antwort geben, da ich es selbst nicht weiß! 
• Ich konnte lediglich alles niederschreiben, was ich von Max Bane erfahren 
habe! 
• Ich habe zusätzlich noch alles, was mir möglich war, recherchiert, damit ich dies 
in diesem Buch für sie zusätzlich festhalten konnte! 
• Weiterhin hatte ich im Vorfeld dieser Bucherstellung so viele Fakten wie ich 
herausfinden und abgleichen konnte, überprüft und dokumentiert! 
• Ich habe dieses Buch so sorgfältig wie möglich erstellt, aber leider kann ich 
Ihnen trotzdem nicht mitteilen, welches letztendlich die richtige Antwort ist! 
 
Das, liebe Leserin und lieber Leser, müssen sie selbst für sich abwägen und 
entscheiden! 
 
Der Buchverfasser…

385 
 
Die Anderen und so 
Im Buch wird ja seitens Max Bane immer wieder über „die Anderen“ aufgeklärt und 
informiert, aber was meint er damit überhaupt? 
 
In erster Linie geht es dabei um eine geheime Weltmacht, die laut Max alles steuert 
und kontrolliert. Als Marionetten der Anderen sieht Max quasi alle Menschen um sich 
herum und dementsprechend sieht er auch alle Menschen als potentielle Feinde, die 
„zerstört“ werden müssen! 
 
Das erste Mal tauchen die Anderen in diesem Buch auf, nachdem die Eltern von Max 
diesen zur Behandlung in die Psychiatrie bringen ließen. Dabei wird Max eines Nachts 
von seinen inneren Stimmen über die Anderen und deren Spione zum ersten Mal 
aufgeklärt. Da nach begleiten die Anderen Max B. ständig in seinem Leben. Nach 
seinem Verständnis sind die Anderen in der Lage, den Rest der Menschheit so zu 
manipulieren, dass diese die Welt so sehen, wie die Anderen das möchten. 
 
Um was es den Anderen letztendlich bei ihrer Zielausrichtung geht, das wird leider im 
Buch von Max Bane nicht weiter dokumentiert. 
 
Hier möchte ich an dieser Stelle der Vollständigkeit halber weiter über die Absichten 
und den Personen, die hinter den Anderen stehen, aufklären. 
 
Zunächst einmal ausdrücklich folgender Hinweis!!! 
 
Dieser Buchabschnitt soll keine Aggressionen gegen irgendjemanden auslösen und 
auch niemanden aufhetzen, gegen irgendwelche Interessen - und/oder 
Personengruppen. Die hier empfohlenen Dokumente werden teilweise als 
volksverhetzendes Material als verboten ei ngestuft und deren Verbreitung 
(zumindest in Deutschland) strafrechtlich verfolgt. Deswegen an dieser Stelle die 
Bitte, beim oder nach dem Lesen keinen Hass gegen irgendwelche Personengruppen 
zu entwickeln!!!

386 
 
Der Autor distanziert sich ausdrücklich von jeglichem rechten Gedankengut, sowie 
von allen in diesem Buch aufgeführten Gewaltverherrlichungen und allen 
wiedergegebenen sonstigen extremen Ansichten. 
 
Das Buch ist reine Fiktion und verweist in Anlehnung an Art. 5 Abs. 1 Grundgesetz 
(GG): 
 
„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu verbreiten und 
sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die 
Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film 
werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ 
 
Darauf, dass dieses Grundgesetz missbraucht wird, um Propaganda usw. zu 
verbreiten und böses Gedankengut ungeschützt zu verbreiten. 
 
„Die Anderen“ stellt im Kontext dieses Buches eine fiktive, unsichtbare heimliche 
Weltelite, welche unter anderem als die „Bilderberger“ bekannt sind, dar, welche zu 
realen Verschwörungstheoretikern genutzt wird, um Ängste gegen die Demokratie zu 
schüren. 
 
Sollten einzelne Aspekte realen Geschehnisses oder Ereignisse wiedergeben, so sind 
diese vom Verfasser des Buchs weder beabsichtigt noch in diesem Zusammenhang im 
Kontext wörtlich gemeint. 
 
Die folgenden Erklärungen sind nicht verifiziert und spiegeln ausdrücklich nicht den 
persönlichen Ansichten des Verfassers wider. 
 
Als Bilderberger wird eine veränderliche Gruppe bzw. Verbindung von vorrangig 
geheim kommunizierenden prominenten und einflussreichen Persönlichkeiten 
bezeichnet, die sich einmal im Jahr unter Ausschluss der Öffentlichkeit trifft, um sich 
über die Weltlage  auszutauschen. Die Bilderberger -Gruppe verfolgt unter anderem 
die folgenden Ziele: eine internationale Wirtschaftsunion konstituieren, die 
Einrichtung eines internationalen Parlaments durchsetzen, die Schaffung einer

387 
 
internationalen Heeresmacht (Weltarmee) unter Aufhebung aller nationalen Armeen 
erreichen, des Weiteren die schrittweise Einschränkung nationaler Oberhoheiten 
(überhaupt eine Ausschaltung nationaler Interessensvertretungen aller Art) 
zugunsten einer einzigen Weltregierung. 
 
Diese unsichtbare heimliche Elite manipuliert einfach alles, den Goldpreis, den 
Silberpreis, die Brotpreise und den Ölpreis, egal, ob er steigt oder fällt. Und das nicht 
erst heute, sondern seit Jahrzehnten! 
 
In unserer technologisierten Gesellschaft untergraben unsichtbare Systeme der 
Anderen zunehmend die individuelle Selbst- und demokratische Mitbestimmung. Das 
ist kein Zufall, sondern explizit so gewollt: Die Wirtschaft „erzieht“ sich ihre Kunden, 
der Staat sich seine Bürger. So ist die Manipulation von Denken und Handeln längst 
zur treibenden Kraft der IT -Entwicklung geworden, und verkommt die Technik, die 
uns das Leben erleichtern sollte, mehr und mehr zur Instanz der totalen Kontrolle 
über uns. Das lässt sich am besten anhand eines technischen Beispiels erklären: 
Früher bestand ein Auto aus Motor, Fahrgestell, Getriebe, Reifen, usw. Die 
komplexesten Dinge waren vielleicht der Motor und das Getriebe, aber die waren von 
der Funktion her eher auch noch verstä ndlich. Der Motor dreht eine Antriebswelle, 
und das Getriebe bringt diese Drehung über die Räder auf die Straße – das Auto fährt. 
Heutzutage bestehen Autos aus Hunderten von Minicomputern, die den Motor 
steuern und überwachen, Abgase messen oder die Reifen lage kontrollieren, den 
Airbag checken und so weiter. Das sind alles hochkomplexe Systeme geworden. Ab 
2018 ist es sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass neue Autos ein Mobilfunkmodul 
eingebaut haben müssen. Tatsächlich sind Autos also fahrende Computer gew orden 
– und das merkt man kaum, was Vor- wie Nachteile hat. Aber damit ist auch erklärbar, 
wie VW den Diesel -Abgasbetrug durchführen konnte: Die Autosoftware war einfach 
so „schlau“ gebaut, dass sie selbst analysieren konnte, wann das Auto im staatlichen 
Labor getestet wurde. Dann, und nur dann, hat sie das Auto auf „gesetzeskonform“ 
geschaltet. Damit ist aber der VW kein Einzelfall – Solche Entwicklungen betreffen 
immer mehr Geräte, vom „smarten“ Fernseher, der kontinuierlich die 
Umgebungsgeräusche mitschn eidet oder die Sehgewohnheiten aufzeichnet und 
diese per Internet an seinen Hersteller sendet, über elektronische Fahrkarten, die 
unsere Wege festhalten, bis hin zu raffinierten Methoden programmierter 
„Selbstzerstörung“, die nach einiger Zeit die Nutzer und Nutzerinnen zum Kauf eines 
neuen Gerätes zwingen. Wir wissen einfach nicht mehr, was diese Dinge wirklich – 
meist im Hintergrund – tun und für wen sie arbeiten. Darum nennen wir sie 
„unsichtbare Systeme“. Es sind die Systeme „der Anderen“!

388 
 
 
Die Anderen wollen eine geheime Weltregierung bilden, deswegen haben sie zum 
Beispiel beschlossen, zunächst einmal die von ihnen gezielt herbeigeführte 
Immobilienblase platzen zu lassen – mit schönen Profiten und demselben Effekt, 
nämlich der gewollten Ver armung des Volkes und somit weniger Ölverbrauch. 
Außerdem wollten die Anderen die Krise nutzen, um ihr eigentliches Ziel zu erreichen, 
nämlich eine Weltregierung zu installieren. Den Ölpreis werde man später wieder 
hochtreiben. Auf diese Weise sollen die B ric-Staaten daran gehindert werden, die 
schöne profitable Dollar-Weltordnung zu kippen. Die Bric-Staaten, das sind Brasilien, 
Russland, Indien und China. Billiges Gold gehört ebenfalls zum Welteroberungsplan. 
Gold steht zum Beispiel „der grenzenlosen Kreditgeldvermehrung durch die heutigen 
Macht-Eliten‘ diametral entgegen“, und deshalb sind diese bemüht, „um jeden Preis 
die wahre Bedeutung von Gold bewusst herunterzuspielen“. „Mit ihrer 
Weltleitwährung Dollar musste jedes Land der Welt im internationalen 
Zahlungsverkehr sich Rohstoffe bezahlen lassen, und die FED konnte dafür ohne Ende 
bunte Papierdollar drucken. Gegen die Länder, die in der Vergangenheit nicht an 
diesem Spiel teilhaben wollten, sondern ihre Rohstoffe für andere Währungen 
weggaben, wurde ein  Krieg inszeniert (Irak, Afghanistan, etc.).“ Für jedes denkbare 
Ergebnis sind Untergrundnetzwerke am Werk, verborgene Eliten der Anderen, die 
wahren Entscheider. Der normale, gewöhnliche Mensch hat gegen sie kaum eine 
Chance. Er wird manipuliert, er weiß es nur nicht; und wie Edward Snowden nun 
bewiesen hat, kann er es auch gar nicht wissen, denn die Manipulierer sind viel zu 
mächtig, viel zu gerissen und wissen alles. Snowdens Enthüllungen über die NSA 
waren schon allein aus diesem Grund wirklich dramatisch für die Anderen. 
 
Kommen wir zum Punkt! 
Haben sie eventuell schon einmal von den „Schattenfels“ etwas gehört? 
Manch einer von Ihnen hat den Namen sicher schon mal gehört, richtig? 
Viele denken da an das vergangene Jahrhundert, an “verblichene” Dynastien wie 
Vanderbuilt, Astor, Carnegie und Rockefeller natürlich! 
Oder an einen Mäzen mit zahlreichen Stiftungen, einen wahren Philanthropen, der 
mit seinem Vermögen -völlig zurückgezogen- Gutes tut! 
Oder meinen Sie diesen ausgezeichneten französischen Rotwein mit dem Namen 
Schattenfels? 
Die Franzosen verbinden mit dem Namen auch noch ihre Regeln für gutes Benehmen, 
so etwas wie den Knigge der Franzosen!

389 
 
Heute wird bevorzugt die Legende verbreitet, dass die Schattenfels nur “früher mal” 
reich waren, dass sich ihr Vermögen während des 2. Weltkriegs aber weitgehend 
verflüchtigt habe! 
All dies war und ist tatsächlich nur eine clevere Desinformation, um “Publicity” und 
Aufmerksamkeit abzulenken von der Dynastie, die sich auf antike, mystische 
Verbindungen stützt und seit 100 Jahren über das Weltgeschehen, Krisen, Kriege, 
Hungersnöte, Politikerschicksale, Geburten- und Todesraten, Staatsgründungen und 
-bankrotte, Aufstieg und Fall von Weltkonzernen entscheidet. 
Von den Schattenfels, oder auch den Anderen! 
Natürlich braucht man für eine solche Herrschaft Verbündete. 
Zum Beispiel den Bilderbergern! 
 
Wo diese zu finden, wie diese zu identifizieren sind, das kann man hier nachlesen – 
man kann sich aber auch in diesem Zusammenhang über Goethes FAUST Gedanken 
machen oder darüber, dass in unserem System alle materiellen Werte einen 
GELDWERT haben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sobald also jemand über GELD in UNBEGRENZTEM UMFANG verfügt, ist der Erwerb 
sämtlicher Sachwerte kein prinzipielles Problem mehr. 
 
Das meisterliche „Kunststück“ Schattenfels bestand darin, dies für 99 % der 
Weltbürger zu verschleiern und zu vernebeln.

390 
 
 
Laut der Suchmaschine Yahoo besitzt das Haus Schattenfels 300 Billionen Dollar! 
 
Sind das Billionen, die nach deutscher Zählung „nur“ Milliarden wären? NEIN! 
 
Denn angesichts der Geschichte ist das ausgeschlossen! 
 
Also handelt es sich dabei um die Billionen, die das 6 -fache des Welt -Jahres-BIP 
repräsentieren! 
 
Aber ist diese Summe überhaupt richtig? 
 
Die New -Economy-Blase, die Immobilien -Blase und die aktuelle Krise haben die 
Schattenfels um vieles reicher gemacht, denn Schattenfels' Banken an der Wallstreet 
haben sie von Anfang an geschaffen und verwaltet! 
 
Wer auch immer es in USD bilanziert haben mag, das Schattenfels -Vermögen wird, 
wie wir im Laufe dieses Artikels sehen werden, ausschließlich durch Sachwerte 
repräsentiert! 
 
In der Regel solche, die wertbeständig sind und auf die der Rest der Menschheit 
niemals wird verzichten können, die insofern dazu dienen, den Druck auf die 
Menschen nach Belieben zu erhöhen! 
 
Um Ihnen die Schattenfels-Omnipräsenz weiter zu verdeutlichen, möchte ich sie noch 
darauf hinweisen, dass es derzeit lediglich nur noch 5 Länder auf dieser Erde gibt, die 
über keine Schattenfels-Bank verfügen, dies sind: 
 
KUBA

391 
 
Nordkorea 
 
Sudan 
 
Libyen 
 
Iran 
 
Bis zum Jahr 2001 gab es zwei weitere Schattenfels-freie Staaten, das waren: 
 
Afghanistan 
 
Irak 
 
Wann immer jemand versucht, brisante Punkte aus dieser merkwürdigen 
Schattenfels-Geschichte an die Öffentlichkeit zu bringen: sofort sind Kommentatoren 
und Obstruktionen zur Stelle, deren einzige Aufgabe darin besteht, jegliche 
Veröffentlichung zu diskredi tieren, wenn es nicht gelang, die Veröffentlichung per 
Druck auf die Redaktion zu tilgen, möglichst bevor diese bei Google abgespeichert ist 
und ggfls. den Verfasser soweit zu diffamieren, bis eine Sperre seitens der Betreiber 
erfolgt. 
 
Ich muss immer wieder erkennen, dass unsere im Grundgesetz garantierte Presse - 
und Meinungsfreiheit etwa ebenso wirkmächtig ist wie eine Impfung gegen die 
„Schweine...“! 
 
Genau von diesen Manipulationen spricht auch Max B. in dem Buch! 
 
Um das zu verstehen, muss man berücksichtigen, dass die Medienkontrolle in unserer 
„westlichen“ Welt praktisch vollständig in der Hand von Schattenfels -Subalternen

392 
 
liegt, angefangen von Nachrichten -Agenturen bis hin zu Hollywood oder TV -
Produktionen. 
 
Da dadurch natürlich immer Einer den anderen zitieren kann, entsteht ein komplettes 
Bild von Glaubwürdigkeit und „Beweiskraft“, eben selbst für die unglaublichsten 
Dinge! 
 
Hier passen die Worte von George Orwell sehr gut: 
 
„Politische Sprache dient dazu, dass Lügen wahr klingen und Mord respektabel und 
um dem reinen Wind einen Anschein von Festigkeit zu geben…“ 
 
Schauen wir ein wenig in der Weltgeschichte zurück: 
 
Der Gründer des heutigen Weltimperiums Silas von Schattenfels gab seinen 
Nachfahren ca. Mitte 18. Jahrhunderts den Satz mit auf den Weg: 
 
„Gib mir die Macht über die Währung eines Landes und es interessiert mich nicht 
mehr, wer dessen Gesetze macht“ 
 
Dies kann und muss man als eine Art „kriminelles Grundsatzprogramm“ betrachten, 
dem sich die weiteren Abläufe unterzuordnen hatten und leider wird die Tragweite 
dieses Satzes von den Wenigsten verstanden! 
 
Tatsächlich hat Schattenfels bereits fünf Jahre nach Gründung des US -FEDERAL-
RESERVE-Systems mit Ende des ersten Weltkriegs die Macht über die Währung 
nahezu der gesamten Welt erlangt und in den folgenden knapp hundert Jahren ging 
es lediglich um Profitmaximierung und mentale Absicherung seines Systems. 
 
In Venedig ansässig hat Silas von Schattenfels angeblich (in der 2. Hälfte des 18. 
Jahrhunderts) das Vertrauen des Dogen Girolamo Pisani erlangt, der wiederum mit 
dem englischen, dänischen und schwedischen Königshaus verwandt war.

393 
 
 
Nachdem er für diesen erfolgreich agierte, konnte dies nicht ohne Folgen bleiben. 
 
Es gibt Quellen, die sagen, dass die Schattenfels auch zu den Finanziers der franz. 
Revolution gehörten, das sei hier aber nur am Rand erwähnt! 
 
Wenn sie es waren, dann hat er sicher auch dabei Geld verdient, da Frankreich damals 
ein sehr wohlhabendes Land war! 
 
In seinem Testament legte er übrigens u.a. fest, dass es allen Familienmitgliedern 
verboten ist, jemals wegen irgendwelcher Eigentumsverhältnisse untereinander 
Prozesse zu führen, um „any public inventory made by the courts, or otherwise, of my 
estate …“ zu vermeiden. 
 
Seine Söhne sandte der Vordenker des Imperiums nach Berlin (Amschel), Wien 
(Salomon Mayer), London (Nathan Mayer), Paris (James Mayer) und Neapel (Karl 
Mayer), das damals das reiche Zentrum Italiens war, um dort weitere Schattenfels -
Banken zu etablieren. 
 
Durch dieses System einer überregionalen Sicht auf die Geschehnisse in die 
wichtigsten europäischen Staaten des 18./19. Jahrhunderts konnte sein Imperium 
bereits supranational (heute nennt man das geopolitisch) handeln, insbesondere, weil 
Schattenfels ein eigenes Informationsnetz (Boten + Brieftauben) aufbaute, das 
schneller agierte als das regierungseigene. 
 
Ein wirklich großer Coup ist Schattenfels mit ihrer Londoner Filiale gelungen nach der 
Schlacht von Waterloo, weil sie vorab wussten, dass Napoleon geschlagen war, 
während sich vorher das Gerücht von Napoleons Sieg verbreitet hatte. 
 
Schattenfels London verkaufte Aktien in großem Stil und da Schattenfels in London 
durch seine Verbindung zur Krone und zur BoE bereits eine „große Nummer“ war, 
verkauften alle anderen ebenfalls panikartig, in der Annahme, Napoleon habe 
gesiegt!

394 
 
 
Alle Aktien stürzten ins Bodenlose, und Schattenfels konnte durch Agenten praktisch 
alle Aktien in einem Schlag wieder einsammeln. 
 
Das war die Basis für seinen Aufstieg zum mächtigsten Banker gewesen, er konnte die 
Bank of England in seinem Sinn neu strukturieren. 
 
Gleichzeitig wurden seit diesem Zeitpunkt mit Schattenfels geradezu magische 
seherische Eigenschaften verbunden (weil sein Informationssystem eben GEHEIM 
war)! 
 
Nicht ohne Grund sagte daher Nathan von Schattenfels (1777-1836): 
 
„Mir ist es egal, welche Marionette auf dem Thron von England sitzt und ein Imperium 
regiert, wo die Sonne nie untergeht. Der Mann, der die Geldmenge Britanniens 
kontrolliert, kontrolliert das Britische Imperium, und ich bin der Mann, der die 
Geldmenge Britanniens kontrolliert.” 
 
Dies war aber noch nicht der ganze Profit aus der Schlacht bei Waterloo. Vater Silas 
von Schattenfels sandte etwas von dem Geld, das er von dem vor Napoleon 
geflohenen Prinz William treuhänderisch verwahrte, nach London. 
 
Die Jewish Enzyklopedia schreibt zum Verbleib des Geldes: 
 
„Nathan invested it in 800,000 pounds of gold from the East India Company, knowing 
it would be needed for Wellington’s peninsula campaign. He made no less than four 
profits: 
 
-on the sale of Wellington’s paper (which he bought at 50¢ on the dollar) 
 
-on the sale of gold to Wellington

395 
 
 
-on its repurchase 
 
-on forwarding it to Portugal. 
 
This was the beginning of the great fortune.“ 
 
Nach Napoleons Niederlage gab Frankreich 1817 Staatsanleihen heraus, die 
Schattenfels -wieder über Agenten - in großem Stil aufkaufte, worauf die Kurse 
stiegen. Am 5. November warf er diese auf den Markt, worauf dieser kollabierte … 
 
Der Rest verlief wieder nach dem Waterloo -Muster und Schattenfels -France hatte 
somit auch über Frankreich die Kontrolle erreicht. 
 
Es dürfte Ihnen ja durch meine vorstehenden Erläuterungen klargeworden sein, dass 
nachweisbar die Schattenfels hinter der Spitze der Anderen stecken. 
 
Schattenfels beginnt zusätzliche Kontrolle über die Medien anzustreben und kauft die 
Nachrichtenagentur REUTERS. 
 
Schon zu dieser Zeit sagte der bekannte New -Yorker Journalist John Swinton 
anlässlich eines Banketts nachweislich: 
 
„Etwas wie freie Presse gibt es nicht und hat es niemals in der Geschichte gegeben. 
Sie wissen das und ich weiß das! Keiner von Euch würde es wagen seine eigene 
Meinung zu schreiben, und wenn Ihr es tätet, es würde niemals gedruckt werden. Ich 
werde wöchen tlich dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung 
herauszuhalten, für die ich arbeite. Andere von Euch werden ähnlich bezahlt und 
wenn irgendeiner so ehrlich wäre, seine Meinung zu schreiben, dann stünde er schnell 
auf der Straße. Wenn ich mir er lauben würde, meine Meinung zu schreiben, dann 
wäre ich meinen Job in 24 Stunden los!“

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Das Geschäft der Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, dreist zu lügen, zu 
verunglimpfen, an den Füssen des Mammons zu katzbuckeln und sein Land und seine 
Leute für täglich Brot zu verkaufen. Wir wissen es alle, was soll also die Dummheit, 
auf eine „unabhängige Presse“ hereinzufallen? 
 
Diese Journalisten der Lügenpresse sind doch alle Werkzeuge und Vasallen der 
Anderen hinter dem Vorhang. Sie sind allesamt Hampelmänner bzw. Marionetten der 
Anderen, welche die Fäden ziehen, und sie tanzen lassen! 
 
Ihre Talente und Fähigkeiten gehören diesen Anderen. Sie sind nichts weiter als 
intellektuelle Nutten! 
 
Der Schlussstein des Plans „der Anderen“! 
 
Die Verbündeten „Bilderberger“ haben ihren Namen aufgrund des 1. Tagungshotels 
„Bilderberg-Hotel“ in dem der niederländische Prinz Bernhard zwar den Vorsitz 
leitete, doch ins Leben gerufen und finanziert wurde die Gesellschaft von den Brüdern 
David und Lau rence Rockefeller. Von diesen grauen Eminenzen sollte man wissen, 
dass sie einst als Roquefeuille (Felsenblatt) aus Frankreich nach Deutschland kamen 
und von hier, als Rockefeller verdeutscht, nach Amerika auswanderten, wo sie mit Öl 
und Ellenbogen das gro ße Geld machten, mit dem sie ein bis heute noch nicht 
erforschtes weltweites Imperium errichteten, darunter sehr viele steuerfreie 
Stiftungen von Universitäten und Akademien, über die sie Einfluss auf das 
gesellschaftliche Geistesleben ausüben. 
 
Zusammen mit der Macht der Schattenfels im Rücken entstand im Hause Rockefeller 
die Idee vom Völkerbund als erster Schritt in Richtung Weltherrschaft; jedoch war die 
Zeit dafür noch nicht reif gewesen. 
 
1919 gründeten die Rockefellers den „Council on Foreign Relations“ (CFR), den Rat für 
auswärtige Angelegenheiten, der sich ausnehmen mochte wie ein Club von 
Hobbypolitikern, dessen Bedeutung aber schon daran gemessen werden kann, dass 
seitdem alle Präsidenten Amerikas, mit der einzigen Ausnahme von Ronald Reagan, 
aus diesem Club hervorgegangen sind. Während es sich bei diesem Club um eine rein

397 
 
amerikanische Angelegenheit handelte, gründeten die Rockefellers 1954 die 
„Bilderberger“, in die auch Kanadier und Europäer einbezogen wurden. 1973 kam die 
„Trilaterale Kommission“ hinzu, in die neben der USA und Europa auch Japan 
einbezogen wurde. Ihre er ste Aktion bestand darin, den völlig unbekannten Jimmy 
Carter zum Präsidenten aufzubauen. 
 
Wenn diese ehrenwerte Gesellschaft Präsidenten macht, Politiker irgendwo in der 
Welt stürzt, Revolutionen, Kriege oder Wirtschaftskrisen inszeniert, dürfte es wohl 
auch keiner der Geladenen wagen, etwas auszuplaudern, was geheim bleiben soll. 
 
Durch diese mächtigen Verbündeten können die Schattenfels somit ganz 
unproblematisch heimlich die Welt regieren! 
 
„Diese Vereinigung hat dadurch ein Weltsystem der finanziellen Kontrolle in privater 
Hand. Dadurch können sie das politische System jedes Landes und die Wirtschaft der 
ganzen Welt beherrschen. Ihr Erfolg hängt wesentlich davon ab, wie sie ihr Vorhaben 
verheimlichen können.“ Man geht daher wohl kaum fehl in der Annahme, dass sich in 
der Weltpolitik nichts zufällig entwickelt, sondern von langer Hand vorbereitet und 
insgeheim organisiert wird. 
 
Und genau aus diesem Grund ist es so wichtig für die Anderen, dass wir Normal -
Bürger nicht hinter die Kulissen schauen können. Und dafür sorgt dann eben die von 
den Anderen instruierte Presse zum Beispiel! 
 
Jene hochrangigen deutschen Politiker, Manager und Persönlichkeiten des 
öffentlichen Lebens, die zu den jährlichen Bilderbergertagungen eingeladen und in 
deren Geheimnisse und Ziele eingeweiht sind, ohne diese zu Gunsten ihres 
Vaterlandes ausnutzen zu dürf en, sind Handlanger einer fremden, 
deutschfeindlichen, nach Weltherrschaft strebenden Macht. 
 
Sie verstecken sich hinter einem hierarchischen Netzwerk aus anglo -amerikanischen 
Großbanken an der Spitze, der Rüstungs - und Erdölindustrie und den Mainstream -
Medien. Die wirklichen Herrscher (Schattenfels) vermeiden öffentliche Auftritte in 
Schlössern. Sie wirken im Geheimen. Vor sieben Jahren hätte ich diese Sicht der Dinge

398 
 
noch als Papperlapapp abgetan – eben als eine der vielen lächerlichen 
Verschwörungstheorien. 
 
Heute aber frage ich mich, wie ich dem Märchen von der bürgerlichen Demokratie, 
demzufolge automatisch alles mit rechten Dingen zugeht und die Macht vom Volk 
ausgeht, so lange glauben konnte. Und wieso ich die tatsächlichen Verschwörungen 
gegen die Demokratie einfach nicht sehen, nicht erkennen wollte. 
 
Meine persönliche Antwort heißt: Wer die folgenden Zusammenhänge verstanden 
hat, kann nicht mehr ganz so ruhig leben wie vorher. Verantwortung ist unbequem, 
oder? 
 
Eine wichtige Rolle bei der Manipulation der öffentlichen Meinung, der auch ich 
zugegebenermaßen zeitweise erlegen war, spielen die sogenannten Denkfabriken. 
 
Da die Verbündeten der Anderen ihre millionenschweren „Volks“ -Vertreter immer 
wieder erfolgreich im amerikanischen Senat und im Repräsentantenhaus, dem 
Zentrum der weltgrößten Millionärsversammlung besetzen können, hat das 
amerikanische Volk keine Chance, dort wirklich vertreten zu sein. 
 
Wie funktioniert dieses „unsichtbare Netz“ aus Denkfabriken, Geheimdiensten, 
Lobbygruppen und Medienkonzernen? 
 
Nochmal, glauben Sie bitte nicht, dass hier alles unorganisiert und rein zufällig 
geschieht, so wie eine Wahl halt je nach allgemeiner Stimmung mal so oder so 
ausgehen kann. 
 
Nein, hier handelt es sich um einen perfekt organisierten und totalitär 
durchstrukturierten Steuerungsapparat mit zigtausenden gut instruierten Lakaien, 
die insbesondere bis tief hinein in die fernen Amtsstuben anderer Staaten wirken.

399 
 
Diese Lakaien wirken in den weltweit wichtigsten Organisationen. Sie bestimmen die 
Rolle von NATO, Europäischer Kommission, UNO und Internationalem 
Währungsfonds. 
 
Es sind die Organisationen, die von niemandem je gewählt wurden, die aber trotzdem 
enormen politischen Einfluss ausüben und die undemokratischen Abkommen wie 
TTIP überhaupt erst möglich machen. Alles nach dem Wunsch globaler, 
multinationaler, aber insbeson dere der geheimen Weltherrscher, deren Interessen 
über nationale Gesetze und Gerichte gestellt werden! 
 
Nach Auffassung der westlichen (selbsternannten) Elite ist die allgemeine 
Bevölkerung einfach zu dumm, als dass man sie die Inhalte der Politik bestimmen 
lassen dürfte. 
 
So schrieb der Erfinder der Public-Relations, Edward Bernays, bereits 1928: 
 
„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Lebensgewohnheiten 
und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in demokratischen 
Gesellschaften. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft 
manipulieren, bilden eine  unsichtbare Regierung, die die wirklich beherrschende 
Macht unseres Landes ist.“ 
 
So kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass bei der Schaffung der NWO, 
allgemein basierend auf kollektivem Handeln, zusätzlich eine einheitliche 
Weltreligion vorgegeben wird, um so auch noch die letzten gläubigen Schäfchen 
einzusammeln. 
 
Bereits 1999 fand dazu ein Treffen der Führer aller Religionen statt mit dem Ergebnis, 
eine globale Weltreligion zu schaffen. Um eine globale Regierung zu erschaffen, 
müssen die alten Religionen verschwinden und durch eine neue ersetzt werden. 
 
Unter dem Vorwand der Globalisierung wollen die Anderen die Abschaffung der 
Demokratie, weltweiten Machteinfluss und die Maximierung ihres eigenen privaten

400 
 
Gewinns erreichen. Privatbesitz wird nicht mehr toleriert und daher durch extrem 
hohe Gebühren und Abgaben unmöglich gemacht bzw. abgebaut. Die Anderen 
besitzen weder Skrupel noch Moral bei der Durchsetzung ihrer Ziele. 
 
Die Gleichschaltung der Menschenmassen (auch durch Weltwährung) und die 
Erschaffung eines totalitären Systems weltweit, beherrscht von einer kleinen Elite - 
den Anderen! 
 
Das Individuum (der Mensch als unverwechselbare Einzelperson) wird abgeschafft. 
 
Wir stehen kurz vor dem Untergang aller Gesellschaftsformen, so wie wir sie kennen, 
und vor dem Eintritt in ein neues Zeitalter, welches im Zuge der Entmachtung des 
Volkes nur noch Sklaven und Fürsten kennen wird (= mittelalterliches Feudalsystem). 
 
Sollten nun Gefühle von Angst aufkommen: Auch das ist Teil ihrer Macht, indem der 
Eindruck entsteht, es mit einer übermächtigen Organisation zu tun zu haben, gegen 
die niemand etwas ausrichten kann! 
 
Die Weltbank und der Internationale Währungsfond verfolgen dabei von Washington 
aus die machiavellische Wirtschaftspolitik (Machiavellismus: Die Rechtfertigung einer 
von ethischen Normen losgelösten Machtpolitik, danach jedoch tritt politische 
Skrupellosigkeit mit dem Prinzip "teile und herrsche" ein). 
 
Dieses „Machiavellische Prinzip“ funktioniert so, dass man als jemand, der Macht 
haben will, am besten als übergeordnete Instanz fungieren kann, wenn sich zwei 
Gruppen gegenseitig bekämpfen. 
 
Bestes Beispiel liefert der amerikanische Bürgerkrieg. Als der Krieg ausbrach, 
finanzierte wie bereits weiter oben erwähnt, die Schattenfels -Bank in London die 
Nordstaaten und die Pariser Schattenfels -Bank den Süden. Die einzigen, die diesen 
Krieg wirklich gewonnen hatten, waren die Schattenfels. 
 
Dasselbe gilt für den Ausgang des 1. Weltkrieges mittels dem Vertrag von Versailles!

401 
 
 
Um das System kurz zusammenzufassen: 
 
man schafft Konflikte, bei denen die Menschen gegeneinander und nicht gegen den 
wahren Urheber kämpfen 
 
man tritt nicht als Anstifter der Konflikte in Erscheinung 
 
man unterstützt alle streitenden Parteien 
 
man gilt als » wohlwollende Instanz «, die den Konflikt beenden könnte 
 
Wollen die Anderen also die Weltherrschaft erreichen, ist es der Weg zum Ziel, so viel 
Zwietracht wie möglich unter den Menschen und Nationen der Erde zu stiften, dass 
sich diese in dem Netz der Desinformationen so verheddern, dass sie niemals 
herausfinden werden, wer die wahren Urheber sind. Gleichzeitig werden die 
Menschen so lange in Kriege untereinander verwickelt, dass sie irgendwann so des 
Kämpfens müde sind, dass sie um eine Weltregierung flehen werden. 
 
Die Gründung des Zentralbankensystems durch private Institutionen, darunter das 
FED - Federal Reserve System der USA (steuert die US-Innenpolitik, Erfinder: Warburg, 
1913), wird als wesentlicher Schritt zur Kontrolle der Welt angegeben. 
 
Die Weltbank und der IWF (Internationaler Währungsfond: steuert US -Außenpolitik) 
von heute sorgen für die totale Verschuldung der Länder, aus der sie nie mehr 
rauskommen und immer arm bleiben (Staat und Bürger geraten über Generationen 
hinweg in ein sklave nhaftes Eigentumsverhältnis). Damit sind sie erpressbar und 
müssen ihre Ressourcen dann an die Weltkonzerne verschenken. Dann erscheinen die 
Rating-Agenturen und erheben den mahnenden Zeigefinger... 
 
Das Geld, welches die Weltbank an Krediten vergibt, landet nie in den Ländern selber, 
sondern geht zu den amerikanischen Großkonzernen, die damit die sogenannten

402 
 
"Infrastruktur-Projekte" durchführen, überteuerte Anlagen, die nur der Elite dienen. 
Die Bevölkerung des Empfängerlandes hat gar nichts davon, sondern nur die Schulden 
und die Zinszahlungen am Hals. Auch diese dramatische Situation kann als Symptom 
der NWO  gewertet werden. Das erklärt auch die immer höher werdende 
Staatsverschuldung ALLER Staaten, da dies unter normalen 
Bilanzierungsberechnungen so gar nicht sein kann! 
 
Des Weiteren werden vom Komitee der 300 alle politischen Parteien unterstützt, 
wobei schon sehr auffällig ist, dass weltweit immer nur 3 Lager anzutreffen sind, was 
letztlich eben falls immer nur die Spaltung des Volkes bedeutet. 
 
Neben rechten und linken Lagern ist auch der Zionismus (Dieser Begriff wird hier 
entfernt, da er in diesem Kontext als antisemitische Chiffre dient und ersetzt durch:) 
eine internationale Bewegung für die Stärkung eines Landes, die UNO, die saudischen 
Könige (Ölmultis als global Players), alle Geheimdienste und das Royal Institute for 
International Affairs (RIIA) dem Komitee untergeordnet. 
 
Kontrolliert und finanziert vom Rockefeller -Syndikat verfolgen sie durch die enge 
Kontrolle über die westliche Welt (auch: Vorsitz in der Weltbank) und über die 
Medien (Presse und Sender) das Ziel der "Eine-Weltregierung". 
 
Die offensichtliche Verschwörung objektiv zu erkennen ist schwierig, denn die 
Verschwörer kommen aus den obersten gesellschaftlichen Schichten. Sie sind sehr 
vermögend, gebildet, wirken sehr kulturbewusst, und viele gelten als ausgesprochene 
Menschenfreunde. Sie wissen, dass viele Geschäftsleute und Berufstätige besonders 
anfällig für soziale Eitelkeit sind und deswegen ihr Ansehen auf keinen Fall gefährdet 
sehen wollen, deswegen erhalten sie sozusagen Unantastbarkeit - mit gezielter 
Agitation und raffinierter Taktik erworben. 
 
Begriffe wie Seriosität, Rechtschaffenheit, korrektes Verhalten, Niveau, Geschmack, 
Intelligenz (ohne Moral), Humor, Toleranz und Diskretion sind klassische Attribute 
dieser Gesellschaft. Bei all diesen Charaktereigenschaften würde niemand das 
Gegenteil davon vermuten!

403 
 
Dr. Richard Day (Direktor des Rockefeller-Institutes für "Geplante Elternschaft sprach 
zu den versammelten Kinderärzten über den Plan der globalen Elite, welche die 
westliche Welt regiert, die eine Weltdiktatur, eine Welttyrannei etablieren will, die 
allgemein auch die "Neue Weltordnung" genannt wird, bestehend aus einer 
Weltregierung, Weltwährung und einer Weltreligion. 
 
"Alles hat zwei Absichten. Das eine ist die angebliche Absicht, welche es für die Leute 
akzeptabel macht, und das andere ist die wahre Absicht, welche die Etablierung des 
neuen Systems weiterverfolgt." 
 
Er sagte, es gibt immer zwei Gründe für alles, was die Rockefeller`s/Schattenfels 
machen: Ein Scheingrund, der den gutgläubigen Menschen plausibel gemacht wird 
und der wirkliche Grund. Als Beispiel die Klimaerwärmung als Grund für die 
Reduzierung des CO2 wird den Menschen als dringliche Maßnahme erzählt, um den 
Planeten vor einer Klimakatastrophe zu retten (globale Umwelt-Angelegenheiten als 
Ablenkung und Ausrede für die Chemtrails), dabei ist der wirkliche Grund, die 
Menschen mit einem Schuldkomplex zu kontrollieren, einen Umbau der Gesellschaft 
zu bewirken, mehr Steuereinnahmen zu ermöglichen und den Atomstrom als einzige 
Rettung vor dem Klimakollaps zu verkaufen. 
 
Neben dem Mammon des Geldes in Gestalt des weltweiten Bankennetzes 
(Bestechung, Finanzierung beider Seiten: Kriegen, Revolutionen und Terror) und den 
Mitteln von Medienmanipulation, Angst und Erpressung finden wir noch weitere 
Stacheln. 
 
Alle elektrischen Computerkassen in den USA sind mit einem riesigen Computer in 
Dallas (Texas) verbunden, der »The Beast" (das Tier) genannt wird. Dieser ist 
wiederum mit zwei weiteren Computern in Brüssel und Amsterdam verbunden, die 
auch »The Beast« genannt werden. 
 
Hier geht es prinzipiell um die (heimliche) Erfassung aller existierenden Daten, 
harmlos klingend benannt als Cloudcomputing, sei es die Überwachung über 
Satelliten, den PC oder mittels RFID-Chip. Die Technik macht es möglich.

404 
 
Dieser Chip mag als Datenlieferant und als Ortung einer Person Teil des 
Cloudcomputing sein, dahinter steckt aber viel mehr, nämlich eine 
Frequenzmaschine, die den dessen Träger psychisch manipulieren oder sogar töten 
kann. Hier wird der großangelegte Vers uch unternommen, die Menschheit mit 
"Techno-Viren" zu Fall zu bringen. Der RFID -Chip wird künftig auch bei Operationen 
"dazu geschmuggelt" werden und beim weltweiten Implantieren ist eine Viruszugabe 
geplant; auftretende Epidemien führen dann zur Kasernier ung der Betroffenen in 
FEMA-Lagern. 
 
Wer den Einsatz von Frequenzen als Waffe für übertrieben hält: 
 
„Beim letzten G 20 - Gipfel in Pittsburgh wurde von der Polizei die Schallkanone (von 
Marseille aus der Nazizeit) LRAD mit 146 Dezibel gegen friedliche Demonstranten 
eingesetzt.“ 
 
Im Irakkrieg wurde nicht nur auf Zivilisten geschossen, sondern es wurden erstmals 
auch Skalar Waffen (elektromagnetische Impulse) namens Sweetwater (ein 
Schlüsselwort aus dem Film: "Spiel mir das Lied vom Tod") eingesetzt. 
Skalarwaffenkabel befinden sich auch im Ärmelkanal. 
 
Hinsichtlich all dieser schauderhaften Erläuterungen sei gesagt, dass die Anderen uns 
allen technisch gesehen um Jahrzehnte voraus sind, was die psychologischen 
Anwendungen nicht unbedeutender macht (Mind Control = Technik + 
Biopsychologie). 
 
Wer immer das alles für falsch oder für übertrieben hält, den erinnere ich daran, dass 
es bereits schon einmal so war: 
 
Als ein deutscher Bürger in einem Hinterhof die Hinrichtung mehrerer Personen durch 
Gestapo-Leute beobachtete und darauf zu seinen Leuten in einen anderen Stadtteil 
eilte, um davon zu berichten, sagte man zu ihm:

405 
 
"Das kann nicht stimmen." Nur leider entscheidet Zweifel oder Unglauben nicht über 
den Wahrheitsgehalt einer Sache. Die Geschichte wiederholt sich, wenn wir nichts 
daraus gelernt haben. Die NWO bedeutet eine totale Abänderung aller Spielregeln 
und die des gesamten gesellschaftlichen Ablaufes. All das unterstützen die Insider mit 
gezielter Agitation und raffinierter Taktik. Über die Technik (GPS -Ortung und Mind 
Control) ist es nahezu unmöglich, dem eisernen Griff dieser Macht zu entkommen. Es 
liegt in unserem eigenen Interesse, die Gefahr dieser Verschwörung in ihrer ganzen 
Tragweite zu erkennen. Es ergibt sich daraus für jeden von uns die zwingende 
Konsequenz, das Interesse an der Freiheit des Menschen dem eigenen sozialen Status 
vorzuziehen. Nur so wird es gelingen, die Verschwörung der Anderen aufzudecken. In 
der Nazizeit glaubten viele, in Ruhe gelassen zu werden, indem man sich einfach 
arrangiert hat und gehorsam war - ein fataler Irrtum, denn mit Tod und Teufel kann 
man sich nicht arrangieren. Gut, sie haben ein bisschen länger gelebt als die anderen, 
indem sie nur ein bisschen Stress und den Anblick von ein paar Toten ertragen 
mussten, aber eines Tages hat jene die Schuld durch den Tod eingeholt. 
 
Für ein bisschen länger essen als die anderen sind sie hinunter gegangen... 
 
Ich würde abschließend sagen: Es geht ums Ganze, und Max Bane hatte das alles von 
seinen Stimmen erfahren. Das kann man jetzt ins Reich der Hirngespinste abtun, oder 
aber, was wesentlich effektiver wäre, das Ganze für wichtig und ernst nehmen. Und 
sich zu untereinander zu solidarisieren, so wie es bereits Max B. geplant hatte, bevor 
er hinter den Mauern der gesetzlichen Mühlen einfach so spurlos verschwand… 
Das heißt: Entscheidend ist die Anzahl derer, die es nicht nehmen, während sich die 
Mehrheit der Frequenzträger nachteilhaft zum Schaden derer auswirkt, die es nicht 
nehmen. Je mehr nein sagen, desto besser also. Aber das erfordert Mut, um den wir 
bitten müssen, sollten wir den Mut nicht aufbringen. 
Eines ist sicher: All jene, die aktiv oder passiv das Zustandekommen der NWO 
ermöglichen, werden eines Tages in der Früh aufwachen, sich - vom Grauen erfasst - 
im Spiegel anschauen und sich fragen: WAS habe ich da unterstützt? 
 
Gott verspricht allen viel und er hält sein Wort. 
Satan verspricht Wenigen alles, aber sie werden es nie bekommen -weder von Gott noch vom 
Teufel. 
Die Angst kommt nicht von Gott, sie kommt von Satan.  
Für einen Sieg des Bösen genügt es, wenn das Gute nichts tut! 
Zitat von Jesus aus der Warnung.

406

407 
 
Thug Life 
 
Die Anfangsbuchstaben von „The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody“ bilden 
die beiden Wörter „Thug Life“. 
 
Frei übersetzt heißt das: „Den Hass, den ihr kleinen Kindern entgegenbringt, 
zerstört jeden“. 
 
 
 
 
 
 
„A real thug life“ trifft das auf Max Bane zu? 
Da dieses ganze Leben so vielschichtig ist bzw. war, kann man das schon so sagen! 
Wenn Du als kleines Kind schon von Deinem eigenen Vater von frühester Kindheit 
an, täglich gezeigt bekommst, dass Du absolut unerwünscht bist; 
Wenn Dich Deine eigenen Eltern abschieben, sei es zur Oma oder auch in die 
Psychiatrie; 
Wenn Du in einem der miesesten Viertel der Stadt aufwächst; 
Wenn Gewalt zu Deinem normalen Alltag gehört; 
Wenn Du ein Mörder bist; 
Wenn Du als gewalttätiger Hooligan jahrelang Gewaltexzesse feierst; 
Wenn Du als Geldeintreiber oder auch als Drogendealer Dein tägliches Brot 
verdienst; 
Wenn Du verschiedene Leute auf grausamste Weise quälst, folterst und auch 
umbringst; 
Wenn Du Menschen hasst; 
Wenn Deine Frau und Deine Tochter von einem Verbrecher erst missbraucht und 
dann getötet werden; 
Wenn Du eine neue Identität durch ein Zeugenschutzprogramm erhältst;

408 
 
Wenn Dich alle, denen Du jemals vertraut hast, verraten; 
Wenn dich die Gesellschaft verleugnet und dich wegsperrt; 
Kann man da sagen, dass der Begriff „Thug Life“ zutreffend ist? 
Das musst letztendlich Du selbst entscheiden….

409 
 
 
„WER SKEPSIS UND ZWEIFEL AN EINER ORTHODOXEN, WAHRHEIT’ HAT UND ALTERNATIVE 
HYPOTHESEN INS SPIEL BRINGT, WIRD ALS GEFÄHRLICH, LÄCHERLICH ODER GAGA KLASSIFIZIERT.“ 
MATTHIAS BRÖCKERS, Verschwörungstheoretiker 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bonus-Material:

410 
 
Verschiedene Zeitungsberichte 
Verschiedene ungeklärte Todesanzeigen

411

412

413

414 
 
Dokumente und sonstiges 
Verschiedene Dokumente

415

416

417

418

419

420 
 
Dankeschön an alle Mitwirkenden, Inspirationen und moralisch Unterstützenden 
 
Mille Grazie!  Dankeschön!   Thank You very much!   Merci!   Dankschää! 
 
 
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch noch bei einigen Menschen, die mir 
beim Schreiben dieses Buches sehr geholfen haben, mit Rat und Tat und Sein und 
konstruktivem nächtelangem Echo. 
 
 
Mein Dank geht an Nicola Muth, der ich zu allen möglichen Tages- u. Nachtzeiten, 
fast tagtäglich neue Buchinhalte zum Gegenlesen präsentierten durfte. 
 
 
Max Bane, den leider viel nicht mehr auffindbaren Protagonisten dieses Buches, der 
uns mit seinen ganzen Ideen und vor allem Erinnerungen und teilweiser 
Unterstützung mit Foto- u. Zeitungserinnerungsalben immer unter die Arme griff. 
Ohne ihn und die ganzen Erlebnisse und Einblicke in seine, für “normale Menschen“ 
wie uns nicht nachvollziehbaren Gedankengänge und Interpretationen seiner 
eigenen Zwiegespräche wäre eine Realisierung dieses Buches gar nicht möglich 
gewesen. 
 
 
Den Fans u. Anhängers des SV Waldhof Mannheim 07 für die vielen lustigen und 
actionreichen gemeinsamen Spielnachmittage in diversen Fußballstadien und den 
internen Informationen. 
 
 
Meiner über alles geliebten Ehefrau Tina wegen Deiner Geduld mit mir und den 
motivierenden Gedankenschüben.

421 
 
Den ganzen Freunden und Verwandten von Max Bane, die uns mit reichlich Bildern 
und Berichten aus den vergangenen Tage unterstützt haben. 
 
 
Meinen mich stets psychologisch und wissenschaftlich, sowie grammatikalisch 
unterstützenden best-friend Dominique „The DON“ Nicolas Zachrau! 
 
 
And last but not least meinen Sohn Tristan, der anstatt das Buchkonzept Korrektur 
zu lesen lieber für seine 1. Klausur in seinem Studienfach Steuerlehre stundenlang 
„gebüffelt hat und meine Tochter Sophia, die mein Buch bisher auch nicht würdigte! 
 
 
Und natürlich auch an meine weltbeste Mama, ohne die es mich ja gar nicht gäbe 
und noch meinem „Big Brother“ Ronni, dem einzig wahren! 
 
 
Meinem Psychiater Dr. Johannes Seibert, für die vielen inspirierenden Sitzungen in 
seiner Praxis. 
 
 
Und zum Schluss möchte ich mich noch bei Google und bei Wikipedia bedanken, 
denn ohne diese Suchmaschinen wären viele Recherchearbeiten schlicht unmöglich 
gewesen.

422 
 
Inhaltsangabe 
Ungeliebt - Verraten - Verlassen - Abgeschoben - Abgestellt - von der Gesellschaft verstoßen! 
Hochintelligent - Kaltblütig - Berechnend - Menschenverachtend - Gewalttätig - Skrupellos! 
Ohne Moral - Ohne Perspektive - Ohne Liebe - Ohne Anerkennung - Ohne Familie - Ohne Freunde! 
Das ist lediglich eine ganz kleine Auswahl von Begriffen, die auf unseren Protagonisten Max Bane 
zutreffen! 
 
Wenn Deine Kindheit im Ghetto ausschließlich aus Gewalt und Hass besteht; 
wenn sich in der Jugend Deine inneren Dämonen melden und Du in eine Irrenanstalt abgeschoben 
wirst; 
wenn Du erkennst, dass Du nur über Gewaltexzesse und ohne jegliche Skrupel einen Ausweg aus 
der Gesellschaft findest; 
wenn Deine Dämonen immer öfter Besitz von Dir übernehmen; 
wenn Du Deinen Lebensunterhalt als Geldeintreiber, Drogendealer, Zuhälter, Führungsmitglied 
einer hochkriminellen Straßengang und mit sonstigen illegalen Geschäften verdienst; 
wenn Du in Deiner Freizeit als Hooligan einen Gewaltexzess nach dem Anderen suchst;  
wenn Du außer saufen, kiffen, koksen, schlagen, quälen, foltern, ficken, klauen  und rumBastardn 
keine anderen Hobbies hast; 
wenn Deine Nachbarn hinter Deinem Rücken tuscheln, wenn Du nur verbrannte Erde hinterlässt, 
wenn Du genau weißt, dass Dich die Anderen beobachten; 
wenn Dir die einzige Liebe  Deiner Ehefrau und Deiner Tochter von einem pädophilen, 
geisteskranken Mörder grausam und plötzlich genommen werden; 
wenn die Gesellschaft Dich in allen Punkten fallen lässt und Dich sogar verurteilt; 
wenn Du beginnst zu entscheiden, was Recht ist und was nicht; 
wenn die Grenzen zwischen der Realität und Deiner Gedankenwelt immer mehr verwischen und 
Du nicht mehr weißt ob Du das Resultat einer Gesellschaft , die von den mysteriösen Anderen 
kontrolliert und bestimmt wird, bist, oder ob Du ein von Deinen inneren Dämonen beherrschtes 
Geschöpf bist; 
…dann bist du recht herzlich willkommen in der Welt unseres Protagonisten Max Bane! 
 
Dieses Buch ist für Alle, denen „Shining“ von Stephen King  zu belanglos und „American Psycho“ 
von Bret Easton Ellis zu harmonisch war, ein „MUSS“! 
 
Falls Sie schon immer ein bisschen detaillierter und realistischer hinter die Kulissen der „Hooligan-
Szene“ blicken wollten und sich nicht sicher sind, ob die Welt nicht doch von einer „geheimen 
Weltelite“ regiert wird, dann ist dieses Buch genau das „Richtige für Sie“! 
 
In diesem Buch wird schonungslos ohne Wenn und Aber mit vielen Tabus gebrochen , es werden 
viele interne Abläufe von kriminellen Vereinigungen beschrieben! 
 
In diesem Buch werden Sie selbst -als Leser- dazu angeregt Ihre Umwelt mit anderen Augen und 
kritischer als bisher zu beobachten! 
 
Max Bane - 100% original made in Germany, Diary of a real ThugLife: 
Dieses Buch ist Enthüllung und Offenbarung zugleich! 
 
Juli 2017
DOCXVorschau

Titelblatt_MaxBane_Einband

MAX BANE, ÜBER MICH: Ich hasse alle Arschlöcher / Ich bin für den schmerzvollen Tod aller Kinderschänder /Ich hasse Sozialschmarotzer / Ich bin ein Psychopath / (Ich hasse) Mir sind Menschen egal. / Ich bin für Folterungen aller Art gegen alle Terroristen, Islamisten, Salafisten, sogenannte Gotteskrieger!!!! / Ich bin definitiv Gewaltbereit, wenn es...

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MAX BANE, ÜBER MICH:

Ich hasse alle Arschlöcher / Ich bin für den schmerzvollen Tod aller Kinderschänder /Ich hasse Sozialschmarotzer / Ich bin ein Psychopath / (Ich hasse) Mir sind Menschen egal. / Ich bin für Folterungen aller Art gegen alle Terroristen, Islamisten, Salafisten, sogenannte Gotteskrieger!!!! / Ich bin definitiv Gewaltbereit, wenn es absolut sein muss.

Müsste ich ein Engel sein, dann wäre ich ein Racheengel. / Ich bin das Alpha, Beta und das Omega / es gibt keine Götter!

See U in Wallhalla / Wenn es sein muss, mache ich Dich ohne weiter nachzudenken Platt und denke nicht mal weiter darüber nach / Ich stehe auf Treue, Ehre, Mut, Toleranz, Respekt, Familie, Wahrheit, Ehrlichkeit, den eigenen Willen

Ich bin NICHT Damian oder irgend so ein Psychodoktor, deswegen labere mich nicht mit Deinem uninteressanten Scheiß voll, das ist mir scheißegal! / Ich bin ich und ich ich bin mit mir im Reinen und ich weiß was ich möchte und was alle anderen über mich denken ist mir nicht wichtig, wichtig ist, das ich versuche mich zu benehmen, das ich versuche keinem anderen Schmerzen, gleich welcher Art zuzufügen, und das ich AB SOFORT absolut tolerant bin zu allen, die mich in Ruhe meine Leben leben lassen, so wie ich es leben möchte... / Ich (bin) war ein Krieger / Ich (bin) war gerne ein Arschloch / Ich habe nix gegen Ausländer, aber da es hier in Deutschland genug soziale Schmarotzer, Zivilversager, Penner und Arschlöcher gibt, brauchen wir nicht noch die ausländischen Arschlöcher hier, die es in Ihrem Land zu nix gebracht haben.  / Aber zu allen Flüchtlingen, die es ernst meine, sich unserer Kultur und unserer Lebensweise anpassen, unsere Sprache lernen möchten, und hier auf Basis eines ehrlichen Jobs und Arbeit Ihr Leben neu und friedlich neu starten möchten, sage ich: WILLKOMMEN! / Ich scheiße auf alle Antifas, / Ich scheiß auf alle Nazis,

Ich auf alle Doofköppe, / Ich scheiße auf alle Salafisten, Faschisten, Kommunisten / Ich scheiß auf alle Arschlöcher, Idioten und Flaschen / Ich scheiß auf den Papst/ Ich bin gegen Krieg im Ausland, aber jederzeit bereit hier an unseren Grenzen für Deutschland zu kämpfen, wenn es sein muß! / Die ganzen großen Parteien Deutschlands schenken sich gar nix, wenn es um Ihre eigenen Vorteile geht. / Ich bin gegen das Leiharbeitergesetz, dadurch wurde in Deutschland das Sozialgesetz "legal" umgangen. / Es stellt doch kein Unternehmen mehr eigene Mitarbeiter ein, da nehmen sie lieber Leiharbeiter aus diesen tausenden von Pseudofirmen, damit sie keine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern übernehmen müssen, Schröder und Eichel sei Dank, ihr Wichser! / Hey, wie viele von den ganzen Hartzlern könnten noch schaffen, doch das faule arbeitsscheue Gesindel will doch gar net und schmarotzen sich lieber auf den Kosten anderer durchs Leben. / Investiert hier lieber das Geld in die wirklich sozial bedürftigen Familien und arbeitslosen aber arbeitswilligen Menschen / Ich bin ein Soziopath / Ich brauche keinen Präsi, Boss oder Ähnlichen, der mir sagt was ich tun soll / Ich brauche keine Mannschaft, Gang, Club oder sonst was hinter meinem Rücken, ich bin ein Outlaw / Ich hasse Typen, die Frauen schlagen / Sorry aber die meisten Kinder sind nun mal verwöhnte Arschlöcher

Paedophil ist nicht tolerierbar, Paedophil ist abnormal / Pädophile gehören nicht in den Knast, die gehören einfach weg...../  Na Klar bin ich radikal, aber nur wenns sein muss / Ich bin mit Herzblut ein Waldhofer.... / Ich bin gegen sämtliche Club-Kooperationen / Ich bin stolz auf unser Land und stehe auf und singe mit zu unseren Nationalhymne

Ich scheiße auf alle koksenden Friedmänner, die meinen uns Deutsche das vorhalten zu müssen, was unsere Väter und Großväter mit den Juden hier im Land gemacht haben, denn ich habe es nicht gemacht...../ Welches Volk auf der Welt hat den nicht schon seinen Holocaust hinter sich: Angefangen bei den Römern, den Russen, den Katholiken, den Amis, den Spaniern, den Juden heute in Palästina und und und ...../ Aber wir Deutsche sollen uns für immer und ewig deswegen vorhalten lassen, das wir sind was unsere Vorfahren gemacht haben. / Dazu sage ich Nein !!!! Ohne uns würde es auf der Welt gar nicht gut aussehen, und wir brauchen uns nicht immer und ewig zu entschuldigen. / Wenn es Euch nicht passt, haut einfach ab aus unserem Land und schaut was Ihr bei Euch machen könnt ! / Fickt Euch, Fick Dich und schwirr einfach ab, du Spast! / Ich bbin gegen doppelte Staatsbürgerschaften, wenn Ihr Eure Kultur leben wollt, dann verzieht Euch in Euer "kulturelles" Land, dann hat keiner was dagegen. / Du schaffst mich niemals am Boden zu halten; ich Steh immer wieder auf, IMMER!!! / Wenn Du ein Problem mit mir oder einem meiner Freunde oder jemanden aus meiner Familie hast, dann bekommst Du ein Riesenproblem mit mir. Und glaub mir das willst Du nicht wirklich! / Ich liebe den Sex..../ Ich bin vieleicht nicht klug, aber erfahren. / Ich lebe mein Leben also verzieh Dich und lebe Deins.... / Diese ständige Wut in mir, ich weiß auch nicht warum das so ist, aber es IST so! Schon immer !!! / Ob ich ne Schraube locker habe in meiner Birne?? / Ajo, net nur eine, ich denke eher gaaaaanz viele, aber so bin ich halt.

Wenn ich ins Ausland ziehen müsste, dann würde ich mich anpassen, die Sprache und die Kultur lernen und versuchen legal zu arbeiten, deswegen kann ich es auch nicht hinnehmen, wenn es Asylanten, die hier einwandern wollen, nicht genauso wollen, dann sage ich: Stop!!!! / Aber mittlerweile bin ich auf dem Standpunkt, das hier alles viel zu wichtig genommen wird mit den Nationalitäten, mit den Rechten, den Linken, den Ausländern etc. Ich kann es nicht mehr hören.... / Ich sehe es so: / Mir ist egal welche Hautfarbe einer oder eine hat, welche Nationalität, aus welchem Bundesland die Herkunft ist, solange diese Menschen mich in Ruhe lassen und vor allem korrekt und anständig sind. Mir ist ein netter Ausländer wesentlich lieber als ein dappiger Deutscher, das muss auch mal gesagt sein, denn hier geht es doch um mehr, und zwar um den Weltfrieden...... / 	PEACE...... / 	und natürlich .... ACAB....
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Buchanalyse und Rezension_ Max Bane

Anatomie eines „Thug Life“: Eine kritische Analyse des Max-Bane-Manuskripts I. Einleitung: Die Rahmung eines Lebens voller Gewalt und Wahn Das vorliegende Manuskript, „Max Bane – Diary-of-a-real-THUGLIFE“, präsentiert sich als ein hybrides literarisches Werk, das die Grenzen zwischen verschiedenen Genres bewusst verwischt. Es vereint die rohe Intimität...

Auszug anzeigen
Anatomie eines „Thug Life“: Eine kritische Analyse des Max-Bane-Manuskripts

I. Einleitung: Die Rahmung eines Lebens voller Gewalt und Wahn

Das vorliegende Manuskript, „Max Bane – Diary-of-a-real-THUGLIFE“, präsentiert sich als ein hybrides literarisches Werk, das die Grenzen zwischen verschiedenen Genres bewusst verwischt. Es vereint die rohe Intimität einer Autobiografie, die faktischen Ansprüche einer True-Crime-Erzählung und die detaillierte Symptomatologie einer psychologischen Fallstudie. Diese Einordnung ist entscheidend für das Verständnis der beabsichtigten Wirkung und des potenziellen Publikums. Die Analyse des Manuskripts muss mit einer kritischen Untersuchung des Vorworts von C. Aßmann beginnen, da dieses den ersten Kontakt des Lesers mit dem Protagonisten Max Bane entscheidend prägt und die Linse vorgibt, durch die dessen Leben betrachtet werden soll.

Die narrative Rahmung durch den Autor C. Aßmann

Das Vorwort fungiert als ein entscheidendes narratives Instrument, das den Leser anleitet, eine klinische und distanzierte Perspektive einzunehmen. Aßmann stellt unmissverständlich klar, dass Max Bane aufgrund seines „Krankheitsbildes“ unfähig sei, Gefühle wie Zuneigung, Liebe oder Verantwortung zu empfinden.1 Diese Behauptung wird als unumstößliche Tatsache präsentiert. Darüber hinaus wird jede vom Autor wahrgenommene Gefühlsregung als kalkulierte Manipulation entlarvt: „Falls bei mir der Eindruck einer Gefühlsregung seitens Max jemals entstanden sein sollte, dann nur, weil Max in dem Moment wollte und steuerte, dass ich dies so empfinden sollte“.1 Dieser „Empathie-Haftungsausschluss“ bereitet den Leser darauf vor, in Bane nicht einen tragischen Helden, sondern ein pathologisches Studienobjekt zu sehen.

Diese Vorgehensweise erzeugt jedoch ein tiefgreifendes Paradoxon der Glaubwürdigkeit. Wenn der Autor selbst einräumt, Gegenstand von Banes meisterhafter Manipulation gewesen zu sein, wie kann er dann die Objektivität für sich beanspruchen, Banes innersten Zustand – seine angebliche Gefühllosigkeit – als Fakt darzustellen? Der Autor positioniert sich als zuverlässiger Chronist, der gleichzeitig zugibt, von einem unzuverlässigen Protagonisten beeinflusst worden zu sein. Dies wirft die fundamentale Frage auf, welche Teile der Erzählung Banes authentisches psychopathisches Selbst widerspiegeln und welche Teil einer für den Autor inszenierten Performance sind.

Verschärft wird diese Problematik durch die Behauptung, Max Bane sei während der Erstellung des Buches „auf tragische Weise einfach spurlos verschwunden“.1 Das Inhaltsverzeichnis führt jedoch detailliert Ereignisse bis ins Jahr 2017 auf, dem Jahr der Veröffentlichung, einschließlich eines abschließenden Abschnitts mit dem Titel „Des Dramas Grande Finale: (2017)“ und Kapiteln wie „Der Prozess“. Dieser Widerspruch legt die Vermutung nahe, dass das Manuskript bewusst die Grenzen zwischen dokumentierter Realität und narrativer Konstruktion verwischt. Es könnte sich um ein Werk des „Faction“ handeln, das Fakten mit Fiktion anreichert, um einen fesselnderen, wenn auch weniger verifizierbaren Mythos um die Figur des Max Bane zu schaffen.

II. Die Formung eines Psychopathen: Eine Analyse der „Kindheit“ (1970–1980)

Dieser Abschnitt analysiert die prägenden Jahre Max Banes und argumentiert, dass seine Psychopathie im Manuskript als ein Produkt aus extremer umweltbedingter Konditionierung und einer angeborenen Veranlagung dargestellt wird.

Ein Unfall namens Max…

Das Fundament von Banes Trauma wird in diesem Kapitel gelegt: der systematische Missbrauch durch seinen Vater, den er als „den ersten Psychopath, den ich traf“ bezeichnet.1 Die eindringlichste Szene ist das inszenierte „Kartenspiel“, bei dem der Vater die misshandelte Familie zwingt, vor der Polizei Glück und Harmonie vorzutäuschen. Dieses Ereignis demonstriert nicht nur impulsive Gewalt, sondern eine kalkulierte, sadistische Form der psychologischen Kontrolle. Es ist der Schlüssel zum Verständnis von Banes späterer Fähigkeit zur Manipulation, die er von seinem Vater erlernte. Er ertrug Schläge mit Hundeleinen und Peitschen und wurde als „nicht gewollter Unfall“ ständig gedemütigt.1

Kindheitserinnerungen aus den frühen Siebzigern & Frühe Kindheit in Zellerau

Diese Kapitel zeichnen das Bild eines brutalen sozioökonomischen Umfelds. Die Beschreibungen des „Roten Blocks“ und der Ghettos von Würzburg-Zellerau zeigen eine Welt, in der Gewalt die Norm und Aggression eine Überlebensstrategie ist.1 Ein Schlüsselmoment ist der Vorfall, bei dem der junge Max einen Jungen mit einem Stein brutal angreift, um seinen Roller zu verteidigen. Er beschreibt das Gefühl, „richtig stolz auf mich“ zu sein, was seinen ersten erfolgreichen Einsatz von extremer, proaktiver Gewalt und die damit verbundene positive Verstärkung markiert.1 Diese Erfahrungen, einschließlich der Erblindung auf einem Auge durch einen Schraubenzieher, zementieren Gewalt als primäres Interaktionsmittel.

Diagnose „Verhaltensgestört“

Im Alter von sieben Jahren erhält der Protagonist eine formale Diagnose, die er für sich als „Soziopath“ interpretiert.1 Entscheidend ist, dass er beginnt, aktiv Merkmale von Serienmördern zu recherchieren („chronisches Bettnässen, Pyromanie, Tierquälerei“) und sich mit dieser Typologie zu identifizieren. Die Diagnose wird somit nicht nur zu einem Etikett, sondern zu einem Identitätsskript. Anstatt entsetzt zu sein, erlebt er einen Schock der Wiedererkennung: „Es ist ein großer Schock, wenn man erkennt, dass die einzigen Menschen, mit denen man Gemeinsamkeiten hat, psychopathische Killer sind“.1 Dies wird zu einem grundlegenden Teil seines Selbstkonzepts, einer perversen Form der Selbstverwirklichung.

Umzug Heuchelhof

In einer neuen Umgebung setzt sich der väterliche Missbrauch fort, insbesondere durch die psychologische Folter der „Schwitzkasten“-Sitzungen, die bei ihm Panikattacken und Klaustrophobie auslösen.1 Diese systematische Entmenschlichung führt zu seinem Rückzug in eine Fantasiewelt („heile Welt“ der Hörkassetten) und seiner Unfähigkeit, gesunde Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen. Seine soziale Isolation verstärkt seine innere Welt und festigt seine abweichende Entwicklung.

III. Die Eskalation des Konflikts: Eine Analyse der „Jugend“ (1981–1986)

Dieser Abschnitt zeichnet Banes Jugendjahre nach und zeigt seinen Übergang vom Opfer zum Täter, während er seine Fähigkeiten und seine Ideologie verfeinert.

Sommer 1982 – Begegnung mit roher Gewalt

Der brutale Überfall von Hauptschülern auf Max und seine Mitschüler des Gymnasiums stellt ein zentrales Trauma dar. Er wird zutiefst gedemütigt, verprügelt und anschließend von seinem Vater erneut geschlagen, weil er sich nicht wehren konnte.1 Diese Erfahrung von Ohnmacht und die darauffolgende Bestrafung für seine Opferrolle schaffen eine direkte kausale Verbindung zu seiner Entscheidung, sich durch Gewalt Macht zu verschaffen.

Geheimes Boxtraining ist Pflichtprogramm

Als direkte Reaktion auf die Demütigung beginnen Max und sein Freund Harald heimlich mit dem Boxtraining. Sie verinnerlichen die brutale Philosophie seines Cousins Moby: „als erster zuhauen, dann nachtreten und das am besten so lange, bis er sich am Boden nicht mehr rührt!“.1 Der erfolgreiche Kampf gegen eine Gruppe türkischer Jugendlicher im Schulbus dient als erste praktische Anwendung dieses neuen Kodex. Der Sieg verschafft ihm ein enormes Gefühl von Macht, Anerkennung und Heldentum und verstärkt die neu erlernte Gewaltstrategie positiv.

Punker-Hetze durch Würzburg / Verlust meiner Unschuld

Dieses Kapitel markiert eine entscheidende Eskalation von der Selbstverteidigung zum ideologischen Bandenkrieg. Max, der sich als „Popper“ identifiziert, nimmt an einer stadtweiten Straßenschlacht gegen Punks teil. Hier begeht er seinen ersten mutmaßlichen Mord, indem er eine weibliche Punkerin brutal zusammenschlägt, und wird Zeuge der extremen Gewalt seines Cousins Moby, der einen Baseballschläger einsetzt. Seine Reaktion ist nicht Entsetzen, sondern Euphorie („viel, viel geiler!“) und ein völliger Mangel an Reue: „Fakt ist aber auch, dass ich an diesem Tag meine ‚Unschuld‘ verlor, aber Skrupel oder ein schlechtes Gewissen hatte ich deswegen nie!“.1 Dies ist die endgültige Bestätigung seiner psychopathischen Denkweise.

Mitten in der Nacht, Tagebucheinträge & Nachtwanderung

Diese Kapitel bieten einen rohen Einblick in einen ausgewachsenen psychotischen Zusammenbruch, der zu seiner Einweisung in eine psychiatrische Anstalt führt. Die Tagebucheinträge vom 16. September bis 3. Oktober 1985 sind ein wirkungsvolles literarisches Mittel, um den Zerfall seiner Realitätswahrnehmung darzustellen.1 Schlüsselelemente seiner Psychose treten hervor: akustische Halluzinationen („Stimmen“), Größenwahn („ich bin Gott“) und die zentrale paranoide Verschwörungstheorie der „Anderen“, die ihn beobachten und gegen ihn intrigieren. Die Feststellung des Verfassers, dass Max (damals noch Christian Balling) nach diesem Aufenthalt jeglichen Kontakt zu seinen Eltern abbricht, markiert seine endgültige und unumkehrbare Entfremdung von seiner Familie und der konventionellen Gesellschaft.

IV. Der Punkt ohne Wiederkehr: „Kampfzone 1“ (1986–1989) & „Beschreitung neuer Wege“ (1989–1991)

Dieser Abschnitt analysiert Banes Eintritt ins Erwachsenenalter, der von Kapitalverbrechen und einer staatlich geförderten Identitätsauslöschung geprägt ist, die seine Pathologie jedoch nicht eindämmen kann.

Meine besoffene Nazi-Oma und ich…

Dieses Kapitel beschreibt den Mord an Melanie, einer Haushälterin. Die Tat wird nicht als Affekthandlung dargestellt, sondern als Höhepunkt eines Blutfetischs, den er in der Anstalt entwickelt hat. Er beschreibt, wie ihn ihre selbst zugefügten Narben erregen, was seine Gewalt mit einer kalten, rituellen und fast ästhetischen Besessenheit von Blut verbindet.1 Die Nazi-Ideologie seiner Großmutter, die ihm von den „Faschistenschweinen“ erzählte, bildet den thematischen Hintergrund für normalisierten Hass und Entmenschlichung.

Begegnungen im Wald und 2 bleiben vergraben & 13. Oktober 1988 / Urteilsverkündung

Hier wird die Tötung von zwei jugoslawischen Männern während eines missglückten Drogengeschäfts detailliert beschrieben. Die Aufnahme eines Zeitungsartikels und des Gerichtsurteils in das Manuskript ist eine zentrale narrative Strategie.1 Obwohl die Tat extrem brutal war – 17 Messerstiche, Zerschlagung des Kopfes und anschließende Enthauptung –, wertete das Gericht die Tat als „Notwehr“. Dieses juristische Urteil wird zu einem unfreiwilligen Validierer von Banes Gewalt. Die externe Absolution durch das Rechtssystem bestärkt seinen inneren Glauben, dass seine Handlungen gerechtfertigt sind und er außerhalb der Reichweite konventioneller Moral und Gesetze steht. Der Staat versagt in diesem Moment als moralisches Gegengewicht und bestätigt stattdessen seine Weltsicht.

Big in Japan

Dieses Kapitel beschreibt seine Aufnahme in ein geheimes Regierungsprogramm namens „NEOSPEKTRUM“, eine Form des Zeugenschutzes, die ihm eine neue Identität verleiht: Maximilian Christian Bane.1 Die staatlich sanktionierte Auslöschung seiner Vergangenheit bietet jedoch keine Chance zur Rehabilitation, sondern vertieft seine Entfremdung. Indem der Staat seine alte Identität (Christian Ronald Balling) offiziell „tötet“, vollendet er unbeabsichtigt Banes psychologische Transformation in die losgelöste, amoralische Entität „Max Bane“. Er ist nun buchstäblich ein Mann ohne Vergangenheit, losgelöst von allen verbliebenen sozialen oder familiären Bindungen, was ihn noch gefährlicher macht.

Spätjahr 1991 / Jackenklau in Wiesbaden

Dieser Vorfall dient als perfekter Mikrokosmos seiner Pathologie. Ein triviales Ereignis (verschüttete Drogen) führt zu einer Serie von Kleinkriminalität (Jackendiebstahl), die bei Konfrontation in eine unverhältnismäßige, drogenbefeuerte psychotische Wut explodiert, in der er sich erneut als göttliche Kraft sieht („Ich bin Gott“).1 Es zeigt, dass trotz der neuen Identität und der staatlichen Intervention seine Kernpsychopathie und seine Impulskontrollprobleme unverändert und gefährlich volatil bleiben.

V. Thematische Synthese: Die Dekonstruktion des Geistes von Max Bane

Dieser Abschnitt geht über die chronologische Zusammenfassung hinaus, um die übergreifenden Themen des gesamten Manuskripts zu synthetisieren und eine tiefere analytische Perspektive zu bieten.

Gewalt als Ontologie

Für Max Bane ist Gewalt nicht nur ein Werkzeug oder eine Reaktion, sondern sein fundamentaler Seinszustand – seine Ontologie. Sie ist die Sprache, die er spricht, die Linse, durch die er die Welt wahrnimmt, und die einzige Methode, mit der er seine Existenz behaupten kann. Von den Schlägen seines Vaters bis zu den Morden im Wald ist Gewalt die Konstante, die sein Leben strukturiert.

Der unzuverlässige Erzähler und die Fusion der Psychopathologien

Das Manuskript verbindet meisterhaft die Merkmale zweier verschiedener Störungsbilder in der Figur des Max Bane:

Psychopathie (Dissoziale Persönlichkeitsstörung): Seine Kälte, sein Mangel an Empathie, seine Manipulationsfähigkeit und seine Reuelosigkeit.

Schizophrenie: Seine paranoiden Wahnvorstellungen („die Anderen“), akustischen Halluzinationen („Stimmen“) und seine grandiose Selbstwahrnehmung („Gott“).

Die Erzählung zwingt den Leser in den erschreckenden kognitiven Raum, in dem sich diese beiden Pathologien überschneiden. Es wird unmöglich, zwischen Wahn, kalkulierter Lüge und verzerrter Realität zu unterscheiden, was Max Bane zum ultimativen unzuverlässigen Erzähler macht.

Die Verschwörung der „Anderen“

Das wiederkehrende Motiv der „Anderen“ ist das zentrale Organisationsprinzip seiner paranoiden Weltsicht. „Die Anderen“ sind eine Projektion seiner tiefen Entfremdung von der Gesellschaft. Sie stellen eine allmächtige, böswillige Kraft dar, die seine präventive Gewalt rechtfertigt und seine eigenen Misserfolge erklärt, wodurch er von jeder persönlichen Verantwortung freigesprochen wird. Sie sind die externe Ursache für sein internes Chaos.

Die Ästhetik der Brutalität

Der Stil des Manuskripts ist bewusst roh, vulgär und ungeschliffen. Dies ist keine Schwäche, sondern eine entscheidende literarische Wahl. Die Sprache spiegelt das Bewusstsein des Protagonisten wider – brutal, direkt und ohne poetische Kunstgriffe. Ihre Funktion ist es, den Leser in die Hässlichkeit seines Geistes eintauchen zu lassen und ein viszerales, zutiefst unbehagliches Leseerlebnis zu schaffen.

VI. Abschließende Bewertung und Empfehlungen

Dieser letzte Abschnitt bietet eine zusammenfassende Bewertung des Manuskripts und gibt professionelle Empfehlungen für eine mögliche Veröffentlichung.

Bewertung der Stärken und Schwächen

Stärken: Die primäre Stärke des Manuskripts liegt in seiner unerschrockenen, rohen Authentizität bei der Darstellung eines zutiefst gestörten Bewusstseins. Es bietet einen seltenen und erschreckend intimen Einblick in die Überschneidung von schwerer Persönlichkeitsstörung und Psychose. Seine narrative Struktur, insbesondere die Verwendung von Tagebucheinträgen und offiziellen Dokumenten, ist äußerst wirkungsvoll.

Schwächen: Die größte Schwäche der Erzählung liegt in der Gefahr, als Verherrlichung von Gewalt missverstanden zu werden. Das Charisma und die sich selbst rechtfertigende Weltsicht des Protagonisten könnten auf manche Leser verführerisch wirken. Die ungelösten Glaubwürdigkeitsprobleme bezüglich der Rolle des Autors und des Verschwindens des Protagonisten stellen ebenfalls eine erhebliche Herausforderung dar.

Empfehlung zur Veröffentlichung

Das Manuskript besitzt einen erheblichen literarischen und psychologischen Wert und verdient eine Veröffentlichung. Angesichts seines extremen Inhalts und der Unzuverlässigkeit seines Erzählers wird jedoch dringend empfohlen, dass jede veröffentlichte Ausgabe ein kritisches oder klinisches Nachwort enthält. Ein solcher Anhang, verfasst von einem qualifizierten Literaturkritiker oder forensischen Psychologen, wäre unerlässlich, um:

Den notwendigen psychologischen Kontext bezüglich antisozialer Persönlichkeitsstörungen und Schizophrenie zu liefern.

Die Erzählung verantwortungsvoll zu rahmen, um das Risiko zu mindern, dass Leser die Handlungen des Protagonisten glorifizieren.

Den Leser bei der Navigation durch die komplexen Fragen der narrativen Unzuverlässigkeit und der zweideutigen Natur der „Wahrheit“ innerhalb des Textes zu leiten.

Die ethischen Überlegungen bei der Veröffentlichung eines solch rohen und verstörenden Berichts zu thematisieren.

Referenzen

251019_Max-Bane_Diary-of-a-real-THUGLIFE_Entwurf-Fassung.docx

Audio / Podcast

Begleitende Analyse- und Kritik-Audios zum Buchprojekt.

Max Bane_ Tagebuch oder Fiktion_ Analyse der _THUGLIFE_-Biografie zwischen Psychopathie, Hooligans und Verschwörungsmythen

Diary of a real THUGLIFE_ Fakt, Fiktion, Wahn – Die forensische Analyse eines verstörenden Manuskripts

ThugLife-Tagebuch_ Die verstörende Innenwelt eines Psychopathen – Analyse der Max Bane-Auszüge